Australien–Rainbow Beach, Noosa und Wild-Campen

Wir stehen heute für unsere Verhältnisse relativ spät auf, denn heute steht nicht viel auf unserer Agenda für den Tag. Erstmal ein ausführliches Frühstück auf unserem gratis-Campingplatz. Diesen darf man bis zu 20 Stunden benutzen, also müssen wir erst am frühen Nachmittag los. Wir stellen nach dem Frühstück fest, dass nicht weit von uns ein Visitors Center ist, wo man Infos zur Region bekommt. Die brauchen wir nämlich, denn so 100% steht unser Plan für die nächsten Tage noch nicht fest. Also rein und erstmal gelesen, dass das kleine Örtchen hier die Heimat der Macadamia-Nuss ist. Leider kann man sie nirgends kaufen, da gerade keine Saison ist. Bezüglich Infos haben die beiden älteren Damen in der Visitors Information leider nicht so viel zu bieten und so tackern wir einfach mal “Rainbow Beach” in unser Navi und fahren drauf los. Angeblich nur 1-2 Stunden von hier.

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Nach kurzer, holpriger Fahrt kommen wir dort auch an und beim Aussteigen trifft uns der Schlag. Es ist bullenheiß hier. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass hier nirgends Schatten ist. Der Rainbow Beach ist nämlich sehr breit und endet in Sanddühnen, also keine Palmen oder andere Bäume die Schatten spenden könnten. Die “Coloured Sands” (=farbiger Sand) für die Rainbow Beach berühmt ist die vermutlich mit schuld an seinem Namen sind, finden wir etwas den Strand entlang, also los gehts durch die Sonne, natürlich gut mit Sonnencreme eingeschmiert.

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Und wirklich. Alle möglichen Farben entdecken wir beim Blick auf die Sanddühnen vor uns und können uns vorstellen, warum der Strand hier Rainbow Beach heißt. Es ist außerdem sehr wenig los am Strand, lediglich ein paar Allradwagen kommen uns entgegen, denn der Strand ist gleichzeitig eine reguläre Straße. Verrückt.

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Wir schlendern am Strand lang und bestaunen die doch schon sehr plötzlichen Farbwechsel an den Dünen. Innerhalb weniger Zentimeter wechselt die Farbe von strahlend weiß zu knallorange. Wie das entstanden ist, kann ich auch garnicht sagen, müsste man mal googlen.

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Ich habe auch versucht eine der Dünen mal nach oben zu rennen, wurde dann aber von der Tiefe des Sandes und dessen Temperatur zum vorzeitigen Aufgeben gezwungen.

Nach ein paar hundert Metern machen wir uns auch bereits auf den Rückweg, es ist einfach zu heiß heute. Theoretisch könnte man Kilometerweit an den Dühnen entlanglaufen und dem Naturschauspiel oder auch den heute aktiven Paraglidern zuschauen. Wir überlegen kurz, ob wir den Rest des Tages hier am Strand verbringen wollen und erst morgen weiter fahren möchten, aber es ist einfach zu warm und der Campingplatz hat keine Duschen. So ziehen wir also heute spontan noch eine Stadt weiter.

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Wir schaffen es bis Noosa, das ist so ziemlich die Stadt mit der die sog. “Sunshine Coast” anfängt, diese zieht sich von Noosa im Norden bis nach Brisbane im Süden. Wir kaufen in Noosa noch kurz etwas zum Abendessen (es gibt wieder BBQ) und suchen uns heute wieder einen bezahlten Campingplatz. Nach 2 Tagen ohne Strom benötigt unser Kühlschrank im Camper mal wieder eine Steckdose.

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Den Morgen verbringen wir noch im Campingplatz, immerhin haben wir einen Pool und Enten, die uns beim Frühstück Gesellschaft leisten. Auch müssen wir morgens alle erstmal unsere Mückenstiche versorgen, denn Mücken gab es hier reichlich. Verdammt.

