Malaysia

Thailand – Zurück in Südostasien

Etwa 1,5 Jahre hat es uns in Deutschland gehalten, dann hat uns die Reisekrankheit wieder gepackt. Da wir dieses mal nur drei Wochen vom Jahresurlaub Zeit haben, um zu reisen, mussten wir zum einen ein Ziel wählen, welches sich nicht nach Massentourismus anfühlt, jedoch relativ schnell zu erreichen ist. Unsere Wahl fiel auf Thailand. Zudem mussten wir viel mehr vor Antritt der Reise buchen, denn Flexibilität erkauft man sich meistens mit mehr Zeitbedarf und Zeit haben wir dieses mal leider keine.

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Wir starten unsere Reise am 27.12. direkt nach Weihnachten und machen uns auf in Richtung Amsterdam. Denn Flüge aus Amsterdam sind oftmals deutlich günstiger als von Düsseldorf oder Frankfurt. Und von  Köln aus sind wir in nur 2:45h bereits in der niederländischen Hauptstadt. In Amsterdam gönnen wir uns eine Obelix-Portion Pommes und nächtigen im “Botel”. Dort waren wir vor 5 Jahren bereits einmal. Es ist relativ günstig und per Fähre von Amsterdam Centraal ganz gut erreichbar. Es hat sogar seit unserem letzten Aufenthalt angebaut. Die Buchstaben B-O-T-E-L sind nun überdimensional auf dem schwimmenden Hotel sichtbar, das sind übrigens auch bewohnbare Zimmer (Leider nur außerhalb unserer Preis-Range).

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Am nächsten Morgen geht es zum Schipol Airport. Traditionell sind wir viel zu früh dort, etwa 3,5 Stunden vor unserem Flug. Einchecken können wir dennoch bereits. Wie auch auf unseren Weltreise-Flüge haben wir auch dieses mal wieder Emirates als Fluggesellschaft gewählt. Die kosten zwar ein paar Euros mehr als z.B. AirChina, aber wir waren mit allen vergangenen Flügen sehr zufrieden und setzen auf das Gesetz der Serie.

Vor dem Abflug kaufen wir uns noch ein Portemonnaie, in welches wir die verbleibenden Euros füllen sowie einen McKroket und ab geht die Post. Etwa 6 Stunden nach Dubai, dann zwei Stunden Aufenthalt und nochmal etwa 6 Stunden nach Kuala Lumpur. Um es kurz zu machen: Beide Flüge waren sehr angenehm. Der Erste war im A380, der Zweite in einer Boeing 777. Der Vorteil an letzterer ist, dass es dort in der letzten Reihe 2er-Sitze gibt. Yeah! Zwinkerndes Smiley

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Conny kann auf dem Flug tatsächlich ein wenig schlafen, Marcus sieht sich insgesamt 4 Filme an (unter anderem San Andreas und der Marsianer). Und schwupps sind wir in Kuala Lumpur. Gerädert ist man nach so einem Flug jedes mal ein wenig, im Moment der Landung ist man aber stets so erwartungsfroh, dass die Müdigkeit plötzlich komplett weg ist. Wir fahren also per KLIA-Ekspres in die Stadt, denn unser Hostel für eine Nacht ist direkt am Bahnhof. Wir hätten auch am Flughafen bleiben können, denn unser Flug geht am nächsten morgen um 8:30 Uhr, wir hatten jedoch vor, abends noch einmal lecker malaysisch oder indisch essen zu gehen und das kann man natürlich besser in der City. Unser Hostel finden wir fix und checken kurz ein, bevor wir uns noch das erwähnte Abendessen suchen. Lecker lecker. Feels good to be back in Asia. Fast jedes Land hier in Asien hat ja seine eigene Küche und es gibt in jedem Land eine ganze Liste von sensationellen Gerichten. Liebe geht bei uns ja bekanntlich durch den Magen.

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Vor 19 Uhr waren wir wieder zurück in unserem Hostel und so langsam meldete sich die Müdigkeit zurück. Unser Zimmer war zwar sehr basic (Wände nicht bis zur Decke, keine AC, nur zwei Matratzen auf dem Boden, Licht nur für den gesamten Flur), für eine Nacht sollte es dann doch reichen. Wir schliefen schon zeitig ein, jedoch war ab ca. 22 Uhr im Hostel stets etwas los und an Schlaf war nicht mehr zu denken. Um halb vier hatten wir auch keinen Bock mehr zu versuchen einzuschlafen und sind stattdessen duschen gegangen und dann zum Bahnhof. Eine Zugfahrt später waren wir am Kurzstreckenterminal in Kuala Lumpur, KLIA2. Hier war die Hölle los. So früh am Morgen!

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Wir checken fix ein und freuen uns darauf, Abends auf Koh Lipe zu sein!

