Etwa 1,5 Jahre hat es uns in Deutschland gehalten, dann hat uns die Reisekrankheit wieder gepackt. Da wir dieses mal nur drei Wochen vom Jahresurlaub Zeit haben, um zu reisen, mussten wir zum einen ein Ziel wählen, welches sich nicht nach Massentourismus anfühlt, jedoch relativ schnell zu erreichen ist. Unsere Wahl fiel auf Thailand. Zudem mussten wir viel mehr vor Antritt der Reise buchen, denn Flexibilität erkauft man sich meistens mit mehr Zeitbedarf und Zeit haben wir dieses mal leider keine.
Wir starten unsere Reise am 27.12. direkt nach Weihnachten und machen uns auf in Richtung Amsterdam. Denn Flüge aus Amsterdam sind oftmals deutlich günstiger als von Düsseldorf oder Frankfurt. Und von Köln aus sind wir in nur 2:45h bereits in der niederländischen Hauptstadt. In Amsterdam gönnen wir uns eine Obelix-Portion Pommes und nächtigen im “Botel”. Dort waren wir vor 5 Jahren bereits einmal. Es ist relativ günstig und per Fähre von Amsterdam Centraal ganz gut erreichbar. Es hat sogar seit unserem letzten Aufenthalt angebaut. Die Buchstaben B-O-T-E-L sind nun überdimensional auf dem schwimmenden Hotel sichtbar, das sind übrigens auch bewohnbare Zimmer (Leider nur außerhalb unserer Preis-Range).
Am nächsten Morgen geht es zum Schipol Airport. Traditionell sind wir viel zu früh dort, etwa 3,5 Stunden vor unserem Flug. Einchecken können wir dennoch bereits. Wie auch auf unseren Weltreise-Flüge haben wir auch dieses mal wieder Emirates als Fluggesellschaft gewählt. Die kosten zwar ein paar Euros mehr als z.B. AirChina, aber wir waren mit allen vergangenen Flügen sehr zufrieden und setzen auf das Gesetz der Serie.
Vor dem Abflug kaufen wir uns noch ein Portemonnaie, in welches wir die verbleibenden Euros füllen sowie einen McKroket und ab geht die Post. Etwa 6 Stunden nach Dubai, dann zwei Stunden Aufenthalt und nochmal etwa 6 Stunden nach Kuala Lumpur. Um es kurz zu machen: Beide Flüge waren sehr angenehm. Der Erste war im A380, der Zweite in einer Boeing 777. Der Vorteil an letzterer ist, dass es dort in der letzten Reihe 2er-Sitze gibt. Yeah!
Conny kann auf dem Flug tatsächlich ein wenig schlafen, Marcus sieht sich insgesamt 4 Filme an (unter anderem San Andreas und der Marsianer). Und schwupps sind wir in Kuala Lumpur. Gerädert ist man nach so einem Flug jedes mal ein wenig, im Moment der Landung ist man aber stets so erwartungsfroh, dass die Müdigkeit plötzlich komplett weg ist. Wir fahren also per KLIA-Ekspres in die Stadt, denn unser Hostel für eine Nacht ist direkt am Bahnhof. Wir hätten auch am Flughafen bleiben können, denn unser Flug geht am nächsten morgen um 8:30 Uhr, wir hatten jedoch vor, abends noch einmal lecker malaysisch oder indisch essen zu gehen und das kann man natürlich besser in der City. Unser Hostel finden wir fix und checken kurz ein, bevor wir uns noch das erwähnte Abendessen suchen. Lecker lecker. Feels good to be back in Asia. Fast jedes Land hier in Asien hat ja seine eigene Küche und es gibt in jedem Land eine ganze Liste von sensationellen Gerichten. Liebe geht bei uns ja bekanntlich durch den Magen.
Vor 19 Uhr waren wir wieder zurück in unserem Hostel und so langsam meldete sich die Müdigkeit zurück. Unser Zimmer war zwar sehr basic (Wände nicht bis zur Decke, keine AC, nur zwei Matratzen auf dem Boden, Licht nur für den gesamten Flur), für eine Nacht sollte es dann doch reichen. Wir schliefen schon zeitig ein, jedoch war ab ca. 22 Uhr im Hostel stets etwas los und an Schlaf war nicht mehr zu denken. Um halb vier hatten wir auch keinen Bock mehr zu versuchen einzuschlafen und sind stattdessen duschen gegangen und dann zum Bahnhof. Eine Zugfahrt später waren wir am Kurzstreckenterminal in Kuala Lumpur, KLIA2. Hier war die Hölle los. So früh am Morgen!
Wir checken fix ein und freuen uns darauf, Abends auf Koh Lipe zu sein!
Um 9:30 Uhr sollte es eigentlich losgehen zum Ableger der Fähre, um 9:20 Uhr standen wir schon parat und… das Tuktuk auch. Das ist uns ja noch nie passiert. So richtig sicher sind wir uns nicht, dass das unser Pickup ist, aber er fährt zur Fähre und da wollen wir auch hin, also auf gehts. An der Fähre gibt es gelbe Sticker mit LP drauf (für Lipe denke ich mal) für uns. Andere tragen Nga für Koh Ngai oder Krd für Koh Kradan. Und dann heißt es warten auf unser Schiff. Gebucht haben wir das “Big Boat”, weil das wohl weniger schnell ist und Conny ja leicht Seekrank wird.
