Planung

Planung–Flexibilität vs. Budget

Grundsätzlich stellen wir uns unsere Weltreise schon sehr spontan vor. Die Art Reise, bei der man morgens oft nicht weiß, wo man abends schläft. Das ist so ein wenig der Gegenentwurf unseres Alltags in den letzten Jahren, der sehr stark geplant war, auch da wir stets viel zwischen Paderborn, Frankfurt und Darmstadt unterwegs waren. Im Laufe unseres Planungsprozesses für die anstehende Reise haben wir jedoch gemerkt, dass wir uns die volle Flexibilität teuer erkaufen müssten, wenn wir sie denn unbedingt verwirklichen wollen. One-Way-Flüge sind teurer als Return-Flüge mit Frühbucherrabatten und zur Hauptsaison ist ein Zimmer in vielen bekannteren Ortschaften nicht immer garantiert. So kam es dann, dass wir Stück für Stück schon einzelne Flüge und Orte gebucht haben und uns somit selbst eine Leitplanke für unsere Reise geschaffen haben. Das hat den Nachteil, dass wir das oben genannte Freiheitsgefühl wohl nur partiell genießen können. Klar gibt es Phasen wo nix gebucht ist und wir spontan schauen werden, ebenso gibt es aber auch Phasen, wo schon ein strikter Zeitplan existiert. Der Vorteil an der Geschichte war für uns in erster Linie unser entlastetes Budget. Hierbei gab es 4 oder 5 Bereiche in denen wir Buchungstechnisch tätig geworden sind:

Ayers Rock Wir möchten ganz gerne in Australien den Ayers Rock sehen, aber nicht tagelang durchs Outback fahren. Bleibt nur Fliegen. Wir wollten auch nicht nach dem Ayers Rock zurück zum Ausgangspunkt in Sydney, sondern weiter nach Norden und uns von dort wieder die Küste hinunterarbeiten. und da war das Problem. Die Flüge Sydney –> Ayers Rock –> Cairns sind meistens sehr teuer, da es sich um eine typische Touristenroute handelt. Hier hatten wir Glück, ein Angebot von Qantas und eins von Virgin Australia zu erwischen. Statt 1400€ zahlen wir nun etwa 700€ für zwei Personen. Die Flüge sind also schon fix gebucht.
Süd Thailand Wir fahren von Bangkok aus kurz vor Weihnachten gen Süden und werden die Feiertage auf Koh Tao verbringen. Über Weihnachten ist dort traditionell viel los und eine spontane Anreise hätte uns entweder viel Geld gekostet oder viele Nerven. Das wollten wir an Weihnachten nicht riskieren, also haben wir auch dort schonmal etwas gebucht.
Dubai Dubai ist unser erster Stopp der Weltreise und bei Weitem nicht so Backpackerfreundlich wie Südostasien. Hier haben wir unser Hotel (Das einzige Hotel auf der Reise, alles andere sind Hostels) breits gebucht. Das ist dann nicht direkt die volle Dröhnung zum Start der Reise.
China Unsere Round-Tour durch China machen wir ja guided und nicht völlig alleine. Hier mussten wir vorab buchen und bezahlen und haben dies dann auch getan. Der Termin ist fix.
Hin- und Rückflüge Über unsere Hin- und Rückflüge habe ich ja bereits einen ganzen Artikel geschrieben. Da wir hier auch für 80€ die Flüge umbuchen können, schnürt uns hier unser voreiliges Buchen ja nicht weiter ein.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass man sich beim Buchen nicht verunsichern lässt von den Buchungsseiten oder Fluggesellschaften und beim Buchung auf die Stornierungskonditionen oder Änderungskonditionen achtet. Oftmals kostet es nur sehr wenig Aufschlag sich eine Stornomöglichkeit einräumen zu lassen. So kann man im Bedarfsfall die Buchung einfach wieder canceln oder ändern und hat so wieder seine ganze Freiheit.

Ich finde es garnicht schlecht, dass wir ein paar Eckpunkte unserer Reise fest gebucht haben. Wir sind ja noch blutige Anfänger was das Backpacken angeht und vielleicht fällt es uns so erstmal leichter voranzukommen. Wir werden hier mal ausführlich von unseren Erfahrungen berichten, wenn wir im November nach unserer Chinatour das erste mal völlig ohne Plan unterwegs sind. Smiley

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Abschiedsparty

Bevor es los geht, haben wir die Gelegenheit genutzt noch ein letztes Mal vor unserer Reise mit allen Freunden und unseren Familien gehörig zu feiern. Es gibt ja im Leben nur wenige Anlässe zu denen man tatsächlich alle Leute um sich herum hat, die man gern hat. So eine Abschiedsparty ist einer davon.

