China

China–Ankunft in Beijing und Sonnenuntergang an der chinesischen Mauer

Um 6:30 Uhr morgens kam unser Nachtzug in Beijing an. Wir hatten alle nicht so richtig gut geschlafen. Der Zug war deutlich lauter als der letzte. Das Abteil in dem Conny und ich geschlafen haben lag zudem in unmittelbarer Nähe der Toiletten und es roch ab dem späten Abend doch schon sehr stark danach als hätte jemand im Zug eine exzellente Verdauung. NIcht so richtig lecker.

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Angekommen in Beijing, wartete direkt der Bus auf uns, der uns zum Hostel bringen sollte. Das ist nur 15 Minuten vom Bahnhof entfernt am weltberühmten Platz des himmlischen Friedens. Bereits auf dem Weg zum Hostel fiel uns auf, dass vieles hier in Peking erstaunlich neu ist. Ich vermute mal, dass viel für die olympischen Spiele neu gebaut oder renoviert wurde.

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Nach kurzem Aufenthalt im Hostel und Abladen unseres Gepäcks ging es dann ein wenig auf Erkundungstour. Einchecken und in unsere Zimmer dürfen wir erst morgen, denn die erste Nacht verbringen wir an der chinesischen Mauer und nicht im Stadtzentrum. Auch hier in Peking gibt es einen Bell-Tower, wie wir ihn in Xi’an schon gesehen haben, der liegt direkt an der Fußgängerzone, nicht weit vom Tianamen Square (Platz des himmlischen Friedens) und von der verbotenen Stadt.

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Weiter gings entlang der Fußgängerzone. Auch diese ist anscheinend nicht besonders alt. Insgesamt ist dieser touristische Teil auch sehr gepflegt und sehr westlich. Hier gibt es sogar einen Starbucks, die sieht man hier echt nicht oft. Auf dem linken Bild sieht man übrigens Conny und Ben aus Tasmanien durch die durchlöcherte Hecke.

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Mittels eines kleinen Stadtplans, den wir aus unserem Hostel mitgenommen haben, wanderten wir ein wenig umher. Ben suchte noch ein paar Briefmarken und Conny und ich wollten nur ein bisschen rumgucken. Der Maulwurf natürlich auch.

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Als uns der touristische Teil ein wenig zu langweilig wurde, sind wir einfach mal in eine kleine Gasse abgebogen und waren plötzlich im tiefsten Peking. Die Gassen waren relativ eng, die Verkabelung der dortigen Hütten eher abenteuerlich und es gab an jeder Ecke öffentliche Toiletten. Wir gehen mal davon aus, dass es in den Unterkünften dort keine Toiletten gibt. Insgesamt war es dort aber erstaunlich sauber, die Slums sind das also noch nicht.

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Danach sind wir zurück ins Hostel, haben schnell noch ein paar Dumplings gegessen und sind dann in den Bus zur chinesischen Mauer gesprungen. Heute werden wir dort den Sonnenuntergang sehen, morgen dann den Sonnenaufgang. Bislang spielt auch das Wetter mit, wir haben Sonnenschein und fast keinen Smog hier. Nur kalt wird es wohl, Nachts tatsächlich bis zu 0 Grad. Brrrrrr.

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Die Mauer an sich ist absolut atemberaubend. Für mich persönlich eines der Reisehighlights meines Lebens. Wenn man diese Weiten und diese Aussichten auf der Mauer sieht, bleibt einem schlichtweg die Spucke weg. Auch war ich total perplex von der Steigung auf der Mauer. An einigen Stellen ist es wirklich mehr Klettern als gehen.

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Wir waren auf einem alten Teil der chinesischen Mauer unterwegs – “ancient great wall” – und hatten somit das Glück, dass wir relativ alleine auf diesem krassen Stück Geschichte wandeln konnten. Die Kletterpartien hat es allerdings nicht erleichtert, dass die Mauer hier noch unberührt ist, an manchen Stellen ist es wirklich mehr Schutt als eine echte Mauer.

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Insgesamt bin ich etwa 5 Kilometer auf der Mauer herumgekraxelt, das sind in etwa 4 Wachtürme, die man dann passiert. Pünktlich zum Sonnenuntergang war ich ganz oben. Conny hat es etwas ruhiger angehen lassen, sie hat etwa 2/3 der Strecke gemacht, sie ist immernoch ein wenig erkältet, aber auf dem Wege der Besserung. Der Tag Pause in Shaolin hat ihr denke ich sehr gut getan.

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Tolle Fotos sind natürlich auch en Masse entstanden. Ich habe zwar sehr viele gemacht, auf den meisten sind Conny und ich allerdings nicht drauf. Alle anderen haben auf Fotos gehüpft, oder sich flach auf den Bauch gelegt oder Kung Fu auf der Mauer nachgestellt, ein paar Fotos davon gibt es dann morgen. Wir haben schon fest eingeplant, ein Foto mit uns auf der chinesischen Mauer später mal bei uns in die Wohnung zu hängen. Das gehörte nämlich definitiv zu den Momenten, wo ich mich kneifen musste, um sicherzugehen, dass ich nicht träume.

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Ich schätze mal, dass man die 1000 Meter Höhe schon locker hat, an der Stelle wo wir unterwegs waren. Alleine die Aussicht von den Wachtürmen ist gigantisch, ich hoffe das kommt auf dem Panoramafoto halbwegs rüber. Wenn man da oben steht, ist es unglaublich schwer bzw. vielleicht sogar unmöglich das alles in Fotos zu pressen, was sich um einen herum erstreckt. Ich war jedenfalls baff.

