Neuseeland–Tolle Landschaft auf dem Weg nach Christchurch

Endlich raus aus Te Anau! Wir waren immerhin für zwei Wochen immer mal wieder hier und so langsam reicht es dann auch! Te Anau gehört ja zu den regenreichsten Orten der Erde und außerdem ist es hier im Süden Neuseelands inzwischen echt kühl! Brrrr! Also ab auf die Straße und los gehts in Richtung Christchurch mit Übernachtungsstopp in Queenstown.

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Besonders beeindruckt hat uns auf diesem Weg die Landschaft links und rechts der Straße. Fast an jeder Ecke könnte man anhalten und erstmal ne Runde Wandern gehen oder einfach mit dem Camper einen Stopp einlegen. Letzteres haben wir auch an der ein oder anderen Stelle gemacht. Schon der See rund um Queenstown ist sehr beeindruckend, noch toller war aber die Landschaft zwischen Queenstown und Christchurch.

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Wir sind hier zwar schon einmal in die grobe Richtung gefahren, als wir bei Mount Cook waren, aber letztes mal hatten wir entweder schlechtes Wetter oder es war dunkel. Tagsüber sieht man die Dinge deutlich besser, zum Beispiel einen kleinen See kurz hinter Queenstown in dem sich die umgebenden Hügel gespiegelt haben. Der hat es uns ganz besonders angetan!

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Wir hatten ja Pech mit den “Mirror Lakes” am Fox Glacier wie auch auf dem Weg zur Milford Sound, so dass wir echt happy waren, diesen Effekt von reflektierender Landschaft auf glattem Wasser nochmal erleben zu dürfen.

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Dementsprechend lange fiel unser erster Stopp auch aus, und dementsprechend viele Fotos haben wir hier geschossen.

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Die einzigen waren wir hier natürlich nicht, etwa 20 weitere, autofahrende Touristen sind auf die selbe Idee gekommen. Naja, was will man erwarten, der See liegt direkt am vielbefahrenen Highway und die Morgensonne zwingt einem den Stopp förmlich auf.

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Weiter geht es wieder über den Lindis Pass in Richtung Omarama und Lake Pukaki, wo wir ja für unsere Mount Cook-Wanderung vor zwei Wochen schon entlang gekommen sind.

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Somit könnten ähnliche Fotos schon mal dagewesen sein, aber dieses mal wie gesagt mit blauem Himmel und Sonne. Wir hatten auch überlegt, unsere Wanderung hier bei gutem Wetter nochmal zu machen, aber als wir den Pass überquert hatten, konnten wir erkennen, dass Mount Cook dieses mal sogar noch tiefer in Wolken und Nebel saß als letztes mal. Dann halt nicht.

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Stattdessen stoppen wir aber nochmal an Lake Pukaki und genießen die schöne Aussicht. Die ist nämlich auch ohne Mount Cook grandios, eigentlich müsste man ihn im Hintergrund sehen, aber heute halt leider nicht.

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Der See war total ruhig und klar, man konnte sogar bis auf den Grund schauen. Die Wölkchen am hier noch schönen blauen Himmel reflektieren sich pittoresk im Wasser, so haben wir uns Neuseeland vorgestellt!

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Weiter in Richtung Christchurch finden wir Lake Tekapo, der zweite von noch ein paar mehr relativ bekannten und oft fotografierten Seen hier an den Southern Alps. Wir fanden Lake Pukaki noch hübscher, aber Lake Tekapo war anscheinend beliebter, denn hier tummelten sich einige Campervans.

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Unser Weg führt weiter in Richtung Küste, vorbei durch viele französisch-klingende Städte, hier ist wohl der Teil Neuseelands, der damals von Franzosen besiedelt wurde, bevor Neuseeland als britische Kolonie deklariert wurde.

Christchurch erreichen wir im Dunkeln und waren dann auch den ganzen Tag auf der Straße. Zeit fürs Bettchen, würde ich mal sagen!

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Neuseeland–Conny vs. Key Summit

Während Marcus zum zweiten Mal auf dem Kepler Track umherturnt, heißt es für mich erst mal ein wenig entspannen, Wäsche machen und den Camper ein wenig aufräumen. Am zweiten Tag konnte ich mich dann doch aufraffen und habe mich auch ein wenig körperlich betätigt.

