Monatsarchiv: April 2014

Neuseeland–Kepler Track: Tag 3

Wir wachen nach der langen nassen Etappe gestern recht früh auf und merken schnell: nichts ist getrocknet. Alle unsere liebevoll aufgehängten Klamotten sind ebenso nass und klamm wie gestern,- dafür hat sich die Luftfeuchtigkeit der Hütte auf den Maximalwert erhöht. Wir quälen uns in die nassen Sachen rein (immerhin habe ich trockene Ersatzschuhe dabei) und es steht schnell fest für uns: wir ziehen heute durch und sparen und die letzte Übernachtung. Lieber Blasen an den Füßen als ne Blasenentzündung.

Nach einem kurzen Frühstück geht es also los. Die ersten 16km soll es dann auch gemütlich bergab durch ein Tal gehen.

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Wir kommen schon bald am Big Slip vorbei, eine riesige Felsenlawine, die fast genauso alt ist wie Marcus, also 30, und sich nach starkem Regen vom Berg gelöst hat. Ich will wirklich nicht dabei sein, wenn sowas passiert. Auf dem Weg hält Marcus plötzlich an: Er hat Keas gesehen!

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Diese Bergpapageien hatten wir schon an der Luxemorehütte beobachten können, aber hier schienen sie sich noch mehr in ihrer natürlichen Umgebung aufzuhalten. Die gelben Ringe um die Augen und der gelbe Streifen auf dem Schnabel verraten uns, das es sich um Jugendliche handelt, außerdem bilden sie gerne “Gangs”. Wir bleiben gut eine Viertelstunde stehen und beobachten diese Troublemaker, die immer für Unfug gut sind.

Als wir ihnen langweilig wurden, haben sie sich noch karatemäßig gekloppt und uns dann ein Stück verfolgt. Das war bisher die coolste Tiererfahrung in Neuseeland!

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Nur einige Meter weiter finden wir einen vor sich her schimmelnden Baumstamm, von dem uns der Ranger schon am Vorabend erzählt hatte. Denn an diesem kann man Bohrlöcher von Kiwischnäbeln sehen! Tatsächlich haben wir in der Nacht auch Kiwis rufen gehört. Ich nur Weibchen, Marcus auch ein Männchen.

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Unser Weg führt weiter durch verwunschene und vermooste Wälder an einem Fluss entlang. Eigentlich eine sehr angenehme Strecke, aber meine Beine sind doch sehr erschöpft von den etwa 1300 Höhenmetern hoch in den letzten zwei Tagen und fast noch mehr von den 1000m bergab gestern.

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Bald quälen wir uns nur noch vorwärts (ich zumindest) und auch großartige Ausblicke auf Farnmeere heben meine Laune nicht wirklich.

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Endlich kommen wir an den Lake Manapouri. An dessen Ufer befindet sich, nach ein paar Metern mehr am Ufer entlang die dritte Hütte, in der wir eigentlich die Nacht verbringen wollten. Es ist jetzt etwa 12 Uhr mittags und so gönnen wir uns eine Mittagspause.

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Gegen 1 Uhr machen wir uns auf, die letzten 6km zu bezwingen. Marcus schreitet noch ganz gut voran, mein Wanderstil wandelt sich zunehmend in ein Kriechen.

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Wir kommen unterwegs noch durch Wetlands, Sumpflandschaft, vorbei. Diese dienten, nebenbei bemerkt, als Filmkulisse für die Totensümpfe im Herrn der Ringe.

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Endlich erreichen wir die rettende Hängebrücke am Rainbow Reach, wo unser Shuttle uns abholt. Mit beinahe letzter Kraft schleppe ich mich drüber und setzte mich mit brennenden Beinen und vier Blasen an jedem Fuß hin.

