Thailand–Back to basic: Koh Yao Yai

Wir hatten von Anfang an nicht viel Zeit in Phuket eingeplant und so nutzen wir den einen Abend den wir nun hier haben, um ein wenig durch die Straßen zu schlendern. Was wir zum Beispiel nicht wussten: Phuket hat einiges an portugiesischer Architektur. Was wir zum Beispiel wussten: Hier gibt es massig Touristen. Selbst in Phuket Town laufen teilweise mehr westliche Touristen durch die Straßen als Thais. Wir essen Abends noch in einem (ebenfalls sehr touristischen) kleinen Restaurant und schauen uns einen nahegelegenen Nachtmarkt mit Fokus auf Kunsthandwerk an.

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Zuletzt stehen wir eine halbe Stunde (!) für ein Eis bei McDonald’s an und sind danach auch relativ fix im Bett. Unser Hostel ist zwar eher Basic, aber das Bett ist erste Sahne!

Am nächsten Morgen organisiere ich mir noch schnell eine thailändische SIM-Karte für die letzten 1,5 Wochen hier und danach organisieren wir uns ein Taxi zum nahegelegenen Bootsanleger nach Koh Yao Yai, unserem nächsten Stopp. Das Problem mit den Booten nach Koh Yao Yai ist, dass man im vorhinein nicht zu 100% sicher herausfinden konnte, wann denn nun genau die Boote fahren und welche davon Speedboats und welche davon größere Fähren sind. Auf großen Fähren geht es Conny meist besser und so bestand unser Plan ursprünglich darin, eine Fähre zu erwischen.

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Am Anleger dann die Ernüchterung. Die Fähre fährt erst wieder in ein paar Stunden, aber ein Speedboat geht in 30 Minuten. Conny beißt also die Zähne zusammen und wir entscheiden uns für das Speedboat. Der Anleger ist winzig und wir sind auch die einzigen Touristen hier, das gefällt uns schon viel besser als an den Anlegern auf Koh Lanta und Koh Phiphi, die wir in den letzten Tagen bereits gesehen haben. So fühlt man sich direkt ein bisschen mehr als Abenteurer. Winking smile

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Eine 40 min.-Speedboat-Fahrt und eine 20-Min.-Songthaew-Fahrt später sind wir an unserer Bleibe und es gefällt uns sehr gut. Hier gibt es nur ein paar wenige Bungalows und einen kleinen Pool, dafür aber nicht so einen netten Strand wie auf Koh Ngai!

Die ganze Insel ist eher wenig touristisch und zudem muslimisch geprägt. Es gibt nur einige wenige Hotels, Hostels und Resorts entlang der Straßen und auch nur einen 7-Eleven-Supermarkt, der auch ein ganzes Stückchen von unserem Bungalow entfernt ist. Wir genießen wie schon auf Koh Ngai viel Nichtstun und gutes Essen. Ich gehe sogar einmal laufen, aber bin natürlich dumm genug, dies Nachmittags zu machen. Das kann ich nicht wirklich empfehlen.

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Empfehlen können wir hingegen die Nahrung hier auf der Insel. Sowohl bei uns im Resort als auch in der “Jikgo Bar” ein paar Meter entlang der Hauptstraße gibt es sensationell gutes Thai-Essen. Nicht nur den üblichen frittierten Kram und ein paar westliche Gerichte, sondern eine große Auswahl an Currys und Seafood-Gerichten. Bei uns geht Liebe ja immer durch den Magen und so sind wir natürlich total Happy!

Am dritten Tag überwinden wir unseren Schlafen-Entspannen-Essen-Rythmus und mieten uns einen Roller. Ohne Roller wird es irgendwann langweilig auf der Insel. Es sind doch einige Kilometer über die sich die Insel hinzieht und die wirklich schönen Stellen sind ein wenig versteckt. So zum Beispiel der Hua Laem Beach!

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Der Hua Laem Beach war eigentlich einer der Gründe, warum wir überhaupt auf der Insel gelandet sind. In einem Spielfilm haben wir den Strand mit der Einblendung “Koh Lipe” entdeckt und – da wir schon zwei mal auf Koh Lipe waren – schnell entschieden, dass das nicht Koh Lipe sein kann. Eine Google-Suche später sind wir auf Koh Yao Yai gestoßen und haben beschlossen, uns die Insel mal anzuschauen.

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Der Strand läuft spitz zu und bildet somit eine Landzunge. Der Sand ist sehr fein und fast weiß, das Wasser ist einigermaßen klar und es ist keinerlei Touristeninfrastruktur in der Nähe. Keine Tuktuk-Fahrer, kein Restaurant, kein Kiosk und nichtmal Obstverkäufer am Strand. Wir genießen es sehr, hier ein wenig diese schöne Ecke zu genießen und nach ein paar Stunden und ein wenig Baden und Spazieren.

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In der Mittagssonne wird es uns ein wenig zu warm und wir ziehen uns in eine kleine schattige Höhle zurück, die dort irgendjemand mal mit Palmenblättern gebaut hat. Eine sehr Weise Entscheidung, wir sind nämlich beide noch nicht bereit für den zweiten Sonnenbrand des Urlaubs.

Wir schießen noch ein paar Fotos am Strand, denn es ist immerhin einer der schönsten, die wir je gesehen haben (Whitehaven Beach in Australien war vielleicht ähnlich schön) und machen uns auf den Rückweg zu unserer Bleibe, denn wir müssen heute noch umziehen.

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Unsere Unterkunft war leider nur für 2 Nächte buchbar und so hatten wir noch einige Nächte in unserem Urlaub, die wir uns erstmal unverplant gelassen hatten. Wir entscheiden spontan, dass es uns hier so gut gefällt, dass wir ein wenig länger bleiben wollen und suchen uns noch für 3 weitere Nächte eine Unterkunft auf der Insel. Wir entscheiden uns schließlich, direkt nebenan von unserem bisherigen Resort zu bleiben und ziehen am dritten Tag auf der Insel mit Sack und Pack etwa 300 Meter weiter.

