Australien

Australien–Mit Ben in Tasmanien

Nun also in Launceston. Von dieser Stadt hatte ich vorher noch nicht mal gehört. Vom Flughafen fahren Ben und ich gen Stadt. Ben hatten wir ja damals in China kennengelernt und er hatte uns damals eingeladen, ihn zu besuchen. Bisher hatten das schon zwei unserer China-Gruppe gemacht, ich war dann jetzt der dritte und bin sehr dankbar, diese Möglichkeit zu haben. Wann kann man schon mal mit einem Local durch Tasmanien?!

Wir fahren erstmal zum Proberaum seiner Band “John Johnson and the Johnsons”, denn er muss noch ne Stunde üben, bevor wir zu ihm nach Hause fahren. Ich finde das ganz cool, sitze mit Ohrstöpseln in der Ecke und höre mir die Mucke an. Gefällt mir. Schön rockig. Ein leicht komischer Moment war dann allerdings, als der Sohn seines Bassisten neben mir anfing wie Miley Cyrus den Hintern zu schwenken und auch anfing sich selbst draufzuhauen. Kein Plan, wie ich darauf hätte reagieren sollen. Ich konnte mir das lachen nicht verkneifen und auch die Band hatte arge Schwierigkeiten ihren Song vor lachen durchzuziehen.

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Nach ner knappen Stunde geht es dann zu Ben nach Hause. Hier gab es für mich dann ein leckeres Steak Dinner. Auch die Bandmitglieder und der Mitbewohner von Ben waren noch dabei und so war es auch ein interessanter und gemütlicher Abend.

Am nächsten Tag starten wir so gegen 8 Uhr. Kurzer Stopp um Früstück zu kaufen (Sausage Rolls!) und dann geht es weiter zum Wandern. Unser Ziel sind die Liffey Falls, die bekanntesten Wasserfälle in Tasmanien.Leider wandern wir die ganze Zeit mit Regen, denn das Wetter in Tasmanien freut sich wohl nicht über meine Anwesenheit hier. Auf dem Weg erklärt mir Ben viel über Flora und Fauna. Er kennt erstaunlich viele Pflanzen- und Vogelarten. I’m impressed.

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Schließlich erreichen wir die Liffey Falls nach einer knappen Stunde und ich bin baff. Wir hatten ja schon ein paar Wasserfälle gesehen auf unserer Reise, aber diese sind nochmal was besonderes. Vorallem weil sie über mehrere Stufen nach unten fallen. Schnell ein paar Fotos mit Bens Handy und dann geht es schon zurück.

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Wir gönnen uns ein kurzes Päuschen am Auto, bevor es dann weiter geht nach Caveside. Der Name kommt nicht von ungefähr, hier gibt es unzählige Höhlen, die alle miteinander verbunden sind. Viele liegen auf Privatbesitz, andere sind in Nationalparks frei zugänglich. Und frei zugänglich heißt nicht mit Guided Tour oder so, sondern einfach für jeden offen. Wir greifen uns dicke Jacken, Mützen und Taschenlampen und klettern in eine der Höhlen.

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Ben war hier wohl als Kind oft drin, es muss der Knaller sein in so einer Umgebung aufzuwachsen. Einige Bereiche der Höhle sind durch den Regen voller Wasser, aber das ist nicht so richtig schlimm. Es gibt immer einen Alternativweg, der nicht vollgelaufen ist. Und so verbringen wir bestimmt eine Stunde unter der Erde, bevor wir durch irgendeinen unscheinbaren Spalt an der Wand wieder an der Oberfläche auftauchen. Cool.

Wieder sitzen wir ein bisschen in der Heckklappe von Bens Subaru und quatschen über dies und das, als plötzlich ein Ranger-Fahrzeug an der Höhle vorbei fährt. Schnell ein den Wagen und losfahren, denn wir haben keine Tickets für den Nationalpark. Oh oh.

Alles kein Problem, der Ranger war anscheinend auch an anderen Dingen interessiert. Wir fahren trotzdemlos zu unserem nächsten Ziel: Dem Trowunna Wildlife Park. Der Park ist so ein bisschen was wie ein Krankenhaus für komische Australische Tiere. Alles was so typisch Australisch ist und auf irgend eine Art und Weise verletzt ist, wird hier aufgepeppelt und dann wieder freigelassen. Direkt nach dem Eintreten kommen wir ein paar Kängurus sehr nah. Ich bin schon ganz aufgeregt, weil ich noch nie so nah dran war. Ben war aber schon diverse male hier und schreitet ganz langsam auf die Kängurus zu und fängt an diese an der Brust zu streicheln. No way! Die lassen das mit sich machen? Wie cool! Wir streicheln die nächste Viertelstunde erstmal alle möglichen Kängurus. Wenn man sie an der Brust streichelt, legen die auch ihren Kopf in den Nacken und machen bummelige Geräusche. Unglaublich niedlich!