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Die Mauer war übrigens mal der Schutzwall zwischen China und der Mongolei und ist etwa 12.000 km lang. Conny hat extra nachgeschaut. Vom höchsten Punkt auf dem wir waren konnte man auch ein ganzes Stück Mauer sehen, aber egal wie hoch man kommt, das Ende ist natürlich nicht in Sicht. Sie schlängelt sich mit ihren charakteristischen Windungen einfach in Richtung Horizont.

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Auf der Spitze angekommen gab es dann erstmal eine Verschnaufpause. Wir sind ja erst am Vortag den Shaolin-Berg hochgelaufen und nun schon wieder so viele Höhenmeter, das schlaucht natürlich. Morgen geht es ja direkt nochmal hier hoch. Puh. Vom höchsten Punkt aus, hatte man eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Berge. Prinzipiell waren übrigens fast alle Städte in China in denen wir bislang waren recht bergig.

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Nachdem die Sonne dann weg war, ging es wieder bergab, wo ich Conny dann wiederaufgesammelt habe. Gott sei Dank hatten wir beide eine Kamera, so dass auch Conny ein paar coole Fotos geschossen hat. So zum Beispiel vom Maulwurf und von mir. Smiley Insgesamt sind es jetzt übrigens *räusper* etwa 240 Fotos in zwei Tagen an der chinesischen Mauer gewesen. Die vom Sonnenaufgang kommen im nächsten Blogpost.

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Anschließend ging es dann fix in ein nahegelegenes Hotel. Uns war inzwischen auch ganz schön Kalt. Mit so einer Kälte haben wir ehrlichgesagt auch nicht so richtig gerechnet. Ich habe zum Beispiel ein Longsleeve, ein T-Shirt, ein Fleece und ein Hoodie getragen und mir war trotzdem kalt. Im Hotel gab es dann nochmal ein leckeres Abendessen, bevor wir dann vor 21 Uhr ins Bett gefallen sind, am nächsten Morgen gehts um 5:30 los. Puh.

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China–Shaolin Tempel und weiter nach Beijing

Oh nein oh nein. Heute Morgen ging es Conny garnicht gut. Sie hat ja seit 3 Tagen eine fiese Erkältung. Nach einigem Hin und her hat sie dann heute morgen beschlossen, den heutigen Trip zum Shaolin Tempel mit langer Wanderung nicht mitzumachen. Weise Entscheidung. Und während ich diese Zeilen tippe, geht es ihr auch schon deutlich besser, ich denke sie ist dann morgen wieder einsatzfähig. Also Marcus ganz alleine heute. Werde ich schon überleben. Es geht also wie gesagt zum Shaolin Tempel. Der Trip startet um 8 Uhr Morgens mit einer 15 Minütigen Busfahrt, also nicht ganz so weit weg.

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Auf dem weitläufigen Gelände muss man für alles was man machen möchte relativ weit laufen, auch die Straßen und Wege sind recht breit angelegt. Auf dem Weg zur eigentlichen Tempelanlage sahen wir als erstes erst mal diverse Kung-Fu-Schüler. Es gibt auf dem Gelände wohl relativ viele Schulen, an denen Shaolin Kung Fu gelehrt wird. Auch sind diese recht Prestigeträchtig, so dass viele reiche Chinesen ihren Nachwuchs hierhin schicken. Grundsätzlich lernt man auch an diesen Schulen ausschließlich Kung Fu. Kein Mathe, kein Physik oder sonstwas. Meistens sind die Schüler dann nur 1-2 Jahre hier und gehen davor und danach auf richtige Schulen.

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Auf dem Schulhof wurde auch relativ viel gesprungen und gekämpft, das war schon eine coole Show an sich, wir haben allerdings auch die Chance eine richtige Kung Fu Show zu sehen. Also weiter gehts zum Besucherzentrum und dort in eine Art kleines Theater.

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Die Show war ähnlich dem was wir in dem Waisenhaus gestern bereits gesehen hatten, jedoch etwas professioneller und etwas ausgereifter. Highlight für mich war der Teil, wo Leute aus dem Publikum live auf der Bühne Übungen von Mönchen nachturnen mussten. Zwei aus unserer Gruppe waren auch dabei und haben sich vor dem Publikum zum Affen gemacht. Sehr cool.

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Danach ging es dann in Richtung Dharma Cave. Das ist eine Höhle in den Bergen, wo dieser Mönch, Dharma, vor einigen Hundert Jahren für 9 Jahre meditiert hat. Danach haben dort noch weitere meditiert und zur Zeit meditiert dort seit 4 Jahren eine Frau. Der Weg führt steil bergan, also nichts wie los. Auf dem linken Bild sieht man das Ziel übrigens sogar ein bisschen. Links neben dem rechten Berg ist eine kleine Statue zu erkennen, diese war unser Ziel.

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Ein wenig verschwitzt konnten wir oben dann eine grandiose Aussicht genießen. Leider immer getrübt vom Smog, der sogar hier anzutreffen ist, obwohl alle größeren Städte 1-2 Stunden entfernt sind. Schade, alleine für die Aussicht hatte sich der Aufstieg aber gelohnt.

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Die Cave haben wir dann auch gefunden und auch die Frau die dort meditiert haben wir angetroffen und konnten kurz mit ihr sprechen. Einige von uns haben auch Räucherstäbchen für sie entzündet, ich aber nicht. Ich kenne mich mit dem Buddhismus nicht so richtig aus und wollte nichts falsch machen.

