Asien

Thailand–Four Nights in Bangkok

Nach 9 Tagen auf Koh Chang, war es dann tatsächlich schneller als erwartet der letzte Abend. Und wir sind bei unserer zweiten Unterkunft noch garnicht am Strand gewesen! Oha! Das müssen wir natürlich erstmal nachholen. Der Strand von Klong Prao soll nämlich eigentlich sehr schön sein. War er auch. So ein Mist, dass wir den erst jetzt erkunden.

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Also erstmal in einen Liegestuhl geschmissen und den Sonnenuntergang genossen…der mal wieder traumhaft war. Hoffentlich stumpfen wir nicht ab und finden nachher jeden Sonnenuntergang nur noch durchschnittlich. Strandschaukeln gab es dort auch, also durfte Conny ein bisschen Schaukeln und sich, fast so grazil wie die Raffaelofrau, als Motiv anbieten.

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Am Morgen hatten wir entdeckt, dass nur wenige Meter neben unserem Hotel ein deutsches Restaurant war, Franky’s Roadhouse, und da ist uns ein richtiger Hunger auf Heimatessen gekommen. Also nach dem Strand ab zu Franky. Bei mir gabs Jägerschnitzel und bei Marcus Leberkäs. War garnicht mal so gut. Naja, dann freuen wir uns umso mehr auf das gute Essen in der Heimat wenn wir nächstes Jahr wieder da sind!

Am nächsten Morgen ging unser Bus nach Bangkok um 9 Uhr und relativ ereignislose 6 Stunden später waren wir dann auch da. Ereignislos? Naja, vielleicht ein bisschen untertrieben. Wir hatten den Bus bis zum “Bangkok Airport” gebucht, da von dort ein Bus direkt zu unserem Hostel fuhr. Als wir dann am “Bangkok Airport” dem Bus entstiegen mussten wir feststellen, dass kein Flughafen weit und breit zu sehen war. Man hat uns einfach am Autobahnrand rausgelassen und uns umlagerten Unmengen Taxifahrer, die uns alle in 10 min. zum Flughafen bringen wollten. Na toll. Wenn wir eh ein Taxi nehmen müssen, dann auch gleich bis zum Hotel, kostet das gleiche wie der Bus. Und am frühen Abend waren wir dann auch tatsächlich an Ort und Stelle. Sogar ein offizielles Youth Hostel, alles andere ist in Bangkok teurer als unser Budget.

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Im Hostel angekommen, wollten wir noch kurz los und ein bisschen was essen (jaja, Mc Donald’s… wir geben’s ja zu). Beim Verlassen des Zimmers wollte ich noch schnell unsere kleine Digitalkamera greifen und merke: Sie ist nicht da. Oh no. Alles durchwühlt. Nix. Die haben wir wohl im Bus liegen gelassen. Auch ein Anruf bei der Busfirma half nix. Verdammt.

Am nächsten Tag standen ziemlich genau zwei Programmpunkte an: Das Visum für Myanmar beschaffen und eine neue Digitalkamera kaufen. Also zuerst mal zur Botschaft von Myanmar und ein Same-Day-Visum beantragt. Vormittags kann man dort beantragen, Nachmittags abholen, also hatten wir jetzt erstmal ein paar Stunden Zeit. Also bummeln wir ein bisschen durch Bangkok und suchen uns in den hiesigen Garküchen etwas essbares.

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Ganz Bangkok ist derzeit in gelb und pink geschmückt, denn morgen ist der Geburtstag des Thailändischen Königs. Gelb ist wohl die Farbe des Königshauses (oder Gold?) und Pink steht für Gesundheit, wenn ich das richtig verstanden habe. Das Streetfood hier in Bangkok sieht deutlich Touristenfreundlicher aus, als beispielsweise in Ho Chi Minh City, finden wir jedenfalls. Meistens bleiben wir hier beim Streetfood auch Vegetarisch… sicher ist sicher… Es hat aber nichts geholfen, Conny haben die Nudeln dennoch auf den Magen geschlagen.

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Nach viel Nudeln und viel rumgelaufe in Bangkok, sind wir dann um 15:30 Uhr wieder an der Botschaft und davor stauen sich schon einige Hundert Menschen und warten darauf, dass sie wieder auf macht. Oha. Kaum gehen die Türen auf, strömen auch schon alle rein und bilden mehr oder weniger erkennbare Schlagen an den einzelnen Schaltern. Es ging dann aber alles relativ schnell und wir hatten unsere Pässe samt Visum in den Händen. Das war ja einfach.

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Nach der ganzen Visumsgeschichte wandern wir langsam aber sicher zurück zu unserem Hostel. Auf dem Weg liegen jedoch 2-3 Shopping Malls, wo wir noch nach einer Digitalkamera und ein wenig Abendessen Ausschau halten. Bangkok ist wohl bekannt für seine großen und luxuriösen Shopping Malls, das wusste ich vorher auch nicht. Und wir sind dann auch fündig geworden und haben uns eine günstige Canon gekauft. Wir haben ja noch eine “gute” Kamera, die wir aber nicht immer überall hin mitnehmen. Die Ladegeräte hier in Thailand haben übrigens den gleichen Stecker wie wir in Deutschland. Sehr praktisch.

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Im Keller der Mall, wo wir die Kamera gefunden haben, gab es auch noch einen Food Court und in diesem jede Menge Bratwürstchen. Da wurde ich als Deutscher ja schwach und habe mir mal eine von den Würschteln gegönnt. Ihr könnt meinem Gesichtsausdruck ansehen, dass es nicht überragend war.

