Thailand

Thailand–Goodbye Koh Tao, Hello Khao Lak

Unseren vorletzten Tag auf Koh Tao wollten wir nochmal ein bisschen zum Erkunden der Insel und zum Schnorcheln nutzen. Die Insel ist für ihre tollen Schnorchel- und Tauchspots bekannt. Den Roller hatten wir am Vortag schon klar gemacht und damit ging es dann direkt nach dem Frühstück los.

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Es ist ziemlich bergig auf Koh Tao und unserer Mopedverleiher hatte uns schon gewarnt, dass wir mit dem etwas schwächer motorisierten Gefährt nicht jeden Berg hochkommen würden…haben wir uns das gut überlegt? Zudem sind die Straßen nicht unbedingt immer asphaltiert, sondern verwandeln sich bisweilen in ausgewaschene Lehmpisten. Aber wir sind ja total erfahrene Rollerfahrer Smiley mit geöffnetem Mund.

Der erste Stop hieß Mango Bay. Auf unserer Karte sah es eigentlich nicht so aus, als könnte man sich auf dem Weg dorthin nicht sonderlich verfahren, aber irgendwie haben wir es geschafft, die Abzweigung zu verpassen und landeten…an der Hin Wong Bay.

Naja, egal, da wollten wir nachher eh noch hin, also ab zum Strand und schnorcheln. Moped abgestellt und den steilen Weg zum Meer zu Fuss bewältigt. Wir finden ein Resort, malerische Felsen,-aber keinen Strand. Das Meer um die Felsen ist auch ziemlich stürmisch, keine Chance, dort zum Schnorcheln ins Wasser zu gehen. Grummel.

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Stattdessen ein paar Fotos dieses sonst malerischen Ortes gemacht und wieder zurück zum Moped. Natürlich steil bergauf dann. Uuuuund auf die Suche nach Mango Bay, denn da soll es wirklich tolle Schnorchelstellen geben. Über steile und zerüttete Straßen geht es zumindest mal Richtung Mango Bay Viewpoint und scheinbar auch in Richtung Mango Bay. An einer sehr steilen und sehr ausgewaschenen Stelle stellen wir das Moped sicherheitshalber ab, von dort aus kann es nicht mehr weit sein. Die Vorfreude auf Schnorcheln in türkisblauen Wasser steigt. Wir laufen und laufen und werden überholt von Mopeds (wie sind die die Straße runtergekommen?!?).

Schließlich kommen wir an ein Resort, das Mango Bay heißt. Kann ja nicht weit vom Strand sein, nur noch wenige Meter bis zum Schnorchelspaß! Über gefühlte 300 Treppenstufen die steile Küste runter,- und: Felsen im Meer. Kein Strand. Keine Chance unverletzt ins Wasser zu gelangen. Nur ein paar Bungalows und ein Restaurant. Das hat zu. Ich bin sauer. Und kaputt. Und will überhaupt nicht daran denken, wieder zum Moped zurückzukraxeln. Koh Tao ist der doofste Ort der Welt. Ich will nach Hause.

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Mit der Aussicht auf eine Cola in einem schönen Restaurant am Strand lockt Marcus mich doch noch die Treppen zurück. Und den steilen Weg zum Moped. Doch oh Weh, was sind das für schwarze Flecken vor meinen Augen?

Schließlich erreichen wir das Moped. Und fahren zurück zum Ort, um einen neuen Plan zu schmieden. Bei einer Cola lesen wir nochmal in unserem Inselguide und nehmen uns als nächstes Ziel Aow Leuk vor. Da steht man könne es gut mit dem Moped erreichen. Da steht auch, dass sich Mango Bay nur schlecht und nur für geübte Rollerfahrer eignet. Und man zum Schnorcheln doch lieber ein Wassertaxi nehmen soll. Ich schäme mich ein bisschen.

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Wir glauben immer noch an unseren Schnorchelspass und schwingen die Hintern wieder aufs Moped. Keine 10 Minuten später haben wir dann endlich einen Strand gefunden. Das Wasser ist türkis, die Felsen versprechen Korallen und Fische. Ich bin glücklich. Koh Tao ist der tollste Ort der Welt. Schnell das Schnorchelequipment angezogen und losgeschnorchelt (was ist Schnorchel eigentlich für ein geiles Wort?). Wir sehen Regenbogenfische und Zebrafische und gelbe große Fische und gelbe kleine Fische. Alles keine 20m im Meer. Wir sind begeistert!

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Völlig erschöpft, sind wir abends wieder am Sairee Beach angekommen. Das wurde wohl auch Zeit, denn so langsam dunkelte es schon bei unserer letzten Schnorchel-Runde. Kurz duschen und natürlich wieder lecker Essen direkt am Strand und das war er dann auch schon, der letzte volle Tag auf Koh Tao.

Am nächsten morgen heißt es dann packen und auschecken nach einem letzten entspannten Frühstück am Meer. Den Tag haben wir viel recherchiert, was wir im Januar so machen wollen, man muss es ja ausnutzen, wenn man mal gescheites Internet zur Verfügung hat. Abends um 8 ging dann unser Taxi zum Nachtboot, welches um 21 Uhr abfuhr.

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Es war echt bequem in dem Boot, es bestand im Wesentlichen aus zwei Schlafsälen mit Doppelbetten. Marcus durfte oben schlafen Smiley. Nach einer ersten halben Stunde erstaunlich starker Schwankungen kam dann aber doch der Schlaf und ich muss sagen, so gut habe ich weder im Nachtbus noch –zug geschlafen. Absolut empfehlenswert.

Um viertel vor fünf legt der Kahn in Surat Thani an und mittels Taxi werden wir zunächst zu der Travel Agency gefahren, dann zum öffentlichen Bus nach Kaoh Lak. Ein Glück steigen wir am Startpunkt ein, den so bekommen wir einen Sitzplatz. Es sind eigentlich nur 176km nach Kaoh Lak, aber der Bus braucht 4,5 Stunden und hält an jeder Straßenlaterne. Bald ist der Bus picke packe voll, die Leute stehen im Mittelgang wie die Sardinen in der Dose.

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Ursprünglich wollten wir einen Tag später anreisen und mussten uns für den verfrühten Tag aus Auslastungsgründen eine andere Bleibe suchen. Daher verbringen wir zunächst eine Nacht im Summer House Resort, das von einer netten thailändischen Familie geführt wird. Und es hat einen Pool, den wir gleich austesten, bevor es auf Erkundungstour geht.

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Generell scheint Kaoh Lak eine deutsche Provinz zu sein, das Malle Thailands. Überall deutsche Restaurants, wir sprechen Deutsch und Gerd und Nois Bungalows. Wir wissen noch nicht, was wir davon halten und checken erst mal den Strand, auf der Suche nach dem Hotel von Marcus Mutter, die wir nebst Lara hier wiedertreffen werden. Zunächst enttäuscht der Strand, weil er ewig breit und von fetten Resorts besetzt ist, aber weiter gen Süden gibt es nette Restaurants, wo wir uns mit der für die Umgebung angemessenen Getränken erfrischen. Ein paar Meter weiter entdecken wir Marcus Mutter schon am Strand sitzen und verabreden uns gleich für den Abend für ein Essen am Strand. Dorthin fahren wir abends mit einem geliehenen Roller unserer nächsten Bleibe, dem Swiss Guesthouse. Auf dem Weg vom Moped zum Strand durch ein kleines Wäldchen werden wir von einem netten Thai gelotst. Hoffentlich finden wir den wieder!

