Asien

Thailand–Bangkok und Ayutthaya

Eine Stunde Flug ist es nur von Phuket nach Bangkok und auch der Weg zu unserem Hotel ist angenehm kurz. Wir bleiben wieder in der Nähe der Sukhumvit-Straße. Da ist es zwar touristisch, aber man findet alles was man braucht und ist mit der Skytrain gut angebunden. Und so dauert es  nicht lange, bis wir die Vorzüge der Großstadt genießen, die uns auf den Inseln ein wenig gefehlt haben.

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Den ersten vollen Tag verbringen wir direkt mal beim Shoppen und Bummeln. Wir haben uns den gesamten Urlaub ein wenig zurückgehalten, da wir alles ja immer mit uns hätten rumschleppen müssen. Jetzt, auf unserer letzten Station, können wir uns ein paar Kleinigkeiten mitnehmen, die noch in den Rucksack passen. Am liebsten shoppen wir in Bangkok im MBK-Shoppingcenter. Das MBK sieht von außen aus wie eine von den vielen Shopping-Malls in Bangkok, besteht im Inneren jedoch aus gefühlt einer Milliarde kleiner Shops und Stände. Hier wird von Klamotten über Kosmetik bis hin zu Elektronik alles verkauft, was man sich denken kann.

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Ich kaufe hier beispielsweise immer meine T-Shirts, die zwar alle gefälscht sind, aber dennoch eine nette Stoffqualität haben und garnicht mal so viel kosten wie zuhause. Was da vorne dann für ein Logo drauf ist, ist mir im Endeffekt auch egal. Conny gönnt sich hingegen ein bisschen Kosmetik und nach erfolgreichem Shoppen machen wir uns am Nachmittag auch wieder auf den Heimweg, um noch die Abendsonne auf dem Dach unseres Hotels zu genießen. Auf dem Dach befinden sich nämlich eine Bar und ein Pool. Der Pool ist leider nichts für mich und meine Schürfwunden, aber die Bar nehmen wir doch gerne mit.

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Abends gehen wir noch auf die Suche nach einem guten Schneider, der mir eine Tweed-Weste schneidern kann. Ich trage für die Arbeit aktuell keine Anzüge, sondern stets nur Hemd und Chino und da finde ich eine Tweed-Weste irgendwie nett als modische Variation. Wir finden jedenfalls schnell einen guten Schneider, der mir meine Weste in 3 Tagen anfertigen kann. Es ist allerdings erst der zweite Schneider mit dem wir sprechen, der es mir zusichern kann, bis zu unserer Abfahrt fertig zu werden. Der erste war so ausgebucht, dass er bis zu unserer Abfahrt gerade mal ein Ausmessung-Termin einrichten hätte können.

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Den zweiten und letzten vollen Tag, den wir zur Verfügung haben, wollen wir dazu nutzen, einen Tagesausflug nach Ayutthaya zu unternehmen. Ayutthaya ist, ähnlich wie My Son in Vietnam oder Angkor Wat in Kambodscha eine Ruinenstadt mit Tempeln und Palästen eines früheren Königreichs. Es liegt nur eine gute Stunde mit dem Zug von Bangkok entfernt und so machen wir uns morgens auf dem Weg zu Bahnhof, um einen der häufig verkehrenden Züge nach Ayutthaya zu besteigen.

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Am Bahnhof stellen wir fest, dass es ein extra “Ticket Office for Foreigners” gibt, also für Touristen. Dort sprechen die Mitarbeiter englisch und innerhalb weniger Sekunden haben wir zwei 3rd-Class-Tickets nach Ayutthaya in der Hand. Kostenpunkt: umgerechnet ca. 75 ct. pro Ticket.

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Die dritte Klasse ist garnicht mal unangenehm für kurze Distanzen. Ventilatoren an der Decke, offene Fenster und Holzbänke sind meines erachtens nicht die schlimmste Art zu reisen. Der Zug ist auch relativ voll und viele Mitreisende scheinen das selbe Ziel zu haben wie wir. Die Reise dauert statt max 1,5 Std. dann für uns auch fast 3 Stunden, da der Zug immer wieder anhalten muss. Da hatten wir bereits drüber gelesen und sind somit nicht verwundert. Wir haben es ja nicht eilig.

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Etwas später als geplant, kommen wir dann in Ayutthaya an und organisieren uns direkt mal zwei Fahrräder. Die gibt es direkt gegenüber vom Bahnhof und in zwei Varianten. Einmal nur ein altes Fahrrad für den Tag und einmal ein Mountainbike mit Versicherung und Roadside-Assistance und allem drum und dran, Wir entscheiden uns für die schlichte Variante und radeln los. Den ersten Tempel erreichen wir nach etwa 15 Minuten Radfahren.

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Ayutthaya war zu seiner Blütezeit wohl ein faszinierender Ort, der für Reisende beeindruckend gewesen sein muss. Einen Teil seiner Strahlkraft kann man der Stadt heute noch ansehen. Ayutthaya war außerdem Heimat für verschiedenste Bevölkerunggruppen unterschiedlicher Herkunft und Religion und konnte nur durch Toleranz und Diplomatie so lange ein Machtzentrum bleiben.

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Viel steht von den Gebäuden der damaligen Zeit zwar leider nicht mehr, es wird aber aktuell wohl viel restauriert und wiederaufgebaut. Ein Modell in einer Vitrine zeigte beispielsweise den ursprünglichen Zustand von dem vielleicht noch 10% zu sehen waren an der Stelle an der wir uns befanden. Oftmals auch nur Grundmauern.

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Alles was die Jahrhunderte überlebt hat, kämpft gegen die Witterung und gegen Touristen, die überall draufklettern und damit oftmals mehr kaputt machen als sie denken.