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Wir stellen fest, dass man auch ein Häuschen weiter, die Insel sehr gut genießen kann. Lediglich das Essen im Resort selber ist nicht so überragend, aber die Jikgo Bar ist ja weiter in Laufdistanz und so laufen wir die ersten beiden Abende auch von dort immer bis dahin um uns dort die Karte hoch und runter zu essen. Unser Resort bietet auch eine Happy Hour mit Cocktails jeden Abend, welche wir auch einmal in Anspruch nehmen. Alkoholische Getränke sind in einer muslimisch geprägten Ecke eher unüblich und so scheint mit dem Cocktail, den ich hatte auch irgendetwas nicht gestimmt zu haben. Nach zwei Gläsern war ich nämlich sturzbetrunken. Ich habe alles doppelt gesehen, habe gelallt und konnte nicht mehr geradeaus gehen. Zum Abendessen hat mich Conny dann noch mitgeschleppt, danach bin ich – zurück im Bungalow – sofort eingeschlafen. Das war dann mein letzter Cocktail hier!

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Am nächsten Morgen bin ich natürlich ewig früh wach, da ich ja am Vorabend auch viel zu früh im Bett war. Und so gebe ich mir eine zweite Chance für einen ordentlichen Lauf. In Deutschland war bei unserer Abreise ein Laufen ohne mehrere dicke Kleidungsschichten nicht möglich und so genieße ich es, hier mit kurzer Hose und T-Shirt joggen zu gehen. Ich laufe bis zum Hua Laem Beach, an dem wir ja bereits gewesen sind und wieder zurück. Herrlich!

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In unserer Unterkunft haben wir dieses mal kein Frühstück dabei und umgerechnet 8€ pro Person ist für Thai-Verhältnisse ein stolzer Preis. Wir entscheiden uns, uns selbst zu versorgen und frühstücken in einem kleinen Café an der Straße. Mittags greifen wir wieder auf unsere geliebten Noodlecups zurück und Abends – wie kann es anders sein – führt uns unser Weg in die Jikgo Bar. Die Zeit dazwischen verbringen wir hauptsächlich am und im Pool.

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Den letzten kompletten Tag auf der Insel mieten wir uns nochmal einen Roller, um die Insel ein wenig mehr zu erkunden. Unser Frühstück gibt es heute eine gute halbe Stunde Rollerfahrt von unserer Bleibe im Supermarkt – dem einzigen 7-Eleven auf der Insel. Ich liebe ja die Sandwiches, die man dort bekommt und so war es keine Überraschung, dass ich mindestens einmal dahin wollte während unseres Aufenthalts.

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Wir fahren auch nochmal zum Hua Laem Beach, bei dem aktuell Ebbe herrscht. Inzwischen haben sich einige dicke Wolken über der Insel verteilt, wo vorher noch strahlend blauer Himmel war. Wir sind aber optimistisch und setzen uns trotzdem ein wenig an den Strand.

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Wir sind hier auch nicht die einzigen, einige Touristenboote haben angelegt und Touristen spazieren über das Watt. Die Thais fahren mit ihren Rollern sogar bis weit raus, das haben wir uns nicht getraut und unser Moped viel weiter vorne abgestellt.

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Solange es trocken bleibt, sind die Wolken ein sehenswertes Spektakel. Hier gibt es ja keine wirklichen Gebirge, wo Wolken hängen bleiben könnten oder von der Thermik beeinflusst werden können und so ziehen sie relativ flott über die Insel hinweg.

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Als es etwas windiger wird und auch anfängt zu regnen, entschließen wir uns zum Aufbruch. Schnell zum Roller und zurück zum Resort, so der plan. Während der Fahrt nimmt der Regen zu und wir halten unterwegs an, um unsere Sachen etwas besser zu verstauen. Dabei stellen wir den Roller ab und ich lasse den Motor laufen. Ein Fehler. Als ich den Roller noch ein wenig zur Seite schieben möchte, rutsche ich weg, gebe versehentlich Gas und der Roller beschleunigt, mit mir am Lenker hängend. Ich lasse nach wenigen Metern los und rolle mich in den Straßengraben. Der Roller schafft es noch einige Meter ohne mich und fällt dann um.

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Uff. Das hätte nicht sein müssen. Ich nehme ein paar Schürfwunden und eine unangenehme Prellung an der Hüfte mit und wir retten uns zurück in unseren Bungalow. Der Regen hört erst stunden später wieder auf und erst dann machen wir uns auf den Weg zum Abendessen. Wir wollten am letzten Abend nochmal einen anderen Laden ausprobieren, den wir auch nur mit dem Moped erreichen können. Mit ein paar Pflastern versorgt, bin auch ich wieder einsatzfähig und so fahren wir zu “Chill Chill @ Pai”. DerLaden ist wie gesagt ein paar Meter entfernt, aber super gemütlich. Wir werden unglaublich freundlich bedient und auch das Essen schmeckt hervorragend.

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Am nächsten Morgen geht es bereits um 7 Uhr zum Auschecken. Wir haben die komplette Fahrt nach Phuket Airport bei uns im Resort buchen können und haben das der Einfachkeit halber mal gemacht. So werden wir vom Resort mit einem Songthaew abgeholt und zum Boot gebracht, welches für uns schon bezahlt war. 30 Minuten Bootsfahrt (ja, wieder Speedboat) später sind wir an der Küste von Phuket, wo bereit ein Driver auf uns wartet. Wir brauchen nichtmal 2 Stunden von unserem Bungalow bis zum Airport.

