Wir wachen morgens schweißgebadet auf. So hohe Temperaturen hatten wir auf dieser Reise glaube ich noch garnicht. Unser Bett ist dementsprechend Klitschnass als wir aufwachen. Auch der fiese Hund ist wieder da und bewacht unsere Tür. Irgendwie schaffen wir es aber doch, uns morgens um 7 rauszuschleichen um erstmal Wäsche im nahegelegenen Waschsalon zu waschen.
Dort verbringen wir ein paar Stunden, bis unsere Wäsche wieder sauber ist. Das war auch nötig, ich trug heute mein letztes T-Shirt. Mit sauberer Wäsche haben wir uns noch ein kleines Frühstück in einer lokalen Bäckerei gegönnt (Mandel-Croissant und Schoko-Croissant) und haben dann fix unsere Sachen gepackt. Schnell raus aus diesem üblen Hostel. “Minto Accomodation” und “Wesmont Accomodation” sind absolut nicht zu empfehlen. Wir quälen uns mit unseren Rucksäcken bei über 30 Grad im Schatten zum nächsten Bahnhof und fahren direkt mal zum Flughafen, denn von dort gibt es einen gratis Shuttlebus zu unserer letzten Unterkunft in Australien. Wir haben uns für unseren frühen Flug morgen eine Unterkunft nah am Flughafen ausgesucht und uns hierbei mal ein richtiges Hotel gegönnt, nämlich das Novotel.
Einchecken ging auch ganz schnell und wir genießen den vielen Platz und die angenehm temperierte Luft ausgiebig. Nach zwei Wochen Camper und einer Horror-Nacht in Brisbane fühlen wir uns wie Könige oder Rockstars. Oder beides! ![]()
Wir gehen im nahegelegenen Woolworth kurz einkaufen für Mittagessen, Abendessen und Frühstück und haben danach unser Hotel nicht mehr verlassen. Mit dem geräumigem Zimmer, gescheitem UMTS-Empfang und einem Swimmingpool auf dem Dach waren wir fürs erste voll zufrieden.
Nur ausschlafen wäre schön gewesen, denn unser Wecker klingelt um 4:30 Uhr. Puh! Schnell duschen, packen und dann gehts ab mit dem Shuttlebus zum Flughafen, dieses kostet so früh morgens 5$ pro Person. Naja, was sein muss muss sein. Wir checken fix ein und nutzen das Flughafen-Wifi noch für ein paar Anrufe in die Heimat, bevor wir den A380 besteigen. In nur 2:45h geht es nach Auckland. Goodbye Australien, wir hatten hier eine tolle Zeit!
Der A380 ist übrigens ein Monstervogel! Riesig und zumindest bei Emirates haben auch die hintersten Plätze erstaunlich viel Beinfreiheit. Da der Flug auch erfreulicherweise nicht ausgebucht war, hatte wir sogar drei Plätze für uns! Herrlich. Eine Kamera an der “Schwanzflosse” des Flugzeugs bescherte uns zudem eine tolle Aussicht. Dementsprechend ging der Flug auch recht schnell vorbei und um halb drei sind wir in Auckland gelandet. Nach zwei Stunden durch Immigration und Zoll quälen (irrtümlicherweise wurden meine zwei Gläser Tigerbalm für Honig gehalten, der wie eine Vielzahl an Produkten nicht mit eingeführt werden darf), erreichen wir endlich die Ankunftshalle und wir nehmen ein Shuttle zu unserem Hotel, dem Parnell Inn im gleichnamigen, äußerst pittoresken Stadtteil Parnell.
Schnell ein- und ausgecheckt, wo der nächste Supermarkt ist und ein paar Sachen fürs Frühstück eingekauft. Da Auckland sehr bergig ist (gebaut auf einer Vulkanlandschaft) haben wir zurück dann lieber den Bus genommen mit den schweren Tüten. Die Frage, wann der 1932er Bus denn kommt, konnte ich mich dann auch irgendwann selbst beantworten. Nicht zur gleichen Zeit wie der 1940er Bus.
Noch schnell ein Reisgericht verputzt und dann sind wir erstaunlich früh eingeschlafen, trotz drei Stunden Zeitverschiebung. Wir schieben das mal aufs frühe Aufstehen und die letzten zwei Wochen, keinesfalls auf unser Alter. Ab morgen heißt es dann: Auto suchen!