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Malaysia–Batu Caves und Petronas Towers

Der heutige Tag begann früh. Wir hatten in den Cameron Highlands von einer Reisebekanntschaft den Tipp bekommen, hier in Kuala Lumpur die Batu Caves zu besichtigen und das möglichst früh morgens zu tun. Die Batu Caves sind wohl der größte hinduistische Tempel außerhalb Indiens und zudem noch in einer Tropfsteinhöhle. Wir also morgens wie gesagt raus aus den Federn und direkt zum Bahnhof. Auf dem Weg noch das pittoreske Chinatown in unmittelbarer Umgebung unseres Hostels in Augenschein genommen und am Bahnhof die mit Abstand komischste Werbung für Hustenpillen gesehen. Ha ha. Ha ha.

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Im Lonely Planet steht, dass die Batu Caves am besten mit dem Bus zu erreichen sind, die Busse hier in KL sind aber nicht wirklich einfach zu durchschauen und halten an diversesten Straßenecken, so dass wir uns lieber mit dem Zug zu den Höhlen begeben haben. Das Return-Ticket für den Zug kostet 4 RMB, das ist etwa 1€ und doppelt so viel wie der Bus, das gibt die Reisekasse gerade noch her. Der Zug ist übrigens modern und pünktlich und drinnen ist Küssen verboten. Ich habe die halbe Fahrt nur “Die Prinzen” gesungen.

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An der Haltestelle “Batu Caves” steigen wir nach einer halben Stunde aus, angeblich ist es nicht weit von hier bis zu den Höhlen. Das erste was wir sehen ist allerdings viel Müll und noch viel mehr Müll und Affen. Der Müll lässt sich dadurch erklären, dass wir wohl ein großes Hindu-Fest verpasst haben, was bis zum vorherigen Tag hier stattgefunden hat. Es war von Drogen die Rede und von wilden Tänzen und von Piercings. Conny ist froh, dass wir es verpasst haben, ich nicht. Die Affen, die hier rumhüpfen gehören hier wohl dauerhaft hin und waren damit beschäftigt, die Abfälle des Vortages zu vertilgen. Na wenigstens einer räumt hier auf. So nah kommt man ja sonsts nicht an wild lebende Affen ran und so ist Conny erstmal völlig eskaliert und hat so einiges an Fotos erzeugt, die meisten mit einer Affenmutter und ihrem Baby.

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Einige Meter neben dem Müll ist sogar noch mehr Müll und dort befindet sich der Eingang zu den Höhlen, zu erkennen an einer langen Treppe und einer goldenen Statue daneben. Obwohl wir relativ früh hier sind, sind hier schon einige Touristen, ich möchte nicht wissen, wie voll das hier noch wird.

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Die Treppe ist steil, die Temperaturen sind heiß, die Luft ist feucht. Hilft alles nichts, wir müssen da jetzt hoch und schaffen das auch in Rekordzeit. Unterwegs saßen immer mal wieder Affen links und rechts der Strecke und waren natürlich die Attraktion.

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Am oberen Ende der Treppe kommt uns ein beißender Geruch entgegen. Bah. Was ist das?! Es stellt sich raus, dass hier oben auch massig Müll herumliegt und zudem neben den Affen in den Höhlen hier auch Hühner leben. Wir folgen dem beißenden Gestank und gelangen in die Haupthöhle, die ist schon beeindruckend und lässt ein bisschen den Gestank vergessen.

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Gleich hinter der Haupthöhle liegt eine Nebenhöhle mit einem Loch nach draußen, dort befindet sich wohl der eigentliche Tempel. In einer kleinen Hütte untergebracht, wurde dort ein kleiner Schrein angebetet. Wir als nicht-hinduisten haben mal ein bisschen Abstand gehalten und sind nicht reingewandert. Stattdessen haben wir ein paar Indern dabei geholfen, sich davor zu fotografieren. Das gibt bestimmt Karma-Punkte!

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Nach kurzem innehalten, Tempel- und Affen beobachten, machen wir uns wieder auf den Rückweg die Treppen runter. Den Gestank hinter uns lassend, ging der Abstieg auch deutlich schneller als der Aufstieg. Das kann aber auch an der schönen Aussicht gelegen haben.

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Unten angekommen, gibt es bei uns erstmal eine Kleinigkeit zu Trinken. Dabei beobachten wir ein wenig das Treiben vor der Treppe und versuchen den Geruch aus unserer Nase zu bekommen. Dann geht es auch schon wieder zurück nach Kuala Lumpur City. Dieses mal steigen wir aber nicht bei “Kuala Lumpur Sentral” (dem eigentlichen Hauptbahnhof) aus, sondern bei “Kuala Lumpur” (dem alten Hauptbahnhof). Dort ist die Architektur schon ein bisschen was besonderes, irgendwie eine Mischung aus arabisch und Kolonialstil würde ich sagen, ohne mich damit auszukennen.

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Nach kurzem Stopp im Hostel, machen wir uns auf zum zweiten Highlight auf unserer Liste, den Petronas Towers. Die sind nur wenige LRT-Stopps von unserem Hostel entfernt und sind das höchste Gebäude Kuala Lumpurs und von 1998 bis 2004 sogar der ganzen Welt. Wir steigen aus der LRT-Station und stehen quasi direkt vor den Towers. Wow.