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Nachdem wir dann am späten Vormittag loskommen, machen Amy, Ben und ich uns zunächst mal in den hiesigen Noosa Nationalpark auf. Hier kann man wohl manchmal Koalas sehen, das möchten die beiden ganz gerne und ich möchte mal wieder ein bisschen wandern. Zwar suchen wir uns nur einen Pfad von 4-5km, aber die Sonne knallt wieder ordentlich und so soll das auch erstmal reichen.

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Wir wandern vorbei am Tea Tree Beach (wo es leider keine Koalas gab) und am Dolphin Point (wo es leider keine Delfine gab) bis hin zum Hell’s Gate. Dort kann man eine schöne Aussicht auf die nächsten Strände genießen. Wir tun dies, machen ein kurzes Gruppenfoto und begeben uns auf den Rückweg zu Conny, die beim Camper auf uns gewartet hat.

Weiter geht es danach die Küste entlang zum Marcus Beach. Was? Marcus Beach?! Richtig! Ich habe meinen eigenen Strand hier in Australien! Der ist anscheinend total unbekannt, liegt aber auf unserem Weg und so machen wir da natürlich einen Stopp. Auf dem Weg machen wir schon kleine Witzchen darüber, ob der Strand nicht ein Nudistenstrand oder eine absolute Müllhalde ist. Hoffentlich nicht!

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Marcus Beach ist herrlich weiß und ziemlich breit und sehr einsam. Ich erkläre dieses Stück Land kurzerhand zu meinem Strand und schaue stolz auf mein kleines Paradies. Herrlich. Wir sammeln auch ein bisschen Sand für zuhause. Ich wette niemand hat Sand von Marcus Beach! Smiley Auch ein kurzes Beweisfoto haben wir gemacht, da seht ihr mich mit dem Warnschild, dass man am Marcus Beach so ziemlich nix machen darf!

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Ein paar Kilometer nach dem Marcus Beach halten wir mit unserem Camper am einzigen Gratisrastplatz weit und breit. Der war garnicht so einfach zu finden und liegt irgendwo bei Yandina! Gott sei Dank sind wir auch früh genug dran, denn nach und nach wird es dort voll. Wir sammeln schnell noch Holz und entzünden unser Lagerfeuer, in dem wir heute unsere auf Stöcker gepiekste Würstchen grillen!

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Das war auch eine grandiose Idee, denn so kommt mal wieder richtige Camping-Stimmung auf! Die Würstchen sind außerdem grandios!

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Nach Sonnenuntergang haben wir das Feuer romantisch weiterflackern lassen, haben lange gequatscht und uns das Sternenbild der südlichen Hemisphere angeschaut. Beeindruckend!

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Kurz vorm Einschlafen, haben wir auch endlich ein Foto das zeigt, wie Conny und ich hier im Campervan geschlafen haben. Garnicht mal so viel Platz da oben! An meiner Gesichtsfarbe und Connys Gesichtsausdruck kann man übrigens ablesen, dass es im Camper gefühlte 46 Grad waren! Puh!

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Geschlafen haben wir dennoch, denn morgen brauchen wir unsere Kraft für den letzten kompletten Tag unseres Roadtrips!

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Australien–Fraser Island Coast

Früh morgens um 5 Uhr verlassen wir die Carnavorn Gorge, denn vor uns liegt wieder ein langes Stück Autofahrt. Es geht wieder zurück an die Küste und das sind etwa 700km. Ich übernehme die ersten 2-3 Stunden Autofahrt, denn alle anderen sind so früh noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.

Ganz schön heikel so früh am Morgen, denn Kängurus sind beispielsweise Morgens und Abends aktiv und hoppeln gerne mal über die Straße. Auch Rinder stehen an jeder Ecke auf der Fahrbahn.

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Es geht durch urige Outback-Städtchen wie Rollstone und vorbei an unglaublich viel Landschaft und Natur. Sie haben schon verdammt viel Platz hier, die Australier. Die Straßen sind teils nicht ganz perfekt und teils sogar nur Schotterpisten. Zwischenzeitlich sitzen Conny und ich hinten im Camper, da ist es mit den Buckeln besonders schlimm.

