Monatsarchiv: April 2014

Neuseeland–Wanaka, Mount Cook und Queenstown

Heute wollten wir uns ja eigentlich noch die sogenannten Mirror Lakes und den Fox Gletscher im Ganzen anschauen. Doch schon die ganze Nacht hat es in Strömen geregnet und auch am Morgen kann man  keine 20m weit sehen. Da haben wir doch das erste Mal richtig Pech mit dem Wetter in Neuseeland! Für uns ist schnell klar: wir brechen die Zelte ab und machen uns auf den Weg auf die andere Seite der Alpen.

Wir machen uns also auf den Weg über den Haast Pass, – einem der niedrigeren Pässe über die Alpen, weil wir hoffen, dort bessere Wetter zu haben und vielleicht noch eine Wanderung mitnehmen zu können.

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Der Regen lässt tatsächlich schon etwas nach, als wir ein wenig ins Landesinnere Richtung Pass kommen und die Wolken wabern im Tal herum.

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Auf dem Weg gibt es einiges zu entdecken! Zum Beispiel Wasserfälle, die nach dem Regen natürlich ordentlich Wasser führen und einen Gebirgsfluss, dessen Wasser eisblau ist und den Pass herunterströmt.

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Bald nach dem Haast Pass kommen wir an einige der großen Seen, die hier im Süden der Südinsel sind. Das Wetter wird immer besser und uns bieten sich eindrucksvolle Panoramen.

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Am liebsten würden wir an jeder Ecke halten oder die Straße mit 20km/h befahren, aber leider müssen wir uns den Highway mit anderen störenden Individuen teilen, -Skandal! Wir genießen die Fahrt trotzdem.

Unser Ziel heißt Wanaka, eine recht große Stadt in den Ausläufern der Southern Alps.

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Sie liegt natürlich auch an einem dieser Seen und so schlängeln wir uns mit der Straße an den Bergen vorbei, mit einer solchen tollen Aussicht!

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Angekommen in Wanaka suchen wir das örtliche DOC Büro auf und informieren uns über das Wetter am nächsten Tag, den dann wollen wir eine kleine Wanderung am Mount Cook bzw. Aoraki (der Wolkendurchbohrer, ein wunderbar martialischer Name für einen Berg) machen. Es soll zwar Fisselregen geben, aber völlig schlecht soll es auch nicht werden.

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Da die Sonne hier in Wanaka tatsächlich wieder scheint, suchen wir uns schnell unseren Campingplatz mit Ausblick und fühlen uns wie vor ein Gemälde geparkt. Mit der Aussicht setzt Conny sich mit Wein in die Sonne und Marcus geht sogar noch joggen. Die schönste Laufstrecke seines Lebens

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Ob die Bewohner Wanakas überhaupt wissen, dass sie in so einer tollen Lage wohnen?

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Noch ein leckeres Abendessen und am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zum höchsten Berg Australasiens. Er misst was in die 3700m und wir sind gespannt, ob wir seinen Gipfel heute überhaupt zu sehen bekommen.

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Zunächst ein mal geht es aber durch grüne bergige Landschaft und über einen weiteren Pass. Obwohl die Landschaft recht karg ist, gibt es recht viel Schafwirtschaft hier,- tatsächlich ist hier, wie überall auf Schildern hingewiesen wird, die Heimat der Merinoshirts von Neuseelands vielleicht bekanntestem Unternehmen Icebreaker.

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Und dann reißt der Himmel doch tatsächlich für ein paar Minuten auf und wir erhaschen einen Blick auf schneebedeckten Gipfel von Mount Cook. Juchu, damit haben wir eigentlich nicht gerechnet und fühlen und sehr glücklich, Also Conny zumindest.

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Nach einiger Gurkerei kommen wir dann endlich an unserem Startpunkt an. Es geht heute ins Hooker Valley (ja es heißt wirklich so). Bei besserem Wetter soll es da tolle Blicke auf Aoraki geben, aber so viel Glück haben wir dann auch nicht.

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Beschweren wollen wir uns aber auch nicht, denn immerhin sehen wir hier noch einige weitere Gletscher, die jedoch gerade stark am tauen sind. Wir hören es ein paar mal bedenklich grummeln, als wir durch das Tal wandern. Selbst bei dem durchwachsenen Wetter, bei dem man nur den Fuß von Mount Cook erahnen kann, ist der Weg übrigens noch stark frequentiert von Touristen.

