Heute wurden wir von unseren neuen Nachbarn auf dem Campingplatz geweckt: Pferden. Fragt mich nicht wo sie herkommen, aber sie waren plötzlich da und haben um uns herum Gras gefuttert. Conny hatte Angst, dass sie uns angreifen werden, aber haben sie natürlich nicht gemacht.
Nach ein paar Pancakes zum Frühstück und dann heißt es schon Packen und ab auf die Straße in Richtung Küste! Auf dem Weg vom Campground sahen wir dann noch das Warnschild, das vor Krokodilen warnt. Oha! Hätten wir das eher gesehen, wären wir vielleicht nicht hier geblieben. Krokodile haben wir aber auch keine gesehen und ein freundlicher Local, der im Fluss nach Shrimps gesucht hat meinte es wären auch keine da, weil ja Enten auf dem Fluss schwimmen. Naja, glauben wir ihm mal und sagen Goodbye Charters Towers.
Auf dem Weg nach Townsville haben wir noch den Rotary Lookout angesteuert. Der offenbarte uns eine tolle Sicht auf die Stadt und das Meer direkt dahinter, und Sicht auf eine ungeschickte Schlange und jede Menge Schmetterlinge. Eigentliche Attraktion war aber ein Pfau, der dort herumstolzierte und sich von uns mit ein bisschen Brot füttern lies. Negatives Highlight des kurzen Abstechers: Eine menge Mückenstiche und damit sind mindestens 10 pro Person gemeint. Oha!
Nach kurzem Einkaufen in Townsville und einem kurzen Abstecher zur Campervermietung um unsere Innenbeleuchtung zu reparieren, ging es weiter nach Süden. Eigentlich wollten wir den Zeltplatz “Alligator Creek” ansteuern, der war aber ebenfalls Mückenverseucht. Gerne hätten wir dort übernachtet, denn dort liefen hunderte von Wallabies herum und die sind schließlich niedlich! Stattdessen arbeiten wir uns sogar noch weiter nach Süden vor und landen schließlich in der Stadt “Giru”, die freundlichste Stadt in North Queensland in 2006 und 2009! Yeah!
Zu früh gefreut! Der hiesige Campingplatz wurde vor 2 Wochen platt gemacht. Aber es wäre ja nicht die freundlichste Stadt, wenn es da nicht eine Lösung gebe. Einfach auf dem Rasen parken meint die nette Angestellte der örtlichen Postfiliale. Da ist zwar ein Schild, dass man das nicht machen soll, aber das stört wohl keinen. Also rauf auf den Rasen und dort gecampt.
Auf dem örtlichen BBQ haben wir auch nochmal gegrillt. Jedoch nicht alleine, denn hier wimmelt es von Moskitos. Ich habe im Leben noch nie so viele Mücken gesehen wie dort! Dementsprechend schnell sind wir auch in unseren Camper geflüchtet. Dort haben wir noch ein halbes Duzend Mücken erschlagen, bevor wir uns unserem Schicksal ergeben haben und übelst zerstochen wurden über Nacht.
Voller Stiche wachen wir dementsprechend auf und packen fix ein um zu flüchten. Ja, es mag wohl die freundlichste Stadt hier sein, aber es war trotzdem nicht der beste Ort zum Campen. Schade eigentlich. Während wir uns am ganzen Körper kratzen, werfen wir einen letzten Blick zurück auf Giru und machen uns auf weiter gen Süden.
Bevor wir unser Ziel Airlie Beach erreichen müssen wir nochmal unsere Vorräte auffüllen und halten an einem Supermarkt. Doch dann passiert es. Beim Parken macht es KKKRKRRRCHHHHH und wir sind mit dem Dach des Campers an die Bedachung der Parkplätze gestoßen. Oh no! Dabei hat es wohl unsere Ventilation zerschossen. Das entsprechende Teil auf dem Dach ist völlig zerquetscht und wurde bei unserer Weiterfahrt dann auch vom Dach gepustet. Verdammt!
Kurz vor unserem Ziel in Airlie Beach finden wir eine Campervan-Werkstatt, die uns das Teil für 190 Dollar ersetzt. Das besiegeln wir mit einem Handschlag und freuen uns, dass das so unkompliziert ist! Der dicke Mechaniker meinte, dass 3-4 Backpacker pro Woche vorbeikommen und in der Vorwoche kamen welche, die ihr komplettes aufstellbares Dach auf dem Highway verloren haben. Gott sei Dank war es bei uns nur die Belüftung.
Nach zwei Stunden Reparaturzeit, die wir bei McDonalds verbringen, ist unser Camper auch fertig und wir fahren wenige Kilometer weiter auf den von uns ausgewählten Campingplatz. Heute gönnen wir uns mal einen wirklich tollen, nachdem wir in der letzten Nacht so durchgestochen wurden und immerhin schon drei Nächte für umsonst campen konnten. Unsere Wahl war der Campground Big4 Adventure Airlie Beach. Mit Pool und Küche und warmen Duschen ausgestattet fehlt es uns an nichts. Herrlich, mal wieder heiß zu duschen!
Wir stöpseln unseren Camper ein, damit er seine Batterie mal wieder auflädt und bereiten deutschen Kartoffelsalat in der Küche zu, den es dann später zum BBQ gibt. Wir fallen recht früh ins Bettchen, denn für Conny und mich geht es morgen früh um 6:15 Uhr zum Whitehaven Beach, einem der schönsten Strände der Welt.


