Monatsarchiv: Januar 2017

Thailand–Der Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok

Auch der schönste Urlaub ist irgendwann leider zuende. So auch unser Thailand-Abenteuer 2016. Der Plan sieht vor, dass wir von Chiang Mai mit dem Nachtzug nach Bangkok fahren, wo wir noch fast einen kompletten Tag Zeit haben, bevor spät Abends unser Flieger in die Heimat geht. Erste Amtshandlung also morgens: Auschecken aus unserem Hostel. Finlay’s Cottage war uns eine tolle Heimat in Chiang Mai und wir würden jederzeit wiederkommen! Die Frau des Hostel-Owners ruft uns nach dem Auschecken kurz ein Tuk-Tuk und schon sind wir auf dem Weg zum Bahnhof!

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Der Bahnhof ist sehr pitorsek und wir suchen uns als erstes einen freien Tisch und zwei Stühle, um unser Camp aufzuschlagen, denn wie immer sind wir viel zu früh da.Unsere Zugtickets haben wir bequem über 12go gebucht und können sie nun ganz bequem in einem Hotel gegenüber des Bahnhofsgebäudes gegen Vorlage des Reisepasses abholen. Das dauert vielleicht 5 Minuten.

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Am Bahnhof schauen wir uns ein wenig um, läuft doch alles etwas anders als bei uns zuhause. Diverseste Anzeigetafeln zeigen auch teils unterschiedliche Abfahrtszeiten und –gleise für unseren Zug, aber bisher sind wir in Thailand jedes mal von A nach B gekommen. Wir  kaufen uns eine Flasche Wasser und lassen noch ein wenig die Seele baumeln, bis unser Zug bereitsteht.

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Der kommt dann auch erstaunlich pünktlich und sah genau so aus wie wir das erwartet haben. Für alle Bahnreisenden kann ich übrigens nur die Webseite The Man in Seat Sixty-One empfehlen. Dort gibt es für fast jedes Land der Erde Infos, wie der Bahnverkehr vor Ort organisiert ist und welche Züge im Einsatz sind. So hatten wir uns auf Basis der dort verfügbaren Informationen dafür entschieden, nicht 1. Klasse zu fahren, obwohl wir uns das durchaus hätten leisten können bei thailändischen Preisen.

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Wir haben eine feste Wagen- und feste Sitznummern und finden unseren Waggon auch sehr schnell dank der am Bahnsteig aufgestellten Schilder. Die Züge kommen übrigens anscheinend aus Korea. Fix an Bord, Gepäck verstaut und unsere Sitze bezogen. Ersteres war garnicht so einfach, zwei Rucksäcke hätten wir ja noch unterbekommen, aber inzwischen haben wir ja 5 Gepäckstücke dabei (2 kleine, 2 große Rucksäcke und ein kleiner Rollkoffer für die geschneiderten Dinge).

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Unsere Sitze bestehen aus zwei großzügig bemessenen Sitzen, die sich gegenüberstehen. Wie ein kleines Abteil quasi. Diese werden später am Abend zu Betten umgebaut. Der Zug ist reichlich kalt für meinen Geschmack, aber damit hatten wir gerechnet und unsere Fleece-Jacken bereits griffbereit.

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Der Zug füllt sich langsam, unsere Sitze hat uns keiner streitig gemacht und sogar ein paar Mönche fahren mit. Der Zug fährt sehr pünktlich ab und bereits kurz nach der Abfahrt kommt das Zugpersonal zum Betten-bauen vorbei. Dies geschieht in wahnsinniger Geschwindingkeit und Sorgfalt. Nach wenigen Sekunden haben wir zwei hübsche Bettchen übereinander statt der beiden Sitzplätze wie zuvor.

Wir lesen noch ein bisschen oder hören Musik und versuchen dann zu schlafen. Conny gelingt das auch sehr gut, sie schläft nach kurzer Zeit und wird auch erst morgens wieder wach. Ich quäle mich durch die Nacht. Zu kalt, zu warm, zu laut, zu unruhig. Sucht euch was aus. Zwar hatte Conny das bessere Bett (das Untere ist etwas größer und besser belüftet), aber als schlecht würde ich mein oberes Bett nicht bezeichnen. Ich habe auch schon auf schlechteren Betten besser geschlafen. Naja, ein Glück ist direkt neben meinem Bett eine Steckdose und so geht meinem elektronischen Equipment wenigstens nicht der Saft aus.