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Nach circa 1:20 Stunde erreichen wir das Ziel: das Ende des Hooker Gletschers, der sich aus dem Eis speist, das oben auf Mount Cook draufliegt. Im Gegensatz zu Fox und Franz Josef eine wahrer Aha-Moment!

Der Anblick entschädigt dann auch für den einsetzenden Nieselregen, der uns auf dem Rückweg begleitet.

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Schnell ins Auto und auf nach Queenstown. Da wir relativ spät dran sind, nehmen wir auf dem Weg noch einen sensationellen Sonnenuntergang mit.

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Nach so einem beeindruckenden Tag haben wir natürlich ordentlich Hunger herangezüchtet. Infolge unseres diagnostizierten Burgerproblems haben wir auch sofort den weltbekannten Fergburgerladen ausgetestet.

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Was sollen wir sagen: er wird seinem Ruf gerecht. Falls ihr jemals nach Queenstown kommen solltet und guten Burger nicht völlig ignorant gegenüber steht: bitte esst ihn!

Queenstown ist ja eigentlich so etwas wie die Adrenalinhauptstadt. Angeblich wurde hier zum Beispiel das Bungeejumping erfunden und auch so gibt’s hier nichts was es nicht gibt. Das haben wir allerdings mal ignoriert und uns stattdessen um unseren in letzter Zeit etwas vernachlässigten Blog gekümmert und die nächsten Wochen geplant. Vielleicht kommen wir für den aufregenden Teil ja nochmal wieder. Wahrscheinlicher aber für den Fergburger Zwinkerndes Smiley.

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Neuseeland–Zwei Gletscher und ein Skydive

Nach dem Besichtigen der Pancake Rocks führt uns unser Weg weiter gen Süden. Schon bald tauschen wir die hübsche Küstenlandschaft gegen die Southern Alps, die dominierende Bergkette der Südinsel. Unser ziel, die beiden berühmtesten Gletscher Neuseelands, erreichen wir am späten Nachmittag.

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Wir erreichen zuerst den nördlicheren Gletscher, Franz Josef Glacier, der aber nur 20km von dem Anderen Gletscher, Fox Glacier, entfernt liegt. Hier steigen wir direkt mal aus und begeben uns auf Gletschersuche. Bereits das Schild fanden wir spannend, denn hier wird häufig die Zeit angepasst, die man bis zum jeweils aktuellen Lookout benötigt. Der Gletscher ist nämlich stetig auf dem Rückzug und auch die Felsen ringsherum sind wohl stetig in Bewegung, weswegen der Lookout häufiger verlegt wird.

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Als wir das Gletschertal erreichen, macht sich bei uns zunächst einmal Ernüchterung breit: Der Gletscher ist schon sehr weit zurückgezogen. Hier stehen überall Schilder, wo der Gletscher in welchem Jahr gewesen ist und alleine in den letzten 6 Jahren hat er sich mehrere hundert Meter nach hinten verlagert.

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Nach langer Wanderung erreichen wir den Lookout und sind noch ein wenig mehr ernüchtert, denn man kann kaum etwas vom Gletscher sehen. Er versteckt sich schon arg hinter der nächsten Felskante und man kann nur erahnen, wo er denn tatsächlich endet.

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Wir schießen ein letztes Foto von dem sichtbaren Teil und fahren weitern zum Fox Glacier. Diesen schauen wir uns aber nicht mehr heute an. Stattdessen schlagen wir unser Lager am frühen Abend im hiesigen Holiday Park auf und ärgern uns noch ein wenig über die happigen Preise des einzigen Lebensmittelgeschäfts im zum Gletscher zugehörigen Dorf.

Der nächste morgen beginnt alles andere als gut gelaunt, denn es hat die ganze Nacht geregnet. Verdammt, denn heute soll ich doch meinen Fallschirmsprung machen. Ein Glück kommt ab 9 Uhr die Sonne raus und es zeigt sich dann doch noch ein strahlend blauer Himmel. Perfekt. Also ab zum Skydiving-Unternehmen und rein in die uncoolen Klamotten.

Angeblich soll das hier der weltweit zweitbeste Fallschirmsprung nach dem Mount Everest sein, aber die können ja viel erzählen. Interessieren tut mich das alles eh erstmal nicht mehr, denn ich bin übelst nervös. Man stürzt sich ja nicht jeden Tag aus 4km Höhe aus einem Flugzeug! Mein argentinischer Tandem-Sprung-Partner hat etwa 1300 Sprünge hinter sich und ist kein Stück nervös, das macht es einfacher.