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Für mich ging es zurück Richtung Milford Sound, denn auf halber Strecke liegt “The Divide”, der Startpunkt für mehrere Mehrtageswanderungen: Den “Great Walk” Routeburn Track, den Greenstone Track und den Caple Treck. Für mich soll es heute aber nur zum Key Summit gehen, der einen tollen Überblick über die umgebenden Täler bietet.

Der Weg geht gleich recht zügig bergan und führt zunächst durch Wald. Doch bald schon erreiche ich die Baumgrenze und es bieten sich die ersten Ausblicke.

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Der Weg zum Key Summit zweigt vom Routeburn Track ab und es geht in Serpentinen durch Buschland auf den Gipfel. Dort habe ich einen grandiosen Ausblick wie versprochen über die drei umgebenden Täler.

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Ich entdecke auch eine Toilette, von der man nach Erledigung aller Geschäfte wohl einen der spektakulärsten Ausblicke hat. Ich beschließe, den Gipfel mittels eines durch ein Prospekt beschriebenen Nature Walk zu erkunden.

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Im Video hört man aufgrund des Windes zwar so gut wie nichts, aber dafür seht ihr die tolle Aussicht. Man sieht vom Gipfel drei Täler: das Hollyford Tal, welches zur Milford Sound führt, das Greenstone-Caple-Tal, durch welches auch der Greenstone-Walk führt, und das Eglington-Waiau-Tal, welches Richtung Te Anau führt.

Rund um mich herum strecken sich beachtliche Berge in den Himmel, die sich immer mal wieder in Wolken verhüllen. Ich hoffe bei mir, dass Marcus auch soviel Glück mit dem Wetter hat.

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Auf dem Gipfel ist es recht feucht, einige Gebiete sind richtige Sümpfe, so dass man aufpassen muss, wohin man tritt. An anderen Stellen haben sich dicke Moosteppiche gebildet, die wunderschön in der Sonne glänzen. Schweren Herzens reiße ich mich von der Bergidylle los und hüpfe leichten Fußes wieder den Berg herunter.

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Ich fahre schnell wieder zurück nach Te Anau, wo ich Marcus vom Startpunkt des Kepler Tracks abholen will. Besser gesagt, ich gehe ihm entgegen und bin gespannt, was er so zu erzählen weiß. Etwa 3km im Wald finde ich ihn,-etwas erschöpft-, und bringe ihn zum Campground. Das war das Kapitel Te Anau für uns. Ab morgen geht es dann zurück Richtung Norden und damit auch schon ein wenig auf den Heimweg.

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Neuseeland–Marcus vs. Kepler Track: Tag 2

Das Knie tut weh, die Füße stinken, höchste Zeit ein Bier zu trinken! Bier gibt es aber leider nicht, nur ein trockenes Nutella-Toast, bevor ich nach einer unruhigen Nacht um 7:30 Uhr die Iris Burn Hütte verlasse.

Die 1000 Höhenmeter, die ich gestern heruntergehumpelt bin, muss ich nun alle wieder hoch. Verdammt. Obwohl: Hoch fällt mir leichter als runter, mein Knie zwickt wie gesagt ganz ordentlich. Ich freue mich schon auf den Nachmittag: What goes up, must come down :-/

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Während ich mich nach oben arbeite, streift die Morgensonne die ersten Berggipfel. Ich sehe das leider nur von unten und ärgere mich, dass ich nicht 30 Minuten eher losgezogen bin, denn kurz darauf erreiche ich auch schon die Baumgrenze. Den Anstieg kann ich aber keinem empfehlen.

Von der Baumgrenze aus sieht man schon viel Panorama bei blauem Himmel und Sonnenschein! So habe ich mir das vorgestellt. Nichts wie rauf auf den Aussichtspunkt von gestern Nachmittag, der ist noch ein paar Meter höher!

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Um mich herum sind schneebedeckte Gipfel, dunkle Täler und noch mehr Gipfel und noch mehr Täler! Das alles in der tollsten Morgensonne und der klarsten Bergluft, die man sich vorstellen kann. Ich bin happy.

Ich frühstücke einen Müsliriegel und ein bisschen Schokolade. Das ist denke ich mal ein Frühstück an das ich mich noch in Jahren erinnern werde. Schnell ein paar Erinnerungsfotos!

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Es ist tatsächlich sehr kalt hier oben am Morgen. Die weiße Färbung der Gipfel kommt ja auch nicht von ungefähr, hier hat es nachts ein wenig geschneit und ein wenig mehr gefroren. Auch die Gräser und Büsche, die hier noch wachsen sind alle vereist.