Selbst das Big Boat ist aber wohl relativ klein und auch nicht ausverkauft. Schnell das Gepäck und alle Fahrgäste an Bord und dann gehts los auf die 5 Stündige Fahrt. Gestoppt wird hin und wieder an Inseln, wo Leute zu- oder aussteigen, dort gibt es auch immer Verkäuferinnen die kurz an Bord kommen und Obst oder Chicken verkaufen. Alle Inseln sehen traumhaft aus. Seufz. Wenn wir doch bloß mehr Zeit hätten für Thailand… Jaja… NOCH mehr Zeit!
Koh Lipe liegt etwas abseits der anderen Inseln und ist auch die bekannteste der südlichen Inseln. Wir hoffen einfach mal, dass es dort noch nicht so voll wie auf Koh Lanta ist. Aber auch Koh Lanta scheint seine schönen Ecken zu haben, die wir nur nicht entdeckt haben, weil wir zu faul waren. Bei der Abfahrt entdecken wir zumindest schöne kleine Strände.
Irgendwann endet auch die längste Bootsfahrt und nach 5:30h sind wir bei Koh Lipe. Conny hat auch nicht gewürgt und nix, alles perfekt. Koh Lipe hat keinen Bootsanleger, wie übrigens fast alle dieser kleinen Inseln hier, sondern man wird auf einem Plattform-Boot rausgelassen.
Dort war es auch erstmal schön voll und alle waren verwirrt. Es läuft dann wohl so, dass man für 70 Baht das Nationalparksticket kaufen muss, auf dem steht, dass es 30 Baht kostet. Was man zum Zeitpunkt des Kaufes noch nicht weiß: Man zahlt 70 Baht, weil man die Fahrt mit dem Longtail-Taxi-Boot mitbezahlt. Die Boote warten schon auf die Touristen und bringen sie zu den einzelnen Resorts. Wir müssen zum Gipsy Resort und sind damit auch nicht die einzigen.
Der erste Strand den man vom Boot aus sieht ist wohl der Pattaya Beach. Nicht gerade unser Ding, denn er ist viel zu voll. Wir sind glücklich, als das Boot an diesem Strand vorbei zu einer ruhigeren Ecke fährt.
Die Insel ist ja wirklich nicht groß. Etwa 2km mal 1km würde ich schätzen. Am Sunrise Beach wird das Boot langsamer, wir freuen uns: Endlich Traumstrand!
Auch der Bungalow im Gipsy Resort ist genau das, was wir uns seit 3 Wochen schon wünschen: Simpel aber nicht zu simpel. Er hat richtige Holzwände und ein Dach mit Bananenblättern. Ein Freiluftbad, aber einen Ventilator an der Decke. Wir fühlen uns wohl. So wohl, dass ich direkt mal in der Hängematte auf unserer Veranda einschlafe. Is this Paradise?
So richtig viel machen wir am Ankunftstag nicht mehr. Wir testen noch das türkisblaue Wasser, den weißen Strand und das Restaurant unserer Bungalowsiedlung. Letzteres befinden wir für okay. Conny ist sogar absolut begeistert von den Shakes, die es dort gibt. Auch die “Walking Street”, also die tatsächlich vorhandene Einkaufsstraße schauen wir uns noch kurz an. Kurz bevor wir ins Bett fallen, wird ein riesiger Schwertfisch an uns vorbeigeschoben. Den hat wohl ein ambitionierter Hobbyangler an Land gezogen. Nichts für mich, aber trotzdem beeindruckend.
Was kann schon schief gehen am schönsten Ort der Welt? Wir werden wach und sehen blühende Blumen und blauen Himmel. Wir blinzeln in die Sonne und hören die Wellen und… haben Schmerzen an der Niere. Zumindest Conny. Das kann nicht gut sein.
Unser Weg führt uns direkt zum Arzt, der sagt es ist eine “Infection of the kidney”. Es gibt Antibiotika, Schmerzmitel und mehr Antibiotika für die arme Conny und dann geht es zurück zu unserem Bungalow.
Also müssen wir es erstmal ruhig angehen lassen. Der geplante Schnorcheltrip fällt also flach. Stattdessen sitzen oder liegen wir viel und genießen den Bungalow und den traumhaften Ausblick.
Als hätte das Wetter das mit Connys Niere gemerkt, zog sich Nachmittags direkt mal der Himmel zu und es fing arg an zu stürmen. Auch Regen setzte dann ziemlich heftig ein. Wie lange das denn immer so bleibt, fragen wir einen netten Angestellten, “All day” war seine Antwort. Verdammt.
Okay, wenn das eh den ganzen Tag so geht, müssen wir früher oder später ja etwas zu Essen und zu Trinken organisieren. Also raus in den Regen und Proviant gekauft als müssten wir einen Atomkrieg überdauern. Darunter übrigens auch eine grandiose Pizza Magherita. Mit all dem Kram pflanzen wir uns also in unseren trockenen Bungalow und tun das was wir momentan am besten können: nichts.
