Neuseeland–Kepler Track: Tag 1

Nach zwei Nächten in Te Anau ging es für uns dann auf den dritten Great Walk, den wir hier in Neuseeland unternehmen. Ziemlich genau im 2-Wochen-Rythmus übrigens. Morgens um 9 standen wir am Startpunkt und ziehen los.

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Unser Weg führt uns die ersten 1,5 Stunden nur durch Wald. Der Kepler-Track ist eigentlich bekannt für seine Bergpanoramen und so stellte sich schon Ernüchterung ein, war aber alles andere als langweilig.

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Der Weg führte stets am Lake Te Anau entlang und so hatten wir immer mal wieder Seeblick und auch Blick aufs Wetter. Bislang hingen viele Wolken im Tal, so dass wir ein wenig Angst um unsere Aussicht hatten später am Tage.

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Auch der Wald war nicht so richtig langweilig, hier waren viele Bäume und Flächen voller Moos, was dem ganzen hier eine etwas mysteriöse Atmosphäre gab.

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Ich habe mich auch mal als Naturfotograf versucht und habe einige der Bewachsungen fotografiert. Ich hoffe, es kommt halbwegs rüber, wie cool das hier ausschaut.

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Etwas schneller als geplant, waren wir dann an Brod Bay, das war unser erster Zwischenstopp. Dieser fiel jedoch kurz aus, Sandflies-Alarm! Also schnell weiter. Von nun an geht es stets bergauf. Etwa 700 Höhenmeter.

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Wir kommen ordentlich ins Schwitzen beim Anstieg und Conny kommt sogar dermaßen auf Temperatur, dass sie in der kühlen Morgenluft dampft.

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Belohnt werden wir schon auf halber Strecke mit hübschen Aussichten über die Stadt Te Anau und den zugehörigen See.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir die “Limestone Bluffs”, also Felsvorsprünge. Waren auch garnicht mal so unspektakulär. Aber leider auch anstrengend, da man hier mittels Treppenstufen weiterklettert.

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Wir kraxeln einige Minuten über diese Treppen und an weiteren Felsen vorbei und nach wenigen Minuten war es das auch schon mit den groß angekündigten “Limestone Bluffs”.

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Stattdessen geht es weiter mit Moos-Wald wie zuvor. Allerdings wird es heller, die Baumgrenze kann also nicht weit entfernt sein.

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War sie auch nicht. Von einem zum anderen Moment stehen wir nicht mehr im Wald, sondern auf flachem Terrain. Wir hatten uns den Übergang nicht ganz so schlagartig vorgestellt.

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Wir machen hier erstmal ein kleines Päuschen und genießen die Panorama-Aussicht. So haben wir uns das vorgestellt! Wolkig ist es hier oben auch nicht! Herrlich!

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Sogar ein wenig Sonne kommt heraus und so kommen wir sogar ein wenig ins Schwitzen, aber man kann bei solch einer Aussicht ja auch gerne mehrere Pausen machen.

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Die Hütte ist von diesem Punkt aus noch etwa 45 Minuten entfernt, die schaffen wir auch noch, wir sind jetzt etwa 4-5 Stunden unterwegs.

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Je weiter wir laufen, desto mehr Berge kommen in Sichtweite. Zu Beginn bilden sie ein dunkles, bedrohliches Hintergrundpanorama, was mit dem sonnenbeschienenen Vordergrund kollidiert. Cool.

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Wir wandern also weiter auf die Berge zu, die Landschaft bleibt vorerst die selbe, nämlich spärlich mit Gräsern bewachsen.

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Die Berge und die Schlucht zwischen uns und den Bergen kommen jedoch näher und wir erkennen immer mehr Details wie Flüsse oder weitere Berggipfel in der Ferne.

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Und nach einer kleinen Biegung stehen wir plötzlich schon vor der ersten Hütte, der “Luxmore Hut”. Die Luxmore Hut ist zweistöckig und fasst über 50 Personen, was wir ein wenig uncool finden, da geht doch die ganze Hüttenromantik verloren. Aber man will ja nicht meckern.

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Während Conny es sich in der Hütte bequem macht, mache ich noch einen Ausflug zum nahegelegenen Mount Luxmore. Eigentlich passieren wir den morgen, aber da Wolken angesagt sind, versuche ich heute mal mein Glück, um dort eine grandiose Aussicht zu erhaschen.

