Monatsarchiv: Februar 2014

Australien–Carnarvon Gorge

Nach zwei Nächten auf dem tollen Campingplatz in Airlie Beach geht es für uns heute um 8 Uhr weiter. Unser Ziel: Die Carnavon Gorge. Eine wohl sehr pittoreske Schlucht einige hundert Kilometer im Inland. Auf uns wartet daher heute eine 10-Stunden-Fahrt. Puh. Vorher wird noch kurz eingekauft und dann ab auf den Highway.

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Je weiter westlich wir kamen, desto ländlicher wurde alles um uns herum. Die Städte sind sehr klein und die Raststätten fühlen sich ein bisschen Wild-West-USA-mäßig an. Ein paar pausen zum Tanken brauchen wir natürlich. Sprit kostet hier übrigens etwa 1,54$ pro Liter (etwa 1€) und somit ein bisschen günstiger als bei uns.

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Die Straßen hinaus ins Outback sind natürlich lang und langweilig. Wir haben recht oft den Fahrer gewechselt und nur relativ kurze Pausen gemacht, denn wir wollten nicht erst im Dunklen an unserem Ziel ankommen.

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Geklappt hat das natürlich nicht mehr, auch aufgrund eines Zwischenstopps bei KFC in Emerald, die größte Stadt hier in der Gegend. Nach Sonnenuntergang mussten wir auch arg aufpassen, dass uns nichts vors Auto läuft. Hier liegen ja schon massenhaft tote Kängurus und Wallabies im Straßengraben, die kommen so bei Sonnenuntergang raus und hoppeln dann doch echt oft über die Straße. Auch Kühe stehen hin und wieder auf der Straße. Oha.

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Nach vielen “bumpy roads” kommen wir dann um 21 Uhr auch mal an. Viel machen wir aber nicht mehr. Wir lassen uns noch kurz erklären, wie wir den einen Tag den wir hier verbringen am besten gestalten, futtern ein paar Nudelcups (Conny und ich) und Sandwiches (Amy und Ben) und fallen danach ins Bett. Autofahren schlaucht.

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Am morgen schauen wir erstmal, wo wir hier überhaupt gelandet sind. Schön sieht es hier aus. Sehr nah an der Natur das ganze Camp hier und natürlich weniger Luxus als das zuvor. Dafür gibt es hier richtig viele Tiere. In erster Linie Kängurus und Wallabies. Die sind hier quasi allgegenwärtig im Camp und wir haben sogar eins mit kleinem Baby-Känguru im Beutel gesehen. Das ist, das wussten Amy und Ben, sehr selten!

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Dann sind wir auch schon losgezogen auf unsere erste Wanderung. Um etwa 7:30 Uhr. Hier wird es Tagsüber relativ heiß und so hatten wir morgens wenigstens ein paar kühle Stunden, um in die Carnarvon Gorge zu erkunden.

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Die Gorge (=Schlucht) selbst ist durch einen Fluss entstanden, der hier seit tausenden von Jahren fließt und sich durch den Sandstein gefressen hat. Der Weg überquerte dann auch diesen Fluss mehrmals und dann ging es durch einen lichten Wald mit vielen Palmen, immermal ein bisschen bergauf und bergab. Puh!

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Obwohl so früh morgens es noch relativ erträglich war, mussten wir unseren Durst immer wieder stillen. Dabei sind wir noch garnicht viel gelaufen. Verdammt! Dafür gab es viele tolle Fotomotive und Ausblickpunkte.

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Sogar eine bärtige Meerjungfrau saß im Fluss und schaute uns zu. Okeh, bei längere Hinsehen sieht sie vielleicht ein bisschen zu sehr nach Marcus aus Smiley.

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Unser erstes Ziel war die “Art Gallery”, zu welcher man etwa 5km laufen musste.

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Dort sind noch gut erhaltene Wandmalereien der hier ursprünglich angesiedelten Aborigines zu sehen; Hände, Bumerangs, Schilder, Pflanzen und Lizards im Wesentlichen.