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Wir schlendern über die Areale der Haupttempel und des ehemaligen Palastes, die praktischerweise direkt nebeneinander waren. Gerade die drei Haupttempel sind gut restauriert und beeindruckend.

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Wir schwingen uns anschließend auf unsere Räder und radeln weiter zum nächsten Tempel. Insgesamt sind hier bestimmt 20 Orte, die man sich anschauen kann, aber so viel Zeit haben wir nicht. Wir schauen uns heute nur drei Orte an und nun nach dem ersten brauchten wir erstmal ein kleines Mittagessen.

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Wir setzen uns in einen kleinen Laden an der Straße, der wohl eigentlich nicht so richtig auf Touristen abzielt. Conny hatte ein paar Nudeln, ich nur eine Cola. Laut ihrer Aussage aber mit die besten Nudeln auf der Reise. Was das genau für Nudeln waren wissen wir aber auch nicht. Smile

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Weiter geht es zum zweiten Tempel, bei dem unglaublich viele enthauptete Buddha-Statuen zu besichtigen waren. Es gibt hier wohl auch einen Tempel, an dem die Statuen noch vollständig sind, aber der ist wohl weiter weg. Einige Köpfe sind auf dem Areal noch zu finden, zu welchen Körpern sie gehören, könnten wir aber nicht feststellen. Schön an diesem Tempel ist, dass wir fast alleine hier sind. Es ist zwar schon ein kleinerer Tempel, jedoch recht gut erhalten. Wir können uns garnicht so recht erklären, warum dieser für die anderen Touristen nicht so spannend ist.

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Der dritte und letzte Tempel auf unserer Agenda ist dann auch der mit Abstand touristischste und somit ein Kontrast zu dem davor. Dieser ist vor allem so beliebt, weil hier wohl bei der Plünderung ein Buddhakopf neben einem Baum fallen gelassen wurde und sich der Baum im Laufe der Jahre um den Buddhakopf herum verwachsen hat. Zugegeben ein schönes Bild.

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Das Areal bietet aber viel mehr, auch hier sind einige große Hallen und Tempel erhalten, durch die man schreiten kann und sich vorstellen kann, wie das Ganze wohl früher ausgesehen haben mag. Es ist inzwischen früher Nachmittag und die Sonne knallt uns ganz schön auf den Kopf. Wir beschließen, zurück zum Bahnhof zu fahren und uns einen Zug nach Bangkok zu suchen.

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Auf dem Weg zurück zum Bahnhof müssen wir einen Fluss überqueren. Auf dem Hinweg haben wir das mit einer Brücke getan, auf dem Rückweg nehmen wir eine Fähre, die uns wieder ein typisches Thai-Erlebnis bescherte. Als wir mit den Fahrrädern ankamen, winkte uns der Kapitän bereits zu sich hin. Wir wären sonst nicht auf die Idee gekommen, mit unseren Fahrrädern auf die doch sehr kleine Fähre zu gehen. Kurz vor Abfahrt sprang noch eine ganze Menge Schulkinder in letzter Sekunde auf die Fähre, die dann auch in unter einer Minute am Gegenüberliegenden Ufer ankam. Alle kamen fix von Bord, so auch wir. Zahlen musste man dann an einem Stand eine Straße weiter. Man ist doch immer wieder überrascht, wie das hier alles ohne Schilder und feste Regeln funktioniert. Wir finden’s cool!

Eine 2nd-Class-Zugfahrt später sind wir wieder in Bangkok. Ich kaufe mir dort an einem Straßenstand noch fix ein Poloshirt, denn mein weißes Hemd hat fiese gelbe Spuren von den Sitzen im Zug abbekommen. Dann holen wir meine fertige Weste vom Schneider ab und suchen uns noch ein nettes Restaurant für unser letztes Abendessen in Thailand.

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Bei Live-Musik und schummrigem Licht essen wir noch einmal richtig lecker Thaifood und freuen uns auch wieder ein bisschen auf zuhause. Morgen gegen Mittag geht unser Flug nach Dubai und von dort weiter nach Frankfurt.

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Thailand–Back to basic: Koh Yao Yai

Wir hatten von Anfang an nicht viel Zeit in Phuket eingeplant und so nutzen wir den einen Abend den wir nun hier haben, um ein wenig durch die Straßen zu schlendern. Was wir zum Beispiel nicht wussten: Phuket hat einiges an portugiesischer Architektur. Was wir zum Beispiel wussten: Hier gibt es massig Touristen. Selbst in Phuket Town laufen teilweise mehr westliche Touristen durch die Straßen als Thais. Wir essen Abends noch in einem (ebenfalls sehr touristischen) kleinen Restaurant und schauen uns einen nahegelegenen Nachtmarkt mit Fokus auf Kunsthandwerk an.

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Zuletzt stehen wir eine halbe Stunde (!) für ein Eis bei McDonald’s an und sind danach auch relativ fix im Bett. Unser Hostel ist zwar eher Basic, aber das Bett ist erste Sahne!

Am nächsten Morgen organisiere ich mir noch schnell eine thailändische SIM-Karte für die letzten 1,5 Wochen hier und danach organisieren wir uns ein Taxi zum nahegelegenen Bootsanleger nach Koh Yao Yai, unserem nächsten Stopp. Das Problem mit den Booten nach Koh Yao Yai ist, dass man im vorhinein nicht zu 100% sicher herausfinden konnte, wann denn nun genau die Boote fahren und welche davon Speedboats und welche davon größere Fähren sind. Auf großen Fähren geht es Conny meist besser und so bestand unser Plan ursprünglich darin, eine Fähre zu erwischen.

