Athen–Erste Stadterkundung und Akropolis

Nachdem bereits Rom auf dem Plan stand, haben wir beschlossen, als nächste Antike Stadt Athen zu erkunden. Den Trip haben wir nicht alleine unternommen, meine Mutter Dagmar und meine Schwester LAra waren mit dabei! Zu viert ging es an einem Freitag von Berlin aus mit Ryanair in Richtung Athen. Lieber wären wir ja von Düsseldorf, Köln, Paderborn, Osnabrück oder Hannover geflogen (Kassel zählt ja nicht), aber die Flüge von Berlin waren einfach um ein vielfaches günstiger. So verbrachten Conny und ich bereits die Nacht von Donnerstag auf Freitag in Berlin, während Dagmar und Lara am Freitag via ICE dazukamen.

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Einen Kurzstreckenflug später fanden wir uns im mediterranen Klima Athens wieder. Unser Trip fand im März statt und so war es morgens und abends zwar noch frisch, dazwischen jedoch bereits T-Shirt-Wetter. Vom Flughafen fahren wir mit dem Bus in Richtung Stadt, das dauert zwar länger als mit der U-Bahn, aber dafür kann man während der Fahrt aus dem Fenster gucken und sich schonmal einen Eindruck von der Stadt verschaffen. Für mich war es auch der erste Besuch in Griechenland, ich war also gespannt wie ein Flitzebogen. Der Bus endet am Syntagma Square. Dieser ist verkehrstechnisch relativ wichtig und liegt direkt am Nationalgarten. Ein paar Bäume mit Orangen dran begrüßen uns in Athen. Wir trinken kurz eine Fanta und schwingen uns dann in Die U-Bahn zu unserer AirBnB-Unterkunft drei Stationen entfernt.

Wir staunen nicht schlecht als unsere Gastgeberin uns die Tür öffnet: Die Wohnung geht über die komplette obere Etage des Hauses und bietet einen Atemberaubenden Ausblick über die Häuser Athens hinweg auf die Akropolis. Wir sind baff.

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Als unsere tolle Gastgeberin uns mit Verweis auf griechisches Bier im Kühlschrank und mit einer Restaurantempfehlung fürs Abendessen alleine lässt, stehen wir wie angewurzelt auf der Terrasse und schauen uns den Sonnenuntergang an. Unser Blick geht von links, wo die Sonne über den Dächern Athens untergeht, nach rechts, wo die Akropolis von der Abendsonne angestrahlt wird. Erst als die Sonne verschwunden ist, können wir uns losreißen und begeben uns auf die Suche nach dem von unserer Gastgeberin empfohlenen Restaurant.

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Das empfohlene Etablissement wurde leider renoviert, so dass wir ein paar Straßen weiter in ein anderes Lokal ausweichen mussten. Sah aber von außen und innen gemütlich aus. Wir haben uns dann über den Abend durch die Karte gefuttert. Praktischerweise waren die Portionen klein, also sowas wie griechische Tapas. Dazu gab es leckeres griechisches Bier und wenn ich mich recht entsinne auch einen Schnaps zum Schluss, aber keinen Ouzo. Smile Gut gesättigt und leicht angeschickert kehren wir zu unserer Bleibe zurück und sind Erschlagen vom Ausblick auf die angestrahlte Akropolis. Noch ein Bier zu dieser Aussicht und dann geht es ab ins Bettchen, der nächste Tag wird anstrengend!

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Am nächsten Morgen wecken uns die Sonnenstrahlen, die es an den Vorhängen vorbei ins Zimmer schaffen. Vor dem Fenster erstreckt sich Athen vor uns. Groß und weiß und sonnig mit der Akropolis in der Mitte unseres Blicks. Immernoch ein klasse Ausblick.

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Wir ziehen zu zweit los, um Frühstück zu organisieren. Der Bäcker ist direkt eine Straße weiter und wir kommen mit englisch gut klar. Mein persönliches Highlight: Ich zeige mit dem Finger auf eine Brotart und frage den netten Bäckereiangestellten “What is that?” und er antwortet trocken: “Bread!”. Na dann. Smile Neben Brot haben wir auch Sesamkringel und XXL-Schokocroissants im Gepäck fürs Frühstück. Im Supermarkt kaufen wir noch schnell Käse, Wurst und Marmelade. Alles super lecker, aber das macht vielleicht auch die Atmosphäre: Frühstück über den Dächern Athens hat man auch nicht jeden Tag.

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Gut gestärkt starten wir in Richtung Akropolis. Die ist nur zwei Metrostationen von unserer Unterkunft entfernt (und eine vom Syntagma Square). Am Fuße des Akropolis-Hügels liegt das Akropolismuseum, welches wir zuerst ansteuern um uns die historischen Hintergrundinformationen anzueignen bevor wir hochklettern. Eines der hervorstechendsten Exponate sind die Karyatiden. Das sind die Originalstatuen des Erechtheion (einer der Tempel auf dem Akropolis-Hügel) und hielten dort als Säulen das Dach der Vorhalle. Ausgestellt sind jedoch nur 5 der 6 Karyatiden. Die sechste steht im British Museum.