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Leicht hungrig sind wir dann zurück ins Hostel und ins Bettchen gefallen. Diesem entstiegen wir dann auch eine ganze Weile nicht, wir hatten schon länger nicht mehr so richtig ausgeschlafen, da wir in den Hotels vorher immer Frühstück inklusive hatten und somit an Zeiten gebunden waren. Hier also erstmal schön ausgeschlafen. Da Conny eine kleine Erkältung abbekommen hat, haben wir dann auch beschlossen, den Tag mal im und um das Hostel herum zu verbringen. Also maximal kurz rüber in den 7-11 Supermarkt und ein bisschen was zu futtern gekauft. Ansonsten viel Fotos sortiert, gegooglet oder schon die nächsten Flüge und Unterkünftige recherchiert. Abends haben wir vorher von der Dachterasse unseres Hostels noch ein paar Farben des Feuerwerks zu Ehren des Königs gesehen und schwupps war der Tag schon vorbei.

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Heute sollen zwar wieder Proteste in Bangkok stattfinden – die hatten zum Königsgeburtstag pausiert – wir wollten dennoch ein bisschen was von den Innenstadt-Sehenswürdigkeiten sehen, die liegen aber alle nahe den demonstrierenden. Also erstmal schlau gemacht im Hostel und ein paar kann man sich wohl ungefährdet angucken. Okay. Also los gehts mit dem Skytrain, der fährt jedoch nur bis an den Rand der Innenstadt, ab da sind wir dann zu Fuß losgebummelt. Auch wieder durch einige Malls und auch ein paar Pommes und ne Cola bei BurgerKING waren mal drin. Das erste mal BurgerKING seit Shanghai. Das ist schon ein paar Wochen her.

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Während wir so vor uns hin bummeln, werden wir von mehreren TukTuk-Fahrern angequatscht. Normalerweise sind wir ja immun dagegen, da die sehr oft hinterhältige Dinge versuchen. Heute aber hatten alle die gleiche Masche: Aufgrund des Königsgeburtstages kostet eine Sightseeing-Tour nur 30 Baht (weniger als 1€), da die TukTuks für jede absolvierte Fahrt von der Regierung einen Sprit-Coupon bekommen und gratis tanken können. Leichtgläubig wie wir sind, fanden wir die Story glaubwürdig, da auch schon mehrfach gehört, und springen ins nächstbeste TukTuk.

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Die Fahrt ging los, wie erwartet und wir sind zur ersten Sehenswürdigkeit gefahren, zum “Lucky Buddah”. Dort haben wir dann mal ein paar Räucherstäbchen entzündet, uns etwas gewünscht und dann auf einen Gong gehauen (so macht man das, wurde uns erklärt). Hoffentlich gehen unsere Wünsche in Erfüllung.

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“Wo ist der nächste Stopp?” fragen wir unseren Driver. Die Antwort war “Export”. Häh?! Mit ein paar Fragezeichen über dem Kopf stoppte der Kollege an einer Straße vor einem Herrenausstatter. Oh no. Als wir ihn zum Weiterfahren bewegen wollten, wurde er ein wenig fuchsig und meinte er bekäme sonst keinen Sprit-Coupon. Das hätte er uns auch gerne mal früher sagen können. Wir also rein, halbwegs höflich kommunziert, dass wir nix brauchen und wieder raus. Puh. Weiter gehts, nächster Stopp: “Marmortempel”.

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Der Marmortempel war relativ unspektakulär. Ein buddhistischer Tempel aus Marmor. So langsam stumpfen wir glaube ich bezüglich Tempeln ein wenig ab. Jedenfalls haben wir uns den nur sehr kurz angeschaut und sind dann wieder zum Tuk Tuk. “Three more Export” – Oh no. Eine Schmuckfabrik, ein Seidenladen und zwei Herrenausstatter später dann endlich der Grand Palace, das Endziel unserer Reise. Trinkgeld hat der olle TukTuk-Fahrer dann auch keins bekommen und wir sind ja auch für wenig Geld zum Ziel gekommen. Es roch trotzdem ein bisschen nach Scam (so nennt man auf engl. wohl die Touristenfallen).

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Der Grand Palace entschädigt aber für alle Unannehmlichkeiten unserer Anreise. Hinter dem Namen “Palace” versteckt sich nämlich eine absolut beeindruckende und sehr prächtige Tempelanlage. Der golden angestrichene Hauptturm ist weithin sichtbar und strahlt in der Nachmittäglichen Sonne sehr erhaben. Echt klasse!

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Der Haupttempel ist aber neben dem goldenen Turm in einem mit viel Glitzer geschmückten Gebäude. Drinnen ist ein Smaragd-Buddah, den darf man auch nicht fotografieren. Das war schon sehr prunkvoll und sehr beeindruckend.

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Auf dem Rückweg wollten wir nach unserer schlechten Erfahrung kein Tuktuk nehmen und sind stattdessen gelaufen. Wir laufen relativ häufig seit wir unterwegs sind, denn so sieht man auch mal ein bisschen was von der Stadt. Dieses mal sind wir irgendwo falsch abgebogen und fanden uns plötzlich in einer Passage wieder, in der es nur Konsolenspiele gab. Bestimmt 30-40 Shops nur mit Playstation, Nintendo und Xbox. Ein Laden dort hatte bestimmt 200 Playstation 2 dort stehen, alle mehr oder weniger auseinandergebaut oder aufgemotzt. Total cool.