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Wir kommen am späten Nachmittag in Hervey Bay an, das war unser heutiges Ziel. Von dort aus kommt man nämlich relativ unkompliziert nach Fraser Island, das wollen wir morgen machen. Nach harten Verhandlungen um den Preis für einen Stellplatz für unseren Campervan, finden wir ein lauschiges Plätzchen und buchen auch unsere Tagestour nach Fraser Island für den Folgetag. Abends sind Conny und ich dran mit Kochen, es gibt mit Feta gefüllte Frikadellen, Gravy und Nudelsalat. Die Engländer haben noch nie etwas von Frikadellen gehört und sind begeistert. Smiley mit geöffnetem Mund

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Pickup für unseren Tagesausflug ist um 7:35, also wieder früh aufstehen. Kurze Zeit später sind wir auf einer Fähre rüber nach Fraser Island und noch ein bisschen später stehen wir dort am Pool.

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Wir haben uns gegen eine Allradantrieb-Dünen-Tour entschieden, da diese richtig teuer sind und unser eigenes geländetaugliches Auto wollten wir auch nicht mieten, weil die Umwelt auf Fraser Island wohl an den vielen Geländewagen zu schaffen hat. Also machen wir nur eine kleine Tour und sehen ein bisschen die Strände und die Vegetation!

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Beides ist faszinierend. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und der einzige Ort auf der Welt, an dem Regenwald direkt auf Sand wächst. Beides wusste ich vorher noch nicht, umso faszinierender, dass hier alles so dschungelig ist. Von weitem sehen manche Sanddünen tatsächlich aus wie Felsen.

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Wir bekommen zudem eine geführte Tour durch die Natur, diese soll uns die medizinische Nutzung der Pflanzen durch die Aborigines näher bringen. Sowas finde ich ja immer cool. Es war auch klasse interessant. Man durfte viel riechen, reiben und einiges sogar essen. War aber nicht so lecker.

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Apropos lecker. Ein Mittagessen hatten wir auch noch dabei, das haben wir dann im dortigen Resort genossen. Bei mir gab es einen leckeren Burger und bei Conny eine riesige Portion Fish & Chips. Unsere Bestellung hatte die Nummer 28, da haben wir schonmal ein Foto für Connys diesjährigen Geburtstag geschossen.

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Anschließend hatten wir noch etwa eine Stunde, bevor wir die Fähre zurück ans Festland nehmen müssen. Also nochmal schnell in den Pool, wenigstens mal antesten. Bei etwa 35 Grad eine willkommene Abwechselung. In den letzten Tagen wurde es irgendwie sukzessive heißer. Oha.

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Dann hieß es auch schon Abschied nehmen von Fraser Island. Am Pier stellen wir fest, dass inzwischen Ebbe ist und der Strand um ein vielfaches breiter ist.

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Dann kommt auch schon unsere Fähre zurück zum Festland. Dingos haben wir leider keine gesehen, obwohl Fraser Island für diese berühmt ist, aber dafür hätten wir denke ich mal weiter ins Inland der Insel vordringen müssen.

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Zurück am Camper, sind wir dann relativ fix aufgebrochen. Nach einer bezahlten Bleibe in der letzten Nacht, peilen wir nun einen Gratis-Campingplatz an. Der nächste ist etwa 70km entfernt. Generell werden gratis Campingplätz im Süden und an der Küste seltener, das macht es für uns natürlich schwer, kostensparend zu reisen.

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Wir finden unseren Platz aber noch vor Sonnenuntergang. Er ist in einer kleinen Stadt unter schattigen Bäumen und zudem Mückenfrei, was will man mehr?! Wir essen noch ein paar Reste vom Vortag und schlafen dann müde ein.

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Morgen geht es an den Rainbow Beach und dann vielleicht noch weiter nach Noosa, dort fängt die sog. Sushine Coast an, an der wir uns dann bis Brisbane herunterarbeiten.