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Wie schon am Uluru, kann man als Aussenstehender nie so richtig die Geschichte hinter den Malereien verstehen. Trotzdem war es ein schönes Ziel. Nächstes Ziel war dann der Wards Canyon, eine kühle feuchte Schlucht, die sehr romantisch war. Hier wuchs Königsfarn, der wohl ein Überbleibsel aus der Megaflora ist und dort überlebt hat. er war bestimmt 3m hoch!

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Der Fluss war übrigens sehr trocken, anscheinend hat es hier schon länger nicht mehr geregnet. Daher führte der Weg über steiniges Geröllfelder zum nächsten Ziel: dem Amphitheater.

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Diese Schlucht ist nur durch einen kleinen Spalt zu erreichen und den musste man erstmal über Leitern erreichen. Durch die abgeschlossene Lage konnten wir ein schönes Echo erzeugen und das haben wir erstmal genutzt um Ben ein Ständchen zu bringen, denn er wird heute 23!

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Auf dem weiteren Weg haben wir dann die Toiletten mitten in der Wildnis ausprobiert, bei denen man alle Produkte erstmal mit einer Fusspumpe beseitigen musste. Cool.

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Der letzte Stopp war “Moss Garden”, eine weitere Schlucht, in der die Wände wegen ständigem Wasserfluss von Moos bewachsen sind und ein kleiner klarer Pool zum Baden einlud. Durfte man aber nicht. Also nur schnell ei Gruppenfoto geschossen und uns auf den Rückweg gemacht. Es war doch schon wirklich heiß geworden und wir sind immerhin schon etwa 10km gelaufen.

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Auf dem Rückweg bot der lichte Wald dann auch kaum Schatten und wir haben mehr und mehr gelitten und unsere sämtlichen Wasservorräte aufgebracht. Kurz nachdem wir nichts mehr hatten waren wir dann aber auch wieder an unserem geliebten Van und konnten zurück zum Campground, wo wir erstmal kalte Duschen genießen konnten.

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Den Rest des Tages haben wir uns von der Wanderung erholt und dabei ein bisschen Bens Geburtstag gefeiert. Der Jungspund! Zur Feier des Tages gab es: Barbeque! Als hätten wir das nicht fast jeden Abend gehabt! Zwinkerndes Smiley

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Wir haben dann später noch versucht ein Schnabeltier zu sehen, die schwimmen hier nämlich bei Sonnenuntergang herum, allerdings hatten wir kein Glück und haben den Abend dann stattdessen bei netten Gesprächen und kalten Getränken ausklingen lassen.

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Australien–Whitsunday Islands und Whitehaven Beach

 

Heute geht es früh los für uns, denn wir schauen uns heute die Whitsunday Islands und den weltberühmten Whitehaven Beach an. Wir haben uns am Vorabend noch schnell eine halbtags Tour gebucht. Wir hätten hier auch nochmal schnorcheln und tauchen können, haben uns aber dagegen entschieden. Stattdessen geht es nur hin und zurück mit etwa 1,5 Stunden Aufenthalt am Whitehaven Beach. 5 Uhr aufstehen, 6 Uhr in den Shuttlebus, 7 Uhr ins Boot und wir sind unterwegs!

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Unterwegs sehen wir viele sehr grüne Inselchen entlang der Whitsunday Passage. Diese wurde von Captain Cook benannt, der auch die Inselgruppe hier damals benannt hat. Allerdings nannte er sie Cumberland Islands und sie wurden später dann umbenannt.

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Nach ein bisschen Fahrt im Katamaran waren wir dann auch schon da und durften über eine schmale Rampe den Strand betreten. Er ist etwa 7km lang und besteht zu 98% aus Silikat. Aufgrund seiner Konsistenz wird er übrigens auch nicht heiß in der Sonne sondern bleibt immer angenehm kühl.

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Wenn man baden möchte, hätte man einen sogenannten StingerSuit benötigt, den hatten wir ja auch schon beim Tauchen am Great Barrier Reef an, heute verzichten wir aber auf große Schwimmaktionen, stattdessen schlurfen wir über den Strand.

Auf unserem Boot waren bestimmt etwa 50 Menschen, die sich aber alle irgendwie nicht weit von der Anlegestelle entfernt haben. Gut für uns, denn wir sind etwa 200-300 Meter gegangen und hatten dann ein großes Stück Strand für uns ganz alleine.