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Bevor ich überhaupt die grandiose Aussicht aus dem Flugzeug bewundern kann, reist jemand die Tür neben mir im Flugzeug auf und meine Beine baumeln draußen. Oha, jetzt gibts wohl kein zurück. Die Ampel springt auf grün und plötzlich verschwindet das Maschinengebrumm des Flugzeugs.

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Um mich herum pfeift der Wind und es fühlt sich ein bisschen an wie in der Achterbahn. Ich schreie aus voller Kehle. Ein geiles Gefühl! Nach wenigen Sekunden darf ich meine Arme auch ausbreiten, das hilft aber nicht viel, man fällt trotzdem wie ein Stein nach unten.

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Nach einer knappen Minute gibt es einen heftigen Ruck und mein Tandem-Argentinier und ich hängen im Fallschirm. Wir werden deutlich langsamer und die Bremsung war auch ganz ordentlich. Danach wird alles viel gemächlicher. Wir machen ein High-Five, ich darf meine uncoole Schutzbrille abnehmen und wir segeln in totaler Stille über den Wolken her. Die Aussicht ist Atemberaubend.

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Es gibt wohl auch nur wenige Fotos, wo ich in die Kamera schaue, weil ich so sehr damit beschäftigt war, die Aussicht einzufangen. Die Berge. Der Gletscher. Die Wolken von oben. Flüsse und Straßen. Es war einfach grandios!

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Nach einigen ruhigen Momenten, drehen wir ein paar scharfe Kurven mit dem Fallschirm, die mir ein wenig auf den Magen schlagen. Bzw. eigentlich drehe ich die Kurven selber, denn ich darf den Schirm selber lenken und ziehe auf Anweisung links oder rechts stark oder weniger stark. Die krassen Fliehkräfte in den Kurven haben mich dann aber doch ein wenig überrascht.

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Nach nur wenigen Minuten – gefühlt sowieso nur Sekunden – nähern wir uns dem Boden und setzen zur Landung an. Ich winke dabei nocheinmal entspannt Conny zu, die ich im Knall-Pinken Hoodie sofort auf dem Boden stehen sehe. Dann heißt es Beine anziehen so hoch es geht, denn gelandet wird auf dem Allerwertesten. Wir rutschen einige Meter auf dem Rasen und dann war es schon wieder alles vorbei.

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Die Landung hat Conny von unten sogar auf Video festgehalten. Ich will mich ja nicht loben, aber das sieht schon top aus. Naja, zu diesem Zeitpunkt habe ich ja auch nicht mehr gelenkt. Smiley

Ein letztes Erinnerungsfoto auf dem Landefeld und dann werde ich in Rekordgeschwindigkeit von Fallschirm, Helm, Handschuhen und Schutzbrille befreit, denn auf dem Flugfeld warten schon die nächsten Springer auf ihre Tandempartner.

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Während meine Mit-Springer landen, haben Conny und ich kurz Zeit, meine ersten Eindrücke auf Video festzuhalten. Ich habe das Grinsen für den ganzen Tag nicht mehr so richtig aus dem Gesicht bekommen. Einfach sehr beeindruckend alles.

Nach dem Adrenalin-Stoß tun wir uns erstmal ein bisschen Ruhe an und konsumieren eine Kleinigkeit in der örtlichen Bäckerei. Ich erzähle von Wolken, Bergen, Gletschern und freiem Fall, Conny hört zu. Danach schauen wir kurz im Holiday Park vorbei, bevor wir uns endlich aufmachen, den Fox-Glacier auch mal aus der Nähe zu begutachten.

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Wir stellen fest: Er ist deutlich einfacher zu erreichen als sein Kollege Franz und das obwohl er angeblich ein gutes Stückchen kleiner ist. Eigentlich wollten wir heute auch drauf rumklettern, aber sämtliche Klettertouren wurden abgesagt, weil sich irgendwo Eis gelöst hat, wodurch sich wohl unerwartet ein neuer Fluss gebildet hat.

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Macht nix, die Aussicht von hier ist auch schon ziemlich toll. Zwar hat sich der Fox Glacier ebenfalls in den letzten Jahren deutlich verkleinert, jedoch kommt man deutlich näher ran und kann so auch mal das Ende des Gletschers sehen.