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Da haben wir ihn auch noch geschafft, den dritten Great Walk. Leider sind wir ob des zweiten Tages doch sehr enttäuscht, grade weil heute die Sonne geradezu hämisch vom blauen Himmel lacht und der Berggrat, auf dem wir gestern durch Eisregen balanciert sind, gemein runtergrinst.

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Angekommen in unserer Cabin wird erst mal geduscht und dann geschaut, wie wir unseren ganzen Kram wieder trocken bekommen. Vor allem die Wanderschuhe sind klitschnass und müssen mittels Heizlüfter getrocknet werden. Der Geruch war…atemberaubend! Gut getrocknet und mit gewaschenen Sachen geht es dann zum nächsten Ziel.

PS: Wir sollten uns eigentlich nicht über das Wetter wundern. Wir sind hier immerhin in einer der regenreichsten Regionen der Erde mit bis zu 9m Regen im Jahr.

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Neuseeland–Kepler Track: Tag 2

Brrr was war das für eine kalte Nacht auf der Luxemore Hut auf dem Kepler Track. Die ganze Nacht hat es gestürmt und geregnet. Der Wind der hier weht ist für seine Kälte berüchtigt. Der Hütten-Ranger, Peter Jackson (Kein Witz), hatte uns am Vorabend schon davor gewarnt: Wenn Südost-Wind herrscht, bringt er kalte Luft von der Antarktis. Der Track ist ist heute gänzlich alpin, also nur über 1300m und auch nur über der Baumgrenze, er ist aber weiterhin offen und so versuchen wir mal unser Glück.

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Noch einmal Füße am Ofen wärmen und dann dick einpacken, bevor wir uns vor die Tür trauen. Eigentlich sollte es ab dem späten Vormittag nur noch einzelne Schauer geben, aber als wir um etwa 10 Uhr loszogen war davon noch nichts zu spüren. Es hat kontinuierlich durchgeregnet. Aber wir sind ja nicht aus Zucker!

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Nach etwa 20 Metern waren unsere Regenjacken schonmal durch. Das kann ja heiter werden. Wir kämpfen uns durch relativ starken Wind und kalten Dauerregen über Bergspitzen und auf Bergsatteln entlang. Dabei ärgern wir uns eigentlich durchgehend, denn hier hat man sonst bestimmt eine grandiose Aussicht. Einen Vorgeschmack hatte ich ja gestern bereits bekommen. Als wir den ersten Shelter nach etwa 2 Stunden erreichen, machen wir erstmal eine kleine Pause und treffen andere Wanderer. Alle sind so gefrustet wie wir. Auch beim zweiten Shelter nach weiteren 1,5 Stunden pausieren wir kurz. Hier sind wir alleine und packen endlich die Digitalkamera mal wieder aus.

Wir hatten bis hierhin Angst, dass sie nass wird. Aber was solls. Das wollen wir festhalten! Denn zwischen den beiden Sheltern fühlten wir plötzlich irgendwas hartes im Gesicht: Eis! Wir sind also irgendwie in einen Eisregen geraten. Dann könnt ihr euch ja denken, wie kalt es war. Inzwischen sind wir dann auch bis auf die Unterwäsche nass. Verdammt.

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Krasse Ausblicke bleiben leider ein bisschen auf der Strecke, da wir halt in den Wolken umherlaufen. Man kann auf den Bildern zwar immer die Bergsattel sehen, auf denen wir wandern, aber die Abgründe links und rechts davon oder die vielen Berge der Kepler Mountains die uns umgeben sieht man natürlich nicht.

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Hin und wieder kann man mal erahnen,wo ein dunkler Schatten ein Berg sein könnte, ansonsten sehen wir den Track und nicht viel mehr. Wir haben aber eh andere Probleme. In meinem Bart sammelt sich Eis und Conny kämpft noch mit ihren Beinen, die die erste Etappe nicht so gut weggesteckt haben.

Aber wir machen auch hieraus das Beste. Wir wollten ja Abenteuer erleben, als wir losgezogen sind im letzten Jahr und dieser Tag zählt definitiv in die Kategorie Abenteuer.