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An dieser Stelle erzählte uns unser Guide, Monika, dann auch die Story von dem Dharma-Typen. Und zwar gab es ursprünglich wohl nur eine Richtung im Buddhismus und zwar eine sehr egozentrische Sicht. Jeder versuchte halt für sich selbst ins Nirvana zu gelangen. Dieser Dharma Typ war aber der Begründer einer neuen Richtung, nämlich eine, die das eigene Streben nach Nirvana zugunsten von anderen Menschen aufgibt. Dieser Typ kam mit dieser Idee auf jeden Fall aus Indien nach China. Und dort hat ihn so ein zweiter Typ verspottet und dann ist er irgendwie weitergezogen. Der Typ, der Dharma verspottet hatte, hat dann aber gemerkt, dass der ein wichtiger Mönch ist und diese neue Glaubensrichtung mit sich bringt, also tat ihm das ziemlich leid und er ist angefangen ihm hinterherzureisen, um sich zu entschuldigen.

Da gibt es auch die Legende, dass Dharma an einen Fluss kam. Er fragte dann eine Frau die dort saß höflich nach einem Schilfblatt und überquerte damit den Fluss. Sein Verfolger hingegen nahm der Frau all ihr Schilf und ging damit unter. Der Unterschied in den Glaubensrichtungen wird hier wohl deutlich, da der Dharma Typ höflich gefragt hat und der Verfolger-Typ nur sein eigenes Interesse im Blick hatte.

Dharma ist dann irgendwann am Shaolin Tempel angekommen und wollte dort seine Glaubensrichtung lehren, durfte aber nicht, weil der Tempel damals Thaoistisch? oder so? war und die Leute dort das für unvereinbar hielten. Was macht er also? Geht in die angesprochene Höhle und meditiert 9 Jahre darüber, wie sich das alles vereinbaren lässt. So Nebenbei erfindet er dabei übrigens KungFu, indem er Affen, Schlagen und Tiger beobachtet und ihre Bewegungen nachahmt. Sein Verfolger ist dann irgendwann auch an der Höhle angekommen und um seine Zugehörigkeit zu der neuen Glaubensrichtung zu beweisen, stand er die kompletten 9 Jahre hinter Dharma während dieser meditierte.

Nach 9 Jahren dann ging Dharma erneut zum Tempel und erläuterte den Mönchen dort, dass die beiden Glaubensrichtungen überhaupt nicht unvereinbar sind und bot ihnen an, ihnen sein Kung Fu zu lehren, da die Mönche dort alle dick und fett geworden waren. Man akzeptierte das Angebot und somit war der Shaolin Tempel dann die Basis für Kung Fu und für den neuen Buddhismus.

Dharma hat seinem Verfolger bis zu diesem Zeitpunkt übrigens immernoch nicht vergeben und weigerte sich beharrlich ihn Kung Fu oder seine neue Glaubensrichtung zu lehren. Er meinte wohl “Erst wenn der Schnee rot ist, werde ich dich lehren”. Da eh gerade Schnee lag, schnitt sich sein Verfolger also einfach mal den Arm ab. Das hat dann ordentlich geblutet, der Schnee wurde rot und Dharma meinte das genüge als Beweis für seine Ehrlichkeit und er lehrte ihn das alles. Der Verfolge wurde dann der erste Nachfolger Dharmas.

Puh.

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Nach der Höhle ging es dann noch ein wenig weiter nach oben. Dort hatte man eine Statue errichtet. Die gleiche, die man auch auf dem ersten Foto vom Boden aus erahnen konnte. Das ist zwar kein Buddha, aber er wacht dennoch über die Ländereien dort. Perfekter Ort für eine kleine Rast und ein paar Fotos.

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Auf dem Weg zurück haben wir eine leicht andere Route gewählt. Zunächst einmal kamen wir zu ein paar Chinesen, die dort gepicknickt haben und für die wir das absolute Highlight des Tages waren. Viele Chinesen hier haben wohl bislang wenige westliche Menschen gesehen und rasten förmlich aus wenn sie welche sehen. Da werden dann Fotos gemacht, da wird gewunken, da wird Essen geteilt oder es wird sich einfach nur gefreut. So auch hier. Diesmal hatte es Dennis erwischt. Er sitzt auf dem linken Foto zwischen den Chinesen beim Picknick und musste Reiswein trinken und Dumplings mit ihnen essen. Smiley

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Auch eine alte Tempelanlage fanden wir auf dem Rückweg, diese schien aber nicht mehr so recht in Gebrauch zu sein. Weiter ging es dann zum Pagodenwald. Jeder Mönch, der wichtig für den Kung Fu war, bekam eine solche Pagode als Grabstein und sie werden dann alle relativ nah zueinander aufgestellt und bilden so einen Wald. Die neuesten waren erst wenige Jahre alt, es gibt also durchaus noch Mönche, die wichtig für den Kung Fu sind.

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Dann ging es zum eigentlichen Highlight, nämlich dem Shaolin Tempel selbst. Leider entpuppte sich das Highlight als relativ enttäuschend. Der Tempel wurde nämlich so oft niedergebrannt, dass der aktuelle gerade mal etwas über 60 Jahre alt ist. Schade.

