Vietnam–Marble Mountain und Kaiserstadt Hue

Unser letzter Morgen in Hoi An beginnt gemütlich, es geht nämlich erst um 10 Uhr weiter. Also erstmal packen, frühstücken und auschecken. Wir mussten, um nach Hue zu kommen, erneut einen personal transfer buchen, also einen eigenen Fahrer. Es ist zwar ein wenig dekadent, aber öffentliche Busverbindungen scheint es nur sehr spärlich zu geben. Der Transfer kostet uns ungefähr 60 US-Dollar, das können wir bei etwa 4-5 Stunden Fahrt aber verantworten. Unser Fahrer bietet uns an, noch einige Sehenswürdigkeiten mitzunehmen; cool! Wir überlegen kurz, wie unsere Tagesplanung ausschaut und entscheiden uns, von den drei Sehenswürdigkeiten, die er mit uns machen könnte, nur eine zu machen, nämlich den Marble Mountain. Nachmittags wollen wir ja noch die Kaiserstadt in Hue erkunden, das wird sonst zu knapp.

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Der Marble Mountain wurde wohl ursprünglich zum Abbau von Marmor verwendet, aus dem dann Skulpturen und ähnliches gefertigt wurden. Er ist jedoch gleichzeitig auch religiöses Zentrum der Region, denn in dem Berg sind diverseste Höhlen, die als Tempel genutzt wurden oder werden. Der Marble Mountain ist relativ nah an Da Nang und so sind wir auch fix dort. Es gibt sogar einen Aufzug hoch auf den Berg, den wir sogar benutzen, denn Conny hatte keinen Bock auf Klettern. Oben angekommen gibt es zum einen eine tolle Aussicht und zum Anderen viele mögliche Pfade durch den Berg.

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Wir entscheiden uns, zum Aussichtspunkt zu kraxeln (arme Conny), der jedoch so voll mit Touristen ist, dass wir nicht mal ein Foto von dort oben schießen und schnell wieder runterklettern. Vielleicht sollten wir uns besser auf die Caves fokussieren.

Haben wir dann nach einem Liter Wasser pro Person gemacht und waren besonders angetan von der größten Höhle im Berg, die uns ein wenig an die Batu Caves bei Kuala Lumpur erinnerte. Alle Höhlen hier oben sind jedoch buddhistisch (obwohl in Vietnam auch viele Christen und Hindu leben), die Batu Caves waren hinduistisch.

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Die Höhle wirkte nochmal deutlich spiritueller als die Batu Caves, alleine schon, weil sie deutlich kleiner war und hier keine Nutztiere gehalten werden. Leider ist auch hier der Tourismus sehr präsent und so strömte nach uns eine sehr laute und rücksichtslose Reisegruppe in die Höhle, so dass wir dann geflüchtet sind.

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Auf dem Weg den Berg herunter quälen wir uns noch eine Lange Treppe hinunter und gelangen fix wieder zu unserem Gefährt, welches uns in weiteren knapp drei ereignislosen Stunden nach Hue bringt. Dort checken wir direkt in unser Hotel ein. Das Jade Hotel ist sehr bemüht, es uns gerecht zumachen und man spricht klasse englisch. Das tröstet ein wenig darüber hinweg, dass wir hier das erste Zimmer der Reise ohne Fenster haben. Das ist vielleicht auch besser so, wenn man sich die Straße vor dem Hotel anschaut.

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Wir schnappen uns kurz den Reiseführer und die Kamera und schon geht es ab in Richtung “Citadel” in Hue City. Dort standen die Paläste der letzten Kaiserdynastie in Vietnam, die “Nguyen”, die jedoch im Vietnamkrieg Schaden erlitten haben. Der letzte Kaiser hat in den 40er-Jahren abgedankt und seitdem gibt es keine Kaiser mehr in Vietnam. Die Kaiser haben alle ihre Gräber vor den Toren der Stadt in monumentalen Parkanlagen errichtet, diese schauen wir uns aber erst morgen an, heute erstmal die “Citadel”, welche die “Imperial Enclosure” beinhaltet (das ist das eigentliche Palast-Gebiet) und diese wiederum die “Purple Forbidden City” (welche die privaten Gemächer des Kaisers darstellt).

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Auch wenn einiges den Bombenangriffen zum Opfer gefallen ist, ist die Architektur trotzdem sehr beeindruckend. Auch die Weitläufigkeit des Geländes und die vielen Nebengebäude und Pavillions, die alle einem bestimmten Zweck dienen, beeindrucken uns sehr.

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Wir schlendern an Seen, Bibliotheken und Theatern vorbei und einer Unzahl an Tempeln für verschiedene Personen und Zwecke. So gibt es beispielsweise einen Tempel, der ausschließlich den Eltern des ersten Kaisers der Nguyen-Dynastie, Gia Long, gewidmet ist.

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Überall auf dem Gelände sind pittoreske Torbögen und Gebäude verteilt, viele davon tatsächlich auch aus Holz. Da hat es uns ein wenig gewundert, dass Holzstrukturen heute noch stehen. Auf der anderen Seite sind es gerade mal 70 Jahre seit dem letzten Kaiser.

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Nach ca. 2 Stunden haben wir uns die für uns wichtigen Ecken angeschaut, just in Time bevor der Komplex schließt, es ist schließlich ja auch schon 17:30 Uhr. Schnell noch ein paar Fotos und dann nichts wie raus hier, bevor wir eingeschlossen werden. Das hätte nämlich keiner gemerkt, so groß wie das Gelände hier ist.

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Direkt am Ausgang gab es dann auch direkt einen “Highland Coffee”-Laden, das ist sowas wie das vietnamesische Starbucks. Ein Wasser später machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel. Hier in Hue ist es leider nicht mehr so beschaulich wie in Hoi An, das heißt wir müssen auch wieder gegen den massiven, chaotischen Verkehr ankämpfen. Unser Hotel liegt zudem an einer Hauptstraße. Puh!

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Zwei Straßen hinter unserem Hotel ist ein vegetarisches Restaurant, was sowohl im Lonely Planet als auch in unserem Hotel positiv hervorgehoben wird. Das probieren wir doch direkt mal aus. Zu unserer Verwunderung spricht dort zwar keiner englisch, aber mit Händen und Füßen bekommen wir trotzdem eine Bestellung zusammen.

Conny probiert frittierte Jackfruit (was ist denn der deutsche Name dafür?!) und ich bleibe sicherheitshalber bei Fried Rice. Nach einem abenteuerlichen Rückweg über einen riesigen, chaotischen Kreisel gelangen wir schließlich wieder ins Hotel. Morgen müssen wir uns mit Fahrrädern durch den Verkehr arbeiten, das wird ein Spaß!

Kategorien: Asien, Vietnam | Hinterlasse einen Kommentar

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