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Die Verabschiedung von allen Freunden und Verwandten war nun tatsächlich eine der letzten Dinge die wir vor dem Abflug noch vor uns hatten. Abschiede sind ja selten freudige Ereignisse, obwohl man sich ja eigentlich tierisch auf die bevorstehende Reise freut. Dementsprechend war unsere Gefühlswelt dann auch ein wenig auf den Kopf gestellt und es wurde ein sehr emotionaler und toller Abend für uns!

An dieser Stelle möchten wir auch kurz Danke sagen und zwar allen die da waren und diesen Abend für uns zu einer der schönsten Erinnerungen für die nächsten Monate gemacht haben! Vielen vielen Dank!

Da wir uns zur Party nur eine Aufbesserung unserer Reisekasse gewünscht haben, haben wir nun auch ein bisschen Budget, um NOCH MEHR Postkarten aus all unseren Reise-Ländern zu schicken!

Eine richtig tolle Geschichte war an diesem Abend unser Gästebuch. Wir haben eine riesige Weltkarte an die Wand geklebt und unsere Reiseroute eingezeichnet. Gleichzeitig durfte jeder Gast sich auf der Weltkarte verewigen. Und das Resultat des Abends kann sich durchaus sehen lassen und wir haben an der ein oder anderen Stelle auch laut gelacht! Vielen Dank für die vielen lieben Wünsche!

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Alles in allem war es ein wunderschöner Abschied. Und jetzt kann es auch losgehen.

Übermorgen!

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Planung-Wohnungsauflösung

Letztes Wochenende war es soweit und wir haben die zweite von zwei Phasen unseres Auszugs aus unserer Wohnung hinter uns gebracht. Wir haben den Aus- bzw. Umzug zweigeteilt, da wir nicht den kompletten Umzugstress kurz vor unserer Abreise haben wollten, die Wohnung jedoch noch solange benötigen. So haben wir dann alles was wir bis dahin nicht benötigen in der ersten Phase wegtransportiert. Es blieb eine sehr kahle Wohnung, einen Mercedes Sprinter und einen kleinen Anhänger habn wir mit der ersten Ladung gefüllt. Beim zweiten Teil dann nochmal einen Sprinter voll. Man unterschätzt jedes mal wieviel Kleinscheiss in so eine Wohnung passt.

Ein kleiner Tipp zum Mercedes Sprinter: Man kann bei Sixt als bahn.comfort Kunde günstiger mieten, das ist eine kleine Erleichterung für die Reisekasse. Zudem kostet es in der Regel deutlich weniger, den Transporter an der selben Station abzugeben, wo man ihn geliehen hat, als ihn one way nur vom alten in den neuen Wohnort zu fahren. Bei uns kostete der Sprinter 180€ für 24 Stunden und 500km zzgl. Sprit. Eine Google-Suche führt euch zu den Bahn-Rabatten bei Sixt.

Wir haben in den letzten Wochen vor dem Auszug auch bereits relativ viele Möbel bei eBay Kleinanzeigen verkauft. Quasi alles was wir später nicht mehr verwenden möchten. Auch das ist wiederum eine kleine Aufbesserung der Reisekasse und zudem eine Entlastung für die Einlagerung der Möbel. eBay Kleinanzeigen war dabei sehr unkompliziert und funktioniert prinzipiell wie eine Kleinanzeige in der Zeitung. Nur mit Suchfunktion und deutlich größerem Empfängerkreis. Viele unserer ausgemusterten Stücke gingen sehr fix über den Ladentisch. Ich hatte den Eindruck, dass die Kleinanzeigen für Möbel sinnvoller sind als normale eBay-Auktionen.

Bei uns finden die verbleibenden Möbel übrigens 9 Monate Ruhe bei unseren Eltern sowie in einer SelfStorageUnit. Letztere sind nicht wirklich teuer und schießen momentan überall wie Pilze aus dem Boden. Zu beachten wäre hier vielleicht noch, keine Polster und Stoffe in den Lagerraum zu packen, wenn dieser ggf. feucht werden kann, sonst hat man hinterher einen neuen Mitbewohner in der neuen Wohnung nach der Reise, nämlich den Schimmel.

