Früh morgens geht es los in Richtung Grand Canyon. Heute steht die längste Autofahrt des Urlaubs auf dem Programm. Wir hatten beschlossen, den Grand Canyon als Tagestour von Las Vegas aus zu besuchen und nicht z.B. in Williams oder Flagstaff zu übernachten, da wir am nächsten Tag eh weiter in Richtung Bakersfield wollten. Also auf gehts zu 2x 5 Stunden Autofahrt.
Die Straßen sind sehenswert wie eh und jeh. Alleine der Asphalt in der Landschaft ist eigentlich schon grandios, besser noch wenn die Straße bis zum Horizont geht. Das faszinierende an den Landschaften ist eigentlich die Weite. Sowas kennt man von zuhause garnicht wirklich.
Gefahren sind wir über Kingman und Williams, wo wir auch je einmal getankt haben. Wir hatten vorher ein wenig Angst, dass wir auf den einsamen Straßen irgendwann keinen Sprit mehr haben, aber das passierte uns nichtmal ansatzweise. Nach 4:45h waren wir dann auch schon relativ fix am Ziel, nämlich dem Grand Canyon Nationalpark.
Als erstes viel auf, dass es hier schweinekalt war.Das könnte daran liegen, dass wir auf fast 2.000m Höhe sind. Das nächste was auffiel war, dass rings um den Grand Canyon nicht etwa Wüste ist, wie man auf den bildern meinen könnte, sondern Bewaldung, aber das sieht man auf den Fotos später noch besser. Nach einem kurzen Besuch im Visitors Center haben wir uns eine 2-3 Stündige Tour zusammengestellt und zogen los, erstmal den nächstgelegenen Aussichtspunkt zu suchen. Bislang hatten wir ja noch nichts vom Grand Canyon gesehen.
Der Effekt am Aussichtspunkt ist einfach grandios. Man kommt aus den Bäumen heraus und sieht diese Landschaft! Auch hier ist die Weitläufigkeit des Ganzen auch wieder sehr krass und mit Fotos eigentlich garnicht so richtig festzuhalten.
Wir sind dann einen kleinen Rundweg mit massenhaft Touristen entlanggeschlender und haben die Aussichten genossen, bevor wir dann das Ganze mal aus einer anderen Sicht sehen wollten. Im Nationalpark fahren von überall gratis Bus-Shuttles ab, mit denen man zu den einzelnen Punkten fahren kann, zwischen denen man auch wandern kann.
Wir sind mit 2 Busshuttles erstmal zum Hopi-Point gefahren und von dort zum Powell-Point gewandert. Naja. Was heißt Wandern… das Ganze war nichtmal ein Kilometer.
Sehenswert war es trotzdem. Und von hier konnte man auch nochmal ganz ordentlich die Bewaldung am Grand Canyon sehen. Auf dem unteren der beiden Bilder sieht man massenhaft Wald auf den Felsen.
Nach 3 Stunden ging es dann auch so langsam auf den Rückweg, wir wollten schließlich nicht zu spät wieder in Vegas ankommen. Auf dem Weg haben wir noch ein Stückchen der alten, abgesperrten Route66 gesehen, für mehr Strecke auf der ausgeschilderte “Historic Route 66” hat es leider nicht gereicht, denn die Sonne ging dann schon unter und im dunkeln ist das Ganze ja eh etwas witzlos.
Gegen 21:30 Uhr waren wir im hell erleuchteten Vegas wieder angekommen. Als kleine Belohnung für die viele Fahrerei gab es dann noch ein Ben&Jerry’s-Eis. Wir nutzten auch die Chance nochmal, ein wenig Geld zu verzocken, allerdings wieder wenig erfolgreich. Zuletzt gab es noch das standesgemäße Bad im Jakuzi und dann lockte das Bettchen.
Hoover Dam, Baby! Von Las Vegas aus geht es heute erstmal rüber zum Hoover Staudamm, der ist nur ne gute halbe Stunde von Vegas entfernt. Später am Tag wollen wir uns auch ein wenig in Vegas austoben, man gönnt sich ja sonst nichts. Der Tag beginnt also im Auto. Ohne Frühstück. Echt jetzt. Frühstück gab es erst, als wir schon am Hoover Staudamm angekommen sind und für völlig überhöhte 7$ unser Auto abgestellt haben. Wir hatten noch Toast und Peanutbutter am Start, die musste für’s Frühstück herhalten.
