Australien–Rainbow Beach, Noosa und Wild-Campen

Wir stehen heute für unsere Verhältnisse relativ spät auf, denn heute steht nicht viel auf unserer Agenda für den Tag. Erstmal ein ausführliches Frühstück auf unserem gratis-Campingplatz. Diesen darf man bis zu 20 Stunden benutzen, also müssen wir erst am frühen Nachmittag los. Wir stellen nach dem Frühstück fest, dass nicht weit von uns ein Visitors Center ist, wo man Infos zur Region bekommt. Die brauchen wir nämlich, denn so 100% steht unser Plan für die nächsten Tage noch nicht fest. Also rein und erstmal gelesen, dass das kleine Örtchen hier die Heimat der Macadamia-Nuss ist. Leider kann man sie nirgends kaufen, da gerade keine Saison ist. Bezüglich Infos haben die beiden älteren Damen in der Visitors Information leider nicht so viel zu bieten und so tackern wir einfach mal “Rainbow Beach” in unser Navi und fahren drauf los. Angeblich nur 1-2 Stunden von hier.

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Nach kurzer, holpriger Fahrt kommen wir dort auch an und beim Aussteigen trifft uns der Schlag. Es ist bullenheiß hier. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass hier nirgends Schatten ist. Der Rainbow Beach ist nämlich sehr breit und endet in Sanddühnen, also keine Palmen oder andere Bäume die Schatten spenden könnten. Die “Coloured Sands” (=farbiger Sand) für die Rainbow Beach berühmt ist die vermutlich mit schuld an seinem Namen sind, finden wir etwas den Strand entlang, also los gehts durch die Sonne, natürlich gut mit Sonnencreme eingeschmiert.

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Und wirklich. Alle möglichen Farben entdecken wir beim Blick auf die Sanddühnen vor uns und können uns vorstellen, warum der Strand hier Rainbow Beach heißt. Es ist außerdem sehr wenig los am Strand, lediglich ein paar Allradwagen kommen uns entgegen, denn der Strand ist gleichzeitig eine reguläre Straße. Verrückt.

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Wir schlendern am Strand lang und bestaunen die doch schon sehr plötzlichen Farbwechsel an den Dünen. Innerhalb weniger Zentimeter wechselt die Farbe von strahlend weiß zu knallorange. Wie das entstanden ist, kann ich auch garnicht sagen, müsste man mal googlen.

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Ich habe auch versucht eine der Dünen mal nach oben zu rennen, wurde dann aber von der Tiefe des Sandes und dessen Temperatur zum vorzeitigen Aufgeben gezwungen.

Nach ein paar hundert Metern machen wir uns auch bereits auf den Rückweg, es ist einfach zu heiß heute. Theoretisch könnte man Kilometerweit an den Dühnen entlanglaufen und dem Naturschauspiel oder auch den heute aktiven Paraglidern zuschauen. Wir überlegen kurz, ob wir den Rest des Tages hier am Strand verbringen wollen und erst morgen weiter fahren möchten, aber es ist einfach zu warm und der Campingplatz hat keine Duschen. So ziehen wir also heute spontan noch eine Stadt weiter.

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Wir schaffen es bis Noosa, das ist so ziemlich die Stadt mit der die sog. “Sunshine Coast” anfängt, diese zieht sich von Noosa im Norden bis nach Brisbane im Süden. Wir kaufen in Noosa noch kurz etwas zum Abendessen (es gibt wieder BBQ) und suchen uns heute wieder einen bezahlten Campingplatz. Nach 2 Tagen ohne Strom benötigt unser Kühlschrank im Camper mal wieder eine Steckdose.

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Den Morgen verbringen wir noch im Campingplatz, immerhin haben wir einen Pool und Enten, die uns beim Frühstück Gesellschaft leisten. Auch müssen wir morgens alle erstmal unsere Mückenstiche versorgen, denn Mücken gab es hier reichlich. Verdammt.

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Nachdem wir dann am späten Vormittag loskommen, machen Amy, Ben und ich uns zunächst mal in den hiesigen Noosa Nationalpark auf. Hier kann man wohl manchmal Koalas sehen, das möchten die beiden ganz gerne und ich möchte mal wieder ein bisschen wandern. Zwar suchen wir uns nur einen Pfad von 4-5km, aber die Sonne knallt wieder ordentlich und so soll das auch erstmal reichen.

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Wir wandern vorbei am Tea Tree Beach (wo es leider keine Koalas gab) und am Dolphin Point (wo es leider keine Delfine gab) bis hin zum Hell’s Gate. Dort kann man eine schöne Aussicht auf die nächsten Strände genießen. Wir tun dies, machen ein kurzes Gruppenfoto und begeben uns auf den Rückweg zu Conny, die beim Camper auf uns gewartet hat.

Weiter geht es danach die Küste entlang zum Marcus Beach. Was? Marcus Beach?! Richtig! Ich habe meinen eigenen Strand hier in Australien! Der ist anscheinend total unbekannt, liegt aber auf unserem Weg und so machen wir da natürlich einen Stopp. Auf dem Weg machen wir schon kleine Witzchen darüber, ob der Strand nicht ein Nudistenstrand oder eine absolute Müllhalde ist. Hoffentlich nicht!

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Marcus Beach ist herrlich weiß und ziemlich breit und sehr einsam. Ich erkläre dieses Stück Land kurzerhand zu meinem Strand und schaue stolz auf mein kleines Paradies. Herrlich. Wir sammeln auch ein bisschen Sand für zuhause. Ich wette niemand hat Sand von Marcus Beach! Smiley Auch ein kurzes Beweisfoto haben wir gemacht, da seht ihr mich mit dem Warnschild, dass man am Marcus Beach so ziemlich nix machen darf!

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Ein paar Kilometer nach dem Marcus Beach halten wir mit unserem Camper am einzigen Gratisrastplatz weit und breit. Der war garnicht so einfach zu finden und liegt irgendwo bei Yandina! Gott sei Dank sind wir auch früh genug dran, denn nach und nach wird es dort voll. Wir sammeln schnell noch Holz und entzünden unser Lagerfeuer, in dem wir heute unsere auf Stöcker gepiekste Würstchen grillen!

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Das war auch eine grandiose Idee, denn so kommt mal wieder richtige Camping-Stimmung auf! Die Würstchen sind außerdem grandios!

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Nach Sonnenuntergang haben wir das Feuer romantisch weiterflackern lassen, haben lange gequatscht und uns das Sternenbild der südlichen Hemisphere angeschaut. Beeindruckend!

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Kurz vorm Einschlafen, haben wir auch endlich ein Foto das zeigt, wie Conny und ich hier im Campervan geschlafen haben. Garnicht mal so viel Platz da oben! An meiner Gesichtsfarbe und Connys Gesichtsausdruck kann man übrigens ablesen, dass es im Camper gefühlte 46 Grad waren! Puh!

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Geschlafen haben wir dennoch, denn morgen brauchen wir unsere Kraft für den letzten kompletten Tag unseres Roadtrips!

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