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Wir kämpfen uns immer näher an die Hütte heran, in der wir heute Abend bleiben werden. Wenn wir stehen bleiben, wird uns direkt kalt, also laufen wir einfach durch.

Dann gab es plötzlich ein paar Treppen und ein paar Serpentinen (englisch: Zigzags, kein Witz!) und plötzlich wurde es wärmer und der Wind wurde deutlich weniger.

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Der Grund dafür ist ganz einfach: Wir haben die Baumgrenze erreicht. Man kann Conny ansehen, wie sehr sie sich darüber gefreut hat. Hier ist das Laufen schon deutlich angenehmer. Von der tollen alpinen Strecke haben wir nur leider nix gesehen. Mpf.

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Stattdessen sehen wir noch ein paar Schneisen in den Bergen von früheren Felsrutschen und kommen eine knappe Stunde später in der Iris Burn-Hütte an. Puh!

Wir suchen erstmal nach trockenen Klamotten und mummeln uns für eine Weile in unsere Schlafsäcke ein, denn wir sind ganz schön abgekühlt auf dem Weg. Mein Schlafsack ist auch nicht mehr ganz trocken, aber Connys wohl.

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Danach gibt es bei uns Abendessen, heute mal keine Nudelcups wie sonst, sondern sogenannte “Backcountry Meals”. Das sind so Trockengerichte, die man mit heißem Wasser zum Leben erwecken kann, bei Conny gibt es Spaghetti Bolognese, bei mir gibt es Cottage Pie. Wir fanden beides nicht überragend und essen nächstes mal lieber wieder Nudelcups.

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Wir hören uns um 19:30 Uhr noch den Standup-Comedy-reifen Ranger-Talk von Hütten-Ranger Robbie an und schlüpfen dann noch vor 21 Uhr in unsere Schlafsäcke, der Tag war anstrengend!

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Morgen haben wir noch eine flache Etappe zur letzten Hütte und übermorgen nur noch 6km bis zum gebuchten Shuttleservice.

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Neuseeland–Kepler Track: Tag 1

Nach zwei Nächten in Te Anau ging es für uns dann auf den dritten Great Walk, den wir hier in Neuseeland unternehmen. Ziemlich genau im 2-Wochen-Rythmus übrigens. Morgens um 9 standen wir am Startpunkt und ziehen los.

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Unser Weg führt uns die ersten 1,5 Stunden nur durch Wald. Der Kepler-Track ist eigentlich bekannt für seine Bergpanoramen und so stellte sich schon Ernüchterung ein, war aber alles andere als langweilig.

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Der Weg führte stets am Lake Te Anau entlang und so hatten wir immer mal wieder Seeblick und auch Blick aufs Wetter. Bislang hingen viele Wolken im Tal, so dass wir ein wenig Angst um unsere Aussicht hatten später am Tage.

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Auch der Wald war nicht so richtig langweilig, hier waren viele Bäume und Flächen voller Moos, was dem ganzen hier eine etwas mysteriöse Atmosphäre gab.

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Ich habe mich auch mal als Naturfotograf versucht und habe einige der Bewachsungen fotografiert. Ich hoffe, es kommt halbwegs rüber, wie cool das hier ausschaut.

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Etwas schneller als geplant, waren wir dann an Brod Bay, das war unser erster Zwischenstopp. Dieser fiel jedoch kurz aus, Sandflies-Alarm! Also schnell weiter. Von nun an geht es stets bergauf. Etwa 700 Höhenmeter.

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Wir kommen ordentlich ins Schwitzen beim Anstieg und Conny kommt sogar dermaßen auf Temperatur, dass sie in der kühlen Morgenluft dampft.

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Belohnt werden wir schon auf halber Strecke mit hübschen Aussichten über die Stadt Te Anau und den zugehörigen See.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir die “Limestone Bluffs”, also Felsvorsprünge. Waren auch garnicht mal so unspektakulär. Aber leider auch anstrengend, da man hier mittels Treppenstufen weiterklettert.