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Ein witziges Gimmick war auch der Nachbau der Akropolis mit Legosteinen. Vom einem weiteren Highlight des Museums habe ich natürlich wieder kein Foto gemacht. Am Parthenon (das berühmte Hauptgebäude auf dem Akropolis-Hügel) waren oberhalb der Säulen Schriften eingraviert. Das ganze nennt man übrigens “Fries”. Das Fries, also die Steine mit diesen Schriften, wurden zusammen mit vielen Teilen der Akropolis von einem britischen Lord im 19. Jahrhundert entwendet (die sog. Elgin Marbles). Lange Jahre hat das British Museum eine Rückgabe ausgeschlossen, da in Athen keinen Platz für das Fries wäre. Im relativ neuen Akropolismuseum ist jedoch in der obersten Etage eine riesige Halle, die aktuell nur eine Kopie enthält und explizit für das entwendete Fries vorgesehen ist.

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Nachdem wir aus dem Museum heraus immer auf die sonnige Außenwelt geblickt haben, freuten wir uns, nun endlich den Akropolis-Hügel besteigen zu können.

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Auf dem Weg hinauf gibt es mehrere Punkte, die es sich lohnt anzusehen. Der erste Stopp für uns war das “Theater of Dionysos”. Das Theater ist deshalb einen Besuch wert, weil es das erste seiner Art war. Es hat quasi das Antike Theater begründet und wurde auch bereits schon 500 Jahre vor Christus erbaut.

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Den Zuschauerraum kann man auch heute noch erstaunlich gut erkennen (dafür dass das Theater bereits 2500 Jahre alt ist). Nur das Bühnengebäude ist kaum noch erhalten. Man darf sich auch auf die steinernen Sitzreihen setzen und sich ein wenig fühlen wie ein Theaterbesucher in der Antike. Selbst VIP-Logen sind noch zu sehen, diese darf man jedoch nicht betreten.

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Ein paar Meter weiter wartet das nächste Theater: Das Odeon des Herodes Atticus. Es ist deutlich jünger als das Dionysostheater, nämlich erst 150 Jahre nach Christus erbaut. Auch wurde es restauriert und wird für Konzerte und andere Aufführungen genutzt. Es fasst 5000 Zuschauer und man hat einen tollen Blick über Athen.

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Von dort geht der Weg noch über ein paar Serpentinen, bis man oben auf dem Hügel angekommen ist. Von dort sieht man direkt das Erechtion und das Parthenon oben auf dem Hügel.

Das Erechtion nimmt eine zentrale Rolle bei den Legenden um die Stadt Athen ein. Die Legende besagt, dass Athene und Poseidon um die Gunst der Bürger Athens gestritten haben. Der damalige König Kekrops entschied nun, dass beide Götter den Bürgen ein Geschenk machen sollten und der mit dem besseren Geschenk soll dann der Schutzpate der Stadt werden. So schenkte Athene den Bürgen einen Olivenbaum, welchen das Erechtion beherbergt. Poseidon hingegen rammte seinen Dreizack in den Boden und ließ eine Quelle sprudeln. Die Stelle, an der Poseidon den Brunnen erschuf kann man auch heute noch sehen, denn dort fehlen die Bodenplatten.

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Die Vorhalle wurde – wie bereits beschrieben – von Säulen-Statuen gehalten, den Karyatiden, welche jedoch im Museum stehen. Die, die man am Erechtion sieht, sind also Nachbildungen.

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Ein paar Schritte vom Erechtion steht das Parthenon. Das ist natürlich deutlich größer und deutlich berühmter, jedoch eingerüstet als wir dort waren.

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Das Gebäude ist nochmal größer als es von Weitem den Anschein macht. So groß, dass man es von nahem nicht mehr gescheit auf ein Foto bekommt. Die Fotos aus der Entfernung müssen also reichen.

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Ein paar nette Details sieht man allerdings erst, wenn man nah dran steht. Zum Beispiel haben wir einen eingequetschten Pferdekopf entdeckt. Leider weiß ich nicht, ob das so gehört und was die Geschichte dahinter ist.

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Wir verweilen eine Weile im Schatten des Parthenon und genießen den sensationellen Ausblick auf Athen. Man sieht zum Beispiel auch das Dionysostheater von hier oben sehr gut und natürlich viel von der Stadt selbst. Athen ist erstaunlich groß. Auch wenn es nur 660.000 Menschen beherbergt, breitet sich die Stadt sehr weit aus. Vielleicht kommt einem das auch nur so vor, weil selbst die entferntesten Häuser mit ihrem grellen Weiß so einen Kontrast zu den grau-grünen Bergen dahinter darstellen.

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Wir kraxeln den Hügel wieder hinab und erkunden das Viertel unterhalb des Akropolis-Hügels, Monastiraki. Wir sehen viele nette Cafés und Restaurants und lassen uns ein wenig durch die Gassen treiben. Hier wechseln sich belebtere Ecken mit sehr ruhigen Gassen ab. Und an jeder Ecke findet man dann doch wieder irgend eine antike Ruine. Zum Beispiel die Römische Agora (Eine Agora ist ein Marktplatz) mit dem “Turm der Winde”. Athens besterhaltenstes, antikes Bauwerk. Irgendwo in diesem Viertel suchen wir uns auch eine nette Ecke, um griechisch zu speisen. Für mich das erste Mal Souvlaki! Smile

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Nach diversen kleinen Gassen stehen wir schließlich auf einem belebten Platz, dem Monastirakiou-Platz. Dort erwerben wir in einer griechischen Konditorei ein paar Kleinigkeiten und lassen uns dann durch die Einkaufsstraße “Ermou” und vorbei an der Kapnikarea-Kirche in Richtung Wohnung treiben.

