China

China–Rundreise beendet, chillen in Hong Kong

Was für eine Nacht! Das war jetzt mit Abstand das schäbigste Hostel in dem wir bislang übernachtet haben. Vielleicht war es nochmal doppelt so schlimm, wenn man den krassen Kontrast zu den sehr schicken Kasinos hat. Man weiß es nicht. Conny hat sich dann so in ihren Ekel hineingesteigert, dass sie die halbe Nacht nicht schlafen konnte und hinterher der Meinung war, das Bett sei voller Bed-Bugs.

Waren dann wohl doch keine. Entwarnung! Etwas gerädert stiegen wir dann alle morgens in eine Fähre, die uns zurück nach Hong Kong bringt. Alle anderen waren noch deutlich geräderter als wir, die haben noch bis 4 Uhr morgens im Kasino gefeiert, das konnten wir mit der angeschlagenen Conny aber nicht machen.

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In Hong Kong angekommen, nahmen wir dann zunächst einmal Abschied von unserem Guide, Kahlid, und begaben uns zu unserem Hostel. Dieses mal bleiben wir auf der Hong Kong-Island Seite der Stadt und nicht in Kowloon wie beim ersten mal. Hier ist es nicht ganz so voll und ganz so dreckig. Unser neues Hostel bietet insgesamt auch nicht richtig viel mehr Platz als das letzte, aber hier gibt sich jeder Mühe, es so angenehm wie möglich zu machen. Alles ist super-sauber, bunt gestrichen und sehr freundlich. Uns gefällt es hier. Von außen schaut das Ganze derzeit nicht so prall aus, hier wird ordentlich renoviert.

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In direkter Umgebung haben wir auch diverse Supermärkte (sogar mit westlichen Produkten) und die “Little Rabbit Laundry”, die unsere Klamotten erstmal in Rekordgeschwindigkeit wieder gereinigt hat. Es ist ein tolles Gefühl ein frisch gewaschenes T-Shirt anzuziehen, Leute! Smiley

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Im Supermarkt fanden wir sogar Nutella (sehr selten in China) und deutschen Baumkuchen! Wir werden hier mal ein wenig westlichen Kram essen, auf Nudeln oder Reis haben wir momentan beide nicht so richtig Lust!

Abends war dann noch ein gemütliches Sit-in mit all unseren Reisekameraden der letzten 25 Tage. Es hat echt sehr viel Spaß mit allen gemacht und wir werden es vermisse, die Jungs und Mädels jeden Tag zu sehen, aber genauso freuen wir uns momentan darauf, alleine etwas zu unternehmen!

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Am Zweiten von Fünf Hong-Kong-Tagen gab es erstmal ein Nutella-Frühstück, das war auch dringend nötig. Ansonsten stand der Tag im Zeichen der Selbstorganisation. Fotos aussortieren und Hochladen. Die nächsten Reiseziele googlen oder mit der Heimat skypen. Das Internet hier im Hostel ist nämlich grandios und das war bislang selten so.

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Käse ist aber beispielsweise schön teuer hier. Verdammt. Da wir insgesamt 4 Nächte hier in Hongkong haben, kann man auch endlich mal wieder ein bisschen Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Conny saß so zum Beispiel ein bisschen im Park und ich habe mich auf einer Joggingrunde mit den Chinesen gemessen. Sind garnicht mal so schnell Zwinkerndes Smiley

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Conny ist dabei die “Bewegter Schnappschuss” Funktion unserer Kamera aufgefallen, die kurze Videos in Slow Motion aufnimmt, das erste Video damit ist natürlich der Knaller!

Abends überkam uns dann der Hunger nach etwas Westlichem und es ging zu Pizza Hut. Fortbewegt haben wir uns in diesen letzten Tagen in China kaum zu Fuß, sondern mit der Tram hier in Hong Kong Island. Die Tram ist irgendwie schon etwas älter und sieht so aus, als wäre sie aus Kolonialzeiten übriggeblieben. Eine Fahrt kostet 2,30 HK$, also etwa 25 Cent.