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Architektonisch schon klasse. Alleine schon dass es zwei sind, aber auch die verarbeiteten Materialien, durch den vielen Stahl und das viele Glas wirken sie heller als beispielsweise der Burj Khalifa in Dubai. Zudem setzen sie sich heute sehr pittoresk vom dunklen Himmel ab. Wir hatten die ganze Zeit Angst, dass es anfängt zu regnen, hat es aber nicht.

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Wir haben natürlich auch ein paar Fotos gemacht… garnicht so einfach, wenn das eigentliche Bildmotiv so hoch ist. Aber man ist ja kreativ. Es gibt rund um die Türme 4 oder 5 “Fotospots”, von denen die Fotos wohl am besten sind, dies war der erste, wir haben aber auch nur drei davon gesehen.

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Man erkennt die Vorderseite an den beiden runden, kleineren Türmen die auf dieser Seite noch vor den eigentlichen Türmen zu sehen sind. Auf der Rückseite sind diese nicht. Conny auf dem linken Bild zu finden müsste recht einfach sein, aber wer entdeckt den kleinen Maulwurf auf dem rechten Foto?

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Wir sind dann einmal um die Türme rum und haben vom zweiten Fotospot auch nochmal Fotos gemacht, fanden diese dann aber langweilig und haben nochmal ein paar Grimassen gemacht, sehr zur Freude einiger Malaysier um uns herum.

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Nach kurzem Spaziergang durch den kleinen Park hinter den Türmen, haben wir uns in die zu den Türmen gehörige Mall vorgekämpft. Dort gab es ein paar Dinge, die es bei uns schon sehr lange nicht mehr gegeben hat, nämlich Baguette, Salat und Käse. Das haben wir uns dann erstmal als Snack gegönnt.

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Gesnackt haben wir auf einer Bank vor der Mall mit Sicht auf die Wasserspiele und den Park und die Petronas Towers im Rücken.

Frisch gesnackt haben wir uns dann auf gemacht in die “Sky Bar” des Traders Hotel. Warum ausgerechnet dahin? Naja, man kann ja auf die Petronas Towers drauf, für etwa 50 RMB, das sind etwas über 10€, aber wenn man von dort oben Fotos macht, fehlt ja das prägnanteste Stück der Skyline, da stehen wir ja dann drauf. Also sucht man sich am Besten einen Ort, an dem man die Towers am besten sehen kann und der ist angeblich in der Skybar. Dort gibt es wohl auch einen Dresscode und wir waren vorab nicht ganz sicher, ob wir mit unserer schmuddeligen Backpacker-Kleidung darein kommen, war aber letztendlich kein Problem. Sogar ein Tisch direkt am Fenster war noch frei, Glück muss man haben!

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So haben wir uns dort oben erstmal einen Cocktail für Conny und ein Bierchen für mich bestellt und die grandiose Aussicht genossen. Der DJ spielte dabei auch noch Hits aus unserer Jungend, also den 90ern, das war schon sehr relaxed.

Gekühlte Getränke genießend haben wir dann zuschauen können, wie es langsam dunkler wurde und die Petronas Towers ihre Beleuchtung eingeschaltet haben. Tagsüber sind sie ja schon beeindruckend, Nachts aber noch ein bisschen mehr.

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Da sie Nachts echt hell angestrahlt werden, setzen sie sich natürlich nicht nur vom schwarzen Himmel sondern auch von allen umliegenden Gebäuden ab und wirken sogar ein bisschen größer als sie sind. Das Gebäude links daneben wirkte im Hellen zum Beispiel auch recht groß, im Dunkeln fällt es neben den Türmen garnicht mehr aus. Ein grandioser Anblick auf jeden Fall.

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Quer passte auch leider nicht mehr alles aufs Foto und für Fotomontagen fehlt mir hier die passende Software, also nochmal zwei Hochkandbilder, die auch die Mall und die Wasserspiele vor den Türmen einfangen. Das linke ist normal und das rechte ist schwarz/weiß, das wirkt auch sehr cool, wie ich finde.

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Nach massenhaft Fotos und den beiden Getränken, haben wir brav bezahlt (etwa 64 RMB, das sind etwa 15€) und haben die Bar verlassen. So richtig voll war sie dann immernoch nicht, kann ich garnicht verstehen bei der Aussicht.

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Auf dem Weg zur Bahn, sind wir durch den Park unterhalb der Türme geschlendert und auch dort gab es nochmal ein paar schöne Fotomotive. Am heutigen Tag waren das übrigens mal wieder über 100 Fotos!

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Während wir so die letzten Blicke auf die Türme genießen, geht plötzlich beim linken Turm teilweise das Licht aus. Keine Ahnung was da los war. Vor dem Turm standen hinterher auch einige offiziell wirkende Fahrzeuge. Ging auch solange wir drauf geachtet haben nicht mehr an. Tja. Vielleicht haben wir ihn ja kaputt gemacht.

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Eine halbe Stunde später waren wir wieder in Chinatown wo unser Hostel ist. Von dort ist es nur einen Katzensprung nach Little India, wo wir noch ein letztes Mal indisch essen wollten, bevor wir morgen Malaysia verlassen. Dann wars das auch für heute, ein voller Tag. Puh.