Der Regen hörte dann übrigens 5 Minuten nachdem wir im Bungalow angekommen sind auf und es wurde wieder blauer Himmel, aber das nur nebenbei. Hoffentlich geht es Conny morgen besser.
Heute sind wir dann ins Smile Sunset Resort umgezogen. Schade eigentlich, denn das Gipsy Resort war eigentlich ganz cool. Ich habe mich noch morgens um 7 zum Sonnenaufgang am Sunrise Beach gequält, war aber garnicht mal so spektakulär. Hier hängen immernoch relativ viele Wolken am Himmel.
Nach einem kurzen Frühstück heißt es dann Auschecken und Umziehen. Da Conny noch einen Termin beim Insel-Doc hat, schleppe ich halt das Gepäck in unsere neue Bleibe. Das habe ich mir aber nicht gut überlegt, die beiden großen Rucksäcke waren in der Hitze schon nicht ganz so leicht. Man sieht es mir auch garnicht an.
Naja, dafür wartet ein schöner Bungalow auf uns. Ein wenig rustikaler noch als der letzte, aber immerhin mit weichem Bett und Ventilator. Schnell Conny vom Arzt abholen und ab ins Bett mit ihr. Sie hat immer noch ein bisschen Nierenschmerz und wir lassen sie mal lieber im Bett, bevor wir sie noch kaputt machen.
Unser Resort ist jetzt etwas weiter vom Strand weg, dafür ist der Sunset Beach an dem wir jetzt sind viel schöner als der Sunrise Beach auf der anderen Seite der Insel. Hier ist auch alles etwas ruhiger und weniger touristisch, was wir sehr genießen. Ein netter Thai führt hier das “Resort” und hat es erst letztes Jahr eröffnet, dementsprechend improvisiert ist hier alles.
Ab hier übernimmt Conny mal wieder: Das Resort befindet sich übrigens auch mitten im Dschungel, was einen besonderen Charme hat. Während ich dann also im Bett rumvegetierte, vertrieb sich Marcus die Zeit mit Fotos sortieren und Laufen gehen. Irgendwie hatten wir uns den Aufenthalt auf dieser traumhaften Insel so ganz anders vorgestellt.
Abends gab es dann für Marcus nochmal einen Ausflug an den Sunset Beach für den Sunset natürlich. Immer noch etwas bewölkt, aber trotzdem malerisch.
In der schön beleuchteten Strandbar gab es dann kein Abendessen, stattdessen hat der Held sich auf den Weg gemacht, die von mir gewünschten Spaghetti aufzutreiben und musste dabei bis in das Inselzentrum zurück. Dort war um diese Zeit garnicht mal soviel los, wir fragen uns immer, wo die ganzen Leute aus den ausgebuchten Resorts eigentlich so bleiben.
Zurück kam der beste Krankenpfleger dann mit den ungelogen leckersten Spaghetti Pomodore, die ich jemals zu mir genommen habe. So kann die Genesung ja nur voran schreiten.Wir betiteln ihn im Folgenden nur noch als Spaghetti-Held, Retter, oder Super-Marcus. Beim Super-Marcus gab es hingegen nur Chashew Chicken, dass offenbar sehr scharf war, naja dafür durfte er dann meine Reste verputzen.
Schlaf ist die beste Medizin, also ging es früh schlafen ohne besondere Vorkommnisse. Lediglich ein giftig aussehender Frosch blockierte kurzzeitig das Bad, zog sich aber vornehm zurück. Geweckt wurden wir ganz dschungelmäßig von irgendeinem verrückten Vogelvieh, das sich so lange in sein Geschrei hineinsteigert, bis seine Stimme überschlägt und es von vorne anfangen muss. Putzig.
Am nächsten Morgen ging es mir schon deutlich besser, sodass ich den kurzen Weg zum Strand meistern konnte, wo wir ein kleines Frühstück zu uns nahmen. Bei Marcus gabs Fruchtmüsli, bei mir eine Zimtrolle. Vertauschte Welt . Auf dem Weg zum Strand passierten wir übrigens widerlich große Spinnen, die in den Bäumen hockten. Falls wir vergessen hatten, dass wir auf einer tropischen Insel im indischen Ozean sind, war dies die Erinnerung.
Ein weiterer recht ereignisloser Tag für mich, Super-Marcus ging wieder ein bisschen Laufen; der Besitzer des Resorts hatte eigentlich beim Anblick von Marcus Laufschuhen gemeint, da er sich selbst welche für teures Geld gekauft hätte, wolle er heute Abend mit ihm mitlaufen. Bevor es ernst wurde, zog er sich jedoch wieder aus dem aktiven Sport und in seine Hängematte zurück.
Der Tag im Bett war der Gesundheit förderlich, sodass wir heute gemeinsam den Sonnenuntergang am Sunset Beach sehen konnten und bei der Gelegenheit auch gleich dort Abend gegessen haben. Es war sehr malerisch, wirklich ein toller Ort diese Insel, schade dass wir so wenig dort machen konnten. Wir werden dieses kleine Paradies mit dem weißen Sand, kristallklaren türkisen Wasser und blumenbehangenen Wegen vermissen, sind aber froh, es dann im letzten Anlauf noch gesehen zu haben.
