Neuseeland–Die Westküste hinunter

Angekommen in Rongos, dem Hippiehotel in Karamea mit viel Flair und momentan kaum Gästen freuen wir uns auf eine heiße Dusche. Aber: weil das Rongos nur Regenwasser nutzt und Regen grade rar ist, muss diese kurz gehalten werden. Seufz. Dann aber werden wir vom Besitzer des Hostels auf der Ladefläche seines Pickups zum Supermarkt gefahren, wo wir uns Zutaten für Pizza besorgen und das entschädigt eigentlich auch für alles.

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Am nächsten Morgen geht es dann mit dem lokalen Bus nach Westport, in dem wir mehrere Wanderer aus den letzten Tagen wiedertreffen. Die sechsstündige Wartezeit in Westport verbringen wir in einem örtlichen Cafe beim Frühstück und in der Bibliothek beim Surfen. Abends um acht kommen wir wieder bei unserem Hostel in Nelson und unserem Camper an, pünktlich zum gratis Schokopudding mit Vanilleeis.

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Im Hostel genießen wir dann auch eine richtige Dusche, Wäsche und frische Klamotten So gestärkt geht es am nächsten Tag zuerst zur i-Site, wo wir einige Vorkehrungen für die nächsten Tage treffen und dann noch die Stadt ein wenig erkunden. Wir finden einen deutschen Wurstladen und auf einem kleinen Bauernmarkt sogar ein Stand mit richtiger Bratwurst (für mich) und Leberkäse (für Marcus). Das haben wir uns erstmal gegönnt!

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Dann aber ging es los zurück Richtung Westküste, von der wir ja eigentlich erst am vergangenen Tag gekommen sind. Auf dem Weg wurde uns gestern eine Attraktion gezeigt und die schauen wir uns erst mal an: die längste Hängebrücke Neuseelands. Die wurde hier von chinesischen Goldgräbern gebaut und überquert die Buller-Schlucht.

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Wir gehen zu Fuß über die Brücke und zurück nehmen wir den Seilzug! Jippieh!

Nach einem kurzen Tankstopp im gestern schon für langweilig befundenen Westport geht es dann die Küste runter in Richtung der großen Gletscher in den Southern Alps. Der Highway 6 gehört angeblich zu den schönsten Küstenstraßen der Welt und bald wissen warum.

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Anders als an der Ostküste der Nordinsel gibt es hier spektakuläre Ansichten mit der Musik der brüllenden Wellen im Hintergrund.

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Wir fahren heute nur bis Punakaiki, den da soll es die sogenannten “Pancake Rocks” geben, und es liegt außerdem in etwa der Mitte unserer Strecke. Die Frage was es an einem solchen Ort zu essen geben könnte erübrigt sich dann auch Smiley.

Den von Marcus liebevoll produzierten Pfannkuchenberg haben wir dann auch in nullkommanix aufgefuttert, um uns dann den Sonnenuntergang am nahen Strand anzuschauen.

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Dieser gestaltete sich als sehr stimmungsvoll und auch nicht zu voll mit Sandflys.

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Besonders schön finde ich die Spiegelung des Himmels in den letzten Ausläufern der an den Strand brandenen Wellen.

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Nachdem die Sonne versunken war, haben wir dann noch die örtlichen Glowworm-Caverns ausgecheckt. Ausgerüstet mit einer Taschenlampe gingen wir zunächst nur einige Meter in die Höhle und konnten keine entdecken. Ich wollte schon wieder zurück, als und ein anderer Höhlenbesucher zu sich rief und tatsächlich konnten wir dort einige kleine Punkte leuchten sehen!

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Nach einer ausgeruhten Nacht im Camper und einem guten Frühstück ging es am nächsten Morgen zur eigentlichen Attraktion: den Pancake Rocks. Diese Gesteinsformationen liegen halb im Meer und sind aus vielen kleinen Schichten aufgebaut, – so dass sie aussehen wir unzählige gestapelte Pfannekuchen. Durch Erosion haben sich zudem so viele Löcher gebildet, dass bei Flut die Wellen geradezu herausschießen, daher werden sie auch “Blowholes” genannt.

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Dummerweise ist Flut erst nachmittags und wir haben nicht genug Zeit, so dass wir dies nur ansatzweise sehen. Meine ehrliche Begeisterung ist auf dem Video aber kaum zu überhören Smiley.