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Wir kraxeln einige Minuten über diese Treppen und an weiteren Felsen vorbei und nach wenigen Minuten war es das auch schon mit den groß angekündigten “Limestone Bluffs”.

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Stattdessen geht es weiter mit Moos-Wald wie zuvor. Allerdings wird es heller, die Baumgrenze kann also nicht weit entfernt sein.

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War sie auch nicht. Von einem zum anderen Moment stehen wir nicht mehr im Wald, sondern auf flachem Terrain. Wir hatten uns den Übergang nicht ganz so schlagartig vorgestellt.

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Wir machen hier erstmal ein kleines Päuschen und genießen die Panorama-Aussicht. So haben wir uns das vorgestellt! Wolkig ist es hier oben auch nicht! Herrlich!

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Sogar ein wenig Sonne kommt heraus und so kommen wir sogar ein wenig ins Schwitzen, aber man kann bei solch einer Aussicht ja auch gerne mehrere Pausen machen.

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Die Hütte ist von diesem Punkt aus noch etwa 45 Minuten entfernt, die schaffen wir auch noch, wir sind jetzt etwa 4-5 Stunden unterwegs.

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Je weiter wir laufen, desto mehr Berge kommen in Sichtweite. Zu Beginn bilden sie ein dunkles, bedrohliches Hintergrundpanorama, was mit dem sonnenbeschienenen Vordergrund kollidiert. Cool.

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Wir wandern also weiter auf die Berge zu, die Landschaft bleibt vorerst die selbe, nämlich spärlich mit Gräsern bewachsen.

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Die Berge und die Schlucht zwischen uns und den Bergen kommen jedoch näher und wir erkennen immer mehr Details wie Flüsse oder weitere Berggipfel in der Ferne.

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Und nach einer kleinen Biegung stehen wir plötzlich schon vor der ersten Hütte, der “Luxmore Hut”. Die Luxmore Hut ist zweistöckig und fasst über 50 Personen, was wir ein wenig uncool finden, da geht doch die ganze Hüttenromantik verloren. Aber man will ja nicht meckern.

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Während Conny es sich in der Hütte bequem macht, mache ich noch einen Ausflug zum nahegelegenen Mount Luxmore. Eigentlich passieren wir den morgen, aber da Wolken angesagt sind, versuche ich heute mal mein Glück, um dort eine grandiose Aussicht zu erhaschen.

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Nach der Luxmore Hut geht es wieder erbarmungslos bergauf, meine armen Beine! Aber wer einen Berg besteigen will, muss nunmal nach oben klettern.

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Die Panoramas, die sich mir bieten, werden auch durch die zusätzlichen Höhenmeter immer faszinierender! Immer spektakulärer bauen sich immer mehr Berge in der Ferne auf.

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Sowas ist ja kaum in Bildern wiederzugeben, ich habe es natürlich versucht und stundenlang Panoramabilder fabriziert, ich hoffe man erkennt, wie grandios die Sicht war.

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Zwischen den Bergen konnte man schon einige Regenschauer erkennen. Ich entscheide mich aber zur Flucht nach vorne und möchte nicht umkehren, bevor ich den Berg nicht bestiegen habe.

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Meine Regenjacke habe ich natürlich an der Hütte gelassen. Verdammt. Aber das ist mir in dem Moment auch egal. Ich bin einfach hin und weg von den ganzen Bergen.

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Nach etwa 1 Stunde erreiche ich die Abzweigung zum Gipfel von Mount Luxmore. Ich zögere nicht lange und klettere den Geröll-Pfad nach oben.

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Die meiste Zeit ist es relativ einfach nach oben zu kommen, hin und wieder muss man aber auch richtig klettern. Das Ganze dauert so in etwa 10 Minuten und man sollte schon schwindelfrei sein!