Denn dies war auch schon unser letzter Abend auf Koh Lipe, am nächsten Morgen geht es nach Malaysia, genauer nach Georgetown. Zunächst müssen wir aber erstmal zum Laden, der den Transport nach Langkawi regelt, denn dahin fährt das Speedboat von Koh Lipe zunächst. Super-Marcus ist wieder schwer bepackt und wir müssen vor der Abfahrt zunächst einmal unsere Pässe abgeben, um überhaupt aus Thailand ausreisen zu können, Langkawi ist bereits in Malaysia. Das Gepäck lassen wir am Strand und steigen in Longtailboote, die uns und das Gepäck separat auf die Plattformschiffe vor der Insel bringen.
Auf der bekommen wir dann unsere ausgestempelten Pässe wieder und ab gehts ins Speedboat. Ich will nicht lügen, die Fahrt war schnell und ein wenig holprig. Aber wenigstens war es nicht mehr so stürmisch wie die letzten Tage und die See recht ruhig. Nach einer Stunde sind wir schon in Langkawi, vom Pier aus gehts in den Minivan, der uns erst zur Immigration und dann zum nächsten Pier bringt. Dort kommen wir dank Zeitverschiebung dann genau einige wenige Minuten zu spät für das frühe Boot nach Penang an und können erst um viertel nach fünf weiter. In der Zwischenzeit stärken wir uns ein wenig bei KFC, bevor es ein Glück mit einem komfortablen Bigboat weiter nach Georgetown auf Penang geht.
Auf diesem haben wir Glücksvögel eine ganze Reihe für uns frei, sodass ich die 3-stündige fahrt liegend und dösend verbringen kann, während Marcus sich mit den angebotenen Filmen beschäftigt und den spektakulär farbigen Sonnenuntergang aus dem Fenster beobachten kann.
In Georgetown dann schnell ein Taxi gesucht und uns zu unserem Hostel, der Hutton Lodge, bringen lassen. Das geschieht zwar erst nach einiger Verwirrung, da im Lonely Planet die falsche Hausnummer steht, aber nach einiger Telefoniererei bringt uns der Fahrer ans Ziel. Dort empfiehlt uns der nette Besitzer dann noch einen netten Laden, wo wir was Essen können,denn es ist schon halb zehn.
Es handelt sich um einen kleinen Nightmarket, mit Livemusik und kleine Ständen, an denen man sich sein Essen betellen kann! Klasse. Wir entscheiden uns für indisch. Chicken bzw Gemüse Massala mit Nan Brot. Sehr lecker. Und garnicht so untypisch malaysisch. Malaysia besteht nämlich aus einer Vielzahl von Kulturen, von denen die indische eine ist. Noch ein wenig die Livemusik genießen und dann geht es auch endlich ins wohlverdiente Bettchen. Da sind wir also in Malaysia, dem sechsten und damit auch schon drittletzten Land unserer Reise.
Am 4. Januar haben wir dann unsere Zelte in Kaoh Lak abgebrochen und sind weiter gen Süden gereist. Generell bietet Thailand ja eine Menge an Inseln, nur leider haben wir uns die ungünstigste Zeit zum Reisen ausgesucht, den so ziemlich alles ist ausgebucht. Auf Koh Lanta haben wir noch ein Plätzchen gefunden und ab gings mit Minivan und Fähre an den Khlong Khong Beach. Der Pickup sollte um 7 Uhr sein, das heisst früh aufstehen. Um halb acht stehen wir immer noch vor unserem Swiss Guesthouse. Keiner da. Der Deutsche in uns bekommt so langsam Panik. Also lieber mal anrufen und fragen, ob denn noch jemand kommt. Der Thai versichert mir, um acht Uhr käme jemand. Na toll. Es kommt dann tatsächlich ein nicht wirklich gut gelaunter Fahrer und verfrachtet uns mit 8 anderen Leuten ins Auto und 6 Stunden später sind wir schon da, eine Stunde früher als geplant. Cool!
Wir checken erstmal in unser Resort ein, das Isara Lanta. Dort teilt uns der holländische Manager dann mit, dass er uns aufgrund der starken Auslastung freundlicher weise leider downgraden muss und er uns anstatt des gebuchten Deluxe Bungalows nur einen Basic Bungalow anbieten kann. kostet dafür deutlich weniger, nämlich nur 800 Baht, das sind knapp 20€. Nagut, viel anderes bleibt uns ja eh nicht übrig.
So schlimm wird es schon nicht werden, wir sind ja nicht auf einem Luxusurlaub. Erstmal die Bar und den Strand auschecken. Die Bar entpuppt sich dann als enorm chillig und idealen Platz für ein paar lauschige Stündchen,-von denen sollten wir noch genug haben die nächsten Tage .
Der Strand ist relativ breit, ein bisschen wie in Kaoh Lak, und es reiht sich ein Resort an das nächste. An Auswahl für ein nettes Essen am Strand wird es uns nicht mangeln! Alles sieht sehr einladend aus, auch direkt am Strand mit Hollywoodschaukeln, Fackeln und dergleichen.
