Myanmar

Myanmar–Shwedagon Pagode und lecker burmesisch Essen

Unser dritter Tag in Yangon begann mit Unlust. Die vielen Eindrücke der letzten Tage haben wohl ihre Spuren bei uns hinterlassen. Nach dem Frühstück können wir uns beide nicht so recht aufraffen. Unser heutiges Programm sah eigentlich auch nur die große Shwedagon Pagode und den danebenliegenden See zu besuchen und anschließend birmanisch essen zu gehen. Den Plan haben wir mal spontan gekürzt und den See gestrichen. So haben wir ein bisschen Zeit zum relaxen und entspannen. Man glaubt es kaum, aber Reisen ist anstrengend. Gegen Mittag schaffen wir es dann doch aus dem Haus und gehen die ca. 2 km zur Shwedagon Pagode zu Fuß. In der Shwedagon Pagode heißt es erstmal Schuhe ausziehen und Eintritt bezahlen. Als Foreigner muss man hier stolze 8$ bezahlen, die direkt an die Regierung gehen. Danach heißt es: Staunen und genießen.

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Selten haben wir einen vielfältigeren Tempel gesehen, der so golden geglänzt hat. Ich habe sogar meine Sonnenbrille aufsetzen müssen, weil im Sonnenschein alles geblendet hat. Auch wenn die Marmor-Fliesen barfuß ganz schön heiß waren, haben wir den Haupt-Stupa (den Turm) zunächst einmal umrundet.

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Der Stupa und alle kleinen Tempel drumherum befinden sich auf einem Plateau, welches relativ weitläufig ist. Hier kann man hunderte kleiner Tempel besuchen, jeder für einen eigenen Zweck. Es gibt zum Beispiel auch für jeden Wochentag, an dem man geboren sein kann, einen eigenen Tempel an dem man beten kann. Insgesamt gibt es in Myanmar wohl 8 Wochentage, denn bei Mittwoch wird Vormittags und Nachmittags unterschieden. Jeder Wochentag hat auch ein eigenes Tier, wie mir Conny erklärt hat. Ich bin an einem Donnerstag geboren, das wäre dann die Ratte. Conny ist an einem Freitag geboren, das ist immerhin ein Meerschweinchen. Es gibt aber auch coolere Tiere, zum Beispiel Elefanten (Mit und ohne Stoßzähne für Mittwoch Vor- und Nachmittag).

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Wir haben uns dazu entschlossen, den Tempel in seiner Größe und Pracht auf uns wirken zu lassen und haben so an ein paar Stellen gesessen und die Atmosphäre dort aufgesaugt. Einzelne Tempel oder spezielle Buddhas haben wir uns nicht mehr angeschaut. Auf dem Plateau kann man übrigens an mindestens 4 ATMs Geld abheben, Getränke kaufen kann man aber nicht. Das war dann auch der Grund, warum wir irgendwann gehen mussten, wir waren beide gefährlichst dehydriert. Eine Flasche Wasser am Morgen hat wohl nicht gereicht. Also raus aus dem Tempel und rein in den nächsten Straßenladen für eine kühle Cola. Ahhhhhh.

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Dort haben wir noch ein wenig burmesische Sprache aufgeschnappt, denn die Touristen neben uns haben diese versucht in Ansätzen zu lernen. Ich muss zu meiner Schande eingestehen, dass ich mich seit China nicht mehr groß in fremden Sprachen versucht habe. Burmesisch (oder birmanisch?!) scheint aber deutlich einfacher zu sein als Thai. Zwar erfrischt, aber immernoch ein bisschen erschöpft, geht es in Richtung Mittagessen. An verschiedenen Stellen wurde uns das Restaurant “FEEL Myanmar Food” empfohlen. Es ist wohl sowas wie “Burmesisches Essen Light”. Also versuchen wir das doch mal.

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Das Essen im FEEL war grandios. Conny hatte für uns beide ein Chicken Curry bestellt, welches dann auch mit halbem Chicken, Suppe und großem Gemüse-Teller ankam. Todesmutig haben wir alles probiert und waren (größtenteils) begeistert. Das Curry selbst war grandios! Dazu gab es ein gutes, kaltes Myanmar Lager aus dem Humpen! Herrlich!

