Monatsarchiv: Oktober 2016

Thailand–Walking Streets in Chiang Mai

Wir lieben Märkte in Asien. Es gibt sie in jeder größeren Stadt, sie sind immer total spannend und meistens auch Abends bzw. sogar Nachts! In Chiang Mai gibt es massigst viele Märkte, so dass man eigentlich jeden Tag auf irgend einen Markt könnte. Die touristischsten und größten Märkte in Chiang Mai sind die beiden “Walking Streets” in der Innenstadt. Diese finden Samstags und Sonntags jeweils nach Sonnenuntergang statt und sind unglaublich groß und facettenreich. Normalerweise halten wir uns gerne mal fern von den arg touristischen Geschichten, die non-touri-Märkte in Chiang Mai bieten aber hauptsächlich Obst und Gemüse und wir möchten auch ein wenig Streetfood probieren oder thailändisches Kunsthandwerk oder einfach witzigen Kitsch käuflich erwerben oder zumindest anschauen.

Saturday Walking Street

Fangen wir mal an mit der Saturday Walking Street. Man findet sie Samstags nach Sonnenuntergang in der Wualai Road (In der Nähe des Chiang Mai Gate, das ist das Südliche). Los geht es direkt am Stadttor und von dort dann die gesamte Wualai Road entlang. Direkt am Gate findet ihr allerlei Streetfood und unter Anderem auch einen Stand für sensationelle Fruit Shakes. Hier waren wir mehrmals in den Tagen, die wir in Chiang Mai verbracht haben. Einfach der netten Frau am Stand die Früchte nennen, die man gerne im Shake haben möchte und sie mixt das frisch und günstig (ca. 20 THB) zusammen. In meinem war stets Mango, Orange und Zitrone.

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Zwischen den Ständen sind einige Tische und Stühle, so dass man sich gemütlich mit dem Shake hinsetzen und Leute beobachten kann. Eines unserer liebsten Hobbies. Winking smile Frischer, leckerer und günstiger haben wir noch keinen Fruchtshake probieren können auf unseren Reisen. Also absolute Empfehlung. Wer dazu ein wenig Pad Thai oder gegrillte Maiskolben oder Roti mag, bekommt das auch alles am Platz.

Irgendwann macht man sich gesättigt und zufrieden auf, die Walking Street zu erkunden. Als wir dort waren, waren an verschiedensten Stellen Promotions für sensationelle, neue, thailändische Energydrinks, das ist aber hoffentlich nicht ständig.

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Was nun folgt sind Stände über Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten, künstlerisch wertvollen Produkten oder einfach nur billiger Ramsch. Links und Rechts der Straße und soweit das Auge reicht gibt es Dinge zu entdecken. Oftmals zweigen links und rechts zudem noch kleinere Straßen oder Hinterhöfe ab, in denen es auch viel zu entdecken gibt. Es ist vermutlich unmöglich alles zu sehen, daher einfach treiben lassen. Wir versuchen immer eine Straßenseite für den Hinweg und die andere für den Rückweg zu nehmen. Das klappt aber natürlich nicht immer.

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Wir waren relativ früh unterwegs, was es von den Menschenmassen her erträglich machte. Später am Abend ist es hier deutlich voller und es wird dann schon schwierig sich vorwärts zu bewegen. Anfangs haben wir daher die Leere der Straße dazu genutzt, nochmal hier und da genauer hinzuschauen oder uns erklären zu lassen, was wir hier eigentlich essen. Probiert haben wir heute erstmal nur eine belgische Waffel (Chiang Mai ist verrückt nach Beglischen Waffeln wie es scheint) und ein in Butter gebratenes Stück Toastbrot. Ungewöhnlich, aber fettig und lecker Winking smile.

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Mit abnehmendem Licht wurde es dann auch wie gesagt voller, die Stimmung ist aber natürlich nochmal netter wenn es dunkel ist. Jeder Stand hat irgendwie auch seine eigene Beleuchtung und somit ist die ganze Straße voller Lichtquellen.