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Wir schauen uns tasmanische Teufel an, Wombats und diverse Vogelarten. Die sitzen aber alle in ihren Gehegen und rennen nicht so frei rum wie die Kängurus. Relativ viel Zeit haben wir bei einem Wombat verbracht, der wohl irgend eine Krankheit hat, die ihn dazu zwingt sich ständig zu kratzen. Armer Junge. Wombats sind übrigens erstaunlich groß. Ich habe mal einen Wombat gesehen, der war aber deutlich kleiner. Die Tasmanischen Teufel in freier Wildbahn haben alle eine Art “Gesichts-Krebs”, der sie langsam ausrottet. Alle hier in Gefangenschaft sind gesund und munter. Das ist wohl ein Regierungsprogramm um die kleinen Biester zu retten. So ein tasmanischer Teufel ist übrigens ein kaum beschreibliches Tier. Sehr komisch insgesamt. Irgendwo steckt da ein Hund mit drin, aber irgendwie auch nicht. Geräusche machen sie auch, und zwar fauchen sie sich gegenseitig an.

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Wir waren gerade im Begriff zu gehen, als uns ein Tierpfleger mit einem Baby-Wombat entgegenkommt. Ob wir den nicht mal auf den Arm nehmen wollen, fragt er. Das meint er nicht ernst?! Doch! Und zack habe ich einen leicht verschlafenen Baby-Wombat auf dem Arm.

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So ein Wombat hat übrigens am unteren Rücken eine harte Hornhaut-Platte, die er in seiner Höhle nach oben Streckt, um sich zu schützen. Die fühlt sich total komisch an. Ansonsten hat der kleine Kerl relativ lange Krallen und hat sich wenig bemüht zu bewegen. Er war noch relativ warm, ich denke mal dass er bis eben geschlafen hat.

Wo wir doch schonmal da sind, meint der Pfleger, sollten wir doch auch mal einen tasmanischen Teufel angefasst haben. Oha. Ich weiß noch nicht, ob ich mich das traue. Die Viecher sind dafür berühmt, unberechenbar zu sein und können mit ihrem Kiefer eine größere Kraft ausüben als Krokodile. Eine falsche Bewegung und der Finger ist ab. Es handelt sich glücklicherweise auch hier um junge, von Hand aufgezogene tasmanische Teufel. Wir dürfen auch nur den unteren Rücken anfassen. Das Gesicht oder der Brustbereich sind zu gefährlich, denn dann hackt er zu.

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Wow, das war mal grandios! Wir quatschen mit dem Pfleger noch ein wenig über tasmanische Teufel und den Park und machen uns dann auf dem Heimweg, denn es wird schon dunkel. Zur Feier des Tages gibt es Abends Würschtl und außerdem lerne ich Bens Freundin Emma kennen. So viele Eindrücke und keine Zeit zu bloggen, das muss ich dringend bald nachholen.

Der Morgen beginnt wieder so um 8 Uhr. Wieder holen wir kurz Frühstück und los gehts. Eigentlich wollten Ben, Emma und ich heute zu Cradle Mountain. Das ist wohl der größte und spektakulärste Berg hier in der Gegend, das Wetter spielt aber nicht so richtig mit. Es ist nebelig und es nieselt die ganze Zeit. Verdammt. Bens Alternativplan: Devils Gullit. Das ist wohl ein ziemlich hohes Kliff, wo der Wind so pfeift, dass es sich wie Dämonen anhört. Huh, das klingt gut, machen wir doch einfach das.

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Auf dem Weg wird uns aber ziemlich schnell klar, dass wir auch dort wenig sehen werden. Oha. Wir fahren trotzdem hin, man kann es ja mal probieren.

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So richtig viel sieht man dann tatsächlich nicht. Auch kein Cradle Mountain, der von hier aus normalerweise gut zu sehen ist. Es pfeift auch kein Wind und somit bleiben die Dämonen heute wohl ruhig. Schade. Wir schwingen uns ins Auto und fahren den Mersey River entlang.

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Hier in Tasmanien gibt es ja unglaublich viele Nationalparks, hier ist einer davon. Für eine kleine Pause halten wir an einem Staudamm, ein paar Meter entfernt davon sehen wir ein Schnabeltier durchs Wasser paddeln! Im Februar haben wir ja in Queensland leider keins gesehen!

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Inzwischen knurrt uns allen der Magen ein wenig. Es geht zu einem 50er-Jahre Café hier in der Gegend. Original mit vielen Memorabilia und 50er Jahre Musik. Ich esse einen “Hot digitty dog” und bin happy. Cooler Laden.