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Wir hatten vorher gelesen, dass man aufgrund der Feinheit des Sandes hier auch seinen Schmuck pollieren kann, das haben wir auch direkt mal ausprobiert und es funktioniert tatsächlich! Hier der Beweis mit Vorher- und Nachher Foto

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Ein wenig überrascht waren wir ob der Geräusche, die unsere Füße auf dem Sand gemacht haben. Der war anscheinend so fein, dass die Reibung Quietschgeräusche verursacht.

Wir haben uns dann einfach mal hingepflanzt und ein bisschen entspannt. Was sonst soll man am Strand auch machen. Es gibt zwar einen Lookout Punkt von dem auch viele berühmte Fotos gemacht wurden, allerdings liegt der auf der anderen Seite des Strandes und somit 7km entfernt.

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Also haben wir einfach unsere eigenen Fotos gemacht und die Sonne ein wenig genossen. Das Wetter war nämlich sehr gut, kaum hatten wir den Strand betreten, kam die Sonne heraus.

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Ich habe dann auch einen kleinen Tanz aufgeführt, um die Quietschgeräusche mal ein bisschen zu verdeutlichen. Ich bin zwar kein Michael Jackson, aber mit diesen Moves bestimmt bald ein Star auf Youtube.

Noch ein paar letzte Fotos und dann ging es für uns auch schon zurück zum Boot. Rechtzeitig bevor das Wetter wieder ein wenig schlechter wird und sogar ordentlich Regen mitbringt.

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An Bord gab es dann warme Scones mit Sahne und Marmelade, das ist natürlich ein schöner Abschluss unseres Trips. 1,5 Stunden später sind wir schon wieder zurück am Pier und werden fix zurück zum Campingplatz gebracht. Dort angekommen, treffen wir wieder auf Amy und Ben. Den Rest des Tages chillen wir auf unserem Luxus-Campground.

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Wir hatten uns ja extra einen schönen Campground gegönnt und haben dann natürlich auch Minigolf und Pool genutzt. Besser als alle Hostels und viele Hotels die wir in den letzten Monaten gesehen haben.

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Die Küche haben wir natürlich auch ordentlich genutzt, beziehungsweise eher Amy und Ben, die uns mit einem “Roast” beglückt haben. Sie wollten mal was typisch englisches kochen, nachdem wir am Vortag leckeren Kartoffelsalat serviert hatten.

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Es war auch grandios und wir sind danach recht früh ins Bett gefallen. Morgen früh müssen wir wieder früh raus, denn eine lange Fahrt liegt vor uns.

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Australien–Roadtrip nach Townsville und Airlie Beach

Heute wurden wir von unseren neuen Nachbarn auf dem Campingplatz geweckt: Pferden. Fragt mich nicht wo sie herkommen, aber sie waren plötzlich da und haben um uns herum Gras gefuttert. Conny hatte Angst, dass sie uns angreifen werden, aber haben sie natürlich nicht gemacht.

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Nach ein paar Pancakes zum Frühstück und dann heißt es schon Packen und ab auf die Straße in Richtung Küste! Auf dem Weg vom Campground sahen wir dann noch das Warnschild, das vor Krokodilen warnt. Oha! Hätten wir das eher gesehen, wären wir vielleicht nicht hier geblieben. Krokodile haben wir aber auch keine gesehen und ein freundlicher Local, der im Fluss nach Shrimps gesucht hat meinte es wären auch keine da, weil ja Enten auf dem Fluss schwimmen. Naja, glauben wir ihm mal und sagen Goodbye Charters Towers.

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Auf dem Weg nach Townsville haben wir noch den Rotary Lookout angesteuert. Der offenbarte uns eine tolle Sicht auf die Stadt und das Meer direkt dahinter, und Sicht auf eine ungeschickte Schlange und jede Menge Schmetterlinge. Eigentliche Attraktion war aber ein Pfau, der dort herumstolzierte und sich von uns mit ein bisschen Brot füttern lies. Negatives Highlight des kurzen Abstechers: Eine menge Mückenstiche und damit sind mindestens 10 pro Person gemeint. Oha!