Am Hoover Dam hat man die Wahl zwischen drei Touren die man machen kann und für uns stand fest, dass wir eine machen wollen, da Conny die Generatoren sehen wollte. Fiese Maschinenbauer. Wir haben uns dann für die mittelgroße Tour für 11$ pro Person entschieden, diese inkludierte einen Pathos-geschwängerten Propaganda-Film, eine Ausstellung, eine kleine Erklärungs-Show und eben die Tour zu den Generatoren.
Der Film war wie bereits erwähnt schon sehr typisch amerikanisch aufgezogen, von wegen wie die schlauen und kreativen und arbeitssamen den MIGHTY COLORADO RIVER bezwingen und so. Daumen Hoch, Präsentieren können se sich. Danach ging es mit dem Aufzug ein paar Etagen tiefer, wo uns dann unser Tourguide, nennen wir ihn mal Frank, ein wenig erläuterte.
Der erste Stopp waren aber nicht die Generatoren sondern eins der Zuflussrohre zu den Generatoren. Durch das auf dem linken Bild zu sehende Rohr flossen, wenn ich mich recht entsinne über 9.000 Gallonen Wasser pro Sekunde. Die gesamte Plattform auf der wir standen vibrierte aufgrund der Wassermassen die durch das Rohr jagen. Das war schon saubeeindruckend. Weiter ging es zu den Generatoren, wo Conny dann hin und weg war. Es gib 8 auf der Nevada- und 9 auf der Arizona-Seite des Dams. Auf dem rechten Bild ist der Blick entlang der 8 Generatoren auf Nevada-Seite zu sehen. Ich hab leider vergessen, wieviel Strom sie letztendlich produzieren, ist aber im Stromnetz hinterher weniger als 1%.
Dann ging es auch schon wieder hoch und aus dem Visitors-Center raus. Als Insider-Tipp hat uns Frank mitgegeben, im alten Exhibition-Center vorbeizuschauen, was wir dann auch gemacht haben. Dort gab es ein Modell der Landschaft in den Staaten Utah, California, Nevada, Arizona und noch irgend einer. Mithilfe einer Licht-und-Stimme-Show, die bestimmt noch aus den Anfangszeiten des Hoover-Dams in den 1930er Jahren stammt (da begannen auch schon die Tours durch den Damm), wurde dann nochmals sehr begeistert darüber berichtet, was für Vorteile der Mensch dadurch hat, dass die vielen fleißigen Amerikaner damals in der Great Depression diesen revolutionären Damm gebaut haben. Interessant war es trotzdem, es gibt nämlich entlang des vom Hoover Dam angestauten Colorado River mindestens mal 10 weitere Dämme. Krass.
Dann gings ins Freie und endlich auch auf dem Damm. Wir sind dann einmal auf die Andere Seite gelaufen, nach Arizona quasi. Dieser Spaziergang hat uns etwa 1:10 Stunden gekostet auf dem Hinweg. Auf dem Rückweg hingegen waren wir eher angekommen als wir losgelaufen sind. Die Zeitverschiebung macht es möglich.
Das Bauwerk ansich ist schon faszinierend. Und da kann einem schonmal schwindlich werden bei dem Blick hinunter. Man kann übrigens auch drüber fahren, haben wir aber nicht gemacht.
Conny fand die ganzen Stromleitungen von den Generatoren hin ins weite Land auch noch ein bisschen spannender als den Rest des Damms. Die Strommasten waren auch interessant angebracht, das muss man zugeben. Die hängen nämlich einfach irgendwie schräg am Berg.
Nach der ausgiebigen Besichtigung der Strommasten begaben wir uns dann auch mal auf den Rückweg. Immerhin wartet Vegas auf uns. Bevor wir uns in die krasseste aller Städte stürzen, aber nochmal eine kurze Verschnaufpause in unserer Spa-Suite. Hier mal exemplarisch Conny in unserem Whirlpool.
Dann gings los. Erster Stopp: The Venetian. Das Venetian war mir am positivsten in Erinnerung von meinem Besuch in Vegas vor über 10 Jahren. Im Venetian fliesst im 1. Stock ein kleiner Kanal an dessen Ufern sich Geschäfte aneinanderreihen. Damit nicht genug: Auf dem Kanal fahren auch kleine venezianische Gondeln mit singenden Gondolieren. Grund genug uns erstmal einen Belgian-Chocolate-Shake bei Häagen Dasz zu kaufen und die ganze Atmosphäre ein bisschen zu genießen.