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Wir hatten natürlich viel mehr Zeit geplant und so haben wir am Flughafen noch viel Zeit, welche wir einmal wieder dafür nutzen, westliches Essen in uns reinzustopfen. Der nächste und letzte Stopp unserer Reise ist dann Bangkok.

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Thailand–Über Phuket nach Ko Ngai

Und da war es schon wieder soweit und der Vietnamteil unserer Reise war vorüber! Einerseits sind wir etwas traurig, dass wir das Land wieder verlassen, andererseits freuen wir uns auf Thailand und, endlich, Entspannung am Strand. Wir verlassen Vietnam von Danang aus, wo wir schon von Hanoi aus angekommen sind und da der Flug recht früh geht, lassen wir uns per Privattaxi für teures Geld, nämlich 50€, hinbringen. Haben wir auf dem Hinweg noch geschlagene 2,5 Stunden gebraucht, geht es diesmal erstaunlich schnell und wir müssen noch eine ganze Weile Zeit totschlagen. Verdammt!

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Unser eigentliches Ziel heißt Phuket, aber von Danang aus ist das so eine Sache. Mit einer uns beliebenden Fluglinie kommt man nur relativ teuer direkt nach Phuket. Wir haben daher einen Flug nach Kuala Lumpur per Air Asia gebucht, und dann noch einen von KL nach Phuket. Da aber unser Gepäck nicht nach Phuket durgecheckt werden kann, heißt es am uns schon fast heimischen KLIA2 Flughafen erstmal: Einreise nach Malaysia, Gepäck aufsammeln, den nächsten Flug einchecken und Gepäck abgegeben, dann wieder ausreisen.Immerhin haben wir so 2 weitere Stempel im Pass Open-mouthed smile.

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Vorher stärken wir uns aber erstmal. Und da wir uns fast 2 Wochen ausschließlich vietnamesisch ernährt haben (was zweifelsfrei äußerst lecker war) gibt es etwas beim Gasthof zum goldenen M. Wobei wir im Nachhinein auch gerne bei Nöööödles was probiert hätten, bei dem Namen hätte man einfach nicht enttäuscht werden können. Unser Flug hat etwa eine Stunde Verspätung, aber schließlich kommen wir in Thailand an. Da uns die Taximafia in Phuket suspekt ist, wir recht spät ankommen und uns in Phuket gar nicht auskennen, haben wir vorher einen Transsfer über Phuketastic gebucht, – so werden wir stilecht mit Schild erwartet und können nach kurzer Wartezeit in unser auffällig beleuchtetes Taxi steigen.

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Wir sind zwar immerhin schon das 5. Mal in Thailand, aber nach Phuket haben wir es noch nie geschafft. Die Fahrt zu unserem Hotel in Rawai dauert dann auch 45 Minuten und wir fallen nur noch ins Bett. Reisetage schlauchen. Wir bleiben allerdings nur zwei Nächte in Phuket, hauptsächlich weil wir etwas ungeschickt gebucht haben, und nutzen den uns verbleibenden vollen Tag um endlich ein wenig Poolzeit zu genießen und Rawai ein wenig mit dem Fahrrad zu erkunden.

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Der Strand in Rawai ist nicht so der Knaller, aber ein paar nette Beach-Bars gibt es trotzdem. Wir setzen uns bei Nikita direkt ans Wasser und genießen die ersten thailändischen Speisen seit über einem Jahr! Waren schon okay, aber nicht überragend, dafür saß man nett. Dass hier sogar stilecht Flensburger Pilsener auf der Karte zu finden war, verschweigen wir mal besser Smile with tongue out

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Nach zwei Nächten und zwei Taxifahrten verlassen wir Phuket direkt wieder in Richtung Koh Ngai! Dort waren wir ja bereits im letzten Jahr und fanden es so klasse, dass wir uns nochmal für fünf Nächte dorthin zurückziehen. Das schöne an Koh Ngai: Hier gibt es nichts!

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Drei Bootsfahrten (einmal Speedboat bis Koh Phi Phi, einmal Tigerline-Ferry bis Koh Lanta und nochmal andere Tigerline-Feryy bis Koh Ngai) später sind wir vor Ort. Die Bootsfahrt von Phuket mit Tigerline ist deutlich länger und anstrengender als die von Langkawi damals! Auf dem Rückweg müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen. Aber jetzt heißt es erstmal: Entspannen!

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Wir bleiben erneut in den “Coco Cottages”, die uns bereits letztes Jahr mit Service, Speisenqualität und Freundlichkeit der Angestellten vom Hocker gehauen haben. Unser Bungalow GD2 ist direkt neben dem Bungalow von letztem Jahr GD1. Also alles wie gewohnt Smile Wir genießen die nette Ausstattung der Bungalows (Klimaanlage, heißes Wasser, angenehme Matratzen), nachdem es in Vietnam schon ein paar mal ein wenig Basic war.

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Wir genießen es außerdem, viel nichts zu tun und gutes Thai-Essen zu verspeisen. Ich glaube bei mir gab es 3x in 5 Tagen Pad Thai, weil es so lecker war! Wir sitzen viel im Schatten und lesen oder kühlen uns zwischendurch mal im Meer ab. Einmal sind wir sogar ein wenig schnorcheln gegangen.

Das war aber vielleicht ein Fehler, denn danach hatten wir beide einen veritablen Sonnenbrand auf den Rückseiten unserer Beine.