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Nach kurzem Einkaufen in Townsville und einem kurzen Abstecher zur Campervermietung um unsere Innenbeleuchtung zu reparieren, ging es weiter nach Süden. Eigentlich wollten wir den Zeltplatz “Alligator Creek” ansteuern, der war aber ebenfalls Mückenverseucht. Gerne hätten wir dort übernachtet, denn dort liefen hunderte von Wallabies herum und die sind schließlich niedlich! Stattdessen arbeiten wir uns sogar noch weiter nach Süden vor und landen schließlich in der Stadt “Giru”, die freundlichste Stadt in North Queensland in 2006 und 2009! Yeah!

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Zu früh gefreut! Der hiesige Campingplatz wurde vor 2 Wochen platt gemacht. Aber es wäre ja nicht die freundlichste Stadt, wenn es da nicht eine Lösung gebe. Einfach auf dem Rasen parken meint die nette Angestellte der örtlichen Postfiliale. Da ist zwar ein Schild, dass man das nicht machen soll, aber das stört wohl keinen. Also rauf auf den Rasen und dort gecampt.

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Auf dem örtlichen BBQ haben wir auch nochmal gegrillt. Jedoch nicht alleine, denn hier wimmelt es von Moskitos. Ich habe im Leben noch nie so viele Mücken gesehen wie dort! Dementsprechend schnell sind wir auch in unseren Camper geflüchtet. Dort haben wir noch ein halbes Duzend Mücken erschlagen, bevor wir uns unserem Schicksal ergeben haben und übelst zerstochen wurden über Nacht.

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Voller Stiche wachen wir dementsprechend auf und packen fix ein um zu flüchten. Ja, es mag wohl die freundlichste Stadt hier sein, aber es war trotzdem nicht der beste Ort zum Campen. Schade eigentlich. Während wir uns am ganzen Körper kratzen, werfen wir einen letzten Blick zurück auf Giru und machen uns auf weiter gen Süden.

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Bevor wir unser Ziel Airlie Beach erreichen müssen wir nochmal unsere Vorräte auffüllen und halten an einem Supermarkt. Doch dann passiert es. Beim Parken macht es KKKRKRRRCHHHHH und wir sind mit dem Dach des Campers an die Bedachung der Parkplätze gestoßen. Oh no! Dabei hat es wohl unsere Ventilation zerschossen. Das entsprechende Teil auf dem Dach ist völlig zerquetscht und wurde bei unserer Weiterfahrt dann auch vom Dach gepustet. Verdammt!

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Kurz vor unserem Ziel in Airlie Beach finden wir eine Campervan-Werkstatt, die uns das Teil für 190 Dollar ersetzt. Das besiegeln wir mit einem Handschlag und freuen uns, dass das so unkompliziert ist! Der dicke Mechaniker meinte, dass 3-4 Backpacker pro Woche vorbeikommen und in der Vorwoche kamen welche, die ihr komplettes aufstellbares Dach auf dem Highway verloren haben. Gott sei Dank war es bei uns nur die Belüftung.

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Nach zwei Stunden Reparaturzeit, die wir bei McDonalds verbringen, ist unser Camper auch fertig und wir fahren wenige Kilometer weiter auf den von uns ausgewählten Campingplatz. Heute gönnen wir uns mal einen wirklich tollen, nachdem wir in der letzten Nacht so durchgestochen wurden und immerhin schon drei Nächte für umsonst campen konnten. Unsere Wahl war der Campground Big4 Adventure Airlie Beach. Mit Pool und Küche und warmen Duschen ausgestattet fehlt es uns an nichts. Herrlich, mal wieder heiß zu duschen!

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Wir stöpseln unseren Camper ein, damit er seine Batterie mal wieder auflädt und bereiten deutschen Kartoffelsalat in der Küche zu, den es dann später zum BBQ gibt. Wir fallen recht früh ins Bettchen, denn für Conny und mich geht es morgen früh um 6:15 Uhr zum Whitehaven Beach, einem der schönsten Strände der Welt.