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Irgendwann muss ich mich losreißen, so schwer es auch fällt. Ich bin mit dem Problem aber nicht alleine, ein netter Slowake hat das gleiche Problem und schon 100 Fotos mehr als ich auf der Kamera, auch wenn das kaum möglich erscheint. Wir wandern ein Stück gemeinsam und genießen die Aussicht. Der Blick ist gigantisch. Sowohl in die Richtung in die wir noch gehen müssen als auch zurück in Richtung Lookout, von dem wir uns nur so schwer losreißen konnten.

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Die Berggipfel des Nachbargebirges hängen inzwischen aber schon wieder in den Wolken, nachdem sie gestern Nachmittag und heute in der Früh noch frei gewesen sind.

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Noch ein paar letzte Fotos von dem tollen Lookout und weiter geht die Reise, denn ich habe heute noch einen langen Weg vor mir.

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Mein Blick schweift beim Wandern immer wieder in Richtung weiße Gipfel ab, denn so hoch muss ich heute noch klettern. Dort oben sind wieder die Gebirgssattel über die man wandert, das ist dann auch so ziemlich der höchste Punkt des Tages.

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Um dort hoch zu kommen, muss man wieder einiges an Treppen hinter sich lassen, ich war echt froh, als ich die hinter mir hatte. Inzwischen merke ich auch die gestrige Etappe und den Kraftakt am Morgen in meinen Beinen. Und ich habe noch nicht mal die Hälfte heute!

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Oben auf der Bergkuppe sieht man in der Ferne schon den ersten Shelter, das wäre dann in etwa 1/4 der heutigen Strecke, eher etwas weniger.

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Je höher ich komme, desto vereister und verschneiter ist um mich herum alles. An einigen Stellen hört man es knistern, da dort der vereiste Boden von der Morgensonne aufgetaut wird. An anderen Stellen stapfe ich durch 5 cm Schnee. So richtig Winter ist hier ja noch nicht mal, gerade mal Herbst.

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Der Berg nebenan hing gestern auch noch in den Wolken und auch diesen kann ich nun völlig Wolkenfrei bestaunen, während ich durch ein wenig Schnee stapfe. Damit hätte ich auch nicht gerechnet. Gut, dass ich genug dicke Klamotten dabei habe und vorgestern extra noch eine Mütze gekauft habe! Die alte habe ich irgendwo verloren.

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Vom ersten Shelter aus hat man eine grandiose Sicht auf das Tal in dem ich die Nacht verbracht habe. Auf dieser Seite des Berges ist das Wetter auch noch einigermaßen gut. Auf der anderen Seite der Bergkuppe sammeln sich schon wieder die Wolken. Verdammt.

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So komme ich wieder nur in Teilen zu den heißersehnten Bergpanoramen auf die Kepler Mountains, denn die hängen nun natürlich alle wieder in den Wolken. Auch mein unechter Fjord versteckt sich größtenteils in weißer Zuckerwatte, schimmert allerdings immer mal wieder in schönstem Blau durch die Wolkendecke!

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Ich erreiche kurze Zeit später den ersten Sattel und stelle erst einmal fest, dass die Berge nur von einer Seite zugeschneit sind, nämlich von meiner rechten Seite. Links ist der Hang völlig frei, da wissen wir ja von wo der Wind letzte Nacht kam. Das sind glaube ich wieder diese Winde aus der Antarktis, die wir letztes mal schon hatten.

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Heute ist der Kepler Track auch relativ voll mit Leuten, es ist immerhin noch die Osterwoche und viele haben frei. Die meisten, die ich treffe sind somit auch tatsächlich Kiwis und weniger Touristen.

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Ich quäle mich zurück den Weg, den ich gestern voller Vorfreude gekommen bin und das Wetter wird immer schlechter. Es nieselt immer häufiger und die Wolken werden auch wieder dichter, so dass sich meine Sicht auf die nächstgelegenen Berge beschränkt. Naja, besser als nichts.

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Ich lasse erneut Mount Luxmore hinter mir, den sehe ich ja nun schon zum vierten mal. Von hier ist es zur Luxmore Hut nur noch ein Katzensprung.

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Jetzt wird das Wetter natürlich wieder besser, so dass ich von hier nochmal auf die Hütte und ins Tal blicken kann. Ich kehre in der Luxmore Hut noch ein letztes mal auf einen NoodleCup und ein Nutellabrot ein und gönne meinem Knie eine letzte Pause, bevor es bergab geht.

