Neuseeland–Bay of plenty und White Island

Nach unserer Hobbiton-Tour haben wir uns direkt in den Camper geschwungen und sind losgefahren, denn wir wollten heute noch bis zur Küste kommen. Dort gibt es einen schönen und günstigen Campingplatz direkt am Meer, den wir für die zweite Nacht im Camper ansteuern wollten. Das haben wir dann auch fix geschafft, die Distanzen in Neuseeland sind immer angenehm kurz und so kommen wir 2 Stunden später an und bekommen auch noch einen tollen Stellplatz mit Meeresrauschen und allem!

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Nachdem wir uns dort ein wenig eingewöhnt haben, kommt eine undankbare Aufgabe auf Conny zu: Sie muss mir mit dem Haartrimmer die Haare rasieren. Die lange Mähne hat ihren Dienst in Hobbingen ja getan und so kann sie nun weichen. Wir stellen den Rasierer auf 9mm und legen los! Ich finde das Ergebnis kann sich schon sehen lassen, Conny hadert noch mit ihren Fähigkeiten als Frisörin.

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Oha, ein Video haben wir auch gemacht vom Prozess des Rasierens.

Daraufhin geht es ab in die Dusche, denn ich bin voller Haare. Die Dusche hier wird heiß nach Einwurf eines Dollars und mit heiß meint man hier wohl kochendheiß. Die Temperaturregeler sind wohl verklemmt und so verbrennen wir uns teilweise richtig beim Duschen. Erst kurz vor Ablauf unserer Duschzeit können wir einen der Temperaturregler lösen und kühleres Wasser hinzufügen, zu spät, verdammt!

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Anschließend gibt es bei uns noch ein Abendmal, welches wir auf unserem superpraktischen Campingkocher zubereiten. Es gibt: Baked Beans. Smiley Mit Brot. Wir sind eben Sterneköche. Gutgesättigt schwingen wir uns nach Sonnenuntergang auf unsere Matratze. Denn draußen wird es kalt, sobald die Sonne weg ist. Wir mummeln uns in unsere Schlafsäcke (Conny sogar mit Mütze) und machen die Heckklappe auf, denn von dort hören wir noch die Wellen und sehen ein bisschen vom Meer.

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Genau so und nicht anders haben wir uns das mit dem Camping hier in Neuseeland vorgestellt. Es ist einfach traumhaft und wir schlafen auch total glücklich ein!

Leider ist die Nacht mal wieder viel zu kurz, im Camper wird man so ziemlich mit Sonnenaufgang wach, das ist hier so um 7 Uhr. Ein kurzes Frühstück und dann geht es nach Whakatane, das ist hier die nächste Ortschaft. Von dort kann man Tagesausflüge auf die “White Island” unternehmen. Das ist Neuseelands einziger aktiver Meeresvulkan. Das dorthin tuckernde Schiff sehen wir gerade noch den Hafen verlassen. Verdammt. Nächste Fahrt erst morgen. Na gut, dann bleiben wir hier halt noch eine Nacht irgendwo. Zum Beispiel in Ohope. Das ist hier wohl das schönste Stück Land mit etwa 11km Strand. Wir steuern heute mal einen Bezahl-Campingplatz an, um uns eine Lage direkt am Strand zu sichern.

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Dort erholen wir uns mal einen kompletten Tag von den Strapazen der letzten Tage. Einen kompletten Tag an einem Ort waren wir recht selten in letzter Zeit. Ich nutze die Zeit und gehe am Strand laufen und Conny freut sich über anständige Duschen auf dem Campingplatz.

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Abends haben wir noch ein bisschen gekocht, aber mal wieder nichts wirklich exotisches (Baked Beans). Morgens dann notdürftig gefrühstückt und im Morgengrauen ab zum Boot zur White Island.

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Dort angekommen, bekommen wir komische Metallringe in die Hand gedrückt. Das wäre unser “Ticket” sagte man uns. Hat auch so funktioniert und wurde beim Boarden des Bootes auch wieder eingesammelt. Was es denn genau war, wissen wir bis heute nicht. Das Boot fährt jedenfalls pünktlich los, diesmal auch mit uns an Bord und die vor sich hin-dampfende White Island kommt auch auf der 90 Minuten-Fahrt Stück für Stück näher.

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Dort angekommen, werden wir in einem kleinen Schlauchboot auf die Insel transportiert. Natürlich schon in passender Schutzkleidung, nämlich mit gelbem Helm und Gasmaske. Der Helm ist auf der Insel tatsächlich Pflicht, die Gasmaske darf man benutzen wenn man möchte, muss aber wohl nicht.