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Mit den Pizzaresten von Pizzahut habe ich übrigens Abends im Hostel noch ein wenig Bundesliga geschaut, das hatte ich ein wenig vermisst. Was haben wir noch so gemacht? Ach ja! Wir sind mal mit der Star Ferry von Hong Kong Island nach Kowloon rüber, wo wir ja beim ersten Aufenthalt unser Hostel hatten. Hauptsächlich haben wir das gemacht, weil wir beide gerne Bötchen fahren und weil die Starferry mit 4 HK$ auch wieder sehr günstig ist.

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Es war inzwischen auch ein wenig Wellengang und Wind, man spürte hier die Ausläufer des Typhoons aus den Philippinen ein wenig, auch wenn er mehrere hundert Kilometer südlich von uns vorbeizieht. Wenn wir am Montag nach Vietnam fliegen könnten wir ein bisschen mehr davon spüren, je nachdem wie schnell er so ist.

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Die Chinesen gehen wohl auch total steil auf Segeln, das ganze Hafenbecken in Hong Kong war jedenfalls voll von Seglern, die auch alle hart im Wind lagen.

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Auf der Kowloon-Seite weihnachtete es schon ein wenig, jedoch arg kitschig mit Disney-Figuren. Wir werden denke ich spätestens in Thailand ein bisschen Heimweh bekommen, wenn es so richtig weihnachtet im Dezember.

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Zurück auf der Hong Kong Seite ging es dann wieder zum Hostel und zwar wieder mit der Tram. Conny und ich könnten das den ganze Tag machen, denn man kann von dort super Leute beobachten und die Stadt anschauen, die Dinger sind nämlich ein wenig gemütlich.

Abends ging es dann zum Dim Sum essen mit Denis und Johanna, einem Pärchen aus England, dass wir kennengelernt haben. Dim Sum ist eine cantonesische Spezialität und Hong Kong ist berühmt für sein gutes Dim Sum. und weil ich mich nur halb so unterhaltsam darüber aufregen kann wie Conny, schreibt sie mal den letzten Absatz:

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Also Dim Sum, diese bekannte “Köstlichkeit”. Wir hatten über Tripadvisor so einen Laden in der Nähe unseres Hostels ausfindig gemacht, der angeblich sehr leckere Dim Sum herstellt und sind dann auch da hin. Im Wesentlichen dachten wir, das Dim Sum quasi kantonesische Tapas sind, also Kleinigkeiten, und damit lagen wir auch garnicht so falsch. Dumplings, Frühlingsrollen, kleine Pastetchen gabs da und wir haben uns mal so eine Auswahl bestellt. Enttäuschenderweise war das meiste gedämpft, nicht gebraten, und sowohl die Dumplings als auch die Frühlingsrollen waren in einen labberigen, weißen, glibberigen Teig gehüllt. Da konnten mich auch die Füllungen wirklich nicht überzeugen und ich musste mich wirklich überreden, den Teig nicht wieder hochzuwürgen. Bah. Getoppt wurde das nur noch von dem, was wir für Rind mit Gemüse und Ingwer hielten…es sah schon nicht wie Rind aus, roch streng, schmeckte ebenso streng und zäh und stellte sich als Rinderpansen heraus. Ohje. Immerhin waren die Nudeln okay und irgendwas frittiertes mit Wasabifüllung konnte mich auch überzeugen. Dim Sum und ich werden aber ganz bestimmt keine Freunde mehr. Immerhin haben wir es ausprobiert Smiley. Trostpunkt: das Essen war für Hong Kong recht günstig.

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China – Beste Videos aus 4 Wochen China

In den letzten Wochen war es uns leider nicht möglich, Videos zu posten, da Youtube in China geblockt ist. Hier haben wir mal 14 Videos rausgesucht, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Viel Spaß.


 

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China–Radtour durch Fujian Tolou, Steakhouse, Nachtzug, Ankunft in Macao und Venetian Casino

Um 4:30 war die Nacht vorbei. Die Chinesen feiern immernoch lautstark ihren Feiertag. Einerseits wird geböllert was das Zeug hält, andererseits um 4 Uhr Morgens ein Schwein geschlachtet. Ich werde lieber von einem Hahn geweckt, wie am Tag zuvor. Smiley Doch was müssen wir feststellen beim Aufstehen? Connys Erkältung ist wieder da. Oh no. Sie hat aber auch echt kein Glück bislang.