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Von hier aus kann man bereits hinunter auf Te Anau schauen, wo ich ja dann in wenigen Stunden hoffentlich ankommen werde. Goodbye Kepler Mountains.

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Ich blicke noch ein letztes mal in Richtung Berge und starte dann den beschwerlichen, 4-stündigen Abstieg. Hoffentlich kommt Conny mir bald entgegen!

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Auch wenn ich bergab geflucht habe wie ein Rohrspatz: Es hat sich voll gelohnt, nochmal hier zu wandern. Ich habe ja eine absolute Schwäche für Alpine Panoramen und genau diese gibt es auf dem Kepler Track zur Hauf. Ich glaube das war die schönste (und anstrengendste) Wanderung meines Lebens!

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Ein Glück kommt Conny mir eine halbe Stunde vor Schluss enthusiastisch entgegen und trägt ab dort meinen Rucksack! Ich bin nämlich mit den Kräften am Ende und humpele “wie ein Roboter” (O-Ton Conny)! Ein letztes Erinnerungsfoto und wenige Minuten später liege ich in unserem Camper und schlafe. Puh!

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Neuseeland–Marcus vs. Kepler Track: Tag 1

Nachdem wir beim Kepler Track so viel Pech hatten, hat mich der Gedanke nicht in Ruhe gelassen, den Weg nochmal bei besserem Wetter zu probieren. Ich bin ja ein großer Fan von Bergpanoramen und tollen Aussichten und so haben wir uns von Dunedin aus nochmal zurück nach Te Anau begeben, damit ich hier den Kepler nochmal probieren kann. Letztes mal haben wir es in 3 statt 4 Tagen geschafft, dieses mal versuche ich es mal in 2 statt 3. Wettervorhersage sieht gut aus, also los gehts!

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Ich bin dieses mal aber ein wenig faul und starte nicht ganz am Anfang des Tracks. Man kann sich die ersten 1,5 Stunden sparen und ein Bötchen nehmen, erst dann geht es bergan bis zur Berggrenze.

4,5 Stunden bis zur ersten Hütte und 10 Stunden bis zur zweiten Hütte werden auf dem Schild angegeben. Wenn ich 10 Stunden brauche, bin ich so ungefähr bei Sonnenuntergang an der Hütte, ich hoffe insgeheim, dass ich ein wenig schneller bin.

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Den ersten Meilenstein, die Baumgrenze, erreiche ich auch nach etwa 1,5 Stunden statt 3,5 wie letztes mal. Somit bin ich auch an der ersten Hütte, der Luxmore Hut, bevor ich zwei Stunden voll habe. Das sieht schonmal sehr gut aus.

An der Luxmore Hut mache ich eine kurze Pause und lerne Erica aus Kanada kennen, wir laufen ein Stück des Weges gemeinsam. Wenn man alleine wandert, lernt man deutlich mehr und deutlich einfacher Leute kennen unterwegs, fragt mich nicht warum.

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Erica dreht am Mount Luxmore um und klettert wieder ins Tal, während ich ja weiter muss. Mount Luxmore habe ich ja schon letztes mal gemacht, es ist die Landschaft ab hier, die mich interessiert. Und tatsächlich! Ich habe Glück und trotz einiger Wolken am Himmel sehe ich deutlich mehr von der Landschaft als letztes mal! Das erste was mir hier auffällt, ist das stets ein Fjord im Tal zu sehen ist. (Ist zwar kein echter Fjord, aber wir lassen das mal so stehen)

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Ich bin happy, denn rings um mich herum sind Berge und Täler und tolle Fotomotive. Dafür hat sich die Anstrengung bis hier hin doch gelohnt!

Das fiese an so Bergpanoramen ist ja, dass man sie nie und nimmer in Fotos festhalten kann. Alles ist 360 Grad um einen herum total groß und beeindruckend. Ich weiß nicht, wo ich zuerst hingucken oder knipsen soll. Letztes mal war hier ja nur Nebel.

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Ich liege gut in der Zeit und kann mir somit viel Zeit lassen. Ich mache viele pausen an den Punkten mit den besonders schönen Aussichten und habe glaube ich auch einen neuen Rekord an Selfies aufgestellt. Sonst glaubt mir ja keiner, dass ich schon wieder hier bin!