Es gibt auch einen nachgebauten Marcus-Platz mit Cafés und Restaurants und sogar Straßenkünstlern. Sehr faszinierend. Der Himmel ist übrigens gemalt und wird je nach Tageszeit entsprechend beleuchtet, Abends wird es also auch dunkel. Letzteres gibt es allerdings auch in der Ladepassage des Caesar’s Palace. Da sind die Häuschen dann nicht venezianisch sondern antik gestaltet. Bevor man den Kanal erreicht und bevor man danach wieder nach draußen kommt, gelangt man natürlich durch das Casino. War klar.
Wieder auf der Straße, haben wir uns mal auf die Suche nach einer Bushhaltestelle gemacht, um mit dem Bus nach Downtown Las Vegas zu fahren. Downtown Las Vegas erstreckt sich um die Fremont-Street und ist eigentlich das “klassische”, alte Las Vegas. Die bekanntesten Casinos sind vermutlich das “Golden Nugget”, welches sich nach einem kleinen Godlklumpen benannt hat, und das “4 Queens”, von dem ich grade mal kein Bild am Start habe.
Dort haben wir dann auch ein wenig gezockt. Im “modernen” Vegas gibt es leider keine Plastikbecher mehr, ebensowenig Münz-Slot-Maschinen. Alles ist auf Plastik und Bills umgestellt, sehr zu unserer Enttäuschung. Umso erfreulicher, dass wir hier noch ein Casino mit Münzautomaten gefunden haben, an dem wir richtig klassisch etwas spielen konnten.
Zwischenzeitlich hatte Conny sogar richtiges spielglück und hat ein bisschen was gewonnen, aber am Ende ist es so wie es sein soll: Die Bank gewinnt. Macht nix, war ja eh erwartet. Zurück auf den Las Vegas Strip also. Wieder mit dem Bus.
Gegessen haben wir auch noch garnichts. Ursprünglich wollten wir im Paris-Hotel etwas essen, um von dort aus ein wenig auf die Bellagio-Fontänen zu gucken, allerdings war es inzwischen ein wenig am sand-stürmen, sodass wir den Plan relativ schnell verwarfen und stattdessen zu “Gonzales y Gonzales” gingen, um mal richtig fieses mexikanisches Essen zu testen. Bei mir gab es einen “Fajita Burrito Grande”, lecker mit Chicken drin und so. Bei Conny gab es Tortilla mit gegrilltem Gemüse.
Wie man auf dem Bild sieht, dampfte das Essen sogar noch fies, als es zum Tisch kam. Der Service war in dem Restaurant auch echt grandios. Es macht sich schon bemerkbar, dass die Kellner sich komplett durch Trinkgeld finanzieren. Selbst als ich mich bekleckert hatte, war der Kellner sofort mit ein paar Servietten zur Stelle. Er hat dann auch ein entsprechendes Trinkgeld bekommen. Muss schon sein.
Vollgefressen und zufrieden, haben wir uns noch eine Runde im Yakuzi gewälzt, bevor wir zufrieden weggeschlummert sind.
Nachdem wir uns morgens im King-sized-bed im Hotel erstmal ne weile suchen mussten, kamen wir auch relativ schnell in Schwung. Ein kurzes Frühstück an der Self-Service-Waffle-Machine – nom nom nom – dann auschecken und schon waren wir auf dem Weg. Heute auf dem Plan: Die Fahrt nach Las Vegas mit kurzem Stop im Joshua Tree Nationalpark. Wir sollten etwa 6 Stunden Fahrt haben, los gings um 8:30 Uhr.
Die erste Schicht hat freiwillig Conny übernommen, sie will lieber einsame Landstraßen fahren als verstopfte Stadtstraßen, die darf ich dann machen ^^. Naja es blieb auch alles überschaubar mit dem Verkehr und landschaftlich bot unsere Tour auch einige grandiose Aussichten auf Gebirge, Hügel und Wüsen. Das erste echt witzige Bild ist das obige, Conny meint es könnte auch eine Werbung für eine Speditionsfirma sein. Brummis sieht man übrigens auf amerikanischen Straßen erstaunlich selten, ebenso wie Baustellen oder Unfallfahrzeuge. Nicht eins haben wir bis zum Ende des Tages gesehen. What goes wrong in Germany?