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Und da stehen wir dann. Auf einem aktiven Vulkan. Krass. Überall stinkt es nach Schwefel, überall zischt es, überall blubbert es. Uns ist das ganze nicht so wirklich geheuer, die Neuseeländer sind das aber wohl gewohnt und die Tourguides sind hier ja sowieso täglich und somit auch total tiefenentspannt.

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Wir laufen in kleinen Gruppen über den Vulkan in Richtung Krater, insgesamt machen wir 12 Stopps mit kurzen Erklärungen. Auf eigene Faust darf man hier nicht unterwegs sein, da an manchen Stellen der Boden wohl so dünn ist, dass man durchfallen könnte und darunter lauern wohl kochendheiße Matsch- oder Wasser-Seen. Wir wollen das nicht ausprobieren.

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Geglaubt haben wir das auch sofort, denn der Vulkan ist voller kleiner Löcher in denen irgendwas blubbert und dampft. In den meisten Fällen ist das grauer Matsch, manchmal aber auch Wasser in allen möglichen Farben, zumeist irgendwie grünlich. Manche von diesen Löchern blubbern auch, obwohl sie garnicht kochen, das sind dann nur Gase die dadurch aufsteigen und dementsprechend Blasen werfen.

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Die Gase sind natürlich auch für den Gestank hier verantwortlich. Je näher man so einem blubbernden Loch kommt, desto krasser wird der Geruch.

Conny wird es irgendwann zuviel und sie muss ihre Gasmaske benutzen. Selbige zerlegt sie später noch panisch in ihre Einzelteile, aber alles halb so wild.

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Wir nähern uns dann auch nach einer halben Stunde dem Krater, in den wir dann auch reingucken dürfen. An den Rand dürfen wir bis auf etwa 2m heran. Näher nicht, denn er wird von dem großen Krater-See wohl langsam unterspühlt.

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Vor lauter Dampf sieht man auch kaum was. Wenn sich der Dampf ein wenig lichtet, sieht man einen strahlend grün schimmernden See, der stark in seinem Wasserstand schwankt. So krass, dass er innerhalb einer Minuten sichtbar um mehrere Zentimeter zu- und wieder abnimmt.

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Auf der uns gegenüberliegenden Seite des Sees liegt der Haupt-Schlot des Vulkans. Dieser wird “Noisy Nelly” genannt und noisy (=laut) ist er wirklich. Zeitweise zischt er so laut, dass man etwas lauter reden muss, um verstanden zu werden.

Dies ist dann wieder einer dieser Momente auf unserer Reise, in denen ich mich fast kneifen muss, um mir zu vergegenwärtigen, wo ich gerade tatsächlich bin, nämlich an einem Vulkankrater eines aktiven Vulkans. Junge junge.

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Auf dem Weg wieder weg vom Krater wird uns ein wenig über die vergangenen Ausbrüche des Vulkans erzählt. Der letzte ist wohl erst ein paar Jahr her, 2009 wenn ich mich recht erinnere. Spuren dieser vergangenen Ausbrüche kann man hier überall noch sehen, wie zum Beispiel riesige Steine, die durch die Gegend gespuckt wurden. Auf dem Rückweg kommen wir auch an zwei “Flüssen” vorbei, deren Wasser wir sogar testen dürfen.

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Der erste schmeckte metallern, ein bisschen wie Blut, der zweite hingegen etwas säuerlich, wie Limette. Grundsätzlich enthalten die Wasserquellen auf der Insel hier wohl so ziemlich alle Metalle und Mineralien, die es so gibt und sind in Massen auch nicht besonders bekömmlich, in kleinen Mengen aber wohl ungefährlich.

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Ebenso verhält es sich mit dem Schwefel in der Luft. In kleinen Mengen ist das alles kein Problem. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es hier auch Sulfat-Minen und die Minenarbeiter haben auch Jahrelange Arbeit hier gut überstanden. Ein krasser Nebeneffekt war aber wohl, dass die Jungs schwarze Zähne bekommen haben und dem auch durch 7 maliges Zähnepuzen am Tag auch nicht entgegenwirken konnten.

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Die Reste der Produktionsanlagen der Mine sind noch heute zu sehen und lassen vermuten, wie hier damals gearbeitet wurde. Ich kann mir ehrlichgesagt schönere Arbeitsplätze vorstellen, zumal die Arbeiter hier auch gewohnt haben. Die ersten Arbeiter der Minenarbeiten in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts sind wohl auch alle bei einem Ausbruch gestorben, in den 30ern hat man die Arbeiten dann wohl wieder aufgenommen und es ist wohl keiner umgekommen, jedoch war die Mine irgendwann nicht mehr profitabel.

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Nach 1,5 Stunden auf dem Vulkan geht es für uns dann zurück aufs Boot, die “PeeJay V”. Mit dieser geht es dann einmal um die Insel, bevor es zurück in Richtung Küste geht.