Am Strand ist abends nichts mehr los, und wir haben Glück, dass noch ein paar Restaurants offen sind. Schade eigentlich, aber der Strand ist auch wirklich nicht einfach zu erreichen hier. Das Essen war lecker, und ein paar Cocktails später suchen Marcus und ich am dunkeln Strand den Weg zurück zum Moped. Hat alles geklappt, Marcus hat natürlich nichts getrunken und mich sicher ins Bettchen gebracht. Den nächsten Morgen wollten wir eigentlich nutzen, um den Pool noch ein wenig zu genießen; dies wurde jedoch dadurch unterbrochen, dass ein neugebauter Bungalow in einer Zeremonie von buddhistischen Mönchen gesegnet wurde mit viel Gesang und Böllerei. Da kam ich mir mit meinem Bikini doch etwas unpassend vor und so haben wir gepackt und unser Gepäck in zwei Fahrten schon mal in das Swiss Guesthouse, unserer zweiten Unterkunft, gebracht.

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Dort war auch Lara mittlerweile angekommen, die aus Sri Lanka den Weg nach Kaoh Lak gefunden hat. Also erst mal was Frühstücken, und da es hier an deutschen Einrichtungen nicht mangelt, geht es in eine German Bakery mit deutschen Frühstück. Dunkles Brot, Laugenbrötchen und Leberwurst haben uns schon ein bisschen glücklich gemacht. Lara haben wir glücklich gemacht, in dem sie Roller gefahren ist. Wollen jetzt eine Rollergang gründen. Den Rest des Tages haben wir im Wesentlichen alle zusammen am Strand verbracht, uns in die Wellen geschmissen und geredet.

Abends ging es schließlich noch gemütlich Thai essen. Morgen ist dann Silvester, und 2013 ist schon wieder zuende. Feiern werden wir im Resort von Marcus Mutter, etwas schicker. Wir freuen uns schon drauf.

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Thailand–Weihnachten auf Koh Tao

Normalerweise hätten wir einen Bus von Mo Chit zur Kao San Road in Bangkok nehmen können, durch die immernoch stattfindenden Proteste hier, fährt der Bus aber wohl nicht so recht, also mussten wir kurzfristig auf ein Taxi umschwenken und landen 20 Minuten später dort wo wir hin wollten: In der Kao San Road, DIE Backpacker-Straße in Asien. Was hier so rumläuft und was für Bars es hier so gibt, ist wirklich krass. Die ganze Straße ist nur darauf ausgerichtet, feierwütige Backpacker zu bedienen. Und davon gibt es massig hier, ich habe selten so viele krasse Leute gesehen wie hier. Schnell durch, wir wollen ja heute nicht feiern gehen, sondern unseren Nachtbus nach Koh Tao erwischen und das Bus-Büro ist hier irgendwo in der Nähe. Bevor wir das Büro finden, stellen wir zunächst einmal fest, dass wir hier mitten im Epizentrum der Proteste gelandet sind. Man muss schon aufpassen, in welche Straße man abbiegt.

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Nach ein bisschen Hin und Her finden wir auch das Büro der Busgesellschaft “Lomprahya”, die bieten Bus und Fähre im Kombiticket an, sehr praktisch. Jeder bekommt hier einen Sticker mit einer Farbe (=Bus) und einer Nummer (=Sitzplatz). Gepäck muss man selber mitschleppen, auch wenn die Franzosen mit den Monsterkoffern neben uns davon wenig begeistert waren. Schnell alles in den Bus und dann gehts los. Das ist dieses mal übrigens ein ganz normaler Reisebus und kein Schlafbus wie in China. Schade eigentlich, denn so kriege ich kein Auge zu, bis wir um 5 Uhr morgens am Fähranleger ankommen.

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Die folgende Katamaran-Bootsfahrt ist so ziemlich die übelste Bootsfahrt die ich jemals erleben durfte, für Conny wird sie nur getoppt von der Fahrt zum Tauchen vor einigen Wochen. Nach den ersten 20 Minuten der 1,5 Stündigen Fahrt war das halbe Boot am kotzen und die Geräuschkulisse war ein einziges würgen, rülpsen und gurgeln. Wir mussten auch beide unser bereits konsumiertes Frühstück in kleine schwarze Plastiktüten umfüllen und waren auch sehr froh und völlig hinüber, als wir dann endlich auf Koh Tao angekommen sind. Mir sieht man es doch noch deutlich an auf dem Foto.

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Unser Bungalow im “In Touch Resort” ist auch noch nicht bezugsfertig, so dass wir uns ein wenig die Zeit vertreiben müssen. Wir saßen also ein wenig in dem zu unserem Resort gehörigen Restaurant und haben versucht, nicht einzuschlafen.

Als dies zunehmend fehlschlug, haben wir ein bisschen die Umgebung zu Fuß erkundet, um dann gegen Mittag endlich unseren Bungalow zu beziehen und ein Stündchen zu schlafen. Verdammter Nachtbus! Unser Bungalow hat zwar keine Klimaanlage und hin und wieder ein paar Geckos oder Tausendfüßler im Badezimmer, war dafür aber auch sehr günstig. Koh Tao ist über Weihnachten übrigens restlos ausverkauft.

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Am frühen Abend gabs dann noch ein kleines Abendessen und ein paar Biere, wieder im Resort-Restaurant. Zum Erkunden der hiesigen Gastronomie waren wir einfach ein bisschen zu fertig, außerdem ist das Restaurant unseres Resorts das heimliche Highlight hier, denn es hat eine große Terrasse in Richtung Meer, Nachts eine tolle Beleuchtung und nebenbei auch noch richtig gutes Thai-Essen! Völlig fertig und von zwei oder drei Bier auch noch leicht betrunken, fallen wir recht früh ins Bettchen, ich leider vor Conny, was ihr das Foto von mir mit Bierdose im Bett ermöglichte.

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Am nächsten Tag war schon der 24.12. also Heiligabend. Anders als zuhause mal ausnahmsweise völlig stressfrei. Der Tag beginnt mit Ausschlafen und einem guten Frühstück mit Wellenrauschen im Hintergrund, da können wir uns dran gewöhnen. Heute stand bei uns zudem erstmal Regeneration von dem fiesen Nachtbus und dem Würge-Kahn vom Vortag auf dem Programm.

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Also erstmal einen Tisch mit Strandzugang in unserem Resort geschnappt und dort gechillt. Ein bisschen lesen, bloggen, Fotos sortieren, telefonieren mit der Heimat oder einen kurzen Ausflug ins Wasser. Dazwischen ein paar Shakes oder Cola konsumiert. So verging unser 24. Dezember.