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Nach der Luxmore Hut geht es wieder erbarmungslos bergauf, meine armen Beine! Aber wer einen Berg besteigen will, muss nunmal nach oben klettern.

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Die Panoramas, die sich mir bieten, werden auch durch die zusätzlichen Höhenmeter immer faszinierender! Immer spektakulärer bauen sich immer mehr Berge in der Ferne auf.

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Sowas ist ja kaum in Bildern wiederzugeben, ich habe es natürlich versucht und stundenlang Panoramabilder fabriziert, ich hoffe man erkennt, wie grandios die Sicht war.

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Zwischen den Bergen konnte man schon einige Regenschauer erkennen. Ich entscheide mich aber zur Flucht nach vorne und möchte nicht umkehren, bevor ich den Berg nicht bestiegen habe.

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Meine Regenjacke habe ich natürlich an der Hütte gelassen. Verdammt. Aber das ist mir in dem Moment auch egal. Ich bin einfach hin und weg von den ganzen Bergen.

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Nach etwa 1 Stunde erreiche ich die Abzweigung zum Gipfel von Mount Luxmore. Ich zögere nicht lange und klettere den Geröll-Pfad nach oben.

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Die meiste Zeit ist es relativ einfach nach oben zu kommen, hin und wieder muss man aber auch richtig klettern. Das Ganze dauert so in etwa 10 Minuten und man sollte schon schwindelfrei sein!

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Aber was soll ich sagen? Das gekraxel lohnt sich! Von hier aus ist die Sicht nochmal beeindruckender und vorallem auch in alle Richtungen, denn Mount Luxmore scheint definitiv einer der höheren Berge hier zu sein. Er hat 1472m. Somit ist er zwar nicht der höchste Punkt unserer Reise, aber der erste alpine Berggipfel den ich besteige. Yeah!

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Nach vielen vielen Fotos und vielen Minuten, die ich nur dort sitze und in die Runde gucke, kommt langsam aber sicher der Regen näher und ich muss mich auf den Rückweg machen. Irgendwann wird es hier bestimmt auch dunkel!

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Im halben Sprint und mit nassem T-Shirt erreiche ich die Hütte und treffe Conny wieder. Es gibt wieder Hütten-Abendessen bei uns, das sind ja meistens Nudelbecher bei mir und Asia-Nudeln bei Conny.

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Von unserem Bett unserer Matratze aus können wir die Berge sehen, dürfen aber erst nach einem “Ranger Talk” schlafen gehen, denn der ist verpflichtend. Es soll ein bisschen kühl und wolkig werden morgen, vielleicht ein paar Schauer. Klingt okay. Gute Nacht.

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Neuseeland–Otago Central Rail Trail: Tag 2

Wir stehen etwa um 7 Uhr auf und trauen uns erstmal eine Weile nicht aus dem Bett, denn unser Cottage ist eiskalt. Irgendwann mussten wir aber, hilft ja alles nichts. Schnell duschen und packen, denn je früher wir wegkommen, desto eher wird uns beim Radeln warm. Vorher nehmen wir noch ein kleines Frühstück zu uns, das gabs zur Übernachtung dazu.

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Wir essen eine Schüssel Milch mit Weet-Bix und blinzeln in die Morgensonne. Weet-Bix ist hier recht populär zum Frühstück, uns schmeckt es aber nicht so gut und so beenden wir das Frühstück recht fix und schwingen uns auf die Fahrräder. So sind wir auch vor den Massen unterwegs, denn aus den Cottages kommen nun die anderen Radler hervor.

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Heute also nur bergab? Das klingt gut! Es fängt auch gut an. Der Trail ist recht leer und es geht tatsächlich deutlich einfacher als am Vortag! Wir genießen die Landschaft in der Morgensonne und lassen uns rollen!

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Revolutionäre Landschaften haben wir jetzt nicht mehr, aber mehr vom altbewährten: Mehr grüne Hügel, mehr große Felder und mehr Schafe!

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Wir lassen uns größtenteils wirklich rollen und sind trotzdem deutlich schneller als gestern. Dabei haben wir es doch heute garnicht eilig!

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Um etwa 9 Uhr erreichen wir das 15km entfernte Ranfurly. Das scheint hier so die größte Ortschaft zu sein. Es gibt sogar einen Supermarkt, bei dem wir uns mit Schokolade eindecken und ein Café, in dem wir uns nun erstmal ein kleines zweites Frühstück gönnen. Conny wieder einen Kaffee und auch ein Muffin ist wieder dabei, diesmal Mango und weiße Schokolade. Wir sind hin und weg.