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Aber was soll ich sagen? Das gekraxel lohnt sich! Von hier aus ist die Sicht nochmal beeindruckender und vorallem auch in alle Richtungen, denn Mount Luxmore scheint definitiv einer der höheren Berge hier zu sein. Er hat 1472m. Somit ist er zwar nicht der höchste Punkt unserer Reise, aber der erste alpine Berggipfel den ich besteige. Yeah!

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Nach vielen vielen Fotos und vielen Minuten, die ich nur dort sitze und in die Runde gucke, kommt langsam aber sicher der Regen näher und ich muss mich auf den Rückweg machen. Irgendwann wird es hier bestimmt auch dunkel!

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Im halben Sprint und mit nassem T-Shirt erreiche ich die Hütte und treffe Conny wieder. Es gibt wieder Hütten-Abendessen bei uns, das sind ja meistens Nudelbecher bei mir und Asia-Nudeln bei Conny.

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Von unserem Bett unserer Matratze aus können wir die Berge sehen, dürfen aber erst nach einem “Ranger Talk” schlafen gehen, denn der ist verpflichtend. Es soll ein bisschen kühl und wolkig werden morgen, vielleicht ein paar Schauer. Klingt okay. Gute Nacht.

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Neuseeland–Otago Central Rail Trail: Tag 2

Wir stehen etwa um 7 Uhr auf und trauen uns erstmal eine Weile nicht aus dem Bett, denn unser Cottage ist eiskalt. Irgendwann mussten wir aber, hilft ja alles nichts. Schnell duschen und packen, denn je früher wir wegkommen, desto eher wird uns beim Radeln warm. Vorher nehmen wir noch ein kleines Frühstück zu uns, das gabs zur Übernachtung dazu.

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Wir essen eine Schüssel Milch mit Weet-Bix und blinzeln in die Morgensonne. Weet-Bix ist hier recht populär zum Frühstück, uns schmeckt es aber nicht so gut und so beenden wir das Frühstück recht fix und schwingen uns auf die Fahrräder. So sind wir auch vor den Massen unterwegs, denn aus den Cottages kommen nun die anderen Radler hervor.

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Heute also nur bergab? Das klingt gut! Es fängt auch gut an. Der Trail ist recht leer und es geht tatsächlich deutlich einfacher als am Vortag! Wir genießen die Landschaft in der Morgensonne und lassen uns rollen!

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Revolutionäre Landschaften haben wir jetzt nicht mehr, aber mehr vom altbewährten: Mehr grüne Hügel, mehr große Felder und mehr Schafe!

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Wir lassen uns größtenteils wirklich rollen und sind trotzdem deutlich schneller als gestern. Dabei haben wir es doch heute garnicht eilig!

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Um etwa 9 Uhr erreichen wir das 15km entfernte Ranfurly. Das scheint hier so die größte Ortschaft zu sein. Es gibt sogar einen Supermarkt, bei dem wir uns mit Schokolade eindecken und ein Café, in dem wir uns nun erstmal ein kleines zweites Frühstück gönnen. Conny wieder einen Kaffee und auch ein Muffin ist wieder dabei, diesmal Mango und weiße Schokolade. Wir sind hin und weg.

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Erst um 10 Uhr fahren wir weiter und haben jetzt noch etwa 4 Stunden Zeit für die letzten 30km. Das klingt schaffbar. Auf der Strecke erwartet uns – man ahnt es schon – mehr Landschaft und mehr Schafe.

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In Waipiata legen wir einige Kilometer später die nächste Pause ein. Eigentlich müssten wir nicht so viel pausieren, aber dadurch, dass es bergab geht, sind wir deutlich zu schnell.

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In Waipiata gibt es etwas Schokolade und etwas zu trinken. Wir genießen auch nochmal ein wenig Sonne im Sitzen, inzwischen wird es auch langsam warm. Bis hierhin waren die Temperaturen bestimmt noch einstellig würde ich schätzen.