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Es gibt nur noch sehr wenige originale Artefakte aus der ursprünglichen Shaolin Zeit. Eins davon findet man in den Bäumen auf dem Tempelgelände. Diese haben nämlich diverse Löcher, die daher kommen, dass die Mönche die Kraft ihrer Finger dort trainiert haben. Wir haben ja gestern einen im Waisenhaus gesehen, der einen Handstand auf 4 Fingern machen konnte. Die Finger werden wohl mit gezielten Schlägen auf den Baum trainiert.

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Das zweite original erhaltene Artefakt sind Löcher im Boden des obersten Tempels. Und zwar ist es so, dass KungFu Schüler beim Trainieren relativ häufig stampfen. Und irgendwann gibt der Boden halt nach, nachdem hier Generationen von Mönchen trainiert haben. Ich hoffe, man kann die auf dem Foto halbwegs erkennen.

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Ansonsten ähnelte die Tempelanlage schon stark der aus Chengdu, über die wir ja glaube ich auch ein bisschen gebloggt haben. Die Anlagen sind in der Regel riesig groß und vereinen oftmals auch unterschiedliche Glaubensrichtungen. Diese war z.B. 36.000 m² groß. Einige aus unserer Reisegruppe sind auch buddhistisch unterwegs und haben dort auch ein wenig gebetet. Auch Ellis Maulwurf hat es im Tempel wohl relativ gut gefallen Zwinkerndes Smiley

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Nach dem Shaolin Tempel hatten wir noch ein kleines Mittagessen und ein wenig Pause in unserem Hotel. Oder besser “Hotel”. Hatte Conny gestern schon über das Hotel geschrieben? Ich glaube nicht. Unser Bad stinkt auf jeden Fall bestialisch, das Klo läuft untenrum aus, unser Bett ist steinhart und überall in den Vorhängen hängen dicke Käfer. Nom nom nom. Hoffentlich wird das in Beijing besser.

Dann ging es ab zum Nighttrain, der fährt um 22 Uhr aus der nächstgrößeren Stadt ab. Zwei Stunden Fahrt hatten wir dorthin und am Bahnhof endlich mal wieder Zeit für ein westliches Mahl, nämlich Mc Donald’s. Yeah, das war mal wieder nötig.

Im Zug dann haben wir die bislang krasseste Form von Interesse an westlichen Menschen erlebt. Dort kam nämlich eine Frau auf uns zu die Conny und Amy (Reisegefährtin aus UK) prompt ihr Baby übergab und anfing Fotos zu machen. Fotos habe ich dann natürlich mal auch gemacht. Das Baby war übrigens angeblich 15 Monate alt und dafür erstaunlich groß und dick und fett. Und der Kopf ist fast so groß wie Connys Kopf. Ach ja. Es hatte auch einen blanken Arsch, da die Kinderhosen hier alle hinten einen Schlitz haben, damit die Darm- oder Blasenentleerung auch mal eben schnell am Wegesrand erfolgen kann. Haben wir schon mehrfach gesehen.

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Jetzt sind es einige Stunden im Zug. Morgen früh um 6:30 sind wir dann in Beijing. Ich freu mich schon.

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China–Qin Ling Mountains und Shaolin

Xi’an hat uns beiden echt super gefallen und wir hätten hier gerne noch einen weiteren Tag verbracht. Unser Reiseplan ist allerdings unerbittlich und sieht für heute die Abreise vor. Es geht für eine Nacht in die Qin Ling Mountains und dort zu einer einfachen Farm, wo wir noch das China erleben konnten,welches vor den Jahren des großen Booms fast überall existierte.

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Da die Karaokenacht am Vortag etwas ausgeartet war, herrschte im Bus zunächst einmal die schlimmste Katerstimmung, und die kurvenreiche Strecke in das Gebirge tat das seiniges zum Befinden der Gruppe bei. Der Weg wurde immer schmaler, sodass unser Bus schließlich nicht weiter fahren konnte und wir den Rest (etwa 1,5km) dann zu Fuss bewältigen mussten. Angekommen an dem kleinen Hof wurde wir von einem sehr knuddelbedürftigen, flauschigen Wachhund begrüßt, dessen Lieblingsbeschäftigung offenbar Sonnenbaden war. Sehr knuffig.

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Das ganze gestaltete sich dann wirklich sehr bodenständig, die Schlafräume waren nicht beheizt, die Betten bestanden aus Holzplatten mit einige Laken und Bettzeug. Da wie das Upgrade gebucht hatten, konnten wir in ein bequemeres Zimmer, auch ohne Heizung, dafür mit richtigem (also kein Plums-) Klo. Zur Stärkung gab es dann erstmal ein liebevoll zubereitetes Mitagessen, bestehend aus Kanninchen, grünen Bohnen, Rührei, einem sensationellen Kürbis, Sojasprossensalat und vielem mehr. Sehr köstlich.

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Da ich noch immer krank bin, wollte ich den Nachmittag einfach nur damit verbringen, die Sonne zu geniessen und mich auszuruhen. Der Großteil der Gruppe hingegen machte sich auf, zu einem Wasserfall zu wandern, der aber wohl um diese Zeit kein Wasser mehr führt, und sind dann noch ein wenig durch die Gegend gewandert. War wohl nicht so der Knaller, aber Marcus konnte einige schöne Aussichten genießen. Hier ist es etwa wie in Deutschland momentan, also Herbst, mit kalten Nächten.