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Malaysia–Kuala Lumpur: Der letzte Stopp in Asien

Und da ist er auch schon gekommen, der Tag der Abreise aus den Cameron Highlands. Es geht zu unserer letzten Station in Asien: Kuala Lumpur. Oder auch KL wie die Einheimischen sagen, das klingt schon fast so cool wie LA. Wir fahren mit einem VIP-Bus, die wurden uns auch schon in Kambodscha versprochen und entpuppten sich dann als stinknormale Busse. Aber nicht hier: Der Bus hatte jeweils nur drei Sitze in einer Reihe und daher für unsere Platzbedürfnisse perfekt. Auf der Suche nach den nicht vorhandenen Getränkehaltern fand Marcus dann auch ein völlig sinnloses Lehnenaccessoires.

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Noch ein Blick auf die Teeplantagen im Morgenlicht und vier Stunden später erreichten wir den Hauptbahnhof in KL pünktlich zur Mittagszeit. Ein richtiger großer Bahnhof mit allem drum und dran! Haben wir in Asien auch nicht so oft gesehen. Aber unser Eindruck ist ohnehin, dass Malaysia das modernste oder vielleicht auch nur das westlichste der Länder in Südostasien ist.

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Unser Hostel, das Reggae Guesthouse, liegt mitten in Chinatown und ist durch die hiesige Metro/Straßenbahn mit nur einer Station Fahrt super angebunden. Schnell eingecheckt und dann geht es erst mal Chinatown erkunden.

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Bei Conny meldet sich auch ein kleiner Hunger, der mit gerösteten Kastanien gestillt werden will. Marcus deckt seinen Textilhunger (letzte Chance auf günstige Klamotten) mit einem weiteren Polohemd für 8€ und dann lassen wir uns so durch die Straßen treiben. Die sind hier auch noch ein wenig durch Kolonialbauten geprägt, von denen einige wirklich arg verfallen aussehen, andere hingegen sehr schön hergerichtet sind. Dahinter erheben sich moderne Bankengebäude. Kuala Lumpur; Stadt der Gegensätze?

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Schließlich kommen wir zum Central Market, wo Conny einen weiteren Snack verzehrt: frittiertes Teigetwas mit Kartoffel und Chicken. Schmeckte hauptsächlich frittiert. In der Markthalle reihen sich Stände an Stände, sehr hübsch anzuschauen. Verkauft werden hauptsächlich Textilien und Conny will am liebsten einen Jahresvorrat an Schals für sich und sämtliche weibliche Familienmitglieder erwerben. Verdammter Rucksack.

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Wir entscheiden uns für eine kleine Pause in dem zugehörigen Foodcourt für einen frisch gepressten Saft um neue Kräfte zu sammeln. Dann geht es zum Merdeka Square, einem ehemaligen Kricketfeld mitten in der Stadt, was nun als Park genutzt wird. Und als Messefläche, im heutigen Fall für eine Fahrradmesse. Es war auch irgendein Fahrradrennen, aber das war schon vorbei. Schade eigentlich.

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Auch hier noch ein bisschen gechillt und Leute beobachtet und einmal ums Kricketfeld herumgelaufen, ging es weiter. Wir wollten noch nach Little India, denn das schien um die Ecke.

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War es auch. Und es war garnicht soweit von unserem Hostel. Es reihten sich indische Restaurants an indische Läden und daneben waren wieder Restaurants. Unterlegt war das ganze von indischer Bollywoodmusik und schlagartig waren die Straßen brechend voll mit Indern. Vielleicht wirklich typisch indisch, zumindest was die Menge an Menschen angeht.

Abends wollten wir dann auch in einem der indischen Restaurants essen gehen, aber weil grade ein hinduistisches Festival ist, war der Laden unserer Wahl leider geschlossen. Kurzentschlossen sind wir stattdessen in einen Burger King gegangen. Das letzte Fastfood war ja schon ein bisschen her und wifi gibts da gratis. War garnicht mal so gut Smiley.

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Anschließend ging es dann noch auf die Rooftopbar in dem Partnerhostel unseres Hostels, dem Reggaemansion. Dieses ist in einem schicken Kolonialbau untergebracht und ziemlich stylisch. Auch die Bar auf dem Dach enttäuschte nicht und bot einen netten Ausblick auf das nächtliche Kuala Lumpur.

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Wir haben uns erstmal Getränke besorgt und diese dann, die Aussicht genießend, genossen. Auf dem Bild seht ihr übrigens den Fernsehturm vorne und dahinter seitlich die Petronastowers, das Wahrzeichen Kuala Lumpurs. SIe sind nachts fast überall zu sehen, weil sie so schön angeleuchtet sind. Können wir diesen Anblick morgen noch toppen?

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Auf dem Weg zurück ins Hostel gibts noch ein Eis auf die Hand und dann heißt es ab ins Bett. Morgen wollen wir noch einiges sehen!