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Morgens kommen wir mit ein wenig Verspätung in Bangkok an. Conny sehr erholt, ich ein bisschen verknittert. Der Bahnhof Hua Lamphong in Bangkok begrüßt uns mit über 30 Grad und Ventilatoren mit erfrischenden Wassertröpfchen. Wir suchen als erstes die Gepäckaufbewahrung, welche wir auch schnell finden. Kostet zwar nicht so richtig viel, es wird jedoch auf vielen Schildern vor einem Rattenproblem gewarnt. Naja, wir haben keine Wahl, also lassen wir unser Gepäck dort und machen uns auf den Weg in Richtung Frühstück.

Ein paar Google-Suchen später sitzen wir im Chu Chocolate mitten in Bangkok. Wir wollten uns nicht irgendwo was im Supermarkt kaufen, sondern mal richtig lecker frühstücken und dafür soll das Chu Chocolate sehr geeinget sein. Wir suchen uns einen Tisch und durchwühlen die Karte.

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Unsere Wahl fällt auf Eggs Benedict und Pfannkuchen mit Banane, Walnüssen und Ahornsirup sowie zwei Milchshakes. Was dekadent klingt, sieht auch dekadent aus und schmeckt wahnsinnig gut. Wir sind begeistert! Liebe geht bei uns ja durch den Magen und das war eines der besten Frühstücke die wir je hatten. Vielleicht ist Bangkok ja garnicht so schlimm. Winking smile

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Gut gesättigt und zufrieden gehen wir noch ein wenig in Bangkok shoppen. Eigentlich wollten wir zum berühmte Chatuchak-Markt, der jedoch gerade heute zu hat, wie wir feststellen müssen. Und während wir gerade noch nach einer Alternative überlegen, macht sich bei mir ein flaues Gefühl in der Magen-Darm-Gegend breit. Oh no. In Asien kann es ja durchaus schonmal passieren, dass man als Europäer ein paar exotische Bakterien abbekommt, denen man dann auch schnell wieder den Weg aus dem Körper ermöglichen muss. Doch… wohin?!

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Unter großen Anstrengungen nehmen wir nochmal die Skytrain zur Sukhumvit und ich rette mich auf die öffentlichen Toiletten des Einkaufszentrums “Terminal 21”. Was soll ich sagen? Es war ein sehr nettes Klo-Erlebnis, denn das Klo war ein japanisches. Diese haben einen beheizten Klositzt, können Vogelgezwitscher spielen und hinterher mit Hochdruckreiniger und Fön auch alles wieder reinigen, bevor zuletzt noch Parfüm aufgetragen wird. Wahnsinn! Sowas brauche ich zuhause!

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Wo wir schonmal da sind, schlendern wir noch durch die vielen Etagen des Einkaufszentrums. Es scheint noch recht neu zu sein und ist schick und hochmodern.

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Jede Etage ist einer anderen Stadt gewidmet, so gibt es eine ganze Etage zu San Francisco (komplett mit Golden Gate Brücke und Cable Car) oder auch eine zu Peking oder Paris. Beeindruckend!

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Im Keller finden wir noch einen sehr gut sortierten Supermarkt, der sogar deutsche Bockwurst führt. Das haben wir ja in Thailand bisher noch nicht gesehen! Wir haben uns aber keine gekauft, in wenigen Stunden sind wir ja schon zuhause und können uns die Originale genehmigen. Auch viel Obst gibt es. Conny liebt es, durch Supermärkte in fremden Ländern zu flanieren, da das Produktsortiment trotz Globalisierung immer deutlich anders ist als zuhause und manchmal doch einige interessante Produkte dabei sind.

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Wir ziehen ein Haus weiter und bummeln noch etwas durchs MBK. Im MBK waren wir 2013 schon einmal und es hat sich kein Stück verändert. Hier versammeln sich mehrere Basar-Artige Märkte unter einem Dach. Viele kleine Stände auf mehreren Etagen, jede mit ihrem eigenen Fokus. Bevor wir uns darein stürzen, gibts aber erstmal noch ein Eis bei Swensen’s!

