Neuseeland

Neuseeland–Goodbye Auckland, goodbye Conny!

Wir wachen auf und es ist voll. Nicht nur unser Zimmer ist voller Kram, den wir aus dem Camper bereits herausgeholt haben, sondern das ganze Hostel ist voll. Viel zu voll für die kleine Küche und die wenigen Sitzmöglichkeiten. Also nur ein kleines Frühstück, den Camper weiter ausräumen und dann erstmal flüchten aus dem Chaos.

2014-05-03 16.31.18

Wir wollten eigentlich den Bus in Richtung City nehmen, um ein bisschen nach Souvenirs bummeln zu gehen, aber nachdem der Bus nach ewigem Warten nicht kommt, laufen wir so los. Ja, ich gebe es ja zu, es war meine Idee. Conny war dann auch wenig begeistert, als der Bus 2 Minuten nachdem wir losgelaufen waren, an uns vorbei vor. Oh well.

Weltreise 2013 - Fidschi 001 Weltreise 2013 - Fidschi 003

Wir kämpfen uns durchs doch sehr urbane Auckland, das sind wir nach soviel Ländlichkeit in letzter Zeit garnicht mehr gewohnt. Mehrspurige Straßen, Stockender Verkehr und alles! Wir biegen in einen coolen Laden, der irgendwie alles rings um Musik anbietet und finden neben ein paar Souvenirs auch ein paar Kuriositäten.

Weltreise 2013 - Fidschi 006

Wir kaufen mir danach noch schnell eine Badehose für Fidschi und dann geht es auch schon gen Unterkunft. Zurück zum Hostel fahren wir dann aber wirklich Bus. Dort räumen wir noch ein wenig im Zimmer und im Camper rum und brechen dann Abends, wieder mit dem Bus, nochmals in Richtung Innenstadt auf. Wir sind zum Essen mit Alice verabredet, die wir in China kennengelernt haben.

2014-05-04 19.55.33

Nach leckerem mexikanischen Essen und leckerem neuseeländischen Bier, ist es plötzlich schon spät und wir hauen uns satt und zufrieden nach einer unangenehm rasanten Busfahrt ins Bett.

Aufwachen wieder früh heute, denn wir sind noch ein letztes mal fleißig. Da die Waschmaschinen in unserem Hostel stets belegt sind seit wir hier sind, fahren wir einfach zur nächstgelegenen Selfservice-Laundry. Während sich unsere Wäsche im Kreis dreht, fährt unser Wagen nochmal durch die “Rub-A-Dub”-Waschanlage.

2014-05-05 08.24.51 2014-05-05 08.28.24

Noch einmal durchsaugen, die Wäsche wieder ins Hostel bringen und schon sind wir auf dem Weg, unseren Camper wieder zu verkaufen. Wir haben ja beim Kauf bereits ein “Buyback” Agreement abgeschlossen, so dass wir ihn zu einem fixen Preis verkaufen können. Man könnte ihn sicher auf dem freien Markt für mehr Geld loswerden, braucht dafür aber auch mehr Zeit. Er hat uns wahrlich treue Dienste geleistet und wir haben ein paar Tränen in den Augen, als wir ihn bei Doro und Darren von KiwiCruiseControl (http://www.kiwicruisecontrol.co.nz) stehen lassen müssen.

Goodbye, alter Freund! Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann wieder!

2014-05-05 12.36.23

Den Weg zurück fahren wir mit dem Zug, so wie wir vor 8 oder 9 Wochen bereits mit dem Zug losgefahren sind, um unseren damals mit Spannung erwarteten Camper abzuholen. So schließt sich der Kreis. Auf dem Weg machen wir noch Halt im Supermarkt, damit Conny sich noch eine Schokolade für ihren langen Flug morgen kaufen kann, dann geht es zurück ins Hostel zum Rucksackpacken!

2014-05-05 14.18.53 2014-05-06 07.47.27

Ein paar Dinge mussten dann hier auch dran glauben, zum Beispiel meine heißgeliebten Laufschuhe, die aber schon Auflösungserscheinungen vorweisen. Nicht trennen kann ich mich von meinem alten Gammel-Rucksack, er hat einfach zu viel erlebt und so reist er als Connys zweites Checkin-Gepäckstück nochmal mit! Ein treuer Begleiter in über 15 Länder inzwischen!