Hier haben wir dann ein bisschen die Zeit vergessen und uns über Gott und die Welt unterhalten. Hier saß man auch wirklich klasse! Als wir dann zurück im Hotel waren, war es knapp 18 Uhr und bereits dunkel. Da unser Flug morgen um 6 Uhr geht und unser Taxi uns um 4 Uhr abholt, gehen wir dann besser mal früh ins Bett. 20 Uhr war das Licht bei uns aus.

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Myanmar–Zugfahren in Yangon

Drei Tage in Yangon lassen ein entspanntes Programm zu. Deswegen haben wir heute, auf besondere Empfehlung unserer Reiseorganisators, die Circular Line genommen, mit der man in drei Stunden einmal um Yangon drumherum fährt. Für Bahnnerds wie Marcus natürlich ein Traum. Der Bahnhof befindet sich keine 5 Minuten von unserem Hotel also los.

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Das Bahnhofsgebäude ist schon echt groß und beeindruckend und scheint ein wenig überdimensioniert für die gefühlten paar Züge, die hier verkehren. Er scheint ein Überbleibsel aus Kolonialzeiten zu sein und ist recht hübsch anzuschauen. Schnell durchgefragt, wo man zur Circular Line hinmuss und alle wissen: Gleis 7.

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Die Linie ist eigentlich auch eine Pendlerlinie, zur Rush Hour wollten wir uns das aber nicht antun. Das Ticket (für Ausländer 1$) bekommt man am Ticketschalten direkt am Gleis, sogar ohne Passnummer, und man wird sogar von einem freundlichen Angestellten zum “richtigen” Abteil gebracht. Das ist in unserem Fall eins mit richtigen Sitzbänken, die Holzklasse befindet sich weiter vorne, schade da hätte ich fast lieber gesessen.

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Immerhin hat der Zug eine Art Klimaanlage, auch wenn diese nur aus an die Decke geschraubten Ventilatoren besteht. Funktionieren tut das allemal, vielleicht sollte sich die DB das als Notfallplan merken, falls der nächste Hochsommer wieder überraschend kommt.

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Und dann gehts los, langsam und wirklich sehr ruckelig und schwankend geht es durch Yangon. Bald verlassen wir das urbanere Gebiet, an den Fenster ziehen erst Wohnblocks und dann Papphütten vorbei, in denen die Menschen leben. Myanmar ist eben ärmer, als Yangon einem weismachen will. Dazu Unmengen an Müll, vielleicht sogar schlimmer als in Kambodscha,  auch die ganzen Kanäle und Flüsse sind voll damit, aber man sieht Menschen darin baden. Schließlich kommen Gemüsefelder und ganze Holzdörfer, also schon Landleben, bevor wir auf Höhe des Flughafens die Kurve machen und  zurück in die Stadt fahren.

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Zwischendurch wird immer wieder gestoppt, die Menschen wirken ehrlich erfreut, wenn sie uns Touristen (insgesamt nur 6 in dem Zug) aus den Fenster gucken sehen und grüßen freundlich. Die Stopps betragen aber nur 15 Sekunden und so muss Marcus sich sputen, als er ein Bild von mir im Zug machen will. Andererseits ist der Zug so langsam, dass man vermutlich auch so noch aufspringen könnte.

Nach drei Stunden sind wir wieder am Hauptbahnhof; eine wirklich tolle Erfahrung, man sieht ein bisschen vom Alltag der Leute und die Ansichten Yangons jenseits der goldglänzenden Pagoden und Parks.Völlig stressfrei und unkompliziert.

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Nach einer kurzen Stärkung in einer Bäckerei ging es dann hoch hinaus, auf den Sakuratower, eines der paar Hochhäuser hier. Das hat im 20sten Stock ein Café, von dem man den Ausblick genießen kann und ist praktischerweise genau neben unserem Hotel. Natürlich überteuert, aber für einen Cappuchino und ein Bier reicht es schon. Bei Abendsonne ist der Ausblick wirklich grandios, die Shwegadonpagode leuchtet erhaben über der Stadt und auch im dunkeln ist sie der absolute Höhepunkt der verhältnismäßig unbeleuchteten Stadt.