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Sobald die Sonne verschwunden war, wurde es dann auch entsprechend kalt, – und zwar richtig. Das ausgezeichnete Abendessen konnte daran auch nur wenig ändern, – wohl aber das entzündete Lagerfeuer, um das sich schließlich alles scharte, um zunächst ein kleines Feuerwerk zu bestaunen und dann eine Runde Scharades zu spielen (sowas wie Tabu nur mit Pantomime). Dabei wurden wir natürlich völlig durchgeräuchert aber wenigstens mussten wir nicht frieren. Ich hatte ja eigentlich gehofft, dass wir in den Bergen endlich mal einen schönen Sternenhimmel sehen würden,- immerhin hatten wir das erste mal in China richtig blauen Himmel am Nachmittag gehabt (kein Smog), aber so richtig war dies nicht der Fall. Wahrscheinlich waren wir einfach noch nicht weit genug von den dichtbesiedelten Gebieten weg. Da wir am nächsten Morgen bereits um 5 Uhr wieder die Farm verlassen mussten ging es dann für alle, dick eingepackt, recht früh ins Bett.

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Der Wecker klingelte dann auch am 4:30. Fies. Dennoch aus den Betten gequält und mit dem Bus zurück nach Xi’an, wo wir in einen Fernbus nach Dengfeng gestiegen sind. Leider kein privat gecharteter Bus, sondern ein ganz normaler. Entsprechend schäbig war das ganze, wenig Platz, alles ziemlich versifft, Naja, sechs Stunden Fahrt sind wohl auszuhalten, vor allem mit Snickers Smiley. Wo zunächst von der lautstarken Busbegleiterin noch penibel überprüft wurde, ob auch alle angeschnallt sind (mit einem an den Verschluss geknoteten Sicherheitsgurt), wurden dann aber, obwohl der Bus mit uns und Einheimischen komplett besetzt war, noch weitere 4 Passagiere aufgenommen, die auf Metallhockern und einem Plastikeimer im Gang Platz nahmen. Nun ja.

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Wir waren dann nicht traurig, als wir in Dengfeng in unserem Hotel ankamen und sogleich mit einem Mittagessen begrüßt wurden. Danach kurz unter die Dusche, bevor es zu einem Waisenheim ging, in dem Shaolin Kung Fu gelehrt wird ( und zwar ausschließlich, nichts anderes, nicht mal lesen und schreiben). Kung Fu bedeutet übrigens nichts weiter, als das man in einer Sache Perfektion erlangen will. Ambitionierte Köche praktizieren also Koch Kung Fu Zwinkerndes Smiley. Es gab zunächst eine Show für uns, in der die Kinder uns so zeigten, was sie drauf hatten, und das war schon unglaublich. Neben den gymnastischen Elementen mit und ohne Speer und Schwert, wurden Steine mit der bloßen Hand zertrümmert, Metallstücke mit dem Kopf zetrümmert und ein Nagel durch eine Glasscheibe geschlagen, ohne diese zu Bruch zu bringen, aber einen dahinter befindlichen Luftballon zerplatzen zu lassen. Fazinierend, wie auch der junge Mann, der einen Handstand auf zwei Fingern praktizierte. Das tat schon beim Zugucken weh. Im Gruppenfoto hat sich auch wieder der kleine Maulwurfn eingeschlichen!

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Im Anschluss bestand die Möglichkeit, sich selbst einmal in einigen Kung Fu Übungen zu versuchen. Marcus hat dies dann auch gleich mal versucht und,- gar nicht so einfach. Die Übungen verlangen eine enorme Koordination, insbesondere wenn Speer oder Säbel hinzukommt. Sah trotzdem ganz passabel aus Smiley. Bei Dunkelheit gehen die Kinder ins Bett, daher sind auch wir wieder gen Hotel aufgebrochen, wo es nach dem üppigen Abendessen nun nur noch heißt: Ausruhen, Bloggen, Schlafen. Morgen geht es zum Shaolin Tempel, das wird sicherlich auch spannend!

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China–Terracotta Warriors

Heute war es endlich soweit. Es geht zur Terracotta Armee. Eines meiner persönlichen Highlights unserer China-Reise. Das ganze Areal mit Terracotta Armee und allem was dazu gehört befindet sich etwa eine gute Stunde von Xi’an und wir sind direkt morgens um 8:30 mit einem fiesen Reisebus und viel Vorfreude losgefahren. Conny ist leider immernoch angeschlagen und hatte auch keinen Hunger. Nur mit viel Mühe konnte ich sie zu einem Snickers überreden. Mhhh… Snickers!

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Nachdem wir angekommen sind, ging es vom Busparkplatz über das riesige Areal bis zum eigentlichen Eingang, das hat schonmal ne halbe Stunde gedauert. Dann ging es zunächst erstmal in ein kleines Kino wo es Hintergrundinformationen zur Terracotta Armee und zum Kaiser Qín Shǐ Huáng. Der hat das Ganze nämlich in Auftrag gegeben, und zwar als sein Mausoleum. Die Terracotta Armee besteht etwa aus 8000 Figuren und sollte dazu dienen, den Kaiser sicher ins Leben nach dem Tod zu geleiten. Der war nämlich insgesamt sehr gläubig/abergläubig und hatte dabei große Angst vor dem Tod.Um zur Unsterblichkeit zu gelangen, aß er, dem Rat Quacksalber folgend, Quecksilber, und vergiftete sich somit langsam. Dumm gelaufen.

Nach kurzer Vorgeschichte gab es noch ein paar zusätzliche Infos von unseren Guides und dann ging es los in die erste von drei Hallen, sicher die bekannteste und auch die Größte. Auf gehts!