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Unser erstes Bild am heutigen Tag zeigt den Platz vor unserem Hotel. Dort, wo die Chinesen die ganze Nacht geböllert haben und auch noch dran sind. Teile der Müllberge auf dem Platz schwelen auch noch vor sich hin und von Zeit zu Zeit explodiert auch hier und da noch was. Total krass und mir auch ein bisschen suspekt, ich mache da immer einen Bogen drum. Das Schwein vom Vortag ist inzwischen auch verschwunden, das wurde ja heute morgen um 4 geschlachtet. Auf dem Bild liegt es hinten irgendwo auf einem Tisch und wird in Einzelteilen verkauft.

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Naja. Wir essen ein bisschen Nudeln zum Frühstück und schwingen uns auf brandneue Mountainbikes, denn heute steht eine Fahrradtour an. Da freuen wir uns schon beide drauf, Conny auch trotz Erkältung. Natürlich mit Helm, sicher ist sicher.

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So radeln wir etwa 14 Kilometer durch tolle Landschaften und an Teeplantagen und Flüssen vorbei. Das ist wirklich traumhaft hier. 2/3 unserer Fahrradtour gehen zudem Bergab, was will man mehr? Ziel der ganzen Übung ist ein weiteres Roundhouse sowie ein kleines Dörfchen wo es dann ein wenig Mittagessen gibt.

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Das Roundhouse ist unser erster Stopp. Es ist das größte Roundhouse der Welt. Das Älteste haben wir bereits gestern gesehen, das war etwa 700 Jahre alt, dieses etwa 300. Es ist sogar so groß, dass man angefangen hat ein weiteres, kleineres Roundhouse in den Innenhof zu bauen, aber man hat das wohl nicht ganz durchgezogen.

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In so einem Roundhouse wohnen bis zu 72 Familien, die jeweils einen Abschnitt des Hauses bewohnen, wie ein Kuchenstück. Derzeit wohnen aber wohl nur etwa 35 Familien dort. Besonders verstört haben uns beim durchwandern ein paar Särge. Es ist in China wohl so, dass man älteren Menschen, sobald sie 60 werden, einen Sarg kauft. Wenn man nämlich keinen hat, wenn man stirbt, bekommt man nur irgend so ein provisorisches Modell und das will wohl keiner. Beerdigungen wie bei uns sind in China übrigens verboten, hier wird jeder eingeäschert.

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Weiter ging es zu dem kleinen Dörfchen wo wir Mittag essen wollen. Doch vorher ein kleiner Spaziergang. Dort haben wir dann auch eine kleine Bühne entdeckt wo obiges grandioses Foto entstanden ist. Born to be a Rockstar.

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Nach einem kleinen Lunch und dem Weg zurück (mit dem Bulli), hatten wir noch ein wenig Zeit totzuschlagen. Also haben wir uns noch einen Tempel angeschaut (uninteressant) und noch ein Tea tasting gemacht (noch uninteressanter). Einzig cool beim Teatasting war das Männchen auf dem rechten Bild. Wenn man nämlich heißes Wasser darüber gegossen hat, fing es an zu pullern. Gnihihihi.

So verging auch die Zeit bis zur Abfahrt und mit den Minibussen machten wir uns auf zum Zug. Nicht ohne kurz halt in einem chinesischen Steakhouse zu machen. Dort wurde erstmal meine Bestellung vergessen. Macht aber nix, das Essen war garnicht mal so lecker, Connys Gericht hat dann für uns beide gereicht.

Etwa um 22 Uhr kam dann unser Nachtzug und nach ein paar Bechern Brandy und lustigen Gesprächen über die Verdauungsvorgänge in unserer Reisegruppe, sind wir dann auch eingeschlafen.

Geweckt wurden wir um 6:30 vom Zugpersonal, denn wir sind gleich da. Oha, das ging fix. Ich finde ja Schlafzüge inzwischen echt super und auch komfortabler als Bullettrains. Das denken aber auch die chinesen, deshalb muss man Schlafzüge immer so früh wie möglich buchen. Man kann das wohl ab 20 Tagen vorher und so etwa ab 14 Tagen vorher sind sie ausverkauft. Unser Guide zum Beispiel musste nach 2 Stunden Schlaf das Bett wechseln, weil der Zug schon soweit ausgebucht war.