Nach einiger Zeit kam direkt die nächste Herausforderung: Tanken in den USA. Zunächst mussten wir mit Hilfe von freundlichen Natives ergründen, dass unser Auto “Regular”-Sprit benötigt und dass man, sofern man keinen ZIP-Code innerhalb der USA hat, im Shop vorrauszahlen muss, bevor man tanken kann. Wir hatten aber zuviel vorrausgezahlt… mist! Die Tankstellenfrau sprach ungefährt genausoviel Englisch wie wir in der 5. Klasse und so gingen wir davon aus, dass wir die übrige Kohle im Tankstellenshop verprassen müssen. Mussten wir aber garnicht. Wurde der Kreditkarte wieder gutgeschrieben. Macht nix. Pepsi, Snapple und zwei Snickers brauchten wir bestimmt eh…
Nach insgesamt etwa 2 Stunden haben wir bereits den Joshua Tree Nationalpark erreicht. Der ist relativ unbekannt wird aber von denen, die da waren stets empfohlen, so dass wir den Stop unbedingt machen wollten. Eine kurze Beratung im Visitors-Center was man in 1-2 Stunden so alles am besten anschaut und ab in den Nationalpark. Die Bäume heißen übrigens Joshua-Trees, weil sie manchmal so ausschauen, als würden sie die Arme ausbreiten und da haben die ersten Siedler an den biblischen Joshua gedacht und sie so genannt. Grandios!
Auch wenn der Joshua Tree Nationalpark zu den kleineren Nationalparks gehört, hindert ihn das nicht daran, durchaus weitläufig zu sein. Selbst um einen Bruchteil des Nationalparks zu durchfahren braucht man mindestens die 1-2 Stunden die wir jetzt eingeplant hatten. Darüberhinaus haben wir noch einen winzigen 1-2km Wanderweg mitgenommen, um uns ein wenig im Natuinalpark umzusehen.
Unser kleiner Wanderweg führte durchs “Hidden Valley”, ein kleines von Felsen eingeschlossenes Tal. Insgesamt war das Gelände im Nationalpark durchaus Variationsreich. Während wir zunächst durch Steppenähnliches Gebiet gefahren sind, war das Hidden Valley schon nochmal steiniger, staubiger und noch weniger bewachsen als der Rest des Nationalparks. Auch die JoshuaTrees waren dort nicht mehr in der Fülle vorhanden.
Stattdessen gab es aber inige vertrocknete Bäume und Büsche, die dafür sehr pitoresk waren, haben wir also auch erstmal direkt fotografiert. Für mich waren selbst die 1-2km auf dem Wanderweg ein bisschen viel, mein kleiner Husten hat sich zu einer ausgewachsenen Erkältung gemausert, wie in jedem Urlaub. Verdammt!
Weiter ging es dann zum “Key View” dem höchsten Aussichtspunkt des Parks, von wo man angeblich bei gutem Wetter bis nach Mexiko gucken kann. Das Wetter was wir hatten war leider nicht ganz so grandios und selbst wenn hätte ich jetzt auch nicht genau gewusst wo die mexikanische Grenze verläuft. Eine grandiose Aussicht hatten wir dennoch. Die Pause haben wir dann auch direkt mal dazu genutzt uns ein Toastbrot mit Peanutbutter zu schmieren, sozusagen als Mittagspause.
Bevor wir den Nationalpark hinter uns ließen, kamen wir noch an einigen grandiosen Landschaften mit Joshua Trees vorbei, wo mir folgendes wie ich finde grandioses Foto gelang. Wie gemalt.
Unser weiterer Weg führte uns über lange, einsame Straßen, unter Anderem auch die Old-Route-66, die sich aber auch nicht weiter von anderen leeren Straßen unterschied. Die ganze Landschaft war so leer, dass
wir ungestört am Wegesrand pinkeln konnten
wir gewarnt wurden, dass es 145 Meilen lang keine Tankstelle gibt
die Ortschaften, die groß augeschildert waren, nur aus 2 verfallenen Häusern bestanden
Dementsprechend präsentiert sich auch das verfügbare Bildmaterial. Viel Straße. Schön wars.