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Erst um 10 Uhr fahren wir weiter und haben jetzt noch etwa 4 Stunden Zeit für die letzten 30km. Das klingt schaffbar. Auf der Strecke erwartet uns – man ahnt es schon – mehr Landschaft und mehr Schafe.

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In Waipiata legen wir einige Kilometer später die nächste Pause ein. Eigentlich müssten wir nicht so viel pausieren, aber dadurch, dass es bergab geht, sind wir deutlich zu schnell.

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In Waipiata gibt es etwas Schokolade und etwas zu trinken. Wir genießen auch nochmal ein wenig Sonne im Sitzen, inzwischen wird es auch langsam warm. Bis hierhin waren die Temperaturen bestimmt noch einstellig würde ich schätzen.

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Weiter geht es immer weiter bergab und nun sieht man auch hin und wieder alte Schienen, die wohl hiergeblieben sind von der alten Bahnlinie. Sowas finde ich ja cool. Sogar eine funktionsfähige Weiche ist dabei, die musste ich natürlich erstmal umstellen! An anderen Stellen sieht der Rail Trail aus wie ein normaler Feldweg, aber was will man auch groß erwarten.

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Wir passieren eine weitere Schlucht. Wie schon am Vortag säumen sich entlang des Flusses in der Schlucht gelbe Bäume. Die haben es mir ja angetan.

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Wir genießen den Blick in die Schlucht und freuen uns, dass wir so gutes Wetter erwischt haben. Angesagt waren Regen und Wind.

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Dann geht es auch schon über unsere letzte Brücke, diese hat sogar noch ein paar Schienenreste und Holzbohlen der ehemaligen Bahnstrecke.

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Unsere Fahrt neigt sich dem Ende und wir erwischen noch ein paar tolle Aussichten und passieren noch den letzten Tunnel unserer Fahrt.

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Dann kommt auch schon Hyde in Sichtweite. Da endet unsere Fahrt und wir werden um 14:20 Uhr dort abgeholt. Als wir ankommen ist es gerade mal 12 Uhr. Verdammt, wir waren einfach zu schnell.

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91,81km zeigt mein Fahrradcomputer an, wir sind ein bisschen stolz und belohnen uns mit einem Wrap und einer Cheeseroll. Man muss aber schon sagen, dass wir uns nicht überanstrengt haben auf dem Track, auch wenn der erste Tag fies bergauf ging.

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Unser Pickup holt uns dann auch pünktlich ab und bringt uns zurück zu unserem Camper nach Omakau. Wir geben Fahrräder und Helme zurück und schwingen uns in unser Gefährt, denn heute geht es noch relativ weit südlich. Über Queenstown fahren wir nämlich heute noch bis nach Te Anau.

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Queenstown erreichen wir zum Sonnenuntergang, dort schnappen wir uns noch einen Fergburger und ein paar Pommes, beides haben wir dann auch konsumiert als wir gegen 21 Uhr Te Anau erreichen und es uns dort in einer beheizten Cabin gemütlich machen. Warum wir hier sind? Übermorgen wandern wir den 4-tägigen “Kepler Track”.

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Neuseeland–Otago Central Rail Trail: Tag 1

Heute starten wir also unseren zweiten Versuch, eine gescheite Fahrradtour in Neuseeland zu unternehmen. Die Motu-Trails, die wir auf der Nordinsel probiert haben, hatten uns ja leicht überfordert und waren eher eine Mountainbike-Strecke, dieses mal ist es angeblich viel einfacher. Wir fahren nun für zwei Tage ein Teilstück des Otage Central Rail Trail, eine zum Radweg umfunktionierte ehemalige Bahnstrecke und der erste von Neuseelands “Great Rides”. Wir starten in Omakau, wo wir unsere Fahrräder abholen und unsere Tasche mit Übernachtungssachen abgeben, die uns dann abends erwarten wird. Wir werden heute etwas über 40km hinter uns lassen und morgen dann nochmal ähnlich viele. 100m von dem Fahrradverleih biegen wir auf den Rail Trail und radeln los.

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Man fährt hier hauptsächlich auf “gravel”, also auf einer Schotterpiste. In Deutschland sind zu Radwegen umfunktionierte Bahntrassen meines Wissens sogar oftmals asphaltiert, diesen Luxus haben wir hier wohl nicht. Dafür spielt das Wetter wieder mit und auch die Landschaft um uns herum ist mal wieder herrlich!