Den ersten Tag haben wir dann also auch mit relaxen und entspannen verbracht, wie den nächsten auch. Es war wirklich schwierig, sich zu irgendetwas aufzuraffen und nicht lieber noch einen Fruchtshake zu trinken. Aktivitäten jedweder Art erschienen einfach zu anstrengend. Der Manager und Barkeeper selbst hatte schon ein Schild aufgestellt “Management in the hammock”, und tatsächlich hat er 90% der Zeit in der Hängematte gechillt, unterbrochen nur von Salsastunden, die er bei einer Strandschönheit nahm und sich noch nicht einmal besonders geschickt anstellte.
Marcus konnte sich wenigstens zum Joggen und Fotos sortieren aufraffen, das ging bei mit nicht. Auch das Bloggen fiel uns angesichts der wenigen zu bloggenden Aktivitäten etwas schwer. Aber auch das ist eine Facette unsere Weltreise, wir nennen es seit neuestem den “Urlaub vom Reisen”.
Das Einzige, wozu ich mich aufraffen konnte, war das Essen. Wir waren in einem englischen Laden und haben dort Cheeseburger gegessen, einer der besten auf meiner Bewertungsskala. Tatsächlich war er so gut, dass Marcus am nächsten Abend ebenfalls einen aß, während ich zu diesmal leider enttäuschenden Thaiessen griff.
Immerhin haben wir hier tolle Sonnenuntergänge gehabt, die Sonne versank mal nicht im Dunst und das Meer hatte sich soweit zurückgezogen, dass es die Felsen im Meer preisgab. Und auch wenn es das nächste Foto nahelegt: Marcus betreibt kein Yoga und hat beim posieren für das Foto auch signifikant gewackelt.
Eine Entschuldigung für die ausgesprochene Faulheit habe ich aber schon: die Nächte in unserem Bungalow waren alles andere als entspannend, was nicht nur daran lag, das der Ventilator nur dann ging, wenn gleichzeitig das Licht brannte, also nicht Nachts, sondern die Matratze ungefähr so hart war wie der nackte Betonboden selbst. Als Stressfaktor stellten sich zudem handtellergroße Kakerlaken heraus (Hier übertreibt Conny, Anm. d. Red.), die gerne mit uns das Bett teilen wollten, was wir aus nachvollziehbaren Gründen für keine gute Idee hielten. Die erste konnten wir noch verjagen, die zweite musste mit dem Leben bezahlen. Muhahaha.
Nach derart stressvollen Nächten und stressfreien Tagen sind wir dann nochmal für 2 Nächte in eine luxuriösere Unterkunft gezogen. Die war zwar exorbitant teuer und hatte kein WLAN, dafür aber ein weiches Bett und eine Klimaanlage.
Das Gooddays Resort liegt an einem anderen Strand, der ein wenig schöner ist als der vorherige und den wir mit einer Vielzahl skandinavischer Familien teilen, Long Beach hieß der glaube ich in englischer Übersetzung. Der Bungalow ist geräumig und hat wie gesagt eine Kimaanlage und vor allem ein weiches Bett, was unseren geschundenen Rücken gut tut. Man ist ja keine 20 mehr.
Unten links sehr ihr übrigens den Blick aus unserem Fenster, mehr oder weniger direkt aufs Meer. Dazwischen war nur noch der leicht milchige Hotelpool, aber wir wollen ja nicht wählerisch sein. Vom Bungalow zum Meer waren es etwa 30 Meter oder 20 Sekunden.
Die Vorzüge der Klimaanlage nutzend haben wir hier viel Zeit im Bungalow verbracht, Marcus beim Fotosortieren, ich beim Musikhören und Lesen, unterbrochen von kleinen Ausflügen an den Pool, den Strand und zum Muschelsuchen.
Oder zum Cocktailtrinken. Mit das schönste an dem Resort war nämlich die Cocktailbar direkt am Strand, in der eine alte, kaum englischsprechende, liebenswürdige Thaifrau leckere Cocktails mixte, die man dann direkt mit Blick auf den Sonnenuntergang genießen konnte. Bei uns zwar weitestgehend Alkoholfrei aber trotzdem lecker. Alkoholfreie Cocktails werden übrigens anscheinend Mocktails genannt, das wusste ich auch noch nicht.
Den ein oder anderen Mocktail oder Cocktail haben wir uns dann auch gegönnt, und es uns gutgehen lassen. So langsam neigen sich unsere Strandtage ja dem Ende, nach Koh Lanta sind es noch etwa 4 bis 5 Nächte bis Malaysia.
Die Sonnenuntergänge im Familienresort waren zwar nur halb so romantisch wie in chilligen Beachbars von faulen Barkeepern, aber schön waren sie trotzdem. Zumal es hier in Thailand überall so herrliche Sitz- und Chillmöglichkeiten gibt. Halb Bett halb Stuhl, wer weiß das schon so genau…
Auch den Pool haben wir getestet, Marcus ist ja ein wenig sensibel was Steine und Getier im Wasser angeht, so dass er hin und wieder lieber im Pool planscht. Von dort aus hat man den Strand ja genauso gut im Blick wie aus dem Meer.