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Auf der Suche nach was zu essen haben wir auch die Sulepagode (Mitte) noch fotografisch festgehalten und dann wollten wir eigentlich indisch-burmesisch essen. Zwischen sechs und sieben ist auf den Straßen gut was los, es wird noch allerlei Gemüse und Essen angeboten. Also heißt es ausweichen und gucken wo man hintritt. Oder in meinem Fall: rechts auf die Straße ausweichen, dann wieder links auf den Bordstein ausweichen, –aber knapp verfehlt und stattdessen fußtief in der stinkenden Abwassergosse versinken. Und dabei nicht nur den kompletten Schuh versifft sondern auch das ganze Hosenbein. Irgendwann musste es ja passieren. Egal, erst mal was essen: Shrimpreis bei mir und Chickenreis bei Marcus. Und dann schleunigst zum Hotel und versuchen zu retten, was zu retten ist. Ich glaube zwar immer noch, dass die Hose nach Abwasser stinkt, aber Marcus versichert stetig, das alles frisch gewaschen riecht. Seufz.

Morgen geht es dann in die Shwegadon-Pagode, einem der nationalen Bauwerke. Hoffentlich ohne Ausflüge in die Gosse.

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Myanmar–Wir sind tatsächlich in Yangon

Nach dem Auschecken um 11 Uhr geht es per Sky Train los in Richtung Flughafen. AirAsia-Flüge fliegen von dem kleinen Flughafen Bangkoks ab, Don Mueang. Der ist angeblich der älteste Flughafen der Welt. Leider geht die Skytrain nicht komplett bis dahin und so müssen wir bei Mo Chit nochmal umsteigen in einen sagenumwogenen Airport-Bus, über den im Internet heftigst diskutiert wird, ob er existiert, wie oft und von wo er fährt. Wir haben ihn direkt gefunden, er wartete direkt vor der Skytrain-Station und statt der im Internet angegebenen 40 Minuten, brauchte er auch nur 15 bis zum Flughafen. Komisch.

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Am Flughafen haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen und sind dann in Richtung Gate marschiert. Auf dem Weg sind wir an einer Videoleinwand vorbeigekommen, in der man selber erscheint, wenn man sich ihr zu sehr näher. Da haben wir natürlich erstmal Spaß mit gehabt. War eh noch ne Stunde bis zum Boarding.

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AirAsia-Flüge sind hier so die günstigste Fluggeschichte in Asien. Flüge kosten oftmals so um die 30€, sogar inklusive ein bisschen Gepäck. Also nicht ganz so schlimm wie bei Ryanair oder Easyjet. Der Flug ansich dauert auch nur eine gute Stunde bis Yangon, der Tag ist mit Anreise zum Flughafen, warten am Gate und später dann der Transport zum Hotel trotzdem mehr oder weniger voll. Nach Yangon gibt es übrigens eine Zeitverschiebung von einer halben Stunde im vergleich zu Thailand. Von Deutschland sind wir jetzt “nur” noch 5:30h unterschiedlich.

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Angekommen in Yangon, machte der Flughafen einen sehr guten Eindruck. Sah sehr modern aus und auch die Immigration und die Kofferbänder waren top-modern und völlig ohne Probleme. Man stellt sich ja bei einem Land wie Myanmar immer vor, auf einer Schotterpiste zu landen und in einem Zelt abgefertigt zu werden. ist natürlich überhaupt nicht so, Yangon ist immerhin eine Stadt mit über 5 Mio. Einwohner. Auch Geldwechseln klappte unproblematisch. Man kann hier nur Dollarscheine wechseln, die absolut neuwertig sind. Kleine Knicke und Kratzer werten den Schein ab. Wir haben etwa 200$ gewechselt und bekommen 200.000 Kyat (gesprochen “tschat”). Der größte Schein ist die 1.000 Kyat wert und so hätten wir auch locker nen halben Geldkoffer füllen können. Krass.