Eine toller und einzigartiger Ort wie wir finden und auf jeden Fall einen Stopp wert.

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In vielen Felsen lassen sich auch wunderbar Gesichter erkennen, die durch fortschreitenden Erosion sich wohl ständig verändern.

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Dann geht es weiter, – on the road again-, zu den Gletschern der Alpen. Davon berichten wir,- ein andern Mal.

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Neuseeland–Heaphy Track: Tag 4

Der letzte Tag! Wir haben bis hierhin 62km hinter uns gebracht und die merken wir auch in den Beinen. Hilft alles nichts, eine Etappe müssen wir noch durchhalten. Wir machen uns zum Frühstück lecker Toast mit einem coolen Toast-Gerät für Gasherdplatten und hauen uns ordentlich Erdnussbutter rein, denn wir werden heute viel Energie brauchen.

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Wir rennen los in einem Affentempo, denn wer langsam geht oder stehenbleibt wird von den Sandflies aufgefressen. Das wollen wir natürlich nicht. In den letzten Tagen haben wir relativ viele Pausen gemacht, das wird auf jeden Fall eine Umgewöhnung.

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Der Weg führt direkt an der Küste entlang und die Landschaft hier ist nochmal völlig anders als in den letzten Tagen. Eins muss man dem Heaphy-Track lassen: Er ist wirklich abwechslungsreich!

Wir laufen durch Palmenwälder und durch viel Farn, aber immer in Wassernähe, denn man hört immer die Wellen rauschen. Die haben heute auch ordentlich Kraft wie es scheint, denn das Wellenrauschen ist echt laut.

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Der Weg führt uns mal an Sandstränden vorbei und mal an Kiesstränden. Wir umkurven einige Wassernahe Hügel und hätten liebend gerne an einem dieser Strände eine Pause eingelegt. Aber immer wenn wir anhalten um Fotos zu machen, werden wir durch die ankommenden Sandflies daran erinnert, warum wir das besser nicht machen sollten.

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Der Weg kreuzt einige Flüsschen und auch zwei oder drei größere Flüsse, die dann wieder mit Hängebrücken überquert werden müssen. Heute haben wir auch endlich die tollen Aussichten, die wir uns auf der ersten und auf der dritten Etappe so gewünscht haben!

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Durch morgendliche Sonne und ein wenig Nebel sieht das ganze dann auch grandios aus. Schade, dass man den leicht salzig-schweißigen Geruch, der uns umgibt nicht bloggen kann. Naja, vielleicht ist das für euch auch besser so, wir haben immerhin 4 Tage nicht geduscht!

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Nach etwa der Drei Vierteln des Tracks kommen wir an Scotts Beach, von wo wir uns eigentlich ein Shuttle rufen wollten, doch wir bekommen kein Handyempfang und stapfen somit weiter, ohne dass wir wüssten, wie wir später vom Ende des Tracks wegkommen.

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Die letzten Kilometer brechen an und wir sind mit den Kräften echt am Ende. Natürlich bieten die letzten Paar Kilometer nochmal einige Höhenmeter, man gönnt sich ja sonst nichts. Aber auch wieder tolle Aussichten aufs Wasser!

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Die letzten Kilometer werden zur Qual und man kann glaube ich von unseren Gesichtern ablesen, dass wir ganz froh sind, wenn wir es gleich geschafft haben.

Wie das immer so ist, ziehen sich die letzten Kilometer wieder ordentlich und so machen wir sogar einen Kilometer vor dem Ende nochmal eine kurze Pause, denn dort war dann tatsächlich der erste Ort, wo wir dann keine Sandflies hatten! Yeah!

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Wir erreichen den Parkplatz deutlich unter der angegebenen Zeit, wir durften ja auch nicht richtig pausieren zwischendurch! Es erwartet uns unser Fahrer von vor 4 Tagen und die beiden Neuseeländerinnen aus dem Bus zum Start des Tracks. Ob wir nicht gerade reinhüpfen wollen, er setzt uns für ein paar Dollar gerne beim Hostel ab. AUF JEDEN FALL!!!! Smiley

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Zwanzig Minuten später sind wir am Hostel. Unser Hostel kann man nun wirklich nicht verfehlen,  es ist in Regenbogenfarben angemalt. Alles weitere schreibt Conny dann im nächsten Eintrag!