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Australien–Carnarvon Gorge

Nach zwei Nächten auf dem tollen Campingplatz in Airlie Beach geht es für uns heute um 8 Uhr weiter. Unser Ziel: Die Carnavon Gorge. Eine wohl sehr pittoreske Schlucht einige hundert Kilometer im Inland. Auf uns wartet daher heute eine 10-Stunden-Fahrt. Puh. Vorher wird noch kurz eingekauft und dann ab auf den Highway.

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Je weiter westlich wir kamen, desto ländlicher wurde alles um uns herum. Die Städte sind sehr klein und die Raststätten fühlen sich ein bisschen Wild-West-USA-mäßig an. Ein paar pausen zum Tanken brauchen wir natürlich. Sprit kostet hier übrigens etwa 1,54$ pro Liter (etwa 1€) und somit ein bisschen günstiger als bei uns.

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Die Straßen hinaus ins Outback sind natürlich lang und langweilig. Wir haben recht oft den Fahrer gewechselt und nur relativ kurze Pausen gemacht, denn wir wollten nicht erst im Dunklen an unserem Ziel ankommen.

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Geklappt hat das natürlich nicht mehr, auch aufgrund eines Zwischenstopps bei KFC in Emerald, die größte Stadt hier in der Gegend. Nach Sonnenuntergang mussten wir auch arg aufpassen, dass uns nichts vors Auto läuft. Hier liegen ja schon massenhaft tote Kängurus und Wallabies im Straßengraben, die kommen so bei Sonnenuntergang raus und hoppeln dann doch echt oft über die Straße. Auch Kühe stehen hin und wieder auf der Straße. Oha.

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Nach vielen “bumpy roads” kommen wir dann um 21 Uhr auch mal an. Viel machen wir aber nicht mehr. Wir lassen uns noch kurz erklären, wie wir den einen Tag den wir hier verbringen am besten gestalten, futtern ein paar Nudelcups (Conny und ich) und Sandwiches (Amy und Ben) und fallen danach ins Bett. Autofahren schlaucht.

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Am morgen schauen wir erstmal, wo wir hier überhaupt gelandet sind. Schön sieht es hier aus. Sehr nah an der Natur das ganze Camp hier und natürlich weniger Luxus als das zuvor. Dafür gibt es hier richtig viele Tiere. In erster Linie Kängurus und Wallabies. Die sind hier quasi allgegenwärtig im Camp und wir haben sogar eins mit kleinem Baby-Känguru im Beutel gesehen. Das ist, das wussten Amy und Ben, sehr selten!

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Dann sind wir auch schon losgezogen auf unsere erste Wanderung. Um etwa 7:30 Uhr. Hier wird es Tagsüber relativ heiß und so hatten wir morgens wenigstens ein paar kühle Stunden, um in die Carnarvon Gorge zu erkunden.

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Die Gorge (=Schlucht) selbst ist durch einen Fluss entstanden, der hier seit tausenden von Jahren fließt und sich durch den Sandstein gefressen hat. Der Weg überquerte dann auch diesen Fluss mehrmals und dann ging es durch einen lichten Wald mit vielen Palmen, immermal ein bisschen bergauf und bergab. Puh!

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Obwohl so früh morgens es noch relativ erträglich war, mussten wir unseren Durst immer wieder stillen. Dabei sind wir noch garnicht viel gelaufen. Verdammt! Dafür gab es viele tolle Fotomotive und Ausblickpunkte.

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Sogar eine bärtige Meerjungfrau saß im Fluss und schaute uns zu. Okeh, bei längere Hinsehen sieht sie vielleicht ein bisschen zu sehr nach Marcus aus Smiley.

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Unser erstes Ziel war die “Art Gallery”, zu welcher man etwa 5km laufen musste.

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Dort sind noch gut erhaltene Wandmalereien der hier ursprünglich angesiedelten Aborigines zu sehen; Hände, Bumerangs, Schilder, Pflanzen und Lizards im Wesentlichen.

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Wie schon am Uluru, kann man als Aussenstehender nie so richtig die Geschichte hinter den Malereien verstehen. Trotzdem war es ein schönes Ziel. Nächstes Ziel war dann der Wards Canyon, eine kühle feuchte Schlucht, die sehr romantisch war. Hier wuchs Königsfarn, der wohl ein Überbleibsel aus der Megaflora ist und dort überlebt hat. er war bestimmt 3m hoch!