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Wir stehen eine Weile am Lookout und schauen dem Gletscher zu. Während wir dort stehen, knackt und grummelt es immer mal wieder, der Gletscher ist halt stets am arbeiten.

Dabei ist es nicht nur Eis, das knackt, sondern auch das Geröll ringsherum kommt schonmal in Bewegung, da es nicht mehr vom sich zurückziehenden Eis gestützt wird.

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Ein letztes Erinnerungsfoto und wir ziehen los, um noch einen Aussichtspunkt zu suchen, der uns empfohlen wurde. Erreicht haben wir ihn aber nicht mehr, denn es fing an wie aus Kübeln zu regnen. Verdammt. Naja, war vielleicht auch genug für einen Tag.

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Neuseeland–Die Westküste hinunter

Angekommen in Rongos, dem Hippiehotel in Karamea mit viel Flair und momentan kaum Gästen freuen wir uns auf eine heiße Dusche. Aber: weil das Rongos nur Regenwasser nutzt und Regen grade rar ist, muss diese kurz gehalten werden. Seufz. Dann aber werden wir vom Besitzer des Hostels auf der Ladefläche seines Pickups zum Supermarkt gefahren, wo wir uns Zutaten für Pizza besorgen und das entschädigt eigentlich auch für alles.

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Am nächsten Morgen geht es dann mit dem lokalen Bus nach Westport, in dem wir mehrere Wanderer aus den letzten Tagen wiedertreffen. Die sechsstündige Wartezeit in Westport verbringen wir in einem örtlichen Cafe beim Frühstück und in der Bibliothek beim Surfen. Abends um acht kommen wir wieder bei unserem Hostel in Nelson und unserem Camper an, pünktlich zum gratis Schokopudding mit Vanilleeis.

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Im Hostel genießen wir dann auch eine richtige Dusche, Wäsche und frische Klamotten So gestärkt geht es am nächsten Tag zuerst zur i-Site, wo wir einige Vorkehrungen für die nächsten Tage treffen und dann noch die Stadt ein wenig erkunden. Wir finden einen deutschen Wurstladen und auf einem kleinen Bauernmarkt sogar ein Stand mit richtiger Bratwurst (für mich) und Leberkäse (für Marcus). Das haben wir uns erstmal gegönnt!

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Dann aber ging es los zurück Richtung Westküste, von der wir ja eigentlich erst am vergangenen Tag gekommen sind. Auf dem Weg wurde uns gestern eine Attraktion gezeigt und die schauen wir uns erst mal an: die längste Hängebrücke Neuseelands. Die wurde hier von chinesischen Goldgräbern gebaut und überquert die Buller-Schlucht.

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Wir gehen zu Fuß über die Brücke und zurück nehmen wir den Seilzug! Jippieh!

Nach einem kurzen Tankstopp im gestern schon für langweilig befundenen Westport geht es dann die Küste runter in Richtung der großen Gletscher in den Southern Alps. Der Highway 6 gehört angeblich zu den schönsten Küstenstraßen der Welt und bald wissen warum.

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Anders als an der Ostküste der Nordinsel gibt es hier spektakuläre Ansichten mit der Musik der brüllenden Wellen im Hintergrund.

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Wir fahren heute nur bis Punakaiki, den da soll es die sogenannten “Pancake Rocks” geben, und es liegt außerdem in etwa der Mitte unserer Strecke. Die Frage was es an einem solchen Ort zu essen geben könnte erübrigt sich dann auch Smiley.

Den von Marcus liebevoll produzierten Pfannkuchenberg haben wir dann auch in nullkommanix aufgefuttert, um uns dann den Sonnenuntergang am nahen Strand anzuschauen.

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Dieser gestaltete sich als sehr stimmungsvoll und auch nicht zu voll mit Sandflys.

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Besonders schön finde ich die Spiegelung des Himmels in den letzten Ausläufern der an den Strand brandenen Wellen.

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Nachdem die Sonne versunken war, haben wir dann noch die örtlichen Glowworm-Caverns ausgecheckt. Ausgerüstet mit einer Taschenlampe gingen wir zunächst nur einige Meter in die Höhle und konnten keine entdecken. Ich wollte schon wieder zurück, als und ein anderer Höhlenbesucher zu sich rief und tatsächlich konnten wir dort einige kleine Punkte leuchten sehen!