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Wir beschließen, unsere Outdook-Aktivitäten nun am frühen Nachmittag zu beenden. Der Regen wird nicht besser und in dem ganzen Nebel lassen sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten nicht so richtig gut betrachten. Stattdessen leihen wir den Film Platoon aus und pflanzen uns gemütlich auf die Couch in Bens Haus. Auch mal cool, habe ich seit Monaten nicht gemacht! Ein grandioser Film übrigens, gerade wenn man schonmal in Vietnam gewesen ist. Auf Platoon folgt leckeres Beef Stroganov und der Film “Colony” mit Laurence Fishburn. Ein schlechter Film. Gute Nacht.

Heute mal etwas länger schlafen. Dann geht es Frühstücken beim Donut King. Dort arbeitet nämlich Bens Freundin. Ich gönne mir fiese Custard-Gefüllte Leckereien. Bloß nicht auf die Kalorien gucken, die sind nämlich direkt mit angegeben. Der Besitzer ist übrigens in Berlin geboren und philosophiert zwischendurch über Berliner Pfannkuchen. Deutsch kann er aber nicht mehr. Smiley

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Wir ziehen nach dem Frühstück weiter zur Cataract Gorge. Diese Schlucht wird hier in der Regel nur “The Gorge” genannt, weswegen keinem der Name Cataract Gorge einfällt. Die Gorge liegt quasi mitten in Lanceston.

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Ich würde das Ganze mal als Naherholungsgebiet bezeichnen. Wir machen einen kleinen Spaziergang über ein paar “ZigZags” und landen in einem kleinen Café mit einigen Pfauen.

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Hier gönnen wir uns jeder zwei Scones. Scones habe ich ja auf der Reise lieben gelernt. Diese waren auch wirklich außergewöhlich gut, wie die folgende Bildserie beweist:

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Auf dem Weg zurück zu Bens Haus machen wir noch kurz Stopp in der Tierhandlung, denn Ben möchte sich 4 Goldfische für seinen Teich kaufen. In dem Laden gibt es allerhand komische Dinge, mein Favorit habe ich aber leider nicht als Foto: Eine Prinzessin Leia Perücke für Katzen. Wir benennen die Fische und Ben lässt sie frei. Bens Katze Sam könnte nicht weniger interessiert sein.

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Noch ein bisschen Fotos gucken und quatschen und dann bringt mich Ben zum Flughafen. Ich bin echt glücklich, dass ich hier ein paar Tage mit Ben verbringen durfte. Nicht nur ist Tasmanien ein cooler Ort auf der Welt, Ben ist auch ein grandioser Guide, Gastgeber und Kumpel! Thanks for having me Ben! See you soon!

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Mein Flug hebt pünktlich ab und ist sogar etwas zu früh in Melbourne. Ich organisiere mir noch kurz eine Pizza (Camembert + Chicken) und verziehe mich in mein Hostelzimmer. Morgen dann also der letzte Tag der Weltreise.

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Australien–Von Auckland über Melbourne nach Launceston

Aus dem Paradies Fidschi kommend lande ich nach drei Stunden Flug wieder in Auckland. Einreise und Bio-Hazard-Controls lasse ich schnell über mich ergehen, letztes mal haben wir ja einige Stunden hier verbracht. Ich organisiere mir ein bisschen was zu essen (na klar, Mc Donalds!) und fahre mit dem Shuttlebus ins Holiday Inn. Das habe ich mir für die eine Nacht, die ich hier verweile mal gegönnt. Dort werde ich mit gratis WLAN, einem Late-Checkout am Folgetag und zwei Kissen zur Wahl auf meinem Bett begrüßt. Immernoch meine Lieblingshotelkette. Ich verbringe den Abend mit Bloggen, Baden und Musik hören, muss auch mal sein. Die Nacht war top und ich habe endlich mal wieder richtig lange geschlafen!

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Am nächsten Tag muss ich ja erst Mittags auschecken, also alle Annehmlichkeiten eines echten Hotels nochmal nutzen! Eine echte Dusche, ein kleiner Schreibtisch. Strom für alle Geräte!

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Der Flug im A380 war ruhig und angenehm, die Mahlzeiten bei Emirates sind ja auch immer sehr gut. Ich gönne mir Die Filme “Thor” und “Escape Plan” im Flugzeug und fange den Film JOBS an, bis Melbourne sind es knapp 4 Stunden Flugzeit. Die Abfertigung am Flughafen gelingt in Rekordzeit und schon kurze Zeit später stehe ich wieder vor dem Claremont Guesthouse, da waren wir im Januar schonmal. Es fühlt sich ein bisschen komisch an, wieder hier zu sein, vorallem ohne Conny.

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Zwei volle Tage habe ich hier nun. Den ersten Tag verbringe ich damit, nochmal durch die Stadt zu bummeln. Ich starte am Federation Square und ende irgendwie in Harbour Town.

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Wo ich schonmal da bin, schaue ich mir ein paar Klamotten im Sale an und nehme sogar zwei Pullis mit. Es soll ja ein bisschen kalt sein in Tasmanien.