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Auf dem Heimweg kaufen wir noch ein paar Dinge für eine griechische Brotzeit (Feta, Tomaten, Oliven, Brot), die wir bei Sonnenuntergang in unserer Wohnung zu uns nehmen. Wenn man schon so einen Ausblick hat, sollte man ihn ja schließlich auch nutzen! Winking smile

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Die Oliven sind klasse, die Tomaten sind klasse und vom Feta könnte ich euch vermutlich einen kompletten Blogeintrag vorschwärmen. Es gab übrigens etwa 10 unterschiedliche Arten Feta an der Frischetheke im Supermarkt. Wir lassen es uns mit Blick auf die Akropolis gutgehen und genießen wieder einen sensationellen Sonnenuntergang!

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Nach dem Essen stellen wir uns noch Liegestühle in die Abendsonne mit Blick über Athen. Erst als sie komplett verschwunden ist, wird es langsam frisch und wir verziehen uns nach drinnen, wo wir noch die Geschehnisse des Tages reflektieren und ein paar griechische Biere trinken.

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Ein Blogeintrag über diesen Tag wäre nicht komplett ohne das obligatorische Bild der beleuchteten Akropolis bei Nacht. So here it comes:

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Wir kommen spät ins Bett, obwohl wir morgen viel unterwegs sind. Aber das wird schon! Gute Nacht, Athen!

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Rom–Eine Zeitreise Tag 3

Der dritte Tag unseres kleinen Wochenendausflugs nach Rom ist dann auch schon unser letzter Tag. Wir haben uns unseren Flug auf den frühen Abend gelegt, um den dritten Tag noch adäquat nutzen zu können. Dafür dürfen wir unser Gepäck noch in unserem Zimmer lassen bis wir zum Flughafen müssen, das ist natürlich sehr praktisch. Nicht dass wir viel Kram dabei hätten, aber ohne Rucksäcke ist man ja doch ein wenig freier unterwegs.

Heute steht noch das Pantheon auf dem Programm. Auch das habe ich bereits im Frühjahr gesehen, jedoch aufgrund des straffen Programms nur als Randerscheinung wahrgenommen. Nun beim zweiten Besuch bin ich hin und weg. Was mir auch beim ersten Besuch nicht so klar war: Das Pantheon ist unglaublich alt. Es wurde im zweiten Jh. nach Christus erbaut und steht somit schon fast 2000 Jahre dort wo es ist. Für ein Gebäude dieses Alters ist es entschuldbar, dass es von außen ein wenig schäbig daherkommt. Von innen ist es dafür noch beeindruckender.

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Dominiert wird der Bau von der großen Kuppel, welche über 1500 Jahre lang die größte Kuppel der Welt gewesen war. Der Naturwissenschaftler in mir fragt sich natürlich direkt, wie das damals so berechnet wurde oder ob einfach im try&error Prinzip solange probiert wurde, bis es klappte. Ursprünglich war das Pantheon wohl ein Tempel für die römischen Götter (Zum Zeitpunkt der Erbauung war das römische Reich ja noch nicht christlich), wurde jedoch im 6. oder 7. Jh. umgeweiht und ist seitdem eine katholische Kirche. Eine ungewöhnliche allerdings.

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Wir schlendern zwei oder dreimal durch das runde Gebäude und starren immer mal wieder nach oben in die Kuppel (die übrigens ein Loch in der Mitte hat!) und machen uns dann langsam auf dem Weg zum Trevi-Brunnen, der nur ein paar Straßen weiter ist.

Ja, der Trevi-Brunnen ist schon verdammt touristisch. Dementsprechend viel los war natürlich auch als wir dort waren. So mussten wir erstmal warten, bis die beiden asiatischen Reisegruppen weitergezogen sind, bis wir uns den Brunnen in Ruhe anschauen konnten. Beeindruckend ist er ja doch, trotz aller Touristik. Schnell noch ein paar Cent über die Schulter in den Brunnen werfen, das soll für eine sichere Rückkehr nach Rom sorgen. Im Jahr 2013 sind übrigens 1,2 Millionen Euro aus dem Brunnen gefischt worden, welche an die Caritas gespendet wurden.

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Vom Trevi Brunnen aus bewegen wir uns in Richtung Piazza del Popolo, dem “Platz des Volkes”. Ein ziemlich großer Platz und Verkehrsknotenpunkt für U-bahnen und Busse in Rom. Direkt am Platz sind eigentlich zwei fast identische Kirchen links und rechts der Via del Corso, eine davon ist jedoch eingerüstet, weswegen das bei unserem Besuch nicht genau ansehen konnten. Auf dem Weg zum Piazza del Popolo gönnen wir uns noch ein Eis gegönnt (das 4.597ste auf disem Trip!) und war bei Venchi Cioccolato. Nicht nur war hier das Eis sehr lecker und cremig, das Geschäft hatte als zusätzliche Besonderheit hinter dem Verkaufstresen eine große Wand aus flüssiger Schokolade. Smile

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Nachdem wir unser Eis in unangenehm rasanter Geschwindigkeit gegessen hatten, stiegen wir am Piazza del Popolo in die Ubahn zu unserem letzten Ziel am heutigen Tag: Dem Circus Maximus. Auch wenn vom einst 150.000 Zuschauer fassenden Stadion nur noch ein paar mit Gras bewachsene Hügel übrig sind, ist der Anblick dennoch faszinierend. Immerhin erkennt man die Ausmaße der Arena, welche bereits vor etwa 2500 Jahren gebaut wurde.