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Am Anleger dann die Ernüchterung. Die Fähre fährt erst wieder in ein paar Stunden, aber ein Speedboat geht in 30 Minuten. Conny beißt also die Zähne zusammen und wir entscheiden uns für das Speedboat. Der Anleger ist winzig und wir sind auch die einzigen Touristen hier, das gefällt uns schon viel besser als an den Anlegern auf Koh Lanta und Koh Phiphi, die wir in den letzten Tagen bereits gesehen haben. So fühlt man sich direkt ein bisschen mehr als Abenteurer. Winking smile

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Eine 40 min.-Speedboat-Fahrt und eine 20-Min.-Songthaew-Fahrt später sind wir an unserer Bleibe und es gefällt uns sehr gut. Hier gibt es nur ein paar wenige Bungalows und einen kleinen Pool, dafür aber nicht so einen netten Strand wie auf Koh Ngai!

Die ganze Insel ist eher wenig touristisch und zudem muslimisch geprägt. Es gibt nur einige wenige Hotels, Hostels und Resorts entlang der Straßen und auch nur einen 7-Eleven-Supermarkt, der auch ein ganzes Stückchen von unserem Bungalow entfernt ist. Wir genießen wie schon auf Koh Ngai viel Nichtstun und gutes Essen. Ich gehe sogar einmal laufen, aber bin natürlich dumm genug, dies Nachmittags zu machen. Das kann ich nicht wirklich empfehlen.

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Empfehlen können wir hingegen die Nahrung hier auf der Insel. Sowohl bei uns im Resort als auch in der “Jikgo Bar” ein paar Meter entlang der Hauptstraße gibt es sensationell gutes Thai-Essen. Nicht nur den üblichen frittierten Kram und ein paar westliche Gerichte, sondern eine große Auswahl an Currys und Seafood-Gerichten. Bei uns geht Liebe ja immer durch den Magen und so sind wir natürlich total Happy!

Am dritten Tag überwinden wir unseren Schlafen-Entspannen-Essen-Rythmus und mieten uns einen Roller. Ohne Roller wird es irgendwann langweilig auf der Insel. Es sind doch einige Kilometer über die sich die Insel hinzieht und die wirklich schönen Stellen sind ein wenig versteckt. So zum Beispiel der Hua Laem Beach!

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Der Hua Laem Beach war eigentlich einer der Gründe, warum wir überhaupt auf der Insel gelandet sind. In einem Spielfilm haben wir den Strand mit der Einblendung “Koh Lipe” entdeckt und – da wir schon zwei mal auf Koh Lipe waren – schnell entschieden, dass das nicht Koh Lipe sein kann. Eine Google-Suche später sind wir auf Koh Yao Yai gestoßen und haben beschlossen, uns die Insel mal anzuschauen.

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Der Strand läuft spitz zu und bildet somit eine Landzunge. Der Sand ist sehr fein und fast weiß, das Wasser ist einigermaßen klar und es ist keinerlei Touristeninfrastruktur in der Nähe. Keine Tuktuk-Fahrer, kein Restaurant, kein Kiosk und nichtmal Obstverkäufer am Strand. Wir genießen es sehr, hier ein wenig diese schöne Ecke zu genießen und nach ein paar Stunden und ein wenig Baden und Spazieren.

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In der Mittagssonne wird es uns ein wenig zu warm und wir ziehen uns in eine kleine schattige Höhle zurück, die dort irgendjemand mal mit Palmenblättern gebaut hat. Eine sehr Weise Entscheidung, wir sind nämlich beide noch nicht bereit für den zweiten Sonnenbrand des Urlaubs.

Wir schießen noch ein paar Fotos am Strand, denn es ist immerhin einer der schönsten, die wir je gesehen haben (Whitehaven Beach in Australien war vielleicht ähnlich schön) und machen uns auf den Rückweg zu unserer Bleibe, denn wir müssen heute noch umziehen.

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Unsere Unterkunft war leider nur für 2 Nächte buchbar und so hatten wir noch einige Nächte in unserem Urlaub, die wir uns erstmal unverplant gelassen hatten. Wir entscheiden spontan, dass es uns hier so gut gefällt, dass wir ein wenig länger bleiben wollen und suchen uns noch für 3 weitere Nächte eine Unterkunft auf der Insel. Wir entscheiden uns schließlich, direkt nebenan von unserem bisherigen Resort zu bleiben und ziehen am dritten Tag auf der Insel mit Sack und Pack etwa 300 Meter weiter.

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Wir stellen fest, dass man auch ein Häuschen weiter, die Insel sehr gut genießen kann. Lediglich das Essen im Resort selber ist nicht so überragend, aber die Jikgo Bar ist ja weiter in Laufdistanz und so laufen wir die ersten beiden Abende auch von dort immer bis dahin um uns dort die Karte hoch und runter zu essen. Unser Resort bietet auch eine Happy Hour mit Cocktails jeden Abend, welche wir auch einmal in Anspruch nehmen. Alkoholische Getränke sind in einer muslimisch geprägten Ecke eher unüblich und so scheint mit dem Cocktail, den ich hatte auch irgendetwas nicht gestimmt zu haben. Nach zwei Gläsern war ich nämlich sturzbetrunken. Ich habe alles doppelt gesehen, habe gelallt und konnte nicht mehr geradeaus gehen. Zum Abendessen hat mich Conny dann noch mitgeschleppt, danach bin ich – zurück im Bungalow – sofort eingeschlafen. Das war dann mein letzter Cocktail hier!