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Das MBK ist vom Prinzip her ein bisschen so aufgebaut wie der Warorot Markt in Chiang Mai, aber irgendwie doch wieder ganz anders. Conny findet hier eine Handtasche und ich kaufe mir zwei neue T-Shirts zu echt guten Preisen. Verhandelt wird hier aber oftmals nicht, in manchen Geschäften weisen sogar Schilder daraufhin. Haben wir so auch noch nicht erlebt, normalerweise handeln die Thailänder ja gerne. Spannend fand ich vor allem die oberste Etage, dort gibt es Elektronikartikel aller Art, Form und Farbe. Auch iphones zu wahnwitzigen Preisen… ob das alles mit rechten Dingen zugeht, mag ich nicht beurteilen.

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Nach einem Blick auf die Uhr, machen wir uns dann auch auf den Weg, unser Gepäck vom Bahnhof zu holen und anschließend mit der Bahn zum Airport zu fahren. Das war also unser Urlaub in diesem Jahr! Goodbye Thailand, goodbye Asien! Es war wie immer sensationell!

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Thailand–Chiang Mai City und Night Markets

Wir haben natürlich nicht nur Dinge gebucht und jeden Tag irgendetwas organisiertes gemacht, sondern – wie immer wenn wir in irgend eine Stadt kommen – uns viel durch die Straßen treiben lassen. Das kann man in Chiang Mai besonders gut.

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Nicht nur merkt man der Stadt ihre 400.000 Bewohner nicht an, es ist zudem auch so, dass an jeder Ecke der Stadt spannende Dinge zu entdecken sind. Ja, vieles ist dabei Touristisch, aber vieles ist auch einfach exotisch, ungewohnt oder nett anzuschauen in unserer Wahrnehmung.

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Wir sind ja keine Bangkok-Fans, weil Bangkok uns ein wenig zu groß und chaotisch, in Chiang Mai läuft alles etwas beschaulicher ohne das nette thailändische Flair zu verlieren.

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In Chiang Mai ist nicht nur die Innenstadt (wo wir die oben abgebildete Ziege entdeck haben) spannend, es gibt zum Beispiel auch ein ChinaTown, welches sehr sehenswert ist und die Unterschiede zwischen der thailändischen und chinesischen Kultur nochmal verdeutlicht. Aber auch das Ufer des Mae Nam Ping-Flusses, welcher mitten durch Chiang Mai fließt, ist stellenweise einfach sehr hübsch. Viele Gebäude oder Brücken sind in Thailand zudem in irgend einer Weise verziert. Es lohnt sich fast immer, mit offenen Augen durch die Stadt zu laufen.

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Wenn man so durch die Straßen wandert, ist es unvermeidlich, dass man früher oder später auf einen der vielen Märkte stößt. Diese sind unterschiedlicher als man meinen könnte und so lohnt es sich auch, mehrere davon zu erkunden.

Warorot Market

Der Warorot Market ist – wenn man die Walking Streets mal nicht mitrechnet – der größte Markt in Chiang Mai. Strenggenommen ist er nur indoor und auch nur in einem großen Gebäude im Osten der Stadt. Wenn man sich dem Gebäude nähert, merkt man aber schon, dass das gesamte Viertel rings herum voller Stände und Geschäfte ist und somit auch über das eine Gebäude hinaus zum Erkunden einlädt.

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Da kommt man an riesigen Geschäften voller Stoffen vorbei oder sieht in einem Eimer Speise-Schildkröten schwimmen. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht verläuft in dem Gewirr an Kleinstraßen, Gassen, Tunneln und Geschäften. Früher oder später gelangt man in ein etwas größeres Gebäude, in dem sich viele Stände tummeln, das ist dann der eigentliche Warorot Market. Er hat mehrere Etagen und auch einen Keller und in jedem Stockwerk findet  man andere Dinge. Wenn man genau hinschaut, fällt auch fix auf, dass sich hier nicht viele Touristen tummeln. Dementsprechend gibt es auch wenig touristischen Kappes. Als nicht-Thailänder bezahlt man aber auch direkt ein bisschen mehr für die Waren.

