Thailand – Zurück in Bangkok

So schnell sind zwei Wochen Myanmar wieder vorbei. Ein unglaublich tolles Land, wie wir beide finden! Wir haben die Zeit sehr genossen, sind aber auf der anderen Seite auch froh, wieder nach Bangkok zu gelangen. Ein paar westliche Standards (wie z.B. Supermärkte oder öffentliche Verkehrsmittel) haben wir dann doch vermisst.

Zum Flughafen in Mandalay bringt uns ein gratis-Busshuttle von AirAsia, welches jedoch 4km von unserem Hotel abfährt. Generell war unser Hotel relativ weit ab von allem. 4km wollten wir auch mit den dicken Rucksäcken nicht laufen und so mussten wir wohl oder übel 8 US$ für ein Taxi dorthin ausgeben. Taxis sind in Myanmar überall schweineteuer. Das muss aber erst in den letzten Jahren passiert sein. Naja, dafür war das Essen immer sehr günstig! Mandalay Airport liegt in etwa eine Stunde vom Stadtzentrum und ist für die momentanen Passagierzahlen völlig überdimensioniert. Pünktlich hebt unser Flieger ab, 2 Stunden später sind wir schon in Bangkok. Dort angekommen, stellen wir uns, stumpf wie wir sind, für etwa 10 Minuten ans falsche Gepäckband und wundern uns, dass noch keine Koffer kommen. Hoppla. Hoffentlich hat das keiner gesehen! Wenige Minuten später sitzen wir schon im Bus Richtung Mo Chit, der Verkehrsknotenpunkt in der Nähe unseres Hotels. Von dort haben wir aber noch etwa 2km Fußmarsch vor uns, der nur dadurch unterbrochen wird, dass wir eine Fußgängerbrücke nicht überqueren dürfen, da ein Mitglied der Royal Family drunter her fährt. Gemeinsam mit einem netten Thai, den wir an dieser Brücke kennengelernt haben, sind wir relativ fix an unserem Hotel. Wir bleiben hier im “Centara Grand at Central Plaza”, deutlich über unserem Budget, weil meine Mum uns hier für 2,5 Tage Gesellschaft leistet, bevor sie dann Nord-Thailand erkundet und wir nach Süden weiterziehen.

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Nachdem wir am späten Nachmittag im Hotel eingecheckt sind, gehen wir nochmal raus ins abendliche Bangkok, um ein paar westliche Annehmlichkeiten zu genießen. Supermärkte und Burger um genau zu sein. Gute Burger sind allerdings selten in Bangkok; ein Laden der stetig empfohlen wird ist “The Garage” und dort haben wir dann auch mal wieder schön westlich gespeist.

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Der Burger war auch gut und das Ambiente sehr amerikanisch. Auch wenn das asiatische Essen hier sehr sehr gut ist, nach wochenlangem Essen von Nudeln und Reis, kommt der Hunger nach Burger, Sandwich oder Pizza momentan immer häufiger. Oder mal ein Brötchen. Vielleicht mit Käse. Mhhhhh.

Wie auch immer. Durch das weihnachtlich blinkende Bangkok sind wir zurück ins Hotel. Die meisten Thais sind eigentlich Buddhisten, Weihnachten ist hier aber trotzdem ein Feiertag und wird auch gefeiert, aber mehr als “Konsumfest”, als dass es religiösen Hintergrund hätte. Aber das ist ja bei uns auch oft der Fall. Weihnachtliche Deko hier in Asien muss übrigens blinken. Je bunter und kitschiger, desto besser. Da toppen sie ja noch die Amerikaner, die ja auch schon sehr cheesy unterwegs sind.

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Am nächsten Morgen, gibt es Frühstück im 7-Eleven-Supermarkt auf dem Weg zum Flughafen. Um 12:05 Uhr landet der Flieger mit meiner Mum und Ihrer Freundin Karin. Bzw. um 12:05 sollte er landen und um 12:11 Uhr war er dann auch da. Die beiden waren natürlich ein wenig gerädert nach 16 Stunden Reise und wir haben sie erst mal so schnell wie möglich via AirLink und MRT ins Hotel gebracht. Der Weg dauert etwa eine Stunde.