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Wir setzen uns auf eine Bank und googlen noch ein wenig, was wir hier genau sehen. Direkt oberhalb des Circus Maximus ist beispielsweise der Palatin-Hügel zu sehen mit der Domus Augustana, dem ehemaligen Kaiserpalast. Der Kaiser konnte sich also einfach aus seinem Palast heraus die Spiele im Circus Maximus anschauen. Wir entdecken noch ein weiteres interessantes Detail, das auch erklärt, weshalb hier nur noch Hügel zu sehen sind: Viele der Steine wurden hier nämlich gemopst und für den Aufbau des Petersdoms verwendet.

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Wir kommen auf dem Weg zu unserer Bleibe noch einmal am Forum Romanum vorbei und knipsen noch ein paar Fotos. Dann holen wir unser Gepäck und fahren mit dem Zug von Roma Termini zum Flughafen und jetten nach Hause. Rom war eine der historisch spannendsten Städte, die wir uns je angeschaut haben und auch vom Essen und vom Wetter her hätten wir es nicht besser treffen können! Rom, wir kommen wieder!

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Rom–Eine Zeitreise Tag 2

Nachdem wir am ersten Tag direkt das Kolusseum und das Forum Romanum auf dem Programm hatten, waren wir Abends ganz schön kaputt und haben auch geschlafen wie Steine. Dementsprechend spät startet unser zweiter Tag in Rom. Unser Zimmer in einer kleinen Pension nahe des Campo di Fiori ist “inkl. Frühstück”, das heißt in diesem Fall aber nur, dass ein bisschen Brot im Schrank und ein paar passende Frühstücks-Dinge im Kühlschrank zu finden sind. Wir klappen einen kleinen Tisch von der Wand und genießen das kleine Frühstück, bevor wir uns ins Getümmel stürzen.

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Von Getümmel kann in Rom morgens allerdings noch nicht die Rede sein. Wir waren für römer Verhältnisse wohl recht früh auf den Beinen, ich glaube es war ca. 10 Uhr. Die sonst so hektischen Straßen waren zu der Zeit also noch überschaubar voll. Unser erstes Ziel ist heute der Vatikan. Das ist vom Campo di Fiori zwar auch fußläufisch zu erreichen, wir entscheiden uns aber zu einer Busfahrt. Über einige Irrungen und Wirrungen erreichen wir so auch die andere Seite des Tiber, der die Stadt teilt. Der Vatikan liegt auf der einen, der Großteil der Altstadt, Kolosseum und Forum Romanum auf der anderen Seite.

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Als wir aus dem Bus steigen sehen wir als erstes die Engelsburg (Castel Sant’ Angelo) und die zugehörige Engelsbrücke (Ponte Sant’ Angelo). Um die Engelsburg von innen zu bestaunen fehlte uns leider die Zeit, aber auch von außen ist sie schon sehr sehenswert und sehr markant. Eine runde Burg sieht man ja auch nicht alle Tage. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung zum Petersdom. Auf diesen laufen wir über eine breite Straße ohne Kfz-Verkehr zu. Je näher wir kommen, desto größer wird der Dom.

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Wir haben uns zunächst einmal über die Internetseite des Vatikans (http://www.vatican.va/roman_curia/institutions_connected/uffscavi/documents/rc_ic_uffscavi_doc_gen-information_20090216_ge.html) einen Besuch des Petrusgrabes unter der vatikanischen Basilika angemeldet und begeben uns vor dem Besuch des eigentlichen Doms zu einem Seiteneingang. Dort werden wir mit 4 anderen Personen in Empfang genommen und dürfen – wenig Gepäck vorausgesetzt – mit einer Führerin eine schmale Treppe hinabsteigen in die “Nekropole” unterhalb des Petersdoms.

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Eine Nekropole ist quasi ein Friedhof, nur dass nicht alle Toten dort unter der Erde begraben wurden, sondern es eher unterschiedlich Große und unterschiedlich gestaltete Räume gibt, die über zentrale Wege miteinander verbunden sind. Die katholische Kirche hat die Nekropole nicht komplett ausgraben lassen, sondern nur einen Teil, da die ausgegrabenen Teile schneller verwittern als jene, die noch vergraben sind. Und – so die Führerin – für einen Einblick in die Nekropole genügen die nun freigelegten Teile.

Wir befinden uns hier schon einige Meter unter dem Dom und mussten auch durch einige Schleusen. Ich vermute, dass diese nicht nur aus Sicherheitsgründen dort installiert sind, sondern auch um das Klima dort unten kontrollieren zu können. Es ist stickig und warm. Laut unserem Guide wird das Klima auf diesem Level gehalten und die Verwitterung der ausgegrabenen Artefakte zu verlangsamen.

Wir arbeiten uns immer tiefer nach unten bis wir irgendwann tatsächlich vor dem Petrusgrab stehen. Unsere Führerin erklärt uns, dass sich das Petrusgrab dort exakt unter einem sehr alten, ausgegrabenen Altar befindet, welcher wiederum exakt unter dem Hauptaltar des Petersdoms liegt. Man kann durch eine kleine Öffnung in das beleuchtete Grab hineinschauen und die in Plexiglas konservierten Gebeine des Apostels auch tatsächlich sehen. Auch wenn man die ganze Story kritisch sieht und auch kein hochgläubiger Katholik ist, kommt man nicht umhin ein wenig Gänsehaut zu bekommen. Uns ging es jedenfalls so.