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Neuseeland–Heaphy Track: Tag 3

Beine und Füße fühlen sich eigentlich ganz gut an, als wir morgens aufbrechen. Wir starten auf jeden Fall enthusiastisch auf die heute 21km lange Etappe.

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Die ersten Kilometer schaffen wir auch mit links, immerhin geht es heute fast ausschließlich bergab. Also so ziemlich alles, was wir am ersten Tag hochgelaufen sind. Nach einer Weile macht aber Connys kleiner Zeh ordentlich Probleme. Wir tragen ja beide neue, nicht eingelaufene Wanderschuhe und so bleiben ein paar Druckstellen wohl nicht aus. Bei mir hat es den großen, bei Conny den kleinen Zeh erwischt.

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Durch die Fuß-Problematik bauen wir einige Pausen in unser Tag ein. Das ist auch garnicht schlimm, denn Pause machen wir immer gerne. Die Aussicht ist nur leider nicht so überragend, wie bereits am ersten Tag laufen wir heute wieder viel durch Wald.

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Erlösung gibt es für uns, als wir die Lewis Hut sehen. Das heißt, wir haben schon 12 Kilometer hinter uns und auch den langweiligen Wald. Wir machen in der Hütte erstmal Pause und genießen Wurst, Käse und ein wenig Schuh-Freiheit für unsere Füße.

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Den Aufenthalt in der Hütte dehnen wir länger aus, als es sein muss, denn ab diesem Punkt werden wir es für den Rest des Tracks stets mit den berüchtigten “West Coast Sandflies” zu tun haben. Sandflies sind kleine Fliegen, die aber stechen können. Die Stiche jucken wie Bolle und bleiben gerne mal 5 Tage präsent. Diese kleinen Mistviecher gibt es die gesamte Westküste Neuseelands entlang im Überfluss. Verdammt.

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Dafür wird ab hier die Landschaft cooler. Es gibt wieder ein paar Hängebrücken über Flüsse und massenhaft große Urwaldbäume, die wir uns immer wieder gerne anschauen, weil sie echt beeindruckend sind.

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Durch diese Dschungel-Landschaft kämpfen wir uns weiter vor, wir haben ab der Hütte noch 8km vor uns gehabt, diese ziehen sich wie Kaugummi. Unsere Füße drücken nun schon ganz schön und aus irgendwelchen Gründen bin ich mit meinen Kräften deutlich mehr am Ende als Conny.

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Das sieht man mir auf dem folgenden Foto auch kaum an. Es ist etwa 1km vor der Hütte entstanden und ich war wirklich am Ende.

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Endlich erreichen wir am späten Nachmittag die Heaphy Hut, diese ist riesig und sehr modern und lädt uns dazu ein, Kräfte für die letzte Etappe morgen zu sammeln. Außerdem bietet sie Schutz vor den Sandflies, die es hier um die Hütte herum zu tausenden gibt.

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Das Besondere an der Heaphy Hut ist ihre Lage quasi direkt am Strand, natürlich in Richtung Westen also in Richtung Sonnenuntergang. Dieser war auch mal wieder sehr beeindruckend.

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Zwischendurch habe ich mich auch raus getraut, um ein paar Fotos zu machen. Jedoch nur mit langer Hose, langen Ärmeln, Mütze und Buff im Gesicht, denn sonst wird man direkt zerstochen. Kein Witz! Sobald man kurz stehen bleibt, hat man bestimmt 200 Sanflies um sich herum.

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In der Sandflie-Sicheren Hütte quatschen wir noch ein bisschen mit den Mitwanderern (zumeist Neuseeländer) und fallen dann ins Bettchen. Morgen steht die letzte Etappe an, die werden wir ja wohl auch noch schaffen!

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Neuseeland–Heaphy Track: Tag 2

Wir wachen etwa um halb sieben relativ erholt in unserer Hütte auf. Schnell angezogen und einen Happen gefrühstückt, dabei konnten wir einen tollen Sonnenaufgang beobachten. Unsere Füße weisen von dem Gehetze gestern tatsächlich einige Druckstellen auf. Oder vielmehr von unseren neuen, nicht eingelaufenen Wanderschuhen, die wir uns gegen umgeknickte Knöchel zugelegt haben.

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Gegen halb neun heißt es dann: losgewandert. Heute steht mit 24km die längste Etappe auf dem Plan. Das letzte Mal, dass ich solche Distanzen überwunden habe.liegt gefühlt zwanzig Jahre zurück und Marcus ist überhaupt noch nicht so lang gewandert. Aber wir haben heute ja den ganzen Tag.

