Fidschi–Welcome to Wayalailai (aka paradise)

Tja, dann muss ich jetzt wohl ohne Conny weiter. Das Wissen, dass es nach Fidschi geht, macht den Umstand nur leicht besser. Mit Fiji Airways ist man in drei Stunden in Nadi, dem Touristenhub von Fiji. Der Flug war okay, überall natürlich wieder Deutsche. In Nadi geht es dann fix mit dem Bus zum Hotel, denn eine Nacht verbringt man hier stets auf dem “Festland”, bevor es raus auf die Inseln geht. Das Boot geht morgen früh. Ich verbringe den Abend damit, ein paar Fotos am Strand zu machen und dann doch tatsächlich das zweite Buch dieser Reise zu beenden.

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Ich verbringe die Nacht hier in einem Dorm mit vier Mädels (3 aus Schweden, 1 aus Deutschland). Das mit dem Dorm war aber vielleicht keine so brilliante Idee, es vergeht kaum mal eine komplette Stunde in der Nacht, wo nicht eine der Damen irgendwas lautes tut. Entweder wird geredet oder es werden Dinge gesucht oder es wird auch einfach mal um 3 Uhr morgens geduscht. Naja, was will man machen.

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Um 6:30 Uhr morgens gibt es French Toast zum Frühstück und dann gehts zum großen gelben Boot, dass mich zu meiner ersten Insel bringt: Wayalailai. Ich werde hier zwei Inseln sehen und auf jeder für zwei Nächte bleiben, dann geht es zurück nach Nadi.

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Beim Boarding des Bootes lerne ich Doris und Franzi kennen, die beiden Mädels fahren zufällig auf die gleiche Insel wie ich. Cool, dann kenne ich da jetzt wenigstens schonmal Leute. Ich bin es überhaupt nicht gewohnt, alleine unterwegs zu sein und bin erstmal überrascht mit wie vielen Leuten man so ins Gespräch kommt.

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In den zwei Stunden auf den Boot fahren wir an absoluten Trauminseln vorbei. Das glaubt mir keiner, wie paradiesisch das hier so ist. Am liebsten wäre ich schon ausgestiegen und einfach irgendwo hier geblieben!

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Nach zwei Studen sind wir dann auch pünktlich am Ziel. Wayalailai ist nicht ganz so klein wie die vorherigen Inseln, aber alleine die Farben des Wassers und des Strandes lassen einen träumen. Die Insel ist an einem großen Felsbrocken zu erkennen. Alle Inseln hier sind übrigens vulkanischen Ursprungs, wie könnte es anders sein.

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Wir werden samt Gepäck mit einem kleinen Bötchen zum Strand gebracht und hier passierte dann auch der bisher tollste Moment dieses Reiseabschnitts: Vor der Kulisse von Sonne, Palmen, weißem Sand und strahlend blauem Wasser standen ein paar Fidschianer am Strand und haben für uns zur Ankunft gesungen. Wow, ich bin baff! Zur Begrüßung wird jeder per Handschlag begrüßt, mit mir von Bord gehen vielleicht 3 oder 4 Leute.

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Kurzes Wilkommensgespräch und ich darf in meine Hütte einchecken. Ich habe mir mal den Luxus einer eigenen kleinen Hütte gegönnt, für meinen 30. Geburtstag in einem Dorm zu bleiben, konnte ich nicht übers Herz bringen. Und die Hütte ist auch jeden Cent wert. Obwohl überall vorher stand, hier wäre alles sehr “basic”, finde ich die Hütte puren Luxus!

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Erster Akt des Tages: Ein wenig in den Hängematten am Strand liegen und…. nichts tun! Herrlich! So habe ich mir das vorgestellt!

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Generell ist die Insel traumhaft. Die Temperaturen liegen so bei 28 Grad, das Wasser hat etwa die gleiche Temperatur. Am Strand liegen vielleicht 3 Leute verteilt auf einen halben Kilometer.

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Das Resort rühmt sich quasi damit, sehr Öko, sehr klein und familiär zu sein. Das ist es auch. Das Dorf nebenan arbeitet allem Anschein nach geschlossen hier im Dorf und fast jeder kennt deinen Namen. Das habe ich so noch nirgends erlebt. Ich fühle mich wohl.