Von der Nekropole und dem Petrusgrab kommt man dann relativ schnell in die Krypta mit vielen weiteren Papstsärgen und von dort dann auch relativ fix hoch in den eigentlichen Petersdom.

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Unabhängig von der religiösen Bedeutung des Petersdoms ist er rein von seiner Architektur her schon beeindruckend! Allein seine Ausmaße kann man auf Bildern kaum einfangen und auch die künstlerisch wertvolle Gestaltung mit unzähligen Reliefen, Statuen, Gemälden und anderen künstlerischen Besonderheiten. Geflasht hat uns beispielsweise auch eine unscheinbare, rote, runde Platte im Boden des Doms. Wenn sie nicht explizit im Lonely Planet genannt worden wäre, hätten wir sie vermutlich übersehen. Das soll auf jeden Fall die Platte sein, auf der Karl der Große im Jahr 800 zum Kaiser gekrönt wurde. Der Wahnsinn, wenn man mal so drüber nachdenkt.

Auch der Baldachin über dem Hauptaltar ist zwar hässlich aber sehenswert. Weiterhin erwähnenswert ist vielleicht noch eine Bronzestatue von Petrus, welche einen ziemlich abgenutzten rechten Fuß als besonderes Merkmal aufweist. Es ist wohl so, dass es Glück bringen soll, diesen zu berühren. Haben wir natürlich gemacht. Glück kann man immer gebrauchen.

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Je weiter man sich nach vorne durcharbeitet, desto weiter kann man in die Kuppel über dem Altar blicken. Sie ist an die Kuppel des Doms von Florenz angelehnt und in ihren Ausmaßen auch einfach überwältigend. Ich habe ja echt normal kein Problem mit Höhen, aber als ich da hoch geschaut habe, bekam ich schon ein wenig weiche Knie. Leider gehört auch das zu den Dingen, die sich auf Fotos nur bedingt gut festhalten lassen.

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Nachdem wir aus dem Dom wieder heraustreten, erwartet uns blauer Himmel. Wir sind ein bisschen ermattet nachdem wir nun Katakomben, Krypta und Dom direkt hintereinander gesehen haben. Wir waren in Summe bestimmt auch 4 Stunden unterwegs. Wir entschließen uns, das vatikanische Museum nicht mehr anzuschauen. Ich hatte es bereits Anfang des Jahres gesehen und würde behaupten, dass es nur Spaß macht, wenn man genügend Zeit, Ruhe und ausgeruhte Beine mitbringt. Stattdessen schlendern wir durch das Viertel “Prati” und suchen uns noch einen netten Eiscremeverkäufer. Denn Eis gibt es hier nicht nur erstaunlich häufig sondern auch jedes mal sensationell gut! Immer super-cremig und immer geschmacklich etwas besonderes! Bei uns geht Liebe ja auch immer durch den Magen. Rom haben wir dank Pizza und Eis schon direkt in unser Herz geschlossen.

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Wir schlendern nun weiter durchs winterliche Rom und lassen uns ein wenig durch die Straßen treiben. Es ist ja Dezember, die Temperaturen sind aber mild genug, um mit einer dünnen Jacke durch den Tag zu kommen. Das genießen wir sehr, denn zuhause in Köln war es bitter kalt! Wir kämpfen uns durch halb Rom, zurück über den Tiber und in das Kleinstraßengewirr der römer Altstadt.

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Wir kommen natürlich auch an der berühmten spanischen Treppe vorbei, auf der wir ein paar Minuten verweilen. Es ist inzwischen allerdings verboten, auf der Treppe mitgebrachtes Essen zu konsumieren und so müssen wir immer einen Blick auf die Polizeibeamten haben, die die Treppe stets hoch und runterlaufen, während wir unsere zuvor gekauften Backwaren essen. Smile with tongue out

Wir gehen noch ein wenig Shoppen, denn auf und um die Via del Corso herum kann man das super tun. Es fällt auf, dass es unglaublich viele Herrenausstatter gibt und insgesamt mehr Mode für Männer zu haben ist als daheim. Finde ich natürlich super. Von der Via del Corso ist es erneut nicht weit zurück zum Campo de Fiori, in dessen Nähe sich viele schöne Restaurants befinden. Wir suchen uns eines aus mit Blick auf das Treiben auf dem Platz und genießen nochmal leckeres italienisches Essen!

Von dort aus sind es nur wenige Meter zu unserer Bleibe, die wir auch erstaunlich früh erreichen und erneut selig einschlummern. Städtetrips schlauchen.

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Rom–Eine Zeitreise Tag 1

Zu meinem 30. Geburtstag wurde mir von Marcus und seiner Familie ein wunderschönes Geschenk gemacht: ein Wochenende in Rom. Italien ist bisher, bis auf eine alkohollastige Studienfahrt am Ende unserer Schullaufbahnen, sträflich vernachlässigt worden in unseren Reisetätigkeiten. Höchste Zeit das nachzuholen und mit der geschichtsträchtigen Hauptstadt anzufangen.