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Der Fluss war übrigens sehr trocken, anscheinend hat es hier schon länger nicht mehr geregnet. Daher führte der Weg über steiniges Geröllfelder zum nächsten Ziel: dem Amphitheater.

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Diese Schlucht ist nur durch einen kleinen Spalt zu erreichen und den musste man erstmal über Leitern erreichen. Durch die abgeschlossene Lage konnten wir ein schönes Echo erzeugen und das haben wir erstmal genutzt um Ben ein Ständchen zu bringen, denn er wird heute 23!

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Auf dem weiteren Weg haben wir dann die Toiletten mitten in der Wildnis ausprobiert, bei denen man alle Produkte erstmal mit einer Fusspumpe beseitigen musste. Cool.

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Der letzte Stopp war “Moss Garden”, eine weitere Schlucht, in der die Wände wegen ständigem Wasserfluss von Moos bewachsen sind und ein kleiner klarer Pool zum Baden einlud. Durfte man aber nicht. Also nur schnell ei Gruppenfoto geschossen und uns auf den Rückweg gemacht. Es war doch schon wirklich heiß geworden und wir sind immerhin schon etwa 10km gelaufen.

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Auf dem Rückweg bot der lichte Wald dann auch kaum Schatten und wir haben mehr und mehr gelitten und unsere sämtlichen Wasservorräte aufgebracht. Kurz nachdem wir nichts mehr hatten waren wir dann aber auch wieder an unserem geliebten Van und konnten zurück zum Campground, wo wir erstmal kalte Duschen genießen konnten.

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Den Rest des Tages haben wir uns von der Wanderung erholt und dabei ein bisschen Bens Geburtstag gefeiert. Der Jungspund! Zur Feier des Tages gab es: Barbeque! Als hätten wir das nicht fast jeden Abend gehabt! Zwinkerndes Smiley

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Wir haben dann später noch versucht ein Schnabeltier zu sehen, die schwimmen hier nämlich bei Sonnenuntergang herum, allerdings hatten wir kein Glück und haben den Abend dann stattdessen bei netten Gesprächen und kalten Getränken ausklingen lassen.

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Australien–Whitsunday Islands und Whitehaven Beach

 

Heute geht es früh los für uns, denn wir schauen uns heute die Whitsunday Islands und den weltberühmten Whitehaven Beach an. Wir haben uns am Vorabend noch schnell eine halbtags Tour gebucht. Wir hätten hier auch nochmal schnorcheln und tauchen können, haben uns aber dagegen entschieden. Stattdessen geht es nur hin und zurück mit etwa 1,5 Stunden Aufenthalt am Whitehaven Beach. 5 Uhr aufstehen, 6 Uhr in den Shuttlebus, 7 Uhr ins Boot und wir sind unterwegs!

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Unterwegs sehen wir viele sehr grüne Inselchen entlang der Whitsunday Passage. Diese wurde von Captain Cook benannt, der auch die Inselgruppe hier damals benannt hat. Allerdings nannte er sie Cumberland Islands und sie wurden später dann umbenannt.

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Nach ein bisschen Fahrt im Katamaran waren wir dann auch schon da und durften über eine schmale Rampe den Strand betreten. Er ist etwa 7km lang und besteht zu 98% aus Silikat. Aufgrund seiner Konsistenz wird er übrigens auch nicht heiß in der Sonne sondern bleibt immer angenehm kühl.

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Wenn man baden möchte, hätte man einen sogenannten StingerSuit benötigt, den hatten wir ja auch schon beim Tauchen am Great Barrier Reef an, heute verzichten wir aber auf große Schwimmaktionen, stattdessen schlurfen wir über den Strand.

Auf unserem Boot waren bestimmt etwa 50 Menschen, die sich aber alle irgendwie nicht weit von der Anlegestelle entfernt haben. Gut für uns, denn wir sind etwa 200-300 Meter gegangen und hatten dann ein großes Stück Strand für uns ganz alleine.