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Malaysia–Cameron Highlands

Etwas kalt ist es hier Nachts. Immernoch etwa 15 Grad, aber wenn man seit Monaten 30 Grad gewohnt ist, kommt einem das schonmal kalt vor. Heute ist also unser erster voller Tag hier und wir starten direkt um 8:45 Uhr, es geht zur größten Blume der Welt. Wir wussten nichtmal, dass die hier wächst, aber wo wir schonmal da sind, nehmen wir die auch noch mit! Der Fachausdruck ist übrigens Rafflesia Arnoldi.

Auf der knapp 45-Minütigen Fahrt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, haben wir Zeit unsere Mitstreiter im Jeep kennenzulernen: Zwei Amerikaner aus California, die 2 Jahre reisen und ein Ehepaar aus Estland, die nur 2,5 Wochen Urlaub in Malaysia machen. Unser Guide heißt Francis und stammt von den Ureinwohnern hier in den Bergen. Als wir da sind, wird noch einmal die Kleidung gerichtet, Wanderstöcke gegriffen und dann geht es los: 4km hin zur Blume und 4km wieder zurück. Das soll so 3 Stunden dauern.

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Der Weg ist relativ dschungelig und relativ Steil, außerdem vom Regen der vorherigen Nacht gut rutschig. Wir haben trotzdem Spaß, denn wir sind noch nie vorher durch einen tropischen Regenwald gewandert. Was es hier an Pflanzen gibt ist schon beeindruckend. Überall wo man hinguckt ist es grün und garnicht selten ist es mehr ein durch-den-Dschungel-kämpfen als ein Wandern.

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Es geht über Flüsse und über Stock und Stein. Puh. Ganz schön anstrengend. Auf einem einfacheren Stück habe ich mal versucht, ein Video für euch aufzunehmen, ich bin trotzdem etwas außer Atem. Das kommt aber auch daher, dass ich zwei Lagen Kleidung und eine Regenjacke anhabe, es an dem Tag aber eigentlich recht warm wurde. Verdammt.

Vielleicht war es das Wetter, vielleicht haben wir die Wanderung unterschätzt, aber das nächste Foto dokumentiert die letzten gewanderten Meter von Conny, bevor sie abbrechen musste und zurück gekrabbelt ist, bevor sie die Blume erreicht hat. Vermutlich ist sie von den letzten Tagen noch ein wenig schwächlich. Ein Glück hatten wir zwei Guides dabei, der zweite konnte Conny dann wieder zurück zum Auto bringen, während wir anderen weitergewandert sind.

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Etwa 15 Minuten nach Connys Abschied erreichen wir dann das Ziel unserer Wanderung: Rafflesia Arnodli, die größte Blume der Welt. Sie ist rot und sieht ledrig aus. Anfassen dürfen wir sie nicht, nicht weil sie giftig ist oder so, sondern weil unsere Touristen-Haut ggf. Keime, Bakterien oder Chemikalien an die Pflanze bringt. Francis sagt, sie fühlt sich ein bisschen an wie die Haut einer Wassermelone. Auf dem rechten Bild halte ich mal meinen Fuß neben die Pflanze, damit man sieht wie groß sie ist. Unser Guide meinte sie hat einen Durchmesser von etwa 70cm.

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Nur wenige Meter neben der ersten Rafflesia, gab es noch eine zweite. Die erste ist an ihrem fünften Tag der Blüte, die zweite an ihrem dritten. Hier in der Region gibt es etwa 50 davon, die blühen aber nicht immer alle gleichzeitig. Hier ist auch weltweit der einzige Ort, wo sie das ganzjährig tun. Es gibt wohl noch welche auf Sumatra und noch an ein oder zwei anderen Orten, dort sind sie aber saisonal.

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Unser Guide erzählt uns, dass die Pflanze ein Parasit ist, der an der Wurzel eines bestimmten Baumes wächst. Die Wurzeln kann man sogar sehen. Die Blume riecht auch nach nix, das Pärchen aus Estland hatte von irgendwem gehört, dass sie stinkt. Sie benötigt einige Monate, bis sie so groß wird (bis zu 11 kg) und die Blüte benötigt etwa 20 Stunden, bis sie komplett offen ist. Dann blüht sie für etwa 4-6 Tage.

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Kurz vor dem Rückweg haben wir noch eine Knospe der Rafflesia gesehen, die sieht klein und schwarz und unscheinbar aus. Und ich könnte wetten, dass einige Touristen diese auch schonmal kaputttreten. Touristen gab es etwa 20 auf dieser Wanderung, aufgeteilt auf etwa 4 oder 5 Wandergruppen. Ich weiß auch noch nicht so recht was ich davon halten soll, dass die Reiseveranstalter die Ureinwohner dafür bezahlen, diese Pflanzen ausfindig zu machen.

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Vorbei an tollen Aussichten auf die umliegenden Berge und wieder durch den tiefsten Dschungel geht es dann zurück den Berg hinab. Viel weniger anstrengend war das aber nicht, unser Guide hat ganz schön Tempo gemacht, weil Regen angesagt war.