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Der Morgen begann dann mit einem Muffin im Starbuchs in Guangzhou, bevor wir mit einem echten Luxusbus mit Luxussesseln von dort zur Grenze zwischen China und Macao gefahren wurden. Eine sehr luxuriöse fahrt. In Macao dauert die Immigration dann etwa eine Stunde, bevor wir mit Taxis in unser Hostel gefahren sind. Auf dem Weg sah Macao weder besonders hübsch noch besonders portugiesisch aus. Das Hostel soll übrigens das schlimmste des ganzen Trips sein. Ist es vermutlich auch, für eine Nacht wird es aber reichen. Ich reiche ein Bild unseres Zimmers mal morgen nach. Jetzt erstmal eine Dusche in der Public Shower und dann ein paar Nudeln und ab in die Stadt.

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Hier sieht Macao schon deutlich portugiesischer und hübscher aus als am Bahnhof. Das einzige was stört: Auch hier gibt es wieder viel zu viele Leute, wie schon in Hong Kong. Überall wird gedrängelt und geschoben. Es gibt einfach zu viele Chinesen.

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Mitten drin in Macao findet man dann noch die Ruine der St. Pauls Kathedrale. Die ist wirklich sehr europäisch und sehr hübsch anzuschauen. Conny weist in diesem Kontext nochmal speziell auf die vielen Schiffe auf der Fassade hin, die darauf hinweisen, dass wir hier in Übersee sind.

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Ich bin dann kurz noch auf die Stadtmauer gekraxelt und habe einen Überblick über Macao gewonnen. Insgesamt wieder sehr hässlich und sehr chinesisch. Vom “Las Vegas des Ostens” konnte ich noch nicht viel erkennen, einen klassischen “Strip” wie das richtige Vegas gibt es wohl nicht. Angeblich wird hier aber der 5-fache Umsatz von Las Vegas gemacht. Faszinierend.

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Heute Abend geht es dann ins Kasino, das befindet sich dann grob in die Richtung in die die Kanonen auf der Stadtmauer zeigen. Zufall? Kein Zufall war auf jeden Fall noch, dass wir im Anschluss bei DairyQueen gelandet sind und uns noch ein Eis gegönnt haben, bevor wir noch 2-3 Stunden entspannen können im Hostel.

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Die Fahrt zum Kasino ist für umsonst, nämlich im Kasino-eigenen Shuttlebus. Unser Guide war die ganze Zeit sehr darum bemüht möglichst viel und günstig zu trinken und so hat er sein Bier vom Kiosk einfach mal mit in den Bus geschmuggelt und dort geleert. Die Fahrt dauerte von unserem Hotel aus etwa 15 Minuten. Es gibt hier, wie auch in Las Vegas, einen Stadtteil mit den alten Kasinos und einen mit den neuen, das Venetian liegt im neuen. Wir waren ja schon einmal im Venetian in Las Vegas, den Bericht findet ihr HIER.

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Da es bei Ankunft schon halb Neun war, ging es direkt erstmal in den Food Court und für Conny und mich ohne Umwege zu “Fatburger”. Wir hatten schon einige Tage Heißhunger auf einen richtig guten Burger und genau das bekamen wir bei Fatburger.

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Der Laden schaut ein wenig aus wie Shake Shack, die Burger sind dann aber doch nicht ganz so delicious wie unser Lieblingsladen. Sie gehören aber definitiv in die Top10 meiner Burger-Favoriten. Die Pommes waren auch ganz gut. Viele unserer Gruppe taten es uns gleich. Johanna aß allerdings eine Pizza…. und packte hinterher noch Unmengen Ketchup drauf, was hier für normal befanden. Hab ich noch nie gesehen… krass…

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Danach ging es ein wenig durch die Shopping-Straße im Venetian, die ja dem richtigen Venedig nachempfunden ist und sogar einen Kanal und einen St. Marks-Square hat. Ich finds immer wieder kurzweilig. Die Ladenpassage ist aber, wie der gesamte Komplex, nochmal um ein Vielfaches größer als sein Pendant in Las Vegas. Gigantismus for the win.