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Australien–Wir starten unseren Roadtrip

Heute geht es also los und wir starten mit unserem Roadtrip entlang der Ostküste Australiens. Erste Punkte auf der ToDo Liste heute: Auschecken und den Campervan abholen. Nichts leichter als das. Auf dem Weg mit dem ungeduldigen indischen Taxifahrer zur Autovermietung holen wir noch Ben und Amy ab. Wie schon angekündigt, machen wir den Trip in den nächsten zwei Wochen mit den Beiden zusammen! Das wird bestimmt der knaller!

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Die eigentliche Abholung des Campervans läuft eigentlich ganz unkompliziert. Versicherungspolicen und Mietvertrag unterschreiben, das gute Stück begutachten und los gehts. Erster echter Stopp: Supermarkt. Ich fahre als erster. Zum ersten Mal in meinem Leben auf der linken Straßenseite, das hat mich doch einige Minuten gekostet um mich daran zu gewöhnen, aber danach klappte alles völlig von alleine. Ist halt alles Spiegelverkehrt. Sogar der Blinker ist rechts neben dem Steuer, weswegen ich auch gerne mal den Scheibenwischer beim Abbiegen aktiviere.

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Vollbepackt mit leckerem Essen für das heutige Abendessen und das kommende Frühstück, beschließen wir, dass wir uns heute am ersten Tag noch kurz nördlich von Cairns umschauen. Dort gibt es nördlich von Port Douglas die Mossman Gorge zu sehen. Gorge würde ich mal mit Schlucht übersetzen. Trotz andauerndem Regen geht es also los zur Gorge, die wir dann auch etwa 1,5 Stunden später erreichen. Katzensprung quasi.

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Wir steigen aus und lassen uns – immernoch bei strömendem Regen – mit dem kostenpflichtigen Shuttlebus vom Parkplatz zur Schlucht fahren. Dort angekommen sind wir so ziemlich die einzigen und machen uns in Regenjacken auf einen kleinen Rundgang zur Gorge. Dort schauen wir dem Naturschauspiel eine Weile zu, am tollsten war es auf der Hängebrücke. Trotz des Regens wurden wir doch recht hart von Moskitos attakiert, damit hatte ich nicht gerechnet.

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Völlig durchnässt machen wir uns nach einer Weile auf den Rückweg zum Camper und mit diesem dann auf die Suche nach einem geeigneten Nachtlager. Unsere erste Nacht wollen wir eigentlich auf einem gratis Campingplatz verbringen, nämlich in Palm Cove, der ist aber derzeit (und anscheinend auch schon länger) gesperrt, wie wir nach unserer Ankunft feststellen müssen. Ein kostenpflichtiger Campground ist direkt daneben, ein Schelm wer böses dabei denkt. Naja, es dunkelt schon und regnet immernoch, also nehmen wir halt den kostenpflichtigen, der uns um 50$ ärmer macht.

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Eigentlich wäre der Laden sein Geld auch wert gewesen, denn er lag direkt an einem wunderschönen Strand. Aufgrund des Regens hatten wir da aber wenig von und haben so nur die BBQ-Stationen (=Grills) des Campingplatzes genutzt für unser Abendessen, dann ging es relativ schnell ins Bettchen.

Durch den ganzen Regen konnten wir Nachts leider nicht ein Fenster aufmachen im Camper und so hatten wir fast ein bisschen Angst zu ersticken in dem Ding. Wir waren morgens alle ziemlich gerädert und absolut depressiv ob des ganzen Regens. Es hatte jetzt etwa 36 Stunden durchgeregnet. Zu viel für unseren Geschmack. Wir schauten uns die Wettervorhersage an und entschlossen uns, nach Charters Towers zu fahren. Das ist eine halbverlassene Goldgräberstadt irgendwo in der Pampa südwestlich von uns. Bevor wir losziehen können, müssen wir in Cairns nochmal kurz stoppen und unsere Wasserpumpe im Camper ausstauschen, dauert etwa eine Stunde, dann geht es los auf die etwa 9 Stündige Fahrt!