2014-05-06 08.18.00 2014-05-06 09.05.44

Wir fahren mit dem sogenannten Airbus zum Flughafen, das ist relativ easy und sind natürlich viel zu früh da. Bis zum Einchecken, lassen wir den kleinen Rucksack noch vom Fachmann verpacken und setzen uns noch ein wenig in den Wartebereich.

2014-05-06 09.50.11

An dieser Stelle trennen sich nach 7 Monaten gemeinsamen Reisens unsere Wege. Conny fliegt heute nach Hause für die Hochzeit ihrer Freundin. Ich aber nicht, denn die Hochzeit ist am selben Tag wie mein 30. Geburtstag. Ich hatte mich lange darauf gefreut, diesen im Ausland zu verbringen und ziehe mein Vorhaben durch, für mich geht es heute nach Fidschi. Vielleicht der beste Ort für einen ruhigen Geburtstag. Dass der Abschied tränenreich und hart war, brauche ich glaube ich nicht detailliert zu erörtern, ihr habt ja alle gelesen, was wir gemeinsam erlebt haben und wie glücklich die letzten Monate für uns waren.

Travel safe, Conny! I will miss you!

Kategorien: Neuseeland | Hinterlasse einen Kommentar

Neuseeland–Blackwater Rafting und zurück nach Auckland

Heute also Blackwater Rafting. Das heißt nichts anderes, als sich in Gummiringen durch unterirdische Flüsse treiben zu lassen. Dabei soll man wohl tolle Gesteinsformationen und massenhaft Glühwürmchen sehen. Das wollen wir ja noch mitnehmen, bevor wir unseren Neuseeland-Trip beenden müssen. Also rein in die kalten, nassen Neoprenanzüge und auf in die Höhlen!

Weltreise 2013 - Neuseeland 038 

Naja ganz so schnell ging es dann doch nicht. Erstmal musste man sich einen Gummiring aussuchen und dabei prüfen, ob er über den Poppes passt. Wer erkennt Conny und mich auf dem Bild? Smiley

Weltreise 2013 - Neuseeland 039

Dann wird einmal “Probegesprungen”, denn unter der Erde gibt es wohl zwei Wasserfälle, die man sich mit seinem Reifen rücklings herunterstürzen muss. Wir geben unser bestes und sind dann erstmal schön durchgefrohren. Besonders ästhetisch sehen wir dabei auch nicht aus, aber in den Höhlen sieht uns ja keiner.

Weltreise 2013 - Neuseeland 045 Weltreise 2013 - Neuseeland 047

Ein Gruppenbild vor dem Höhleneingang, dann wird uns ein wenig die Maori Geschichte der Höhle näher gebracht und wir klettern einer nach dem anderen in den Höhleneingang.

Weltreise 2013 - Neuseeland 059

Der Eingang ist recht schmal und man kommt hier nur mit Mühe rein, ich hätte ja einen reißenden Fluß erwartet und wollte mich eigentlich nur auf meinen Reifen schwingen.

Weltreise 2013 - Neuseeland 063 Weltreise 2013 - Neuseeland 068

Drinnen ist ein recht großer Raum, da gibt es nochmal ein paar Safety Instructions und noch ein paar Fotos und dann klettern wir los. Klettern? Ja, klettern! Reifen unter den Arm und ab durch die Mitte, denn der Fluss ist hier noch nicht groß genug.

Weltreise 2013 - Neuseeland 073 Weltreise 2013 - Neuseeland 076

Später in der Höhle floaten wir dann auch in aller Seelenruhe durch die Glühwürmchenbedeckten Höhlen. Das Wasser ist auch hier eiskalt, aber man ist eigentlich stets in Bewegung. Fotos von diesem Abschnitt gibt es eigentlich keine Gescheiten, man bekommt aber ein paar Werbefotos hinterher, wo man ganz gut sieht, wie das so läuft. Spannend fanden wir auch die Glühwürmchen selbst, die lassen nämlich kleine Fäden herabhängen, um Insekten zu fangen. Wenn man da nicht drauf hingewiesen wird, sieht man sie garnicht.