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Auf dem Boot genießen wir eine kleine Lunchbox und mit genügend Abstand zur Insel auch frische Luft, denn der Schwefelgeruch fing an uns echt zu stören.

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Zurück an Land schwingen wir uns in unseren Camper und fahren die etwa 100km in Richtung Rotorua. Wir haben uns spontan dazu entschieden, unseren Trip hier an der Küste vorerst zu unterbrechen und über Rotorua zum Tongariro Nationalpark zu fahren und danach dann zurück zur Küste zu fahren.

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Zur Übernachtung finden wir einen kleinen Campground direkt an einem See. Dieser kostet zwar ein bisschen Geld, hat dafür aber Toiletten. Wir essen Noodlecups zum Abendessen und genießen den Blick auf den See, den wir uns leider mit einigen vielen Backpackern teilen müssen.

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Nachts sehen wir hier den beeindruckendsten Sternenhimmel unseres Lebens und morgens pittoresken Nebel auf dem See in der Morgensonne. Der Aufenthalt hier hat sich definitiv gelohnt. Ein toller Ort!

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Neuseeland–Hobbingen

Unsere erste Nacht im eigenen Auto! Gegen sieben Uhr wachen wir in unserem kleinen Toyota auf. Marcus hat die Nacht insgesamt recht gut überlebt, während ich diverse Male einen Puls von 210 hatte. Eichelangriffe der Bäume neben uns, laut ratternde Züge oder unmöglich laut brummende Straßenkehrmaschinen haben mir den Schlaf geraubt. Gegen die morgendliche Kälte hat Marcus aber das richtige Mittel: seine “workwear” Jacke, gefüttert mit Fleece im schicken Karomuster!

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Hier sind wir also, auf dem Parkplatz der i-site in Matamata. Der ein oder andere wird wissen, warum wir hier sind, spätestens nach dem kleinen Fototip im letzten Eintrag. Die anderen erraten es vielleicht beim Anblick der kleinen Gollumstatue, die in der i-site aussteht, und mit der wir ein wenig Schabernack trieben.

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Alle anderen brauchen vielleicht garnicht weiterzulesen, weil es sie nicht interessieren wird Smiley mit herausgestreckter Zunge, denn heute geht es zu einem der absoluten Reisehöhenpunkten, auf die wir uns seit wir die Reise planen, gefreut haben, heute geht es nach….Trommelwirbel….HOBBINGEN! Das Filmset wurde zwar nach dem Herrn der Ringe mehr oder weniger abgebaut, aber für den Hobbit wiederaufgebaut (und erweitert) und diesmal bleibt es für Filmfans wie uns, die sich das ganze gerne angucken wollen. Juchu! Also ab in den Tourbus und los geht’s, ins Auenland, was sich versteckt zwischen Hügeln einer örtlichen Schaffarm befindet. Wir bekommen auf dem Weg schon Angst: das Umland ist total ausgedörrt, weil es wenig geregnet hat, wird das Auenland so grün sein, wie in den Filmen?

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Nach wenigen Minuten wird uns klar: Es ist grün, was wohl an den 5 Vollzeitgärtnern liegt, die hier beschäftigt sind, wie uns unser Guide erklärt (ohne Führung kommt man leider nicht hin…). Wir betreten Hobbingen durch ein kleines Holztor, vorbei am Willkommenschild und gehen durch die gleiche Gasse, durch die Gandalf seinen Karren fährt,- und vor uns eröffnet sich ein toller Blick auf den “Hill”, den sagenumwogenen Hügel von Bilbo Beutin.

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Überall um uns herum sehen wir Hobbithöhlen soweit das Auge reicht; auch der kleine Garten, komplett bepflanzt mit echtem Gemüse und die Hobbithöhlen liebevoll bepflanzt: bestimmt so, als ob ein Hobbit in jedem dieser Löcher wohnen würde. Wir sind begeistert. Und glücklich.

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Unser Guide führt uns langsam den Hügel herauf und erklärt uns jede Menge Trivia, zum Beispiel (das ist dem süchtigen Fan natürlich bekannt) dass die Hobbithöhle unterschiedliche Maßstäbe haben, je nachdem, ob mit Hobbitdarstellern oder Menschen/Zaubererdarstellern gefilmt wurde: Die Hobbithöhlen sind menschengroß, die Höhlen, die mit “großen” Darstellern gefilmt wurden, kleiner.

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Dadurch konnte man einige lustige Fotos machen: Zum Beispiel Marcus als Hobbit, der für diese Rolle seit Monaten seine Haarpracht zu einer frodoähnlichen Mähne gezüchtet hat und sich gestern sogar seinen Bart abrasiert hat, was zu allerlei lustigen Kommentaren geführt hat.