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Einige Stände verkaufen auch Beleuchtungsprodukte, wie z.B. Lampions, individuelle Lichterketten oder Teelichter, das sieht natürlich nachts super aus. Wir haben leider nicht so viele Dinge gekauft, wir sind ja immer vom Gepäck her ein wenig eingeschränkt. Eine Pappmasche-Lichterkette stopft man sich ja auch nicht mal eben so in den Rucksack, die ginge ja sofort kaputt. Die handwerklichen Stände haben wir uns also größtenteils nur angeschaut. Oftmals ist es so, dass neben dem Verkaufsstand direkt die Produktion zu bewundern ist. Besonders geflasht hat uns eine nette, ältere Thaifrau, die eigenhändig Stofftaschen bestickt hat. Wahnsinn mit wieviel Akribie die da gearbeitet hat.

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Später am Abend haben wir uns noch ein wenig durch die Streetfood-Läden probiert. Hier gehört ja normalerweise auch ein wenig Mut zu, denn man weiß ja nie wie hygienisch die Geschichten so am Straßenrand sind. Wir sind da normalerweise auch eher Vorsichtig, nachdem wir in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Hier hatten wir aber an den allermeisten Ständen überhaupt keine Hemmungen. Speziell wenn das Gericht frisch zubereitet wird, braucht man sich keine Sorgen machen. Zweifelhaft ist es eigentlich eher nur dann, wenn da irgendwie ein Stück Fleisch stundenlang in der Sonne liegt.

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Richtig frisch war das Pad Thai, dass wir dort probiert haben. Das wurde direkt vor unseren Augen zubereitet und kostete zudem nur 30 THB, also etwa 80 cent. Es war das mit Abstand beste Pad Thai, dass ich je gegessen habe. Sensationell! Ich könnte jetzt versuchen, aufwändig zu beschreiben, wo der Stand war, aber ich würde ihn glaube ich nie mehr wiederfinden. Smile

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Auf dem Weg nach Hause haben wir uns noch die nett illuminierten Brücken über den Wassergraben um die Stadt herum angeschaut. Zuletzt gab es noch einen Roti (Indische Crepes) mit Banane und Nutella vor unserem Guesthaus, dann sind wir satt und glücklich und mit platten Füßen eingeschlafen.

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Sunday Walking Street

Weiter geht es mit der Sunday Walking Street. Der zweite und subjektiv größere Markt in Chiang Mai ist am Sonntag. Er zieht sich vom östlichen Stadttor (Tha Phae Gate) in Richtung Innenstadt und verzweigt dort in diversen Seitenstraßen und Höfen. Wie schon am Samstag waren wir wieder früh unterwegs, um den Menschenmassen zu entkommen, aber Sonntags läuft das wohl ein bisschen anders. Die Marktstände wurden bereits ab Mittags auf den Bürgersteigen aufgebaut und ca. ab 15 Uhr dann direkt mal auf die Straße geschoben. Somit war bereits ab 16 Uhr relativ viel los auf den Straßen, während man am Samstag um 18 Uhr noch locker schlendern konnte.

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Die Auswahl an Ständen ist aus meiner Sicht recht ähnlich der am Samstag. Wieder gibt es viele Streetfood-Stände und viele handwerklich produzierten Dinge zu kaufen. Auch die belgischen Waffeln durften natürlich nicht fehlen oder auch kleine Quiche.

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Je dunkler es wurde, desto voller wurden auch die Straßen. Durch die vielen Straßen, die zum Nachtmarkt gehören, fällt es auch deutlich schwerer als am Samstag, eine sinnvolle Laufrichtung zu finden, ohne alles drei oder viermal zu sehen.

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An einigen Straßenkreuzungen geht der Markt in alle vier Richtungen weiter, da fällt dann die Wahl schwer. So richtig verlaufen kann man sich in Chiang Mai ja nicht, irgendwann erreicht man ja eh immer die Stadtmauern, so weit geht der Markt aber nicht. Ich würde mal schätzen ca. durch die halbe Innenstadt von Ost nach West und etwa durch die viertel Innenstadt Oberhalb und Unterhalb der Thonon Rachadamnoen Alley.