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Zu Mittag gab es ein bisschen Reis und ein paar Nudeln und nach ein bisschen mehr Chillen geht es am Nachmittag auf den höchsten Hügel der Insel. Wir starten so um vier Uhr, um rechtzeitig für den Sonnenuntergang dort zu sein. Ich will nicht lügen, es war schon ein bisschen anstrengend, aber nichts im Vergleich zu den Wanderabenteuern der letzten Monate.

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Die Aussicht belohnt auf jeden Fall jeden Schweißtropfen. Wir machen alle tausende Fotos und sitzen dann mit dieser grandiosen Aussicht einfach auf dem Felsen.

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Von hier oben kann man auch das Dorf sehen und auch unser Resort mit seinen kleinen Hütten direkt am Strand. Der Felsen auf dem wir stehen ist knapp 300m hoch. Das klingt jetzt erstmal nicht so viel. Aber ringsherum ist halt nur Wasser.

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Mit dabei außer Doris, Franzi und mir sind außerdem Lukas aus Österreich, Irina und Klaus (ein schwedisch sprechendes Pärchen aus Finnland) und zwei Kiwis, die bald Work&Travel in Deutschland machen.

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Unser Guide beschallt uns mit Miley Cyrus und zeigt uns Youtube Videos auf seinem Handy, etwas idyllischer hätte der Sonnenuntergang vielleicht schon sein können, aber spassig war es trotzdem.

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Als die Sonne dann fast weg war, heißt es Taschenlampen raus und wieder bergab. Der Weg war steil und rutschig, aber alle kommen unverletzt wieder nach unten. Vor dem Abendessen noch kurz im Meer abkühlen, bei Nacht und mit Sternenhimmel habe ich das auch noch nie gemacht! Das Wasser ist übrigens lauwarm!

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Vor dem traditionell fidschianischen Abendessen wird noch eine “Kava”-Zeremonie durchgeführt, wo jeder ein Schluck Kava, das ist so braunes Wasser, trinken muss. Schmeckt auch wie braunes Wasser. Die Speisen vom anschließenden Buffet wurden alle unter der Erde gegart und sind teilweise dann doch arg exotisch.

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Bei einem weißen “Stöckchen” können wir uns nicht entscheiden, ob es jetzt Fisch oder Frucht ist. Ich hätte ja auf Spargel getippt, die Finnen bestehen aber auf “minced fish”. Im Endeffekt hatte dann keiner Recht, es war eine Blüte und sie wächst hier überall. Schmeckt roh übrigens besser als gekocht.

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Nach dem Essen unterhält uns die “Entertainment Group” des Dorfes mit einigen Songs und Tänzen. Alles sehr sehr Südsee-Style, aber echt toll und kurzweilig.

Ein bisschen mitmachen muss man dann schließlich auch, zum Beispiel müssen die Leute jeder Nation ihre Nationalhymne singen. Wir haben Doris (aus Südtirol) und Lukas (aus Österreich) mal mit zu uns genommen, die wollten nicht alleine singen. Zum Abschluss ein bisschen Tanzen, bevor es mit ein paar Bier Fiji Bitter gemütlich wird. Ich glaube ich bin noch vor 23 Uhr im Bett.

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Der zweite Tag war nicht ansatzweise so ereignisreich wie der erste. Nach Ausschlafen und Frühstücken ging es schnorcheln. Hier gab es dann leider viele tote Korallen zu sehen, dafür aber Haie. WAS? HAIE?! Jau, hier gibt es die angeblich harmlosen White Tip Reef Sharks, mit denen man hier schnorchelt. Die werden von den Locals hier angeködert und alle Touris dürfen die Haie auch mal anfassen. Ich kein großer Fan von Anfassen (gerade bei Haien), ich gehe in der Regel nach dem Motto: Only leave footprints and bubbles, only take photos and memories. Spannend war es trotzdem, es waren dann 5 Haie um uns herum unterwegs. Fotos habe ich hier leider keine von, aber Lukas, vielleicht reiche ich die irgendwann noch nach.

Den Rest des Tages habe ich entweder in der Hängematte oder auf der Veranda meiner Hütte vor mich hingedöst, die Zeit will gut genutzt sein, denn morgen geht es schon weiter zum nächsten Resort.

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