Unsere größte Leistung dieser Tage war eine Wanderung zur nächstgelegenen Beachbar in der Mittagssonne, dabei ist dieses schön-sommerliche Foto von uns entstanden.
Man muss es so sagen: Auf Koh Lanta kann man gut chillen. Die Insel ist quasi voll entwickelt. Es gibt alles was das Herz begehrt: Von der französischen Bäckerei bis zum Nacho-Teller am Strand bekommt man alles. Auch Supermärkte gibt es wie Sand am Meer (den gib es hier natürlich auch). In einem solchen gab es dann Abends noch ein paar Wurst-Käse-Taschen (da hat Marcus schon eine Sucht nach entwickelt) und dann war es das mit Koh Lanta.
Auch wenn wir uns hier sehr wohl gefühlt haben, ist das nicht das Thailand was wir erwartet oder erhofft haben. Ein wenig einsamer und unentwickelter könnte es dann schon sein. Die Klimaanlage und der Hotelpool sind zwar schön so zwischendurch aber eigentlich wollen wir es eine Nummer kleiner.
Nachdem wir am 2. Januar wieder halbwegs hergestellt waren, beschlossen wir, den White Sand Beach zu erkunden. Der White Sand Beach ist wohl der schönste der Strände hier in Khao Lak und befindet sich etwa 10km nördlich von unserer bisherigen Bleibe. Hingekommen sind Lara, Conny und ich als Moped-Gang, meine Mum und Karin mit dem Taxi. Und wirklich, der White Sand Beach ist nochmal deutlich schöner als die Strände in Khao Lak, die wir bereits kannten. Der Sand ist ein bisschen feiner und das Wasser ein bisschen blauer. Da fühlt man sich ja direkt karibisch.
Wir haben also den Tag hier verbracht und hauptsächlich im Wasser geplanscht und am Strand gesessen. Beides lässt sich hier natürlich gut machen. Es gab auch einen kleinen Snack zwischendurch und auch mal wieder eine Massage. Die letzte Massage auf Koh Tao war schon schon fast eine Woche her!!!
Mit der Zeit, zog sich das Wasser dann relativ weit zurück und der Strand wurde breiter. Hier bot sich die perfekte Ausgangslage, um ein wenig Muscheln zu sammeln. Mit so viel Ebbe und Flut hatten wir garnicht gerechnet.
Das haben wir dann auch ausführlich getan. Also eigentlich eher Conny als ich, aber die Ausbeute kann sich schon sehr sehen lassen. “Normale” Muscheln gab es einfach viel zu viele, so dass wir eher die besonderen Muscheln gesucht haben. Besonders angetan haben uns uns so “Schwurbelmuscheln”, die so gedreht aussehen.
Hier hat Conny eine solche mal in der Hand. Die haben wir an Nord- und Ostsee nämlich noch nicht gefunden. Viele der Muscheln, die wir als besonders schön klassifizierten, waren leider noch bewohnt. Wenn man die Muschel hochnahm, guckte meist jemand raus und war kein großer Fan davon, mitgenommen zu werden. Die haben wir dann natürlich zurückgelegt. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele lebende Muscheln am Strand rumkrabbeln sehen wie hier.
Mit dem Sonnenuntergang haben wir uns dann auch auf den Rückweg gemacht. Die Sonnenuntergänge hier sind sowieso nicht überragend, da die Sonne eher im Dunst verschwindet als wirklich unterzugehen. Abends sind wir dann noch in ein kleines Restaurant in zweiter Reihe von der Hauptstraße gegangen, das wirklich sehr gutes thailändisches Essen bot. Bei mir gab es Yellow Curry, mein neues Thai-Lieblingsgericht.
Am letzten vollen Tag in Khao Lak haben wir uns nochmal richtig Action gegönnt, nämlich einen Ausflug zu den Similan Islands. Diese Inselgruppe ist bekannt für ihre tollen Schnorchel-Sites und ihre tollen Strände und man kann von Khao Lak problemlos Tagesausflüge dahin buchen.
Unsere größte Sorge war allerdings das Speedboat dahin. Wir hatten ja auf dem Katamaran nach Koh Tao schlechte Erfahrungen mit Speedboats gemacht. Also vorher tausende von Reisetabletten eingeworfen und nix gefrühstückt. War aber halb so schlimm und die 1:20h-Fahrt ging relativ schnell vorbei. Der erste Strand des Tages hatte es auch schon direkt in sich, der war nämlich grandios.
Ich habe noch nie so feinen Sand erlebt, der war fast wie Mehl und man konnte die einzelnen Sandkörner kaum erkennen. Außerdem war er total weiß Ein krasser Gegensatz zum Wasser, das war nämlich strahlend Türkis. Wie man sich so die Trauminsel vorstellt.
Mama, Karin und ich sind dann noch zum Observation-Point gekraxelt, das war garnicht so einfach. Der wird im Fachjargon entweder “Sailors Rock” oder “Donald Duck Rock” genannt und bietet eine tolle Aussicht auf die Bucht samt weißem Strand und türkisfarbenem Wasser.