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Vorbei an Feldern und Hügeln schrauben wir uns stets leicht bergan. Bahnstrecken haben ja eher keine starken Steigungen und so geschieht dies ziemlich subtil, aber dafür kontinuierlich.

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Wir kommen auch an vielen vielen Schafen vorbei. Neuseeland ist ja berühmt dafür, viele Schafe zu haben, so viele wie auf dieser Radtour haben wir bislang aber noch nicht gesehen. Tatsächlich reichen sie manchmal so weit das Auge reicht. Schüchtern sind sie zudem auch noch und so fangen viele immer an zu flüchten, wenn Radfahrer vorbeikommen.

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Das verwundert ein bisschen, denn auf dem Rail Trail ist ganz schön viel los. Das wird uns spätestens bei unserem ersten Stopp bewusst. Dieser ist bereits nach 7km an einem kleinen Café, welches uns wärmstens empfohlen wurde. Es wurde aber wohl auch 50 weiteren Radfahrern empfohlen, denn alle haben hier kurz Rast gemacht.

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Das Café war aber zugegebenermaßen super. Conny genoss ihren Kaffee und wir hatten einen Himbeere-Schokolade-Muffin. Der Muffin war echt klasse, Conny fand ihn sogar überragend gut.

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Nach einer halben Stunde geht es direkt wieder auf die Strecke. Jetzt wird es spannend, denn wir kommen jetzt auf den Abschnitt der heutigen Strecke, der auch viele Brücken und Tunnel verspricht. Cool.

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Brücken werden hier alle als “Viaduct” bezeichnet. Unter dieser Bezeichnung hatte ich etwas mehr als einfache Brücken erwartet, waren aber in der Regel recht einfache Brücken vom Anfang des letzten Jahrhunderts.

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Der erste Tunnel lies auch nicht lange auf sich warten. Wir haben heute zwei Tunnel auf der Strecke und morgen noch einen. Die sind alle so um die 200m lang und stockdunkel. Man soll auch absteigen, bevor man durchfährt.

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Wir meistern auch den Tunnel und kommen – Überraschung – auf der anderen Seite wieder heraus. Dort erwartet uns eine pittoreske Schlucht, durch die ein Fluss führt. Am Ufer des Flusses haben sich so gelbe Bäume angesiedelt und wachsen überall da, wo der Fluss verläuft. Das sieht von oben schon sehr cool aus wie wir finden.

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Unser Weg führt uns über einen weiteren “Viaduct”. Dieser scheint der längste zu sein, denn hier stauen sich auch viele fotografierende Leute. Ich fand ihn wieder nicht so spektakulär. Ich habe unterwegs mal eine Neuseeländerin drauf angesprochen und sie meinte, dass die Brücken für ein so junges Land wie Neuseeland schon eine Faszination ausüben. Vielleicht sind wir da von zuhause einfach andere Maßstäbe gewöhnt.

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Unser Weg führt uns wieder raus aus der Schlucht und auf platteres Land. Hier haben wir nicht nur grandiose Aussichten auf die umliegende – eher flache – Landschaft, sondern begegnen auch wieder mehr Tieren. Zum Teil sogar mitten auf der Strecke.

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Hin und wieder pausieren wir mal, um ein wenig Wasser zu trinken, über die stetige Steigung zu fluchen und Jelly Beans zu futtern. Die Jelly Beans gab es von unserem Fahrradverleih, da sie angeblich ordentlich Energie geben. Conny hat sie doch tatsächlich zwischenzeitlich mit Berty Botts Bohnen in sämtlichen Geschmacksrichtungen aus Harry Potter verwechselt und die Geschmacksrichtungen “Popel” oder “Erbrochenes” erwartet. Stattdessen hatte sie übrigens Lakritze.

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Inzwischen hatten wir auch ordentlich Gegenwind, zusätzlich zur stets leichten Steigung und so mussten wir durchaus ein bisschen kämpfen und schlichen mit etwa 10 km/h durch die Gegend.

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Die Erleichterung war groß, als dann unser zweiter Stopp in Sichtweite kam: Hayes Engineering. Hier wurden früher Maschinen gefertigt und es gab auch ein kleines Museum. Während ich meine Beine entspannt habe und eine “Organic Cola” getrunken habe, hat Conny sich das Museum mal genauer angeschaut.