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Von idyllischem Gartenzubehör bis zur Ausstattung der Höhlen ist alles mit einer geradezu rührenden Detailverliebtheit ausgestattet: während der Dreharbeiten war sogar jemand engagiert, der jeden Morgen die Wäsche auf- und abends wieder abgehängt hat, nur damit im Gras die Fußspuren des vermeintlichen Hobbits zu sehen sind.

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Auf dem Hügel angekommen standen wir dann vor “Bag End”. “Schon immer hat hier ein Beutlin unter dem Berg gewohnt.” Alles ist so, wie man es aus den Filmen kennt, bis hin zum nicht verzichtbaren Schild auf dem Tor.

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Viel zu wenig Zeit blieb uns allerdings für die Fotos, die wir machen wollten, unter anderem Marcus als Frodo:

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Zugegebenermaßen ist es ein Silberring und für die passenden Klamotten waren wir nicht nerdig genug, aber Spaß hatten wir trotzdem!

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Weiter ging es hinab zur Festwiese, wo der große Partybaum steht, unter dem Bilbo an seinem 111. Geburtstag verschwindet. Bei der Suche nach der geeigneten Location war wohl die Zielvorgabe, ein hügeliges Land mit See und großem Baum zu finden: Tada! Um den Baum herum war ursprünglich nur leider ein Sumpf, welchen die neuseeländische Armee (!) trockengelegt hat.

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Von dort aus hatte man auch einen schönen Blick auf Beutelsend, der Baum, der auf dem Hügel laut Buch wächst, ist übrigens komplett künstlich aus Stahl und Silikon und alle Blätter sind einzeln angeklebt worden und fallen auch immer wieder ab. Zu sehen ist er in den Filmen ungefähr 30 Sekunden lang.

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Von der Festwiese aus überblickt man auch den kleinen See, mit der Mühle und dem legendären Grünen Drachen, dem Hobbitwirtshaus.

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Dorthin führte uns der Weg dann auch; wobei es immer wieder die idyllischen Ansichten gab, die man vom Auenland erwartet.

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Und dort im Wirtshaus endete unsere Tour dann auch, nicht ohne, dass wir vorher noch ein Getränk in Hobbithumpen zu uns nehmen durften. Bei Marcus gab es Ingwerbier, bei mir ein Ale!

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Und das war sie schon, unsere Tour durch Hobbingen. Als absolute Film- und Buchfans waren wir keineswegs enttäuscht von dem, was uns für den durchaus happigen Preis von etwa 50€ geboten wurde. Wer kein Fan ist oder die Filme /Bücher nie gesehen/gelesen hat (immerhin ca  35% der Besucher), wird sich wahrscheinlich ärgern. Es wäre schön, wenn man mehr Zeit hätte, um Hobbingen selbst zu erkunden, aber wer weiß, wie es dann da aussähe.

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Für uns wahr es ein weiterer Reisehöhepunkt und wir werden den Ort nicht vergessen, erst recht nicht, wenn wir das nächste mal die Filme schauen!

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Neuseeland–Unser Roadtrip geht los

Nach so viel Action stand bei uns erstmal ein wenig Entspannung auf dem Programm. Den heutigen Tag wollten wir mal absolut garnichts machen und die schöne Landschaft rings um unseren Campingplatz herum genießen. Nach dem Ausschlafen geht es noch kurz Lebensmittel kaufen und dann passierte es. Auf dem Weg zurück wurden wir spontan als Laienschauspieler engagiert, um im Werbefilm für den Campingplatz mitzuwirken. Unser Lohn waren ein Stück Chicken, eine Bratwurst und eine nette Unterhaltung. Danach dann aber endlich chillen! Conny hat ungefähr das halbe Buch “Krieg und Frieden” durchgelesen und ich habe viele Fotos sortiert und ein bisschen gedaddelt.

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Besondere Dinge haben wir uns heute kulinarisch zwar nicht gegönnt (Spiegeleier und Reste), aber Connys Eistee möchte ich unseren männlichen Mitlesern nicht vorenthalten. Ich trinke ja normalerweise keinen Kaffee, aber soeinen würde ich mir fast noch reindrücken, nur wegen der Beschriftung!

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Der nächste Tag stand schon wieder im Zeichen unserer Abreise. Um 10 Uhr mussten wir unsere Cabin verlassen, der Bus fuhr aber erst um 16 Uhr ab. Verdammt. Also die Rucksäcke verstaut und nochmal zu den “Treaty Grounds” gelaufen. Das ist dort, wo damals Briten und Maori einen ersten gemeinsamen Vertrag unterschrieben haben. Auf der kleinen Map sind wir und der Treaty Ground übrigens in Waitangi, unser Bus fährt von Paihia ab.