Weltreise 2013 - Neuseeland 008_small Weltreise 2013 - Neuseeland 001

Dann kamen auch die zwei Wasserfälle und wir stürzen uns todesmutig mit unseren Reifen rückwärts in die Dunkelheit. Das ist schon ein komisches Gefühl. Die Wasserfälle sind so 1-2m hoch, also doch recht überschaubar.

Weltreise 2013 - Neuseeland 028_small Weltreise 2013 - Neuseeland 009_small

Einen teil der Strecke greifen wir die Beine des Hintermannes und bilden so eine große Schlange, die von der Spitze her von unserem Guide gezogen wird. Ganz am Schluss müssen wir sogar alleine den Ausgang finden, aber den konnte man schon von weitem erkennen, man wird dann ja sehr lichtempfindlich.

Weltreise 2013 - Neuseeland 085

Wir genießen die warme Sonne und sind noch ganz baff von den Eindrücken. Ein letztes Gruppenfoto und wir freuen uns auf die heiße dusche und die heiße Suppe, die uns versprochen wurden.

Weltreise 2013 - Neuseeland 088

Um es kurz zu machen: Weder die Dusche noch die Suppe waren heiß und wir verlassen schnell Waitomo und stellen die Heizung im Camper auf die höchste Stufe. Brrrrr. Nun geht es nach Cambridge. Nicht in England, sondern immernoch hier in Neuseeland, das gibt es hier nämlich auch. Wir verbringen hier die Nacht, so richtig spektakulär ist es hier nicht. Am nächsten Morgen geht es dann weiter nach Auckland.

Weltreise 2013 - Neuseeland 003

Auf dem Weg passieren wir eine Schnapszahl-Kilometermarke, nämlich 277777. Wir haben den Camper etwa bei 270200km übernommen, haben also etwa 7500 Kilometer gefahren. Respekt. Wir suchen schnell unser Hostel und checken ein. Wir beginnen auch schonmal mit dem Ausräumen den Campers, aber schieben das meiste auf morgen.

Kategorien: Neuseeland | Hinterlasse einen Kommentar

Neuseeland–Mount Taranaki und New Plymouth

Nach kurzem Frühstück in Hawera machen wir uns auf zur iSite, um uns ein wenig darüber zu informieren, wo man auf Mount Taranaki mal ein bisschen wandern kann. An der iSite finden wir den weltberühmten Hawera Water Tower! Wow! Zwinkerndes Smiley Wir bekommen ein paar Tipps zum Wandern und fahren dann los in Richtung North Egmont, dort ist das Visitors Center für den Berg.

Weltreise 2013 - Neuseeland 028 Weltreise 2013 - Neuseeland 029

Dort angekommen schauen wir nochmal kurz auf die Wanderkarte und laufen los. Wir haben uns dazu entschlossen, in Richtung Gipfel loszulaufen und nach 1,5 Stunden an der Schneegrenze einfach umzukehren.

Weltreise 2013 - Neuseeland 010 Weltreise 2013 - Neuseeland 012

Das Wetter ist nicht auf unserer Seite und wir laufen viel in Wolken umher. Es nieselt auch fast durchgängig. Zu viel für Conny, die kehrt um und ich kämpfe mich alleine weiter nach oben.

Weltreise 2013 - Neuseeland 041

Nach ein paar knackigen Anstiegen, kommt dann auch tatsächlich ein wenig Schnee und es ist merklich kühler als unten am Visitors Center.

Weltreise 2013 - Neuseeland 045

Hier ist also die Schneegrenze. Ziemlich genau dort wo der Schnee anfängt, steht auch eine private Lodge und eigentlich wollte ich hier umkehren. Da aber hin und wieder blaue Flecken über mir zu sehen sind, gehe ich noch ein wenig weiter, in der Hoffnung, über die Wolken zu kommen und einen Blick auf den Gipfel zu erhaschen, der hängt schon während der gesamten Wanderung in den Wolken.

Weltreise 2013 - Neuseeland 049 Weltreise 2013 - Neuseeland 056

Irgendwann stapfe ich durch den etwa 20cm hohen Schnee und hangele mich von Wegweiser zu Wegweiser. Ein richtiger Weg ist das hier nicht mehr. Das ist wohl der Punkt, an dem ich umkehren sollte. Ich habe immerhin kein Wasser und keine Mütze und keine Handschuhe und kein Essen dabei.