Insgesamt ist Bangkok garnicht so wie wir erwartet haben. Wir hatten damit gerechnet, dass es Hong Kong vielleicht ein bisschen ähnelt und auf jeden Fall eng, grau und hektisch ist. Stimmt aber nicht. Bangkok ist stellenweise erstaunlich grün und in vielen Straßen auch sehr ruhig und friedlich. Vielleicht sind wir aber auch einfach nur durch die falschen Ecken gelaufen. Die berühmte Kao San Road haben wir zum beispiel bislang gemieden, da sind die Proteste in der Nähe.

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Auf dem Heimweg haben wir noch ein bisschen Curryreis gegessen und einen letzten Blick auf den Feierabendverkehr in Bangkok geworfen und dann ging es auch schon ab ins Bettchen, morgen geht unser Flug nach Myanmar.

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Wir kommen zurück nach Bangkok in knapp 2 Wochen, dann ist auch fast schon Weihnachten!

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Thailand–Tauchschein: PADI Open Water Diver

Wir haben uns also tatsächlich zum Tauchschein angemeldet. Oha. hilft nichts, dann müssen wir da jetzt durch. Der Kurs geht drei Tage und danach erhält man den “PADI OPEN WATER DIVER”. Das ist die geringste Zertifizierung und erlaubt dann Tauchgänge bis 18m auch alleine durchzuführen. Wollen wir aber erstmal garnicht. uns geht es darum, mal die Basics zu lernen und nicht beim “Schnuppertauchen” einfach ins Wasser geworfen zu werden. An Tag 1 muss man die theoretischen Grundlagen meistern und eine Prüfung ablegen. Anschließend gibts noch ein paar Übungen im Pool und das Vertrautmachen mit dem Equipment. An Tag 2 und 3 stehen jeweils zwei Tauchgänge im Meer an. Hier werden dann auf etwa 11m Tiefe ein paar der Übungen aus dem Pool wiederholt. Also los gehts!

 

TAG 1: Theorie und Üben im Schwimmbad

Pünktlich um 8:15 werden wir an unserem Hotel abgeholt und zur Tauchschule gebracht. Dort angekommen, treffen wir Patrick, unseren Tauch-Instructor. Patrick ist Holländer und spricht perfektes Deutsch und perfektes Englisch. Das macht es für uns sehr leicht. Ein bisschen nervös waren wir ja schon, wie das alles so läuft, aber erstmal hieß es nur: DVD schauen. Es gibt 5 Kapitel auf der DVD mit den theoretischen Grundlagen zum Tauchen. Zu jedem Kapitel gibt es einen kleinen Test und ganz am Ende nochmal eine großen Abschlussprüfung.

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In der Abschlussprüfung darf man dann von knapp 50 Fragen maximal 12 falsch haben, wir hatten glaube ich drei oder vier. Theorie also bestanden, das war einfach. Danach gab es ein kleines Mittagessen und dann haben wir uns mal in unsere Tauchausrüstung geschmissen und sind in den Pool getaucht. Der Pool war zwar ein wenig klein, für das Gewöhnen an die Ausrüstung war das aber völlig ausreichend. Es ist schon ein krasses Gefühl, wenn man plötzlich unter Wasser atmet. Die Luft ist weder muffig noch kalt und wird auch nicht mit hohem Druck in den Mund geschossen oder so was. Man atmet einfach unter Wasser weiter allerdings nur durch den Mund. Total easy und eigentlich ganz angenehm, quasi intuitiv. Ein toller Moment, wenn man das erste mal für ein paar Minuten nicht auftauchen muss.

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Die Übungen, die wir machen mussten umfassen so was wie das Ausziehen der Tauchmaske unter Wasser oder das “Verlieren” des Atemgerätes und das Verständigen unter Wasser, dass man das Not-Atemgerät des Buddies nutzen muss. Also für alle Fälle gerüstet. 16:30 waren wir fertig und auch ziemlich geschafft. Morgen geht es dann raus aufs Meer für zwei Tauchgänge auf 11m. Cool.

TAG 2: Zwei Tauchgänge an Korallenriffen

Wieder pünktlich um 8:15 werden wir am Hotel abgeholt. Heute geht es aber nicht zur Tauchschule, sondern zum Pier und dann direkt auf das dort wartende Boot mit dem wir heute zu den Tauchstellen fahren. Der Plan sieht drei Stopps vor: Zuerst wird an einem Schiffswrack gehalten, die “Chang”, das dort letztes Jahr speziell für Taucher versenkt wurde. Leider ist das Wrack zu tief für uns, nämlich auf 30m. Wir dürfen nur 18. Der zweite und dritte Stopp sind an Korallenriffen.

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Bereits auf dem Weg zum Wrack ging es Conny nicht ganz so gut, anscheinend ist sie ordentlich Seekrank. So hing sie einen Großteil der Fahrt über der Reling und hat die Fische gefüttert. Auch an der ersten Tauchstelle war sie noch so angeschlagen, dass sie nicht mittauchen konnte. Auf meinen ersten Tauchgang muss ich dann also alleine mit Patrick.

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Wir hatten heute eigentlich keine Unterwasserkamera dabei, erst am dritten Tag. Da wir die Tauchstelle aber auch am Folgetag besucht haben, habe ich ein paar Bilder vom dritten Tag gemopst, um meine Eindrücke ein bisschen zu visualisieren. Es war nämlich überragend. Der Abstieg ging relativ langsam, aber als wir dann unten waren und ich den Kopf ein wenig gehoben habe, erstreckten sich vor mir so viele Fische und Seepflanzen, wie ich sie noch nie gesehen habe.