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Im Keller – Conny rümpft jetzt direkt wieder die Nase – gibt es frisches Fleisch, frisches Gemüse, frischen Fisch und ein bisschenriecht es dort auch. Hier gibt es halt keine deutsche Hackfleischverordnung, so dass man gerade beim Fleischkauf mit einem empfindlichen, westeuropäischen Magen eher vorsichtig sein sollte.

Im Erdgeschoss gibt es auch viele Lebensmittel, hier dann auch viele getrocknete Geschichten wie Gewürze aber auch frisches Obst zu schmalen Preisen. Wer also Bock auf eine Banane oder ein paar Stückchen Mango hat, kommt hier schnell und preiswert an alles was er braucht. Uns stand jedoch nicht so der Sinn nach Obst, so dass wir hier nur durchgeschlendert sind.

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Wir sind direkt in den ersten Stock, dort gibt es Kleidung und Gepäckstücke, denn wir brauchten noch ein zusätzliches Gepäckstück für die Kleidungsstücke, die wir uns haben schneidern lassen. Die passen nicht mehr in den Rucksack.

Chiang Mai Night Markets

Ein etwas touristischer Anlaufpunkt findet sich Abends entlang der Changklan Road, ebenfalls im Osten der Innenstadt. Dort bauen sich jeden Abend ab dem späten Nachmittag Stände entlang der Straße auf, die von Fußballtrikots über Handtaschen und Sonnenbrillen bis hin zu Leinenhemden und FlipFlops alles anbieten, was das Touristenherz begehrt. Die Stände an den Straßen firmieren meines Wissens unter dem Namen Chiang Mai Night Bazaar. Im Vorteil ist hier aber wieder, wer ein wenig neugierig ist, denn entlang der Straße gibt es diverse Gebäude mit Indoor-Märkten und noch viel mehr Hinterhöfe, in denen ebenfalls noch Märkte versteckt sind, die übrigens auch alle eigene Namen haben. So zum Beispiel der Ploen Ruedee Night Market.

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Der findet jeden Tag außer Sonntags statt und hat sich auf Essen und Trinken spezialisiert. Nebenbei gibt es noch den ein oder anderen Live-Act, der die Besucher mit westlicher Musik unterhält. Auch die Stände sind eher westlich orientiert, so gibt es neben diversesten Nudel-Läden beispielsweise auch einen Laden für Glühwein. Bei 30 Grad. Na schönen Dank auch.

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Wem das noch nicht westlich genug ist, kann auch ein paar Straßen weiter schlendern und findet dort das “German Hofbräuhaus (y casa Antonio)”. Was erstmal völlig abstrus klingt, war während unseres Aufenthalts immer adäquat mit sehr deutsch aussehenden Leuten besucht. Sind wir im Ausland wirklich so drauf, dass wir unsere gutbürgerliche Küche so hart vermissen? Wir sind jedenfalls nicht reingegangen. Bei einer mehrmonatigen Reise haben wir auch regelmäßig das Bedürfnis, heimisches Essen zu vertilgen, bei einem dreiwöchigen Urlaub hält sich der Drang aber in Grenzen. Winking smile

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Wir haben noch einige weitere Märkte entlang der Straße erkundet, ich muss aber gestehen, dass ich teilweise keine Fotos davon habe und mir auch die Namen entfallen sind. Jeder Markt ist zwar leicht anders, viele haben aber kein echtes Alleinstellungsmerkmal, so dass ich nicht empfehlen würde, unbedingt alle sehen zu wollen. Einfach treiben lassen ist hier glaube ich die beste Strategie!

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Thailand–Tempel entdecken in Chiang Mai

Die architektonisch schönsten Stellen sind in Chiang Mai die imposanten buddhistischen Tempel. Wir brauchen jetzt nicht jeden Tag den Besuch in einem Tempel, aber wenn es ein besonders schöner oder wichtiger Tempel ist, nehmen wir uns die Zeit und schauen ihn uns an. Dabei versuchen wir aber, keine Fotos von Buddha zu machen (das soll man nicht) und die Menschen natürlich beim beten nicht zu stören. In Chiang Mai haben wir uns im wesentlichen vier Tempel angeschaut.