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Nach den geplanten 3 Stunden sind wir pünktlich wieder unten angekommen. Um die Matschigkeit des Weges mal ein bisschen zu verdeutlichen, haben wir mal Vorher und Nachher Bilder von meinen Schuhen gemacht. (Die sind übrigens nach zwei mal abschrubbeln immernoch dreckig…)

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Auf dem Rückweg mit dem Jeep, gab es noch kurz einen Stopp bei einem indischen Restaurant, wo wir uns ein bisschen Nan-Brot zur Stärkung gegönnt haben. Bevor wir wieder zurück an unserem Hostel waren, hat unser Fahrer uns noch auf unseren Wunsch hin bei einer Erdbeerplantage abgesetzt. Wir haben zwar Erdbeeren zuhause in Deutschland, aber man muss ja auch die Erdbeeren hier mal testen. Haben wir getan. Sind lecker. Besonders mit Schokolade.

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Zurück im Hostel, brauchte Conny dann erstmal ein bisschen Ruhe, ich aber nicht. Irgendwie war das noch nicht genug Sport für mich und ich habe mich nochmal in die Laufschuhe geschmissen und bin eine kleine Runde durch den Ort gelaufen. Vorbei an schönen Brücken über kleine Flüsschen oder an unspektakulären Wasserfällen. Vorbei übrigens auch an einer Milliarde Erdbeer-Plantagen oder Tee-Shops oder Honig-Shops. Alles was so die Landwirtschaft hergibt, gibt es hier ein großer Masse.

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Abends gab es dann mal wieder Noodle-Cups bei uns. Wenn wir knapp in unserem Tagesbudget sind, greifen wir immer wieder gerne drauf zurück. In allen Hostels gibt es in der Regel heißes Wasser und so ein Noodle-Cup kostet irgendwie einen Euro oder so. Guten Appetit!

Auf die “Morning Madness”-Tour um 6:45 haben wir am zweiten Morgen mal verzichtet. Unsere Hostel-Chefin Valérie meinte, der Sonnenaufgang wäre nicht so toll momentan. Gut für uns, schlafen wir halt etwas länger. Wir wollten auch erstmal schauen, ob Conny die Tour von gestern zugesetzt hat, oder ob sie heute wandern gehen kann. Kann sie nicht. Tja. Dann muss ich wohl alleine was machen. Valérie empfiehlt mir, keine fette Tour zu machen, sondern auf eigene Faust zur nächsten Tea-Plantation zu hiken. Das sind etwa 4-5km bis dahin, leider nur an der Hauptstraße entlang. Macht nix, auf gehts!

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Ich war dann nach einer knappen Stunde auch tatsächlich vor Ort an der ersten Teestube und habe mir erstmal ein Croissant und einen Cameron Highlands Tea gegönnt. Jetzt werdet ihr sicher sagen: Was bloggt der denn hier über Tee und Croissant, das ist doch garnichts besonderes! Ist es auch nicht wirklich. Tee trinke ich eh nicht so richtig gerne und das Croissant war solide, aber nicht überragend. Warum also drüber bloggen?

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Ganz einfach. Wenn ich vom Teller hoch geschaut habe, hatte ich diesen Ausblick:

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Die Teeplantage war quasi direkt unterhalb des Tee-Ladens in dem ich mich niedergelassen habe. Grandios! Hier habe ich also erstmal die Aussicht genossen und dabei festgestellt, dass ich der einzige westliche Mensch hier bin. Alle um mich rum sind nur asiatische Familien. Die meisten waren vermutlich Malaysier. Ich habe mit ein paar von denen gesprochen und die waren zumindest aus Malaysia und hatten alle Urlaub, es scheinen also gerade Ferien in Malaysia zu sein.

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Vom Tee-Laden aus konnte man auch direkt runter ins “Cameron Valley”, also mitten in die Teeplantage wandern. Auch das habe ich natürlich direkt mal gemacht. Auch ohne Sonne, die sich leider nicht überreden ließ herauszukommen, sah man hier in alle Himmelsrichtungen nur saftig grüne Teepflanzen.

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Und von dort unten hatte man auch eine Grandiose Sicht auf den Tee-Laden, in dem ich kurz zuvor noch zahlreiche Kalorien in Form eines Croissants zu mir genommen habe. Es liegt wie gesagt direkt oberhalb der Teeplantage.

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Auf der Plantage habe ich wie erwähnt mit dem ein oder anderen Malaysier gesprochen, was anscheinend dermaßen Eindruck hinterlassen hat, dass ich auf meinem Rückweg an der Straße entlang freundlich hupend aus dem Auto gegrüßt wurde. Super nett! Smiley Lang war der Weg trotzdem und warm und ein bisschen gefährlich.

Das Erlebte habe ich im Hostel dann Conny erzählt und sie anscheinend so sehr davon beeindruckt, dass sie die Cameron Highlands nicht verlassen wollte, ohne eine Teeplantage gesehen zu haben. Nur wandern wollte sie heute nicht… kein Problem, ein netter Taxifahrer bringt uns für etwa 10€ hin, wartet dort auf uns und fährt uns dann wieder zurück, so dass auch Conny einen Tee genießen kann mit Blick auf die Plantage. Unique Selling Point sagt man in der Wirtschaft Zwinkerndes Smiley

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Wieder will die Sonne zwar nicht so richtig rauskommen, aber was will man machen. Wir haben dann noch im hiesigen Shop ein bisschen Tee gekauft. In den Hostels hat man zwar meistens leider keine vollausgestattete Küche, für einen Wasserkocher reicht es aber meistens, da kann man ein bisschen Tee ja immer mal gebrauchen.