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Am nächsten Morgen bin ich natürlich ewig früh wach, da ich ja am Vorabend auch viel zu früh im Bett war. Und so gebe ich mir eine zweite Chance für einen ordentlichen Lauf. In Deutschland war bei unserer Abreise ein Laufen ohne mehrere dicke Kleidungsschichten nicht möglich und so genieße ich es, hier mit kurzer Hose und T-Shirt joggen zu gehen. Ich laufe bis zum Hua Laem Beach, an dem wir ja bereits gewesen sind und wieder zurück. Herrlich!

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In unserer Unterkunft haben wir dieses mal kein Frühstück dabei und umgerechnet 8€ pro Person ist für Thai-Verhältnisse ein stolzer Preis. Wir entscheiden uns, uns selbst zu versorgen und frühstücken in einem kleinen Café an der Straße. Mittags greifen wir wieder auf unsere geliebten Noodlecups zurück und Abends – wie kann es anders sein – führt uns unser Weg in die Jikgo Bar. Die Zeit dazwischen verbringen wir hauptsächlich am und im Pool.

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Den letzten kompletten Tag auf der Insel mieten wir uns nochmal einen Roller, um die Insel ein wenig mehr zu erkunden. Unser Frühstück gibt es heute eine gute halbe Stunde Rollerfahrt von unserer Bleibe im Supermarkt – dem einzigen 7-Eleven auf der Insel. Ich liebe ja die Sandwiches, die man dort bekommt und so war es keine Überraschung, dass ich mindestens einmal dahin wollte während unseres Aufenthalts.

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Wir fahren auch nochmal zum Hua Laem Beach, bei dem aktuell Ebbe herrscht. Inzwischen haben sich einige dicke Wolken über der Insel verteilt, wo vorher noch strahlend blauer Himmel war. Wir sind aber optimistisch und setzen uns trotzdem ein wenig an den Strand.

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Wir sind hier auch nicht die einzigen, einige Touristenboote haben angelegt und Touristen spazieren über das Watt. Die Thais fahren mit ihren Rollern sogar bis weit raus, das haben wir uns nicht getraut und unser Moped viel weiter vorne abgestellt.

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Solange es trocken bleibt, sind die Wolken ein sehenswertes Spektakel. Hier gibt es ja keine wirklichen Gebirge, wo Wolken hängen bleiben könnten oder von der Thermik beeinflusst werden können und so ziehen sie relativ flott über die Insel hinweg.

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Als es etwas windiger wird und auch anfängt zu regnen, entschließen wir uns zum Aufbruch. Schnell zum Roller und zurück zum Resort, so der plan. Während der Fahrt nimmt der Regen zu und wir halten unterwegs an, um unsere Sachen etwas besser zu verstauen. Dabei stellen wir den Roller ab und ich lasse den Motor laufen. Ein Fehler. Als ich den Roller noch ein wenig zur Seite schieben möchte, rutsche ich weg, gebe versehentlich Gas und der Roller beschleunigt, mit mir am Lenker hängend. Ich lasse nach wenigen Metern los und rolle mich in den Straßengraben. Der Roller schafft es noch einige Meter ohne mich und fällt dann um.

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Uff. Das hätte nicht sein müssen. Ich nehme ein paar Schürfwunden und eine unangenehme Prellung an der Hüfte mit und wir retten uns zurück in unseren Bungalow. Der Regen hört erst stunden später wieder auf und erst dann machen wir uns auf den Weg zum Abendessen. Wir wollten am letzten Abend nochmal einen anderen Laden ausprobieren, den wir auch nur mit dem Moped erreichen können. Mit ein paar Pflastern versorgt, bin auch ich wieder einsatzfähig und so fahren wir zu “Chill Chill @ Pai”. DerLaden ist wie gesagt ein paar Meter entfernt, aber super gemütlich. Wir werden unglaublich freundlich bedient und auch das Essen schmeckt hervorragend.

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Am nächsten Morgen geht es bereits um 7 Uhr zum Auschecken. Wir haben die komplette Fahrt nach Phuket Airport bei uns im Resort buchen können und haben das der Einfachkeit halber mal gemacht. So werden wir vom Resort mit einem Songthaew abgeholt und zum Boot gebracht, welches für uns schon bezahlt war. 30 Minuten Bootsfahrt (ja, wieder Speedboat) später sind wir an der Küste von Phuket, wo bereit ein Driver auf uns wartet. Wir brauchen nichtmal 2 Stunden von unserem Bungalow bis zum Airport.

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Wir hatten natürlich viel mehr Zeit geplant und so haben wir am Flughafen noch viel Zeit, welche wir einmal wieder dafür nutzen, westliches Essen in uns reinzustopfen. Der nächste und letzte Stopp unserer Reise ist dann Bangkok.

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Thailand–Über Phuket nach Ko Ngai

Und da war es schon wieder soweit und der Vietnamteil unserer Reise war vorüber! Einerseits sind wir etwas traurig, dass wir das Land wieder verlassen, andererseits freuen wir uns auf Thailand und, endlich, Entspannung am Strand. Wir verlassen Vietnam von Danang aus, wo wir schon von Hanoi aus angekommen sind und da der Flug recht früh geht, lassen wir uns per Privattaxi für teures Geld, nämlich 50€, hinbringen. Haben wir auf dem Hinweg noch geschlagene 2,5 Stunden gebraucht, geht es diesmal erstaunlich schnell und wir müssen noch eine ganze Weile Zeit totschlagen. Verdammt!

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Unser eigentliches Ziel heißt Phuket, aber von Danang aus ist das so eine Sache. Mit einer uns beliebenden Fluglinie kommt man nur relativ teuer direkt nach Phuket. Wir haben daher einen Flug nach Kuala Lumpur per Air Asia gebucht, und dann noch einen von KL nach Phuket. Da aber unser Gepäck nicht nach Phuket durgecheckt werden kann, heißt es am uns schon fast heimischen KLIA2 Flughafen erstmal: Einreise nach Malaysia, Gepäck aufsammeln, den nächsten Flug einchecken und Gepäck abgegeben, dann wieder ausreisen.Immerhin haben wir so 2 weitere Stempel im Pass Open-mouthed smile.