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Nach einer ausgeruhten Nacht im Camper und einem guten Frühstück ging es am nächsten Morgen zur eigentlichen Attraktion: den Pancake Rocks. Diese Gesteinsformationen liegen halb im Meer und sind aus vielen kleinen Schichten aufgebaut, – so dass sie aussehen wir unzählige gestapelte Pfannekuchen. Durch Erosion haben sich zudem so viele Löcher gebildet, dass bei Flut die Wellen geradezu herausschießen, daher werden sie auch “Blowholes” genannt.

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Dummerweise ist Flut erst nachmittags und wir haben nicht genug Zeit, so dass wir dies nur ansatzweise sehen. Meine ehrliche Begeisterung ist auf dem Video aber kaum zu überhören Smiley.

Eine toller und einzigartiger Ort wie wir finden und auf jeden Fall einen Stopp wert.

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In vielen Felsen lassen sich auch wunderbar Gesichter erkennen, die durch fortschreitenden Erosion sich wohl ständig verändern.

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Dann geht es weiter, – on the road again-, zu den Gletschern der Alpen. Davon berichten wir,- ein andern Mal.

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Neuseeland–Heaphy Track: Tag 4

Der letzte Tag! Wir haben bis hierhin 62km hinter uns gebracht und die merken wir auch in den Beinen. Hilft alles nichts, eine Etappe müssen wir noch durchhalten. Wir machen uns zum Frühstück lecker Toast mit einem coolen Toast-Gerät für Gasherdplatten und hauen uns ordentlich Erdnussbutter rein, denn wir werden heute viel Energie brauchen.

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Wir rennen los in einem Affentempo, denn wer langsam geht oder stehenbleibt wird von den Sandflies aufgefressen. Das wollen wir natürlich nicht. In den letzten Tagen haben wir relativ viele Pausen gemacht, das wird auf jeden Fall eine Umgewöhnung.

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Der Weg führt direkt an der Küste entlang und die Landschaft hier ist nochmal völlig anders als in den letzten Tagen. Eins muss man dem Heaphy-Track lassen: Er ist wirklich abwechslungsreich!

Wir laufen durch Palmenwälder und durch viel Farn, aber immer in Wassernähe, denn man hört immer die Wellen rauschen. Die haben heute auch ordentlich Kraft wie es scheint, denn das Wellenrauschen ist echt laut.

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Der Weg führt uns mal an Sandstränden vorbei und mal an Kiesstränden. Wir umkurven einige Wassernahe Hügel und hätten liebend gerne an einem dieser Strände eine Pause eingelegt. Aber immer wenn wir anhalten um Fotos zu machen, werden wir durch die ankommenden Sandflies daran erinnert, warum wir das besser nicht machen sollten.

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Der Weg kreuzt einige Flüsschen und auch zwei oder drei größere Flüsse, die dann wieder mit Hängebrücken überquert werden müssen. Heute haben wir auch endlich die tollen Aussichten, die wir uns auf der ersten und auf der dritten Etappe so gewünscht haben!

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Durch morgendliche Sonne und ein wenig Nebel sieht das ganze dann auch grandios aus. Schade, dass man den leicht salzig-schweißigen Geruch, der uns umgibt nicht bloggen kann. Naja, vielleicht ist das für euch auch besser so, wir haben immerhin 4 Tage nicht geduscht!

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Nach etwa der Drei Vierteln des Tracks kommen wir an Scotts Beach, von wo wir uns eigentlich ein Shuttle rufen wollten, doch wir bekommen kein Handyempfang und stapfen somit weiter, ohne dass wir wüssten, wie wir später vom Ende des Tracks wegkommen.

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Die letzten Kilometer brechen an und wir sind mit den Kräften echt am Ende. Natürlich bieten die letzten Paar Kilometer nochmal einige Höhenmeter, man gönnt sich ja sonst nichts. Aber auch wieder tolle Aussichten aufs Wasser!

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Die letzten Kilometer werden zur Qual und man kann glaube ich von unseren Gesichtern ablesen, dass wir ganz froh sind, wenn wir es gleich geschafft haben.

Wie das immer so ist, ziehen sich die letzten Kilometer wieder ordentlich und so machen wir sogar einen Kilometer vor dem Ende nochmal eine kurze Pause, denn dort war dann tatsächlich der erste Ort, wo wir dann keine Sandflies hatten! Yeah!