Der Rückweg bis zur Lodge war auch ein wenig schwierig, aber immerhin hat man hin und wieder ein bisschen Sicht ins Tal. Das krasse an Mount Taranaki ist ja, das er die einzige Erhebung in einem bestimmt 50km-Radius ist. Rings herum ist alles Platt wie an der Nordsee.

Weltreise 2013 - Neuseeland 057 Weltreise 2013 - Neuseeland 063

Ich kämpfe mich also wieder bergab, mein Knie scheint das auch wieder ohne Widersprüche mitzumachen, auch gut zu wissen. Man sieht beim heruntergehen viel Wald und viele Felsvorsprünge, das war wohl früher alles Lava.

Weltreise 2013 - Neuseeland 072

Ich bilde mir ein, frühere Lavaströme noch erkennen zu können und meine gelesen zu haben, dass Mount Taranaki um 1755 das letzte mal ausgebrochen ist. So ganz wohl fühlt man sich in solchen Situationen nicht.

Unten am Parkplatz wartet Conny auf mich und wir beschließen, dass wir uns heute Nacht mal wieder eine “cabin” gönnen wollen, denn die Temperaturen werden Nachts dann doch ganz schön kalt. Also ab nach New Plymouth zum nächsten Campingplatz. Wir haben besonderes Glück mit dem ausgesuchten Ort, denn wir sind direkt am Wasser und genießen einen tollen Sonnenuntergang.

Weltreise 2013 - Neuseeland 017

Unsere Cabin ist zwar relativ klein, aber es gibt einen kleinen Heizlüfter, mit dem wir Nachts dann wenigstens nicht frieren müssen! Mal schauen, wieviele Nächte wir noch im Auto schlafen können, wir hoffen ja, dass es gen Auckland wieder etwas wärmer wird.

Weltreise 2013 - Neuseeland 022 Weltreise 2013 - Neuseeland 020

Wir sind auf jeden Fall am nächsten morgen mal nicht durchgefroren und gönnen uns ein leckeres Frühstück. Es gibt Spiegelei und angebratene Würstchen und Reissalat. Letzterer war noch übrig vom Vorabend.

Weltreise 2013 - Neuseeland 001 Weltreise 2013 - Neuseeland 078

Wir schwingen uns zeitig ins Auto und fahren los, um eine Runde um Mount Taranaki zu drehen, der ist nämlich heute morgen Wolkenfrei. Na toll.

Wir tuckern also über eine kleine Landstraße relativ nah am Berg vorbei. Man hätte auch über den Highway fahren können, aber das ist nur halb so entspannt und man hat keine Möglichkeit, einfach anzuhalten und die idyllische Landschaft zu genießen.

Weltreise 2013 - Neuseeland 007 Weltreise 2013 - Neuseeland 025

Wir genießen nicht nur, sondern fotografieren auch wie wilde, den der Berg gibt ein grandioses Motiv ab, da er mit seiner schneebedeckten Kuppe wirklich auf jedem Foto prominent zu sehen ist.

Weltreise 2013 - Neuseeland 019

So fahren wir einmal rings herum und müssen feststellen, dass sich schon bald wieder Wolken zum Berg gesellen und den Gipfel verhüllen. Schöne Fotos gibt das aber trotzdem.

Weltreise 2013 - Neuseeland 038 Weltreise 2013 - Neuseeland 042

Viele bezeichnen die Region hier als typisches Neuseeland, weil man hier neben prägnanter Landschaft auch die typischen grünen Hügel hat, die man so gerne mit Neuseeland verbindet. Diese bilden natürlich einen Kontrast zum grau/weißen Berg.

Weltreise 2013 - Neuseeland 048

Während der Berg aus Richtung New Plymouth aussieht wie ein einzelner Pylon mit sehr prägnanter Spitze, sieht er aus anderen Richtungen gerne mal weniger Spitz aus oder man sieht auch einige der anderen Bergspitzen, die ringsherum sind.

Weltreise 2013 - Neuseeland 049 Weltreise 2013 - Neuseeland 053

Wir denken mal, dass das früher kleine Nebenvulkane gewesen sein müssen. Prinzipiell ist die gesamte Region rings um den Vulkan relativ entwickelt und besiedelt. Vielleicht ist die Vulkanlandschaft ja besonders fruchtbar.