Hier ein kurzes Video aus unserer leeren Wohnung.

Momentan hausen wir für die letzte Woche vor der Abreise bei unseren Eltern. Hier laufen die letzten Vorbereitungen auf die Abreise. Packen, Shoppen, Abschied feiern. Gefühlsmäßig schwanken wir nun bei etwa 5 Tagen bis zum Reisestart irgendwo zwischen absolut euphorisch und panisch ängstlich. Einerseits freuen wir uns auf jeden einzelnen Programmpunkt den wir uns überlegt haben, auf der anderen Seite sind 9 Monate verdammt lang und wir werden Freunde und Familie schmerzlich vermissen. Naja, es gibt kein Zurück mehr, eine Reiserücktrittsversicherung gibt es nicht. Zwinkerndes Smiley

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Planung-Das fiese, große Planungsdokument

Wir haben schon relativ lange vor unserem Reisebeginn ein Dokument gehabt, in das wir beide bereits erste Gedanken, Wünsche, Ziele und Ideen für unsere Reise gepackt haben. Das menschliche Hirn ist ne unberechenbare Geschichte wenns ums Vergessen geht. So haben wir alle tollen Ideen konserviert und konnten sie später konkret einplanen oder immernoch verwerfen. Aus dieser losen Ideensammlung wurde dann etwa 1 Jahr vor der Reise ein konkretes Planungsdokument. Alle Kalendertage und Wochentage haben wir erst einmal leer in eine Tabelle gepackt und dann grob die geplanten Zeitpunkte und Ziele eingetragen. In diesem Status fingen wir dann auch an erste Informationen über Flugrouten einzuholen, wodurch unser Planungsdokument deutlich konkreter wurde.

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Mit der groben Einteilung, wie lange wir in welcher Region waren, konnten wir dann auch pauschale Kosten für einen Tag in der jeweiligen Region ansetzen und so zu einer ersten groben Kostenschätzung kommen. Da fielen wir übrigens auch erstmal hinten rüber.

Erst mit der Buchung der Flüge waren wir dann soweit auch erste Unterkünfte und Unternehmungen konkret zu recherchieren und einzutragen. Dadurch konnte wir einige Schätzungen dann durch recherchierte Kosten ersetzen. Und erst wenn man schonmal Kosten recherchiert hat, erkennt man ein Schnäppchen wenn man eins sieht Zwinkerndes Smiley

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Die List war und ist weiterhin Sammelstelle für Links und Ideen, was wir wo machen möchten, wo wir übernachten könnten und was dafür so für Kosten einzuplanen sind.

Inzwischen befinden wir uns ja kurz vor dem Start der Reise und einige Dinge sind bereits gebucht und bezahlt und so finden sich neben den geplanten Kosten auch einige bereits überwiesene Beträge in der Planung. So können wir validieren wie gut unsere Planung war, indem wir schauen, ob wir teurer oder günstiger als unsere Planung sind (bisher immer günstiger) und können außerdem ausrechnen, wieviel Kosten noch vor uns liegen. Man könnte mit dem Ding sogar eine tagesgenaue Liquiditätsplanung aufstellen, aber so freakig wollen wir mal nicht sein.

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Als Ablageort haben wir übrigens GoogleDrive gewählt. So können wir beide jederzeit darauf zugreifen und auch beide Änderungen daran vornehmen, ohne dass wir immer umständlich eine Datei austauschen müssen.

Wichtig ist hier, dass wir nicht vorhaben uns tagesgenau an diese Planung zu halten, sondern sie nur eine Planungshilfe für uns darstellte. Ob wir nun 5 oder 15 Tage in Koh Chang bleiben, welche Inseln wir in Südthailand sehen werden, so wie sämtliche Planung in Neuseeland entscheiden wir absolut spontan. Es ist illusorisch eine Planung für eine 9 Monatige Reise tagesgenau aufzustellen und macht zudem auch keinen Spaß. Zu Planungszwecken war es aber, gerade für die Kostenschätzung, sehr praktisch.