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Ein Schokohörnchen und ein Eistee in der Sonne später schlendere ich zurück zur Straßenbahn und fahre weiter zum St. Kilda Beach. Von dem hört man immer viel positives, aber letztes mal haben wir es nicht geschafft, dorthin zu fahren. In der Tat ist das schon sehr malerisch hier. Vom Pavillion vom Anfang des letzten Jahrhunderts über die hübsch aufgemachte Strandpromenade bis zum berühmte Luna Park verströmt der ganze Ort einen Flair längst vergangener Zeiten, ich finde das ganz witzig und genieße sowohl die Atmosphäre als auch die Herbstsonne. Abends bin ich früh im Bett, morgen will ich früh los.

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Früh ist ja immer interpretationssache, aber um 8 Uhr bin ich unterwegs. Mein Ziel sind die Queen Victoria Markets. Hier war ich mit Conny ja auch schon gewesen, damals haben wir uns aber kaum etwas gekauft, da wir noch so viele Reisestopps vor uns hatten. Diesesmal gönne ich mir wenigstens zwei Kleinigkeiten: Dicke Socken für Tasmanien und Schafsfell-Hausschuhe, die wollte ich schon immer haben! Smiley

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Ich schlendere viel durch die Marktstände, gönne mir zwischendurch ein paar Churros (déja-vu?) und bin am frühen Nachmittag wieder im Hostel um ein bisschen zu pausieren. Abends gönne ich mir dann nochmal ein Abendessen im “Soda Rock”-Diner. Auch da waren Conny und ich im Januar schon gewesen, aber ich bekomme einfach nicht genug von diesem coolen 50er-Jahre Stil. Beste Dining-Experience ever!

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Vielleicht ist es ganz gut, dass es solche Läden bei uns nicht gibt, sonst wäre ich dauernd so vollgefressen wie jetzt. Abends noch ein bisschen mit der Heimat texten und dann ab ins Bett, morgen geht es nach Tasmanien!

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Aufstehen, Frühstück, Auschecken und dann heißt es schon “Goodbye Claremont Guesthouse”! Zweimal da gewesen, zweimal war alles top! Wenn ich nächste Woche nochmal für eine Nacht nach Melbourne komme, bleibe ich aber in Bahnhofsnähe. Erste Aktion des Tages: Alles was ich so an Münzen aus anderen Ländern bei mir habe, spende ich der UNICEF. Das kann man in allen Filialen der “Commonwealth Bank” erledigen. Es waren vermutlich nicht mehr als etwa 10 Dollar, aber besser als nichts!

Weiter geht es in die Stadt, zur SouthernCross Station und von dort weiter zum Flughafen. Ich bin wieder einmal viel zu früh am Flughafen, diesesmal sogar so früh, dass der Checkin-Automat mir einen This-Is-Not-A-Boardingpass ausspuckt. Cool.

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Der Flug ist kurz und angenehm. Neben mir sitzt eine Australierin mit österreichischen Wurzeln, mit der ich mich gut unterhalte. So vergehen Flüge immer am besten. Ich komme pünktlich in Launceston an, schnappe meinen Rucksack und renne direkt Ben in die Arme, der mich vom Flughafen abholt. Das letzte Weltreiseabenteuer kann beginnen!

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Australien–Goodbye Australia, Hello New Zealand!

Wir wachen morgens schweißgebadet auf. So hohe Temperaturen hatten wir auf dieser Reise glaube ich noch garnicht. Unser Bett ist dementsprechend Klitschnass als wir aufwachen. Auch der fiese Hund ist wieder da und bewacht unsere Tür. Irgendwie schaffen wir es aber doch, uns morgens um 7 rauszuschleichen um erstmal Wäsche im nahegelegenen Waschsalon zu waschen.

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Dort verbringen wir ein paar Stunden, bis unsere Wäsche wieder sauber ist. Das war auch nötig, ich trug heute mein letztes T-Shirt. Mit sauberer Wäsche haben wir uns noch ein kleines Frühstück in einer lokalen Bäckerei gegönnt (Mandel-Croissant und Schoko-Croissant) und haben dann fix unsere Sachen gepackt. Schnell raus aus diesem üblen Hostel. “Minto Accomodation” und “Wesmont Accomodation” sind absolut nicht zu empfehlen. Wir quälen uns mit unseren Rucksäcken bei über 30 Grad im Schatten zum nächsten Bahnhof und fahren direkt mal zum Flughafen, denn von dort gibt es einen gratis Shuttlebus zu unserer letzten Unterkunft in Australien. Wir haben uns für unseren frühen Flug morgen eine Unterkunft nah am Flughafen ausgesucht und uns hierbei mal ein richtiges Hotel gegönnt, nämlich das Novotel.