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Vorher stärken wir uns aber erstmal. Und da wir uns fast 2 Wochen ausschließlich vietnamesisch ernährt haben (was zweifelsfrei äußerst lecker war) gibt es etwas beim Gasthof zum goldenen M. Wobei wir im Nachhinein auch gerne bei Nöööödles was probiert hätten, bei dem Namen hätte man einfach nicht enttäuscht werden können. Unser Flug hat etwa eine Stunde Verspätung, aber schließlich kommen wir in Thailand an. Da uns die Taximafia in Phuket suspekt ist, wir recht spät ankommen und uns in Phuket gar nicht auskennen, haben wir vorher einen Transsfer über Phuketastic gebucht, – so werden wir stilecht mit Schild erwartet und können nach kurzer Wartezeit in unser auffällig beleuchtetes Taxi steigen.

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Wir sind zwar immerhin schon das 5. Mal in Thailand, aber nach Phuket haben wir es noch nie geschafft. Die Fahrt zu unserem Hotel in Rawai dauert dann auch 45 Minuten und wir fallen nur noch ins Bett. Reisetage schlauchen. Wir bleiben allerdings nur zwei Nächte in Phuket, hauptsächlich weil wir etwas ungeschickt gebucht haben, und nutzen den uns verbleibenden vollen Tag um endlich ein wenig Poolzeit zu genießen und Rawai ein wenig mit dem Fahrrad zu erkunden.

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Der Strand in Rawai ist nicht so der Knaller, aber ein paar nette Beach-Bars gibt es trotzdem. Wir setzen uns bei Nikita direkt ans Wasser und genießen die ersten thailändischen Speisen seit über einem Jahr! Waren schon okay, aber nicht überragend, dafür saß man nett. Dass hier sogar stilecht Flensburger Pilsener auf der Karte zu finden war, verschweigen wir mal besser Smile with tongue out

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Nach zwei Nächten und zwei Taxifahrten verlassen wir Phuket direkt wieder in Richtung Koh Ngai! Dort waren wir ja bereits im letzten Jahr und fanden es so klasse, dass wir uns nochmal für fünf Nächte dorthin zurückziehen. Das schöne an Koh Ngai: Hier gibt es nichts!

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Drei Bootsfahrten (einmal Speedboat bis Koh Phi Phi, einmal Tigerline-Ferry bis Koh Lanta und nochmal andere Tigerline-Feryy bis Koh Ngai) später sind wir vor Ort. Die Bootsfahrt von Phuket mit Tigerline ist deutlich länger und anstrengender als die von Langkawi damals! Auf dem Rückweg müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen. Aber jetzt heißt es erstmal: Entspannen!

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Wir bleiben erneut in den “Coco Cottages”, die uns bereits letztes Jahr mit Service, Speisenqualität und Freundlichkeit der Angestellten vom Hocker gehauen haben. Unser Bungalow GD2 ist direkt neben dem Bungalow von letztem Jahr GD1. Also alles wie gewohnt Smile Wir genießen die nette Ausstattung der Bungalows (Klimaanlage, heißes Wasser, angenehme Matratzen), nachdem es in Vietnam schon ein paar mal ein wenig Basic war.

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Wir genießen es außerdem, viel nichts zu tun und gutes Thai-Essen zu verspeisen. Ich glaube bei mir gab es 3x in 5 Tagen Pad Thai, weil es so lecker war! Wir sitzen viel im Schatten und lesen oder kühlen uns zwischendurch mal im Meer ab. Einmal sind wir sogar ein wenig schnorcheln gegangen.

Das war aber vielleicht ein Fehler, denn danach hatten wir beide einen veritablen Sonnenbrand auf den Rückseiten unserer Beine.

Schön war es aber allemal. Direkt vor der Insel ist ein erstmal eine Sandbank und dahinter direkt ein kleines Riff. Alle Fotos und Videos, die mich beim Schnorcheln zeigen, musste ich leider zensieren, da ich beim Schnorcheln in einem Schwimmring hing und dabei maximal unelegant aussah. Schade. Winking smile

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Nirgendwo, wo wir bislang in Thailand geurlaubt haben, war das Wasser klarer als auf Koh Ngai. Das ist für mich natürlich nett, denn so sehe ich immer was so um mich rum schwimmt und Conny kann exzessiv schnorcheln gehen. Auf einen Tauchausflug haben wir dieses mal verzichtet. Conny hatte erst kürzlich eine Mittelohrentzündung und ich kämpfe seit Beginn der Reise gegen eine Erkältung. Beides keine guten Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Druckausgleich beim Tauchen.

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Am letzten Tag schaffen wir es auch tatsächlich, früh genug aufzustehen und uns den sensationellen Sonnenaufgang anzuschauen. Auch das haben wir letztes Jahr bereits gemacht, aber es ist erneut ein magischer Moment.

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Da es auf koh Ngai keinen Geldautomaten, keinen Supermarkt und auch keine wirklichen Geschäfte gibt, ist man quasi gezwungen dazu, ein wenig runterzukommen. Auch das WLan ist gerne mal eine weile weg, vielleicht ist das ja sogar zwischendurch ganz gut so. Leider endet auch die schönste Zeit im Urlaub irgendwo und unser nächstes Abenteuer steht an. Wir verlassen Koh Ngai mit Petpailin-Ferrys (nicht mit Tigerline) und cruisen mit adäquat großen Booten (auf den kleinen verpackt Conny ihren Mageninhalt immer in Tüten) zurück nach Phuket. Hierbei müssen wir zwar auf Koh Lanta das Pier wechseln und haben ein wenig Aufenthalt, aber das macht uns knapp die Hälfte. Wir waren hier ja schon vor 3 Jahren einmal und kommen sogar an unserer damaligen Bleibe vorbei.