Schön war es aber allemal. Direkt vor der Insel ist ein erstmal eine Sandbank und dahinter direkt ein kleines Riff. Alle Fotos und Videos, die mich beim Schnorcheln zeigen, musste ich leider zensieren, da ich beim Schnorcheln in einem Schwimmring hing und dabei maximal unelegant aussah. Schade. Winking smile

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Nirgendwo, wo wir bislang in Thailand geurlaubt haben, war das Wasser klarer als auf Koh Ngai. Das ist für mich natürlich nett, denn so sehe ich immer was so um mich rum schwimmt und Conny kann exzessiv schnorcheln gehen. Auf einen Tauchausflug haben wir dieses mal verzichtet. Conny hatte erst kürzlich eine Mittelohrentzündung und ich kämpfe seit Beginn der Reise gegen eine Erkältung. Beides keine guten Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Druckausgleich beim Tauchen.

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Am letzten Tag schaffen wir es auch tatsächlich, früh genug aufzustehen und uns den sensationellen Sonnenaufgang anzuschauen. Auch das haben wir letztes Jahr bereits gemacht, aber es ist erneut ein magischer Moment.

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Da es auf koh Ngai keinen Geldautomaten, keinen Supermarkt und auch keine wirklichen Geschäfte gibt, ist man quasi gezwungen dazu, ein wenig runterzukommen. Auch das WLan ist gerne mal eine weile weg, vielleicht ist das ja sogar zwischendurch ganz gut so. Leider endet auch die schönste Zeit im Urlaub irgendwo und unser nächstes Abenteuer steht an. Wir verlassen Koh Ngai mit Petpailin-Ferrys (nicht mit Tigerline) und cruisen mit adäquat großen Booten (auf den kleinen verpackt Conny ihren Mageninhalt immer in Tüten) zurück nach Phuket. Hierbei müssen wir zwar auf Koh Lanta das Pier wechseln und haben ein wenig Aufenthalt, aber das macht uns knapp die Hälfte. Wir waren hier ja schon vor 3 Jahren einmal und kommen sogar an unserer damaligen Bleibe vorbei.

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In Phuket hält es uns erneut nicht lange. Dieses mal checken wir in ein nettes Hostel in Phuket Town ein, nur 15 Minuten von dem Bootsanlegen, von dem es am Folgetag dann weiter nach Koh Yao Yai geht!

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Vietnam–Tombs of the emperors in Hue

Unser zweiter Tag in Hue! Den haben wir uns komplett für die “Tombs of the Emperors” aufgehoben. Hue war ja wie bereits erläutert, die Residenzstadt der Nguyen-Dynastie. Die Kaiser der Nguyen haben sich zusätzliich zum pompösen Palast jeweils vor ihrem Ableben einen schönen Platz für Ihr Grabmal in der Nähe von Hue ausgeguckt und ein eben solches dort erbaut. Entstanden sind weitläufige Parkanlagen und beeindruckende Gebäude. Alles so im 8km-Radius um Hue herum. Wir haben angesichts der überschaubaren Strecke keinen Bock mehr auf Chauffeur und privates Fahrzeug und mieten uns kurzerhand zwei klapprige Fahrräder und machen uns auf en Weg durch den vietnamesischen Verkehr!

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Der vietnamesische Verkehr läuft gefühlt völlig ohne Regeln. Es drängen sich etwa 10 Mopeds nebeneinander auf einer Spur, während diese gerade rechts von einem grotesk wild hupendem Auto überholt werden. Rechts vor Links oder Links vor Rechts gibt es nicht, Abbiegen ist das reinste Abenteuer und rote Ampeln sind auch eher nur Empfehlungen als harte Regeln. In diesem Gewusel arbeiten wir uns mit unseren Fahrrädern stadtauswärts. Je weiter wir aus der Stadt raus kommen, desto einfacher und idyllischer wird es und uns erscheint die Idee weit weniger abwegig als in den ersten 10 Minuten unseres Vorhabens. Nach etwa 45 Minuten erreichen wir die erste Grabstätte, stellen unsere Fahrräder bei einem freundlich winkenden vietnamesischen Restaurantbesitzer ab (der vermutlich gehofft hat, mit uns ein wenig Umsatz zu machen) und beschreiten die erste Sehenswürdigkeit heute. Da wir bereits gestern ein Kombiticket gekauft hatten, erzeugen die drei bekanntesten Grabmäler für uns heute keine Extrakosten. Einige andere sind auch gratis, diese sind aber weniger bekannt, schlechter ausgeschildert und heute nicht auf unserer Agenda.

Tu Duc

Das erste “Grabmal” welches wir uns anschauen ist das des Kaisers Tu Duc.Uns wird schnell klar, dass mit “Grabmal” hier riesige Areale gemeint sind, wir sind erstmal baff. Kaiser Tu Duc hatte wohl eine eher “poetische” Gesinnung, wie überall beschrieben ist, weswegen sein Grabmals-Landschaftspark sehr hübsch und ruhig gebaut ist. Überall sind zudem Pavillons, in denen er noch zu Lebzeiten auf Seen und Inseln starren und Poesie schreiben konnte. Ja, ihr hört richtig, zu Lebzeiten. Tu Duc hatte sein Grab bereits zu Lebzeiten errichten lassen und hat hier auch viel Zeit verbracht.

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Neben künstlichen Seen, Flüssen und vielen botanischen Anlagen, befinden sich auch einige Tempel auf dem Gelände. Wir schlendern durch die Anlage, starren – wie einst Tu Duc – auf den angelegten See und stellen uns vor, wie das wohl früher gewesen ist.

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Nähert man sich dem eigentlichen Sarg, muss man durch etwas prunkvollere Plätze und Tempel sowie an einer großen Steintafel vorbei, in die Tu Duc selber einen Text gemeißelt hat. Leider auf chinesisch und somit für uns leider nicht lesbar.