Phra Singh

Der Phra Singh Temple ist quasi in der Mitte von Chiang Mai und man kann ihn nur schwer verpassen. Er fällt nicht nur aufgrund seiner goldenen Verzierung und seiner Größe auf, sondern zeichnet sich auch dadurch aus, dass sehr viele Reisebusse vor der Tür stehen und viele viele Touristen wie wir umherlaufen.

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Das trübt immer ein wenig das Erkunden eines solchen Ortes, zumal immer welche dabei sind, die laut quatschen, ihre Schuhe nicht ausziehen – oder große Fotoshootings vor heiligen Orten abhalten müssen. Architektonisch ist der Tempel natürlich trotzdem klasse!

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In den Garten des Tempels verirren sich schon weniger Leute, hier haben wir aber die meiste Zeit verbracht. Denn an sehr vielen Bäumen hängen dort weise Sprüche. So kann man schonmal eine Dreiviertelstunde durch den Garten irren, um auch ja alle Schilder zu erwischen. Ein paar haben wir mal fotografiert.

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Auf dem Weg zurück, kommen wir nochmal an einigen Tempelgebäuden vorbei. Mit ein wenig Trickserei sind auch keine Menschen mit auf dem Bild Winking smile

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Wat Phan Tao

Zwei Straßen weiter ist der Tempel Wat Phan Tao. Er sieht von der Straße her eher unscheinbar aus, da er nicht so golden glänzt wie andere Tempel und aus dunklem Holz gebaut ist. Hinter dem Tempel befindet sich jedoch der absolute Augenöffner.

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Hunderte Laternen hängen in den Bäumen um eine Buddhafigur herum, welche auf einem Hügel auf einer kleinen Halbinsel sitzt. Ich fand das tagsüber schon sehr faszinierend, aber wir wollten die Szenerie auch bei Nacht nochmal sehen.

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Also kamen wir abends nochmal wieder und wurden mit einem faszinierenden Anblick belohnt. Die vielen bunten Laternen tauchen den Ort in eine besondere Atmosphäre und geben auch durch die Reflektion auf dem kleinen Teich ein klasse Fotomotiv ab.

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Rings herum hängen zudem noch Lichterketten in den Bäumen und Kerzen sind an allen Ecken und Enden entzündet. Bei aller romantischen Atmosphäre jedoch nicht vergessen, dass dies ein heiliger Ort ist.

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Wat Buppharam

Mehr zufällig haben wir Wat Buppharam entdeckt. Dieser ist erwähnenswert weil er sehr untypisch für einen Tempel ist, so finden sich allerhand komische Skulpturen in den Gärten, wie zum Beispiel ein Nudelsuppe-essender Donald Duck.

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Doi Suthep

Einer der zentralen Sehenswürdigkeiten in Chiang Mai ist der Tempel Doi Suthep. Er liegt auf einem kleinen Berg und man benötigt etwa eine Stunde Fart mit dem Songthaew. Ein Songthaew ist übrigens eine Art Taxi, dass ausschaut wie ein Pickup mit zwei Bänken und Überdachung auf der Ladefläche.

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Die Fahrt auf den Berg quälen sich manche Fahrzeuge älterer Bauart ganz schön, so auch das von unserem Fahrer. Die vielen Kurven sorgen zudem dafür, dass nicht nur das Fahrzeug sich quält; uns war ein wenig flau in der Magengegend als wir ankamen.

Vor Ort gibt es natürlich erstmal reichlich Ramsch zu kaufen. Erst wenn man alle Läden hinter sich hat, kann man sich die lange Treppe nach oben hocharbeiten.

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Das kostet zwar ein wenig Puste, ist aber ein schöner Weg bergan. Alleine die Seitenbegrenzungen der Treppe sind schon sehenswert, diese sind nämlich mehrköpfige Schlangen oder Dämonen.

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Oben angekommen ist man ob der vielen goldenen Verzierungen zunächst erstmal geblendet. An einem schönen Tag ist es in Thailand ja eh schon sehr sonnig, wenn die Sonne dann auch noch reflektiert wird, wird es dann halt sehr hell. Ein Glück waren wir gut mit Sonnencreme eingecremt!