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Einchecken ging auch ganz schnell und wir genießen den vielen Platz und die angenehm temperierte Luft ausgiebig. Nach zwei Wochen Camper und einer Horror-Nacht in Brisbane fühlen wir uns wie Könige oder Rockstars. Oder beides! Smiley

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Wir gehen im nahegelegenen Woolworth kurz einkaufen für Mittagessen, Abendessen und Frühstück und haben danach unser Hotel nicht mehr verlassen. Mit dem geräumigem Zimmer, gescheitem UMTS-Empfang und einem Swimmingpool auf dem Dach waren wir fürs erste voll zufrieden.

Nur ausschlafen wäre schön gewesen, denn unser Wecker klingelt um 4:30 Uhr. Puh! Schnell duschen, packen und dann gehts ab mit dem Shuttlebus zum Flughafen, dieses kostet so früh morgens 5$ pro Person. Naja, was sein muss muss sein. Wir checken fix ein und nutzen das Flughafen-Wifi noch für ein paar Anrufe in die Heimat, bevor wir den A380 besteigen. In nur 2:45h geht es nach Auckland. Goodbye Australien, wir hatten hier eine tolle Zeit!

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Der A380 ist übrigens ein Monstervogel! Riesig und zumindest bei Emirates haben auch die hintersten Plätze erstaunlich viel Beinfreiheit. Da der Flug auch erfreulicherweise nicht ausgebucht war, hatte wir sogar drei Plätze für uns! Herrlich. Eine Kamera an der “Schwanzflosse” des Flugzeugs bescherte uns zudem eine tolle Aussicht. Dementsprechend ging der Flug auch recht schnell vorbei und um halb drei sind wir in Auckland gelandet. Nach zwei Stunden durch Immigration und Zoll quälen (irrtümlicherweise wurden meine zwei Gläser Tigerbalm für Honig gehalten, der wie eine Vielzahl an Produkten nicht mit eingeführt werden darf), erreichen wir endlich die Ankunftshalle und wir nehmen ein Shuttle zu unserem Hotel, dem Parnell Inn im gleichnamigen, äußerst pittoresken Stadtteil Parnell.

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Schnell ein- und ausgecheckt, wo der nächste Supermarkt ist und ein paar Sachen fürs Frühstück eingekauft. Da Auckland sehr bergig ist (gebaut auf einer Vulkanlandschaft) haben wir zurück dann lieber den Bus genommen mit den schweren Tüten. Die Frage, wann der 1932er Bus denn kommt, konnte ich mich dann auch irgendwann  selbst beantworten. Nicht zur gleichen Zeit wie der 1940er Bus.

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Noch schnell ein Reisgericht verputzt und dann sind wir erstaunlich früh eingeschlafen, trotz drei Stunden Zeitverschiebung. Wir schieben das mal aufs frühe Aufstehen und die letzten zwei Wochen, keinesfalls auf unser Alter. Ab morgen heißt es dann: Auto suchen!

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Australien–Glass House Mountains und Brisbane

Und da ist er auch schon: der letzte komplette Tag Roadtrips. So schnell vergehen zwei Wochen! Wir haben uns dagegen entschieden, weiter an der Sunshine Coast entlangzufahren (Strände haben wir in Thailand schon schönere gesehen) und wollen lieber noch mal ins Hinterland fahren. Zu den Glasshouse Mountains. Also schnell unseren nebenbei bemerkt ziemlich dreckigen Van getankt und schnell was eingekauft für den letzten Abend.

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Da ich mir in den letzten Tagen wiederholt die Birne an dem oberen Bett/Regal des Campers angehauen habe, musste ich Marcus gekühlten Kakao erstmal zum kühlen nutzen. Nun trage ich eine stolze Beule als neues Modeaccessoire.

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Dann ging es zum Informationszentrum, um zu schauen, was man an einem halben Tag so machen kann. Da wir alle (außer Marcus) fussfaul waren, empfahl uns die freundliche Dame eine Tour zu diversen Aussichtspunten mit kleinen Rundgängen. Gesagt, getan! Der erste Lookout bestach durch Bullenhitze, eine grandiose Aussicht und einen 800m Rundgang, auf dem wir erneut keine der hier lebenden Koalas zu sehen bekommen. Schade!

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Der zweite Lookout punktete mit einer grandiosen Aussicht auf die Berge der beeindruckende ehemaligen Vulkanlandschaft. Der Name Glasshouse Mountains kommt übrigens, wie sollte es anders sein, von Captain James Cook, dieser hier allgegenwärtigen Nervensäge, der als “Entdecker” den unsäglichen Drang hatte, Berge, Flüsse, Strände und Meere mehr oder weniger passend zu bezeichnen. In diesem Fall unpassend, denn natürlich sehen die Berge nicht wie Glashäuser aus, sondern haben ihn an irgendwas in seiner Heimat England erinnert, was wohl den Namen Glasshouse beinhaltete.