Die Aussicht haben wir natürlich erstmal genossen. Ich war sogar barfuß unterwegs, was garnicht so cool war. Aber bei dem Ausblick ist einem das ja auch egal. Auf dem Bild sieht man jetzt nur eine Hand voll Leuten auf dem Strand und auch nur ein Boot, etwa 15 Minuten später war der Strand voll. Und in der Bucht lagen bestimmt 8 Boote. Oha.
Hier haben wir noch den Donald-Duck-Rock, ich finde auf dem Bild sieht er tatsächlich ein bisschen wie eine Ente aus Ducktales aus. Von dort oben konnte man übrigens auch überall den Meeresboden sehen, durch das Wasser hindurch. So klar war es. Richtig klasse!
Nach einer Stunde Aufenthalt ging es direkt wieder aufs Boot und zur ersten Schnorchelstation. Dort waren wir noch relativ alleine, da wir wohl eine Schnorchelstelle angesteuert haben, wo die anderen Boote nicht hin sind. Das war auch sehr schön. Ich bin noch nie in so klarem Wasser geschwommen. Man hatte unter Wasser bestimmt 50m Sichtweite. Überragende Korallen oder riesige Fischschwärme haben wir aber nicht gesehen, hatten wir aber auch nicht erwartet. Nach 40 Minuten ging es dann zur nächsten Schorchelstelle.
Die war dann der Horror. Eigentlich war sie schöner als die Erste, da noch einige Korallen am Leben waren, deutlich mehr Fische unterwegs waren und sogar eine Wasserschildkröte zu sehen war. Aber – oh mein Gott – so viele Leute hier! Das Wasser war voller Touristen und die arme Schildkröte wusste garnicht mehr wohin, da sie von einer Horde Touristen (bestimmt 30-50) mit Unterwasserkameras verfolgt wurde.
Schnell weg hier also und zum letzten Stopp. Wieder ein Traumstrand. Wieder weißer Pudersand. Wieder Türkisblaues Wasser. Und wieder massig Touristen.
Vielleicht ist das der Preis den man zahlen muss, wenn man solche Traumstrände sehen will, das wollen nämlich alle. Wir haben gehört Koh Phi-Phi soll ähnlich voll sein und haben die Insel deswegen nicht besucht. Spaß hatten wir trotzdem am Strand.
Und als dann zum Buffet-Essen gerufen wurde, war der Strand auch erstmal angenehm leer. Da lässt es sich doch aushalten. Die Touristen bestehen hier übrigens zu großen Teilen aus Skandinaviern und Russen, ich weiß nicht ob bei denen die Ferien etwas später sind. Russland feiert Weihnachten glaube ich am 6.1., dann wäre das für die dann der Weihnachtsurlaub.
Ein bisschen was Gegessen haben wir auch noch und die Insel ein wenig erkundet (und dabei Mückenstiche gesammelt), bevor wir uns auf den Weg nach Hause gemacht haben. Wieder mit dem Speedboat, war auch wieder garnicht so schlimm.
Morgen früh verlassen wir Khao Lak und werden am frühen Nachmittag auf Loh Lanta ankommen. Wieder eine Insel also, etwas südlich von Krabi. Wir müssen uns ja jetzt langsam in Richtung Malaysia vorarbeiten.
Da ist man gerade mal angefangen zu reisen und ZACK ist das Jahr schon vorbei. Nach einem leckeren Frühstück in unserer Unterkunft (inklusive Schweizer Bananenkuchen) ging es an Silvester dann zunächst mal zum Shoppen. Wir werden nämlich den Silvesterabend im Hotel meiner Mum verbringen und für ein solches höherklassiges Etablissement fehlen uns schlichtweg die Klamotten. Für mich gab es ein Fake-Lacoste-Polohemd in rot, damit ist man immer gut gekleidet. Conny gönnt sich ein helles Strandkleid. Pünktlich um 18:30 Uhr beginnt im Resort “The Leaf” das Abendprogramm. Mit Tanz, Musik und Buffet.
Das Ganze fand dort im Garten neben dem Pool statt und war auch insgesamt recht stimmungsvoll. In den Bäumen hingen Leuchtstäbe, Laternen oder Lichterketten, die Stühle waren mit weißem Stoff überzogen. Machte schon was her. Zur Begrüßung gab es einen kleinen Drink und eine Orchideenkette. Und Nüsse.
Das Thai-Buffet war insgesamt auch gut. Man hatte die Wahl zwischen diversen Gerichten oder auch einer mongolischen Brat-On-Demand-Station. Es war aber alles massig scharf, so dass wir während des Essens gut ins Schwitzen gerieten. Das mag aber auch an den immernoch hohen Temperaturen gelegen haben. Mit knapp 30 Grad sicherlich das wärmste Silvester, was ich je erlebt habe.
Das nebenbei stattfindende Programm war – vorsichtig ausgedrückt – interessant. Harte Technomusik und Boygroup-Schnulzen aus den 90er Jahren wechselten sich mit Spielen wie “Reise nach Jerusalem” ab. Zwischendurch gab es noch ein paar mal Tombola. Alles für meinen Geschmack etwas zu bemüht, besonders dann auch das Thai-Theaterstück, welches sich über etwa 40 Minuten hinzog. Schön, aber nicht sehr stimmungsvoll für einen Silvesterabend.