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Hier oben lohnt sich wieder mal ein Blick auf die Details. Viele liebevoll verzierte Glocken, Statuen oder kleine Tempel befinden sich an allen Ecken und Enden. Mir geht es dann oft so, dass ich zu Anfang gar nicht weiß, wo ich zuerst schauen soll und nach relativ kurzer Zeit schon gesättigt an Eindrücken bin. Auch zu sehen war dort oben ein Durian-Baum. Durian (a.k.a. Stinkfrucht) ist eine asiatische Frucht. Uns wurde gesagt “Smells like hell, tastes like heaven” und ich für meinen Teil kann das auch so unterschreiben. Die Frucht haben wir natürlich nicht hier im Tempel gemopst, sondern uns an einem Straßenstand ein wenig später gekauft. 😉

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Da man hier mit über 1600m relativ hoch ist, bietet sich einem normalerweise eine phänomenale Aussicht auf die umliegende Umgebung samt Chiang Mai City. Leider haben wir einen diesigen Tag erwischt und so können wir die Landschaft und die Stadt nur im Nebel erahnen.

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Der Trip ist zwar mal mindestens ein halber Tag, hat sich aber definitiv gelohnt! Es gibt wohl auch Menschen, die mit dem Fahrrad dort hoch fahren, das stelle ich mir aber schon anstrengend vor! Vielleicht mit dem eBike!

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Thailand–Begegnung der elefantösen Art in Chiang Mai

Sehr früh morgens beginnt unser nächstes Abenteuer. Wir haben uns einen Besuch im “Elephant Rescue Park” gebucht. Um 6 Uhr werden wir in unserem Hostel abgeholt und fahren bei Sonnenaufgang raus aus Chiang Mai an vielen Feldern vorbei.

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Wir hatten beide bisher noch keinen richtigen Kontakt mit Elefanten und fanden das eine tolle Möglichkeit diese faszinierenden Tiere einmal aus der Nähe kennenzulernen. Hier aber das Richtige zu tun, ist garnicht so einfach. In Chiang Mai gibt es über 50 (fünfzig!) Elefantencamps. Manche größer, manche kleiner, manche eher auf Attraktion gemacht, andere eher auf Elefantenkrankenhaus. Uns war wichtig, dass der Park für den wir uns entscheiden kein Reiten auf den Tieren ermöglicht, sie sollen keine Fußfesseln tragen und es sollten nur kleine Gruppen von Touristen erlaubt sein. Wir haben uns letztlich auch dank der Empfehlung unseres Hostel-Owners für das Elephant Rescue Camp entschieden. Hier sind die von uns gewünschten Kriterien alle erfüllt. Es gibt hier auch keinen festen Elefantenbestand, sondern die Elefanten sind hier immer nur, um gesund gepflegt und anschließend in die Natur entlassen zu werden. Eine Kur für Elefanten sozusagen. Das fanden wir vom Konzept her klasse!

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Als wir angekommen sind, stellen wir fest, dass wir heute die einzigen beiden Touristen dort sind und dass momentan auch nur zwei Elefanten im Park sind. Einer davon hat aber eine Fußverletzung und bleibt somit am eigentlichen Park-Zentrum, während wir dem anderen auch durch das Gelände folgen dürfen. Bevor es jedoch soweit ist, schmeißen wir uns in schicke Klamotten, die der Park uns zur Verfügung stellt. Dann geht es aber schon zu den Elefanten!

Es stellt sich heraus, dass der Elefant mit dem wir den Tag verbringen noch ein Baby ist und dass so ein Elefant unglaublich viel Essen muss am Tag – auch als Baby. Besonders beliebt sind Bananen, die wir dem Kleinen auch selber verfüttern dürfen. Aber nicht zu viele, denn nur Bananen ist nicht gut.

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Bananen sind eher wie Schokoriegel für Elefanten. Die lieben sie ganz besonders, benötigen aber eine ausgewogenere Kost. Wir ernähren uns ja auch nicht den ganzen Tag von Twix und Snickers. Also dürfen Conny und ich je ein paar kleine Bananen füttern, bevor es dann weiter geht.