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Auf den Treaty Grounds wurden unter Anderem riesig lange Kanus (“Waka Nui” auf Maori) ausgestellt, die denen nachgebaut sind, mit denen die Maori Chiefs damals angereist sind, um die Verträge zu unterzeichnen. Das längste steht im Guinness Buch der Rekorde und war bestimmt 30m lang.

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Auf einem Hügel stand dann noch ein Fahnenmast der daran erinnert, wo genau das Dokument unterzeichnet wurde und eine Kopie des Dokuments wird in der nahegelegenen ehemaligen Residenz eines britischen Gesandten ausgestellt.

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Warum dieser Vertrag von den Maori heute noch so positiv dargestellt wird ist mir nicht ganz ersichtlich. Prinzipiell haben die Maori damals meiner Meinung nach einen schlechten Deal gemacht. Sie haben nämlich Unmengen an Land abgegeben und dafür nur ein paar Güter von den Briten bekommen. Darunter Schießpulver, welches danach für das ein oder andere Blutvergießen zwischen den Stämmen der Maori verantwortlich war. Vielleicht muss ich mich da aber bei Wikipedia aufschläuen.

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Wir haben uns dort für etwa 2 Stunden aufgehalten und im dortigen Café noch den besten Muffin der Welt konsumiert. Während wir uns am Muffin zu schaffen gemacht haben, hat sich ein Vogel mit seltsam langen Beinen am Zucker des Nebentisches bedient. Schlaues Tier! Einen langen Spaziergang mit schweren Rucksäcken und einen Neuseeland-Lamm-Kebap später sitzen wir im Bus nach Auckland, dass wir fix erreichen und wo wir auch relativ fix in unser Hostelbett fallen. Der Stray-Bus war für uns so ganz ohne Auto in den ersten Tagen eine super-Sache, können wir nur empfehlen. Wenn ihr da irgendwas buchen wollt, könnt ihr gerne auch meine Stray Mate Number angeben und bekommt bei genügend hohem Einkaufspreis auch 5% Rabatt: MK4975.

Am nächsten Morgen steht für mich eine traurige Tat auf dem Programm. Ich muss meinen alten, liebgewonnenen Rucksack gegen einen neue ersetzen. Gesagt getan und zwar bei Kathmandu, das ist hier das Jack Wolfskin für Neuseeländer würde ich mal sagen. Meinen alten Rucksack habe ich aber trotzdem nicht wegschmeißen können, don’t tell Conny!

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Eine Zugfahrt später stehen wir wieder bei Doro und Darren von KiwiCruiseControl und werden sogar mit unserem Auto vom Bahnhof abgeholt. Cool. Jetzt wechselt ein wenig Geld den Besitzer und wenig später fahren wir los mit unserem ersten eigenen Auto.

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Erster Stopp: Einkaufen! Wir haben jetzt etwa 5 Monate lang nur ein langärmliges Kleidungsstück pro Person benötigt, damit ist jetzt wohl Schluss, denn hier ist ja Herbst. Wir kaufen für etwa 200 NZ$ Klamotten ein, darunter dicke Pullis und eine Mütze. Die werden wir bestimmt noch brauchen, in Queenstown auf der Südinsel ist es tagsüber wohl momentan 4 Grad. Oha. Hier im Norden ist es aber noch etwa 22 Grad war.

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Vollgetankt und voller Einkäufe fahren wir los gen Süden, denn nördlich von Auckland waren wir ja in den letzten Tagen. Erster Stopp für uns: Matamata. Matamata (gesprochen: Mäitamäita) ist eigentlich relativ unspektakulär, wäre dort nicht die bekannteste Filmkulisse der Welt. Doch dazu morgen mehr.

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Wir halten auf jeden Fall nahe der örtlichen Touristinformation (denn dort darf man auch übernachten), ziehen die hässlichen Vorhänge unseres Campers zu und schlafen seelig ein.

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Neuseeland–Cape Reinga und 90-Mile-Beach

Der Wecker klingelt heute mal wieder übelst früh, nämlich um 5:45 Uhr. Puh. Aber was will man machen, wir wollen ja was erleben hier. Heute steht für uns die “Cape Reinga”-Tour auf dem Programm, die war bei unserem Bus-Pass mit dabei und so ganz genau wissen wir nicht, was uns erwartet. Wir sind auf jeden Fall heiß drauf, weil wir den nördlichsten Punkt Neuseelands, das ist nämlich Cape Reinga, sehen wollen. Also raus aus den Federn, rein in dicke Klamotten (es ist nämlich kalt) und beim Warten auf den Bus den Sonnenaufgang beobachten.