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Der Weg führt uns zunächst – wieder – durch Wald bergab und wir sehen wieder viele kleine und größere Vögel. Wir laufen über Stock und Stein und auch über kleine Flüsschen.

Bald aber wird die Pflanzenwelt niedriger und vor uns tun sich die Gouland Downs auf, eine 800m hochgelegene Steppenlandschaft. Im Morgenlicht und mit einigen tiefhängenden Wolken in den umgebenden Bergen ein toller Anblick!

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Bald darauf entdecken wir einen toll gelegenen Picknicktisch mit grandioser Aussicht und es heißt erstmal hobbitgetreu: Zweites Frühstück. Dabei beobachten wir unsere Hüttengefährten, die uns alle überholen. Das ist uns ganz recht, denn wir wollen uns nicht stressen lassen.

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Nach kurzer Stärkung geht es durch die grasbewachsenen Hügel, durch die sich der Weg windet.

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Und da kommt auch schon der weltbekannte Shoe Pole in Sicht. An diesem Holzpfahl werden wohl schon seit Jahren (Wander)Schuhe hinterlassen bzw. getauscht. Angesichts unserer drückenden Schuhen überlegen wir kurz, dort etwas mitgehen zu lassen, aber Highheels und Pantoffeln scheinen uns noch weniger angemessen. Dafür haben wir auf einem der Bilder den kleinen Maulwurf versteckt.

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Vorbei an der kleinen Gouland Downs Hut, in der man auch übernachten kann. geht es weiter. Unendliche Weiten und Einsamkeit, genau unser Ding.

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Der Weg führt durch einen verwunschenen und moosbewachsenen Wald mit kleinen Höhlen, dann wieder durch Steppe und über Flüsse, die wahlweise mittels Brücke oder so überquert werden können. In unserem Fall geht es wegen dem niedrigen Wasserstand meist auch so. Das Wetter spielt mit, der angesagte Fisselregen bleibt aus.

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So können wir den Weg völlig genießen. Bei Nebel kann man wohl leicht die Orientierung verlieren hier.

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Nach etwa 12km erreichen wir die Saxon Hut, in der wir unsere wohlverdiente Mittagspause halten. Auch hier hätte man übernachten können und im Nachhinein wäre das vielleicht weise gewesen.

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Mit wunderschöner Aussicht genießen wir ein paar Annehmlichkeiten und machen uns dann weiter auf den Weg. Von dem gibt es erstaunlicherweise weniger Fotos. Zunächst einmal verschwanden die tollen Aussichten zunehmend in wiederkehrenden Wald. Dann ging es nur noch bergauf. Unsere Füße schmerzten immer mehr. Und noch immer sind es gut 10km bis zu unserem Tagesziel.

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Die Stimmung sinkt immer schneller und nur mit gegenseitiger Motivation können wir uns noch antreiben.

Von der Landschaft bekommen wir immer weniger mit und hoffen am Ende nur noch auf das Schild, das uns den letzten Kilometer vor der James Mackay Hütte anzeigt. Und der zieht sich dann. Gefühlte 5km später haben wir es aber geschafft.

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Ziemlich fertig kommen wir in der schon vorgeheizten gemütlichen Hütte an. Bleibt nur noch die Frage: Wie sollen wir den morgigen Tag mit nochmal 21km überstehen?

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Neuseeland–Heaphy Track: Tag 1

Eigentlich hatten wir vor, nach dem Tag im Abel Tasman nach Karamea durchzufahren, das ist dort wo der Heaphy Track endet. Von dort wollten wir uns zum Start des Heaphy Tracks transportieren lassen und nach 4 Tagen wandern wieder an unserem Auto ankommen.

So kam es dann aber leider nicht. Denn was wir nicht wussten: Die Enden des Heaphy Tracks liegen per Auto über 300km voneinander entfernt und einen einfachen Transport von Karamea zum Start gibt es nicht. Verdammt. Wir stellen uns mit unserem Camper auf einen Parkplatz und telefonieren erstmal viel durch die Gegend, um einen Alternativplan aufzustellen. Eine Stunde später steht dieser. Wir lassen das Auto in Nelson, lassen uns von hier zum Start des Heaphy Tracks bringen und fahren nach dessen Beendigung und einer Nacht in Karamea mit einem Linienbus zurück nach Nelson. Klingt einfach genug für uns. Wir buchen Busse und Übernachtungen teils selbst und teils über die i-Site.