Abends ging es dann tatsächlich nochmal los, um uns ein adäquates Weihnachtsmal zu suchen. Auswahl gibt es hier genug, die Frage ist nur immer, was auch gut ist. Auf dem Weg haben wir dann auch den “Ort” von Sairee-Beach hier auf Koh Tao entdeckt und sind froh, dass unser Resort ein bisschen außerhalb ist. Überall gibt es Burger, Pizza und Fish & Chips sowie Alkohol aus Eimern. Irgendwie kommen wir darauf momentan nicht so klar, auch wenn wir zuhause keiner Party abgeneigt sind.

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Den Rückweg gehen wir am Strand entlang und nicht durch die geschäftige Strandpromenade. Das hat den Vorteil, dass wir im Abendlicht noch ein paar schöne Ansichten bekommen und zudem schauen können, welche Restaurants uns Abendessen mit Meerblick ermöglichen. Das muss ja schon sein. Zwinkerndes Smiley

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Wir finden dann natürlich auch ein adäquates Etablissement und Conny entscheidet sich für Seafood BBQ. Solch gegrilltes Seafood gibt es hier tatsächlich in fast jedem Restaurant und die Spieße mit Seafood werden frisch auf Anfrage gegrillt und kosten überschaubare 4€ (für zwei)! Conny hat’s genossen! Bei mir gab es Chicken mit Black Pepper und Garlic, dazu Reis. Das ist zwar nicht 100% original Thai, war aber trotzdem lecker.

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Zur Feier des Tages gibt es bei uns ein Paar Weihnachtsmützen und noch ein paar Bierchen, die wir dann auf der Veranda unseres Bungalows bei Klängen von amerikanischer Weihnachtsmusik zu uns nehmen. Ein bisschen fehlen uns die Heimat und unsere Lieben ja doch, auch wenn ein stressfreier Heiligabend seine Vorteile hat. Der große Minus-Punkt: Der Abend ist nichts besonderes, wenn wir wollten könnten wir jeden Tag hier auf die gleiche Weise verbringen.

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Auch der erste Weihnachtstag verlief stressfrei und sehr entspannt. Wir haben nach dem Aufstehen wieder ein bisschen was gefrühstückt (bei mir gab es das beste French Toast der Welt) und waren dann kurz einkaufen im hiesigen Supermarkt. Den Tag haben wir dann größtenteils auf der Terrasse verbracht und unsere eingekauften Vorräte konsumiert. Conny war zwischendurch ein bisschen am Strand.

So verfliegt der Großteil des Tages, bis wir uns am Nachmittag nochmal dazu aufraffen, unser Resort zu verlassen. Ich hatte ja bislang in meinem Leben genau eine Massage und das war in Kambodscha am Strand und gar nicht mal so gut. Das wollten wir hier auf Koh Tao ändern, hier gibt es hochgelobte Thai-Massagen an jeder Ecke und so eine haben Conny und ich uns dann mal gegönnt. Um genau zu sein, hatte Conny eine klassische Thai-Massage und ich eine Rücken-Schulter-Massage. 60 Minuten dauert der Spaß und 300 Baht (=7,50€) kostet das Ganze. Um es kurz zu machen: Es war grandios. Selten wurde ich so durchgeknetet und fühlte mich bei der obligatorischen Tasse Tee danach auch übelst entspannt! Der Massage-Salon war direkt am Strand und mit Wellenrauschen und Abendsonne haben sich 3 Masseurinnen an mir zu schaffen gemacht und einige hartnäckige Verspannungen gelöst!

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Zum Abendessen bleiben wir heute mal in unserem Resort-Restaurant und genießen die dortige Auswahl. Während Conny heute mal bei einem Salat bleibt, gibt es bei mir Curry-Gemüse mit Reis. Das war schon angenehm scharf und richtig lecker.

Inzwischen hat bei mir die Thai-Küche auch die Burmesische Küche abgelöst, was das beste Essen auf der Reise angeht. Generell ist es einfach ein tolles Gefühl, richtig gutes Essen mit Wellenrauschen und romantischer Beleuchtung zu genießen. Wir verleben hier glaube ich momentan mit die tollsten Tage unserer Reise.

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Den zweiten Weihnachtstag mussten wir schon wieder ein wenig organisatorisch aktiv werden. Am 28. verlassen wir Koh Tao ja schon wieder, wollen den fiesen Katamaran aber unbedingt vermeiden. Wir haben jetzt mal ein “Night Boat” gebucht. Das fährt abends los und ist morgens da und ist auch noch günstiger als der Katamaran. Wir sind mal gespannt. Ansonsten haben wir den Tag am Strand verbracht, der ist hier zwar relativ schmal, aber dennoch sehr schön. Und weil ja noch Weihnachten ist, sind wir mit unseren Weihnachtsmützen mal ein bisschen am Strand eskaliert.

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Zwischendurch gab es eine hauchdünne, krosse Pizza von einem der Strandläden. Die schafft es definitiv in meine Top3 der besten Pizzen. Aber am Strand schmeckt sowas ja immer besser. Generell kann man sich hier auf Koh Tao nicht beschweren was die Qualität der angebotenen Speisen angeht, bislang wurden unsere Erwartungen stets übertroffen. Die meisten Restaurants hier verpflichten sich freiwillig dazu, besonders auf die Reinheit beim Kochen zu achten und kennzeichnen sich durch ein Schild “Clean Food” oder irgendwie so. Zuhause selbstverständlich, hier in Thailand möchte man in die meisten Küchen vielleicht nicht reingucken. Die “Clean Food”-Küchen sind oft auch offen und man kann beim Zubereiten zugucken.

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Abends haben wir uns noch kurz einen Motorroller für morgen reserviert und dann gab es wieder leckeres Essen in einem Strandrestaurant, da freuen wir uns schon immer drauf. Bei mir gab es mein Thai-Lieblingsgericht “Cashew-Chicken”, bei Conny gab es “Shrimp Potatoe Curry”. Dazu lief im Hintergrund Indie-Musik und – natürlich – Wellenrauschen!

Das war also unser Weihnachten 2013. Ein bisschen anders als in den letzten Jahren war es schon, aber wir wollen uns nicht beklagen. Zuletzt wünschen wir allen, die hier mitlesen noch eine frohe Weihnacht! Lasst es euch gut gehen und verbringt das Fest mit denen, die ihr gern habt. Letzteres ist nämlich genau das was wir hier manchmal vermissen.

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Thailand – Zurück in Bangkok

So schnell sind zwei Wochen Myanmar wieder vorbei. Ein unglaublich tolles Land, wie wir beide finden! Wir haben die Zeit sehr genossen, sind aber auf der anderen Seite auch froh, wieder nach Bangkok zu gelangen. Ein paar westliche Standards (wie z.B. Supermärkte oder öffentliche Verkehrsmittel) haben wir dann doch vermisst.