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Planung-Finanzierung

Der Klassiker unter den Fragen im Kontext einer Weltreise ist sicherlich: “Was kostet das denn alles?” dicht gefolgt von “Wie soll ich mir das leisten?”. Grundsätzlich hängen die Kosten stark davon ab, was man so machen möchte. Wie hochwertig muss meine Unterkunft sein, bewege ich mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fort, brauche ich einen Mietwagen, welche Länder werden bereist, usw. Bis hierhin alles blabla. Denn das steht auch in unzähligen Foreneinträgen und Blogartikeln so ziemlicher aller Reiselustiger Leute. Hier mal ein paar Daten unserer Planung, die vielleicht etwas konkretere Einschätzungen ermöglichen:

  • Wir wollen stets günstig in Hostels übernachten, aber nicht unbedingt im 20er-Dorm-Room
  • Hin und wieder wollen wir uns auch eine höherwertige Bleibe leisten.
  • Wir werden innerhalb der Länder größtenteils mit Bus und Bahn vorankommen. Wenig Taxi, wenig Touri-Busse.
  • An 2-3 Stellen gibt es mal einen Mietwagen oder einen Campervan
  • Wir haben keinen Campingkocher oder sowas dabei und werden uns lokal versorgen. Aber nicht bei den altbekannten Fastfoodketten Zwinkerndes Smiley
  • Die meisten Hostels werden wir ohne Breakfast buchen

Asien

In Südostasien planen wir etwa 20-25€ pro Nacht für einen Twin-Private-Room. Hinzu kommen etwa 20€ die wir täglich als Ausgaben einplanen. Das beinhaltet außer Lebensmitteln auch den Nahverkehr, Eintrittsgelder oder sonstige Einkäufe. In China liegen beide Sätze etwas höher, ebenso wie in Großstädten oder touristischen Ballungszentren, dort ist alles in der Regel etwas teurer. In Myanmar wäre es vermutlich etwas günstiger, wir haben aber mal worst-case geplant und auch dort unsere Asien-Tagessätze eingetragen. Auf Planet Backpack wird glaube ich mit 60€ pro Tag für eine Person gerechnet.

Australien

Reisen in Australien ist deutlich teurer als Reisen in Südostasien, dort planen wir etwa 40€ für eine Übernachtung ein und etwa 30€ für die Versorgung ringsherum. Zusätzlich haben wir in Down Under etwa 1000€ und etwas Sprit Geld eingeplant für eine knapp 2 wöchige Campervan-Tour. Ebenso kommt ein wenig Budget für eine Surfstunde oder eine Tour am Ayers Rock.

Neuseeland

In Neuseeland haben wir grundsätzlich mal die gleichen Sätze wie in Australien veranschlagt, werden dort aber auch Work&Travel machen und so manche Ausgabe kompensieren können. Ansonsten gilt auch Neuseeland eher als teuer für Reisende. Gerade Städte wie Queenstown bieten unglaublich viele Aktivitäten wie Rafting, Skydiving, BungeeJumping & Co. die natürlich alle Geld kosten.

Sonstiges

Neben den laufenden Kosten während der Reise kommen noch ein paar andere unerwartet teure Dinge auf euch zu, die wir hier mal nicht unerwähnt lassen wollen. Ihr werden Visumsgebühren für diverse Visa zahlen müssen. Die meisten so um die 30 Euro. Je mehr Länder ihr bereist, desto mehr Visa summieren sich. Bei uns sind es 8 Länder und einige Visa sind auch teurer als 30€, somit kommen wir dort auf über 400€. Versicherungsbeiträge für eure Auslands-Reisekrankenversicherung klingen erstmal schaffbar, da es sich meistens um Centbeträge pro Tag handelt. Aber auch das kann schnell ein paar 100€ ausmachen, je nachdem wie lange ihr unterwegs seid.

Je näher ihr dem Start der Reise kommt, desto mehr Dinge fehlen euch dafür. Plötzlich. Für entsprechende Ausrüstung (Moskitospray, Moskitonetze, Zip-Off-Hose, Taschenmesser) kommt ebenfalls ein mittlerer dreistelliger Betrag zusammen. Ist vor der Abreise noch ein Umzug geplant, kostet ein Mercedes Sprinter auch ein wenig Geld, wenn ihr Möbel irgendwo lagern müsst und bei Mutti und Vati ist kein Platz mehr, werden auch hier Kosten auf euch zukommen. Last but not least: Impfungen. Alleine die Impfung für Tollwut kostet knapp 200€ pro Person. Impfungen wie Hepatitis A und B, Typhus und Co. werden nicht von jeder Krankenkasse getragen und sind fies teuer. Hinzu kommen natürlich noch Medikamente für eure Reiseapotheke und Medikamente rund um Malaria. Zu diesem Thema will Conny irgendwann nochmal ein wenig bloggen.