Weltreise 2013 - Neuseeland 058

Selten sehen wir auf jeden Fall mehr Kühe oder Schafe in der Landschaft rumstehen… und wir haben schon verdammt viele Kühe und Schafe in den letzten Wochen gesehen.

Weltreise 2013 - Neuseeland 064

Wir fahren nach einiger Zeit zurück auf den Highway, den wir gestern schon befahren haben, um New Plymouth zu erreichen. und machen einige letzte Aufnahmen vom Berg.

Weltreise 2013 - Neuseeland 053

Die Wolken vermehren sich auch zunehmend und so fällt es uns gar nicht schwer, irgendwann einfach keine Fotos mehr zu machen, denn am schönsten ist der Berg ohne Wolken. Wir fahren zurück nach New Plymouth um nochmal einzukaufen. Als wir uns nach dem Einkaufen nochmal umdrehen, hängt der Berg komplett in den Wolken, davon haben wir aber leider kein Foto.

Weltreise 2013 - Neuseeland 067

Wir fahren nun an der Küste entlang in Richtung Norden. Unser Ziel ist heute Mokau, ein kleines Städtchen an der Küste, von dort ist es dann morgen nicht weit bis zu den Waitomo Caves, unserem nächsten Ziel.

Weltreise 2013 - Neuseeland 100 Weltreise 2013 - Neuseeland 101

Der Campingplatz in Mokau scheint dann auch der ländlichste zu sein, auf dem wir lange Zeit waren. Wir sind umringt von Kühen und den Blick in die Duschen erspare ich euch mal. Hoffentlich wird es nachts nicht zu kalt.

Kategorien: Neuseeland | Hinterlasse einen Kommentar

Neuseeland–Whale Watching und ab auf die Nordinsel

Um sechs Uhr morgens klingelt unser Wecker. Schnell anziehen und möglichst leise von unserem Campingplatz verschwinden! Am Horizont bahnt sich schon der Sonnenaufgang an!

Weltreise 2013 - Neuseeland 003 Weltreise 2013 - Neuseeland 116

Wir fahren nach Kaikoura, denn von dort geht unsere Waltour los. Wir sind aber ein bisschen früh dran, deswegen gibts erst mal Frühstück und einen tollen Sonnenaufgang.

Weltreise 2013 - Neuseeland 018

Beim Einchecken wird auch gleich vor Seekrankheit gewarnt. Alarmiert schiebt sich Conny noch eine Tablette ein. Hoffentlich hilfts.

Pünktlich um viertel nach sieben geht los mit einer Sicherheitseinweisung und dann geht es auch schon aufs Boot. Wir fahren langsam vom Ufer weg und hinter uns erblicken wir die schneebedeckten Berge am Ufer des Pazifiks.

Weltreise 2013 - Neuseeland 021 Weltreise 2013 - Neuseeland 052

Es dauert nicht lange, dann holt der Kapitän sein Horchgerät und guckt wo denn der Wal ist. Und tatsächlich  dauert es nur einige Minuten, bis wir unsere ersten Wal sehen. Es ist ein Pottwal. und er sieht aus wie ein aufgetauchtes Uboot.

Weltreise 2013 - Neuseeland 036

Mit 18m ist der Wal genauso lang wie unser Boot und er atmet an der Oberfläche so etwa 5 bis 10 Minuten rum, bis er wieder für bis zu 60 Minuten bis zu 3km in die See hinabtaucht, um zu essen. So schnell wie er da war, ist er dann auch weg, nicht ohne diverse Wasserfontänen in die Luft zu schießen.

Weltreise 2013 - Neuseeland 042

Während wir ein Stück weiterfahren und der Kapitän immer wieder nach Pottwalen horcht, sehen wir allerlei Seevögel, unter anderem auch wieder einige Albatrosse.

Weltreise 2013 - Neuseeland 060 Weltreise 2013 - Neuseeland 062

Der Grund, warum sich Kaikoura so fürs Whale Watching eignet ist übrigens, dass dort im Meer zwei Kontinentalplatten aneinanderprallen und eine tiefe Schlucht bilden, welche besonders viel Nahrung liefert. Es gibt einige Wale, die dauerhaft hier wohnen und viele, die vorüberziehen, darunter Blauwale, Orkawale und Buckelwale. Pottwale sind Zahnwale und ernähren sich von Fischen, sogar von weißen Haien!