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Wir erreichen den Parkplatz deutlich unter der angegebenen Zeit, wir durften ja auch nicht richtig pausieren zwischendurch! Es erwartet uns unser Fahrer von vor 4 Tagen und die beiden Neuseeländerinnen aus dem Bus zum Start des Tracks. Ob wir nicht gerade reinhüpfen wollen, er setzt uns für ein paar Dollar gerne beim Hostel ab. AUF JEDEN FALL!!!! Smiley

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Zwanzig Minuten später sind wir am Hostel. Unser Hostel kann man nun wirklich nicht verfehlen,  es ist in Regenbogenfarben angemalt. Alles weitere schreibt Conny dann im nächsten Eintrag!

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Neuseeland–Heaphy Track: Tag 3

Beine und Füße fühlen sich eigentlich ganz gut an, als wir morgens aufbrechen. Wir starten auf jeden Fall enthusiastisch auf die heute 21km lange Etappe.

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Die ersten Kilometer schaffen wir auch mit links, immerhin geht es heute fast ausschließlich bergab. Also so ziemlich alles, was wir am ersten Tag hochgelaufen sind. Nach einer Weile macht aber Connys kleiner Zeh ordentlich Probleme. Wir tragen ja beide neue, nicht eingelaufene Wanderschuhe und so bleiben ein paar Druckstellen wohl nicht aus. Bei mir hat es den großen, bei Conny den kleinen Zeh erwischt.

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Durch die Fuß-Problematik bauen wir einige Pausen in unser Tag ein. Das ist auch garnicht schlimm, denn Pause machen wir immer gerne. Die Aussicht ist nur leider nicht so überragend, wie bereits am ersten Tag laufen wir heute wieder viel durch Wald.

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Erlösung gibt es für uns, als wir die Lewis Hut sehen. Das heißt, wir haben schon 12 Kilometer hinter uns und auch den langweiligen Wald. Wir machen in der Hütte erstmal Pause und genießen Wurst, Käse und ein wenig Schuh-Freiheit für unsere Füße.

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Den Aufenthalt in der Hütte dehnen wir länger aus, als es sein muss, denn ab diesem Punkt werden wir es für den Rest des Tracks stets mit den berüchtigten “West Coast Sandflies” zu tun haben. Sandflies sind kleine Fliegen, die aber stechen können. Die Stiche jucken wie Bolle und bleiben gerne mal 5 Tage präsent. Diese kleinen Mistviecher gibt es die gesamte Westküste Neuseelands entlang im Überfluss. Verdammt.

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Dafür wird ab hier die Landschaft cooler. Es gibt wieder ein paar Hängebrücken über Flüsse und massenhaft große Urwaldbäume, die wir uns immer wieder gerne anschauen, weil sie echt beeindruckend sind.

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Durch diese Dschungel-Landschaft kämpfen wir uns weiter vor, wir haben ab der Hütte noch 8km vor uns gehabt, diese ziehen sich wie Kaugummi. Unsere Füße drücken nun schon ganz schön und aus irgendwelchen Gründen bin ich mit meinen Kräften deutlich mehr am Ende als Conny.

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Das sieht man mir auf dem folgenden Foto auch kaum an. Es ist etwa 1km vor der Hütte entstanden und ich war wirklich am Ende.

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Endlich erreichen wir am späten Nachmittag die Heaphy Hut, diese ist riesig und sehr modern und lädt uns dazu ein, Kräfte für die letzte Etappe morgen zu sammeln. Außerdem bietet sie Schutz vor den Sandflies, die es hier um die Hütte herum zu tausenden gibt.

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Das Besondere an der Heaphy Hut ist ihre Lage quasi direkt am Strand, natürlich in Richtung Westen also in Richtung Sonnenuntergang. Dieser war auch mal wieder sehr beeindruckend.

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Zwischendurch habe ich mich auch raus getraut, um ein paar Fotos zu machen. Jedoch nur mit langer Hose, langen Ärmeln, Mütze und Buff im Gesicht, denn sonst wird man direkt zerstochen. Kein Witz! Sobald man kurz stehen bleibt, hat man bestimmt 200 Sanflies um sich herum.

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In der Sandflie-Sicheren Hütte quatschen wir noch ein bisschen mit den Mitwanderern (zumeist Neuseeländer) und fallen dann ins Bettchen. Morgen steht die letzte Etappe an, die werden wir ja wohl auch noch schaffen!

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