Nach 3 Nächten im Riad, zieht es uns vor die Tore von Marrakesch. In der Oase “Palmeraie” sind etwa 15 Minuten von der City diverse Hotelanlagen, die als Abwechslung zum Städtetrip mit Ablenkung und Erholung locken. Wir hatten unseren Kurzurlaub so geplant, dass wir nach den ersten Tagen in der Stadt noch ein wenig erholen im Iberostar Club Palmeraie Marrakech.
Bereits beim Eintritt in die Lobby, wird uns klar, dass wir die richtige Wahl getroffen haben. Wir werden mit einem Fruchtsaft begrüßt und nehmen auf einer Couch platz. So fühlt sich also Erholung an. Nach wenigen Minuten sind wir eingecheckt, haben unsere Zimmerschlüssel und bereits den ersten Massagetermin im Hoteleigenen Hammam gebucht.
Diesen und auch den nächsten Tag verbringen wir damit, im Sonnenschein durch die Gartenanlage des Hotels zu schlendern, uns hier oder dort hinzusetzen und zu lesen oder etwas zu trinken. Wir sind ja eigentlich keine großen Fans der All-Inclusive-Bändchenurlaube, aber ohne ständig Geld dabei zu haben, überall etwas zu Essen oder zu Trinken zu bekommen, ist schon nett.
Wir können uns sogar dazu aufraffen, ein wenig Tischtennis zu spielen. Die offiziellen Programmpunkte der Animateure nehmen wir aber nicht mit, da sie oftmals garnicht stattfinden oder nur für Kinder sind. Es ist halt Off-Season, da muss man mit rechnen. Auch das Wasser im Swimmingpool ist noch ein wenig kühl zum Schwimmen. Es gibt auch ein beheiztes Becken, was von der Temperatur machbar ist, aber eine erfrischende Abkühlung brauchen wir bei etwa 20 Grad Außentemperatur dann doch noch nicht.
Apropos Off-Season: Das Hotel scheint auch nicht einmal ansatzweise ausgebucht zu sein. Überall wo man hinkommt, findet man einen ruhigen Platz. Auch in den Cafés, Bistros und am Buffet kommt es nirgends zu Gedrängel. Vielleicht sollte man häufiger Off-Season Urlaub machen.
Lediglich auf zwei Situationen hätten wir durchaus verzichten können. Die Erste: Am ersten Abend am Buffet wurde von den Animateuren direkt vor unserem Tisch “YMCA” aufgeführt, das war dann etwas too much. Die Zweite: An einem Abend darf man als All-Inclu-Gast umsonst in das Marokkanische Restaurant. Nachdem wir die ganzen vergangenen Tage bereits marokkanisches Essen hatte, können wir empfehlen: Don’t do it. ![]()
Vom Hotel aus wird stündlich ein Shuttlebus in die Innenstadt angeboten und nach zwei Tagen Entspannung waren wir wieder bereit für ein bisschen Marrakesch-Rummel. Also rein in den Bus und mit dem Ausblick auf das verschneite Atlas-Gebirge in Richtung City.
Wir nutzen die paar Stunden in der Stadt, um noch einmal bei Sonnenschein durch die engen Gassen zu spazieren und pausieren in dem ein oder anderen Café und verfolgen das Treiben auf den belebten Straßen. Sogar ein Storchennest sehen wir. Für Störche ist Marrakesch übrigens auch bekannt.
Wir bummeln auch noch einmal durch die Touri-Kaufhäuser (bei denen man nicht feilschen muss) und bummeln auch noch einmal durch einen Supermarkt, bevor wir uns wieder in Richtung Shuttlebus orientieren und uns zurück in unsere Oase bringen lassen.
Die nächsten Tage verbringen wir wieder auf dem Hotelgelände, welches übrigens auch sehr hart abgeriegelt ist. Mit Wachschutz, Stacheldraht und Einlasskontrolle. Wie in den letzten Urlauben auch, schreiben wir zwar Postkarten, kommen aber nicht dazu, sie zu verschicken. Bringen wir also persönlich vorbei.
Auch ein oder zwei weitere Bücher schaffen wir. Seit unseren ersten größeren Reisen, gehört der Kindle stets zu unseren Urlaubsbegleitern.
Die letzten Tage sind etwas frischer im Vergleich zu den ersten unseres Urlaubs. Ein Sprung in den Pool ist somit in weite Ferne gerückt, draußen sitzen kann man aber immernoch.
Früher oder später musste er ja kommen: Der letzte Tag. Wir würden gerne noch länger bleiben, da das Wetter in der Heimat eine dichte Wolkendecke verspricht, aber freuen uns auch ein bisschen auf zuhause. Nach dem Checkout sitzen wir noch ein wenig im Bistro und schlendern ein letztes Mal durch den Hotelgarten.
Ein letzter Blick auf den hübschen Hotelpool und dann kommt schon unser Taxi zum Flughafen. Wir haben ja keine Pauschalreise gebucht, sondern alle Teile einzeln, daher auch kein Bus zum Flughafen. Ist uns ganz recht, wir werden mit einem kleinen Minibus nur für uns zu einem vertretbaren Preis rübergefahren. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten.
Ein letzter Blick auf die nette Dachkonstruktion des relativ neuen Flughafens, bevor es zum Boarding für den Ryanair-Flieger geht.
Wir fanden Marokko und besonders Marrakesch ein tolles Reiseziel und würden jederzeit wiederkommen. Das nächste Mal dann vielleicht ein wenig wandern in den Atlas Mountains oder die Königsstädte in der Wüste besuchen? Es gibt viel zu sehen!