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Wir hatten vorher gelesen, dass man aufgrund der Feinheit des Sandes hier auch seinen Schmuck pollieren kann, das haben wir auch direkt mal ausprobiert und es funktioniert tatsächlich! Hier der Beweis mit Vorher- und Nachher Foto

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Ein wenig überrascht waren wir ob der Geräusche, die unsere Füße auf dem Sand gemacht haben. Der war anscheinend so fein, dass die Reibung Quietschgeräusche verursacht.

Wir haben uns dann einfach mal hingepflanzt und ein bisschen entspannt. Was sonst soll man am Strand auch machen. Es gibt zwar einen Lookout Punkt von dem auch viele berühmte Fotos gemacht wurden, allerdings liegt der auf der anderen Seite des Strandes und somit 7km entfernt.

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Also haben wir einfach unsere eigenen Fotos gemacht und die Sonne ein wenig genossen. Das Wetter war nämlich sehr gut, kaum hatten wir den Strand betreten, kam die Sonne heraus.

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Ich habe dann auch einen kleinen Tanz aufgeführt, um die Quietschgeräusche mal ein bisschen zu verdeutlichen. Ich bin zwar kein Michael Jackson, aber mit diesen Moves bestimmt bald ein Star auf Youtube.

Noch ein paar letzte Fotos und dann ging es für uns auch schon zurück zum Boot. Rechtzeitig bevor das Wetter wieder ein wenig schlechter wird und sogar ordentlich Regen mitbringt.

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An Bord gab es dann warme Scones mit Sahne und Marmelade, das ist natürlich ein schöner Abschluss unseres Trips. 1,5 Stunden später sind wir schon wieder zurück am Pier und werden fix zurück zum Campingplatz gebracht. Dort angekommen, treffen wir wieder auf Amy und Ben. Den Rest des Tages chillen wir auf unserem Luxus-Campground.

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Wir hatten uns ja extra einen schönen Campground gegönnt und haben dann natürlich auch Minigolf und Pool genutzt. Besser als alle Hostels und viele Hotels die wir in den letzten Monaten gesehen haben.

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Die Küche haben wir natürlich auch ordentlich genutzt, beziehungsweise eher Amy und Ben, die uns mit einem “Roast” beglückt haben. Sie wollten mal was typisch englisches kochen, nachdem wir am Vortag leckeren Kartoffelsalat serviert hatten.

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Es war auch grandios und wir sind danach recht früh ins Bett gefallen. Morgen früh müssen wir wieder früh raus, denn eine lange Fahrt liegt vor uns.

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Australien–Roadtrip nach Townsville und Airlie Beach

Heute wurden wir von unseren neuen Nachbarn auf dem Campingplatz geweckt: Pferden. Fragt mich nicht wo sie herkommen, aber sie waren plötzlich da und haben um uns herum Gras gefuttert. Conny hatte Angst, dass sie uns angreifen werden, aber haben sie natürlich nicht gemacht.

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Nach ein paar Pancakes zum Frühstück und dann heißt es schon Packen und ab auf die Straße in Richtung Küste! Auf dem Weg vom Campground sahen wir dann noch das Warnschild, das vor Krokodilen warnt. Oha! Hätten wir das eher gesehen, wären wir vielleicht nicht hier geblieben. Krokodile haben wir aber auch keine gesehen und ein freundlicher Local, der im Fluss nach Shrimps gesucht hat meinte es wären auch keine da, weil ja Enten auf dem Fluss schwimmen. Naja, glauben wir ihm mal und sagen Goodbye Charters Towers.

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Auf dem Weg nach Townsville haben wir noch den Rotary Lookout angesteuert. Der offenbarte uns eine tolle Sicht auf die Stadt und das Meer direkt dahinter, und Sicht auf eine ungeschickte Schlange und jede Menge Schmetterlinge. Eigentliche Attraktion war aber ein Pfau, der dort herumstolzierte und sich von uns mit ein bisschen Brot füttern lies. Negatives Highlight des kurzen Abstechers: Eine menge Mückenstiche und damit sind mindestens 10 pro Person gemeint. Oha!