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Conny sagt:

Der ganze Komplex war eine frühere Fabrik in der die Familie Hayes allerlei kleinere Gegenstände für die Agrarwirtschaft gefertigt hat, zum Beispiel Drahtzaunspanner. Das Faszinierende war, das in den Scheunen noch alles so war, als kämen die Arbeiter gleich zurück. Drehbänke, Bohrmaschinen, alles noch da und wie einsatzbereit, an den Wänden Regale mit Schrauben und Spannstücken. Und überall der Geruch von Öl und Metall Smiley. Der Familienvater hatte auch alleine alle Geräte mit einem Antrieb versehen (durch ein Windrad), was in einem Gewirr von Antriebsbändern endete, aber funktionierte. Auch seine Frau war sehr findig. Sie radelte über die Berge und durch die Weiten Otagos, um Bestellungen von Kunden aufzunehmen und auszuliefern. Eine kleine do-it-yourself-story.

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Ausgeruht ging es dann auf die letzten 15 Kilometer bis zu unserer heutigen Unterkunft. Der Wind hat nicht nachgelassen und die Sonne versteckte sich zudem immer häufiger hinter Wolken und so wurde es doch tatsächlich ein wenig kalt. Ob Connys Mütze unter dem Helm modisch vertretbar war, lasse ich trotzdem mal dahingestellt.

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Auf dem Weg passierten wir den südlichen 45. Breitengrad. Angeblich verläuft der nördliche 45. Breitengrad durch Burgund in Frankreich. Wir werden das prüfen.

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Nach einigen weiteren Kilometern erreichen wir den höchsten Punkt des Rail Trails. Das wurde aber auch Zeit, wir haben jetzt über 30 Kilometer nur bergauf hinter uns. Das war schon nicht ganz so spaßig. Das Schild am höchsten Punkt verspricht auch “It’s all downhill from here!” – Von hieraus gehts nur noch bergab. Na hoffentlich!

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Das Schild sollte Recht behalten und mit 30 km/h brettern wir die Schotterpiste für die nächsten Kilometer bergab. So macht das schon eher Spaß.

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Wir erreichen um etwas nach 15 Uhr Wedderburn. Hier werden wir in den “Wedderburn Cottages” unsere Nacht verbringen. Viel mehr gibt es in Wedderburn auch nicht. Noch eine Wirtschaft, eine Scheune und das war es dann. Cool. Unsere Übernachtungssachen warten schon auf uns und ein Zettel an der Türe sagt uns, welches Cottage wir beziehen sollen.

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Als wir unsere Übernachtungshütte sehen, wissen wir direkt: Es wird eine kühle Nacht. Das Cottage ist komplett aus Wellblech, drinnen sind zwei Betten mit jeweils 4 Bettdecken. Oha. Naja, wir werden es überleben.

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Wir schlurfen mit müden Beinen die 4 Minuten zur Wedderburn Tavern, dem örtlichen Pub. Hier gibt es um 16 Uhr noch nichts zu Essen, wie wir voller Enttäuschung feststellen müssen, also erstmal ein Bierchen in der Sonne. Auch schön.

Ab 18 Uhr bekommen wir dann aber doch was zu Essen. Conny ein Cordon Bleu und ich einen “Wedderburger”. Beides Solide. Wir stellen beim Essen fest, dass wir die einzigen nicht-Neuseeländer in dem Laden sind und am Nebentisch schimpfen die örtlichen Farmer über das Wetter. Die müffeln auch ein wenig, wie Conny feststellen muss.

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Wir schleppen uns satt und Müde zurück in unsere spartanische Bleibe und schlafen noch vor 9 Uhr ein. Wir Weicheier.

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Neuseeland–Wanaka, Mount Cook und Queenstown

Heute wollten wir uns ja eigentlich noch die sogenannten Mirror Lakes und den Fox Gletscher im Ganzen anschauen. Doch schon die ganze Nacht hat es in Strömen geregnet und auch am Morgen kann man  keine 20m weit sehen. Da haben wir doch das erste Mal richtig Pech mit dem Wetter in Neuseeland! Für uns ist schnell klar: wir brechen die Zelte ab und machen uns auf den Weg auf die andere Seite der Alpen.

Wir machen uns also auf den Weg über den Haast Pass, – einem der niedrigeren Pässe über die Alpen, weil wir hoffen, dort bessere Wetter zu haben und vielleicht noch eine Wanderung mitnehmen zu können.