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Die schiere Größe der Halle hat uns direkt mal ein bisschen die Spucke geraubt. Auf dem Bild sieht man die Ansicht, die man bekommt, wenn man die Halle durch en Haupteingang betritt. Eine wahnsinnige Sicht auf etwa 1000 Tonkrieger, die in Regimenten angeordnet sind. Dass keine zwei Figuren gleich sind ist übrigens ein Mythos. Es gibt wohl unterschiedliche Module aus denen eine Figur zusammengesetzt ist. Zum Beispiel 8 unterschiedliche Köpfe. Durch die Zusammensetzung dieser Module, die Ausstattung mit Waffen oder der späteren individuellen, farbigen Bemalung kann es aber wirklich sein, dass es keine zwei Krieger gibt, die absolut identisch sind.

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Insgesamt ist etwa ein Viertel der Armee ausgegraben. Man hat mit den Ausgrabungen gestoppt, als man gemerkt hat, dass die Krieger alle ihre Farbe verlieren und man lange Zeit noch keine Möglichkeit kannte, diese zu erhalten. Die Farbe blättert wohl innerhalb weniger Minuten ab und alle Krieger die wir zu sehen bekamen sind braun. An der ein oder anderen Stelle sieht man noch unfertige Krieger oder Kisten mit Einzelteilen. Dort sind Forscher damit beschäftigt, die Kollegen zusammenzusetzen, denn komplett heile geblieben sind viele von ihnen nicht. Es gab wohl irgendwann auch mal Randale in der Grabkammer mit der Terracottaarmee, dort wurden auch relativ viele Figuren stark beschädigt. Viele sind jedoch auch erstaunlich gut erhalten.

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An einigen Stellen sieht das dann aus wie auf dem folgenden Bild. Dort sind die Ausgrabungen noch im Gange und man kann zwar einzelne Teile der Krieger erkennen, von den berühmten Bildern der akribisch angeordneten Soldaten ist das jedoch weit entfernt.

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Insgesamt waren auch unglaublich viele Touristen unterwegs dort. Wir haben auch viele Deutsche gehört, die dort unterwegs waren, in erster Linie die ältere Generation. An der Stelle vor Kopf herrscht unglaubliches Gedränge, da jeder natürlich ein Foto von der Armee von vorne haben möchte und so drängen sich dort IPads, IPhones, Spiegelreflexkameras und kleine Knipsen. Dann wird auch schon mal der Ellenbogen ausgefahren um der Gattin ein Foto mit sich und dem “achten Weltwunder” zu ermöglichen. Wir haben das dann lieber mal von der Seite gemacht. Auf dem Bild sieht man links aber ganz gut was dort abgeht.

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Die erste Halle ist mit Abstand die beeindruckendste. In der zweiten Halle war bislang kaum etwas ausgegraben, dort hat man bis auf wenige Zentimeter an die Figuren herangebuddelt, gräbt aber erst weiter, wenn alles bis hierhin analysiert ist. Die zweite Halle ist auch kühler, dunkler und deutlich leerer.

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In einem Nebengang waren einige sehr gut erhaltene Figuren ausgestellt, die wir dann auch mal fotografieren und genauer anschauen konnten. Speziell die Gesichtsausdrücke hatten mich ja interessiert und die sind in der großen Halle von den Seiten aus nicht erkennbar. Zwischen den Soldaten rumlaufen ist natürlich nicht gestattet.

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Es gibt einige verschiedene Soldatentypen, fragt mich nicht wieviele, das habe ich vergessen. Es gibt zum Beispiel den knienden und stehenden Bogenschützen, das sind die Genossen auf den Fotos links und rechts. Und es gibt zum Beispiel insgesamt sieben Generäle, wie der Kollege in der Mitte. Die Generäle sind dann auch dicker und größer als einfache Soldaten und hat mehr Schnörkel an der Kleidung.

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In der dritten Halle hat man dann die Pferdewagen gefunden. Den großen, berühmten, gut erhaltenen Pferdewagen haben wir leider nicht gefunden. Im Nachhinein haben wir aber erfahren, dass es irgendwo ein “downstairs” gegeben haben muss, was wir wohl übersehen haben. Ein paar Teile der Pferdewagen haben wir aber in Halle 3 gesehen. Die Zeit war insgesamt knapp bemessen, wir hatten etwa 1,5 Stunden um alle drei Hallen und die Exhibition zu besuchen. Wir sind so gerade mit der Zeit hingekommen für die drei Hallen, die Exhibition haben wir nicht mehr geschafft. Alle anderen hatten es wohl eiliger als wir und saßen schon in der Sonne als wir fast als letzte wieder am Treffpunkt waren. Kulturbanausen.

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Der eigentliche Sarg und der dazugehörige Grabhügel des Kaisers sind übrigens noch unangetastet. Man traut sich noch nicht so recht. In der Grabkammer muss irgendwie Quecksilber unterwegs sein und es soll wohl auch Mechanismen geben, die den Kaiser beschützen sollen. Außerdem möchte man erst die bereits ausgegrabenen Funde analysieren und neue Wege ausloten, die Farbe zu erhalten. Eine sehr weise Entscheidung wie ich finde. Man hat es ja heutzutage selten, dass man in der Wissenschaft etwas spannendes tun könnte, sich jedoch erstmal dagegen entscheidet.