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Weiter geht es immer weiter bergab und nun sieht man auch hin und wieder alte Schienen, die wohl hiergeblieben sind von der alten Bahnlinie. Sowas finde ich ja cool. Sogar eine funktionsfähige Weiche ist dabei, die musste ich natürlich erstmal umstellen! An anderen Stellen sieht der Rail Trail aus wie ein normaler Feldweg, aber was will man auch groß erwarten.

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Wir passieren eine weitere Schlucht. Wie schon am Vortag säumen sich entlang des Flusses in der Schlucht gelbe Bäume. Die haben es mir ja angetan.

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Wir genießen den Blick in die Schlucht und freuen uns, dass wir so gutes Wetter erwischt haben. Angesagt waren Regen und Wind.

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Dann geht es auch schon über unsere letzte Brücke, diese hat sogar noch ein paar Schienenreste und Holzbohlen der ehemaligen Bahnstrecke.

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Unsere Fahrt neigt sich dem Ende und wir erwischen noch ein paar tolle Aussichten und passieren noch den letzten Tunnel unserer Fahrt.

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Dann kommt auch schon Hyde in Sichtweite. Da endet unsere Fahrt und wir werden um 14:20 Uhr dort abgeholt. Als wir ankommen ist es gerade mal 12 Uhr. Verdammt, wir waren einfach zu schnell.

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91,81km zeigt mein Fahrradcomputer an, wir sind ein bisschen stolz und belohnen uns mit einem Wrap und einer Cheeseroll. Man muss aber schon sagen, dass wir uns nicht überanstrengt haben auf dem Track, auch wenn der erste Tag fies bergauf ging.

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Unser Pickup holt uns dann auch pünktlich ab und bringt uns zurück zu unserem Camper nach Omakau. Wir geben Fahrräder und Helme zurück und schwingen uns in unser Gefährt, denn heute geht es noch relativ weit südlich. Über Queenstown fahren wir nämlich heute noch bis nach Te Anau.

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Queenstown erreichen wir zum Sonnenuntergang, dort schnappen wir uns noch einen Fergburger und ein paar Pommes, beides haben wir dann auch konsumiert als wir gegen 21 Uhr Te Anau erreichen und es uns dort in einer beheizten Cabin gemütlich machen. Warum wir hier sind? Übermorgen wandern wir den 4-tägigen “Kepler Track”.

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Neuseeland–Otago Central Rail Trail: Tag 1

Heute starten wir also unseren zweiten Versuch, eine gescheite Fahrradtour in Neuseeland zu unternehmen. Die Motu-Trails, die wir auf der Nordinsel probiert haben, hatten uns ja leicht überfordert und waren eher eine Mountainbike-Strecke, dieses mal ist es angeblich viel einfacher. Wir fahren nun für zwei Tage ein Teilstück des Otage Central Rail Trail, eine zum Radweg umfunktionierte ehemalige Bahnstrecke und der erste von Neuseelands “Great Rides”. Wir starten in Omakau, wo wir unsere Fahrräder abholen und unsere Tasche mit Übernachtungssachen abgeben, die uns dann abends erwarten wird. Wir werden heute etwas über 40km hinter uns lassen und morgen dann nochmal ähnlich viele. 100m von dem Fahrradverleih biegen wir auf den Rail Trail und radeln los.

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Man fährt hier hauptsächlich auf “gravel”, also auf einer Schotterpiste. In Deutschland sind zu Radwegen umfunktionierte Bahntrassen meines Wissens sogar oftmals asphaltiert, diesen Luxus haben wir hier wohl nicht. Dafür spielt das Wetter wieder mit und auch die Landschaft um uns herum ist mal wieder herrlich!

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Vorbei an Feldern und Hügeln schrauben wir uns stets leicht bergan. Bahnstrecken haben ja eher keine starken Steigungen und so geschieht dies ziemlich subtil, aber dafür kontinuierlich.