Weltreise 2013 - Neuseeland 066

Nach einigen Korrekturmanövern dann bekommen wir etwas besonders Tolles zu sehen, nämlich zwei Pottwale! Sie verschnaufen im wahrsten Sinn nebeneinander und holen Luft.

Es ist einfach unglaublich, wie riesig diese Dinger sind, denn allein ein Drittel ihres Körpers besteht aus Kopf, mit einem Gehirn so groß wie ein Basketball. Und man sieht in der Regel nur den Kopf! Sehr aufregend und faszinierend, und Conny verliert schon bald ihre Angst vor den “schwimmenden Trantonnen”.

Weltreise 2013 - Neuseeland 083 Weltreise 2013 - Neuseeland 140

Der Kopf des Pottwals ist deswegen so kantig, weil er einen riesigen Öl- bzw. Transpeicher im Kopf hat. Man weiß nicht so genau, warum, aber manche vermuten, dass er wie Senkblei funktioniert, da das Öl mit steigendem Druck bei steigender Tiefe fest wird. Die ersten Walfänger hielten den Tran übrigens für Walsperma, weswegen der Pottwal in Englisch sperm whale heißt. Dann ist es soweit und die Wale tauchen ab, und einer tut es genau so, wie man es für Fotos gerne hat; mit der Flosse zuletzt.

Weltreise 2013 - Neuseeland 096

Der zweite taucht deutlich uneleganter einfach ab. Wenn ich als Wal die Wahl hätte, würde ich den Touristen auch nicht immer meine Flosse zeigen.

Das war dann wohl auch genug Wal für einen Tag und es ging noch zu einer Kolonie Pelzrobben.

Weltreise 2013 - Neuseeland 142 Weltreise 2013 - Neuseeland 097

Die haben wir ja nun schon mehrmals gesehen, doch sie sind jedes Mal wirklich knuffig, besonders, da hier viele kleine Babyrobben auf ihre Eltern gewartet haben und dabei waghalsige Kletteraktionen vollbringen.

Weltreise 2013 - Neuseeland 100

Und dann war es das mit Kaikoura. Wir machen uns auf den Weg zurück nach Picton, wo wir morgen die Fähre zurück auf die Nordinsel nehmen. Unterwegs halten wir noch ein paar Eindrücke dieser wunderschönen, abwechslungsreichen und absolut eindrucksvollen Südinsel fest.

Weltreise 2013 - Neuseeland 151 Weltreise 2013 - Neuseeland 110

Wir gönnen uns übrigens auch wieder ein Hostel, denn es ist uns einfach zu kalt im Camper. Dieses Mal ein wenig abseits in den Malbourough Sounds, und wir haben ein riesiges Zimmer ganz für uns!

 Weltreise 2013 - Neuseeland 007 Weltreise 2013 - Neuseeland 004

Nach einer wunderbaren Nacht geht es recht früh wieder los, denn um 8 Uhr müssen wir für die Fähre eingecheckt haben. Unterwegs dorthin erleben wir noch einen wunderschönen Sonnenaufgang über den Malbourough Sounds.

2014-04-29 06.53.34 2014-04-29 07.41.24 Weltreise 2013 - Neuseeland 009 

Schon bevor wir die Fähre befahren, wird vor dem “moderaten” Seegang gewarnt und Conny schwant nichts gutes. Ohne Tablette wagen wir die Überfahrt und das war sicherlich keine gute Idee. Das doch recht große Schiff schwankt am Bug vertikal doch einige Meter und knallt einige Male recht wuchtig auf die raue See auf. Über die Lautsprecher werden Ratschläge gegen Seekrankheit gegeben. Das Schiff ändert sogar die Route, damit es weniger schlimm wird, Doch weder das altbekannte “an den Horizont starren” noch das “damn tasty” Ingwerbier helfen und Conny verpackt das Frühstück in handliche Tüten. Als die See ruhiger wird, helfen schließlich Eiswürfel. Wir haben ja kaum geglaubt, das es noch schlimmer geht, aber mittlerweile wissen wir, dass die Fähre sogar bei Sturm fährt, das muss noch schlimmer sein.

Weltreise 2013 - Neuseeland 010 Weltreise 2013 - Neuseeland 012

Dementsprechend sind wir froh, als wir in Wellington wieder festen Boden unter den Füßen haben und decken uns erst mal fies bei Mäcces ein, denn uns steht eine längere Fahrt bevor.

