Nach zwei Nächten geht es heute schon weiter. 10:30 Uhr holt uns das Boot ab von Wayalailai. Uns? Jawoll, denn all die netten Menschen, die ich in den letzten Tagen hier kennengelernt habe verlassen die Insel mit mir.
Wir haben also noch ein paar nette Stunden auf dem Boot, bevor alle anderen sich ins “White Sandy Beach” Resort verabschieden. Ich fahre erstmal ohne meine Bekanntschaften weiter, macht aber nix, das war ja der Plan!
Nach drei Stunden auf dem Boot und wieder unzähligen traumhaften Stränden an denen das Boot gehalten hat, gehe ich dann auch von Bord. Bei manchen Ressorts sind es schonmal 30 Leute, die dort von Bord gehen, bei meinem sind es nur 3 (Ein Pärchen aus Neukaledonien und ich). Cool. Der Laden heißt “Otto and Fanny’s”, liegt auf der Insel Tavewa und soll wohl total entspannt sein.
Nach dem Einchecken bestätigt sich der Eindruck, hier ist es paradiesisch. Ich residiere ein einer traditionellen Fiji-Hütte, Hängematte direkt davor, Wellen hört man vom Bett aus. Perfekt! Es gibt hier wohl auch nur 3 oder 4 Hütten, momentan sind insgesamt 5 Personen im Resort.
Ich gönne mir viel Zeit in der Hängematte, unterbrochen vom Abendessen und von einem soliden Sonnenuntergang. Ich gehe früh ins Bett, morgen will ich zum Sonnenaufgang unterwegs sein.
Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Happy Birthday myself! Ab zum Sonnenaufgang. Ich baumele zur aufgehenden Sonne in der Hängematte und genieße den Moment. Alleine bin ich auch nicht, ein Hund aus dem Fiji-Dort hat sich zu mir gesellt und döst noch ein bisschen.
Der Sonnenaufgang war auch solide, durchaus Geburtstagstauglich, ebenso wie das anschließende Frühstück.
Danach verbringe ich den Vormittag wieder in meiner geliebten Hängematte. In dem Bananenpalmen-Wald hier ist es aber auch einfach traumhaft.
Nur aufpassen muss man, dass man nicht von Kokosnüssen erschlagen wird. Das ist aber so ziemlich auch die einzige Sorge, die man hier hat!
Den frühen Nachmittag verbringe ich mit Schnorcheln. Direkt um die Ecke vom Resort ist ein kleines Riff und hier gibt es massig lebendige Korallen und ich habe mindestens 50 verschiedene Fischarten gesehen! Unglaublich! Ich übe mich ein wenig in Luftanhalten und bleibe stets eine knappe Minute am Meeresboden bei einem Schwarm schwarz/weißer Fische, bevor ich wieder auftauche. Irre. Ich sitze den Rest des Nachmittags am Strand und blinzele über die hellblaue Bucht hinweg in die Sonne.
Als diese weg ist, mache ich mich auf den Weg, den höchsten Berg der insel zu besteigen und von dort den Sonnenuntergang zu sehen. Zumindest den Anfang davon. Ich finde eine dicke fette Muschel auf dem Weg und verlaufe mich direkt einmal. Ein kleiner Fidschi-Junge hilft mir zurück auf den Weg, ich bedanke mich per Fistbump. Absolut bemerkenswert ist, dass der kleine nahezu perfektes Englisch spricht!
Ich laufe im Sprint den Berg hoch, man gönnt sich ja sonst keinen Sport. Oben treffe ich eine Gruppe Spanier, den den Berg mit lauter RnB-Musik beschallen. Soviel zum Thema Ruhe und Frieden also. Ich will mich nicht lange rumärgern, mache ein paar Fotos und begebe mich direkt auf den Rückweg. Die Gruppe auf dem Berg kommt übrigens vom zweiten Resort auf der Insel, “Coral View”, eines der größten hier auf Fidschi. Nicht so mein Ding.
Am Strand bietet sich noch ein farbenfroher Himmel, bevor ich ohne Umwege zum Abendessen und dann wieder in meine Hängematte schreite. Ich liege noch ein bisschen wach, schaue mir die Sterne an und habe stets einen Blick auf die Kokosnüsse über mir, man will ja nicht erschlagen werden. Es war schon ein besonderer Tag.
Ich schlafe am letzten Insel-Tag etwas länger und checke nach dem Frühstück aus. Danach ruft wieder meine Hängematte. Ich habe in 7 Monaten Weltreise ein Buch beendet, dann noch eins in Nadi und jetzt noch ein weiteres. Herrlich.
Um 13:30 Uhr kommt das Boot und nimmt mich mit, auf diesem verbringe ich die nächsten 5 Stunden. Abends bin ich wieder in Nadi, zu meiner Freude dieses mal in einem eigenen Zimmer! Noch schnell eine Pizza und ein bisschen Bloggen, der Flug am nächsten Morgen geht um 9:30 Uhr!
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Fidschi verabschiedet mich mit frischen Pancakes und fijianischer Musik und Gesang! Ich will hier bleiben! Naja, zumindest wiederkommen möchte ich! Auf nach Auckland!