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Wir kommen auch an vielen vielen Schafen vorbei. Neuseeland ist ja berühmt dafür, viele Schafe zu haben, so viele wie auf dieser Radtour haben wir bislang aber noch nicht gesehen. Tatsächlich reichen sie manchmal so weit das Auge reicht. Schüchtern sind sie zudem auch noch und so fangen viele immer an zu flüchten, wenn Radfahrer vorbeikommen.

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Das verwundert ein bisschen, denn auf dem Rail Trail ist ganz schön viel los. Das wird uns spätestens bei unserem ersten Stopp bewusst. Dieser ist bereits nach 7km an einem kleinen Café, welches uns wärmstens empfohlen wurde. Es wurde aber wohl auch 50 weiteren Radfahrern empfohlen, denn alle haben hier kurz Rast gemacht.

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Das Café war aber zugegebenermaßen super. Conny genoss ihren Kaffee und wir hatten einen Himbeere-Schokolade-Muffin. Der Muffin war echt klasse, Conny fand ihn sogar überragend gut.

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Nach einer halben Stunde geht es direkt wieder auf die Strecke. Jetzt wird es spannend, denn wir kommen jetzt auf den Abschnitt der heutigen Strecke, der auch viele Brücken und Tunnel verspricht. Cool.

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Brücken werden hier alle als “Viaduct” bezeichnet. Unter dieser Bezeichnung hatte ich etwas mehr als einfache Brücken erwartet, waren aber in der Regel recht einfache Brücken vom Anfang des letzten Jahrhunderts.

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Der erste Tunnel lies auch nicht lange auf sich warten. Wir haben heute zwei Tunnel auf der Strecke und morgen noch einen. Die sind alle so um die 200m lang und stockdunkel. Man soll auch absteigen, bevor man durchfährt.

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Wir meistern auch den Tunnel und kommen – Überraschung – auf der anderen Seite wieder heraus. Dort erwartet uns eine pittoreske Schlucht, durch die ein Fluss führt. Am Ufer des Flusses haben sich so gelbe Bäume angesiedelt und wachsen überall da, wo der Fluss verläuft. Das sieht von oben schon sehr cool aus wie wir finden.

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Unser Weg führt uns über einen weiteren “Viaduct”. Dieser scheint der längste zu sein, denn hier stauen sich auch viele fotografierende Leute. Ich fand ihn wieder nicht so spektakulär. Ich habe unterwegs mal eine Neuseeländerin drauf angesprochen und sie meinte, dass die Brücken für ein so junges Land wie Neuseeland schon eine Faszination ausüben. Vielleicht sind wir da von zuhause einfach andere Maßstäbe gewöhnt.

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Unser Weg führt uns wieder raus aus der Schlucht und auf platteres Land. Hier haben wir nicht nur grandiose Aussichten auf die umliegende – eher flache – Landschaft, sondern begegnen auch wieder mehr Tieren. Zum Teil sogar mitten auf der Strecke.

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Hin und wieder pausieren wir mal, um ein wenig Wasser zu trinken, über die stetige Steigung zu fluchen und Jelly Beans zu futtern. Die Jelly Beans gab es von unserem Fahrradverleih, da sie angeblich ordentlich Energie geben. Conny hat sie doch tatsächlich zwischenzeitlich mit Berty Botts Bohnen in sämtlichen Geschmacksrichtungen aus Harry Potter verwechselt und die Geschmacksrichtungen “Popel” oder “Erbrochenes” erwartet. Stattdessen hatte sie übrigens Lakritze.

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Inzwischen hatten wir auch ordentlich Gegenwind, zusätzlich zur stets leichten Steigung und so mussten wir durchaus ein bisschen kämpfen und schlichen mit etwa 10 km/h durch die Gegend.