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In Phuket hält es uns erneut nicht lange. Dieses mal checken wir in ein nettes Hostel in Phuket Town ein, nur 15 Minuten von dem Bootsanlegen, von dem es am Folgetag dann weiter nach Koh Yao Yai geht!

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Vietnam–Tombs of the emperors in Hue

Unser zweiter Tag in Hue! Den haben wir uns komplett für die “Tombs of the Emperors” aufgehoben. Hue war ja wie bereits erläutert, die Residenzstadt der Nguyen-Dynastie. Die Kaiser der Nguyen haben sich zusätzliich zum pompösen Palast jeweils vor ihrem Ableben einen schönen Platz für Ihr Grabmal in der Nähe von Hue ausgeguckt und ein eben solches dort erbaut. Entstanden sind weitläufige Parkanlagen und beeindruckende Gebäude. Alles so im 8km-Radius um Hue herum. Wir haben angesichts der überschaubaren Strecke keinen Bock mehr auf Chauffeur und privates Fahrzeug und mieten uns kurzerhand zwei klapprige Fahrräder und machen uns auf en Weg durch den vietnamesischen Verkehr!

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Der vietnamesische Verkehr läuft gefühlt völlig ohne Regeln. Es drängen sich etwa 10 Mopeds nebeneinander auf einer Spur, während diese gerade rechts von einem grotesk wild hupendem Auto überholt werden. Rechts vor Links oder Links vor Rechts gibt es nicht, Abbiegen ist das reinste Abenteuer und rote Ampeln sind auch eher nur Empfehlungen als harte Regeln. In diesem Gewusel arbeiten wir uns mit unseren Fahrrädern stadtauswärts. Je weiter wir aus der Stadt raus kommen, desto einfacher und idyllischer wird es und uns erscheint die Idee weit weniger abwegig als in den ersten 10 Minuten unseres Vorhabens. Nach etwa 45 Minuten erreichen wir die erste Grabstätte, stellen unsere Fahrräder bei einem freundlich winkenden vietnamesischen Restaurantbesitzer ab (der vermutlich gehofft hat, mit uns ein wenig Umsatz zu machen) und beschreiten die erste Sehenswürdigkeit heute. Da wir bereits gestern ein Kombiticket gekauft hatten, erzeugen die drei bekanntesten Grabmäler für uns heute keine Extrakosten. Einige andere sind auch gratis, diese sind aber weniger bekannt, schlechter ausgeschildert und heute nicht auf unserer Agenda.

Tu Duc

Das erste “Grabmal” welches wir uns anschauen ist das des Kaisers Tu Duc.Uns wird schnell klar, dass mit “Grabmal” hier riesige Areale gemeint sind, wir sind erstmal baff. Kaiser Tu Duc hatte wohl eine eher “poetische” Gesinnung, wie überall beschrieben ist, weswegen sein Grabmals-Landschaftspark sehr hübsch und ruhig gebaut ist. Überall sind zudem Pavillons, in denen er noch zu Lebzeiten auf Seen und Inseln starren und Poesie schreiben konnte. Ja, ihr hört richtig, zu Lebzeiten. Tu Duc hatte sein Grab bereits zu Lebzeiten errichten lassen und hat hier auch viel Zeit verbracht.

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Neben künstlichen Seen, Flüssen und vielen botanischen Anlagen, befinden sich auch einige Tempel auf dem Gelände. Wir schlendern durch die Anlage, starren – wie einst Tu Duc – auf den angelegten See und stellen uns vor, wie das wohl früher gewesen ist.

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Nähert man sich dem eigentlichen Sarg, muss man durch etwas prunkvollere Plätze und Tempel sowie an einer großen Steintafel vorbei, in die Tu Duc selber einen Text gemeißelt hat. Leider auf chinesisch und somit für uns leider nicht lesbar.

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Letztendlich stehen wir vor dem Sarg. Alle Ehrfurcht können wir aber eigentlich beiseite schieben, denn der Sarg ist leer. Tu Duc hatte wohl Angst vor Grabräubern und hat angeordnet, seinen Leichnam irgendwo im Wald von Sklaven vergraben zu lassen und alle Sklaven anschließend zu enthaupten. Somit ist bis zum heutigen Tag unbekannt, wo er eigentlich liegt.

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Sehr faszinierend wie ich finde. Da baut man diese riesige Anlage für das eigene Ableben und hat dann Angst, sich dort begraben zu lassen. Wahnsinn. Wir setzen uns noch für ein paar Chips und eine Fanta an einen kleinen Straßenstand und blättern noch ein wenig in den erläuternden Texten des Lonely Planet, bevor wir uns wieder auf die Fahrräder schwingen und zum nächsten Grab fahren.

Khai Dinh

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Dessen Grabmal ist insofern besonders, weil es nicht nach klassisch vietnamesischen Gesichtspunkten gebaut ist, sondern eine Mischung zwischen europäischer und vietnamesischer Architektur darstellt, genauer neogotischer und vietnamesischer Architektur. Anstelle von Holz ist mit dunklem Stein gearbeitet worden, das Grabmal ist sehr steil in einen Hang gebaut worden. Die europäischen Einflüsse sind insofern nicht verwunderlich, das das Kaiser Kaih Dinh sich sehr nach den französischen Kolonialherren richtete und dementsprechend nicht unbedingt beliebt war.