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Letztendlich stehen wir vor dem Sarg. Alle Ehrfurcht können wir aber eigentlich beiseite schieben, denn der Sarg ist leer. Tu Duc hatte wohl Angst vor Grabräubern und hat angeordnet, seinen Leichnam irgendwo im Wald von Sklaven vergraben zu lassen und alle Sklaven anschließend zu enthaupten. Somit ist bis zum heutigen Tag unbekannt, wo er eigentlich liegt.

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Sehr faszinierend wie ich finde. Da baut man diese riesige Anlage für das eigene Ableben und hat dann Angst, sich dort begraben zu lassen. Wahnsinn. Wir setzen uns noch für ein paar Chips und eine Fanta an einen kleinen Straßenstand und blättern noch ein wenig in den erläuternden Texten des Lonely Planet, bevor wir uns wieder auf die Fahrräder schwingen und zum nächsten Grab fahren.

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Dessen Grabmal ist insofern besonders, weil es nicht nach klassisch vietnamesischen Gesichtspunkten gebaut ist, sondern eine Mischung zwischen europäischer und vietnamesischer Architektur darstellt, genauer neogotischer und vietnamesischer Architektur. Anstelle von Holz ist mit dunklem Stein gearbeitet worden, das Grabmal ist sehr steil in einen Hang gebaut worden. Die europäischen Einflüsse sind insofern nicht verwunderlich, das das Kaiser Kaih Dinh sich sehr nach den französischen Kolonialherren richtete und dementsprechend nicht unbedingt beliebt war.

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Der obligatorische Hof mit den Elefanten,Pferden und Mandarin hingegen finden sich bei allen Grabmälern. Der Reiseführer behauptet auch, das die Züge der Mandarin europäisch seien, das wollen wir hier nicht bestätigen.

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Jedenfalls wirkt die ganze Anlage aufgrund ihrer dunklen Farbe ziemlich gruselig. Erst in der letzten Halle wird es dann deutlich farbenfroher, denn der Raum ist komplett mit einem funkelnden, bunten Mosaiken aus Fliesen, Spiegeln und bunten Steinen ausgekleidet.

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Im hinteren Teil der Halle trohnt eine überlebensgroße Bronzestatue von ihm, unter der er, in mehreren Metern Tiefe, begraben liegt.

Wir machen uns wieder auf den Weg zu unseren Rädern, in deren Nachbarschaft gemütlich ein paar Rinder grasen und fahren weiter zur letzten Station. Auf dem Weg erhaschen wir noch einen schönen Ausblick auf den Hang mit dem Kaisergrab.

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Minh Mang

Der Weg zum Grab von Minh Mang ist ganz schön weit. Hierfür müssen wir auch mit unseren Drahteseln über eine Autobahnbrücke radeln. Hoffentlich lohnt sich das! Bereits einige hundert Meter vor unserem eigentlichen Ziel winkt uns wieder ein freundlicher vietnamesischer Restaurantbesitzer zu sich und bietet uns einen Fahrradparkplatz und einen Schleichweg zum Grab und würde es im Gegenzug gerne sehen, wenn wir hinterher bei ihm etwas trinken oder essen. Guter Deal. Machen wir. Unsere Fahrräder sind die Einzigen vor seiner Holzhütte und er drückt uns eine Nummernplakette mit der Nummer “159” in die Hand. Damit er hinterher weiß, welche Fahrräder unsere sind. Ok.

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Wir nehmen seinen Schleichweg zum Grab und sind tatsächlich 4 Minuten später auf dem Gelände der Grabstätte von Minh Mang. Wie schon bei Tu Duc dominiert zunächst erstmal ein großer See unser Blickfeld. Dieser scheint aber deutlich größer zu sein als der bei Tu Duc und zudem natürlicher.

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Die gesamte Grabstätte ist insgesamt sehr weitläufig. Große Terassen und viele Torbögen muss man durchschreiten und auch an den obligatorischen Stein-Mandarin-Figuren im Hof vorbei, bis man sich seinem Grab nähert. Man fragt sich unweigerlich wofür der ganze Platz mal gedacht war.

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Während wir mitten auf dem Gelände stehen, fängt es an zu regnen. Aber wir sind ja gut vorbereitet und haben Regenjacken dabei. Solange das hier auf dem Gelände regnerisch ist, macht uns das ja nichts, Hauptsache die Rückfahrt bleibt gleich trocken.

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Nach einem letzten Tempel, in dem wir einen Regenschauer verweilen, sieht man bereits die Insel, die das Grab von Minh Mang beheimatet und die Brücke hinüber. Hier ist es jedoch so, dass man zwar auf die Insel, jedoch nicht direkt bis zum Grab kommt. Wir bleiben also vor einer verschlossenen Tür stehen.

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Selbst wenn man näher ran käme, wäre man noch immer sehr weit vom eigentlichen Grab entfernt, denn Minh Mang ist in einem unterirdischen Palast im Untergrund der Insel begraben und die Eingänge zu diesem unterirdischen Palast wurden alle verschüttet. Wie spannend! Wir schlendern bei inzwischen wieder regenlosem Wetter noch einmal am See entlang und begeben uns dann auf den Rückweg zu unseren Fahrrädern.

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Dort machen wir dann auch, sehr zur Freude unseres Fahrrad-Wächters, einen Getränkestopp und planen unsere Rückfahrt. Während wir also unsere Fanta trinken und auf dem doch sehr rudimentären Kartenmaterial unsere Fahrradroute planen, springt mir doch tatsächlich die sehr zerrupfte Katze des Besitzers auf den Schoß. Argh! Ich bin niedlichen Tieren ja echt nicht abgeneigt, aber wenn sie arg zerrupft aussehen, immer am rumstreunen sind und ich meine Tollwutimpfung nicht aufgefrischt habe, ist mir das doch sehr unangenehm! Also schnell weg hier und durch den vietnamesischen Verkehr zurück nach Hue!