Zum Flughafen in Mandalay bringt uns ein gratis-Busshuttle von AirAsia, welches jedoch 4km von unserem Hotel abfährt. Generell war unser Hotel relativ weit ab von allem. 4km wollten wir auch mit den dicken Rucksäcken nicht laufen und so mussten wir wohl oder übel 8 US$ für ein Taxi dorthin ausgeben. Taxis sind in Myanmar überall schweineteuer. Das muss aber erst in den letzten Jahren passiert sein. Naja, dafür war das Essen immer sehr günstig! Mandalay Airport liegt in etwa eine Stunde vom Stadtzentrum und ist für die momentanen Passagierzahlen völlig überdimensioniert. Pünktlich hebt unser Flieger ab, 2 Stunden später sind wir schon in Bangkok. Dort angekommen, stellen wir uns, stumpf wie wir sind, für etwa 10 Minuten ans falsche Gepäckband und wundern uns, dass noch keine Koffer kommen. Hoppla. Hoffentlich hat das keiner gesehen! Wenige Minuten später sitzen wir schon im Bus Richtung Mo Chit, der Verkehrsknotenpunkt in der Nähe unseres Hotels. Von dort haben wir aber noch etwa 2km Fußmarsch vor uns, der nur dadurch unterbrochen wird, dass wir eine Fußgängerbrücke nicht überqueren dürfen, da ein Mitglied der Royal Family drunter her fährt. Gemeinsam mit einem netten Thai, den wir an dieser Brücke kennengelernt haben, sind wir relativ fix an unserem Hotel. Wir bleiben hier im “Centara Grand at Central Plaza”, deutlich über unserem Budget, weil meine Mum uns hier für 2,5 Tage Gesellschaft leistet, bevor sie dann Nord-Thailand erkundet und wir nach Süden weiterziehen.

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Nachdem wir am späten Nachmittag im Hotel eingecheckt sind, gehen wir nochmal raus ins abendliche Bangkok, um ein paar westliche Annehmlichkeiten zu genießen. Supermärkte und Burger um genau zu sein. Gute Burger sind allerdings selten in Bangkok; ein Laden der stetig empfohlen wird ist “The Garage” und dort haben wir dann auch mal wieder schön westlich gespeist.

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Der Burger war auch gut und das Ambiente sehr amerikanisch. Auch wenn das asiatische Essen hier sehr sehr gut ist, nach wochenlangem Essen von Nudeln und Reis, kommt der Hunger nach Burger, Sandwich oder Pizza momentan immer häufiger. Oder mal ein Brötchen. Vielleicht mit Käse. Mhhhhh.

Wie auch immer. Durch das weihnachtlich blinkende Bangkok sind wir zurück ins Hotel. Die meisten Thais sind eigentlich Buddhisten, Weihnachten ist hier aber trotzdem ein Feiertag und wird auch gefeiert, aber mehr als “Konsumfest”, als dass es religiösen Hintergrund hätte. Aber das ist ja bei uns auch oft der Fall. Weihnachtliche Deko hier in Asien muss übrigens blinken. Je bunter und kitschiger, desto besser. Da toppen sie ja noch die Amerikaner, die ja auch schon sehr cheesy unterwegs sind.

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Am nächsten Morgen, gibt es Frühstück im 7-Eleven-Supermarkt auf dem Weg zum Flughafen. Um 12:05 Uhr landet der Flieger mit meiner Mum und Ihrer Freundin Karin. Bzw. um 12:05 sollte er landen und um 12:11 Uhr war er dann auch da. Die beiden waren natürlich ein wenig gerädert nach 16 Stunden Reise und wir haben sie erst mal so schnell wie möglich via AirLink und MRT ins Hotel gebracht. Der Weg dauert etwa eine Stunde.

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Nach kurzer Erholung und einem kurzen Welcome-Drink im Hotel ging es dann noch auf eine kurze Bangkok-Entdeckungstour mit den beiden. Zuerst ein kurzer Spaziergang durch den Lumphini-Park, einer der wenigen Parks hier in Bangkok. Hier in der Gegend wurde Karin eine Rooftop-Bar empfohlen, die wir eigentlich suchen wollten. Gefunden haben wir sie dann leider nicht, dafür dann eine auf der Center World, einem Einkaufszentraum hier in Bangkok.

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Von dort haben wir bei einem Cocktail oder zweien die Aussicht genossen und eine Kleinigkeit Gegessen.

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So richtig Essen waren wir danach noch im MBK-Shopping-Center, dort gibt es diverse “Food Courts”, die so ein bisschen Streetfood-Light anbieten. Das war’s dann auch für heute, es ist immerhin schon 23:30, so spät waren wir seit Tagen nicht im Bett Zwinkerndes Smiley

Für den einzigen kompletten Tag mit meiner Mum in Bangkok haben wir uns eine Tour gebucht, die uns Thonburi, der Stadtteil von Bangkok auf der anderen Flussseite, etwas näher bringen soll. Eine solche Tour haben wir seit Vietnam nicht mehr gehabt und wir freuen uns ein bisschen drauf, dass wir uns nicht alles aus dem Reiseführer zusammensuchen müssen. Start ist um 9 Uhr und mit ein wenig Verspätung starten wir dann auch. Erster Stopp: Blumenmarkt.

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Dabei handelte es sich um den Blumengroßmarkt, in dem Bangkoks kleine Blumenhändler, Hotels oder auch normale Thais für besondere Gelegenheiten wie Hochzeiten, Hauseinweihungen oder Beerdigungen einkaufen. Es war eine Wonne! In dicken Hügeln lagen dort die schönsten Orchideen, die wir in Europa mühsam züchten, und kunstvolle Gestecke. Überall gab es auch Opfergaben für Tempel, die aus Bananen und Nüssen zum Beispiel bestehen, oder Jasminblütenketten. Besonders teuer und schön gelten hier in Thailand übrigens Nelken und Rosen, importiert aus Holland oder, wen wunderts, China. Man will eben immer das, was man vor Ort nicht hat.

Am Rande standen immer mal wieder einzelne Garküchen. Ich hatte Michael B. aus Frankfurt ja mal ein Bild einer solchen Garküche versprochen, hier ist es also:

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An den Blumenmarkt schloss sich fast nahtlos der Gemüsemarkt an, den wir als nächstes besucht haben. Eigentlich ein Gemüse-Großmarkt, also weniger für Touristen zum Einkaufen als zum Zuschauen, während hier gehandelt wird. Das Gemüse war natürlich super-frisch und echt vielfältig. Selten haben wir auch so viele exotische Gemüsesorten gesehen. Zum Beispiel 100-jährige Eier, die irgendwie Wochenlang in der Erde mit gewürzen verbuddelt werden. Cool.

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Aber auch Unmengen von Salat und natürlich Chilis in allen Größen und allen Farben. Die thailändische Küche ist ja dafür bekannt, besonders scharf zu sein. Wir können das bestätigen, weder in Vietnam oder Kambodscha noch in Myanmar werden die Gerichte so scharf gewürzt.

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Einige Dinge durften wir auch probieren oder mal dran schnuppern. Zum Beispiel Rose-Apples oder Litschiartige Früchte. Besonders toll war auch das “Suppengemüse” Thailands, dass aus Lemongrass, Galgant ein nach Limette duftendes Kraut bestand. Sehr aromatisch! Man wollte am liebsten gleich damit etwas kochen. Ging aber nicht! Auch gesehen haben wir ganz jungen Ingwer, der noch rosa an den Stielen  und weich war und am liebsten zum Kochen benutzt wird. Dann kann man ihn auch in Scheiben essen, er ist aber weniger aromatisch als alter, harter Ingwer. Der wird bevorzugt für Tee verwendet.