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Wie letztes mal laufe ich auf Bergsatteln entlang, nur diesmal ist links und rechts neben mir kein Nebel, sondern es geht steil nach links und rechts in Gletschertäler hinab. Eine faszinierende Aussicht bietet sich und ein klein wenig mulmiges Gefühl schleicht sich ein, weil man selber so klein ist.

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Das Wetter ist zwar alles andere als Ideal heute, aber man kann stets gut erkennen, wo der Weg weiter führt und auch die nächstgelegenen Berge kann man gut erkennen. Ich habe bereits vor Beginn beschlossen, dass ich den Kepler nicht wie letztes mal von A bis Z laufen werde, sondern ich werde am zweiten Tag einfach den ganzen Weg zurück gehen, den ich gekommen bin, so habe ich den alpinen Part zwei mal und morgen nochmal die Chance auf noch besseres Wetter!

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Ich hoffe, die Panoramafotos fangen halbwegs ein, was hier so um mich herum ist. Hin und wieder bricht an einigen Stellen auch mal die Sonne durch, was natürlich nochmal deutlich spektakulärer ist. Zuerst schien sie nur auf den Fjord, der ja keiner ist.

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Die letzten alpinen Meter vor dem Abstieg waren dann aber auch komplett in der Sonne. Dort baut sich schon das nächste Gebirge auf, die Berggipfel dort gehören also schon nicht mehr zu den Kepler Mountains, in denen ich herumkraxele.

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Kurz bevor es dann bergab geht, gibt es noch einen Aussichtspunkt, den haben wir letztes mal locker ignoriert, weil wir ja eh nichts gesehen haben, dieses mal klettere ich natürlich hoch und stehe auf dem Gipfel der Welt. Zumindest fühle ich mich so.

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Anschließend geht es etwa 1000 Höhenmeter bergab zur Hütte. Meine Knie bedanken sich und auch die Tracking-Software auf meinem Handy scheint sich irgendwo verdaddelt zu haben, denn sie meint ich sei 40km gelaufen. 25 wäre realistischer, die Zeit sollte aber stimmen 6:50h für eine 10-Stunden-Strecke? Nicht schlecht für mein Alter!

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Abends schmerzen mir ein wenig die Beine und ich treffe in der Hütte viele nette Leute aus Frankreich und Australien. Denen schmerzen auch die Knie. Oha, was soll das morgen bloß geben.

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Neuseeland–Ostern in Dunedin

Wir kommen recht spät am Freitag in Dunedin an und hatten Glück, dass wir überhaupt noch einen Platz zum schlafen gefunden haben. Die Kiwis haben über Ostern wohl alle Urlaub und so fahren viele über die Ostertage durch Neuseeland und viele wohl auch nach Dunedin. Wir gönnen uns über Ostern sogar eine kleine Cabin mit Badezimmer und Küchenzeile. Das ist unser erstes eigenes Badezimmer seit knapp 2 Monaten. Luxus für uns.

Am nächsten Morgen schlafen wir erst mal ein bisschen länger als sonst und auch ein bisschen besser als sonst. Im Camper wird es momentan nämlich nachts ganz schön kalt. Connys Schlafsack ist dafür wohl ganz gut gerüstet, meiner ist wohl etwas zu dünn. Naja. Wir starten auf jeden Fall am späten Vormittag, um Dunedin zu erkunden und starten in der Innenstadt.

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Nahe der pittoresken Railwaystation finden wir den farmers market, der uns dazu einlädt, ein wenig zu bummeln. Neuseeländer legen sehr viel Wert auf regionale Erzeugnisse. Vieles ist organic und das meiste auch richtig lecker, so zum Beispiel die “woodfired pizza”, die wir probieren.

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Wir schlendern noch ein wenig am Bahnhof entlang und durch die Einkaufsstraße und fahren nach kurzer Beratung in der Touristinformation los zur “world’s steepest street”, der steilsten Straße der Welt, die Baldwin Street. Auf dem Weg hatten wir doch tatsächlich ein wenig Stau, das war mal wieder ein ganz ungewohntes Gefühl, denn die meisten Straßen in Neuseeland sind ja eher leer, Dunedin scheint aber prinzipiell auch recht groß zu sein.

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Nach kurzer Fahrt erreichen wir jedoch unser Ziel, nicht ohne das ein oder andere originelle und personifizierte Nummernschild zu bewundern.

