Heute geht es früh aus den Federn, denn um 8 Uhr müssen wir an der Fähre sein, die uns auf die Südinsel bringt. Die war auch schweineteuer und man kann die Fahrt auch nicht umbuchen. Durch den morgendlichen Berufsverkehr in Richtung Wellington verzögert sich unsere Ankunft ein wenig, was Conny ganz schön ins Schwitzen bringt. Klappt aber im Endeffekt alles und wir reihen uns pünktlich ein, um unseren kleinen Camper an Bord zu fahren.
Um 9 Uhr pünktlich sind wir samt Auto an Bord und die Fähre fährt los. Sie braucht zur Südinsel knapp 3 Stunden und ist mit allen Annehmlichkeiten versehen, inklusive 2 Kinos.
Ins Kino gehen wir aber nicht, sondern gönnen uns etwas zu trinken (Conny sagt es war der beste Kaffee ihres Lebens) und begeben uns danach nach draußen um ein wenig die Landschaft zu bewundern. Wir fahren nämlich schon recht fix durch die ersten Ausläufer der Südinsel, auch bekannt als Marlborouh Sounds.
Wir waren ja schon von der Nordinsel sehr begeistert, die Südinsel empfängt uns aber schon sehr spektakulär mit grandios grünen Hügeln die von hellblauem Wasser umspült werden. Nicht schlecht.
Durch die morgendliche Sonne ergeben sich hier grandiose Bilder der Fjorde, durch die das Boot fährt. Wir sehen mehr Hügel und Inselchen, mehr Strände und auch mehr Klippen als auf der Nordinsel. Alles irgendwie ähnlich aber spektakulärer.
Mittendrin steht auch hin und wieder mal ein einsames Häuschen am Strand. Dort könnte ich mir ja – Breitbandinternet vorausgesetzt – meinen Alterswohnsitz vorstellen. ![]()
Nach der Ankunft in Picton auf der Südinsel, fahren wir recht fix von der Fähre und verlassen sogleich Picton, denn so richtig gibt es dort nix zu sehen. Stattdessen begeben wir uns auf den kurvigen Highway die Küste entlang in Richtung Nelson.
Arme Conny, die muss heute fahren, denn mein Fuß spielt nach meinem Umknicken in Wellington noch nicht wieder so mit. Nichtsdestotrotz buchen wir in Nelson bereits unser Programm für den Folgetag: Kayaken und Wandern. Oha, das wird anstrengend. Die Nacht verbringen wir auf dem bisher vielleicht schönsten Campground: “McKee Domain”. Direkt am Wasser gelegen, parken wir unseren Camper etwa 3m vom Strand. So haben wir uns das vorgestellt.
Näher kann man wirklich nicht am Wasser sein und so haben wir grandiose Aussichten beim Abendessen und beim Einschlafen später natürlich auch.
Vorher bot sich uns einmal mehr ein toller Sonnenuntergang, der für arg surreale Wolkenverfärbungen gesorgt hat.
Sowohl an der Klippe hinter uns als auch über der Bucht vor uns, nahmen die Wölkchen Farben von Rosa bis Orange an. Ein sehr farbenfrohes Spektakel auf jeden Fall.
Mitten in diesem Naturschauspiel habe ich mal versucht, ein paar flache Steinchen auf dem Meer hüpfen zu lassen. Ich hatte auch Erfolg und einer hüpft drei mal. Unsere deutschen Nachbarn toppen das allerdings wenige Minuten später, vielleicht bin ich einfach zu alt.
Abends blicken wir noch – dick eingehüllt in Winterklamotten – auf das nächtlich illuminierte Nelson auf der anderen Seite der Bucht und sehen auch das Ein oder Andere Flugzeug landen. Dabei bietet sich uns wieder ein grandioser Sternenhimmel.
Die nächtliche Idylle und unsere Systemkamera ermöglichen uns dann auch mal ein paar Spielchen mit der Taschenlampe und ein wenig längeren Belichtungszeigen. Cool! ![]()
Wir schlummern also zu Wellenrauschen ein und freuen uns auf unseren morgigen Tag im Abel Tasman Nationalpark.


