Heute also Blackwater Rafting. Das heißt nichts anderes, als sich in Gummiringen durch unterirdische Flüsse treiben zu lassen. Dabei soll man wohl tolle Gesteinsformationen und massenhaft Glühwürmchen sehen. Das wollen wir ja noch mitnehmen, bevor wir unseren Neuseeland-Trip beenden müssen. Also rein in die kalten, nassen Neoprenanzüge und auf in die Höhlen!
Naja ganz so schnell ging es dann doch nicht. Erstmal musste man sich einen Gummiring aussuchen und dabei prüfen, ob er über den Poppes passt. Wer erkennt Conny und mich auf dem Bild? ![]()
Dann wird einmal “Probegesprungen”, denn unter der Erde gibt es wohl zwei Wasserfälle, die man sich mit seinem Reifen rücklings herunterstürzen muss. Wir geben unser bestes und sind dann erstmal schön durchgefrohren. Besonders ästhetisch sehen wir dabei auch nicht aus, aber in den Höhlen sieht uns ja keiner.
Ein Gruppenbild vor dem Höhleneingang, dann wird uns ein wenig die Maori Geschichte der Höhle näher gebracht und wir klettern einer nach dem anderen in den Höhleneingang.
Der Eingang ist recht schmal und man kommt hier nur mit Mühe rein, ich hätte ja einen reißenden Fluß erwartet und wollte mich eigentlich nur auf meinen Reifen schwingen.
Drinnen ist ein recht großer Raum, da gibt es nochmal ein paar Safety Instructions und noch ein paar Fotos und dann klettern wir los. Klettern? Ja, klettern! Reifen unter den Arm und ab durch die Mitte, denn der Fluss ist hier noch nicht groß genug.
Später in der Höhle floaten wir dann auch in aller Seelenruhe durch die Glühwürmchenbedeckten Höhlen. Das Wasser ist auch hier eiskalt, aber man ist eigentlich stets in Bewegung. Fotos von diesem Abschnitt gibt es eigentlich keine Gescheiten, man bekommt aber ein paar Werbefotos hinterher, wo man ganz gut sieht, wie das so läuft. Spannend fanden wir auch die Glühwürmchen selbst, die lassen nämlich kleine Fäden herabhängen, um Insekten zu fangen. Wenn man da nicht drauf hingewiesen wird, sieht man sie garnicht.
Dann kamen auch die zwei Wasserfälle und wir stürzen uns todesmutig mit unseren Reifen rückwärts in die Dunkelheit. Das ist schon ein komisches Gefühl. Die Wasserfälle sind so 1-2m hoch, also doch recht überschaubar.
Einen teil der Strecke greifen wir die Beine des Hintermannes und bilden so eine große Schlange, die von der Spitze her von unserem Guide gezogen wird. Ganz am Schluss müssen wir sogar alleine den Ausgang finden, aber den konnte man schon von weitem erkennen, man wird dann ja sehr lichtempfindlich.
Wir genießen die warme Sonne und sind noch ganz baff von den Eindrücken. Ein letztes Gruppenfoto und wir freuen uns auf die heiße dusche und die heiße Suppe, die uns versprochen wurden.
Um es kurz zu machen: Weder die Dusche noch die Suppe waren heiß und wir verlassen schnell Waitomo und stellen die Heizung im Camper auf die höchste Stufe. Brrrrr. Nun geht es nach Cambridge. Nicht in England, sondern immernoch hier in Neuseeland, das gibt es hier nämlich auch. Wir verbringen hier die Nacht, so richtig spektakulär ist es hier nicht. Am nächsten Morgen geht es dann weiter nach Auckland.
Auf dem Weg passieren wir eine Schnapszahl-Kilometermarke, nämlich 277777. Wir haben den Camper etwa bei 270200km übernommen, haben also etwa 7500 Kilometer gefahren. Respekt. Wir suchen schnell unser Hostel und checken ein. Wir beginnen auch schonmal mit dem Ausräumen den Campers, aber schieben das meiste auf morgen.