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Die Straße ist ziemlich steil und wir sind uns sicher: mit unserem treuen Camper kämen wir hier nicht hoch. Überall wird gewarnt, dass die Straße eine Sackgasse ist und keine Wendemöglichkeit besteht. Ich frage mich ja, wer da wohnen will. Hoch gehen wir die Straße nicht, denn wir wollen unsere Kraft für eine kleine Wanderung am Nachmittag sparen.

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Denn nach dem kleinen Ausflug nach Dunedin fahren wir zur eigentlichen Attraktion der Gegend, der Otago Peninsula. Diese soll neben ihrer landschaftlichen Schönheit auch noch jede Menge Tierwelt zu bieten haben.

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Da kurz zuvor ein Zyklon über die Ostküste gezogen ist, haben wir noch relativ viele Wolken durch die wir aufgrund der Höhe fahren und so bekommen wir nur ab und zu einen Eindruck von der Landschaft, die hier schon stark an Irland erinnert, inklusive Unmengen von Schafen.

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Schließlich kommen wir zum Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung. Der erste Ausblick auf den Strand, an dem sich zuweilen Seelöwen, Pelzrobben und sogar sehr seltene Pinguine sehen lassen, ist schon mal grandios.

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Da Conny sich etwas kränklich fühlt, muss ich den Tierbestand alleine erkunden. Macht nix, los gehts durch die Sanddühnen!

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Die Bucht nennt sich Sandfly Bay und ist so ziemlich der Ort auf der Peninsula, zu dem alle Touristen hinfahren. Ist ja auch nicht weit vom Parkplatz und allerhand Tierarten lassen sich wohl von den vielen Besuchern nicht abschrecken. Landschaftlich schön ist es trotz Touristen natürlich allemal.

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Direkt als ich den Strand betrete, muss ich aufpassen, dass ich nicht über einen schlafenden Seelöwen falle. Der döst und schnarcht da einfach vor sich hin. Vor dem Betreten des Strandes warnte ein Schild davor, schlafenden Seelöwen nicht näher als 10m und wachen Seelöwen nicht näher als 20m zu kommen. Da halte ich mich dann mal dran und nutze lieber die zoom-Funktion unserer Kamera.

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Den hinteren Teil des Strandes erreiche ich nur mit nassen Füßen und nassen Turnschuhen. Verdammt. Es ist die Strapazen jedoch wert, denn dort lebt eine Familie an Pelzrobben, die wohl gerade einen kleinen Familienstreit ausfechten. Ich bleibe mal lieber 20m entfernt wie vorgeschrieben.

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Die älteren Tiere blöken auf jeden Fall die jüngeren Tiere an, vielleicht wurde auch Futter ausgetauscht, das konnte ich nicht so genau sehen. Ich setze mich auf eine der Sanddühnen hier und beobachte das Geschehen erstmal ein paar Minuten. Das ist schon spannend, wie die sich untereinander so verhalten.

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Am Ende des Strandes gibt es noch ein Versteck von dem aus man gerne mal sehen kann, wie Pinguine hier an Land kommen. Dafür muss der davor liegende Strand aber menschenleer sein, sonst trauen die sich nicht aus dem Wasser. Zu meiner Enttäuschung waren zwei unbelehrbare Touristen auf dem Strand unterwegs und das obwohl tausende Warnschilder darauf hinweisen, dass man doch bitte dort nicht hingehen soll. Naja.

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Ich mache mich auf den Rückweg, wieder an den Pelzrobben vorbei, die inzwischen ihre Fehde beigelegt haben und seelig schlafen.

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Nochmal nasse Füße und dann die Klippen wieder hoch und ich stehe wieder in der irisch angehauchten Landschaft, wo Conny auf mich wartet. So nah war ich dem “Wildlife” selten, ohne in den Zoo zu gehen. Auch eine faszinierende Seite Neuseelands wie ich finde.

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Wir fahren mit dem Auto noch ein wenig an der Küste der Otago Peninsula entlang und genießen die schöne Landschaft, bevor wir dann noch kurz einkaufen gehen und uns in unsere Cabin zurückziehen. Ein Sofa, ein eigener Esstisch, eine kleine Küche und ein eigenes Bad hatten wir wahrlich lange nicht und so wollen wir diesen Luxus doch noch ein wenig genießen. Es ist ja immerhin Ostern.

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Unser Ostermahl bestand übrigens aus Fishfingers (=Fischstäbchen) mit Reis und Remoulade. Luxus pur.

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