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Zudem gab es hier einen subtropischen Regenwald, den man auf knapp 2km bewandern konnte. Also nichts wie los! Neben der dschungeligen Pflanzenwelt soll es dort auch zahlreiche Tiere geben; Vögel, deren Gesang wie Babygeschrei klingt (haben wir gehört), Wallabys (haben wir gesehen) und riesige Pythons (wollten wir nicht sehen)!

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Ein toller Rundweg, angesichts der umgebende Landschaft hätten wir so etwas garnicht erwartet!

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Wir sind gemütlichen Tempos durchgeschlendert haben allerlei Fotos gemacht. Das Foto unten rechts ist von Amy, sie hat es uns netterweise überlassen Smiley. Thanks, Amy!

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Leicht durchgeschwitzt und mit dem Duft des Lagerfeuers der vergangenen Nacht versehen sind wir dann zu einem Wasserfall gefahren, in dessen See man baden kann.

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Der See entpuppte sich eher als Tümpel, war aber stark frequentiert von der lokalen Jugend. Ich will nicht lügen, er roch ein wenig streng und ich habe mich nicht reingetraut.

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Marcus aber! Wer ihn auf dem Foto unten erkennen kann, bekommt nen Keks! Besonders beliebt war es, sich mittels Seilen an den Bäumen über den See zu schwingen, um hineinzuspringen. Einige schaffte sogar Saltos!

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Nach einer letzten Nacht mit dem unumgänglichen BBQ, hieß es dann am nächsten Morgen: Campervan  fertig machen zur Abgabe in Brisbane. Eine Dusche mit einem Hochdruckreiniger hat die Sache auch verlässlich erledigt. Sieht wie neu aus!

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Und nach kurzer Fahrt müssen wir dann Tschüss zu unserem mobilen Zuhause der letzten zwei Wochen sagen! Schön wars! Wir haben viel gesehen uns sind sage und schreibe fast 3300km gefahren!

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Die Abgabe verlief auch völlig problemlos und wir lassen uns von einem Taxi zu unseren Hostels bringen. Wir wollten eigentlich in ein stinknormales Hostel, aber unser gebuchtes Hostel war ausgebucht und wir wurden kurzerhand zum gleichen Preis in einer anderen Unterkunft untergebracht. Hierzu sollten wir einfach zur besagten Adresse fahren, ein Ziegelstein liegt in der Tür, sodass wir hineinkommen und in unseren Zimmer sollte der Schlüssel stecken.

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Zumindest der Ziegelstein liegt in der Tür. Dummerweise hatte uns keiner von dem riesigen wütenden Hund erzählt, der unseren Flur bewachte und uns böse angeknurrt und gebellt hat und keinen Annäherungsversuch duldete. Also schnell ins Zimmer und die Tür zu, in dessen Schloss natürlich kein Schlüssel steckt. Als wir grade googeln wollen, wo der nächste Waschsalon ist, bemerken wir: Marcus Handy fehlt. Und er weiß wo es ist. Im Campervan. Also muss er zurück zum Verleih am anderen Ende der Stadt und da wir keinen Schlüssel haben, muss ich im Zimmer warten. Wir haben das mal getrennt beschrieben in CONNYS STORY und MARCUS STORY.

CONNYS STORY

Und wie ich so auf dem Zimmer warte  kommt auch der Besitzer mit dem Schlüssel. Ich bin erleichtert. Weniger erleichtert bin ich, als dessen offenbar geistig angeschlagenen Frau in unser Zimmer kommt und mich fragt ob ich eine Party gebe, dann erzählt es sei heiß und sie müde und überhaupt ginge alles zu Grunde. Ihr Mann, der sie angeblich nicht auf Toilette gehen lässt, zerrt sie aus dem Zimmer. Wo sind wir hier gelandet? Jetzt wo ich den Schlüssel habe, mache ich mich auf ins Zentrum Brisbanes, wo ich Marcus wieder treffen will.

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Auf dem Weg sehen ich neben schönen Blicken auf die Skyline übrigens viele alternative Menschen. Es scheint Brisbane ist ein Refugium für Hippies und alternative Lebensformen!

MARCUS STORY

Während Conny also in unserem Zimmer auf irgendeinen Ansprechpartner wartet, schaue ich mal, dass ich irgendwie kostengünstig zu unserem Campervan komme, in dem noch mein Handy liegt. Die Taxifahrt würde One-Way 43$ kosten, also 86$ Hin und zurück, dafür kann ich mir fast ein neues Handy kaufen. Also mal schauen, was die öffentlichen Verkehrsmittel so hergeben. Erster Plan war es, das Bike-Sharing-System hier in Brisbane zu nutzen, damit wären die 10km gut machbar. Auf Nachfrage in der Tourist Info, kann mir jedoch so richtig keiner helfen und mir wird nur eine Kundenkarte in die Hand gedrückt, die ich für ein 4-Monats oder 1-Jahres-Abo nutzen könnte. Also nicht gut. In der Bibliothek gibt es gratis Internet und ich ergoogle mir eine Busverbindung zur Bushaltestelle neben der Camper-Firma. Bus 301 soll mich dahin bringen. Ich stelle mich also an die Bushaltestelle und warte. Und warte. Und warte. Es kommen auch alle möglichen Busse, die 301 ist nicht dabei, auch zur angegebenen Zeit auf dem Fahrplan nicht. Der Bus 300 fährt wohl grob in die richtige Richtung, der Fahrer verweist mich aber auf Bus 301, der jeden Moment kommen soll. Nach 1 Stunde habe ich die Schnauze voll und fange an zu joggen. In voller Montur mit langer Hose und vor allem bei 35 Grad. Puh.

