Neuseeland–Northern Circuit: Tag 1

Heute geht es los! Wohin? Auf unsere erste mehrtägige Wanderung! Wir hatten von den Great Walks, mehrtägige Wanderungen in Neuseeland, durch Prospekte, die wir am Flughafen mitgenommen hatten, erfahren und sofort stand für uns fest: machen wir! Als ersten haben wir uns den “Tongariro Northern Circuit” ausgesucht. Warum gerade der? Dazu später. Wir wollen die 44km lange Strecke in 4 Tagen zurück legen,-wir sind ja Anfänger und es sind so einige Höhenmeter zu bewältigen, nicht zu vergessen mit allem auf dem Rücken, was man für 4 Tage wandern und übernachten braucht.

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Morgens um halb acht geht unser Shuttle Richtung Whakapapa Village, unserem Startpunkt. Noch stehen unsere vollen Rucksäcke friedlich da, bald müssen wir sie schleppen. Was haben wir eigentlich alles mitgenommen? Für jeden Schlafsack, Wechselklamotten, 6 Bananen, 4 Nudelcups für abends, Snickers (1/Tag), Müsliriegel (3/Tag), 2 Brote, Nutella, 2,5l Wasser, Kissen, Klopapapier, Besteck, Kessel, Mülltüten, Zahnbürste, Erste-Hilfe-Set, Regenjacke, Handtuch, Karte von der Strecke, Sonnenhut und Sonnencreme. Da kommen so 10kg zusammen! Im Bus muss man in eine Liste eintragen, was man wandert und wann man gedenkt zurückzukommen. Falls man verloren geht.

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Schnell ein vorher Bild und dann geht es los! Bereits zu Anfang bietet sich ein spektakulärer Blick auf zwei der drei aktiven Vulkane im Tongariro Nationalpark: links der namensgebende Mount Tongariro und daneben Mount Ngauruhoe. Wem die markante Form bekannt vorkommt: jaaa, es ist Mount Doom (Schicksalsberg)! Auch hier wurde einiges aus dem Film Der Herr der Ringe gedreht (genauer genommen einiges im Lande Mordor) und das war auch ein Grund warum wir diesen Great Walk machen.

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Los gehts auf einem gut bewanderbaren Schotterweg durch Heidelandschaft. Wir wandern über ehemalige Lavaströme, vermutlich von Mount Ruapeh, dem dritten aktiven Vulkan, an dessen Fuß wir losgewandert sind.

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Plötzlich kommen wir an einem Wasserfall vorbei. Moment. Da sollen wir doch erst in drei Tagen vorbeikommen! Nach einem kurzen Blick auf die Karte stellen wir fest, dass wir falsch rum losgewandert sind! Verdammt! Naja, über einen kleinen Umweg kommen wir recht zügig auf den richtigen Weg.

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Unser erstes Ziel ist die Mangatepopo Hütte, die am Fuße der beiden Vulkane liegt. Weiter geht es auf einem nun nur noch sehr schmalen, zum Teil stark ausgewaschenen Wanderpfad, auf und ab, und manchmal muss man auch ein wenig klettern. Rings um uns: grandiose Aussichten in jede Richtung. Wir sind jetzt schon begeistert. Die Rucksäcke, die uns am Anfang noch ertragbar vorkamen, werden langsam schwerer.

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Das Wetter spielt auch mit und die Sonne scheint auf einem mit nur wenigen Wolken bestückten Himmel. Vor der Sonne schützen wir uns mit fiesen Sonnenhüten, in Marcus Fall von einer örtlichen Schule.

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So langsam könnte die Hütte ja mal auftauchen, wir nähern uns Mount Doom immer mehr und Mount Ruapeh verschwindet immer weiter in der Ferne.

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Auch die Landschaft um uns herum wird immer karger, vulkanischer und irgendwie erinnert es schon ein bisschen an das Mordor, was wir aus den Filmen kennen.

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Das Moos hat schon so komisch weiße Blüten und ich frage mich laut, ob das Asche ist. So abgelenkt passiert es und – rumms – liege ich in der Asche von Mordor. Schon das zweite Mal bin ich umgeknickt. Hoffentlich rächt sich das Morgen nicht, aber ich kann bald weitergehen. Verdammt, ich hätte richtige Wanderschuhe mitnehmen sollen!

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Ein Glück ist die Hütte nicht mehr weit und so erreichen wir um halb zwei Uhr die Hütte. Statt der angegebenen drei Stunden haben wir dank unseres Umwegs vier einhalb gebraucht und trotzdem noch einige Stunden Langeweile auf der Hütte, die sich langsam mit weiteren Wanderern füllt.

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Zudem wird sie noch von einer Gruppe Freiwilliger belegt, die die Hütte streichen und so ist einiges los.

Abends machen wir uns mithilfe der Gaskocher auf der Hütte unsere Nudelcups und bei Marcus gibt es als Belohnung sogar eine Cola, mit der er “den Zukunfts-Köthi” überrascht hat. Hat geklappt.

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Etwas später ging es dann zum Highlight des Tages.

Einige Meter vor unser Hütte bot sich ein spektakulärer Blick auf den Sonnenuntergang, Es war definitiv der beste, den wir bisher gesehen haben, besser als jeder am Strand!

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Besonders stimmungsvoll auch durch das Mundharmonikaspiel der Malergruppe. Danach hieß es für uns dann auch relativ schnell: Ab ins Bett.

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Morgen wollen wir recht früh los, denn die anstrengendste Etappe steht auf dem Plan.

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