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Der selbst für neuseeländische Verhältnisse viel zu entspannte Busfahrer hatte uns erst vergessen und kam dann nochmal zurück, um uns dann doch noch aufzusammeln, etwas über eine halbe Stunde nach Pickup-Zeit. Wir sind auf jeden Fall froh, dass er uns noch mitgenommen hat. Unser erster Stopp ist dann ein kleiner Rundgang, nämlich der Manginangina Walk. Der wurde damals für viel Geld für die Queen gebaut und ist über 300m lang, die Queen hat aber wohl leider nur 10m davon begutachtet und ist dann wieder abgedampft. Tse. Also rauf auf den teuren Rundgang, der uns die lokale Vegetation näher bringen soll. Darunter natürlich auch wieder die großen “Kauri”-Bäume.

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Die ältesten Kauri-Bäume hier in NZ sind wohl so um die 2000 Jahre alt, so einer steht hier auch am Manginangina-Walk. Als die ersten Siedler nach Neuseeland kamen, gab es wohl auch noch Bäume, die über 4000 Jahre alt waren, unfassbar!

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Leider sind die Bäume sowohl bei Maori als auch bei den ersten europäischen Siedlern sehr beliebt gewesen, um daraus Dinge zu fertigen, wie zum Beispiel Kanus. Heutzutage dürfen keine Kauri-Bäume mehr gefällt werden, sondern nur noch welche verarbeitet werden, die von selber umfallen. Der Bestand der Bäume ist heute bei ungefähr 3% des ursprünglichen Baumbestands.

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Nachdem wir den kompletten Walkway entlanggeschlendert sind und somit mehr gesehen haben als die Queen, setzen wir uns wieder in den Bus, der uns zunächst zu einem kurzen Shopping-Stop bei einer Bäckerei und dann zum nördlichsten Punkt Neuseelands bringt: Cape Reinga.

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Dort angekommen bekommen wir leider nur etwa 30 Minuten Zeit, den Ort zu erkunden. Viel zu wenig, wenn es nach uns ginge. So hetzen wir einmal bis zum nördlichsten Punkt und zurück. Auf dem Weg kann man auch sehr schön den Punkt sehen, von dem die Maori glauben, dass dort ihre Seelen nach dem Tod Neuseeland verlassen und ins Meer steigen. Das ist nämlich ein Baum, der ein wenig ausschaut wie Treppenstufen und dort auch schon seit Ewigkeiten steht.

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Ich hoffe, man kann den Bam auf dem nächsten Foto ein wenig erkennen. Er ist ziemlich genau in der Spalte zwischen der kleinen Stein-Insel ganz vorne und dem grünen Hügel, der bereits zum Festland gehört.  Von dort schwimmen die Seelen dann übrigens weiter zu einer Insel im Norden. Viele Maori kommen hierhin, um sich von Angehörigen zu verabschieden, oder ein paar letzte Worte loszuwerden. Während wir dort waren, waren auch Maoris anwesend. Wir wurden gebeten, den Ort mit entsprechendem Respekt zu behandeln, an einigen Backpackern gehen solche Bitten irgendwie leider vorbei und so purzeln dutzende Mädels mit viel zu wenig Kleidung aus unserem Bus und hüpfen für ihre Fotos vor den Maori herum. Uncool.

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Wir gehen am Baum vorbei und noch ein wenig weiter in Richtung des Leuchtturms, den es hier gibt. Dort sieht man dann, wie die beiden Gewässer links und rechts von Neuseeland hier aufeinanderprallen. Das ist einerseits die Tasman-Sea auf der westlichen Seite Neuseelands und der pazifische Ozean auf der östlichen Seite. Man kann die Stelle ungelogen erkennen, vielleicht sieht man es ein wenig auf dem rechten Bild.

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Am Leuchtturm finden wir auch einen Wegweiser mit den Entfernungen zu den bekannten Städten dieser Welt. Eine deutsche Stadt ist nicht dabei, aber dafür London. Von London sind wir also hier exakt 18029 Kilometer entfernt. Bei einem ungefähren Erdumfang von 40.000km können wir also nicht sehr viel weiter von zuhause weg sein. Wow.

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Nachdem wir zurück zum Bus gesprintet sind, fährt dieser zu einer nur wenige Minuten entfernten Bucht, um dort einen 40-Minuten Mittags-Stop einzulegen. Wir setzen uns in den Schatten eines Baumes, packen unsere Sandwiches aus und genießen die Landschaft. Wir haben schon schlechtere Mittagspausen gehabt.

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Auch wenn hier zwei Touri-Busse Mittagspause machen, ist es immernoch sehr beschaulich. Die Leute verteilen sich über die Länge des Strandes, an dem man übrigens auch campen kann. Etwa 5 oder 6 Camper stehen hier, wir freuen uns schon darauf, ab nächster Woche an solchen Orten zu campen!