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Ich komme dem Ziel auch tatsächlich näher, bin jedoch 5 Minuten vor Ladenschluss noch 2km entfernt und völlig durchgeschwitzt. Doch da passiert das Wunder. Ich wollte mir gerade ein Taxi heranwinken für die letzten Kilometer, als ein freundlicher Australier und seine Freundin anhalten und fragen, ob ich mitfahren möchte, da ich ja nicht aussehen würde, als wenn ich zum Vergnügen rennen würde. Ich erkläre kurz meine Situation und hüpfe in deren Auto. Beide sind super-nett und amüsieren sich köstlich über meine Story. Schließlich setzen sie mich freundlich winkend 2 Minuten vor Ladenschluss direkt an unserem Camper ab. Nett, diese Australier… in Deutschland würde keiner einfach so anhalten! Ich finde auch schließlich mein Handy im unabgeschlossenen Campervan und nehme anschließend den Bus zurück in die Innenstadt. Linie 300 übrigens. Na toll. In der Innenstadt treffe ich Conny und erzähle erstmal von meinem Abenteuer.

Am Abend treffen wir uns dann nochmal mit Amy und Ben zum Abschied. Es geht zu Vapiano, das gibts hier nämlich auch und funktioniert genauso wie in Deutschland. Und ist genauso lecker

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Und das wars, unser zweiwöchige Roadtrip mit Amy und Ben, die uns wirklich ans  Herz gewachsen sind. Der Heimweg durch das beleuchtete Brisbane verläuft noch zusammen, sie wohnen nämlich zwei Straßen weiter, und dann heißt es Abschied nehmen. Die beiden fahren weiter Richtung Sydney und wir haben noch einen Tag in Brisbane, bevor es nach Neuseeland geht.

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In unserem Zimmer surfen und skypen wir noch ein bisschen und schlafen dann früh ein, ein richtiges Bett genießend!

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Australien–Rainbow Beach, Noosa und Wild-Campen

Wir stehen heute für unsere Verhältnisse relativ spät auf, denn heute steht nicht viel auf unserer Agenda für den Tag. Erstmal ein ausführliches Frühstück auf unserem gratis-Campingplatz. Diesen darf man bis zu 20 Stunden benutzen, also müssen wir erst am frühen Nachmittag los. Wir stellen nach dem Frühstück fest, dass nicht weit von uns ein Visitors Center ist, wo man Infos zur Region bekommt. Die brauchen wir nämlich, denn so 100% steht unser Plan für die nächsten Tage noch nicht fest. Also rein und erstmal gelesen, dass das kleine Örtchen hier die Heimat der Macadamia-Nuss ist. Leider kann man sie nirgends kaufen, da gerade keine Saison ist. Bezüglich Infos haben die beiden älteren Damen in der Visitors Information leider nicht so viel zu bieten und so tackern wir einfach mal “Rainbow Beach” in unser Navi und fahren drauf los. Angeblich nur 1-2 Stunden von hier.

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Nach kurzer, holpriger Fahrt kommen wir dort auch an und beim Aussteigen trifft uns der Schlag. Es ist bullenheiß hier. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass hier nirgends Schatten ist. Der Rainbow Beach ist nämlich sehr breit und endet in Sanddühnen, also keine Palmen oder andere Bäume die Schatten spenden könnten. Die “Coloured Sands” (=farbiger Sand) für die Rainbow Beach berühmt ist die vermutlich mit schuld an seinem Namen sind, finden wir etwas den Strand entlang, also los gehts durch die Sonne, natürlich gut mit Sonnencreme eingeschmiert.

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Und wirklich. Alle möglichen Farben entdecken wir beim Blick auf die Sanddühnen vor uns und können uns vorstellen, warum der Strand hier Rainbow Beach heißt. Es ist außerdem sehr wenig los am Strand, lediglich ein paar Allradwagen kommen uns entgegen, denn der Strand ist gleichzeitig eine reguläre Straße. Verrückt.

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Wir schlendern am Strand lang und bestaunen die doch schon sehr plötzlichen Farbwechsel an den Dünen. Innerhalb weniger Zentimeter wechselt die Farbe von strahlend weiß zu knallorange. Wie das entstanden ist, kann ich auch garnicht sagen, müsste man mal googlen.

