Der letzte Tag! Wir haben bis hierhin 62km hinter uns gebracht und die merken wir auch in den Beinen. Hilft alles nichts, eine Etappe müssen wir noch durchhalten. Wir machen uns zum Frühstück lecker Toast mit einem coolen Toast-Gerät für Gasherdplatten und hauen uns ordentlich Erdnussbutter rein, denn wir werden heute viel Energie brauchen.
Wir rennen los in einem Affentempo, denn wer langsam geht oder stehenbleibt wird von den Sandflies aufgefressen. Das wollen wir natürlich nicht. In den letzten Tagen haben wir relativ viele Pausen gemacht, das wird auf jeden Fall eine Umgewöhnung.
Der Weg führt direkt an der Küste entlang und die Landschaft hier ist nochmal völlig anders als in den letzten Tagen. Eins muss man dem Heaphy-Track lassen: Er ist wirklich abwechslungsreich!
Wir laufen durch Palmenwälder und durch viel Farn, aber immer in Wassernähe, denn man hört immer die Wellen rauschen. Die haben heute auch ordentlich Kraft wie es scheint, denn das Wellenrauschen ist echt laut.
Der Weg führt uns mal an Sandstränden vorbei und mal an Kiesstränden. Wir umkurven einige Wassernahe Hügel und hätten liebend gerne an einem dieser Strände eine Pause eingelegt. Aber immer wenn wir anhalten um Fotos zu machen, werden wir durch die ankommenden Sandflies daran erinnert, warum wir das besser nicht machen sollten.
Der Weg kreuzt einige Flüsschen und auch zwei oder drei größere Flüsse, die dann wieder mit Hängebrücken überquert werden müssen. Heute haben wir auch endlich die tollen Aussichten, die wir uns auf der ersten und auf der dritten Etappe so gewünscht haben!
Durch morgendliche Sonne und ein wenig Nebel sieht das ganze dann auch grandios aus. Schade, dass man den leicht salzig-schweißigen Geruch, der uns umgibt nicht bloggen kann. Naja, vielleicht ist das für euch auch besser so, wir haben immerhin 4 Tage nicht geduscht!
Nach etwa der Drei Vierteln des Tracks kommen wir an Scotts Beach, von wo wir uns eigentlich ein Shuttle rufen wollten, doch wir bekommen kein Handyempfang und stapfen somit weiter, ohne dass wir wüssten, wie wir später vom Ende des Tracks wegkommen.
Die letzten Kilometer brechen an und wir sind mit den Kräften echt am Ende. Natürlich bieten die letzten Paar Kilometer nochmal einige Höhenmeter, man gönnt sich ja sonst nichts. Aber auch wieder tolle Aussichten aufs Wasser!
Die letzten Kilometer werden zur Qual und man kann glaube ich von unseren Gesichtern ablesen, dass wir ganz froh sind, wenn wir es gleich geschafft haben.
Wie das immer so ist, ziehen sich die letzten Kilometer wieder ordentlich und so machen wir sogar einen Kilometer vor dem Ende nochmal eine kurze Pause, denn dort war dann tatsächlich der erste Ort, wo wir dann keine Sandflies hatten! Yeah!
Wir erreichen den Parkplatz deutlich unter der angegebenen Zeit, wir durften ja auch nicht richtig pausieren zwischendurch! Es erwartet uns unser Fahrer von vor 4 Tagen und die beiden Neuseeländerinnen aus dem Bus zum Start des Tracks. Ob wir nicht gerade reinhüpfen wollen, er setzt uns für ein paar Dollar gerne beim Hostel ab. AUF JEDEN FALL!!!! ![]()
Zwanzig Minuten später sind wir am Hostel. Unser Hostel kann man nun wirklich nicht verfehlen, es ist in Regenbogenfarben angemalt. Alles weitere schreibt Conny dann im nächsten Eintrag!