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Schön fanden wir es trotzdem. und da es ja auch schon spät war, war es auch indoor relativ dunkel und so haben wir, während die anderen schon beim Zocken waren, noch einen kleinen Spaziergang durchs Fake-Venedig unternommen und uns die Läden angeschaut. Es gab auch einen Fossil-Laden, wo ich mir eine neue Uhr kaufen wollte, der hatte aber in dem Moment zu, als wir ihn betreten wollten. Meine Uhr aus der Heimat hat nun schon wieder einen Defekt, nachdem ich sie eine Woche vor der Abfahrt schon zur Reparatur gebracht hatte. Ärgerlich.

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Bei Conny und mir gab es statt einer Uhr dann einen kleinen Milchshake, den wir dann in der Great Hall zu uns nahmen. Zuerst dachte ich, man hätte das Abendmahl an die Decke der Great Hall gepinselt, ist aber irgendwas anderes.

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Von dort sind wir dann runter ins Kasino und haben noch ein bisschen gezockt. Wir spielen ja eigentlich nicht so richtig viel, denn wir haben einfach kein Glück im Spiel (dafür in der Liebe). Das Spiel unserer Wahl ist seit Vegas die klassische Slotmaschine und diese nahm uns dann auch direkt mal im Rekordtempo 20 HK$ ab, das sind etwa 2€. Leicht gefrustet über den schnellen Verlust, haben wir uns dann noch an den Rouletttisch mit den Reisekollegen gesetzt und ein bisschen zugeschaut. Kurz bevor wir gehen wollten, ergriff uns dann doch nochmal die Spielwut und wir haben nochmal 10 HK$ auf Schwarz gesetzt. Oha. Aber hey, direkt gewonnen, nochmal auf rot gesetzt, nochmal gewonnen. Damit hatten wir unseren 2€-Verlust aus der Slotmaschine wieder drinnen und haben uns auszahlen lassen. Wir sind hier bestimmt nicht die profitabelsten Kunden. Smiley

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Wir sind dann relativ fix mit dem Taxi nach Hause, damit Conny sich noch ein bisschen ausruhen kann und endlich fit wird.

Zuletzt möchte ich noch kurz auf Amys Blog hinweisen. Amy und Ben aus UK reisen zusammen mit uns in unserer Reisegruppe und haben auch danach ein ganz ähnliches Programm. Wir werden die beiden auf jeden Fall in Südthailand und dann in Autralien nochmal wiedersehen. Vielleicht ist es für euch ja auch mal spannend eine andere Sicht auf China zu bekommen: http://amysadventures.travellerspoint.com

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China–Bullettrain nach ZhangZhou, Roundhouses, Tea Tasting, Tea Plantation in Fujian Tulou

Nach drei Nächten in Shanghai ging es dann auch wieder weiter mit unserer Tour. Zwei Stopps stehen noch an, bis wir wieder in Hong Kong sind. Heute gibt es erstmal den Nachtzug nach ZhangZhou, von dort geht es dann weiter nach Fujian Tulou.

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Ein Bullettrain in China ist quasi ein Hochgeschwindigkeitszug. Die sehen von Außen teilweise aus wie ICE und es würde mich nicht wundern, wenn einige dabei sind. Der, den wir genommen haben, war allerdings sehr chinesisch. Es waren stets 5 Sitze in einer Reihe und der Zug war so voll wie ein ICE in Deutschland kurz vor Weihnachten. Verdammt. Kein angenehmes Fahren. Wir hatten insgesamt etwa 9 Stunden fahrt, wobei alle 20 Minuten ein Stopp war. Die Fahrt hat sich gezogen wie Kaugummi und ich war auch immernoch nicht ganz fit. Die letzten Tage hatte ja Conny verbloggt, weil ich mir wohl ihre Erkältung zugezogen habe.