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Nach den beiden Märkten ging es zu einem Schildkröten Tümpel, der zu einem Tempel gehört, an dem regelmäßig Mönche verköstigt werden. Verköstigen durften wir dann aber nur die Schildkröten, nicht die Mönche. Die gepanzerten Kollegen wollten aber nicht so recht, ich denke mal, dass hier relativ viele Touristen Turtle-Feeding betreiben. Statt den Schildkröten haben dicke Welse im Teich das Futter vernascht, auch nicht schlecht.

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Der Tempel neben dem Schildkrötenteich ist strahlend weiß, seinen Namen habe ich aber schon wieder vergessen. Bei Tempeln bin ich inzwischen nicht mehr so richtig aufnahmefähig, da wir in letzter Zeit so viele davon gesehen haben.

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Nach dem Tempel ging es ins portugiesische Viertel von Thonburi. Das erkennt man einerseits an der Architektur der Gebäude hier, aber auch an der Vielzahl an Bäckereien, die sich hier befinden. In eine Bäckerei ohne Ladenverkauf sind wir dann auch mal rein und konnten beobachten, wie hier kleine Küchlein gebacken werden. Ganz ohne richtigen Ofen oder sonst irgendwelche Maschinen. Nichtmal einen Mixer habe ich gesehen. Die Küchlein waren auch super-lecker übrigens!

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Eine christliche Kirche befand sich auch im portugiesischen Viertel, die sah auch tatsächlich sehr süd-europäisch aus. Christliche Kirchen sind hier aber eh recht selten. Am Wasser entlang haben wir dann noch einiges von der Architektur hier gesehen und noch einen chinesischen Tempel besucht, von dem ich euch sämtliche Fotos mal erspare.

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Letzter Stopp vor dem Mittagessen war dann noch der “Sitting Buddha” in Thonburi, der ausnahmsweise wieder sehr sehenswert war. Ein bestimmt 20 Meter hoher, sitzender Buddha in einem extra hierfür gebauten Haus. Alleine die Größe war schon sehr beeindruckend. Das war dann bisher auch der größte Buddha, den wir auf unserer Reise gesehen haben glaube ich.

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Mit einem 8-Mann-TukTuk ging es dann zum Essen. Wir machen die Tour hier mit 4 Leuten von der AIDA, die wohl in einem Hafen etwa 100km von Bangkok vor Anker liegt und diese Tour angeboten hat. Die Gesellschaft war sehr nett und wir haben uns gefreut, mal wieder so viel Deutsch zu sprechen.

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Zu Mittag gab es viel Chicken, Pork und Fisch, alles mit Reis und lecker Chang-Bier. Und auch schön scharf, danach brannten mir erst mal Lippen und Zunge. Puh. Ich habe für mich inzwischen beschlossen, dass ich Pad Thai nicht so richtig gerne esse, das wird hier von allen gelobt. Mein derzeitiger Favorit ist Cashew-Chicken! Mit vollem Magen läuft es sich natürlich auch nicht so richtig gut und deshalb geht es weiter mit einem typisch thailändischen Long-Tail-Boot. Ob da früher gerudert wurde weiß ich nicht, heute werden sie mit dicken LKW-Motoren angetrieben und durch die Kanäle gejagt.

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Auf dem Weg konnten wir viele Thai-Wohnhäuser sehen, einige hatten einen dicken Waran auf der Veranda liegen. Meine Mum hatte mir das schon vorher erzählt und ich wollte es nicht glauben: Die Menschen hier halten sich die Warane als Haustiere, da sie Ratten und andere ungewollte Gäste verspeisen. Sehr praktisch!

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Weiter ging es durch pittoreske Kanäle und an vielen kleinen Tempeln und Wohnhäusern vorbei. Unser Kapitän war eine Frau, unsere Reiseführerin meinte es wäre die einzige unter all den Männern die hier durch die Kanäle fahren. Und das sind einige, die Kanäle sind wohl eine beliebte Touristenattraktion.

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Wir fanden es trotzdem schön, zumal man hier dem fiesen Verkehr in Bangkok ein wenig entkommen kann. Unsere Kapitänin fuhr auch recht langsam durch die Kanäle, was ganz angenehm war, andere Kollegen sind da schon ganz ordentlich durchgeheizt.

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Der erste Stopp war ein Tempel, von dem ich wieder nicht ausführlich berichten möchte, der zweite war dann eine Orchideenfarm. Hier kommen dann also die ganzen Orchideen her, die wir morgens auf dem Markt gesehen hatten. Auch wieder in allen Farben, mit wunderschönen Formen und Mustern.

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Die Orchideen hängen hier an Gestängen , ein bisschen wie Tomaten oder Hopfen, denn Orchideen haben ja eigentlich Luftwurzeln, über die sie das Wasser der tropisch feuchten Luft aufnehmen können. Auf der Orchideenfarm standen übrigens auch zahlreiche Fruchtbäumen wie zum Beispiel Papaya und Drachenfrucht. Bewacht wurde sie von drei weißen Hunden, die Marcus laut bellend eine ganze Weile verfolgten. Fein aufgepasst!

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Nach der Orchideenfarm geht es wieder rein ins Boot und auf zum nächsten Stopp, das ist dann der sogenannte “Disney Temple”. Warum er so heißt, wird uns relativ schnell klar: Es sieht in dem Tempel aus wie ein Jahrmarkt. Überall sind Essens- und Verkaufsstände und mitten vor dem Buddha fährt ein Kinderkarussell. Sehr gewöhnungsbedürftig.

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Im Anschluss durften wir noch kurz die Fische im Kana füttern und dann ging es per Boot wieder weiter. Bevor wir wieder auf den Hauptfluss hier in Bangkok gekommen sind, mussten wir nochmal das Boot wechseln, unsere Kapitänin traute sich das bei dem Seegang nicht so richtig zu. Sicher ist sicher.

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Wieder am Ausgangspunkt unserer Reise haben wir uns von allen verabschiedet und unserer Reiseleitung noch ein kleines Trinkgeld in die Handgedrückt. Hunger hatten wir noch nicht wieder, aber ein wenig Durst und das Verlangen nach einem schönen Blick auf den Fluss. Sowas wie eine Uferpromenade gibt es hier in Bangkok wohl an den meisten Stellen nicht, alles ist mit Restaurants oder Hotels verbaut. Das nächste Hotel bei uns war dann das Shangri-La Hotel, eins der edelsten und teuersten die es hier so gibt. Naja für eine Cola und einen Kaffee war es dann schon okay und wir haben von dort die Sonne über dem Fluss untergehen sehen.

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Danach ging es dann zurück ins Hotel. Für Conny und mich noch einmal Kraft tanken für den morgigen Tag, da fahren wir nämlich per Nachtbus nach Südthailand. Also einmal noch gescheit ausschlafen! Haben wir dann auch gemacht und zudem einmal noch leckeres Frühstücksbuffet im Centara-Hotel genossen. Mit Käse! Und Wurst! Und Brot mit harter Kruste! Herrlich! Den Rest des Tages haben wir dann noch ein wenig durch die Malls gebummelt, bevor wir um 18 Uhr aufgebrochen sind nach Süden!