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Auf dem ersten Tauchgang macht man auch keine Übungen und so konnte ich einfach nur genießen, was ich gesehen habe. Wir waren etwa auf 11m Tiefe und nach etwa 45 Minuten war der erste Tauchgang auch schon vorbei und meine Sauerstofflasche leer. Oben angekommen habe ich begeistert Conny erzählt, was ich alles gesehen hatte.

Als Qualifikation für unser Tauch-Zertifikat muss man 200m schwimmen können und sich 15 Minuten über Wasser halten können, das musste heute auch noch passieren. Bevor wir also zum zweiten Tauchgang schritten, musste ich erstmal rein ins Wasser und 4x ums Schiff rum schwimmen. Conny ging es inzwischen besser und sie ist mitgeschwommen. Das war eine gute Idee, denn danach ging es ihr richtig gut. Gut genug, um den nächsten Tauchgang mitzumachen. Klasse! Also ging es zu dritt runter zum nächsten Riff.

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Für mich standen jetzt schon erste Übungen an, Conny durfte erstmal nur genießen, wie ich beim ersten Tauchgang. Ich musste derweil meine Maske voll Wasser laufen lassen und anschließend durch die Nase “ausblasen” oder mein Atemgerät aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen. Ich fand die Übungen relativ einfach, hatte aber vorher auch Berichte gelesen, wo sich Leute damit schwerer tun. Wiederum nach etwa 40 Minuten war auch der zweite Tauchgang schon vorbei und wir fuhren mit der untergehenden Sonne zurück zur Insel. Wir waren beide völlig geflasht und auch so erschöpft, dass wir um 21 Uhr übermüdet ins Bett fielen.

TAG 3: Nochmal zwei Tauchgänge an Riffen

Und wieder startet unser Tag mit dem Pickup am 8:15 und dem Transport zum Schiff. Es stand eine ähnliche Tour wie am Vortag auf dem Programm. Wieder zuerst zum Wrack und dann zu drei Korallenriffen. Wieder durften wir das Wrack nicht betauchen, stattdessen haben wir dort ein bisschen geschnorchelt, damit Conny vom dem schwankenden Schiff runterkommt. Sie fühlte sich aber schon deutlich besser als am Vortag. Heute haben wir uns dann auch eine Unterwasserkamera geliehen, bevor es losging und am zweiten Stopp des Tages durften wir dann auch Tauchen. Mein dritter und Connys zweiter Tauchgang.

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Wieder mussten wir ein paar Übungen machen mit Maske und Atemgerät, die wir aber schnell hinter uns bringen konnten. Danach konnten wir uns voll und ganz auf die Unterwasserwelt und ein paar Schnapschüsse für die Daheimgebliebenen konzentrieren.

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Wieder haben wir Unmengen an Fischen gesehen, die sich auch direkt an uns herangetraut haben oder in riesigen Schwärmen durch das Wasser gezogen sind. Auch wenn Farben in 11m Tiefe etwas seltener werden, gab es rote, gelbe, blaue und gestreifte und gepunktete Fische, alles was man sich vorstellen kann. Wir haben sogar ein Video gemacht, ich hoffe man erkennt das alles halbwegs.

Wieder an der Oberfläche, musste Conny mich dann noch zum Schiff “retten”. Eine der Übungen die man durchführen muss, ich hatte gestern Patrick schon zum Boot gezogen. Eine dreiviertel Stunde später folgte dann noch mein vierter und Connys dritter Tauchgang. Hier mussten wir dann beispielsweise Übungen zum “floating” machen. Also unter Wasser auf der gleichen Höhe “schweben” nur durch das eigene Lungenvolumen gesteuert. Das fand ich etwas schwerer.

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Nach dem Auftauchen hatte ich dann meinen Open Water Diver Komplett, Conny fehlte noch ein Tauchgang, den sie eine knappe halbe Stunde später absolvierte. Ich hatte mich dazu entschieden, keinen dritten Tauchgang mehr zu machen. Vielleicht ein Fehler, wenn man so hört und sieht, was Conny dort erlebt hat:

Nun was soll ich sagen, mein vierter Tauchgang war gelinde gesagt der Hammer. Die Übungen habe ich ein Glück gleich zu Anfang gemeistert und bin danach quasi nur noch getaucht und gleich zu Beginn haben wir eine Meeresschildkröte gefunden!!! Sie war riesig, bald 1m würde ich sagen und Patrick meinte, sie sei bestimmt schon über 70 Jahre alt. Majestätisch kraulte sie langsam durch die Korallen und war einfach nur wunderschön.

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Und damit ihr es mir auch glaubt, noch ein Bild von mir und der Schildkröte, sie ist links von mir leider nur verschwommen zu sehen und aber die Sichtbarkeit war an diesem Riff nicht ganz so gut. Und wieder haben wir Fischschwärme gesehen, farbenfroh und beeindruckend alleine von der Menge her.

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Auch eine Muräne haben wir gesehen, versteck hinter Steinen. Ich kann es kaum erwarten, in Südthailand wieder tauchen zu gehen!

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Thailand–Wir entdecken Koh Chang. Über und unter Wasser.

Jetzt sind wir also umgezogen in unsere neue Unterkunft. Schön ist es hier, obwohl wir nur 1/5 des Preises der Luxusgeschichte zahlen. Grandiose Bungalows und ein grandioser Pool. Was will man mehr. Nach unserer Ankunft haben wir aber nicht mehr viel gemacht. Noch ein wenig im Pool gechillt und dann essen gegangen. Essen gab es bei einem Neuseeländer, mit dem wir dann noch ein bisschen bei einer Partie Billard gequatscht haben. Cool.