Wir landen schließlich in Harewa, südlich von Mount Taranaki, wo wir auf einem besonders schönen und günstigen Platz bleiben. Mal wieder im Camper zur Abwechslung und in der Hoffnung, dass es nachts ein wenig wärmer ist.

Kategorien: Neuseeland | Hinterlasse einen Kommentar

Neuseeland–Akaroa auf der Banks Peninsula

Da sitzen wir also wieder mal in unserem Auto und machen uns auf zur Banks Peninsula. Diese Region ist ein riesiger inaktiver Vulkan, dessen Krater mittlerweile vom Meer geflutet ist.

Weltreise 2013 - Neuseeland 017

Schon bald wird die Landschaft sehr grün und hügelig und wir schrauben uns quasi einmal auf den Rand des ehemaligen Kraters, um dann in ihn hereinzufahren.

Weltreise 2013 - Neuseeland 019

Es ergeben sich wunderschöne Anblicke auf den Krater von der Straße. Dort unten, am natürlichen Hafen liegen einige äußerst pittoreske Orte, unter anderem das Städtchen Akaroa, wo wir heute bleiben. Generell haben die Orte hier noch recht viele französische Wurzeln, denn die Franzosen wollten auch einst ein Stück Neuseeland kolonisieren. Hat nicht geklappt.

Weltreise 2013 - Neuseeland 021

Wir beziehen dann auch unser Zimmer in dem wunderschönen Hostel “Chez la mer” (weil  es doch zu kalt wurde die letzten Nächte).Sehr niedlich und wir genießen einen Abend im Warmen und Privaten mit einer leckeren Mahlzeit. Wäsche machen wir auch noch.

Weltreise 2013 - Neuseeland 089 Weltreise 2013 - Neuseeland 002 Weltreise 2013 - Neuseeland 003

Am nächsten Morgen leihen wir uns noch eins der Wanderprospekte des Hostels und machen uns auf den Weg der Skyline-Wanderung: 800m auf den Kraterrand hoch und wieder runter.

Weltreise 2013 - Neuseeland 005 Weltreise 2013 - Neuseeland 006

Der Weg ist dann auch ziemlich bald ziemlich steil aber wenigstens gewinnen wir so schnell an Höhe. Dabei wandern wir größtenteils über Weidewiesen. Es ist grün und sanft und wir haben die tollsten Blicke über den Vulkan bei dem schönsten Wetter.

Weltreise 2013 - Neuseeland 008 Weltreise 2013 - Neuseeland 010 Weltreise 2013 - Neuseeland 012

Schließlich erreichen wir den Kraterrand, auf dem weit dann einige Kilometer entlang wandern.

Weltreise 2013 - Neuseeland 013

Auf der einen Seite sehen wir den Pazifik, auf der anderen Seite sehen wir in den riesigen ehemaligen Krater herein.

Weltreise 2013 - Neuseeland 014 Weltreise 2013 - Neuseeland 030

Die Besteigung des höchsten Punktes des Kraters haben wir allerdings mal gelassen: der zweite Keplerausflug hat Marcus Knie dann doch etwas zu sehr zugesetzt.

Weltreise 2013 - Neuseeland 038

Außerdem müssen wir ja heute auch noch weiter und die angegebenen 5-7 Stunde wollen wir dann doch nicht brauchen.

Weltreise 2013 - Neuseeland 042 Weltreise 2013 - Neuseeland 051

Also geht es bald wieder an den Abstieg, der sich gemächlich durch die grünen Hügel herunterschlängelt.

Weltreise 2013 - Neuseeland 057

Unten angekommen gibt es als Belohnung ein Eis und dann geht es wieder in den Camper. Unser nächstes Ziel heißt Kaikoura und was macht man da? Wale gucken! Unsere Tour beginnt morgens um 7:15 und da wollen wir in der Nähe campen.

Weltreise 2013 - Neuseeland 058

Leider erreichen wir den Campground erst bei Dunkelheit. Schnell ein paar Nudeln futtern und dann schlafen wir auch mal wieder zu Wellenrauschen ein.

Weltreise 2013 - Neuseeland 060

Kategorien: Neuseeland | Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.