Anfang Dezember ist es dann soweit: Freitag morgens sehr früh geht unser Flieger von Köln und nur etwas mehr als eine Stunde später sind wir bereits in Rom. Mit dem Bus geht es dann in die Innenstadt und dann mit einem italienischen Linienbus weiter: Hier ist es schon sehr abenteuerlich, hineinzukommen, aber wir schaffen es und fahren so zuerst zu unserer Unterkunft, die wir über das “pettinary village” gebucht haben (Nähe Campo di Fiori). Schnell haben wir das kleine Apartement bezogen und, first things first, frühstücken erstmal ein Stück sensationell frische und leckere Pizza bei “Forno Campo de’ Fiori”, – sehr zu empfehlen!

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Dann erkunden wir ein wenig das (nebenbei bemerkt sehr pittoreske) Viertel und machen uns lose auf den Weg Richtung des allseits sichtbaren Victor-Emmanuel-Denkmals, hinter dem sich das Forum Romanum befindet. Auf dem Weg kommen wir immer mal wieder an den ein oder anderen antiken Überresten vorbei, Rest von antiken Toren, Säulen und Straßen, und fühlen schon die ganz eigenartige uralte Atmosphäre der Stadt. Schließlich enden wir am Marcellustheater, welches aussieht als hätte man Überreste des Kolloseums in ein Wohnhaus eingebaut. Direkt daneben steht das besagt Denkmal, welches wir erstmal erklimmen und die Aussicht über die Dächer und Hügel Roms genießen.

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Es geht weiter in Richtung Forum Romanum, – nicht direkt rein, denn wir haben später eine Führung gebucht-,  aber vom “Carcere Mamertino” hat man bereits einen schönen Blick und kommt vor allem, – ich fühlte mich direkt in meinen Lateinunterricht zurückversetzt –, an der berühmten Statue von Romulus und Remus mit ihrer Wolfsmutter vorbei.

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Es lohnt sich auf jeden Fall so früh unterwegs zu sein, denn so hatten wir eine relativ leere Sicht in der Morgensonne. Anfang Dezember können wir als Reisezeit auch wärmstens empfehlen, denn erstens ist die Stadt verhältnismäßig wenig von Touristen besucht und das Wetter ist ideal für einen Städtetrip (Sonne und ca. 14°C).

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Wir schlendern weiter Richtung Foro di Cesare und von da aus die Via dei Foro Imperiali (Straße der kaiserlichen Foren) entlang, – die breite Paradestraße hat übrigens Mussolini quer über die Ausgrabungsfläche anlegen lassen – Idiot. Noch schnell ein Tartufo verspeisen und dann machen wir uns auf Richtung Kolosseum, denn dort haben wir um 14:00 eine Führung gebucht.

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Das Kolosseum erhebt sich bereits am Ende der Gasse und als wir heraustreten eröffnet sich der Blick auf das eindrucksvolle Gebäude. Schnell finden wir unseren Tourguide und den Rest der Gruppe und es geht los. Leider können wir den Tourguide, den wir über getyourguide gebucht hatten, überhaupt nicht empfehlen. Unsere Gruppe bestand aus mehreren fußlahmen Amerikaner, einem älteren deutschen Paar und uns. Die Führerin musste daher immer alles auf deutsch und englisch erklären und hat ständig alles doppelt und dreifach wiederholt, – wenn man wie wir englisch fließend spricht dann auch vier bis sechsfach. Nervig. Im Schweinsgalopp wurden wir durch den antiken Bau gehetzt.

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Beeindruckend ist das Kolosseum aber allemal. Irgendwie hatte ich das Kolosseum aber viel älter im Kopf, denn es ist tatsächlich erst Ende des 1. Jhd nach Christus gebaut worden (ca. 72-80 n.Chr.). Die ausgefeilte Technik ist aber trotzdem immens. Nächstes mal halt ohne Guide.

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Das Kolosseum trägt seinen Namen übrigens nach einer “kolossalen” Statue des Kaisers Nero, die einst im Bereich vor dem Bauwerk stand. Generell hatte Nero nach dem Brand von Rom im Bereich des jetzigen Kolosseums und auch auf Teilen des Forum Romanums eine riesige Palastanlage gebaut, das “goldene Haus” (domus aurea). Nach seinem Sturz wurden weite Teile des Palastes an das Volk “zurückgegeben” in Form von öffentlichen nutzbaren Gebäuden wie dem Kolosseum und den Titusthermen. Reste des Palastes sind aber noch erhalten.

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Da das Forum Romanum und der angrenzende Palatin im Winter recht früh, nämlich mit Sonnenuntergang, schließt, heißt es auch hier Beeilung. Leider bekommen wir zwar recht viel Infos über einzelne Bauwerke, aber der Gesamtzusammenhang fehlt. Fairerweise sind ein Nachmittag für Kolosseum, Forum Romanum und Palatin aber auch viel zu wenig Zeit und mehr als einen kurzen Eindruck zu bekommen.

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Zunächst ging es über den Palatin, von dem man annimmt, dass es der älteste besiedelte Hügel Roms ist. Im Wesentlichen standen hier Tempel und später die Paläste der wohlhabenden Römer, viel erhalten ist noch vom Palast des Domitian, z.B. mit eigener kleinen Rennbahn (obwohl man vom Palast aus auch eine exquisite Aussicht auf den Circus Maximus hat).

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Zurück zum Forum Romanum blieb nur noch wenig Zeit, bevor mit Sirenen und Durchsagen die Schließung der archäologischen Zone ausgerufen wurde. Noch ein paar schöne Eindrücke sammeln, bevor wir uns verabschieden mussten. Ein andern mal mit mehr Zeit und fähigeren Guides!