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Die Erleichterung war groß, als dann unser zweiter Stopp in Sichtweite kam: Hayes Engineering. Hier wurden früher Maschinen gefertigt und es gab auch ein kleines Museum. Während ich meine Beine entspannt habe und eine “Organic Cola” getrunken habe, hat Conny sich das Museum mal genauer angeschaut.

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Conny sagt:

Der ganze Komplex war eine frühere Fabrik in der die Familie Hayes allerlei kleinere Gegenstände für die Agrarwirtschaft gefertigt hat, zum Beispiel Drahtzaunspanner. Das Faszinierende war, das in den Scheunen noch alles so war, als kämen die Arbeiter gleich zurück. Drehbänke, Bohrmaschinen, alles noch da und wie einsatzbereit, an den Wänden Regale mit Schrauben und Spannstücken. Und überall der Geruch von Öl und Metall Smiley. Der Familienvater hatte auch alleine alle Geräte mit einem Antrieb versehen (durch ein Windrad), was in einem Gewirr von Antriebsbändern endete, aber funktionierte. Auch seine Frau war sehr findig. Sie radelte über die Berge und durch die Weiten Otagos, um Bestellungen von Kunden aufzunehmen und auszuliefern. Eine kleine do-it-yourself-story.

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Ausgeruht ging es dann auf die letzten 15 Kilometer bis zu unserer heutigen Unterkunft. Der Wind hat nicht nachgelassen und die Sonne versteckte sich zudem immer häufiger hinter Wolken und so wurde es doch tatsächlich ein wenig kalt. Ob Connys Mütze unter dem Helm modisch vertretbar war, lasse ich trotzdem mal dahingestellt.

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Auf dem Weg passierten wir den südlichen 45. Breitengrad. Angeblich verläuft der nördliche 45. Breitengrad durch Burgund in Frankreich. Wir werden das prüfen.

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Nach einigen weiteren Kilometern erreichen wir den höchsten Punkt des Rail Trails. Das wurde aber auch Zeit, wir haben jetzt über 30 Kilometer nur bergauf hinter uns. Das war schon nicht ganz so spaßig. Das Schild am höchsten Punkt verspricht auch “It’s all downhill from here!” – Von hieraus gehts nur noch bergab. Na hoffentlich!

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Das Schild sollte Recht behalten und mit 30 km/h brettern wir die Schotterpiste für die nächsten Kilometer bergab. So macht das schon eher Spaß.

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Wir erreichen um etwas nach 15 Uhr Wedderburn. Hier werden wir in den “Wedderburn Cottages” unsere Nacht verbringen. Viel mehr gibt es in Wedderburn auch nicht. Noch eine Wirtschaft, eine Scheune und das war es dann. Cool. Unsere Übernachtungssachen warten schon auf uns und ein Zettel an der Türe sagt uns, welches Cottage wir beziehen sollen.

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Als wir unsere Übernachtungshütte sehen, wissen wir direkt: Es wird eine kühle Nacht. Das Cottage ist komplett aus Wellblech, drinnen sind zwei Betten mit jeweils 4 Bettdecken. Oha. Naja, wir werden es überleben.

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Wir schlurfen mit müden Beinen die 4 Minuten zur Wedderburn Tavern, dem örtlichen Pub. Hier gibt es um 16 Uhr noch nichts zu Essen, wie wir voller Enttäuschung feststellen müssen, also erstmal ein Bierchen in der Sonne. Auch schön.

Ab 18 Uhr bekommen wir dann aber doch was zu Essen. Conny ein Cordon Bleu und ich einen “Wedderburger”. Beides Solide. Wir stellen beim Essen fest, dass wir die einzigen nicht-Neuseeländer in dem Laden sind und am Nebentisch schimpfen die örtlichen Farmer über das Wetter. Die müffeln auch ein wenig, wie Conny feststellen muss.

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Wir schleppen uns satt und Müde zurück in unsere spartanische Bleibe und schlafen noch vor 9 Uhr ein. Wir Weicheier.

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