Abends essen wir noch eine Kleinigkeit im Restaurant unseres Hotels und fallen dann kaputt ins Bett, der Tag war dann doch ganz schön anstrengend!

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Vietnam–Marble Mountain und Kaiserstadt Hue

Unser letzter Morgen in Hoi An beginnt gemütlich, es geht nämlich erst um 10 Uhr weiter. Also erstmal packen, frühstücken und auschecken. Wir mussten, um nach Hue zu kommen, erneut einen personal transfer buchen, also einen eigenen Fahrer. Es ist zwar ein wenig dekadent, aber öffentliche Busverbindungen scheint es nur sehr spärlich zu geben. Der Transfer kostet uns ungefähr 60 US-Dollar, das können wir bei etwa 4-5 Stunden Fahrt aber verantworten. Unser Fahrer bietet uns an, noch einige Sehenswürdigkeiten mitzunehmen; cool! Wir überlegen kurz, wie unsere Tagesplanung ausschaut und entscheiden uns, von den drei Sehenswürdigkeiten, die er mit uns machen könnte, nur eine zu machen, nämlich den Marble Mountain. Nachmittags wollen wir ja noch die Kaiserstadt in Hue erkunden, das wird sonst zu knapp.

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Der Marble Mountain wurde wohl ursprünglich zum Abbau von Marmor verwendet, aus dem dann Skulpturen und ähnliches gefertigt wurden. Er ist jedoch gleichzeitig auch religiöses Zentrum der Region, denn in dem Berg sind diverseste Höhlen, die als Tempel genutzt wurden oder werden. Der Marble Mountain ist relativ nah an Da Nang und so sind wir auch fix dort. Es gibt sogar einen Aufzug hoch auf den Berg, den wir sogar benutzen, denn Conny hatte keinen Bock auf Klettern. Oben angekommen gibt es zum einen eine tolle Aussicht und zum Anderen viele mögliche Pfade durch den Berg.

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Wir entscheiden uns, zum Aussichtspunkt zu kraxeln (arme Conny), der jedoch so voll mit Touristen ist, dass wir nicht mal ein Foto von dort oben schießen und schnell wieder runterklettern. Vielleicht sollten wir uns besser auf die Caves fokussieren.

Haben wir dann nach einem Liter Wasser pro Person gemacht und waren besonders angetan von der größten Höhle im Berg, die uns ein wenig an die Batu Caves bei Kuala Lumpur erinnerte. Alle Höhlen hier oben sind jedoch buddhistisch (obwohl in Vietnam auch viele Christen und Hindu leben), die Batu Caves waren hinduistisch.

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Die Höhle wirkte nochmal deutlich spiritueller als die Batu Caves, alleine schon, weil sie deutlich kleiner war und hier keine Nutztiere gehalten werden. Leider ist auch hier der Tourismus sehr präsent und so strömte nach uns eine sehr laute und rücksichtslose Reisegruppe in die Höhle, so dass wir dann geflüchtet sind.

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Auf dem Weg den Berg herunter quälen wir uns noch eine Lange Treppe hinunter und gelangen fix wieder zu unserem Gefährt, welches uns in weiteren knapp drei ereignislosen Stunden nach Hue bringt. Dort checken wir direkt in unser Hotel ein. Das Jade Hotel ist sehr bemüht, es uns gerecht zumachen und man spricht klasse englisch. Das tröstet ein wenig darüber hinweg, dass wir hier das erste Zimmer der Reise ohne Fenster haben. Das ist vielleicht auch besser so, wenn man sich die Straße vor dem Hotel anschaut.

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Wir schnappen uns kurz den Reiseführer und die Kamera und schon geht es ab in Richtung “Citadel” in Hue City. Dort standen die Paläste der letzten Kaiserdynastie in Vietnam, die “Nguyen”, die jedoch im Vietnamkrieg Schaden erlitten haben. Der letzte Kaiser hat in den 40er-Jahren abgedankt und seitdem gibt es keine Kaiser mehr in Vietnam. Die Kaiser haben alle ihre Gräber vor den Toren der Stadt in monumentalen Parkanlagen errichtet, diese schauen wir uns aber erst morgen an, heute erstmal die “Citadel”, welche die “Imperial Enclosure” beinhaltet (das ist das eigentliche Palast-Gebiet) und diese wiederum die “Purple Forbidden City” (welche die privaten Gemächer des Kaisers darstellt).

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Auch wenn einiges den Bombenangriffen zum Opfer gefallen ist, ist die Architektur trotzdem sehr beeindruckend. Auch die Weitläufigkeit des Geländes und die vielen Nebengebäude und Pavillions, die alle einem bestimmten Zweck dienen, beeindrucken uns sehr.

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Wir schlendern an Seen, Bibliotheken und Theatern vorbei und einer Unzahl an Tempeln für verschiedene Personen und Zwecke. So gibt es beispielsweise einen Tempel, der ausschließlich den Eltern des ersten Kaisers der Nguyen-Dynastie, Gia Long, gewidmet ist.

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Überall auf dem Gelände sind pittoreske Torbögen und Gebäude verteilt, viele davon tatsächlich auch aus Holz. Da hat es uns ein wenig gewundert, dass Holzstrukturen heute noch stehen. Auf der anderen Seite sind es gerade mal 70 Jahre seit dem letzten Kaiser.

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Nach ca. 2 Stunden haben wir uns die für uns wichtigen Ecken angeschaut, just in Time bevor der Komplex schließt, es ist schließlich ja auch schon 17:30 Uhr. Schnell noch ein paar Fotos und dann nichts wie raus hier, bevor wir eingeschlossen werden. Das hätte nämlich keiner gemerkt, so groß wie das Gelände hier ist.