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Der Regen lässt tatsächlich schon etwas nach, als wir ein wenig ins Landesinnere Richtung Pass kommen und die Wolken wabern im Tal herum.

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Auf dem Weg gibt es einiges zu entdecken! Zum Beispiel Wasserfälle, die nach dem Regen natürlich ordentlich Wasser führen und einen Gebirgsfluss, dessen Wasser eisblau ist und den Pass herunterströmt.

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Bald nach dem Haast Pass kommen wir an einige der großen Seen, die hier im Süden der Südinsel sind. Das Wetter wird immer besser und uns bieten sich eindrucksvolle Panoramen.

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Am liebsten würden wir an jeder Ecke halten oder die Straße mit 20km/h befahren, aber leider müssen wir uns den Highway mit anderen störenden Individuen teilen, -Skandal! Wir genießen die Fahrt trotzdem.

Unser Ziel heißt Wanaka, eine recht große Stadt in den Ausläufern der Southern Alps.

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Sie liegt natürlich auch an einem dieser Seen und so schlängeln wir uns mit der Straße an den Bergen vorbei, mit einer solchen tollen Aussicht!

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Angekommen in Wanaka suchen wir das örtliche DOC Büro auf und informieren uns über das Wetter am nächsten Tag, den dann wollen wir eine kleine Wanderung am Mount Cook bzw. Aoraki (der Wolkendurchbohrer, ein wunderbar martialischer Name für einen Berg) machen. Es soll zwar Fisselregen geben, aber völlig schlecht soll es auch nicht werden.

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Da die Sonne hier in Wanaka tatsächlich wieder scheint, suchen wir uns schnell unseren Campingplatz mit Ausblick und fühlen uns wie vor ein Gemälde geparkt. Mit der Aussicht setzt Conny sich mit Wein in die Sonne und Marcus geht sogar noch joggen. Die schönste Laufstrecke seines Lebens

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Ob die Bewohner Wanakas überhaupt wissen, dass sie in so einer tollen Lage wohnen?

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Noch ein leckeres Abendessen und am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zum höchsten Berg Australasiens. Er misst was in die 3700m und wir sind gespannt, ob wir seinen Gipfel heute überhaupt zu sehen bekommen.

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Zunächst ein mal geht es aber durch grüne bergige Landschaft und über einen weiteren Pass. Obwohl die Landschaft recht karg ist, gibt es recht viel Schafwirtschaft hier,- tatsächlich ist hier, wie überall auf Schildern hingewiesen wird, die Heimat der Merinoshirts von Neuseelands vielleicht bekanntestem Unternehmen Icebreaker.

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Und dann reißt der Himmel doch tatsächlich für ein paar Minuten auf und wir erhaschen einen Blick auf schneebedeckten Gipfel von Mount Cook. Juchu, damit haben wir eigentlich nicht gerechnet und fühlen und sehr glücklich, Also Conny zumindest.

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Nach einiger Gurkerei kommen wir dann endlich an unserem Startpunkt an. Es geht heute ins Hooker Valley (ja es heißt wirklich so). Bei besserem Wetter soll es da tolle Blicke auf Aoraki geben, aber so viel Glück haben wir dann auch nicht.

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Beschweren wollen wir uns aber auch nicht, denn immerhin sehen wir hier noch einige weitere Gletscher, die jedoch gerade stark am tauen sind. Wir hören es ein paar mal bedenklich grummeln, als wir durch das Tal wandern. Selbst bei dem durchwachsenen Wetter, bei dem man nur den Fuß von Mount Cook erahnen kann, ist der Weg übrigens noch stark frequentiert von Touristen.

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Nach circa 1:20 Stunde erreichen wir das Ziel: das Ende des Hooker Gletschers, der sich aus dem Eis speist, das oben auf Mount Cook draufliegt. Im Gegensatz zu Fox und Franz Josef eine wahrer Aha-Moment!

Der Anblick entschädigt dann auch für den einsetzenden Nieselregen, der uns auf dem Rückweg begleitet.

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Schnell ins Auto und auf nach Queenstown. Da wir relativ spät dran sind, nehmen wir auf dem Weg noch einen sensationellen Sonnenuntergang mit.

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Nach so einem beeindruckenden Tag haben wir natürlich ordentlich Hunger herangezüchtet. Infolge unseres diagnostizierten Burgerproblems haben wir auch sofort den weltbekannten Fergburgerladen ausgetestet.