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Der obligatorische Hof mit den Elefanten,Pferden und Mandarin hingegen finden sich bei allen Grabmälern. Der Reiseführer behauptet auch, das die Züge der Mandarin europäisch seien, das wollen wir hier nicht bestätigen.

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Jedenfalls wirkt die ganze Anlage aufgrund ihrer dunklen Farbe ziemlich gruselig. Erst in der letzten Halle wird es dann deutlich farbenfroher, denn der Raum ist komplett mit einem funkelnden, bunten Mosaiken aus Fliesen, Spiegeln und bunten Steinen ausgekleidet.

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Im hinteren Teil der Halle trohnt eine überlebensgroße Bronzestatue von ihm, unter der er, in mehreren Metern Tiefe, begraben liegt.

Wir machen uns wieder auf den Weg zu unseren Rädern, in deren Nachbarschaft gemütlich ein paar Rinder grasen und fahren weiter zur letzten Station. Auf dem Weg erhaschen wir noch einen schönen Ausblick auf den Hang mit dem Kaisergrab.

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Minh Mang

Der Weg zum Grab von Minh Mang ist ganz schön weit. Hierfür müssen wir auch mit unseren Drahteseln über eine Autobahnbrücke radeln. Hoffentlich lohnt sich das! Bereits einige hundert Meter vor unserem eigentlichen Ziel winkt uns wieder ein freundlicher vietnamesischer Restaurantbesitzer zu sich und bietet uns einen Fahrradparkplatz und einen Schleichweg zum Grab und würde es im Gegenzug gerne sehen, wenn wir hinterher bei ihm etwas trinken oder essen. Guter Deal. Machen wir. Unsere Fahrräder sind die Einzigen vor seiner Holzhütte und er drückt uns eine Nummernplakette mit der Nummer “159” in die Hand. Damit er hinterher weiß, welche Fahrräder unsere sind. Ok.

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Wir nehmen seinen Schleichweg zum Grab und sind tatsächlich 4 Minuten später auf dem Gelände der Grabstätte von Minh Mang. Wie schon bei Tu Duc dominiert zunächst erstmal ein großer See unser Blickfeld. Dieser scheint aber deutlich größer zu sein als der bei Tu Duc und zudem natürlicher.

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Die gesamte Grabstätte ist insgesamt sehr weitläufig. Große Terassen und viele Torbögen muss man durchschreiten und auch an den obligatorischen Stein-Mandarin-Figuren im Hof vorbei, bis man sich seinem Grab nähert. Man fragt sich unweigerlich wofür der ganze Platz mal gedacht war.

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Während wir mitten auf dem Gelände stehen, fängt es an zu regnen. Aber wir sind ja gut vorbereitet und haben Regenjacken dabei. Solange das hier auf dem Gelände regnerisch ist, macht uns das ja nichts, Hauptsache die Rückfahrt bleibt gleich trocken.

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Nach einem letzten Tempel, in dem wir einen Regenschauer verweilen, sieht man bereits die Insel, die das Grab von Minh Mang beheimatet und die Brücke hinüber. Hier ist es jedoch so, dass man zwar auf die Insel, jedoch nicht direkt bis zum Grab kommt. Wir bleiben also vor einer verschlossenen Tür stehen.

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Selbst wenn man näher ran käme, wäre man noch immer sehr weit vom eigentlichen Grab entfernt, denn Minh Mang ist in einem unterirdischen Palast im Untergrund der Insel begraben und die Eingänge zu diesem unterirdischen Palast wurden alle verschüttet. Wie spannend! Wir schlendern bei inzwischen wieder regenlosem Wetter noch einmal am See entlang und begeben uns dann auf den Rückweg zu unseren Fahrrädern.

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Dort machen wir dann auch, sehr zur Freude unseres Fahrrad-Wächters, einen Getränkestopp und planen unsere Rückfahrt. Während wir also unsere Fanta trinken und auf dem doch sehr rudimentären Kartenmaterial unsere Fahrradroute planen, springt mir doch tatsächlich die sehr zerrupfte Katze des Besitzers auf den Schoß. Argh! Ich bin niedlichen Tieren ja echt nicht abgeneigt, aber wenn sie arg zerrupft aussehen, immer am rumstreunen sind und ich meine Tollwutimpfung nicht aufgefrischt habe, ist mir das doch sehr unangenehm! Also schnell weg hier und durch den vietnamesischen Verkehr zurück nach Hue!

Abends essen wir noch eine Kleinigkeit im Restaurant unseres Hotels und fallen dann kaputt ins Bett, der Tag war dann doch ganz schön anstrengend!

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Vietnam–Marble Mountain und Kaiserstadt Hue

Unser letzter Morgen in Hoi An beginnt gemütlich, es geht nämlich erst um 10 Uhr weiter. Also erstmal packen, frühstücken und auschecken. Wir mussten, um nach Hue zu kommen, erneut einen personal transfer buchen, also einen eigenen Fahrer. Es ist zwar ein wenig dekadent, aber öffentliche Busverbindungen scheint es nur sehr spärlich zu geben. Der Transfer kostet uns ungefähr 60 US-Dollar, das können wir bei etwa 4-5 Stunden Fahrt aber verantworten. Unser Fahrer bietet uns an, noch einige Sehenswürdigkeiten mitzunehmen; cool! Wir überlegen kurz, wie unsere Tagesplanung ausschaut und entscheiden uns, von den drei Sehenswürdigkeiten, die er mit uns machen könnte, nur eine zu machen, nämlich den Marble Mountain. Nachmittags wollen wir ja noch die Kaiserstadt in Hue erkunden, das wird sonst zu knapp.