Nach noch mehr Straße im Anschluß von mehr Straße und Straße kamen wir nach nur etwa 4 Stunden in Las Vegas an. Nach kurzer Verwirrung auf dem vielbefahrenen Las Vegas Strip, fanden wir auch unser Hotel relativ schnell. Zugegeben, es ist auch schlecht zu verfehlen. Es trägt den Namen “New York New York” und bildet die Skyline von New York nach.
Nach dem schnellen, unkomplizierten Einchecken, sind wir so schnell wie möglich auf unser Zimmer geeilt, schließlich wollten wir mal mit eigenen Augen sehen, was wir uns von Deutschland aus zu zusammengebucht hatten: Eine sog. “Spa-Suite”. Besonderes Merkmal: Whirlpool im Schlafzimmer! Sehr geil! Und in Live nochmal geiler als auf Fotos oder Videos! Getestet wird es aber erst später.
Wir konnten es auch nicht lassen, den ersten Dollar direkt zu verzocken. Am einarmigen Banditen. Da gibt es heute sogar mal ein kleines Video von.
Etwas gegessen haben wir auch noch kurz. In unserem Hotel gibt es allerlei New-York-Style-Food, also haben wir uns da eine schmackhafte New-York-Pizza gegönnt, am nachgebauten Times Square.
Da es schon ein wenig dunkelte, sind wir dann relativ zügig losgegangen, denn wir wollten am heutigen Abend noch kurz die Wasserspiele vor dem Bellagio und die Einkaufspassage im Caesar’s Palace begutachten, bevor wir dann endlich den Yakuzi (Whirlpool) testen. Von Außen machte sich unser Hotel übrigens auch ganz gut.
Das Wasserspiel war sehr sehenswert, es spielte dazu die “Pink Panther”-Musik… sehr cool! Im Caesar’s Palace war dann noch eine fiese Atlantis-Show, die war aber weniger der Knaller. Nach dem kurzen Ausflug waren wir dann auch recht fertig nach dem langen Tag und machten uns relativ schnell wieder auf den Heimweg.
Kurz vorm ins Bett gehen sind wir auch noch in unseren Yakuzi gestiegen, von dem berichten wir aber morgen oder so mal mehr.
Heute wird erstmal ausgeschlafen. Bei mir klappt das auch ganz gut, Marcus ist aber schon um 8 Uhr wach, sodass wir doch wieder früh aufstehen, bloggen und mit der Heimat telefonieren. Gute Besserung an dieser Stelle an die arme kranke Elli. Schließlich machen wir uns auf den Weg zum Frühstück, wo es gegen neun Uhr von Engländerinnen wimmelt, die die ganze Theke blockieren, weil sie unbedingt Rührei und BAcon brauchen, beim warten auch schön noch Müsli im Stehen verputzen. Wir begnügen uns mit Erdnussbuttertoast und dokumentieren die gechillte Atmosphäre im Frühstücksbereich stellvertretend für den Rest des Banana Bungalow. Danach heißt es auch schon Abschiednehmen von Los Angeles und ab nach Oceanside.
Dort wollen wir einen ruhigen Tag am Meer verbringen, bevor unser Roadtrip dann so richtig losgeht. Erstmal müssen wir uns jedoch durch den Verkehr in L.A. quälen, der trotz achtspuriger Autobahn nicht wirklich fließt. Somit brauchen wir erstmal über eine Stunde um aus L.A. herauszukommen.
In Oceanside angekommen, wo übrigens Private Practice spielt, checken wir uns im Ramada ein, und machen uns dann auf den Weg zum Strand. Unterwegs halten wir noch beim 99Cent Store um uns Zutaten für Hotdogs zu beschaffen, einen Strohut und Sonnencreme und fahren dann weiter zum Strand.
Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas schwieriger, da so ziemlich jeder Parkplatz short-term war und wir innerhalb kürzester Zeit etwa eine Milliarde Parkuhren gesehen haben. Wir fanden dann aber doch noch einen in einem etwas luxoriöseren Wohngebiet und machten uns auf gen Strand. Conny war auf dem Weg natürlich wieder das Blumenkind und war von der Vegetation begeistert.