Unsere ersten Eindrücke im Taxi sind natürlich alle nur im Dunkeln, also mit Vorsicht zu genießen. Straße und Stadt wirken aber auf den ersten Blick sehr entwickelt, also kein Vergleich zu Phnom Penh in Kambodscha, dass ja noch sehr ländlich wirkte. Auch unser Hotel, das “Beauty Land 2 Hotel”, machte einen guten Eindruck. Simpel und sauber. Perfekt.

Nach dem Einchecken haben wir uns noch mit Michael Pfeiffer von “Facinating Land Travel” getroffen. Herr Pfeiffer hat hier in Myanmar ein Reisebüro und war uns bei der Buchung der Hotels, Inlandsflüge und Bootstouren eine große Hilfe. Hier in Myanmar kann man nicht so richtig viel online buchen und die Touristen-Infrastruktur lässt es derzeit nicht ohne weiteres zu, dass man einfach anreist und mal schaut. Momentan gibt es einfach mehr Touristen als gute Hotels oder Hostels. Das macht sich derzeit auch überall in den Preisen bemerkbar. Myanmar ist deutlich teurer als Thailand, Cambodia und Vietnam. Während wir noch ein paar Nudeln gefuttert haben, übergab uns Herr Pfeiffer alle benötigten Unterlagen für unsere Reise und erzählte ein paar Anekdoten aus Myanmar bei denen es uns dann wieder sehr bewusst wurde, dass Myanmar noch ein wenig Zeit benötigt, um Touristen ein einfaches Reisen zu ermöglichen. Na da kann das Abenteuer ja losgehen!

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Am nächsten Morgen haben wir unsere nähere Umgebung zunächst einmal fußläufig erkundet. Die Straßenzüge sind schon besonders anzuschauen hier. Oftmals handelt es sich nämlich um halb zerfallene Kolonialbauten. Einige sind aber auch schön renoviert. Direkt um die Ecke von unserem Hotel ist eine der bekannten Pagoden hier, die Sule Pagode.

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Gegen 2 US$ Eintritt darf man ohne Schuhe und Socken die Pagode betreten. Wir haben uns dann einige Buddhas mal genauer angeschaut, zum Beispiel den abgemagerten Fasten-Buddah. Mit “Buddah” verbindet man in der Heimat ja gerne mal einen dicken, lachenden Glatzkopf. Den haben wir auf unserer Reise bislang wenig bis garnicht gesehen. Meistens ist Buddah schlang und erhaben, manchmal auch mit weiblichen Zügen.

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Die Sule Pagode ist laut Reiseführer eine “Alltags”-Pagode, wo die Menschen in der Mittagspause oder auf dem Heimweg vorbeischauen. Auch die Dinge, für die hier gebetet wird, sind in der Regel Alltagsprobleme. Im Vergleich zur zweiten Pagode in Yangon, der Shwedagon Pagode, ist diese deutlich kleiner und weniger prachtvoll.

Allgegenwärtig in Yangon sind derzeit die SEA GAMES. SEA steht hierbei für South East Asia und die Länder hier in der Gegend messen sich während der SEA GAMES in allen möglichen Sportarten. Von Fußball über Volleyball bis Golf ist alles dabei. Wenn man dem Staatsfernsehen hier glauben möchte, gewinnt Myanmar jeden Wettbewerb. Die Leute sind auf jedenfall ganz wuschig wegen der SEA GAMES, das scheint hier eine echt große Nummer zu sein.

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Nach der Sule Pagode sind wir dann zum Bogyoke Aung San Market. Das ist ein Stoff- und Schmuckmarkt, der hier in einer Art Markthalle jeden Tag stattfindet. “Aung San” könnte einem ein Begriff sein, in den 90ern gewann eine gewisse “Aung San Suu Kyi” den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für die demokratisierung Myanmars. Ihre gesamte Story kann man sich mal bei Wikipedia erlesen. Bogyoke Aung San war jedenfalls ihr Vater. Der war seines Zeichens absoluter Nationalheld und hat bei der Befreiung Myanmars von den Besatzern aus England bzw. Japan wohl eine große Rolle gespielt. Der Markt wurde quasi nach ihm benannt.