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Zumindest konnten wir die Ruinen im schönen Abendlicht genießen. Traurig finde ich immer, dass doch recht wenig erhalten ist und man schon eine ganze Menge Fantasie haben muss, um sich die Überbleibsel komplett und mit Marmorverkleidung und allem vorzustellen. Wie lange dauert es wohl noch, bis für solche Zwecke VR-Brillen eingesetzt werden?

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Uns treibt nach den ganzen Eindrücken der Hunger wieder zurück in unser Viertel, denn ganz in der Nähe des Campo di Fiori gibt es in der Osteria da Fortunata sensationelle Pasta. Da wir noch recht früh sind, bekommen wir auch ohne Reservierung einen Platz und lassen es uns schmecken. Sehr zu empfehlen, auch das Tiramisu war einfach megalecker. Dann heißt es für uns nach einem langen Tag: Verdauungsspaziergang und ab ins Bett!

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Thailand–Bangkok und Ayutthaya

Eine Stunde Flug ist es nur von Phuket nach Bangkok und auch der Weg zu unserem Hotel ist angenehm kurz. Wir bleiben wieder in der Nähe der Sukhumvit-Straße. Da ist es zwar touristisch, aber man findet alles was man braucht und ist mit der Skytrain gut angebunden. Und so dauert es  nicht lange, bis wir die Vorzüge der Großstadt genießen, die uns auf den Inseln ein wenig gefehlt haben.

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Den ersten vollen Tag verbringen wir direkt mal beim Shoppen und Bummeln. Wir haben uns den gesamten Urlaub ein wenig zurückgehalten, da wir alles ja immer mit uns hätten rumschleppen müssen. Jetzt, auf unserer letzten Station, können wir uns ein paar Kleinigkeiten mitnehmen, die noch in den Rucksack passen. Am liebsten shoppen wir in Bangkok im MBK-Shoppingcenter. Das MBK sieht von außen aus wie eine von den vielen Shopping-Malls in Bangkok, besteht im Inneren jedoch aus gefühlt einer Milliarde kleiner Shops und Stände. Hier wird von Klamotten über Kosmetik bis hin zu Elektronik alles verkauft, was man sich denken kann.

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Ich kaufe hier beispielsweise immer meine T-Shirts, die zwar alle gefälscht sind, aber dennoch eine nette Stoffqualität haben und garnicht mal so viel kosten wie zuhause. Was da vorne dann für ein Logo drauf ist, ist mir im Endeffekt auch egal. Conny gönnt sich hingegen ein bisschen Kosmetik und nach erfolgreichem Shoppen machen wir uns am Nachmittag auch wieder auf den Heimweg, um noch die Abendsonne auf dem Dach unseres Hotels zu genießen. Auf dem Dach befinden sich nämlich eine Bar und ein Pool. Der Pool ist leider nichts für mich und meine Schürfwunden, aber die Bar nehmen wir doch gerne mit.

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Abends gehen wir noch auf die Suche nach einem guten Schneider, der mir eine Tweed-Weste schneidern kann. Ich trage für die Arbeit aktuell keine Anzüge, sondern stets nur Hemd und Chino und da finde ich eine Tweed-Weste irgendwie nett als modische Variation. Wir finden jedenfalls schnell einen guten Schneider, der mir meine Weste in 3 Tagen anfertigen kann. Es ist allerdings erst der zweite Schneider mit dem wir sprechen, der es mir zusichern kann, bis zu unserer Abfahrt fertig zu werden. Der erste war so ausgebucht, dass er bis zu unserer Abfahrt gerade mal ein Ausmessung-Termin einrichten hätte können.

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Den zweiten und letzten vollen Tag, den wir zur Verfügung haben, wollen wir dazu nutzen, einen Tagesausflug nach Ayutthaya zu unternehmen. Ayutthaya ist, ähnlich wie My Son in Vietnam oder Angkor Wat in Kambodscha eine Ruinenstadt mit Tempeln und Palästen eines früheren Königreichs. Es liegt nur eine gute Stunde mit dem Zug von Bangkok entfernt und so machen wir uns morgens auf dem Weg zu Bahnhof, um einen der häufig verkehrenden Züge nach Ayutthaya zu besteigen.

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Am Bahnhof stellen wir fest, dass es ein extra “Ticket Office for Foreigners” gibt, also für Touristen. Dort sprechen die Mitarbeiter englisch und innerhalb weniger Sekunden haben wir zwei 3rd-Class-Tickets nach Ayutthaya in der Hand. Kostenpunkt: umgerechnet ca. 75 ct. pro Ticket.

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Die dritte Klasse ist garnicht mal unangenehm für kurze Distanzen. Ventilatoren an der Decke, offene Fenster und Holzbänke sind meines erachtens nicht die schlimmste Art zu reisen. Der Zug ist auch relativ voll und viele Mitreisende scheinen das selbe Ziel zu haben wie wir. Die Reise dauert statt max 1,5 Std. dann für uns auch fast 3 Stunden, da der Zug immer wieder anhalten muss. Da hatten wir bereits drüber gelesen und sind somit nicht verwundert. Wir haben es ja nicht eilig.