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Am nächsten Tag gibt es bei uns eine motorisierte Unterstützung zum Erkunden der Insel. Wir haben uns für etwa 6€ einen Roller geliehen und gehen damit auf Erkundungsfahrt. Die Helme auf den Bildern sehen zwar uncool aus, sind aber Pflicht.

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Die ersten Meter waren etwas wackelig, da wir beide noch nie Roller gefahren sind, nach kurzer Eingewöhnungsphase ging es dann aber ganz gut. Auch mit dem Linksverkehr hier in Thailand kamen wir ganz gut zurecht. Das wird in Neuseeland mit einem Auto vielleicht noch etwas schwieriger.

Wir sind von unserer sich im Westen der Insel befindlichen Residenz zunächst mal gen Süden gefahren. Dort haben wir nach einigen Stopps dann den “Tropical Beach” gefunden. Der war wirklich traumhaft. Sogar traumhaft genug, um dort eine Cola und ein Magnum zu konsumieren. Badesachen hatten wir leider nicht dabei. Anfängerfehler.

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Auf dem Weg fanden wir auch noch einen Aussichtsspunkt, der ein paar weitere Inseln offenbarte. Unsere Insel “Koh Chang” ist hier Teil eines Nationalparks der wohl eine ganze Menge Inseln umfasst. Hätten wir mehr Zeit, würden wir mal ein paar Touren zu den anderen machen, so reicht uns auch erstmal der Ausblick.

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Zuletzt fanden wir noch das Fischerdorf Ban Bang Bao. Darüber hatten wir zuvor schon gelesen, so malerisch wie es dann letztendlich war, hatte ich es mir garnicht vorgestellt. Sehr hübsch. Dort haben wir dann auch eine Tauchschule gefunden, die im Lonely Planet empfohlen wurde und bei der wir uns direkt mal für einen Tauchschein (PADI Open Water Diver) angemeldet haben. Morgen gehts los. Oh oh.

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Bevor es dunkel wird, noch schnell zurück ins Hotel und nochmal kurz in den Pool springen. Sehr erfrischend, denn trotz Fahrtwind auf dem Roller waren wir gut durchgeschwitzt. Heute gehen wir auch mal nicht essen, sondern verpflegen uns selbst und zwar mit Weißbrot, Würstchen und Käse. Gesamtkosten etwa 5€.

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Ach ja, wie man auf dem Bild sieht, musste mein Bart nun dran glauben. Das ist hauptsächlich wegen dem Tauchkurs morgen. Wenn man einen fetten Bart hat, wird die Tauchmaske wohl mit Vaseline angepasst, da hatte ich keine Lust drauf.

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Thailand–Drei Tage Luxus auf Koh Chang

Nun also auf nach Thailand. Das wäre dann das 4. Land im November. Das ist definitiv der anstrengendste Monat der Weltreise. Frühstück gibts um 7, Pickup am Hotel war um 7:30. Wir werden kurz zum Bus gebracht, der uns direkt mal zur Thailändischen Grenze geht. Grenzen dort war auch relativ einfach, Deutsche benötigen für Thailand kein Visum mehr und können einfach so einreisen. Wir hatten vorher irgendwo gelesen, dass man 15 Tage bleiben darf, wenn man über den Landweg einreist und 30 wenn man über den Luftweg einreist. Bullshit. Wir haben auch über den Landweg 30 Tage Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Nach der Einreise kurz noch einen Happen gegessen und ab in den nächsten Bus nach Koh Chang.

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Im Bus waren übrigens 90% Deutsche. Alle anderen Nationalitäten fahren von Siem Reap wohl nach Bangkok und nicht nach Koh Chang. So konnten wir auch mal wieder ausführlich in Deutsch plaudern, auch mal wieder schön. Ein paar schöne Reisetipps haben wir auch bekommen.

Kurz nach Sonnenuntergang kommen wir nach insgesamt etwa 11 Stunden Fahrt am Fähranleger an und setzen über nach Koh Chang, etwa 45 Minuten.

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Auf Koh Chang erwartete uns unser tolles Luxus Resort, nämlich das “KC Grande Resort and Spa”, um das uns schon einige im Bus zuvor beneidet haben. Wir haben uns das mal für 3 Tage gegönnt, auch wenn es etwa 100€ am Tag kostet. Alleine schon das einchecken und der Transport zu unserer Garden View Villa waren ein Erlebnis.

Das Zimmer war knapp 50qm groß und jeden cent wert. Nach so vielen schäbigen Unterkünften, gerade in China, waren wir froh, ein paar Tage ein wenig Luxus genießen zu dürfen. An diesem Abend gab es nur noch einen kurzen Spaziergang am Wasser, ein kleines Mahl und dann ging es direkt ins Bettchen. Busfahrten schlauchen.

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Nächster Tag. Der erste volle Tag hier auf Koh Chang und einer von zweien in unserer Luxus-Unterkunft. Das müssen wir natürlich genießen. Unser Bungalow ist nur etwa 10m vom Strand entfernt, getrennt nur von einem weiteren Bungalow und einem Pool. Also: Ab an den Pool, von dort kann man nämlich sowohl Strand also auch Wasserbecken genießen.