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Was sollen wir sagen: er wird seinem Ruf gerecht. Falls ihr jemals nach Queenstown kommen solltet und guten Burger nicht völlig ignorant gegenüber steht: bitte esst ihn!

Queenstown ist ja eigentlich so etwas wie die Adrenalinhauptstadt. Angeblich wurde hier zum Beispiel das Bungeejumping erfunden und auch so gibt’s hier nichts was es nicht gibt. Das haben wir allerdings mal ignoriert und uns stattdessen um unseren in letzter Zeit etwas vernachlässigten Blog gekümmert und die nächsten Wochen geplant. Vielleicht kommen wir für den aufregenden Teil ja nochmal wieder. Wahrscheinlicher aber für den Fergburger Zwinkerndes Smiley.

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Neuseeland–Zwei Gletscher und ein Skydive

Nach dem Besichtigen der Pancake Rocks führt uns unser Weg weiter gen Süden. Schon bald tauschen wir die hübsche Küstenlandschaft gegen die Southern Alps, die dominierende Bergkette der Südinsel. Unser ziel, die beiden berühmtesten Gletscher Neuseelands, erreichen wir am späten Nachmittag.

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Wir erreichen zuerst den nördlicheren Gletscher, Franz Josef Glacier, der aber nur 20km von dem Anderen Gletscher, Fox Glacier, entfernt liegt. Hier steigen wir direkt mal aus und begeben uns auf Gletschersuche. Bereits das Schild fanden wir spannend, denn hier wird häufig die Zeit angepasst, die man bis zum jeweils aktuellen Lookout benötigt. Der Gletscher ist nämlich stetig auf dem Rückzug und auch die Felsen ringsherum sind wohl stetig in Bewegung, weswegen der Lookout häufiger verlegt wird.

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Als wir das Gletschertal erreichen, macht sich bei uns zunächst einmal Ernüchterung breit: Der Gletscher ist schon sehr weit zurückgezogen. Hier stehen überall Schilder, wo der Gletscher in welchem Jahr gewesen ist und alleine in den letzten 6 Jahren hat er sich mehrere hundert Meter nach hinten verlagert.

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Nach langer Wanderung erreichen wir den Lookout und sind noch ein wenig mehr ernüchtert, denn man kann kaum etwas vom Gletscher sehen. Er versteckt sich schon arg hinter der nächsten Felskante und man kann nur erahnen, wo er denn tatsächlich endet.

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Wir schießen ein letztes Foto von dem sichtbaren Teil und fahren weitern zum Fox Glacier. Diesen schauen wir uns aber nicht mehr heute an. Stattdessen schlagen wir unser Lager am frühen Abend im hiesigen Holiday Park auf und ärgern uns noch ein wenig über die happigen Preise des einzigen Lebensmittelgeschäfts im zum Gletscher zugehörigen Dorf.

Der nächste morgen beginnt alles andere als gut gelaunt, denn es hat die ganze Nacht geregnet. Verdammt, denn heute soll ich doch meinen Fallschirmsprung machen. Ein Glück kommt ab 9 Uhr die Sonne raus und es zeigt sich dann doch noch ein strahlend blauer Himmel. Perfekt. Also ab zum Skydiving-Unternehmen und rein in die uncoolen Klamotten.

Angeblich soll das hier der weltweit zweitbeste Fallschirmsprung nach dem Mount Everest sein, aber die können ja viel erzählen. Interessieren tut mich das alles eh erstmal nicht mehr, denn ich bin übelst nervös. Man stürzt sich ja nicht jeden Tag aus 4km Höhe aus einem Flugzeug! Mein argentinischer Tandem-Sprung-Partner hat etwa 1300 Sprünge hinter sich und ist kein Stück nervös, das macht es einfacher.

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Bevor ich überhaupt die grandiose Aussicht aus dem Flugzeug bewundern kann, reist jemand die Tür neben mir im Flugzeug auf und meine Beine baumeln draußen. Oha, jetzt gibts wohl kein zurück. Die Ampel springt auf grün und plötzlich verschwindet das Maschinengebrumm des Flugzeugs.

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Um mich herum pfeift der Wind und es fühlt sich ein bisschen an wie in der Achterbahn. Ich schreie aus voller Kehle. Ein geiles Gefühl! Nach wenigen Sekunden darf ich meine Arme auch ausbreiten, das hilft aber nicht viel, man fällt trotzdem wie ein Stein nach unten.