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Thailand–Four Nights in Bangkok

Nach 9 Tagen auf Koh Chang, war es dann tatsächlich schneller als erwartet der letzte Abend. Und wir sind bei unserer zweiten Unterkunft noch garnicht am Strand gewesen! Oha! Das müssen wir natürlich erstmal nachholen. Der Strand von Klong Prao soll nämlich eigentlich sehr schön sein. War er auch. So ein Mist, dass wir den erst jetzt erkunden.

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Also erstmal in einen Liegestuhl geschmissen und den Sonnenuntergang genossen…der mal wieder traumhaft war. Hoffentlich stumpfen wir nicht ab und finden nachher jeden Sonnenuntergang nur noch durchschnittlich. Strandschaukeln gab es dort auch, also durfte Conny ein bisschen Schaukeln und sich, fast so grazil wie die Raffaelofrau, als Motiv anbieten.

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Am Morgen hatten wir entdeckt, dass nur wenige Meter neben unserem Hotel ein deutsches Restaurant war, Franky’s Roadhouse, und da ist uns ein richtiger Hunger auf Heimatessen gekommen. Also nach dem Strand ab zu Franky. Bei mir gabs Jägerschnitzel und bei Marcus Leberkäs. War garnicht mal so gut. Naja, dann freuen wir uns umso mehr auf das gute Essen in der Heimat wenn wir nächstes Jahr wieder da sind!

Am nächsten Morgen ging unser Bus nach Bangkok um 9 Uhr und relativ ereignislose 6 Stunden später waren wir dann auch da. Ereignislos? Naja, vielleicht ein bisschen untertrieben. Wir hatten den Bus bis zum “Bangkok Airport” gebucht, da von dort ein Bus direkt zu unserem Hostel fuhr. Als wir dann am “Bangkok Airport” dem Bus entstiegen mussten wir feststellen, dass kein Flughafen weit und breit zu sehen war. Man hat uns einfach am Autobahnrand rausgelassen und uns umlagerten Unmengen Taxifahrer, die uns alle in 10 min. zum Flughafen bringen wollten. Na toll. Wenn wir eh ein Taxi nehmen müssen, dann auch gleich bis zum Hotel, kostet das gleiche wie der Bus. Und am frühen Abend waren wir dann auch tatsächlich an Ort und Stelle. Sogar ein offizielles Youth Hostel, alles andere ist in Bangkok teurer als unser Budget.

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Im Hostel angekommen, wollten wir noch kurz los und ein bisschen was essen (jaja, Mc Donald’s… wir geben’s ja zu). Beim Verlassen des Zimmers wollte ich noch schnell unsere kleine Digitalkamera greifen und merke: Sie ist nicht da. Oh no. Alles durchwühlt. Nix. Die haben wir wohl im Bus liegen gelassen. Auch ein Anruf bei der Busfirma half nix. Verdammt.

Am nächsten Tag standen ziemlich genau zwei Programmpunkte an: Das Visum für Myanmar beschaffen und eine neue Digitalkamera kaufen. Also zuerst mal zur Botschaft von Myanmar und ein Same-Day-Visum beantragt. Vormittags kann man dort beantragen, Nachmittags abholen, also hatten wir jetzt erstmal ein paar Stunden Zeit. Also bummeln wir ein bisschen durch Bangkok und suchen uns in den hiesigen Garküchen etwas essbares.

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Ganz Bangkok ist derzeit in gelb und pink geschmückt, denn morgen ist der Geburtstag des Thailändischen Königs. Gelb ist wohl die Farbe des Königshauses (oder Gold?) und Pink steht für Gesundheit, wenn ich das richtig verstanden habe. Das Streetfood hier in Bangkok sieht deutlich Touristenfreundlicher aus, als beispielsweise in Ho Chi Minh City, finden wir jedenfalls. Meistens bleiben wir hier beim Streetfood auch Vegetarisch… sicher ist sicher… Es hat aber nichts geholfen, Conny haben die Nudeln dennoch auf den Magen geschlagen.

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Nach viel Nudeln und viel rumgelaufe in Bangkok, sind wir dann um 15:30 Uhr wieder an der Botschaft und davor stauen sich schon einige Hundert Menschen und warten darauf, dass sie wieder auf macht. Oha. Kaum gehen die Türen auf, strömen auch schon alle rein und bilden mehr oder weniger erkennbare Schlagen an den einzelnen Schaltern. Es ging dann aber alles relativ schnell und wir hatten unsere Pässe samt Visum in den Händen. Das war ja einfach.

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Nach der ganzen Visumsgeschichte wandern wir langsam aber sicher zurück zu unserem Hostel. Auf dem Weg liegen jedoch 2-3 Shopping Malls, wo wir noch nach einer Digitalkamera und ein wenig Abendessen Ausschau halten. Bangkok ist wohl bekannt für seine großen und luxuriösen Shopping Malls, das wusste ich vorher auch nicht. Und wir sind dann auch fündig geworden und haben uns eine günstige Canon gekauft. Wir haben ja noch eine “gute” Kamera, die wir aber nicht immer überall hin mitnehmen. Die Ladegeräte hier in Thailand haben übrigens den gleichen Stecker wie wir in Deutschland. Sehr praktisch.

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Im Keller der Mall, wo wir die Kamera gefunden haben, gab es auch noch einen Food Court und in diesem jede Menge Bratwürstchen. Da wurde ich als Deutscher ja schwach und habe mir mal eine von den Würschteln gegönnt. Ihr könnt meinem Gesichtsausdruck ansehen, dass es nicht überragend war.

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Leicht hungrig sind wir dann zurück ins Hostel und ins Bettchen gefallen. Diesem entstiegen wir dann auch eine ganze Weile nicht, wir hatten schon länger nicht mehr so richtig ausgeschlafen, da wir in den Hotels vorher immer Frühstück inklusive hatten und somit an Zeiten gebunden waren. Hier also erstmal schön ausgeschlafen. Da Conny eine kleine Erkältung abbekommen hat, haben wir dann auch beschlossen, den Tag mal im und um das Hostel herum zu verbringen. Also maximal kurz rüber in den 7-11 Supermarkt und ein bisschen was zu futtern gekauft. Ansonsten viel Fotos sortiert, gegooglet oder schon die nächsten Flüge und Unterkünftige recherchiert. Abends haben wir vorher von der Dachterasse unseres Hostels noch ein paar Farben des Feuerwerks zu Ehren des Königs gesehen und schwupps war der Tag schon vorbei.

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Heute sollen zwar wieder Proteste in Bangkok stattfinden – die hatten zum Königsgeburtstag pausiert – wir wollten dennoch ein bisschen was von den Innenstadt-Sehenswürdigkeiten sehen, die liegen aber alle nahe den demonstrierenden. Also erstmal schlau gemacht im Hostel und ein paar kann man sich wohl ungefährdet angucken. Okay. Also los gehts mit dem Skytrain, der fährt jedoch nur bis an den Rand der Innenstadt, ab da sind wir dann zu Fuß losgebummelt. Auch wieder durch einige Malls und auch ein paar Pommes und ne Cola bei BurgerKING waren mal drin. Das erste mal BurgerKING seit Shanghai. Das ist schon ein paar Wochen her.