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Nach elendig langer Zugfahrt und elendig langer Fahrt mit nem Minibus sowie einem kurzen Abendessen waren wir etwa 23:30 Uhr in unserer Bleibe, einem typisch chinesischen Roundhouse. Die Dinger gehören zum UNESCO World Heritage und sind bis zu 700 Jahre alt. Das war uns aber erstmal alles egal als wir nach etwa 16 Stunden Reise dort ankamen. Sofort ins Bett und sofort eingepennt.

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Am Morgen erwartete uns eine coole Sicht aus der Tür unseres spärlichen Zimmers. Das Roundhouse sieht wirklich klasse aus und im Hintergrund sah man schon einige grüne Hügel mit Teeplantagen. Die werden wir in den nächsten Tagen nämlich auch besuchen. Fujian Tulou ist nämlich bekannt für den hier angebauten Tee… und natürlich für die grandiose Landschaft inkl. Roundhouses.

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Nach dem Aufstehen und Zähneputzen im Gemeinschaftsbad haben wir uns dann mal ein bisschen raus getraut. Das war allerdings nur halb so witzig, denn seit dem Vorabend regnete es in Strömen. Ohne Unterbrechung. Verdammt. Aber es gibt ja nichts, was ein kleines Frühstück nicht beheben würde und so stoppt der Regen direkt nach eben jenem. Es gab übrigens selbstgegartes, chinesisches Brot, dieses schmeckte ein bisschen so wie Lebkuchen… cool, ist ja immerhin auch bald Weihnachten, auch wenn es sich für uns noch garnicht so anfühlt.

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Nach dem Frühstück haben wir direkt wieder unser Zimmer im Roundhouse geräumt und sind umgezogen in ein anderes Etablissement. Diesesmal handelte es sich um ein Squarehouse. Das ist quasi das Gleiche nur in eckig. Irgendwie wollten die von unserer Tour eine neue Unterkunft testen. War besser als die davor, insofern schonmal Daumen hoch dafür.

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Unser Zimmer war auch echt super. Wir freuen uns ja inzwischen schon, wenn wir eine westliche Toilette haben. Das heißt eine Toilette wie wir sie kennen und nicht einfach nur ein Loch im Boden über das man sich hocken muss. Smiley

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Keine Zeit zum Relaxen, denn wir fahren direkt los und schauen uns einige von den Roundhouses hier in der Region an. Es gibt wohl nicht mehr so richtig viele und die letzten bestehenden sind halt Denkmalgeschützt und eigentlich auch größtenteils für Touristen. Früher haben sich einige chinesische Familien zusammengetan und haben so ein Ding gebaut. Quasi als eine Art Festung nach außen und eine Art Dort nach Innen. Je größer das Roundhouse desto zahlreicher und mächtiger war die Eigentümerfamilie.

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Wir sind auf jeden Fall in ein nahegelegenes Roundhouse und haben dort erstmal ein Teatasting gemacht. Hierbei haben wir 4 oder 5 Tees probiert, die meisten davon auch direkt hier aus der Region. Ich bin ja nicht so ein Tee-Fan, aber einige waren echt sehr geschmackvoll. Wir haben auch ein paar eingekauft für die Heimat.

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So ein Teatasting hatten wir heute direkt zwei mal und ich kann inzwischen auch keinen Tee mehr sehen. Für meine Erkältung war das aber vermutlich das Beste was ich machen konnte. Conny hatte ihren Spaß, den sie trinkt gerne Tee.

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Das zweite Roundhouse und auch das zweite Teatasting hat in einem der bekanntesten Roundhouses stattgefunden. Ich habe zwar vergessen wie es heißt, aber es ist Teil einer Siedlung von 5 Roud- und Squarehouses die sehr schön anzuschauen in einer tollen Landschaft liegen.

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Na das riecht doch wieder nach vielen Fotos. Insgesamt könnte ich hier eh völlig eskalieren was die Landschaft angeht. Hier ist tatsächlich ein wenig China übriggeblieben, wo keine Stadt, keine Mietshäuser, keine Industrie, keine Brücken und nur wenige Straßen zu finden sind. In den letzten Wochen hatte ich es fast aufgegeben danach zu suchen, aber es gibt die Orte wohl doch noch, wenn auch relativ versteckt. Conny meint übrigens, dass sie sich genau so das ländliche China vorgestellt hat. Erwartungen erfüllt würde ich mal sagen.