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Zurück im Hostel hieß es dann noch fix einen Nudelcup futtern und dann packen, denn morgen geht es schon wieder weiter und zwar nach Kuala Lumpur, unserem letzten Stopp in Asien.

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Malaysia–Georgetown mit halber Kraft

Nach der heiteren Reise am gestrigen Tag, gönnen wir Conny in Georgetown einmal ein paar Tage etwas weniger Programm. Und am ersten vollen Tag hier sogar eine komplette Pause. Ich hingegen habe Hummeln im Allerwertesten und begebe mich gen Mittag mit ordentlich Enthusiasmus und Laufschuhen ins 30 Grad warme Georgetown,

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Sightseeing beim Laufen ist in riesigen Städten immer so eine Sache, in Georgetown aber sehr cool, denn die Stadt ist nicht übermäßig groß. Die Komplette Insel drumherum, Penang, ist hingegen zu groß fürs läuferische Erkunden, Mein Weg führt entlang der Hauptstraßen, was nicht unbedingt schön ist, aber selbst die Hauptstraßen hier sind überdurchschnittlich schön, denn Georgetown hat sich viel von seiner Kolonialarchitektur erhalten und durch viele moderne Gebäude angereichert. Fiese Bunker aus den 70er oder 80er Jahren sind eher selten.

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Theoretisch hat Georgetown auch direkten Zugang zum Meer, die Promenade ist aber häufig zugebaut mit riesig hohen Appartmenthäusern. Strände habe ich auch nicht wirklich viele gesehen, die soll es auf Penang aber irgendwo geben. Nach etwa 10 Kilometern Laufen, verspürte ich einen leichten Hunger und der letzte McDonald’s Besuch ist ja auch schon länger her (Bangkok nämlich), also rein in den nächsten McDonalds auf einen Cheeseburger… oder sollte ich lieber den DOUBLE PROSPERITY BURGER nehmen?!

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Habe ich dann lieber mal nicht gemacht. Der Name ist aber schon geil. Wohlstandsburger… Nach kurzer Pause ging es dann noch ein bisschen weiter, waren aber nur noch zwei Kilometer zurück zum Hostel, die ich dann eher spaziert bin. Hier waren dann die angesprochenen Appartmenthäuser und auch viele Hotels zu finden. Alles sehr futuristisch, alles sehr teuer vermutlich.

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Mitten zwischen den rundlich geschwungenen Monster-Hochhäusern fand man aber auch immer noch massig Kolonialarchitektur. So viel wie hier haben wir weder in Kambodscha noch in Myanmar noch in Thailand gesehen. Selbst neuere Gebäude werden hier teilweise noch in dem Baustil gebaut. Viele stehen auch leer, zum Beispiel ein kleines Schlösschen direkt am Meer.

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In der Straße unseres Hostels gibt es überdurchschnittlich viel schöne Architektur, nicht weit von hier beginnt auch die UNESCO World Heritage Site. Die Innenstadt von Georgetown ist nämlich Weltkulturerbe.

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Wenn es nach mir ginge, müsste unser Hostel, die Hutton Lodge, auch Weltkulturerbe sein, es ist nämlich in einem schönen Kolonialgebäude untergebracht mit vielen Säulen und hohen Decken und allem. Es ist auch tatsächlich eins der besten Hostels in denen wir auf unserer Reise geblieben sind. Uneingeschränkte Empfehlung!

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Im Hintergrund sieht man übrigens den Komtar Tower. Seinerzeit war er mal das höchste Gebäude in Asien, jetzt bei Weitem nicht mehr. Eigentlich gibt es von dort Oben auch eine grandiose Aussicht, wird aber bis 2015 renoviert. Verdammt. Daneben gibt es übrigens auch ein Einkaufszentrum, das schauen wir uns mal morgen oder übermorgen an. Heute gab es für die arme, bettgebundene Conny nochmal ein Sandwich von Subways von mir direkt ins Zimmer geliefert und dann war es das auch schon für heute.

Am zweiten Tag, ist auch Conny wieder halbwegs einsatzbereit und wir starten die Erkundung der Innenstadt von Georgetown. Hier gibt es einen Free Bus Shuttle, den man nehmen kann. Dieser fährt immer im Kreis und an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Da hier alles nicht so richtig weit ist und es nicht so richtig viele Sehenswürdigkeiten gibt, hätten wir auf den verzichten können, aber wo er schonmal da ist, nutzen wir ihn auch.

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Den Bus nutzen übrigens auch viele Locals. Wer zahlt schon gerne,wenn er umsonst fahren kann. Also los gehts durch den dichten Verkehr von Georgetown.