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Direkt am Ausgang gab es dann auch direkt einen “Highland Coffee”-Laden, das ist sowas wie das vietnamesische Starbucks. Ein Wasser später machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel. Hier in Hue ist es leider nicht mehr so beschaulich wie in Hoi An, das heißt wir müssen auch wieder gegen den massiven, chaotischen Verkehr ankämpfen. Unser Hotel liegt zudem an einer Hauptstraße. Puh!

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Zwei Straßen hinter unserem Hotel ist ein vegetarisches Restaurant, was sowohl im Lonely Planet als auch in unserem Hotel positiv hervorgehoben wird. Das probieren wir doch direkt mal aus. Zu unserer Verwunderung spricht dort zwar keiner englisch, aber mit Händen und Füßen bekommen wir trotzdem eine Bestellung zusammen.

Conny probiert frittierte Jackfruit (was ist denn der deutsche Name dafür?!) und ich bleibe sicherheitshalber bei Fried Rice. Nach einem abenteuerlichen Rückweg über einen riesigen, chaotischen Kreisel gelangen wir schließlich wieder ins Hotel. Morgen müssen wir uns mit Fahrrädern durch den Verkehr arbeiten, das wird ein Spaß!

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Vietnam–My Son und Hoi An Food Tour

Unser letzter Tag in Hoi An ist nochmal voller Agendapunkte. Nachdem wir es am Vortag ja etwas ruhig haben angehen lassen, haben wir uns für heute die Besichtigung der Tempelruinen “My Son” und eine abendliche Food-Tour durch die Innenstadt von Hoi An eingeplant. Los geht es morgens um 8; wir hatten ein wenig gehofft, einsam und alleine die Ruinen erkunden zu können, wurden aber schon morgens ein wenig enttäuscht, vor der Tür hielt nämlich ein großer Reisebus.

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Wir sind leider auch noch die ersten die abgeholt wurden und so dauert es über eine Stunde bis wir komplett sind und auch unser Reiseführer an Bord ist, von dem wir nicht wussten, dass wir ihn mitgebucht hatten. Er ist auf jeden fall recht kurzweilig und spricht für vietnamesische Verhältnisse ein gutes Englisch.

Nach über einer Stunde Fahrt sind wir dann bei My Son. Zu unserem Schrecken erweitert sich hier unsere Gruppe nochmal mit einem zweiten Bus, so dass wir hinterher über 50 Leute sind, die immer hinter unserem charismatischen Führer hinterherdackeln.

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Nach einer kurzen Fahrt im “electrical car” durch den Urwald, müht sich unsere große Gruppe in Richtung der Ruinen. Diese liegen mitten in einer eigentlich schönen Dschungellandschaft. Die Ruinen waren auch Jahrhunderte lang verschollen, bis die französischen Kolonialherren sie Anfang des letzten Jahrhunderts wiederfanden. Kann man sich angesichts des dicken Dschungels rings herum auch gut vorstellen, dass man die mal verlegt.

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Nach einem kleinen Hügel, haben wir freien Blick auf die erste Ruine und die ist trotz signifikanter Zerstörung durch amerikanische Bomben im Vietnamkrieg sehr beeindruckend.

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Die Amerikaner hatten damals wohl Bomben auf die Tempelanlagen abgeworfen, da sich hier einige Vietcong versteckt hielten. Erst die Intervention eines Archäologen stoppte damals wohl den Angriff. So bleiben leider von den meisten Tempeln wirklich nur Ruinen übrig.

Es kommt hinzu, dass die Champa (das ist die Volksgruppe, die die Tempel damals gebaut haben) zudem ohne Mörtel gebaut haben, so dass eine Rekonstruktion mangels Wissen aktuell wohl zumeist fehlschlägt. Man hat das wohl mal versucht, ist aber stets an den Punkt gelangt, dass der neue Mörtel schneller verfällt als die 1000 Jahre alten Strukturen daneben.

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Die Tempel sind von A bis L durchnummeriert und wir starten an der größten Anhäufung von Tempeln, nämlich den Sites B, C und D, welche direkt nebeneinander sind. Hier treffen zudem auch zwei Reisegruppen zusammen, so dass es schon eher voll ist in den wenigen verbleibenden Ruinen.

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Auch ist hier ein erster Bombenkrater zu sehen, der bezeugt, dass hier damals tatsächlich Bombeneinschläge passiert sind. Wir setzen uns immer mal wieder von unserer Gruppe ab, dadurch verpassen wir zwar ein paar Infos unseres Guides, haben dafür aber auch ein paar intime Momente mit den faszinierenden Strukturen.

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Auch als unsere Reisegruppe geschlossen in einem kleinen Tempel verschwindet, entschließen wir uns nicht mit rein zu gehen. 50 Personen auf engem Raum macht uns einfach keinen Spass. Conny kommt dann auch auf die Idee, die Jungs und Mädels dort einfach einzusperren Smile

Machen wir dann natürlich nicht. Conny bleibt von hier an bei der Gruppe, weil sie die Infos klasse findet, die unser Guide parat hat, ich nabele mich komplett ab und erkunde Site A, während unsere Gruppe Site G erkundet. Hier bin ich ganz alleine, das ist schon mehr mein Ding. Site A war mal der Haupttempel, ist aber leider auch der, von dem am wenigsten übrig geblieben ist.

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Ich umrunde die Ruinen bei Site A und stelle mir vor, wie das hier vor 1000 Jahren wohl so gelaufen ist. Das habe ich neulich erst in Rom gemacht und kann mir manche Dinge sehr plastisch denken. Anschließend schlendere ich rüber zu unserer Reisegruppe, die schon auf dem Weg zum Ausgang ist. Ich reihe mich wieder ein und tausche mit Conny die Erfahrungen.