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Nach Roundhouses, Tee, mehr Roundhouses und mehr Tee ging es dann mit den Minibusses zurück zu unserem Hotel-Squarehouse. Dort stand bereits morgens eine Bühne, die nun auch bespielt wurde. Es ist wohl ein Feiertag in China, der heute gefeiert wird. Abends gibt es auch noch ordentlich China-Knaller und es wird ein Schwein geschlachtet. Na toll.

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Ich habe auf dem Zimmer dann noch so ein chinesisches Getränk ausprobiert, während wir ein bisschen relaxed haben. Das trinken hier alle chinesen… anscheinend sogar lieber als Cola. Es scheint eine Art Tee zu sein und ist sehr süß, ich bleibe glaube ich lieber bei Cola.

Nach ein wenig Ausruhzeit, ging es dann direkt weiter mit dem Programm und zwar eine kleine Führung durch eine Teeplantage. Conny wollte lieber eine Runde chillen, skypen und entspannen, ich bin trotz Erkältung mal mit.

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Ich wurde belohnt mit einigen Tollen Ausblicken und wenig Wissen über Teeplantagen, denn diese hatte aufgrund des Regens der letzten Tage geschlossen. Mist. Naja, wir werden in Malaysia noch ordentlich Teeplantagen sehen, nämlich die Cameron Highlands. Irgendwann im Januar.

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Nach dem kurzen Abstecher zur Teeplantage gab es wieder ein bisschen Freizeit, bevor das Abendprogramm mit einer Mahlzeit und ein paar Pokerspielen anstand. Bzw. die Männer haben Poker gespielt, die Frauen haben sich mit Reiswein abgeschossen. Soso. Coolster Moment im Pokerspiel war übrigens, als unser Guide plötzlich meinte “Money off the table!”. Er dachte kurz, dass die Polizei käme, denn Glückspiel ist in China nicht erlaubt. Die Chinesen sind aber dennoch total verrückt danach und spielen bei jeder Gelegenheit irgendwelche Glückspiele. Mir blieb jedenfalls kurz das Herz stehen.

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Um etwa 23 Uhr ging es dann für uns ins Bett. Wir waren todmüde. So richtig spät geht es hier nie ins Bett, da man Abends immer sehr müde wird ob der anstrengenden Tage. Morgen gibt es noch eine Fahrradtour und dann geht es weiter mit dem Nachtzug nach Macao.

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China–French Concession, Yu Gardens und Vue Bar in Shanghai

Heute also der zweite und damit auch schon der letzte richtige Tag in Shanghai. Wieder haben wir ausgeschlafen und uns dann erst mal ein Frühstück in der Hostelbar genehmigt. Bei mir gabs Müsli mit Joghurt und Früchten in einer chinesischen Interpretation und Marcus entschied sich für eine brunchige Alternative: Club Sandwich mit Fritten. Da das Programm erst für ein Uhr einen Besuch der Yu Gardens vorsah, wollten wir die Zeit bis dahin nutzen, um uns das French Concession, ein Viertel, welches angeblich im französischen Stil gebaut ist und noch aus den Kolonialzeit stammt, anzuschauen. Auf dem Weg dorthin begegneten uns folgende Kuriositäten:

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Das Bild in der Mitte zeigt den Grund für den etwas strengen Geruch im Treppenhaus des Hostels. Dort befand sich eine in die Wand eingelassene, unverschlossene Tür, hinter der sich für den, der sie zu öffnen sich traut, ein Blick auf einen Gemüsemarkt auftut. Im ersten Stock eines ansonsten unauffälligen Gebäudes. Krass. Das Chinesen ein Faible für Kitsch und technischen Zubehör haben, ist wahrscheinlich allgemein bekannt. Das Smartphonecase Modell “Bunny” fanden wir dann dokumentierenswert.

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Das French Concession Viertel haben wir dann auch recht fix gefunden, und tatsächlich erinnern die Straßenzüge an der ein oder anderen Stelle an eine (süd-)französische Stadt mit Plantanenallen und recht europäisch angehauchten Gebäuden. Eine frisch gebackene Waffel vom Straßenrand wurde auch gleich ausprobiert und für gut befunden. Insgesamt hätte ich mir vielleicht noch ein wenig mehr erhofft, möglicherweise haben wir aber auch die schönsten Ecken ohne Stadtplan nicht gefunden Smiley.