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Während wir so vor uns hin bummeln, werden wir von mehreren TukTuk-Fahrern angequatscht. Normalerweise sind wir ja immun dagegen, da die sehr oft hinterhältige Dinge versuchen. Heute aber hatten alle die gleiche Masche: Aufgrund des Königsgeburtstages kostet eine Sightseeing-Tour nur 30 Baht (weniger als 1€), da die TukTuks für jede absolvierte Fahrt von der Regierung einen Sprit-Coupon bekommen und gratis tanken können. Leichtgläubig wie wir sind, fanden wir die Story glaubwürdig, da auch schon mehrfach gehört, und springen ins nächstbeste TukTuk.

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Die Fahrt ging los, wie erwartet und wir sind zur ersten Sehenswürdigkeit gefahren, zum “Lucky Buddah”. Dort haben wir dann mal ein paar Räucherstäbchen entzündet, uns etwas gewünscht und dann auf einen Gong gehauen (so macht man das, wurde uns erklärt). Hoffentlich gehen unsere Wünsche in Erfüllung.

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“Wo ist der nächste Stopp?” fragen wir unseren Driver. Die Antwort war “Export”. Häh?! Mit ein paar Fragezeichen über dem Kopf stoppte der Kollege an einer Straße vor einem Herrenausstatter. Oh no. Als wir ihn zum Weiterfahren bewegen wollten, wurde er ein wenig fuchsig und meinte er bekäme sonst keinen Sprit-Coupon. Das hätte er uns auch gerne mal früher sagen können. Wir also rein, halbwegs höflich kommunziert, dass wir nix brauchen und wieder raus. Puh. Weiter gehts, nächster Stopp: “Marmortempel”.

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Der Marmortempel war relativ unspektakulär. Ein buddhistischer Tempel aus Marmor. So langsam stumpfen wir glaube ich bezüglich Tempeln ein wenig ab. Jedenfalls haben wir uns den nur sehr kurz angeschaut und sind dann wieder zum Tuk Tuk. “Three more Export” – Oh no. Eine Schmuckfabrik, ein Seidenladen und zwei Herrenausstatter später dann endlich der Grand Palace, das Endziel unserer Reise. Trinkgeld hat der olle TukTuk-Fahrer dann auch keins bekommen und wir sind ja auch für wenig Geld zum Ziel gekommen. Es roch trotzdem ein bisschen nach Scam (so nennt man auf engl. wohl die Touristenfallen).

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Der Grand Palace entschädigt aber für alle Unannehmlichkeiten unserer Anreise. Hinter dem Namen “Palace” versteckt sich nämlich eine absolut beeindruckende und sehr prächtige Tempelanlage. Der golden angestrichene Hauptturm ist weithin sichtbar und strahlt in der Nachmittäglichen Sonne sehr erhaben. Echt klasse!

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Der Haupttempel ist aber neben dem goldenen Turm in einem mit viel Glitzer geschmückten Gebäude. Drinnen ist ein Smaragd-Buddah, den darf man auch nicht fotografieren. Das war schon sehr prunkvoll und sehr beeindruckend.

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Auf dem Rückweg wollten wir nach unserer schlechten Erfahrung kein Tuktuk nehmen und sind stattdessen gelaufen. Wir laufen relativ häufig seit wir unterwegs sind, denn so sieht man auch mal ein bisschen was von der Stadt. Dieses mal sind wir irgendwo falsch abgebogen und fanden uns plötzlich in einer Passage wieder, in der es nur Konsolenspiele gab. Bestimmt 30-40 Shops nur mit Playstation, Nintendo und Xbox. Ein Laden dort hatte bestimmt 200 Playstation 2 dort stehen, alle mehr oder weniger auseinandergebaut oder aufgemotzt. Total cool.

Insgesamt ist Bangkok garnicht so wie wir erwartet haben. Wir hatten damit gerechnet, dass es Hong Kong vielleicht ein bisschen ähnelt und auf jeden Fall eng, grau und hektisch ist. Stimmt aber nicht. Bangkok ist stellenweise erstaunlich grün und in vielen Straßen auch sehr ruhig und friedlich. Vielleicht sind wir aber auch einfach nur durch die falschen Ecken gelaufen. Die berühmte Kao San Road haben wir zum beispiel bislang gemieden, da sind die Proteste in der Nähe.

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Auf dem Heimweg haben wir noch ein bisschen Curryreis gegessen und einen letzten Blick auf den Feierabendverkehr in Bangkok geworfen und dann ging es auch schon ab ins Bettchen, morgen geht unser Flug nach Myanmar.

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Wir kommen zurück nach Bangkok in knapp 2 Wochen, dann ist auch fast schon Weihnachten!

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Thailand–Tauchschein: PADI Open Water Diver

Wir haben uns also tatsächlich zum Tauchschein angemeldet. Oha. hilft nichts, dann müssen wir da jetzt durch. Der Kurs geht drei Tage und danach erhält man den “PADI OPEN WATER DIVER”. Das ist die geringste Zertifizierung und erlaubt dann Tauchgänge bis 18m auch alleine durchzuführen. Wollen wir aber erstmal garnicht. uns geht es darum, mal die Basics zu lernen und nicht beim “Schnuppertauchen” einfach ins Wasser geworfen zu werden. An Tag 1 muss man die theoretischen Grundlagen meistern und eine Prüfung ablegen. Anschließend gibts noch ein paar Übungen im Pool und das Vertrautmachen mit dem Equipment. An Tag 2 und 3 stehen jeweils zwei Tauchgänge im Meer an. Hier werden dann auf etwa 11m Tiefe ein paar der Übungen aus dem Pool wiederholt. Also los gehts!

 

TAG 1: Theorie und Üben im Schwimmbad

Pünktlich um 8:15 werden wir an unserem Hotel abgeholt und zur Tauchschule gebracht. Dort angekommen, treffen wir Patrick, unseren Tauch-Instructor. Patrick ist Holländer und spricht perfektes Deutsch und perfektes Englisch. Das macht es für uns sehr leicht. Ein bisschen nervös waren wir ja schon, wie das alles so läuft, aber erstmal hieß es nur: DVD schauen. Es gibt 5 Kapitel auf der DVD mit den theoretischen Grundlagen zum Tauchen. Zu jedem Kapitel gibt es einen kleinen Test und ganz am Ende nochmal eine großen Abschlussprüfung.

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In der Abschlussprüfung darf man dann von knapp 50 Fragen maximal 12 falsch haben, wir hatten glaube ich drei oder vier. Theorie also bestanden, das war einfach. Danach gab es ein kleines Mittagessen und dann haben wir uns mal in unsere Tauchausrüstung geschmissen und sind in den Pool getaucht. Der Pool war zwar ein wenig klein, für das Gewöhnen an die Ausrüstung war das aber völlig ausreichend. Es ist schon ein krasses Gefühl, wenn man plötzlich unter Wasser atmet. Die Luft ist weder muffig noch kalt und wird auch nicht mit hohem Druck in den Mund geschossen oder so was. Man atmet einfach unter Wasser weiter allerdings nur durch den Mund. Total easy und eigentlich ganz angenehm, quasi intuitiv. Ein toller Moment, wenn man das erste mal für ein paar Minuten nicht auftauchen muss.