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Besonders gut gefallen haben uns am Sonntag die Hinterhöfe. Viele Tempelanlagen richten in Ihren Innehöfen zum Beispiel Sitzgelegenheiten ein und bieten dort dann Streetfood. Sehr lauschig in so einer Tempelanlage zu sitzen und nochmal ein wenig netter als einfach auf der Straße.

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Wir haben uns auch Sonntag wieder durch diverse Food-Stände probiert. Mein Favorit war eine Art Omelette, Conny liebte den gegrillten Maiskolben.

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Nicht nur auf dem Markt, sondern in der ganzen Stadt kann man Durian-Früchte kaufen. Das ist eine Obstart die es in Asien gibt. Sie stinkt ziemlich und über den Geschmack streiten sich die “Wow” und die “Igitt”-Gruppierungen regelmäßig. Ich finde sie ganz lecker, denn ich habe sie an diesem Tag dann auch direkt mal probiert. Man muss sich ja eine Meinung bilden.

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Thailand–Kochkurs in Chiang Mai

Seit wir beschlossen hatten, Thailand ein weiteres Mal zu bereisen, hat Conny darauf bestanden, dieses mal auf jeden Fall einen Kochkurs dort zu machen. Wir sind ja große Fans der thailändischen Küche und haben auch zuhause bereits das ein oder andere mal versucht, einzelne Gerichte nachzukochen. So gut wie in Thailand schmeckte es bei uns zuhause jedoch bisher noch nicht. Zeit das zu ändern. In Chiang Mai gibt es reichlich Kochschulen, die auch alle auf Tripadvisor sensationelle Bewertungen haben. (Ein ähnliches Problem wie bei den Elefantencamps). Wir verlassen uns hier also auf unser Bauchgefühl und buchen uns einen Kochkurs in der “Basil Cookery School” (Homepage hier, Tripadvisor hier). Zwei Tage Vorlauf reichten beim Buchen wohl locker und wir haben uns für einen “Morning Course” entschieden. Da bereitet man quasi gemeinsam das Mittagessen vor. Es gibt dementsprechend natürlich auch den “Evening Course”, wir hatten Abends jedoch bereits andere Dinge vor. Für den Morning Course wird man um 8 Uhr morgens an der eigenen Unterkunft abgeholt und via Minivan geht es dann erstmal zum Markt.

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Der Markt, den wir besucht haben, hätten wir ohne Guide glaube ich auch nicht gefunden. Der Ming Muang Market liegt ganz schön versteckt in der City von Chiang Mai, hat eine nette, überschaubare Größe und ist wenig touristisch. Denn zum Kochen brauchen wir ja schließlich keine Souvenirs, sondern Lebensmittel. Um abzuschätzen, was wir so alles brauchen, mussten wir noch im Kleinbus kurz ankreuzen, welche 6 Gerichte wir kochen wollen. Es gibt eine Auswahl an Nudel- und Currygerichten sowie auch an Suppen, Hauptgerichten, Vorspeisen und Desserts. Conny und ich wählen komplett unterschiedliche Gerichte. Na das kann ja heiter werden.

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Auf dem Markt hat eine der beiden Köchinnen uns exotische Zutaten erklärt und probieren lassen, während die zweite Köchin alles Benötigte frisch eingekauft hat. Ich finde thailändische Märkte ja immer klasse und lerne auch immer gerne dazu, welches Gemüse das so alles ist. Das traurige ist nur, dass ich das spätestens zuhause wieder alles vergessen habe. Vielleicht auch, weil es die exotischsten Geschichten bei uns in den Supermärkten gar nicht gibt.

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Es ging zurück in den Bus und dann zur Kochschule selbst. Insgesamt waren wir glaube ich 7 oder 8 Personen im Kurs, was sowohl für die Arbeitsplatz-Infrastruktur als auch für die Aufmerksamkeitsspanne der Köchin das Maximum darstellt. 7 Personen mit jeweils individueller Auswahl an Gerichten halbwegs synchron zu halten und dafür zu sorgen, dass essbare Dinge dabei herauskommen, sah nach harter Arbeit aus.