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Bei einem kompletten Tag auf der Straße gibt es natürlich auch nicht ganz so viel zu berichten. Viele Farmen mit Rindern haben wir gesehen und unglaublich viele tote Wallabys und Kängurus am Straßenrand in allen Stadien der Verwesung. Manchmal ist es vielleicht besser, dass ich kein Foto gemacht habe. Fahren an sich fühlt sich ein bisschen so wie in den USA an, wo wir in der Wüste von Nevada auch nur stundenlang geradeaus gefahren sind. Die Person im hinteren Teil des Vans hatte es da natürlich gut. Viel Platz und Verpflegung direkt im Zugriff. Hier mal am Beispiel von Conny die in unserem Chaos im Van saß.

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Erst nach Sonnenuntergang erreichen wir einen gratis Campground kurz vor Charters Towers, Macrossan Park. Hier essen wir noch eine Kleinigkeit und müssen feststellen, dass die Beleuchtung unseres Campers nicht funktioniert. Naja, halten wir uns halt mit Taschenlampen im Van auf. Draußen sitzen könnten wir zwar auch, nach Sonnenuntergang trauen wir uns das aber ob der ganzen Krabbeltiere hier nicht mehr so richtig.

Der zweite Morgen ist deutlich besser als der erste. Wir konnten alle halbwegs gut schlafen, Sauerstoff war auch genügend da und von Krabbeltieren wurde auch keiner aufgefuttert. Also gehts morgens los zum Holzsuchen, damit wir unser Frühstücksomelette auf der Feuerstelle zubereiten können.

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Das erste richtige Frühstück seit wir losgefahren sind haben wir alle auch genossen und saßen bis zum frühen Mittag zusammen. Auch Duschen bietet der gratis Campingplatz und so fehlt es uns eigentlich an nichts. So richtig toll ist das Wetter zwar immernoch nicht, es regnet noch hin und wieder und Wind haben wir auch recht viel, aber immerhin hat das mit dem Dauerregen ein Ende, der ging uns echt auf den Keks.

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Das Frühstückzubereiten war übrigens Männersache. Ich habe mit meiner kleinen Säge, die Haleem mir zum Abschied geschenkt hat den ein oder anderen Ast beschnitten und Ben hat später dann das Omelette zubereitet.

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Nach gutem Frühstück und viel Gequatsche, haben wir uns Mittags aufgemacht in Richtung Charters Towers. Auch wenn dort nicht so richtig viel los ist, wollen wir uns die Stadt mal anschauen und vielleicht noch ein paar Vorräte kaufen, wenn die Läden hier offen sind und nicht so viel kosten.

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Mindestens Holzkohle für den Grill und ein bisschen was zu essen brauchten wir und haben es dort auch gefunden. Zudem einen Bottleshop. So heißen hier die Läden, die den Alkohol verkaufen dürfen. Hatte ich schon mal drüber geschrieben? Ein paar Cider und eine Flasche Wein für die Mädels gab es zur Feier des Tages. Wir haben uns dann noch eine zweite Nacht auf dem hiesigen Campground niedergelassen. Der gefiel uns so gut und war auch noch umsonst!

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Das Wetter bescherte uns dann auch noch einen kompletten Regenbogen. Von ganz links nach ganz rechts, sowas habe ich selten gesehen. Die Landschaft hier ist echt pittoresk wie ich finde, auch wenn es hier natürlich noch nicht ganz Outback ist.

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Abends feuerten wir die Feuerstelle wieder an, dieses mal mit Holzkohle. Wieder haben wir ein bisschen was gegrillt, dieses mal gab es aber auch Folienkartoffeln dazu, die waren sehr lecker und wurden dieses mal auch im Freien verzehrt, obwohl wir immer noch Angst vor Krabbelkäfern haben.

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Wir haben noch bis spät am Feuer gequatscht und uns sogar noch Marshmallows im Feuer geröstet, bevor wir dann für unsere letzte Nacht hier im Hinterland in den Van gekrabbelt sind. Ab morgen geht es dann zurück an die Küste!

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Australien–Tauchen am Great Barrier Reef

Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr, denn heute geht es tauchen am Great Barrier Reef und dafür müssen wir zeitig los. Ich brauche noch ein bisschen extra Zeit am Morgen, denn vor dem Tauchen muss ich meinen Bart leider wieder etwas stutzen, denn mit Vollbart ist das beim Tauchen immer so eine Sache. Dabei habe ich doch zwischendurch tatsächlich mal den Schnörres stehen lassen. Ist jetzt aber wieder ab, keine Angst.