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Eine e-car-Fahrt später sind wir schon wieder am Bus und eine Busfahrt später stehen wir am Fluss. Statt mit dem Bus die Strecke zurückzufahren, hatte man die Wahl, die letzte halbe Stunde mit dem Boot in die Innenstadt von Hoi An zu fahren. Das haben wir dann gemacht.

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An Bord gab es ein bisschen Reis mit Gemüse und viele graue Wolken und viel Wind. Wir sehen vom Oberdeck aus aber auch viele kleine Städchen und Felder und Wiesen und sind kurze Zeit später dann schon in Hoi An. Das trifft sich gut, denn dort startet eine Stunde später unsere Food-Tour. Wir starten schon mal ohne Guide und genehmigen uns einen fetten, vietnamesischen Donut.

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Die eigentliche Tour startet am Büro der durchführenden Organisation “Hoi An Food Tour”. Wir erfahren, dass wir nicht zur bereits gestarteten 18-köpfigen Gruppe gepackt werden, sondern eine Einzeltour bekommen. Wir freuen uns und ziehen mit unserem Guide Lucy los.

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Erster Stopp ist ein Restaurant, dass die in Hoi An berühmten “White Rose” herstellt. Das sind an Ravioli erinnernde Teigtaschen, die entweder mit Shrimp und Schwein oder mit einer vegetarischen Füllung gefüllt sind und mit gerösteten Zwiebeln serviert werden und in eine Mischung aus Zitronensaft und Fischsauce getunkt werden. Sehr lecker! Dann geht es auch schon weiter, während wir uns mit Lucy, die sehr gut englisch spricht, über Vietnam und speziell Hoi An unterhalten. Bald machen wir halt bei einem Straßenstand, der das verkauft, was Vietnamesen als Snack zwischendurch mal essen: gewürzter Reis mit Erdnuss und Kokosraspeln und Tapioka. Auch lecker! Weiter geht es zu einer Laden, der Ban Mih verkauft, –in die haben wir uns ja schon verliebt-, und der so gut ist, dass sogar ein amerikanischer Starkoch ihn schon mal besucht hat. Die Schlange ist veritabel lang, und statt mit Huhn, probieren wir dieses leckere Baguette klassisch mit allerlei Fleischbeilage, Koriander und Gemüse.Wir schaffen allerdings beide nur ein halbes.

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Denn schon im Anschluss geht es in die Markthalle von Hoi An, wo wir eine weitere lokale Spezialität probieren: Cao Lau. Dieses Gericht wird nur in Hoi An zubereitet und besteht aus recht dicken Reisnudeln, einer würzigen Soße, Gemüse (Salat, Kräuter und Sprossen), Schweinefleisch und knusprigen Teigchips. Darüber wird eine Limette gepresst und fertig. Selten haben wir etwas so leckeres gegessen. Die vietnamesische Küche gilt als die beste Asiens, da hier besonders viel wert auf die Frische der Zutaten, deren Abwechslung und Komposition gelegt wird. Zum Beispiel sollte jedes Gericht die richtige Balance aus süß und sauer, salzig und bitter haben. Bei diesem Gericht kann man das wirklich schmecken.

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Nach soviel essen gibt es erstmal eine Pause, und zwar bei einem vietnamesichen Kaffee. Der wird klassischerweise kalt getrunken und stark und auf einer Schicht Kondensmilch. Einmal umrühren und genießen. Das kannte ich immerhin schon, denn diese Art “Ca Phe” bestelle ich in Vietnam auch immer.

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Dann geht es zu einer lokalen Familie, um noch weitere Leckereien zu probieren. Die wunderbare Frau, die für uns kocht, dürfen wir “Mami” nennen, denn so gut kocht sie Smile. Zunächst gibt es winzige Reispfannekuchen, in denen ein Wachtelei gestockt ist. Darauf kommt Salat und Gemüse, dann muss man das ganze auf seinen Stäbchen balancieren und in eine milde Fischsauce dippen. Gar nicht so einfach!

Danach gibt es Frühlingrollen, frittiert, die ebenfalls in eine nun etwas stärkere Fischsauce getunkt werden, und unter anderem mit Schwein und Süßkartoffel gefüllt waren. Mit frittierten Frühlingrollen bekommt man uns ja immer. Dann müssen wir selber ein bisschen arbeiten, denn Mami zeigt uns, wie man die “fresh spring rolls” macht, die man in Deutschland auch als Sommerrolle kennt und die nicht frittiert wird. Hierzu füllt man ein Reispapier mit Salat, Gemüse und Fleisch, rollt es geschickt zusammen und tunkt es in noch stärkere Fischsauce (die wirklich Überwindung kostet). Ich mags, Marcus nicht ganz so Winking smile. Zum Nachtisch gibt es dann noch eine Suppe aus grünen Sojabohnen mit Kokosmilch. Gewöhnungsbedürftig, aber lecker.

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Wir sind jedenfalls proppesatt und laufen mit Lucy noch ein wenig durch die Old City, wo wir dann bei einer Bekannten von ihr doch noch eine Bootsfahrt machen und dann auch unsere “floating lights” loslassen. Was wir uns gewünscht haben bleibt natürlich ein Geheimnis! Fazit: völlig zurecht ist Hoi An berühmt für sein Essen und die Food Tour war ein richtiges Highlight, was nicht zuletzt an Lucy lag, die uns unheimlich viel über Vietnam erzählt hat und mit der man sich einfach super unterhalten konnte. Nach so einem aufregenden und tollen Tag wanken wir in unser Homestay und fallen ins Bett.

Abschließend zu Hoi An können wir aber sagen, dass sich der Besuch dermaßen lohnt! Auch unsere Unterkunft, das Golden Bell Homestay, und die Hoi An Food Tour können wir nur allerwärmstens empfehlen!

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