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Nach einer knappen Minute gibt es einen heftigen Ruck und mein Tandem-Argentinier und ich hängen im Fallschirm. Wir werden deutlich langsamer und die Bremsung war auch ganz ordentlich. Danach wird alles viel gemächlicher. Wir machen ein High-Five, ich darf meine uncoole Schutzbrille abnehmen und wir segeln in totaler Stille über den Wolken her. Die Aussicht ist Atemberaubend.

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Es gibt wohl auch nur wenige Fotos, wo ich in die Kamera schaue, weil ich so sehr damit beschäftigt war, die Aussicht einzufangen. Die Berge. Der Gletscher. Die Wolken von oben. Flüsse und Straßen. Es war einfach grandios!

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Nach einigen ruhigen Momenten, drehen wir ein paar scharfe Kurven mit dem Fallschirm, die mir ein wenig auf den Magen schlagen. Bzw. eigentlich drehe ich die Kurven selber, denn ich darf den Schirm selber lenken und ziehe auf Anweisung links oder rechts stark oder weniger stark. Die krassen Fliehkräfte in den Kurven haben mich dann aber doch ein wenig überrascht.

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Nach nur wenigen Minuten – gefühlt sowieso nur Sekunden – nähern wir uns dem Boden und setzen zur Landung an. Ich winke dabei nocheinmal entspannt Conny zu, die ich im Knall-Pinken Hoodie sofort auf dem Boden stehen sehe. Dann heißt es Beine anziehen so hoch es geht, denn gelandet wird auf dem Allerwertesten. Wir rutschen einige Meter auf dem Rasen und dann war es schon wieder alles vorbei.

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Die Landung hat Conny von unten sogar auf Video festgehalten. Ich will mich ja nicht loben, aber das sieht schon top aus. Naja, zu diesem Zeitpunkt habe ich ja auch nicht mehr gelenkt. Smiley

Ein letztes Erinnerungsfoto auf dem Landefeld und dann werde ich in Rekordgeschwindigkeit von Fallschirm, Helm, Handschuhen und Schutzbrille befreit, denn auf dem Flugfeld warten schon die nächsten Springer auf ihre Tandempartner.

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Während meine Mit-Springer landen, haben Conny und ich kurz Zeit, meine ersten Eindrücke auf Video festzuhalten. Ich habe das Grinsen für den ganzen Tag nicht mehr so richtig aus dem Gesicht bekommen. Einfach sehr beeindruckend alles.

Nach dem Adrenalin-Stoß tun wir uns erstmal ein bisschen Ruhe an und konsumieren eine Kleinigkeit in der örtlichen Bäckerei. Ich erzähle von Wolken, Bergen, Gletschern und freiem Fall, Conny hört zu. Danach schauen wir kurz im Holiday Park vorbei, bevor wir uns endlich aufmachen, den Fox-Glacier auch mal aus der Nähe zu begutachten.

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Wir stellen fest: Er ist deutlich einfacher zu erreichen als sein Kollege Franz und das obwohl er angeblich ein gutes Stückchen kleiner ist. Eigentlich wollten wir heute auch drauf rumklettern, aber sämtliche Klettertouren wurden abgesagt, weil sich irgendwo Eis gelöst hat, wodurch sich wohl unerwartet ein neuer Fluss gebildet hat.

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Macht nix, die Aussicht von hier ist auch schon ziemlich toll. Zwar hat sich der Fox Glacier ebenfalls in den letzten Jahren deutlich verkleinert, jedoch kommt man deutlich näher ran und kann so auch mal das Ende des Gletschers sehen.

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Wir stehen eine Weile am Lookout und schauen dem Gletscher zu. Während wir dort stehen, knackt und grummelt es immer mal wieder, der Gletscher ist halt stets am arbeiten.

Dabei ist es nicht nur Eis, das knackt, sondern auch das Geröll ringsherum kommt schonmal in Bewegung, da es nicht mehr vom sich zurückziehenden Eis gestützt wird.

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Ein letztes Erinnerungsfoto und wir ziehen los, um noch einen Aussichtspunkt zu suchen, der uns empfohlen wurde. Erreicht haben wir ihn aber nicht mehr, denn es fing an wie aus Kübeln zu regnen. Verdammt. Naja, war vielleicht auch genug für einen Tag.

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