Auf dem Gelände des Mausoleums sind auch unzählige Souvenirgeschäfte und Restaurants. Wir haben uns einen kleinen Terracotta-General gekauft und ihn Mr. General getauft. Er residiert nun gemeinsam mit Mr. Panda in meinem Rucksack. Danach haben wir einen Nudelladen auf dem Gelände aufgesucht und hatten eine unglaublich gute Nudelsuppe. Die Nudeln dafür wurden vor unseren Augen frisch aus Teig gefertigt und gekocht. Krass.

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Nächster Punkt auf der Tagesordnung war ein Spaziergang durchs Muslim Quarter, also das muslimische Viertel hier in Xi’an. Grundsätzlich ist das wohl der Ort an dem die Seidenstraße begonnen hat. Dementsprechend viele Waren kann man dort auch noch heute erwerben. Außerdem gibt es zahlreiche Restaurants und Straßenverkäufe, die nur darauf warten, von uns ausprobiert zu werden. Der erste Stopp war dann ein berühmtes Dumpling-Lokal, wo Chinas Prominenz sich die Klinke in die Hand gibt, um diese speziellen mit Suppe gefüllten Dumplings zu probieren.

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Auch wir fanden sie sehr lecker. Conny die Veggie-Variante ich die mit Fleisch. Dazu gab es Pflaumensaft. Lecker eigentlich. Vorher hatten wir eigentlich keinen Hunger gehabt, durch die Dumplings waren wir jetzt aber heiß auf weitere Leckereien, die wir uns am Straßenrand zusammensuchen konnten.

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Ich habe dann als erstes mal so eine frittierte Frucht ausprobiert. Ja ja… er hat wieder was frittiertes gegessen Smiley Es war auch sehr lecker und sehr süß. Und sehr klebrig. Aber ich hätte trotzdem fast noch ein zweites gegessen, weil die Teile so lecker sind. Kosten dann etwa 2 Yuan, das sind etwa 30 cent. Conny hat als nächstes Reiskuchen probiert. Der Verkäufer war auch ein bisschen Fotogeil und so durfte Conny mit ihm posieren und er durfte ein bisschen Werbung für seinen Reiskuchen machen. Auch der war sehr lecker. Prinzipiell ist es glaube ich nur reis am Stock mit Karamel oder sowas. Das Ganze ist übrigens auch kalt.

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Danach sind wir noch ein bisschen durch die Marktstraßen gewandelt und haben uns allerhand Plunder angeschaut. So richtig viel kaufen können wir ja leider nicht, da der Platz in unseren Rucksäcken doch sehr limitiert ist. Vielleicht ist das auch besser so, sonst wären wir nämlich eskaliert.

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Immer wieder gab es Garküchen an den Straßenrändern, die die ein oder andere Köstlichkeit zubereitet haben. Probiert haben wir dann aber nicht mehr so viel, bei uns stellte sich dann irgendwann ein Sattheitsgrad ein, den wir nicht weiter überschreiten wollten.

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Ein paar Auslagen der dortigen Geschäfte habe ich noch fotografiert. Es gab nämlich nicht nur Garküchen und Ramschgeschäfte, sondern auch allerhand getrocknete Früchte, Nüsse und vieles mehr.

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In dem Viertel gibt es auch eine “great mosque”, also eine große Moschee, in diese dürfen aber wohl nur Muslime und deshalb konnten wir sie uns nicht genauer anschauen, sorry Haleem. Smiley Aber auch rings um die Moschee und auf dem Weg dorthin und zurück gab es wieder massig Ramsch zu kaufen. Die interessante Frage wäre gewesen, ob das wirklich alles Fake ist, was dort angeboten wird. Von der klassischen Rolex über beats-Kopfhörer bis zum Beckham Trikot war alles dabei. Populäre Bayern-Trikots in Asien sind übrigens Robben und Götze. Interessante Auswahl.

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Auf unserem Weg zurück ins Hostel konnten wir noch zwei berühmte Gebäude von Xi’an im Dunklen bewundern. Den Drum-Tower (links) und den Bell-Tower. Im Bell-Tower wurden früher morgens die Glocken geläutet, wenn die Leute aufstehen und zur Arbeit gehen mussten. Und im Drum-Tower wurde zur Feierabendzeit getrommelt, damit die Leute wussten, dass sie nach Hause gehen können. Das war in einer Zeit bevor es hier Uhren gab. Die Türme stammen aus der Ming-Dynastie, die wohl überall wie Bekloppt solche Türme und Stadtmauern wie in Xi’an gebaut hat. Fragt mich nicht wann Ming war, könnt ihr bei Wikipedia nachschauen.

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Abends ging es dann nochmal ein bisschen raus zum Karaokesingen. Conny blieb mal zuhause, ihr ging es noch immer nicht besser und Ruhe und Schlaf sind glaube ich das Beste was man in so einer Situation tun kann. Schlaf kam in den letzten Wochen eh zu kurz. Also los zum Karaoke, nur zwei Straßen weiter.

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In China hat man kein Karaoke im Kneipenraum wie in Deutschland sondern in separierten Privaträumen und genau so einen hatten wir dann auch. Der war relativ gemütlich und hatte einen großen Fernseher samt Karaokeanlage. Die Getränke musste man sich in einer Art Kiosk auf dem Flur kaufen und sie wurden dann von einem Kellner in den Raum gebracht, das war ein wenig strange. Bei uns gab es in erster Linie Budweiser und Jack Daniels + Cola. Es gab aber auch Klosterbräu, wozu ich mir als Deutscher viele Kommentare anhören musste Smiley War aber alles schweineteuer wie ich gerade mit einem Blick ins Portmonnaie feststellen muss.