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Wieder im Bus fahren wir dann in Richtung “Big Sanddunes” und “90 Mile Beach”. Die Dünen sind wohl zustandegekommen, als irgendwo ein großer Vulkan ausgebrochen ist, der einiges an Asche und Gestein ins Meer gespuckt hat. Dieser ganze Kram wurde dann vom Meer gewaschen und wieder angespühlt und plötzlich waren hier riesige Sanddühnen. An den Sanddunes steht dann Sandboarding auf dem Programm, das ist nichts anderes als ein kleines Schwimmbrett zu nehmen und sich damit die Dünen herunterzustürzen. Erkennt ihr mich auf dem rechten Bild?

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Angesichts einer Höhe von 125m von der man herunterfahren sollte, hatte Conny ein paar Bedenken und ist mal lieber unten geblieben. Ich habe mein Glück aber mal versucht und habe laut unserem Busfahrer so um die 50 km/h drauf gehabt, als ich den Hügel heruntergedengelt bin.

Das Ganze macht mächtig Laune, wenn nicht immer der anstrengende Weg auf die 125m-Düne wäre. Während man nach unten fährt kann man ein wenig mit den Füßen lenken oder bremsen, war aber garnicht großartig nötig.

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Nach drei Fahrten musste ich voller Sand dann wieder in den Bus, es ging weiter zum 90-Mile-Beach. Der 90 Mile Beach ist wohl tatsächlich nur etwas über 50 Meilen lang, aber da Australien wohl einen 90 Mile Beach hat, kann sich Neuseeland ja nicht lumpen lassen. Unser Busfahrer wäre auch dafür, ihn in 91-Mile-Beach umzubenennen, nur damit man eine Meile mehr im Namen hat.

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Hier wurde auch der Allradantrieb unseres Busses mal ausgereizt und wir dengeln mit dem ganzen Gefährt über den Sand. Der Strand ist übrigens eine offizielle Straße mit Parkverbot und Geschwindigkeitslimit. Mittendrauf gab es für uns nochmal einen kurzen Fotostopp.

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Und tatsächlich ist der Strand so lang, dass man auf keiner Seite das Ende sehen kann. Wir haben ja schon in Australien verrückt-lange Strände gesehen, aber sowas war noch nicht dabei. Von hier aus konnte man im Wasser auch einen Felsen sehen, der ein Loch in der Mitte hat. Das kommt uns doch nach gestern bekannt vor?! Das ist aber wohl nicht das weltberühmte “Hole in the rock” sondern einfach nur irgendein Loch in irgendeinem Felsen. Warum dieses jetzt nicht berühmt ist… fragt mich nicht…

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Kurz vor der Abfahrt halten wir nochmal unsere Füße ins Wasser und werden erstmal von einer surreal großen Welle erwischt. Der Wellengang hier am Strand ist irgendwie auch krasser als wir ihn bisher an den diversen Stränden hatten, die wir schon gesehen haben.

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Dann heißt es wieder einsteigen in unseren Allrad-Bus, denn wir fahren nun fast den gesamten 90-Mile-Beach entlang. Das ist zwar einerseits sehr cool, aber nach etwa 2km auch ein bisschen langweilig, findet Conny.

Der Trip endet an einem Betrieb, der Kauri-Holz verarbeitet. Dort essen wir erstmal ein Eis der Geschmacksrichtung Hokey Pokey. Das ist eine Neuseeländische Spezialität, aber eigentlich nur Vanilleeis mit Karamel-Stückchen. Trotzdem sehr lecker. Kauri-Holz-Souvenirs haben wir keine gekauft, die Preise fingen irgendwo bei 60 oder 70 Dollar an. Ist ja auch klar, das Holz ist selten, also ist der Kram relativ teuer.

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Letzter Stopp auf dem Weg zurück war dann noch ein Fish’n Chips-Shop mit den angeblich weltbesten Fish and Chips. Mit Neuseeländischem Akzent spricht sich das übrigens dann nicht “Fish’n Chips” aus, sondern eher “Fush’n Chups”. Waren wohl auch ganz gut, sagt Conny, aber nicht die weltbesten. Gegen 18 Uhr kommen wir wieder an unserem Campingplatz an und sind völlig gerädert. Morgen schlafen wir erstmal aus und gönnen uns ein bisschen Ruhe, bevor es Übermorgen dann zurück nach Auckland geht!

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Neuseeland–Bay of Islands und Hole in the Rock

Heute heißt es wieder früh aufstehen, denn wir wollen eine Tour durch die Bay of Islands machen, genauer gesagt zum Hole in the Rock, einem Loch in einer Felseninsel, das ist wohl die Attraktion hier. Der Trip ist in unserem Straybus-Pass mitbezahlt, also lassen wir uns das nicht entgehen. Also ab durchs morgendliche Paihia auf den Ausflugskahn, der überbevölkert ist mit einer riesigen Gruppe urlaubender Inder, die für Stimmung sorgen.