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Das hier war der kleinste von 4 Pools in der Hotelanlage. In 3en davon haben wir während unseres Aufenthalts auch unser Unwesen getrieben. Conny war auch im Meer, wo es wohl viel Getier gab, ich bin da mal nicht reingegangen.

Abends haben wir noch einen grandiosen Sonnenuntergang erlebt. Der toppt den vom Otres Beach sogar noch ein bisschen. Nur ganz so einsam wie in Kambodscha, war es hier nicht. Macht aber auch nichts.

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Der Sonnenuntergang war hier nochmal deutlich farbenfroher als der letzte den wir gesehen haben. Die Sonne hat quasi den ganzen Horizont, den sie in Farbe hüllen kann und das tut sie auch in allen Orange-Tönen, die die Farbpalette so hergibt. Ich zeige mal nur eins von zwei Milliarden Fantastillionen Fotos die ich gemacht habe.

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Nach dem Sonnenuntergang sind wir dann noch etwas futtern gegangen – und zwar direkt am Strand. Die Lage war auch grandios, das Essen verdient aber gut und gerne das Attribut “Scheiße”. Vielleicht sollte man am Strand dann in Zukunft nur noch ein kühles Bier trinken, um die Atmosphäre dort einzusaugen. Die ist nämlich unschlagbar. Mit vielen Lampen in den Bäumen und Fackeln im Sand ist das schon ziemlich klasse.

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Nächster Tag. Heute hatten wir deutlich mehr Wolken als die letzten Tage und auch ein paar Schauer waren dabei. Aber warm ist es hier natürlich trotzdem immer. Also wieder ab zum Pool. Heute mal der Infinity Pool im 4. Stock.

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Hier haben wir quasi den gesamten Vormittag verbracht. Und ich habe mich trotz mangelnder Sonne mal schön überall verbrannt. Verdammt. Eine Poolbar gab es hier oben auch, die haben wir aber nicht genutzt. Wir sind dann gegen Mittag hier geflüchtet und haben uns auf dem Weg zu unserem Zimmer noch zwei Noodle-Cups im Supermarkt geholt. Quasi als Mittagessen.

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Im Zimmer erwartete uns dann ein kleines Kunstwerk aus Handtüchern vom Reinigungsteam. Grandios. Mit den zwei Schwänen im Rücken, setzen wir uns mit den Noodle Cups auf die Veranda unserer Garden View Villa und mussten uns beim Verzehr schon ziemlich quälen ob der Schärfe der Dinger. Verdammt.

Nachmittags haben wir dann noch den “Hauptpool” des Hotels getestet, den sog. Turtle-Pool. Der war schon klasse, auch mit der Poolbar und allem. Aber hier werden die Liegen schon vor 7 Uhr morgens reserviert (und dann ggf. den ganzen Tag nicht genutzt), also haben wir uns hier nie richtig länger niedergelassen.

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Abends wollten wir heute mal schlechtes Essen vermeiden. Also haben wir mal wieder bei Tripadvisor geschaut und dieses mal sogar das Lokal gefunden, welches wir gesucht haben. Es hieß Monkeys und gehört zwei Briten. Das Essen war auch gut und auch das Bier ordentlich.

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Nächster Tag. Letzte Stunden im Luxus, heute müssen wir auschecken. Es wird dann auch Zeit, endlich mal das Frühstück zu zeigen, das wir hier 3 Tage genießen durften. Es gab nämlich alles was das Herz begehrte.

Auch der Ausblick beim Frühstück war grandios, nämlich direkt aufs Meer. Zumindest für Conny. Ich saß mit dem Rücken zum Meer, zumindest heute. So satt wie nach dem heutigen Frühstück waren wir auch selten.

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Nach dem Frühstück haben wir gepackt und ziehen jetzt um ins Thai Garden Hill Resort. Davon dann später mehr.

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Cambodia–Angkor Wat & Co.

Nach der Busfahrt des Grauens sind wir also endlich in Siem Reap angekommen. Und was man hier so sehen kann, sind vor allem die Tempel und Stadtanlagen von Angkor, dem alten Königreich der Khmer, das etwa vom 10. bis 15. Jahrhundert seine Blütezeit hatte. Die frühen Tempel waren alle hinduistisch,während die späteren dann buddhistisch waren. Allen voran natürlich Angkor Wat, dem großen Tempel, welcher auch auf der kambodschianischen Fahne abgebildet ist. In unserem (nebenbei bemerkt echt tollen) Hostel kann man sich Fahrräder für 1$ den Tag leihen, was wir glatt mal machen und drauflosradeln.

Da wir hier zwei Tage bleiben, wollen wir uns nicht direkt mit dem berühmten Angkor Wat spoilern, sondern beginnen heute mit einigen kleineren Tempeln. Wir hatten ja Angst, das wir vom Fahrrad aus Angkor Wat schon sehen würden, aber tatsächlich sieht man die allermeisten Tempel erst, wenn man direkt davor steht, da die Umgebung von Urwald umgeben ist.

Der erste Tempel, den wir besichtigen ist der Bayaan Kdei. Dieser buddhistische Tempel wurde, wie so vieles in Angkor, von Jayavarman dem siebten gebaut ( im folgenden Jaya7 genannt), und war ein Klostertempel. Die buddhistischen Tempel sind alle ähnlich aufgebaut; der innerste heiligste Raum ist umgeben von verschiedenen (meist drei) Gallerien, die mit Türmen und allerlei Verzierungen versehen sind. In in befand oder befindet sich dann je nach Glauben entweder ein Budda oder eine Hindugottheit, in der Regel Vishna oder Shiva.  Zumeist befinden sich auch zwei Bibliotheken auf dem Gelände. Leider ist der Tempel schon sehr verfallen und wenig restauriert. Die Eingänge werden gekrönt von Türmen, auf denen ein Buddagesicht zu sehen ist

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Aber auch Ruinen haben einen ganz eigenen Charme und an einigen Stellen lässt sich erahnen, wie der Tempel mal aussah.