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Nach kurzer Erholung und einem kurzen Welcome-Drink im Hotel ging es dann noch auf eine kurze Bangkok-Entdeckungstour mit den beiden. Zuerst ein kurzer Spaziergang durch den Lumphini-Park, einer der wenigen Parks hier in Bangkok. Hier in der Gegend wurde Karin eine Rooftop-Bar empfohlen, die wir eigentlich suchen wollten. Gefunden haben wir sie dann leider nicht, dafür dann eine auf der Center World, einem Einkaufszentraum hier in Bangkok.

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Von dort haben wir bei einem Cocktail oder zweien die Aussicht genossen und eine Kleinigkeit Gegessen.

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So richtig Essen waren wir danach noch im MBK-Shopping-Center, dort gibt es diverse “Food Courts”, die so ein bisschen Streetfood-Light anbieten. Das war’s dann auch für heute, es ist immerhin schon 23:30, so spät waren wir seit Tagen nicht im Bett Zwinkerndes Smiley

Für den einzigen kompletten Tag mit meiner Mum in Bangkok haben wir uns eine Tour gebucht, die uns Thonburi, der Stadtteil von Bangkok auf der anderen Flussseite, etwas näher bringen soll. Eine solche Tour haben wir seit Vietnam nicht mehr gehabt und wir freuen uns ein bisschen drauf, dass wir uns nicht alles aus dem Reiseführer zusammensuchen müssen. Start ist um 9 Uhr und mit ein wenig Verspätung starten wir dann auch. Erster Stopp: Blumenmarkt.

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Dabei handelte es sich um den Blumengroßmarkt, in dem Bangkoks kleine Blumenhändler, Hotels oder auch normale Thais für besondere Gelegenheiten wie Hochzeiten, Hauseinweihungen oder Beerdigungen einkaufen. Es war eine Wonne! In dicken Hügeln lagen dort die schönsten Orchideen, die wir in Europa mühsam züchten, und kunstvolle Gestecke. Überall gab es auch Opfergaben für Tempel, die aus Bananen und Nüssen zum Beispiel bestehen, oder Jasminblütenketten. Besonders teuer und schön gelten hier in Thailand übrigens Nelken und Rosen, importiert aus Holland oder, wen wunderts, China. Man will eben immer das, was man vor Ort nicht hat.

Am Rande standen immer mal wieder einzelne Garküchen. Ich hatte Michael B. aus Frankfurt ja mal ein Bild einer solchen Garküche versprochen, hier ist es also:

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An den Blumenmarkt schloss sich fast nahtlos der Gemüsemarkt an, den wir als nächstes besucht haben. Eigentlich ein Gemüse-Großmarkt, also weniger für Touristen zum Einkaufen als zum Zuschauen, während hier gehandelt wird. Das Gemüse war natürlich super-frisch und echt vielfältig. Selten haben wir auch so viele exotische Gemüsesorten gesehen. Zum Beispiel 100-jährige Eier, die irgendwie Wochenlang in der Erde mit gewürzen verbuddelt werden. Cool.

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Aber auch Unmengen von Salat und natürlich Chilis in allen Größen und allen Farben. Die thailändische Küche ist ja dafür bekannt, besonders scharf zu sein. Wir können das bestätigen, weder in Vietnam oder Kambodscha noch in Myanmar werden die Gerichte so scharf gewürzt.

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Einige Dinge durften wir auch probieren oder mal dran schnuppern. Zum Beispiel Rose-Apples oder Litschiartige Früchte. Besonders toll war auch das “Suppengemüse” Thailands, dass aus Lemongrass, Galgant ein nach Limette duftendes Kraut bestand. Sehr aromatisch! Man wollte am liebsten gleich damit etwas kochen. Ging aber nicht! Auch gesehen haben wir ganz jungen Ingwer, der noch rosa an den Stielen  und weich war und am liebsten zum Kochen benutzt wird. Dann kann man ihn auch in Scheiben essen, er ist aber weniger aromatisch als alter, harter Ingwer. Der wird bevorzugt für Tee verwendet.