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Unser Kapitän, ein Maori, erklärt uns das ein oder andere zu den Inseln, die wir schon bald passieren, und vor allem die maorischen Namen bzw. Bedeutungen der Inseln und ist auch sonst ein cooler Typ.

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Wir stehen natürlich ganz vorne an der Reiling, denn wir wollen beim Fotografieren einen guten Platz haben. Außerdem wird mir da weniger schlecht und unser Boot, die “Dolphinseeker”, verspricht, der Name ist Programm, eventuell ein paar Delfine zu entdecken.

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Es ist zwar kalt und stürmisch (siehe Marcus Friese), aber der Ausblick auf die unzähligen kleinen Inseln lohnt sich. Über die Bay of Islands sollen die ersten Maori nach Neuseeland gekommen sein, entweder aus Polynesien oder neusten Forschungen zufolge aus Taiwan. So ganz sicher ist man sich da wohl nicht.

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Auf der Fahrt sehen wir zwei kleine Pinguine, und angeblich war auch ein Hai direkt neben unserem Boot, aber Delfine wurden keine gesichtet. Ich bin ja eh kein Wal- und Delfinfan und daher nicht enttäuscht, aber Marcus hätte doch gerne welche gesehen. Wir fahren durch eine malerische Passage, bei der sich am Horizont bereits der Fels mit Loch abzeichnet.

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Langsam fährt das Schiff heran und das Felstor wird immer besser sichtbar. Die Felsen stammen aus dem Jura-Zeitalter (das mit den Dinosauriern) und ich finde es spannend sich vorzustellen, wie die Welt damals wohl ausgesehen hat.

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Unser Kapitän philosophiert noch eine Weile darüber, ob wir mit dem Boot den Tunnel passieren können (gestern war es möglich), aber der Wellengang und die Strömung erscheinen ihm doch zu riskant. Ich als Nautikexperte bin beim Anblick dieser Wellen völlig seiner Meinung.

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Dafür bekommt er einen Anruf eines Fischerbootes, die sind sich so halbsicher, Delfine bei sich gesehen zu haben. Unser Boot macht also noch einen kleinen Umweg,- und tatsächlich folgt unserem Boot bald auch ein ganzer Schwarm Delfine! Ok, vielleicht sind Delfine doch nicht blöd und ich war ein bisschen begeistert.

Kurz darauf gab es dann einen (viel zu) kurzen Stopp auf einer der 144 Inseln in der Bucht.Dort konnte man einen kleinen Hügel erklimmen, von dem man einen tollen Ausblick hatte.

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Auf dem Weg dorthin boten sich schon viele tolle Fotomotive und Marcus hat erst mal Pause an einem malerischen Baum gemacht. Im Hintergrund übrigens die kleine Landebucht der Insel.

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Vor uns erstreckte sich dann das türkisblaue und erstaunlich klare Wasser der Bucht mit ihren unzähligen Inseln und Felsen.

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Um uns herum erstreckte sich grünes sattes Gras, das sogar so weich war, dass ich meine Schuhe ausgezogen habe!

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Ein wenig erinnerte mich das Ganze an den Südwesten Irlands, nur irgendwie in größer.

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Allzuviel Zeit zum Entspannen und Landschaftgenießen blieb uns nicht, denn das Boot legte pünktlich wieder ab. Nächster Halt: Russell! Dieser kleine malerische Ort, der ebenfalls hier in der Bucht liegt, hat eine sagenumwogene und unerhörte Vergangenheit. Nicht umsonst war er wohl als “Hellhole of the Southpacific” und dessen größter Hafen im 19. Jahrhundert bekannt! Hier muss es zugegangen sein wie in Tortuga, betrunkene Matrosen und Walfänger, leichte Mädchen und ne Buddel voll Rum! Außerdem war Russell, man glaubt es kaum, einst Neuseelands erste Hauptstadt, wahrscheinlich aus Mangel an Alternativen.

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Das wollten wir uns auf jeden Fall nochmal anschauen. Von der verruchten Atmosphäre von damals sieht man jedoch heute keine Spur mehr. Keine besoffenen Rüpel oder Piraten, nicht mal ein ausgesetzter Papagei. Stattdessen ein allzu pittoresker maritimer Ferienort mit einer hübschen Promenade. Macht nichts, wir genießen erstmal einen Happen bevor wir uns wieder auf den Heimweg begeben. Für mich war die Bay of Islands aber jetzt schon eines der Highlight dieser Reise.

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