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Etwas später als geplant, kommen wir dann in Ayutthaya an und organisieren uns direkt mal zwei Fahrräder. Die gibt es direkt gegenüber vom Bahnhof und in zwei Varianten. Einmal nur ein altes Fahrrad für den Tag und einmal ein Mountainbike mit Versicherung und Roadside-Assistance und allem drum und dran, Wir entscheiden uns für die schlichte Variante und radeln los. Den ersten Tempel erreichen wir nach etwa 15 Minuten Radfahren.

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Ayutthaya war zu seiner Blütezeit wohl ein faszinierender Ort, der für Reisende beeindruckend gewesen sein muss. Einen Teil seiner Strahlkraft kann man der Stadt heute noch ansehen. Ayutthaya war außerdem Heimat für verschiedenste Bevölkerunggruppen unterschiedlicher Herkunft und Religion und konnte nur durch Toleranz und Diplomatie so lange ein Machtzentrum bleiben.

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Viel steht von den Gebäuden der damaligen Zeit zwar leider nicht mehr, es wird aber aktuell wohl viel restauriert und wiederaufgebaut. Ein Modell in einer Vitrine zeigte beispielsweise den ursprünglichen Zustand von dem vielleicht noch 10% zu sehen waren an der Stelle an der wir uns befanden. Oftmals auch nur Grundmauern.

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Alles was die Jahrhunderte überlebt hat, kämpft gegen die Witterung und gegen Touristen, die überall draufklettern und damit oftmals mehr kaputt machen als sie denken.

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Wir schlendern über die Areale der Haupttempel und des ehemaligen Palastes, die praktischerweise direkt nebeneinander waren. Gerade die drei Haupttempel sind gut restauriert und beeindruckend.

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Wir schwingen uns anschließend auf unsere Räder und radeln weiter zum nächsten Tempel. Insgesamt sind hier bestimmt 20 Orte, die man sich anschauen kann, aber so viel Zeit haben wir nicht. Wir schauen uns heute nur drei Orte an und nun nach dem ersten brauchten wir erstmal ein kleines Mittagessen.

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Wir setzen uns in einen kleinen Laden an der Straße, der wohl eigentlich nicht so richtig auf Touristen abzielt. Conny hatte ein paar Nudeln, ich nur eine Cola. Laut ihrer Aussage aber mit die besten Nudeln auf der Reise. Was das genau für Nudeln waren wissen wir aber auch nicht. Smile

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Weiter geht es zum zweiten Tempel, bei dem unglaublich viele enthauptete Buddha-Statuen zu besichtigen waren. Es gibt hier wohl auch einen Tempel, an dem die Statuen noch vollständig sind, aber der ist wohl weiter weg. Einige Köpfe sind auf dem Areal noch zu finden, zu welchen Körpern sie gehören, könnten wir aber nicht feststellen. Schön an diesem Tempel ist, dass wir fast alleine hier sind. Es ist zwar schon ein kleinerer Tempel, jedoch recht gut erhalten. Wir können uns garnicht so recht erklären, warum dieser für die anderen Touristen nicht so spannend ist.

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Der dritte und letzte Tempel auf unserer Agenda ist dann auch der mit Abstand touristischste und somit ein Kontrast zu dem davor. Dieser ist vor allem so beliebt, weil hier wohl bei der Plünderung ein Buddhakopf neben einem Baum fallen gelassen wurde und sich der Baum im Laufe der Jahre um den Buddhakopf herum verwachsen hat. Zugegeben ein schönes Bild.

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Das Areal bietet aber viel mehr, auch hier sind einige große Hallen und Tempel erhalten, durch die man schreiten kann und sich vorstellen kann, wie das Ganze wohl früher ausgesehen haben mag. Es ist inzwischen früher Nachmittag und die Sonne knallt uns ganz schön auf den Kopf. Wir beschließen, zurück zum Bahnhof zu fahren und uns einen Zug nach Bangkok zu suchen.

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Auf dem Weg zurück zum Bahnhof müssen wir einen Fluss überqueren. Auf dem Hinweg haben wir das mit einer Brücke getan, auf dem Rückweg nehmen wir eine Fähre, die uns wieder ein typisches Thai-Erlebnis bescherte. Als wir mit den Fahrrädern ankamen, winkte uns der Kapitän bereits zu sich hin. Wir wären sonst nicht auf die Idee gekommen, mit unseren Fahrrädern auf die doch sehr kleine Fähre zu gehen. Kurz vor Abfahrt sprang noch eine ganze Menge Schulkinder in letzter Sekunde auf die Fähre, die dann auch in unter einer Minute am Gegenüberliegenden Ufer ankam. Alle kamen fix von Bord, so auch wir. Zahlen musste man dann an einem Stand eine Straße weiter. Man ist doch immer wieder überrascht, wie das hier alles ohne Schilder und feste Regeln funktioniert. Wir finden’s cool!

Eine 2nd-Class-Zugfahrt später sind wir wieder in Bangkok. Ich kaufe mir dort an einem Straßenstand noch fix ein Poloshirt, denn mein weißes Hemd hat fiese gelbe Spuren von den Sitzen im Zug abbekommen. Dann holen wir meine fertige Weste vom Schneider ab und suchen uns noch ein nettes Restaurant für unser letztes Abendessen in Thailand.

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Bei Live-Musik und schummrigem Licht essen wir noch einmal richtig lecker Thaifood und freuen uns auch wieder ein bisschen auf zuhause. Morgen gegen Mittag geht unser Flug nach Dubai und von dort weiter nach Frankfurt.

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