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Nach gefühlten fünf Minuten hält der Bus dann auch schon am Busterminal. Alle aussteigen! Na toll, wir wollten eigentlich weiter fahren, aber die Busfahrer machen erstmal gemeinschaftlich Pause.Also zu Fuß weiter, kann ja nicht soweit sein.

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Bald laufen wir durch schöne kleine Straßen mit dem unvermeidlichen Kolonialgebäuden und entdecken neben zahlreichen Garküchen auch jede Menge Streetart. Für die ist Georgetown mittlerweile berühmt. Besonders angetan haben uns die Minions, die sind ja generell in Asien total gehypt und für uns als große Fans der Desplicable Me Filme immer willkommen.

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Plötzlich stehen wir in sehr indisch anmutenden Straßen, das muss dann wohl Little India sein. Ein Chinatown gibt es auch, Malaysia ist ja bekannt für seine kulturelle Vielfalt. Und bei den ganzen Gerüchen in Little India meldet sich doch auch ein kleines Hüngerchen. Garküche? Lieber nicht mit den Antibiotikageschichten muss Conny immernoch aufpassen. Also rein in so ein Ökocafe und erstmal was zu essen bestellen. Marcus bekommt neben einem frischen Eistee asiatisches Hühnchen mit Pommes und Gemüse und Conny eine Kürbis-Süßkartoffelsuppe. Beides superfrisch zubereitet und auch sehr lecker.

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Dann muss Conny auch schon wieder ins Bettchen, wir wollten es ja langsam angehen lassen und haben der Familie versprochen, noch ganz viele Ruhepausen einzulegen. Marcus ist aber nicht ausgelastet und macht sich nochmal auf den Weg. Unterwegs kommt er an einer muslimischen Demonstration vorbei und erkundet schonmal die Mall ein wenig.

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Am dritten Tag geht es dann wieder zu zweit los; erstmal über einen lokalen Markt um die Ecke, auf dem es wieder mal alles zu kaufen gibt. Unterwäsche, Kinderspielzeug oder Tintenfisch; alles kein Problem.

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Von dem kleinen Markt aus geht es zu Fuß zu der Mall, denn dort soll es Cranberrieprodukte geben, die Conny zur Stärkung des angeschlagenen Nieren-Blasen-Traktes nehmen soll. Auf dem Weg durch die Straßen fällt uns auf, dass jedes zweite Auto den VIP-McDonalds-Drive-Through-Aufkleber hat. Ob es bei Mäcces wohl eine Überholspur für diese Autos gibt? Marcus will auch einen.

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Angekommen in der Mall bummeln wir ein bisschen durch die Gegend; Marcus gönnt sich ein neues Laufshirt und Conny sich ein neues Tshirt. Außerdem gibt es einen Cranberriesaft. Was wir noch entdecken ist eine coole Waage, die den kompletten Gesundheitszustand überprüft. Gnihihi. Für etwa 25 Cent haben wir das natürlich erstmal gemacht. Ihr könnt ja mal raten, wessen Ergebnis hier zu sehen ist.

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Nochmal kurz den großen Supermarkt auschecken, wo mehr Cranberrriesaft und Zahncreme erworben wird. Die eigentliche Frage ist: Welche Zahncrememarke sollen wir nur nehmen`? Auf dem Weg zum Hostel haben wir dann den Schatten der Arkadengänge genutzt, die typisch für die Häuschen hier sind. Es ist in der Sonne dann doch recht heiß, und Bürgersteige gibt es hier nur vereinzelt.

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Und wieder heißt es für Conny Bett und für Marcus rein in die Laufschuhe. Erstmal das neu erworbene Laufshirt testen. Auf dem Weg gibt es romantische Straßennamen und schöne Straßenzüge.

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Und mehr Minionstraßenkunst. Conny wünscht sich einen lebendigen echten für Zuhause.

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Abendessen gibt es übrigens wieder bei dem kleinen Nightmarket. Wir haben uns dieses mal auch an Nasi Birmani rangetraut. Reis mit Gemüse, recht scharf und lecker. Das ist hier typisch für die Region. Dazu gabs auch wieder indisch. Sehr lecker!

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Und am nächsten Morgen heißt es auch schon tschüss, Penang. Eigentlich hatten wir einen großen Bus gebucht und sollte um 7:30 abgeholt werden. Letztendlich wurden wir um 8:30 abgeholt und sind mit einem Minivan gefahren. Okay, Hauptsache wir kommen an. Malaysia wirkt unheimlich modern rechts und links der Straße und unser Fahrer fährt zwar wie eine gesenkte Sau die kurvenreiche, bis auf 1100m hoch steigenden Straße in die Cameron Highlands hoch,bringt uns aber dafür überpünktlich ans Ziel.

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Dort checken wír nach einigem Suchen in unserem Hostel Father’s Guesthouse ein, wo wir sehr freundlich begrüßt werden und direkt mal für morgen eine Tour zur größten Blume der Welt buchen. Die blüht nämlich gerade. Danach geht es fix was Essen (indisch) und danach noch ein wenig den Ort erkunden. Und dann Kräfte für morgen sammeln.

Kategorien: Malaysia | Hinterlasse einen Kommentar

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