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Es ergaben sich also viele tolle Motive und wie sind mal wieder mit den Kameras eskaliert.

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Der nächste Tempel auf dem Plan war Ta Prohm, ein Tempel, den Jaya7 zu Ehren seiner Mutter gebaut hat, die für ihn die Weisheit verkörperte. Unten links sieht man sehr gut die äußere der Gallerien, die das Innerste umgeben.

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Dieser Tempel wurde weitgehend so gelassen, wie er im 19. Jahrhundert von einem Franzosen wiederentdeckt wurde, daher ist hier besonders gut zu erkennen, wie der Urwald sich die Tempel einverleibt hat und die mächtigen Wurzeln der Bäume die Steine einfach spalten können.

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Dem ein oder anderen Liebhaber von Computerspielen und Actionfilmen mögen die Anblicke auf den Fotos übrigens bekannt vorkommen. Ta Prohm diente als Kulisse für Tomb Raider!

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Entsprechend voll mit Touristen war die Anlage dann auch, insbesondere asiatische Reisegruppen, die sich vor jeder Wurzel ausgiebig fotografieren mussten. Nur mit Mühe konnten wir Marcus dazwischen mogeln.

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Verbunden mit der bald unerträglichen Mittagshitze war uns das ganze dann fast schon zuviel und wir mussten erstmal eine Mittagspause einlegen, bei einem der unzähligen Stände, die vor jedem größeren Tempel stehen.

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Es gab Nudeln mit Gemüse und Ei und auch wenn mein Gesicht anderes vermuten lässt: es war lecker.

So gestärkt ging es dann weiter aufs Rad und zu Ta Keo, einem Tempel, der bereits im 10 jahrhundert gebaut wurde. Hinduistische Tempel sind in der Regel pyramidenförmig gebaut, als Nachbildung des Bergs Meru, auf dem die Götter wohnen. Fünf Türme auf der Pyramidenspitze symbolisieren die fünf Gipfel des Berges. Der kleine Maulwurfn war übrigens auch immer mit dabei Smiley.

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Ta Keo ist momentan eine ziemliche Baustelle, da dort restauriert wird, aber von einer Seite konnte man doch die Spitze erklimmen. Der Aufstieg war allerdings sehr steil, doch es hat sich gelohnt. Oben hat uns der Baustellenbeaufsichtiger dann auch noch erklärt, dass der Tempel nicht zuende gebaut wurde, weil der Blitz dort einschlug und dies als Zeichen gedeutet wurde, dass die Götter nicht einverstanden mit ihm waren.

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Daher ist er verhältnismäßig schlicht ohne viele Reliefs und Verzierungen. Der Abstieg gestaltete sich übrigens sehr schwierig, wegen der steilen und schmalen Treppen. MIt meinem superpassenden Schuhwerk sah das ganze dann so aus:

Und wieder aufs Rad zu zwei weiteren Tempeln: Chao Say Tevoda (links unten) und Thommanon (Mitte und rechts). In letzterem waren viele Reliefs in bemerkenswerte gutem Zustand, da zum Teil restauriert, so zum Beispiel die Figur ganz rechts, eine reichtverzierte Tänzerin.

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Auf dem  Weg zum nächsten Tempel mussten wir durch Angkor Thom, der Hauptstadt von Angkor unter Jaya7, die damals größte Stadt der Welt. Von ihr existieren neben einigen Tempeln und Profanbauten vor allem noch die Stadttore, welche aus Türmen mit Buddagesichtern bestanden und nach außen von Kriegern und Dämonen bewacht werden, die eine siebenköpfige Schlange halten (die Naga, die taucht hier in Kambodscha an allen Ecken auf). Viele Köpfe fehlen, wahrscheinlich geklaut, wie auch viele Buddhaköpfe und –körper.

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Man muss sich vorstellen, das links und rechts der Wege durch Angor Thom (unten) einst eine ganze Stadt erstreckte, deren Überreste aber nicht mehr zu finden sind, da sie aus Holz gebaut wurden. Heute ist das ganze Gebiet mit Urwald bedeckt, durch den das Sonnenlicht am späten Nachmittag pittoresk gebrochen wird.

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Insgesamt ist es wie gut zu erkennen hier extrem grün und feucht, und wir waren schon total durchgeschwitzt,  aber wir haben es dann doch noch zum fast letzten Tempel geschafft: Preah Khan.

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Preah Khan wurde von Jaya7 (der ist wohl bautechnisch ziemlich eskaliert) analog zu Ta Prohm zu Ehren seines Vaters gebaut worden.

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Es diente wahrscheinlich als Universität für buddhistische Mönche und war deutlich größer als Ta Prohm. Die Verzierungen sind deutlich martialischer, aber auch hier sieht man, obwohl viel restauriert wurde, den Einfluss der Natur.

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Preah Khan besitzt auch zweistöckige Gebäude, ich finde ja, mit den Säulen brauch es sich nicht vor römischen Tempeln verstecken.