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Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass ich kein begabter Koch bin. Gerade in der thailändischen Küche ist das zudem ein großer Nachteil, da hier viele Gerichte nur wenige Sekunden im Wok verbringen müssen, so dass alles ziemlich schnell geht. Für mich zu schnell, um mir alles zu merken. :-/ Die Gerichte, die wir gebaut haben, sind aber trotzdem alle sehr gut geworden und haben auch geschmeckt. Also respekt an unsere Ober-Köchin. Smile

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Ich habe mich beispielsweise versucht an einem Pad-Thai und an Frühlingsrollen. Beides hat sehr gut geklappt. Pad-Thai habe ich bei unserem nun dritten Thailand-Aufenthalt sehr zu schätzen gelernt, nachdem ich es vorher nicht so gerne gegessen habe. Das wäre ein Gericht, dass ich zuhause auch mal hinbekommen möchte. Scheint garnicht so schwierig, ist aber komplexer als man auf den ersten Blick meint. Meins seht ihr auf den Bildern, war jedenfalls sehr lecker.

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Die Frühlingsrollen sind echt easy zu machen. Die umhüllenden Teigblätter bekommt man fertig im Supermarkt, die Füllung darf man kreativ variieren. Dann füllen, wickeln, kleben und ab ins Fett. Fertig. Top.

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Die Currys waren schon schwieriger herzustellen. Zumal wir die Currypaste – die Grundlage jedes Curry-Gerichts – komplett selber gemacht haben. Da wurde viel gestößelt und zerrieben, bis alleine mal die Currypaste vorhanden war. Bei uns und natürlich auch in Thailand kann man die auch ganz easy im Supermarkt kaufen. Das ist dann vermutlich deutlich weniger aufwändig.

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Danach werden die Zutaten in vorgegebener Reihenfolge mit hart vorgegebenen Kochzeiten in den Wok maneuvriert und sämig gekocht. Ich muss gestehen, dass ich an der ein oder anderen Stelle ein wenig ungenau war und die Reihenfolge oder Kochzeiten leicht variiert habe. das scheint dem Gericht allerdings überhaupt nichts ausgemacht zu haben, denn es schmeckte trotzdem sensationell. Improvisation gehört sowieso zur Thai Küche dazu. Mehrfach haben wir die Aufforderung bekommen, zu improvisieren, was mir – als deutscher – anscheinend besonders schwer zu fallen scheint. Auf meine Antwort “I can’t improvise, I’m german!” habe ich dann auch nur zustimmendes gekicher geerntet. Vielleicht muss ich das noch lernen. Winking smile

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Nach dem Kochen wird gemeinsam am Tisch gespeist. Jeder seine Gerichte, es wird aber natürlich auch wild rumprobiert von den Tellern der Anderen. Nach ein paar gemeinsamen Stunden am Herd, fühlt man sich ja schon ein wenig als Gruppe zusammengehörig, was dann auch entsprechend spass macht. Nach einer kurzen Pause, die wir für einen kleinen Verdauungsspaziergang genutzt haben, geht es nochmal an den Herd für Nachspeisen & Co (z.B. Sticky Rice with Mango), die dann ebenfalls im Anschluss gemeinsam am Tisch vernascht werden.

Abschließend bekommen wir noch ein kleines Kochbuch in die Hand gedrückt, um einzelne Dinge nachkochen zu können. Dann werden wir mit prallen Bäuchen zurück in den Minibus geladen und zurück in die City gefahren. Auf dem Weg dorthin werden noch Mailadressen und Telefonnummern untereinander ausgetauscht und Witze darüber gemacht, wie wenig man sich jetzt noch bewegen kann mit dem vollen Magen und dann ist der Kochkurs auch schon vorbei. Es hat echt Spaß gemacht, aber wir werden wohl das nächste Mal noch einen Kochkurs machen, denn wir konnten uns kaum etwas merken Sad smile

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