Am Strand mussten wir dann erstmal was essen, schließlich gab es noch nicht viel heute. Die selbstgemachten, kalten Hot Dogs konnten sich auch durchaus sehen lassen. Lecker lecker. Wenn man von den folgenden Bildern das Rechte betrachtet, könnte man meinen, ich wäremit HotDog in der Hand gestorben. War aber nicht so, ich lag da so rum und hatte irgendwann Hunger und Conny war so nett mir ein HotDog zu bauen.
Am Strand verbrachten wir dann gut und gerne 3 Stunden und genossen die Sonne, zum Schwimmen oder zum richtigen Sonnenbaden war es allerdings etwas windig und somit auch kühl. Wir beschränkten uns auf ein wenig chillen, mit Sand spielen und über Leute lästern. Das kann man ja auch mal länger machen. Getränkenachschub war durch einen nahegelegenen Getränkeautomaten auch direkt sichergestellt, Conny hat sich erstmal ein “Minute Maid” gegönnt. War wohl nicht so der Knaller.
Dann fuhren wir irgendwann zurück zum Hotel, allerdings nicht, ohne uns vorher ein Ben&Jerry’s Eis zu gönnen. Is ja schließlich Urlaub. Das Hotel hatten wir irgendwann in der Vorbereitung von einem Motel6 auf ein Ramada umgebucht. Dafür war es nicht mehr ganz so nah am Strand, aber deutlich komfortabler. Auf uns wartete wieder ein King Bed und ein großes Zimmer, in dem man auch erstmal den Koffer halbwegs leeren und ordentlich wieder einpacken konnte.
Ein letztes mal durchschnaufen also heute, bevor es dann richtig los geht. Morgen dann die erste richtige Roadtrip-Etappe nach Las Vegas.
Ausschlafen! Junge, was war ich fertig gestern. Es waren zwar nur 3 Stunden Zeitunterschied, aber der gesamte Tag war ja etwas anstrengender und auch lang. Also haben wir den sonnigen Morgen hier in L.A. mal etwas ruhiger angegangen. Das Bett im Banana Bungalow ist in Ordnung, wenn es der Coolness des restlichen Hostels entsprochen hätte, wäre es eine Hängematte gelesen. Ich habe mich seltenst an einem Ort so uncool gefühlt, weil hier einfach so viele Surfer-Typen mit absolut legerem Style am Start sind. Faszinierend. Die können sogar cool frühstücken, das konnten wir aber auch. Nämlich Toast mit Peanutbutter. Sogar der Chef des Hostels (natürlich ein cooler Surfer-Dude) kam kurz rum um allen guten Morgen zu sagen.
Voll mit Toast und Peanut Butter haben wir noch kurz die letzten Tage verbloggt. Es hatten sich noch ein paar Tage aufgestaut und wer weiß, wann man das nächste mal free Wi-Fi hat. Oder einen echten Küchentisch an dem man sowas bequem machen kann.
Dann sind wir gestartet richtung Sightseeing. Eigentlich hätten heute die Universal Studios auf dem Programm gestanden, durch die aufgrund unserer Flugzeugumbuchung entgangenen zwei Stunden am Vortag sowie das dadurch in den Wind geschossene Geld, haben wir uns dazu entschlossen, die 150 Dollar mal sein zu lassen und stattdessen L.A. auf eigene Faust ein wenig zu erkunden und die Universal Studios nicht zu machen. Wenige Meter vor unserem Hostel beginnt dann auch direkt der Walk of Fame, der natürlich ein Must-See für Touristen ist.
Wir haben jetzt hier mal exemplarisch Kathrine Hepburn und Michael J. Fox am Start mit denen wir uns abgelichtet haben, es gab aber etliche, die ich hier hätte posten können. Es gab allerdings auch etliche, die wir vermisst haben, z.B. Morgan Freeman, Matthew Perry, Sean Connery, Ian McKellen, Alan Rickman, Hugh Grant, Julia Roberts, Liz Hurley oder viele Andere. Das könnte etwas damit zu tun haben, das so ein Stern den jeweiligen Star 25.000$ kostet. Aber vielleicht haben wir sie auch einfach übersehen.
Am Walk of Fame liegen dann auch so berühmte Theatre wie das Kodak Theatre, wo ja vor wenigen Tagen die Oscars verliehen wurden, Knapp verpasst also, oder das Grauman’s Chinese Theatre, vor dem diverse Stars ihre Hand- und Fussabdrücke in den Beton gesetzt haben.