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Um 8 geht dann unser Boot, die Silver Swift los in Richtung Riff. Eigentlich wollten wir mit einem anderen Boot fahren, dass an einer festen Plattform ankert, aber das ist derzeit mehr oder weniger ausgebucht, da hier über Chinese New Year relativ viele Chinesen unterwegs sind. Also dann halt dieses, fährt zu drei Tauch- und Schnorchelstellen, wir gehen heute einmal richtig tauchen und dann zweimal schnorcheln. Nach 1 Stunde und einigen wenigen Minuten sind wir schon da und hüpfen direkt ins Wasser zum Tauchen. Ich brauche etwas länger, bis ich unten bin, will diesmal kein Risiko eingehen mit meinen Ohren. Letztes mal hatte ich mir ein Mittelohrbarotrauma zugezogen.

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Auf etwa 18m Tiefe tauchen wir also los und…was ist das?!… Ein Hai!! Oha! Direkt zu Beginn unseres Tauchgangs sehen wir einen White Tip Reef Shark, der hier seine Runden dreht und uns mal völlig ignoriert. Unser Tauchguide meinte, er ist etwa 1,80m lang gewesen. Oha. Ein Video oder ein Foto haben wir leider nicht. Dafür war er zu schnell weg und wir zu aufgeregt.

Es geht vorbei an deutlich abwechslungsreicheren Korallen als auf Koh Chang und entlang tollen Steinsformationen. Wir sehen aber deutlich weniger Fische hier als in Thailand.

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Unser Highlight dieses mal war aber, dass wir durch einen kleinen Tunnel getaucht sind. Der war so etwa 8m lang und voller Fische. Das war schon sehr cool. Als uns das im Tauch-Briefing vorher mitgeteilt wurde, haben wir noch gedacht “oha, da tauchen wir mal besser außen rum”, war aber garkein Problem und echt cool.

Nach dem Tunnel ging es noch durch ein paar weitere Gesteinsformationen, dann gab es einen kurzen Stopp. Hier wurde kurz gecheckt wieviel Luft jeder noch so in den Flaschen hatte und… oweh… ich war nach einer halben Stunde schon bei 50 Bar angelangt,verdammt! Das war also das Ende für mich und ich musste vor allen anderen auftauchen. Vielleicht hat meine lange Abtauchphase mich zu viel Sauerstoff gekostet.

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Conny hat danach sogar noch eine Schildkröte gesehen, irgendwie habe ich damit keinen Glück, sie hatte in Thailand ja schon eine gesehen, die ich damals auch verpasst habe. Naja. Sie kam dann etwa 15 Minuten nach mir aus dem Wasser und wir haben uns garnicht erst abgetrocknet,denn zur nächsten Tauchstelle sind es nur wenige Minuten. Wir hatten während der Zeit zwar so Quallenschutzanzüge angehabt, genannt Stinger Suits, die wärmen aber nicht wirklich.

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Heute war das Wasser mit 28 Grad sogar wärmer als die Luft, weswegen wir meistens im Wasser waren. In der Kabine war es sogar klimatisiert, da konnte man es kaum aushalten, so kalt war es. Wie gesagt waren es nur wenige Minuten zur nächsten Dive-Site und dort sind wir dann diesesmal zum Schnorcheln abgetaucht.

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Es gab vorher schon den Hinweis, dass hier die Korallen sehr nah an der Oberfläche sind, aber dass sie wirklich zum Greifen nah sind, das hätten wir nicht gedacht. Wir mussten höllisch aufpassen, dass wir nichts berühren, denn die Korallen fingen bestimmt schon bei 40-50cm unter der Wasseroberfläche an.

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Dementsprechend nah konnte man die tollsten Korallenformationen sehen und auch die Fische waren sehr nah, sogar näher als beim Tauchen. So sind wir eine Weile einfach nur vor uns hin getrieben, während wir das Geschehen unter uns beobachtet haben.