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Auf dem Rückweg wollten wir uns den Sonnenuntergang bei Angkor Wat selbst anschauen, jedoch versteckte sich die Sonne hinter den Wolken und nichts wars mit einem toll angeleuchteten Tempel. Also nur kurz auschecken, wo wir morgen zum Sonnenaufgang hinmüssen und im Dunkeln nach Hause geradelt.

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Nach einer kurzen Dusche ging es dann auf Nahrungssuche. Marcus hatte im Vorfeld ein deutsches Restaurant in Siem Reap aufgetan und wir hatten beide schon einen ordentlichen Schnitzelhunger herangezüchtet. Leider war der Laden mit den Wegbeschreibungen von Tripadvisor nicht aufzufinden und wir schlichen irgendwann nur noch eine dunkle unbeleuchtete Straße entlang, von der wir von einem mitleidigen Tuktukfahrer aufgesammelt wurden mit der Bemerkung, in dieser Richtung käme nur noch der See.

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Also ab in die Pubstreet und dort schnell etwas gegessen. Pizza für Marcus und Khmer für mich. Dort haben wir auch diesen legendären Laden gefunden, aber da der Wecker am nächsten Tag um 4:30 klingelt, sind wir doch lieber gleich in unser Hostel zurück.

Am nächsten Morgen also um halb fünf raus, denn um fünf holte der bestellte Tuktuk-Driver uns ab (ein weiterer Tag Fahrrad hätten unsere Hintern nichts ausgehalten). Um etwa halb sechs waren wir dann bei Angkor Wat, zusammen mit Massen anderer Touristen, die alle mehr oder weniger an der gleichen Stelle standen, um das perfekte Bild zu bekommen.

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Leider war es mit dem Sonnenaufgang wie mit dem Sonnenuntergang: zu viele Wolken. Beeindruckend war es zwar schon, wie das Bauwerk aus dem dunklen auftauchte, aber ein wenig mehr Sonne wäre schon schön gewesen.

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Insbesondere mit der Reflexion im Teich ergab sich doch das ein oder andere schöne Motiv. Angkor Wat war übrigens der Staatstempel der damaligen Hauptstadt von Angkor, die um den Tempel herumlag. Angkor Wat ist immer noch das größte religiöse Bauwerk der Welt.

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Auch dieser Tempel ist hinduistisch, also eine Nachbildung vom Berg Meru mit fünf Gipfeln und einem der drei Hauptgötter, nämlich Vishnu, geweiht (die anderen beiden sind Shiva und Braham).

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Wie voll es war, lässt sich vielleicht auf dem Bild unten rechts erahnen. Nach dieser Anstrengung gab es erstmal ein kleines Frühstück für uns. Cola für Marcus und Kaffee für mich.

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Danach haben wir ,dann den eigentlichen Tempel besucht und, meine Güte, das war sehr beeindruckend! Vielleicht weil es der einzige Tempel ist, der wirklich noch komplett steht war er so erstaunlich, aber die Größe und die unzähligen Reliefs, Statuen und Verzierungen waren wunderschön.

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Die Türme (also die Gipfel) konnte man prinzipiell besuchen, aber da waren wir wohl noch zu früh für. Schade.

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Die äußeren Gallerien waren verziert mit ganzen Gemäldereliefs, die meistens irgendwelche Schlachten darstellten.

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Ursprünglich waren alle Tempel in Angkor wohl auch bemalt, was an den feinen Reliefs unten noch zu erahnen ist.

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Schon sehr geflasht hat unser Tuktukfahrer uns dann aufgelesen und nach Angkor Thom gebracht, was wir uns heute genauer angeschaut haben. Dort ging es zunächst zu Bayon, dem Staatstempel unter Jaya7 und allen, die ihren Sitz in Angkor Thom hatten (die Hauptstadt hat offensichtlich mehrmals gewechselt). Da jeder ein wenig daran rumgebaut hat, sieht er ziemlich chaotisch aus.

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Das Besondere an ihm sind die unzähligen Türme, welche mit Buddhaantlitzen verziert sind, so dass er als Tempel der tausend Gesichter bekannt ist.

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Die nächste Station war der Bapuon Tempel, der aufgrund seiner Ausmaße bereits beeindruckend ist.

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auf der Rückseite hatte man angefangen, mithilfe der Sandsteine einen riesigen liegenden Buddha herauszuarbeiten, was man jedoch nie zuende geführt hat. Das Gesicht ist jedoch gut zu erkennen.

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Nachdem wir gestern schon den ganzen Tag in den Tempeln verbracht hatten und auch schon seid 4.30 auf den Beinen waren, schlug bald darauf bei uns die Müdigkeit zu. Zudem waren wir kaum mehr in der Lage, noch mehr aufzunehmen. Daher haben wir uns nur noch kurz mit der Elephant Terrace (unten), die zu den wenigen erhaltenen Profanbauten gehört, und die Terrace of the Leper King ( Terrasse des Leprakönigs) angeschaut und uns dann ins Hostel bringen lassen.

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Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf ging es dann noch ins Stadtzentrum,wo wir im Old Market noch zwei Armbänder erstanden haben, zu viel mehr waren wir aber nicht in der Lage. Zwei Tage reichen kaum aus für dieses eindrucksvolle Stück Geschichte. Soviel gibt es noch zu sehen, ich würde gerne noch mal wiederkommen und mindestens eine Woche dort verbringen!

Doch für uns heißt es morgen: auf nach Thailand, genauer nach Koh Chang. Dort haben wir uns in eine etwas gehobenere Unterkunft für drei Nächte eingemietet. Man gönnt sich ja sonst nichts Smiley.

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