Den gesamten Walk of Fame fahren auch diverse Tourbusse ab, die eine kurze L.A. City Tour oder die “Home of the Stars”-Tour anbieten, sowas haben wir dann direkt mal mitgenommen, weniger wegen den Häusern der Stars als wegen der möglichkeit, mal ein paar Erklärungen zu L.A. zu bekommen und dabei in einem Open-Air-Bus durch die Sonne zu cruisen.
Hollywood-Sign, Beverly Hills, Bel Air, Rodeo Drive, Sunset Blvd und Co. lagen dann auch auf der Tour. Von den Häusern der Stars habe ich glaube ich auch kein einziges Fotografiert, dafür aber ein paar Drehorte, das Haus auf dem rechten Foto ist z.B. aus derm Intro vom Price of Bel Air bekannt.
Besonders cool ist die ganze Stimmung in Hollywood. Überall Grün links und rechts der Straße und zudem soviel Protz und Geld wie wir seltenst zuvor gesehen haben. Die ganzen Behausungen ähneln schon ein wenig Schlössern, im speziellen das vom BurgerKing-Gründer. Und auf den Straßen fast ausschließlich Luxuskarossen und verdunkelte SUVs, darunter übrigens auch viele BMWs und Mercedes’, allerdings wenig Audi
Nach der Rundtour haben wir noch kurz Stopp bei uns im Hostel gemacht, um uns eine kurzbeschreibung mitzunehmen, wie man zum Strand kommt und dann ging es direkt weiter zum zweiten Tagesordnungspunkt: Santa Monica Beach mit Santa Monica Pier. Mit dem Bus. Wir haben zwar jetzt ein Auto, bei dem Verkehr in L.A. haben wir aber mal bewusst darauf verzichtet, das gefährt zum Strand zu nehmen. Außerdem hatten wir ein wenig Parkplatzangst. Die Fahrt mit dem Bus, der dann doch auch einige Kilometer vom Hostel abfuhr dauerte auf der Hinfahrt knapp eine Stunde für 13,3 Meilen. Puh.
Dafür waren wir rechtzeitig für den Sonnenuntergang noch am Pier und konnten vorher noch gemütlich einmal hoch und runter schlendern.
Der Sonnenuntergang war dann auch entsprechend pitoresk. Ich möchte hier nochmal meine neue Digiknipse loben, die da auch grandiose Fotos produziert hat. Die alte hätte das glaube ich nicht geschafft und die Spiegelreflexkamera haben wir im Hotel gelassen.
Da wir beide heute noch nicht sonderlich viel gefuttert hatten (selbstgeschmierte Cream Cheese Bagle zu Mittag), gab es bei uns dann noch ein fieses Mahl auf dem Pier. Bei Conny gab es einen normalen Hot Dog und bei mir einen Chilidog. Laut Conny war der HotDog schon sehr fies, der Chilidog sah dazu auch noch sehr fies aus. Ich werde mal nicht genauer.
Bei anbrechender Dunkelheit haben wir uns dann direkt wieder auf den Weg ins Hostel gemacht, bzw. erstmal wieder zur Bushaltestelle, inzwischen war es 18:30 oder so und man ahnt es schon, was gleich kommen muss: Rush Hour. Also ein letzter Blick auf die Strandpromenade und rein in den knallevollen Bus.
Die Fahrt dauerte dann auch mindestens mal 1,5 Stunden, also nochmal ein bisschen länger als auf der Hinfahrt, wenigstens hatten wir einen Sitzplatz. Wenn ich hier Pendler wäre, würde ich mir auch überlegen, ob ich das Auto als Fortbewegungsmittel wähle, bevor ich mit tausend anderen Leuten im Bus dicht an dicht stehe.
Wir sind dann noch durch den Abend zurück ins Hostel spaziert und haben schonmal den kommenden Tag geplant, erste längere Autofahrt. Ich bin ja mal gespannt, ob das mit dem Navi und so auch klappt.
Wer sind wir eigentlich!? Wir sind beide noch jünger als 30 und kommen gebürtig aus Paderborn. Gewohnt haben wir die letzten Jahre in Darmstadt. Und jetzt heißt es: Schluß mit Alltag. Conny ist gerade fertig mit ihrem Studium, Köthi hat bereits ein paar Jahre im Job hinter sich. Ab Oktober 2013 geht es für 9 Monate um die Welt!