Neuseeland–Otago Central Rail Trail: Tag 2

Wir stehen etwa um 7 Uhr auf und trauen uns erstmal eine Weile nicht aus dem Bett, denn unser Cottage ist eiskalt. Irgendwann mussten wir aber, hilft ja alles nichts. Schnell duschen und packen, denn je früher wir wegkommen, desto eher wird uns beim Radeln warm. Vorher nehmen wir noch ein kleines Frühstück zu uns, das gabs zur Übernachtung dazu.

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Wir essen eine Schüssel Milch mit Weet-Bix und blinzeln in die Morgensonne. Weet-Bix ist hier recht populär zum Frühstück, uns schmeckt es aber nicht so gut und so beenden wir das Frühstück recht fix und schwingen uns auf die Fahrräder. So sind wir auch vor den Massen unterwegs, denn aus den Cottages kommen nun die anderen Radler hervor.

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Heute also nur bergab? Das klingt gut! Es fängt auch gut an. Der Trail ist recht leer und es geht tatsächlich deutlich einfacher als am Vortag! Wir genießen die Landschaft in der Morgensonne und lassen uns rollen!

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Revolutionäre Landschaften haben wir jetzt nicht mehr, aber mehr vom altbewährten: Mehr grüne Hügel, mehr große Felder und mehr Schafe!

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Wir lassen uns größtenteils wirklich rollen und sind trotzdem deutlich schneller als gestern. Dabei haben wir es doch heute garnicht eilig!

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Um etwa 9 Uhr erreichen wir das 15km entfernte Ranfurly. Das scheint hier so die größte Ortschaft zu sein. Es gibt sogar einen Supermarkt, bei dem wir uns mit Schokolade eindecken und ein Café, in dem wir uns nun erstmal ein kleines zweites Frühstück gönnen. Conny wieder einen Kaffee und auch ein Muffin ist wieder dabei, diesmal Mango und weiße Schokolade. Wir sind hin und weg.

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Erst um 10 Uhr fahren wir weiter und haben jetzt noch etwa 4 Stunden Zeit für die letzten 30km. Das klingt schaffbar. Auf der Strecke erwartet uns – man ahnt es schon – mehr Landschaft und mehr Schafe.

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In Waipiata legen wir einige Kilometer später die nächste Pause ein. Eigentlich müssten wir nicht so viel pausieren, aber dadurch, dass es bergab geht, sind wir deutlich zu schnell.

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In Waipiata gibt es etwas Schokolade und etwas zu trinken. Wir genießen auch nochmal ein wenig Sonne im Sitzen, inzwischen wird es auch langsam warm. Bis hierhin waren die Temperaturen bestimmt noch einstellig würde ich schätzen.

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Weiter geht es immer weiter bergab und nun sieht man auch hin und wieder alte Schienen, die wohl hiergeblieben sind von der alten Bahnlinie. Sowas finde ich ja cool. Sogar eine funktionsfähige Weiche ist dabei, die musste ich natürlich erstmal umstellen! An anderen Stellen sieht der Rail Trail aus wie ein normaler Feldweg, aber was will man auch groß erwarten.

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Wir passieren eine weitere Schlucht. Wie schon am Vortag säumen sich entlang des Flusses in der Schlucht gelbe Bäume. Die haben es mir ja angetan.

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Wir genießen den Blick in die Schlucht und freuen uns, dass wir so gutes Wetter erwischt haben. Angesagt waren Regen und Wind.

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Dann geht es auch schon über unsere letzte Brücke, diese hat sogar noch ein paar Schienenreste und Holzbohlen der ehemaligen Bahnstrecke.

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Unsere Fahrt neigt sich dem Ende und wir erwischen noch ein paar tolle Aussichten und passieren noch den letzten Tunnel unserer Fahrt.

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Dann kommt auch schon Hyde in Sichtweite. Da endet unsere Fahrt und wir werden um 14:20 Uhr dort abgeholt. Als wir ankommen ist es gerade mal 12 Uhr. Verdammt, wir waren einfach zu schnell.

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91,81km zeigt mein Fahrradcomputer an, wir sind ein bisschen stolz und belohnen uns mit einem Wrap und einer Cheeseroll. Man muss aber schon sagen, dass wir uns nicht überanstrengt haben auf dem Track, auch wenn der erste Tag fies bergauf ging.

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Unser Pickup holt uns dann auch pünktlich ab und bringt uns zurück zu unserem Camper nach Omakau. Wir geben Fahrräder und Helme zurück und schwingen uns in unser Gefährt, denn heute geht es noch relativ weit südlich. Über Queenstown fahren wir nämlich heute noch bis nach Te Anau.

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Queenstown erreichen wir zum Sonnenuntergang, dort schnappen wir uns noch einen Fergburger und ein paar Pommes, beides haben wir dann auch konsumiert als wir gegen 21 Uhr Te Anau erreichen und es uns dort in einer beheizten Cabin gemütlich machen. Warum wir hier sind? Übermorgen wandern wir den 4-tägigen “Kepler Track”.

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