Am nächsten Morgen um 8 bringt uns ein Shuttle wie geplant zum Start des Heaphy-Tracks. Unser Fahrer scheint alkoholischen Getränken nicht abgeneigt, ist aber ganz nett drauf. Den Start des Tracks erreichen wir erst um 13:30 Uhr und davor machen wir auch noch eine Mittagspause in einem der bekanntesten Bistros Neuseelands, dem “Cafe Wholemeal” in Takaka. Können wir empfehlen. In Takaka kauft sich Conny bei einem deutschen Bäcker dann auch eine original Laugenbrezen, sowas vermissen wir ja schon!

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Dann geht es endlich auf die Strecke. Es ist wie gesagt 13:30 Uhr, um 19:30 Uhr geht die Sonne unter und für den Track braucht man etwa 5 Stunden wenn man keine Pausen macht. Wir bekommen leichte Panik und rennen los wie die bekloppten. Wieder dabei, wie auch beim Tongariro Northern Circuit: Jeweils um die 10kg auf dem Rücken.

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Der Track führt uns am ersten Tag stetig bergauf. Wir schrauben uns heute etwa 700m in die Höhe. Das ist aber alles nicht so richtig schlimm,denn die Steigung verteilt sich auf 17,8km. Wir arbeiten uns, anders als beim Tongariro Northern Crossing, durch viel Regenwald nach oben.

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Belohnt werden wir hier und da mit schönen Ausblicken auf die Umgebung, die ebenfalls stark bewaldet ist. Ein paar Berge, die höher sind als wir, liegen um uns herum.

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Der Nachteil, wenn man immer durch Wald läuft: Man weiß nie so richtig wo das eigentliche Ziel ist und man sieht auch nicht viel von der Sonne, ein bisschen wir im Abel Tasman Nationalpark vor zwei Tagen.

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Nach 4 Stunden sollte man einen Unterstand erreichen, den haben wir dann mal bei 3:30h erreicht. Wir sind ein bisschen stolz und machen ein wenig Pause, bevor wir uns die letzte Stunde in Richtung Perry Saddle Hut vornehmen. Dort verbringen wir dann die Nacht.

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Auf dem Weg sehen wir relativ viele Vögel. Neuseeland ist ja eh für seine Artenvielfalt unserer gefiederten Freunde bekannt, dieser Track aber nochmal in besonderem Maße. Einige Vögel kommen bis auf wenige Zentimeter an uns heran, so beispielsweise einige Wekas oder ein kleiner Mecker-Vogel.

Hier sind wir auch schon recht hoch und werden immer häufiger mit schönen Views belohnt. Das muss jetzt auch sein, denn wir sind schon ganz schön fertig. Es ist sicherlich nicht hilfreich, dass wir heute hetzen mussten um noch vor Sonnenuntergang an der Hütte zu sein.

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Etwa eine halbe Stunde vor unserem Ziel sehen wir die Abzweigung zum höchsten Punkt des Tracks, nämlich “Flanagans Corner”. Wir lassen uns nicht lumpen und machen den 150m-Abstecher.

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Belohnt werden wir nach ein wenig Kraxelei durch einen grandiosen Rundumblick auf die umliegenden Berge. Inzwischen sind auch in alle Himmelsrichtungen Berge zu sehen und auch unsere Hütte können wir von hier aus sehen.

Um überhaupt etwas zu sehen, muss man allerdings auf einen Picknicktisch steigen, denn sonst sind ringsherum nur Büsche zu sehen.

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30 Minuten später erreichen wir dann auch endlich die Perry Saddle Hut, unsere Unterkunft für die erste Nacht. Wir sind ziemlich hinüber und freuen uns erstmal auf ein warmes Abendessen, dass wir uns in der Hütte zubereiten. Selbst ein Kaminfeuer brennt hier schon: Perfekte Hüttenromantik!

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Passend dazu sehen wir gerade noch den Sonnenuntergang hinter dem nächsten Hügel, auf den Folgend sich Nebel um unsere Hütte herum ausbreitete. Ein bisschen gruselig.

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Wir schlafen so etwa um 21 Uhr ein und freuen uns auf den nächsten Tag, denn da haben wir keine Zeitvorgaben. Dafür müssen wir morgen 24km laufen. Oha.

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