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Dort haben wir jedenfalls ein wenig rumgeguckt und uns anschließend eine Cola zur Pause gegönnt. Cola gibt es hier tatsächlich noch nicht so lange im Land und auch nicht in jedem Supermarkt oder Restaurant. Verbreiteter ist hier irgendwie “Sunkist”.

Vom Markt aus sind wir dann weiter in Richtung Shwedagon Pagode. Die wollten wir uns heute noch nicht anschauen, aber daneben ist der “Peoples Park”, der zum Relaxen wohl perfekt sein soll. Auf dem Weg sah man allerdings auch schon die Shwdagon Pagode, die ist nämlich relativ hoch und liegt zudem auf einem Hügel, so dass sie von fast überall in der Stadt gesehen werden kann.

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Der Park sollte eigentlich Eintritt kosten, hat er aber irgendwie nicht. Insgesamt haben wir außer uns auch nur 1 oder zwei westliche Menschen gesehen. Die Birmesen konnten es auch nicht lassen, uns ein wenig auffällig zu beobachten. Noch nie wurden wir an einem Tag so oft so freundlich gegrüßt wie heute.

Wo wir aus dem People’s park gerade so einen tollen Blick auf die Pagode haben, haben wir doch direkt mal ein paar Fotos gemacht. Wenn man näher dran ist, lässt sich das ja weniger gut machen. Besichtigen werden wir sie erst übermorgen.

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Zuletzt haben wir noch ein kleines Cafe/Kiosk im Park entdeckt und uns dort für ein Getränk niedergelassen. Auch dort war es für Besitzer, Bedienung und andere Kunden das Highlight des Tages, dass wir da waren. Alle haben gelächelt und geguckt und Kinder grüßten uns mit ihrem in der Schule gelernten Englisch. Das ist schon alles sehr ungewohnt.

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Auf dem Rückweg wurde es auch schon so langsam dunkel, der Weg war aber dank eines netten Nord-Burmesen sehr angenehm. Generell wurden wir viel von Leuten angesprochen bisher. Man ist dann zwar immer erst skeptisch, weil man ja Betrug oder eine Falle vermutet, bisher wollten die Leute aber tatsächlich nur reden oder ihr Englisch verbessern. Das ist sehr angenehm und völlig anders als in Thailand, Kambodscha oder Vietnam, wo die Leute dann tatsächlich immer irgendwas wollten oder anboten.

Nachdem ich in den letzten Wochen häufig der war, der westliches Essen fürs Wohlbefinden brauchte, so war es heute mal Conny. Na gut, na gut. Westliches Essen bekommen wir hier natürlich inzwischen auch überall. Den empfohlenen Laden “Ciao” haben wir leider nicht gefunden, so dass wir in einen beliebigen anderen italienisch anmutenden Laden sind und der war dann auch sehr gut. Der Laden hatte allerdings zwei Probleme: Moskitos und Kellner.

Schon als wir in den Laden reingekommen sind, ist uns aufgefallen, dass hier übermäßig viele Moskitos unterwegs waren. Sogar so viele, dass 3 Kellner dazu abgestellt wurden, diese mit elektrischen Fliegenklatschen zu töten. So hörte man alle 3-4 Minuten ein lautes BRRRZZZZ, wenn es wieder eine Moskito erwischt hat. Die abgestellten Kellner fehlten dann auch garnicht beim Bedienen der Gäste. Der Laden hatte etwa 15 Tische, von denen 2-3 besetzt waren und bestimmt 20 Kellner, die alle an der Kasse rumlungerten. Beim Verlassen des Ladens wurden wir dann auch von jedem Kellner lächelnd verabschiedet, krass! Vielleicht lag die freundliche Verabschiedung dann auch daran, dass wir hier das halbe Monatsgehalt eines Burmesischen Lehrers verfuttert haben, der verdient nämlich angeblich nur 25 US$ im Monat. Da hat man schon ein leicht schlechtes Gewissen, auch wenn man es mir auf dem Bild mit unserem Nachtisch nicht ansieht..

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Das Essen war jedenfalls gut (Conny hatte Pasta und ich Pizza) und wir fühlen uns gut gestärkt für den morgigen Tag, da fahren wir nämlich Zug.

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