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Ich habe auch versucht eine der Dünen mal nach oben zu rennen, wurde dann aber von der Tiefe des Sandes und dessen Temperatur zum vorzeitigen Aufgeben gezwungen.

Nach ein paar hundert Metern machen wir uns auch bereits auf den Rückweg, es ist einfach zu heiß heute. Theoretisch könnte man Kilometerweit an den Dühnen entlanglaufen und dem Naturschauspiel oder auch den heute aktiven Paraglidern zuschauen. Wir überlegen kurz, ob wir den Rest des Tages hier am Strand verbringen wollen und erst morgen weiter fahren möchten, aber es ist einfach zu warm und der Campingplatz hat keine Duschen. So ziehen wir also heute spontan noch eine Stadt weiter.

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Wir schaffen es bis Noosa, das ist so ziemlich die Stadt mit der die sog. “Sunshine Coast” anfängt, diese zieht sich von Noosa im Norden bis nach Brisbane im Süden. Wir kaufen in Noosa noch kurz etwas zum Abendessen (es gibt wieder BBQ) und suchen uns heute wieder einen bezahlten Campingplatz. Nach 2 Tagen ohne Strom benötigt unser Kühlschrank im Camper mal wieder eine Steckdose.

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Den Morgen verbringen wir noch im Campingplatz, immerhin haben wir einen Pool und Enten, die uns beim Frühstück Gesellschaft leisten. Auch müssen wir morgens alle erstmal unsere Mückenstiche versorgen, denn Mücken gab es hier reichlich. Verdammt.

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Nachdem wir dann am späten Vormittag loskommen, machen Amy, Ben und ich uns zunächst mal in den hiesigen Noosa Nationalpark auf. Hier kann man wohl manchmal Koalas sehen, das möchten die beiden ganz gerne und ich möchte mal wieder ein bisschen wandern. Zwar suchen wir uns nur einen Pfad von 4-5km, aber die Sonne knallt wieder ordentlich und so soll das auch erstmal reichen.

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Wir wandern vorbei am Tea Tree Beach (wo es leider keine Koalas gab) und am Dolphin Point (wo es leider keine Delfine gab) bis hin zum Hell’s Gate. Dort kann man eine schöne Aussicht auf die nächsten Strände genießen. Wir tun dies, machen ein kurzes Gruppenfoto und begeben uns auf den Rückweg zu Conny, die beim Camper auf uns gewartet hat.

Weiter geht es danach die Küste entlang zum Marcus Beach. Was? Marcus Beach?! Richtig! Ich habe meinen eigenen Strand hier in Australien! Der ist anscheinend total unbekannt, liegt aber auf unserem Weg und so machen wir da natürlich einen Stopp. Auf dem Weg machen wir schon kleine Witzchen darüber, ob der Strand nicht ein Nudistenstrand oder eine absolute Müllhalde ist. Hoffentlich nicht!

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Marcus Beach ist herrlich weiß und ziemlich breit und sehr einsam. Ich erkläre dieses Stück Land kurzerhand zu meinem Strand und schaue stolz auf mein kleines Paradies. Herrlich. Wir sammeln auch ein bisschen Sand für zuhause. Ich wette niemand hat Sand von Marcus Beach! Smiley Auch ein kurzes Beweisfoto haben wir gemacht, da seht ihr mich mit dem Warnschild, dass man am Marcus Beach so ziemlich nix machen darf!

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Ein paar Kilometer nach dem Marcus Beach halten wir mit unserem Camper am einzigen Gratisrastplatz weit und breit. Der war garnicht so einfach zu finden und liegt irgendwo bei Yandina! Gott sei Dank sind wir auch früh genug dran, denn nach und nach wird es dort voll. Wir sammeln schnell noch Holz und entzünden unser Lagerfeuer, in dem wir heute unsere auf Stöcker gepiekste Würstchen grillen!

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Das war auch eine grandiose Idee, denn so kommt mal wieder richtige Camping-Stimmung auf! Die Würstchen sind außerdem grandios!

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Nach Sonnenuntergang haben wir das Feuer romantisch weiterflackern lassen, haben lange gequatscht und uns das Sternenbild der südlichen Hemisphere angeschaut. Beeindruckend!

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Kurz vorm Einschlafen, haben wir auch endlich ein Foto das zeigt, wie Conny und ich hier im Campervan geschlafen haben. Garnicht mal so viel Platz da oben! An meiner Gesichtsfarbe und Connys Gesichtsausdruck kann man übrigens ablesen, dass es im Camper gefühlte 46 Grad waren! Puh!

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Geschlafen haben wir dennoch, denn morgen brauchen wir unsere Kraft für den letzten kompletten Tag unseres Roadtrips!

Kategorien: Australien, Roadtrip | Hinterlasse einen Kommentar

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