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Nach kurzem Einkaufen in Townsville und einem kurzen Abstecher zur Campervermietung um unsere Innenbeleuchtung zu reparieren, ging es weiter nach Süden. Eigentlich wollten wir den Zeltplatz “Alligator Creek” ansteuern, der war aber ebenfalls Mückenverseucht. Gerne hätten wir dort übernachtet, denn dort liefen hunderte von Wallabies herum und die sind schließlich niedlich! Stattdessen arbeiten wir uns sogar noch weiter nach Süden vor und landen schließlich in der Stadt “Giru”, die freundlichste Stadt in North Queensland in 2006 und 2009! Yeah!

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Zu früh gefreut! Der hiesige Campingplatz wurde vor 2 Wochen platt gemacht. Aber es wäre ja nicht die freundlichste Stadt, wenn es da nicht eine Lösung gebe. Einfach auf dem Rasen parken meint die nette Angestellte der örtlichen Postfiliale. Da ist zwar ein Schild, dass man das nicht machen soll, aber das stört wohl keinen. Also rauf auf den Rasen und dort gecampt.

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Auf dem örtlichen BBQ haben wir auch nochmal gegrillt. Jedoch nicht alleine, denn hier wimmelt es von Moskitos. Ich habe im Leben noch nie so viele Mücken gesehen wie dort! Dementsprechend schnell sind wir auch in unseren Camper geflüchtet. Dort haben wir noch ein halbes Duzend Mücken erschlagen, bevor wir uns unserem Schicksal ergeben haben und übelst zerstochen wurden über Nacht.

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Voller Stiche wachen wir dementsprechend auf und packen fix ein um zu flüchten. Ja, es mag wohl die freundlichste Stadt hier sein, aber es war trotzdem nicht der beste Ort zum Campen. Schade eigentlich. Während wir uns am ganzen Körper kratzen, werfen wir einen letzten Blick zurück auf Giru und machen uns auf weiter gen Süden.

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Bevor wir unser Ziel Airlie Beach erreichen müssen wir nochmal unsere Vorräte auffüllen und halten an einem Supermarkt. Doch dann passiert es. Beim Parken macht es KKKRKRRRCHHHHH und wir sind mit dem Dach des Campers an die Bedachung der Parkplätze gestoßen. Oh no! Dabei hat es wohl unsere Ventilation zerschossen. Das entsprechende Teil auf dem Dach ist völlig zerquetscht und wurde bei unserer Weiterfahrt dann auch vom Dach gepustet. Verdammt!

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Kurz vor unserem Ziel in Airlie Beach finden wir eine Campervan-Werkstatt, die uns das Teil für 190 Dollar ersetzt. Das besiegeln wir mit einem Handschlag und freuen uns, dass das so unkompliziert ist! Der dicke Mechaniker meinte, dass 3-4 Backpacker pro Woche vorbeikommen und in der Vorwoche kamen welche, die ihr komplettes aufstellbares Dach auf dem Highway verloren haben. Gott sei Dank war es bei uns nur die Belüftung.

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Nach zwei Stunden Reparaturzeit, die wir bei McDonalds verbringen, ist unser Camper auch fertig und wir fahren wenige Kilometer weiter auf den von uns ausgewählten Campingplatz. Heute gönnen wir uns mal einen wirklich tollen, nachdem wir in der letzten Nacht so durchgestochen wurden und immerhin schon drei Nächte für umsonst campen konnten. Unsere Wahl war der Campground Big4 Adventure Airlie Beach. Mit Pool und Küche und warmen Duschen ausgestattet fehlt es uns an nichts. Herrlich, mal wieder heiß zu duschen!

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Wir stöpseln unseren Camper ein, damit er seine Batterie mal wieder auflädt und bereiten deutschen Kartoffelsalat in der Küche zu, den es dann später zum BBQ gibt. Wir fallen recht früh ins Bettchen, denn für Conny und mich geht es morgen früh um 6:15 Uhr zum Whitehaven Beach, einem der schönsten Strände der Welt.

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