Deutlich Stimmungsvoller waren da schon die Himmelslaternen, die jeder Gast geschenkt bekam und steigen lassen konnte. Wir haben eine direkt am Hotel steigen lassen, die anderen für später aufgespart. Gerade als wir gegen 23 Uhr der grausigen Bühnen-Performance entfliehen wollten, stieg einer der Auszubildenden des Hotels auf die Bühne und schmetterte mit seiner Gitarre ein paar Evergreens. Das war schon eher mein Ding. Der Typ war insgesamt auch recht witzig drauf und stellte sich – nach kurzem Blick auf sein Namensschild – als “Trainee 43” vor. Besser als alles vorher auf der Bühne…
Wir sind dann doch noch in Richtung Strand geflüchtet, um von dort zu beobachten wie die vielen Himmelslaternen über dem Meer in die Dunkelheit verschwinden. Ein tolles Bild, denn es waren nicht nur ein paar Laternen von unserem Resort, die steigen gelassen wurden, sondern mehrere Tausende, die überall entlang der Küste in die Höhe gingen. Auch direkt bei uns am Strand, waren gerade Leute dabei eine Laterne steigen zu lassen.
Da wir nur ein bisschen Sekt dabei hatten, sind meine Mum und ich noch schnell zur nächsten Strandbude und haben etwas Chang-Bier gekauft und haben dann gen Himmel starrend auf den Jahreswechsel gewartet. Die Flut an Himmelslaternen erreichte kurz vor 0 Uhr ihren Höhepunkt und wurde dann durch diverses Feuerwerk noch passend unterstützt.
Die Fotos können das leider nur bedingt einfangen, aber der Jahreswechsel-Moment war einmalig. An dem Strandabschnitt hatten wir auch nur wenige Leute um uns herum und die Sicht auf die vielen hellen und bunten Punkte im Himmel war einfach klasse! Für mich war es glaube ich sogar das erste Silvester außerhalb Deutschlands.
Wir hatten ja auch noch Himmelslaternen und haben diese dann steigen lassen. Erst eine für Mutti, Karin, Lara und Conny und danach nochmal eine für Conny und mich. Beim steigen lassen der Laterne beobachtet man natürlich deren Kurs und wie hoch und wie weit sie kommt oder wieviele andere Laternen sie auf ihrem Weg trifft oder ob sie eher alleine ihre Kreise zieht. Unsere ist sehr hoch und sehr weit geflogen und hat auf dem Weg ein paar wenige Laternen getroffen. Man könnte da ja jetzt Parallelen zu Connys und meinem Leben ziehen, machen wir aber mal nicht.
Wir haben auch mal versucht, die Masse an Laternen fotografisch festzuhalten, das gelingt aber nur bedingt. Ich hoffe es gibt euch einen kleinen Eindruck, wie hier der Himmel Nachts aussah. Das Foto ist schon ein paar Minuten nach 0 geschossen, da war wieder weniger mit Feuerwerk, aber noch sehr viele Himmelslaternen.
Gegen 1 Uhr haben wir uns dann noch in eine der wenigen offenen Strandlokale gesetzt. So ganz verstehen wir nicht, warum die Leute zu Silvester nicht an den Strand kommen, es gibt doch kaum einen schöneren Ort für solch einen Moment. Wenn die alle wirklich in ihren Resorts hocken, wäre das schon ganz schön traurig. Wir haben den Moment auf jeden Fall genossen und noch ein paar Bierchen dort geleert.
Die Besitzer der Bar hatten wohl auch noch ein paar Himmelslaternen übrig und uns diese dann kurzerhand geschenkt, also konnten wir nochmal ein paar steigen lassen. Wir haben uns bei jeder Himmelslaterne etwas gewünscht und natürlich sind auch für euch ein paar gute Wünsche dabei gewesen bei so vielen Laternen .
Gegen 3 Uhr ging es dann zurück ins Hotel. Ich war auch ziemlich müde und betrunken, alle anderen haben den Abend wohl besser weggesteckt. Verdammtes Chang-Bier. Als wir im Bett lagen, war es bei euch übrigens gerade mal 21 Uhr. ERSTER!!!
Auf diesem Wege möchten wir euch allen nur das Beste im neuen Jahr wünschen! Happy New Year!!!
Und versucht endlich mal, eure Vorsätze einzuhalten!
PS: Vom ersten Tag in 2014 haben wir übrigens kaum Bilder und auch nicht viel zu berichten. Überraschung.
Wer sind wir eigentlich!? Wir sind beide noch jünger als 30 und kommen gebürtig aus Paderborn. Gewohnt haben wir die letzten Jahre in Darmstadt. Und jetzt heißt es: Schluß mit Alltag. Conny ist gerade fertig mit ihrem Studium, Köthi hat bereits ein paar Jahre im Job hinter sich. Ab Oktober 2013 geht es für 9 Monate um die Welt!