In der Wildnis, erklärt uns unser Guide, legen Elefanten jeden Tag ganz schöne Strecken zurück. Deswegen ist es für sie auch nicht gut, wenn sie nur im Gehege rumstehen, sondern sie müssen sich bewegen. Wir machen also “Cardio” für den Elefanten durch ein bisschen Dickicht und einen Berg hoch.

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Auf dem Weg gibt es immer wieder Grünzeug zu essen für den grauen Kollegen, das haben Conny und ich für Ihn mitgenommen. Das kann man sich so vorstellen, dass er alle paar Minuten von selbst mit dem Rüssel neugierig auf einen zu kommt und sich dann auch sehr genau aussucht, was er denn genau essen will. Unser Elefant hat anscheinend seinen eigenen Kopf. Finden wir cool.

Wir sind mit dem Elefanten ganz schön hochgewandert, das stellen wir aber auch erst fest, als wir von oben eine tolle Sicht haben. Hier wird erstmal Pause gemacht. Wir lassen uns ins Gras fallen und der Elefant stromert so umher. Unser Guide erklärt uns viele Wissenswerte Dinge über Elefanten, von denen ich bestimmt schon die Hälfte wieder vergessen habe.

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Ein Elefantenführer ist auch dabei, der aber stets in einiger Entfernung zuschaut und leider kein englisch spricht. Ich vermute mal, dass er eingreifen würde, wenn es zu gefährlichen Situationen kommen würde oder der kleine Elefant abhauen möchte. Kam aber beides nicht vor.

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Während ich da also im Gras sitze und dem Elefanten bei der Nahrungsaufnahme zuschaue, kommt er auch tatsächlich hin und wieder vorbei und holt sich auch von mir ein Büschel Grünzeug ab. Menschenscheu ist der Kleine schonmal überhaupt nicht! Ich find’s klasse!

Ganz oben auf dem Berg meint unser Guide, wir sollten doch ein Foto mit dem Elefanten machen. Dafür lotsen sie den Elefanten an unsere Seite, der Elefantenführer hält ihn kurz fest und es macht klick. Im Nachhinein fanden wir das nicht ganz so tuffig. Wir interagieren sehr gerne mit dem Tier und beobachten es auch gerne beim Futtern, es festzuhalten für ein Foto hätte nicht sein müssen. Das haben wir irgendwie nicht so schnell begriffen, direkt in dem Moment als unser Guide zu einer ganzen Fotostory ansetzen wollte, jedoch interveniert und erklärt, dass wir dem Tier lieber hinterherlaufen.

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So ging es dann wieder den Hügel hinunter mit diversen Snack-Pausen für den Elefanten. Hier haben wir auch noch über die Vegetation in diesem Teil von Thailand gelernt.

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Das Ziel waren zwei kleine Seen, wo der Elefant baden darf. Im ersten See war es ihm ein wenig zu kalt, so dass er nach kurzem Test mit den Füßen direkt wieder raus ist um dann im Vollsprint in den zweiten See zu rennen. Der Elefantenführer sorgte sich kurz und rannte hinterher, lachte dann aber auch als der Kleine im Wasser eskalierte.

Als letzte Amtshandlung durften wir ihn auch Schrubben. Wir sind da natürlich ganz vorsichtig und zaghaft angefangen, so ein Tier braucht aber wohl etwas festeres Schrubbeln. Zumindest schien unser Elefant festeres Schrubben zu bevorzugen.

Wieder im Camp kam der Kleine dann in ein eingezeuntes Gehege und wir bekamen eine Portion Pad Thai, bevor wir glücklich und voller Eindrücke auf dem Heimweg waren.

Wir sind nach wie vor noch nicht sicher, welches nun die beste Möglichkeit ist, solchen Tieren nah zu sein, ohne dauernden Schaden anzurichten. Auch in dem Park wo wir waren, sind einige Programmpunkte wie das Fotoshooting auf dem Hügel oder das Schrubben im See sehr touristisch und müssten eigentlich nicht sein. Jedoch hatten wir nicht den Eindruck, dass die Tiere dort schlecht behandelt oder gequält werden.

Es bleiben unfassbar tolle Tiere, die es sich lohnt anzuschauen!

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