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Nach den beiden Märkten ging es zu einem Schildkröten Tümpel, der zu einem Tempel gehört, an dem regelmäßig Mönche verköstigt werden. Verköstigen durften wir dann aber nur die Schildkröten, nicht die Mönche. Die gepanzerten Kollegen wollten aber nicht so recht, ich denke mal, dass hier relativ viele Touristen Turtle-Feeding betreiben. Statt den Schildkröten haben dicke Welse im Teich das Futter vernascht, auch nicht schlecht.

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Der Tempel neben dem Schildkrötenteich ist strahlend weiß, seinen Namen habe ich aber schon wieder vergessen. Bei Tempeln bin ich inzwischen nicht mehr so richtig aufnahmefähig, da wir in letzter Zeit so viele davon gesehen haben.

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Nach dem Tempel ging es ins portugiesische Viertel von Thonburi. Das erkennt man einerseits an der Architektur der Gebäude hier, aber auch an der Vielzahl an Bäckereien, die sich hier befinden. In eine Bäckerei ohne Ladenverkauf sind wir dann auch mal rein und konnten beobachten, wie hier kleine Küchlein gebacken werden. Ganz ohne richtigen Ofen oder sonst irgendwelche Maschinen. Nichtmal einen Mixer habe ich gesehen. Die Küchlein waren auch super-lecker übrigens!

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Eine christliche Kirche befand sich auch im portugiesischen Viertel, die sah auch tatsächlich sehr süd-europäisch aus. Christliche Kirchen sind hier aber eh recht selten. Am Wasser entlang haben wir dann noch einiges von der Architektur hier gesehen und noch einen chinesischen Tempel besucht, von dem ich euch sämtliche Fotos mal erspare.

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Letzter Stopp vor dem Mittagessen war dann noch der “Sitting Buddha” in Thonburi, der ausnahmsweise wieder sehr sehenswert war. Ein bestimmt 20 Meter hoher, sitzender Buddha in einem extra hierfür gebauten Haus. Alleine die Größe war schon sehr beeindruckend. Das war dann bisher auch der größte Buddha, den wir auf unserer Reise gesehen haben glaube ich.

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Mit einem 8-Mann-TukTuk ging es dann zum Essen. Wir machen die Tour hier mit 4 Leuten von der AIDA, die wohl in einem Hafen etwa 100km von Bangkok vor Anker liegt und diese Tour angeboten hat. Die Gesellschaft war sehr nett und wir haben uns gefreut, mal wieder so viel Deutsch zu sprechen.

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Zu Mittag gab es viel Chicken, Pork und Fisch, alles mit Reis und lecker Chang-Bier. Und auch schön scharf, danach brannten mir erst mal Lippen und Zunge. Puh. Ich habe für mich inzwischen beschlossen, dass ich Pad Thai nicht so richtig gerne esse, das wird hier von allen gelobt. Mein derzeitiger Favorit ist Cashew-Chicken! Mit vollem Magen läuft es sich natürlich auch nicht so richtig gut und deshalb geht es weiter mit einem typisch thailändischen Long-Tail-Boot. Ob da früher gerudert wurde weiß ich nicht, heute werden sie mit dicken LKW-Motoren angetrieben und durch die Kanäle gejagt.

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Auf dem Weg konnten wir viele Thai-Wohnhäuser sehen, einige hatten einen dicken Waran auf der Veranda liegen. Meine Mum hatte mir das schon vorher erzählt und ich wollte es nicht glauben: Die Menschen hier halten sich die Warane als Haustiere, da sie Ratten und andere ungewollte Gäste verspeisen. Sehr praktisch!

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Weiter ging es durch pittoreske Kanäle und an vielen kleinen Tempeln und Wohnhäusern vorbei. Unser Kapitän war eine Frau, unsere Reiseführerin meinte es wäre die einzige unter all den Männern die hier durch die Kanäle fahren. Und das sind einige, die Kanäle sind wohl eine beliebte Touristenattraktion.

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Wir fanden es trotzdem schön, zumal man hier dem fiesen Verkehr in Bangkok ein wenig entkommen kann. Unsere Kapitänin fuhr auch recht langsam durch die Kanäle, was ganz angenehm war, andere Kollegen sind da schon ganz ordentlich durchgeheizt.