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Wir haben dort dann die großen Karaoke-Klassiker geträllert und ein bisschen gefeiert. Das war etwas ungewohnt, da es betrunken als nicht-native-speaker nochmal ein bisschen schwerer ist, sich mit allen zu unterhalten. Aber insgesamt hat das klasse geklappt und nach dem 5. Bier war es dann auch egal. Insgesamt haben wir glaube ich eine tolle Truppe erwischt hier, nur etwas viele sind wir momentan. In Beijing werden wir aber wieder weniger. Bis dahin sind es noch 3 Tage. Vorher kommt noch ein Aufenthalt auf einer Farm und ein Besuch im Shaolin Tempel. Mal schauen, wie das dort mit wifi ausschaut.

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China–Angekommen in Xi’an

Die Fahrt nach Xian, einer der Hauptstädte des chinesischen Kaiserreichs (zum Beispiel unter der Ming Dynastie), war mit 15 Stunden verhältnismäßig kurz. Vielleicht gewinnen wir schon an Routine, jedenfalls haben wir alle recht gut geschlafen und waren recht guter Dinge am nächsten morgen,- außer mir, denn ich habe mir eine Erkältung eingefangen und war nicht ganz so guter Laune. Die Aussicht aus dem Fenster gestaltete sich dafür grandios, da wir durch ein Gebirge fuhren. Schon bald näherten wir uns aber wieder dicht besiedelten Gebieten, bei denen überall die Bauwut in China zu sehen ist.

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Und schwups, schon waren wir in Xi’an, das ebenfalls mit über 10 Millionen Einwohnern außerordentlich groß  und bereits weit über 2000 Jahre alt ist. Die Stadt war die erste Hauptstadt im vereinten chinesischen Reich, welches unter der ersten Dynastie, der Qin-Dynastie (gesprochen Chin,- daher auch der Name China), gegründet wurde. Also erstmal aussteigen, was mit dem ganzen Gepäck bei unserer mittlerweile 30köpfigen Gruppe nicht so einfach ist. Nun ja.

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Ab in einen Bus des öffentlichen Personennahverkehrs (ein Spaß, wir waren mal wieder DIE Attraktion) und zum Hostel, wo wir erstmal in Ruhe auschecken, duschen und Mittagessen konnten. Wir haben wieder ein sehr schönes Zimmer bekommen und sind mittlerweile froh, mehr oder weniger aus Versehen die private-room- Option gebucht zu haben.

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Am späten Nachmittag dann ging es ab zu einer Fahrradtour auf der Stadtmauer, die komplett erhalten bzw. restauriert und ca. 14km lang ist, und in einem exakten Viereck angeordnet ist. In ihrem jetzigen Zustand ist sie, wie das gesamte Stadtbid, von der Mingdynastie geprägt, die im 14 Jahrhundert herrschten. Marcus und ich haben uns ein Tandem ausgesucht und ab ging die Post.

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Bei schönstem Fotolicht konnten wir den Ausblick genießen, der zumeist wirklich sehr schön war. Weniger schön war die Tatsache, dass die hintere Kette am Tandem nach etwa 1,5km einfach riss. Also konnte nur der Vordere trampeln, der dummerweise ich war (ich kann eigentlich nicht hinten sitzen, weil ich lenken MUSS). Etwa nach der Hälfte haben wir aus Erschöpfungsgründen dann doch gewechselt. Der letzte Teil war also für mich wirklich zauberhaft Zwinkerndes Smiley.

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Innerhalb der Stadtmauern gibt es übrigens noch einige traditionelle Gebäude, aber auch viele neue, moderne, wobei auffallend viele Malls dabei sind.

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Die Atmosphäre im Abendlicht war wirklich toll: Wir sind dann fototechnisch auch etwas eskaliert Smiley.

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Im Anschluss ging es dann noch zu einer Essensausgabe für Bedürftige in Xi’an, die von einem ehemaligen Banker aus UK gegründet wurde. Die Armutsgrenze in China liegt bei 1,25$/Tag und ist zwar in den letzten Jahren stark gesunken, liegt aber immer noch bei 10%. Die Örtlichkeiten liegen direkt neben einer Kirche mitten in Xi’an.

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Wir spendeten einige Beutel Früchte und sollten eigentlich als Freiwillige bei der Essensausgabe helfen, bzw in der Innenstadt Essen verteilen. Dummerweise wollten auch eine gefühlt 50köpfige chinesische Klasse als Freiwillige helfen, neben den Freiwilligen, die ohnehin dort regelmäßig arbeiteten. Also artete die ganze Aktion eher in eine für uns äußerst unangenehme Art Show aus, bei der sich so ziemlich jeder völlig nutzlos fühlte. Schade.

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Danach ging es auch für uns zum Essen. Unser lokaler Guide führte uns in ein Restaurant, in das wir normal vermutlch nie gegangen wären und bestellte einige Gerichte, die man sich dann mittels Drehscheibe teilte. Das war bisher mit Sicherheit das leckerste Essen, das wir hatten. Frittierte, würzige Pilze, süßsaueres Schwein, Auberginen, scharfer Kohl und scharfe Bohnen, Nudelsalat, Fisch, Schweinebauch, Tofu…oh mein Gott und das ganze für nicht mehr als 2,50€. Vollgefressen sind wir dann ins Hostel und haben noch ein wenig geskypt. Morgen geht es dann zu einem der absoluten Highlights der Tour,- der Terrakottaarmee.

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