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Der Marble Mountain wurde wohl ursprünglich zum Abbau von Marmor verwendet, aus dem dann Skulpturen und ähnliches gefertigt wurden. Er ist jedoch gleichzeitig auch religiöses Zentrum der Region, denn in dem Berg sind diverseste Höhlen, die als Tempel genutzt wurden oder werden. Der Marble Mountain ist relativ nah an Da Nang und so sind wir auch fix dort. Es gibt sogar einen Aufzug hoch auf den Berg, den wir sogar benutzen, denn Conny hatte keinen Bock auf Klettern. Oben angekommen gibt es zum einen eine tolle Aussicht und zum Anderen viele mögliche Pfade durch den Berg.

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Wir entscheiden uns, zum Aussichtspunkt zu kraxeln (arme Conny), der jedoch so voll mit Touristen ist, dass wir nicht mal ein Foto von dort oben schießen und schnell wieder runterklettern. Vielleicht sollten wir uns besser auf die Caves fokussieren.

Haben wir dann nach einem Liter Wasser pro Person gemacht und waren besonders angetan von der größten Höhle im Berg, die uns ein wenig an die Batu Caves bei Kuala Lumpur erinnerte. Alle Höhlen hier oben sind jedoch buddhistisch (obwohl in Vietnam auch viele Christen und Hindu leben), die Batu Caves waren hinduistisch.

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Die Höhle wirkte nochmal deutlich spiritueller als die Batu Caves, alleine schon, weil sie deutlich kleiner war und hier keine Nutztiere gehalten werden. Leider ist auch hier der Tourismus sehr präsent und so strömte nach uns eine sehr laute und rücksichtslose Reisegruppe in die Höhle, so dass wir dann geflüchtet sind.

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Auf dem Weg den Berg herunter quälen wir uns noch eine Lange Treppe hinunter und gelangen fix wieder zu unserem Gefährt, welches uns in weiteren knapp drei ereignislosen Stunden nach Hue bringt. Dort checken wir direkt in unser Hotel ein. Das Jade Hotel ist sehr bemüht, es uns gerecht zumachen und man spricht klasse englisch. Das tröstet ein wenig darüber hinweg, dass wir hier das erste Zimmer der Reise ohne Fenster haben. Das ist vielleicht auch besser so, wenn man sich die Straße vor dem Hotel anschaut.

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Wir schnappen uns kurz den Reiseführer und die Kamera und schon geht es ab in Richtung “Citadel” in Hue City. Dort standen die Paläste der letzten Kaiserdynastie in Vietnam, die “Nguyen”, die jedoch im Vietnamkrieg Schaden erlitten haben. Der letzte Kaiser hat in den 40er-Jahren abgedankt und seitdem gibt es keine Kaiser mehr in Vietnam. Die Kaiser haben alle ihre Gräber vor den Toren der Stadt in monumentalen Parkanlagen errichtet, diese schauen wir uns aber erst morgen an, heute erstmal die “Citadel”, welche die “Imperial Enclosure” beinhaltet (das ist das eigentliche Palast-Gebiet) und diese wiederum die “Purple Forbidden City” (welche die privaten Gemächer des Kaisers darstellt).

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Auch wenn einiges den Bombenangriffen zum Opfer gefallen ist, ist die Architektur trotzdem sehr beeindruckend. Auch die Weitläufigkeit des Geländes und die vielen Nebengebäude und Pavillions, die alle einem bestimmten Zweck dienen, beeindrucken uns sehr.

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Wir schlendern an Seen, Bibliotheken und Theatern vorbei und einer Unzahl an Tempeln für verschiedene Personen und Zwecke. So gibt es beispielsweise einen Tempel, der ausschließlich den Eltern des ersten Kaisers der Nguyen-Dynastie, Gia Long, gewidmet ist.

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Überall auf dem Gelände sind pittoreske Torbögen und Gebäude verteilt, viele davon tatsächlich auch aus Holz. Da hat es uns ein wenig gewundert, dass Holzstrukturen heute noch stehen. Auf der anderen Seite sind es gerade mal 70 Jahre seit dem letzten Kaiser.

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Nach ca. 2 Stunden haben wir uns die für uns wichtigen Ecken angeschaut, just in Time bevor der Komplex schließt, es ist schließlich ja auch schon 17:30 Uhr. Schnell noch ein paar Fotos und dann nichts wie raus hier, bevor wir eingeschlossen werden. Das hätte nämlich keiner gemerkt, so groß wie das Gelände hier ist.

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Direkt am Ausgang gab es dann auch direkt einen “Highland Coffee”-Laden, das ist sowas wie das vietnamesische Starbucks. Ein Wasser später machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel. Hier in Hue ist es leider nicht mehr so beschaulich wie in Hoi An, das heißt wir müssen auch wieder gegen den massiven, chaotischen Verkehr ankämpfen. Unser Hotel liegt zudem an einer Hauptstraße. Puh!

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Zwei Straßen hinter unserem Hotel ist ein vegetarisches Restaurant, was sowohl im Lonely Planet als auch in unserem Hotel positiv hervorgehoben wird. Das probieren wir doch direkt mal aus. Zu unserer Verwunderung spricht dort zwar keiner englisch, aber mit Händen und Füßen bekommen wir trotzdem eine Bestellung zusammen.

Conny probiert frittierte Jackfruit (was ist denn der deutsche Name dafür?!) und ich bleibe sicherheitshalber bei Fried Rice. Nach einem abenteuerlichen Rückweg über einen riesigen, chaotischen Kreisel gelangen wir schließlich wieder ins Hotel. Morgen müssen wir uns mit Fahrrädern durch den Verkehr arbeiten, das wird ein Spaß!

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