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Plötzlich winkt uns ein anderer Schnorcheler zu sich hin und wir fragen uns schon was da los ist und er hat tatsächlich eine Meeresschildkröte am Grund entdeckt, die da vor sich hin futtert. Conny hat natürlich sofort unsere Unterwasserkamera gezückt, vielleicht kann man sie ja erkennen.

Wir haben die Schildkröte dann auch nicht lange stören wollen und sind weiter geschnorchelt. Zuletzt haben wir noch relativ viele Papageienfische gesehen. Diese sind meistens Blau oder Grün und haben einen kleinen Schnabel, mit dem sie an den Korallen rumknabbern. Wenn man ganz leise ist und kurz die Luft anhält, kann man unter Wasser tatsächlich das Knabbern hören! Cool!

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Danach ging es wieder zurück an Bor, denn es ging ja bald weiter zum dritten Tauchplatz. Bevor es jedoch losging, wurden ein paar Shrimps ins Wasser geworfen und “Nigel” kam vorbei um diese zu futtern. Nigel ist eine Maori Wrasse. So eine habe ich ja schon vor 5 Jahren gesehen, aber diese war noch hübscher. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Gesicht so eine Musterung haben, wie zum Beispiel die Maori-Leute in Neuseeland. Daher auch der Name.

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Nachdem Nigel dann alle Shrimps aufgefuttert hat und der ein oder andere dazu angehalten werden musste, den Fisch nicht anzugrapschen, ging es dann auch direkt wieder weiter zur dritten Tauchstelle. Auf dem Weg konnte man noch ein warmes Buffet zu sich nehmen, aber wir hielten uns ein bisschen zurück. Conny weil sie nicht wusste, ob sie auf der Rückfahrt seekrank wird und ich weil ich das Buffet nicht so richtig lecker fand. Wir sind ja auch nicht zum Futtern hier.

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Beim dritten Schnorchelort gab es das Angebot, eine geführte Schnorcheltour für Umsonst mitzumachen, das haben wir natürlich mal ausprobiert. Grundsätzlich wäre es ja cool gewesen, mal ein paar Erläuterungen zur Unterwasserwelt zu bekommen. Es startete auch recht gut und wir haben einige tolle farbenfrohe Fische direkt an der Oberfläche gesehen.

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Schnell wurde aber klar, dass die Schnorchelergruppe zu groß ist. Als unser Guide eine Seegurke vom Meeresboden holte, so dass jeder sie mal anschauen und anfassen kann,war ein absolutes Gedränge um ihn herum und man hatte ständig Flossen im Gesicht.

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Wir haben uns dann recht fix von der Gruppe gelöst und sind so noch ein bisschen umhergeschnorchelt, aber nicht ohne vorher “Nemo” gesehen zu haben. Er ist erstaunlich klein und auf dem nächsten Bild auch tatsächlich drauf. Wer findet ihn?

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Das tolle an diesem Schnorchelpunkt ist, dass wir am Rand eines Riffs waren und somit auch die Umgebung rings herum sowie die Kante des Riffs begutachten konnten. Speziell letztere war einfach nur beeindruckend.

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Auch hier waren die Korallen wieder direkt an der Meeresoberfläche und wir konnten wieder etliche Farben, Formen und Fische beobachten. Zwischendurch fing es zwar an zu regnen, aber das merkt man unter Wasser kaum.

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Dann war es auch schon 15 Uhr und somit Schluss für heute. Wir sind zurück zum Schiff und haben uns erstmals seit heute Morgen in trockene Klamotten gehüllt. Auf der Rückfahrt gab es dann noch Schokoladenkuchen, der war nicht von schlechten Eltern.

Insgesamt waren wir top zufrieden mit unserer Tour, auch wenn sie ein bisschen teuer war. Tauchen ist in Australien jedenfalls deutlich professioneller als in Thailand, das haben wir sehr genossen. Abends gab es bei uns dann als Belohnung Burger (Marcus) und Sandwiches (Conny) bevor wir erschöpft weggeschlummert sind! Morgen holen wir unseren Campervan und dann geht es los zu unserem Roadtrip entlang der Ostküste von Queensland.

Kategorien: Australien, Cairns | Hinterlasse einen Kommentar

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