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Die Übungen, die wir machen mussten umfassen so was wie das Ausziehen der Tauchmaske unter Wasser oder das “Verlieren” des Atemgerätes und das Verständigen unter Wasser, dass man das Not-Atemgerät des Buddies nutzen muss. Also für alle Fälle gerüstet. 16:30 waren wir fertig und auch ziemlich geschafft. Morgen geht es dann raus aufs Meer für zwei Tauchgänge auf 11m. Cool.

TAG 2: Zwei Tauchgänge an Korallenriffen

Wieder pünktlich um 8:15 werden wir am Hotel abgeholt. Heute geht es aber nicht zur Tauchschule, sondern zum Pier und dann direkt auf das dort wartende Boot mit dem wir heute zu den Tauchstellen fahren. Der Plan sieht drei Stopps vor: Zuerst wird an einem Schiffswrack gehalten, die “Chang”, das dort letztes Jahr speziell für Taucher versenkt wurde. Leider ist das Wrack zu tief für uns, nämlich auf 30m. Wir dürfen nur 18. Der zweite und dritte Stopp sind an Korallenriffen.

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Bereits auf dem Weg zum Wrack ging es Conny nicht ganz so gut, anscheinend ist sie ordentlich Seekrank. So hing sie einen Großteil der Fahrt über der Reling und hat die Fische gefüttert. Auch an der ersten Tauchstelle war sie noch so angeschlagen, dass sie nicht mittauchen konnte. Auf meinen ersten Tauchgang muss ich dann also alleine mit Patrick.

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Wir hatten heute eigentlich keine Unterwasserkamera dabei, erst am dritten Tag. Da wir die Tauchstelle aber auch am Folgetag besucht haben, habe ich ein paar Bilder vom dritten Tag gemopst, um meine Eindrücke ein bisschen zu visualisieren. Es war nämlich überragend. Der Abstieg ging relativ langsam, aber als wir dann unten waren und ich den Kopf ein wenig gehoben habe, erstreckten sich vor mir so viele Fische und Seepflanzen, wie ich sie noch nie gesehen habe.

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Auf dem ersten Tauchgang macht man auch keine Übungen und so konnte ich einfach nur genießen, was ich gesehen habe. Wir waren etwa auf 11m Tiefe und nach etwa 45 Minuten war der erste Tauchgang auch schon vorbei und meine Sauerstofflasche leer. Oben angekommen habe ich begeistert Conny erzählt, was ich alles gesehen hatte.

Als Qualifikation für unser Tauch-Zertifikat muss man 200m schwimmen können und sich 15 Minuten über Wasser halten können, das musste heute auch noch passieren. Bevor wir also zum zweiten Tauchgang schritten, musste ich erstmal rein ins Wasser und 4x ums Schiff rum schwimmen. Conny ging es inzwischen besser und sie ist mitgeschwommen. Das war eine gute Idee, denn danach ging es ihr richtig gut. Gut genug, um den nächsten Tauchgang mitzumachen. Klasse! Also ging es zu dritt runter zum nächsten Riff.

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Für mich standen jetzt schon erste Übungen an, Conny durfte erstmal nur genießen, wie ich beim ersten Tauchgang. Ich musste derweil meine Maske voll Wasser laufen lassen und anschließend durch die Nase “ausblasen” oder mein Atemgerät aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen. Ich fand die Übungen relativ einfach, hatte aber vorher auch Berichte gelesen, wo sich Leute damit schwerer tun. Wiederum nach etwa 40 Minuten war auch der zweite Tauchgang schon vorbei und wir fuhren mit der untergehenden Sonne zurück zur Insel. Wir waren beide völlig geflasht und auch so erschöpft, dass wir um 21 Uhr übermüdet ins Bett fielen.

TAG 3: Nochmal zwei Tauchgänge an Riffen

Und wieder startet unser Tag mit dem Pickup am 8:15 und dem Transport zum Schiff. Es stand eine ähnliche Tour wie am Vortag auf dem Programm. Wieder zuerst zum Wrack und dann zu drei Korallenriffen. Wieder durften wir das Wrack nicht betauchen, stattdessen haben wir dort ein bisschen geschnorchelt, damit Conny vom dem schwankenden Schiff runterkommt. Sie fühlte sich aber schon deutlich besser als am Vortag. Heute haben wir uns dann auch eine Unterwasserkamera geliehen, bevor es losging und am zweiten Stopp des Tages durften wir dann auch Tauchen. Mein dritter und Connys zweiter Tauchgang.

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Wieder mussten wir ein paar Übungen machen mit Maske und Atemgerät, die wir aber schnell hinter uns bringen konnten. Danach konnten wir uns voll und ganz auf die Unterwasserwelt und ein paar Schnapschüsse für die Daheimgebliebenen konzentrieren.

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Wieder haben wir Unmengen an Fischen gesehen, die sich auch direkt an uns herangetraut haben oder in riesigen Schwärmen durch das Wasser gezogen sind. Auch wenn Farben in 11m Tiefe etwas seltener werden, gab es rote, gelbe, blaue und gestreifte und gepunktete Fische, alles was man sich vorstellen kann. Wir haben sogar ein Video gemacht, ich hoffe man erkennt das alles halbwegs.

Wieder an der Oberfläche, musste Conny mich dann noch zum Schiff “retten”. Eine der Übungen die man durchführen muss, ich hatte gestern Patrick schon zum Boot gezogen. Eine dreiviertel Stunde später folgte dann noch mein vierter und Connys dritter Tauchgang. Hier mussten wir dann beispielsweise Übungen zum “floating” machen. Also unter Wasser auf der gleichen Höhe “schweben” nur durch das eigene Lungenvolumen gesteuert. Das fand ich etwas schwerer.

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Nach dem Auftauchen hatte ich dann meinen Open Water Diver Komplett, Conny fehlte noch ein Tauchgang, den sie eine knappe halbe Stunde später absolvierte. Ich hatte mich dazu entschieden, keinen dritten Tauchgang mehr zu machen. Vielleicht ein Fehler, wenn man so hört und sieht, was Conny dort erlebt hat:

Nun was soll ich sagen, mein vierter Tauchgang war gelinde gesagt der Hammer. Die Übungen habe ich ein Glück gleich zu Anfang gemeistert und bin danach quasi nur noch getaucht und gleich zu Beginn haben wir eine Meeresschildkröte gefunden!!! Sie war riesig, bald 1m würde ich sagen und Patrick meinte, sie sei bestimmt schon über 70 Jahre alt. Majestätisch kraulte sie langsam durch die Korallen und war einfach nur wunderschön.

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Und damit ihr es mir auch glaubt, noch ein Bild von mir und der Schildkröte, sie ist links von mir leider nur verschwommen zu sehen und aber die Sichtbarkeit war an diesem Riff nicht ganz so gut. Und wieder haben wir Fischschwärme gesehen, farbenfroh und beeindruckend alleine von der Menge her.

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Auch eine Muräne haben wir gesehen, versteck hinter Steinen. Ich kann es kaum erwarten, in Südthailand wieder tauchen zu gehen!

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