Mit einem grandiosen Blick auf den See wachen wir auf. Es ist strahlender Sonnenschein und empfindlich kalt inzwischen. Die Sommer-Sonnen-Tage haben wir wohl definitiv hinter uns gelassen.
Wir frühstücken ein bisschen was und machen uns dann auch fix auf die Socken. Wir wollen heute eine kleine Wanderung machen und morgen dann das eigentliche Highlight Rotoruas besichtigen: Die Geysiere, Mudpools und Hot Springs. Rotorua ist nämlich berühmt für seine geothermischen Aktivitäten.
Unsere Wanderung wollen wir am Rainbow Mountain machen. Wenn man es auf die Spitze des Berges schafft, soll man grandiose Aussichten über Lake Taupo und auch den Tongariro Nationalpark haben, das ist ja unser nächstes Ziel.
Wir legen motiviert los und kommen relativ fix an einem “Crater Lake” vorbei. Crater Lake? Recht fix wird uns klar, dass es sich bei Rainbow Mountain um einen Vulkan handelt. Wir werden bestätigt, als wir einige schwefelig riechende, rauchende Stellen entdecken. Wir krabbeln also schon wieder auf einem aktiven Vulkan herum.
Die Aussichten sind jedoch grandios! Der Berg scheint hier in der Gegend mit Abstand die höchste Erhebung zu sein und somit hat man echt eine tolle Sicht in alle Richtungen.
Ganz oben freut sich eine Mückenkolonie über unsere Ankunft auf dem Gipfel, weswegen wir dort leider nur wenig unsere hart erarbeitete Aussicht genießen können. Na toll. Auch Tongariro ist nicht so gut zu erkennen, denn es hängen ein paar Wolken im Himmel.
Die Landschaft der Nordinsel lässt sich von hier oben aber super erkennen. Überall hat man die kleinen, sanften, grünen Hügel und ein paar Seen. Es ist schon schön hier.
Wir fliehen vor den Mücken und krabbeln wieder runter. Den 3-Stunden-Rundweg haben wir dann bei unserer Ankunft am Auto in 2 Stunden geschafft. Das kann sich ja mal sehen lassen. Ab ins Auto und zurück nach Rotorua. Unser Plan war es, dass wir in einem ausgewählten Holiday-Park in Rotorua bleiben, denn der wirbt damit, heiße Mineral-Pools zu betreiben. Bevor wir hier Eintritt für eine Therme bezahlen, wollen wir die heilende Wirkung solcher Bäder lieber auf diese Weise erleben. Etwas enttäuscht sind wir, als diese bei unserer Ankunft außer Betrieb sind. Verdammt! Nicht mal einen Rabatt konnte Conny heraushandeln und so versuchen wir unser Glück im nächsten Park. Die haben nämlich auch solche Pools und geben uns sogar sage und schreibe 2$ Rabatt! ![]()
Der Park liegt direkt am See und bietet einen “Hot Beach”. Was ist denn ein Hot Beach?! Naja, der See wird wohl auch durch Erdwärme erhitzt und hat so ungefähr Badewannentemperatur. Hygienischer wird er dadurch aber nicht. Auch in die kleinen, blubbernden Pfützen am Strand wollen wir uns nicht so recht reinsetzen.
Generell ist der Park voller geothermischen Phänomenen und es wird überall vor heißen Flüssen oder blubberndem Matsch gewarnt. Im Park gibt es sogar einen Ofen, der durch Erdwärme betrieben wird.
Statt in die Matschpfützen am Strand, pflanzen wir uns nach unserer Wanderung lieber mal in die Mineral-Pools und genießen die etwa 40 Grad Wassertemperatur. Sehr entspannend!
Bei der Gelegenheit kürzen wir noch meine Haare ein bisschen weiter, inzwischen auf 5mm. Endlich haben wir auch ein bisschen Zeit, den Camper aufzuräumen und finden von den Vorbesitzern eine kleine Gummischlange. Was die damit gemacht haben, möchte ich vielleicht garnicht wissen.
Abends nutzen wir den free BBQ im Holiday Park und machen uns nochmal lecker Burger, hatten wir ja so lange nicht. Hier auf dem Campingplatz lernen wir auch einige nette Neuseeländer und Australier kennen, alle ein wenig älter als wir. Campen scheint hier in Neuseeland nicht nur bei Backpackern populär zu sein, sondern ist vor allem auch bei Senioren total beliebt.
Morgen schauen wir uns dann den berühmten Geysier hier in Rotorua an und fahren dann schonmal rüber nach Tongariro, wo übermorgen unsere mehrtägige Wanderung beginnt.