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Der erste Stopp war ein Tempel, von dem ich wieder nicht ausführlich berichten möchte, der zweite war dann eine Orchideenfarm. Hier kommen dann also die ganzen Orchideen her, die wir morgens auf dem Markt gesehen hatten. Auch wieder in allen Farben, mit wunderschönen Formen und Mustern.

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Die Orchideen hängen hier an Gestängen , ein bisschen wie Tomaten oder Hopfen, denn Orchideen haben ja eigentlich Luftwurzeln, über die sie das Wasser der tropisch feuchten Luft aufnehmen können. Auf der Orchideenfarm standen übrigens auch zahlreiche Fruchtbäumen wie zum Beispiel Papaya und Drachenfrucht. Bewacht wurde sie von drei weißen Hunden, die Marcus laut bellend eine ganze Weile verfolgten. Fein aufgepasst!

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Nach der Orchideenfarm geht es wieder rein ins Boot und auf zum nächsten Stopp, das ist dann der sogenannte “Disney Temple”. Warum er so heißt, wird uns relativ schnell klar: Es sieht in dem Tempel aus wie ein Jahrmarkt. Überall sind Essens- und Verkaufsstände und mitten vor dem Buddha fährt ein Kinderkarussell. Sehr gewöhnungsbedürftig.

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Im Anschluss durften wir noch kurz die Fische im Kana füttern und dann ging es per Boot wieder weiter. Bevor wir wieder auf den Hauptfluss hier in Bangkok gekommen sind, mussten wir nochmal das Boot wechseln, unsere Kapitänin traute sich das bei dem Seegang nicht so richtig zu. Sicher ist sicher.

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Wieder am Ausgangspunkt unserer Reise haben wir uns von allen verabschiedet und unserer Reiseleitung noch ein kleines Trinkgeld in die Handgedrückt. Hunger hatten wir noch nicht wieder, aber ein wenig Durst und das Verlangen nach einem schönen Blick auf den Fluss. Sowas wie eine Uferpromenade gibt es hier in Bangkok wohl an den meisten Stellen nicht, alles ist mit Restaurants oder Hotels verbaut. Das nächste Hotel bei uns war dann das Shangri-La Hotel, eins der edelsten und teuersten die es hier so gibt. Naja für eine Cola und einen Kaffee war es dann schon okay und wir haben von dort die Sonne über dem Fluss untergehen sehen.

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Danach ging es dann zurück ins Hotel. Für Conny und mich noch einmal Kraft tanken für den morgigen Tag, da fahren wir nämlich per Nachtbus nach Südthailand. Also einmal noch gescheit ausschlafen! Haben wir dann auch gemacht und zudem einmal noch leckeres Frühstücksbuffet im Centara-Hotel genossen. Mit Käse! Und Wurst! Und Brot mit harter Kruste! Herrlich! Den Rest des Tages haben wir dann noch ein wenig durch die Malls gebummelt, bevor wir um 18 Uhr aufgebrochen sind nach Süden!

Kategorien: Thailand | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Thailand – Zurück in Bangkok

  1. Alina

    Hey Conny! Dank Tesi habe ich denk link zu eurer Reise auch und lese immer mal wo ihr grade seid und was ihr da so treibt 🙂 Kompliment, ihr seid ja echt sehr fleißige Blogger! Besonders cool find ich es ja per Fahrrad die Gegend zu erkunden, cool, dass das so oft möglich ist. Macht ihr das spontan, also kann man überall Räder leihen? Oder habt ihr das vorher extra recherchiert? Wir fliegen im April nach Shanghai, um eine Freundin zu besuchen und wollen dann noch rumreisen, insgesamt drei Wochen. Habt ihr Tipps, welche orte sich besonders lohnen oder wo ihr eine Unterkunft besonders toll fandet? Wir beginnen grade mit der Planung und noch ist alles offen.aus euren Berichten hab ich schonmal entnommen, dass die Mauer so ziemlich das Highlight war, oder? Wieso hattet ihr für China eine organisierte Reise gebucht? Geht das überhaupt ohne? ein paar topaktuelle insidertipps wären echt total cool 🙂 euch noch eine schöne „nachweihnachtszeit“ höhö

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  2. Pingback: Thailand–One Night in Bangkok | Unsere kleine Weltreise

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