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Am Nachmittag sollte es dann mit unserem neuen Guide, Cara, zu den Yu Gardens und einer Vue Bar mit grandioser Aussicht über Shanghai gehen. Aus den Yu Gardens hat Marcus sich dann vorsichtshalber erst mal rausgehalten, da er immer noch angeschlagen war, und beschlossen, an der Vue Bar wieder zu uns zu stoßen. Die Yu Gardens befinden sich bei einem Tempel, der jedoch nicht mehr religiösen Zwecken dient, sondern kurzerhand dem Konsum geweiht wurde, -jedenfalls befinden sich in den hübschen Gebäuden unzählige Souvenirshops und Teeläden, deren Besitzer Touristen auf der Straße ansprechen und zu einer Teezeremonie verführen wollen. Unsere ungeübte Guidess hat uns natürlich auch gleich mal anquatschen lassen und wir sind hoch in den ersten Stock eines Tempelgebäudes. Von der Terasse des Teeladens hatten wir auch eine tolle Aussicht, einen Tee für 4€ wollte ich mir aber nicht andrehen lassen und bin dann wieder schnell weg, während Einige sich diesen Luxus gegönnt haben. Ob das ein richtiger Scam war, weiß ich nicht, aber überteuert war der Tee mit Sicherheit.

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Schließlich haben wir es doch noch zu den Yu Gardens geschafft,- ein typisch chinesischer Garten aus der Ming-Zeit, der dort für die damaligen Statthalter Shanghais angelegt wurde.Typisch europäisch geprägt habe ich mir einen weitläufigen, blumenbepflanzten Garten vorgestellt,- stattdessen war er von Gebäuden (Teehäusern, Ruhehäuser etc.) geprägt, vielen Steinformationen und vielen Gewässern,- und fast gar keinen Blumen. Er hat mit Sicherheit aber seine ganz eigene Atmosphäre und viele tolle Kunstwerke,-wie die überall präsenten Drachen und Löwenfiguren. Besonders schön war ein kleines Orchester im hintersten Teils des Parks, welches klassische traditionelle chinesische Musik an traditionellen Instrumenten gespielt haben.Leider war es aufgrund des Wochenendes gerammelt voll.

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Es dunkelte bereits, als wir uns dann auf dem Weg zur Vue Bar gemacht haben, in der wir, nach reichlicher Verwirrung um den richtigen Weg, auch Marcus wiedergefunden haben. Die Vue Bar befindet sich im 32. Stockwerk des Hyatt-Hotels und der Ausblick war,-atemberaubend. 100 Yuan Eintritt (etwa 13€) beinhaltete dann auch ein Freigetränk (Rotwein bei mir) und auf Loungemöbeln lümmelten wir uns und genossen der Blick auf die beleuchtete Skyline. Ein Whirlpool war ebenfalls am Start, in den wir uns aber nicht getraut haben. Einige Jungs und Mädels nutzen jedoch die Chance und nahmen ein Bad.

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Vielleicht hätte man das im Nachhinein doch machen sollen. Verdammt.  Aber auch ohne Pool war die Bar grandios, der Ausblick bombastisch. Wir waren ja gestern schon beeindruckt von der Skyline, die nächtliche Ansicht war dann nochmal spektakulärer.

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Gegen Acht Uhr haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht,- während die anderen ein Taxi nahmen, sind wir nochmal an der Flusspromenade entlang, der Skyline Adieu sagen. An dieser tummelten sich dann auch Unmengen an Brautpaaren, ungelogen alle 10m stand eins zum Fotoshooting. Auffälligerweise waren die Damen alle in Rot, zum Teil auch der Bräutigam.

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Schließlich noch ein Bierchen in der Hostelbar ( und eine Cola für den kranken Marcus) und wir sind ins Bettchen. Morgen geht es um 8:30 Uhr los, mit dem Bullet Train nach ZhangZhou. Das sind trotz Schnellzug 9 Stunden Fahrt. Puh.Kräfte sammeln!

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