Ein paar Voraussetzungen und ein paar Tipps bei der Planung der Finanzierung habe ich noch gesammelt:

1. Detaillierte Planung (uncool)

Wir haben eine sehr genaue Planung unserer Reise aufgestellt. Die werde ich in einem der kommenden Blogartikel auch nochmal vorstellen. Grundsätzlich ist die Planung tagesgenau, so dass wir auch unsere Kosten tagesgenau kalkulieren können. Diese haben wir getrennt nach Flüge, Unterkunft, Trips, Geld zur freien Verfügung und Sonstiges. Warum so genau? Ganz einfach. Ich kann super einschätzen, mit wieviel Kohle ich an einem einzelnen Tag klarkomme, bei einer Woche wird das schon schwieriger abzuschätzen, bei einem Monat ist es fast unmöglich. Dabei ist aber auch klar: Wir werden unsere eigene Planung bewusst nur grob einhalten. Ein bisschen Spontanität gehört ja dazu.

2. Flexibler Arbeitgeber (cool)

Ein flexibler Arbeitgeber hilft enorm bei der Planung und Finanzierung einer Weltreise. Mein Arbeitgeber hat mir von Anfang an keine Steine in den Weg gelegt und hat mir sogar die Möglichkeit gegeben die Reise innerhalb eines Sabbaticals durchzuführen. Der Vorteil bei einem Sabbatical ist, dass vorher angespartes Gehalt zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt werden kann. Somit bleibt während der Reise ein stetiges Einkommen. Das gibt Sicherheit. Es gibt jedoch im Netz auch viele Beispiele wo Unternehmen nicht so hilfreich sind wie mein Arbeitgeber. Dort wird das manchmal gar nicht gerne gesehen und in einigen Fällen haben die Reiseenthusiasten dann auch gekündigt um reisen zu können.

3. Sparen (manchmal uncool)

Das nötige Geld wird euch euer total kooperativer Arbeitgeber allerdings auch nicht in großen Alukoffern überreichen und es passt alles genau und dann geht’s los. Der Sabbatical-Zuschuss vom Arbeitgeber ist oftmals nur ein Teil des Weltreisebudgets. Den Großteil – so ist es zumindest bei uns – müsst ihr euch hart ersparen. Mir hilft es, statt Euro eine neue Währung zu benutzen und diese heißt “Bungalow-Tage”. In Thailand gibt es Off-Season einzelne Traumstrände an denen ihr einen Strandbungalow schon für 7€ die Nacht bekommt. Plötzlich ist der Kinobesuch für zwei Personen mit Popcorn und Cola 4 Bungalowtage wert oder das 70€ Xbox-Spiel sogar 10. Sparen heißt verzichten. Es klingt hart und das ist es manchmal auch. Keine neuen Klamotten und keine teuren Urlaube bis es endlich losgeht. Und dann, hoffentlich, wird man für all die Disziplin belohnt. Smiley

4. Langfristigkeit (total uncool)

Je früher die Idee eine Weltreise zu machen feststeht, desto eher kann man eigentlich auch schon daraufhin arbeiten. Gerade finanziell ist es ohne lange Vorlaufzeit nicht möglich, es sei denn ihr nennt ein prall gefülltes Festgeldkonto euer Eigen. Je früher ihr euren Arbeitgeber informiert, desto eher wisst ihr wie er dazu steht. Je früher ihr anfangt Geld zur Seite zu legen, desto mehr wird es zu Beginn der Reise sein. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn sobald ihr die Idee habt, eine solche Reise machen zu wollen, desto größer ist der Drang, direkt morgen loszureisen. Trust me. Ich leide seit 2 Jahren.

5. Puffer (richtig uncool. Nur für Spießer!)

Ja. Jetzt haben wir die tagesgenaue Planung, einen gewissen Stand auf den Bankkonto und auch der Arbeitgeber hilft ein bisschen mit. Aber wie viel ist denn jetzt genug? Centgenau kann und sollte man meiner Meinung nach nicht planen, da immer unvorhergesehene Dinge passieren. Im Job sage ich immer: “Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt”. Wir haben uns also dazu entschlossen, alles worst-case zu planen. Also eher 5€ mehr als 5€ weniger. Und wir planen einen Puffer ein. Hoffentlich brauchen wir ihn nicht.

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