Australien–Sunrise am Uluru, Tanzen mit Aborigines und Aussie BBQ

Es ist 4:45 Uhr als der Wecker klingelt, um 5 Uhr werden wir nämlich direkt zur Sunrise-Tour abgeholt, um den Uluru im Licht der Aufgehenden Sonne zu betrachten. Zu früh für uns, wir waren die letzten Tage schon immer recht früh unterwegs gewesen, völlig ungewohnt. Pünktlich um 5 werden wir also abgeholt und fahren die 15-20 Minuten zum Sunrise-Viewpoint.

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Vor 5 Jahren bin ich bereits einmal beim Sunrise gewesen, damals sah das alles noch nicht ganz so entwickelt aus und es waren jede Menge Leute da, letzteres ist auch heute der Fall, davon lassen wir uns aber nicht unterkriegen. Auch wenn der Uluru morgens noch dunkel und unspektakulär ausschaut, zeichnet sich in der Gegenrichtung bereits der Sonnenaufgang über dem Outback ab. Sehr hübsch.

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So langsam wurde es dann also auch heller und man konnte wenigstens mal erkennen, worauf sich die allgemeine Aufmerksamkeit richtet. Selbst mit dem wenigen vorhandenen Licht zeichnete sich bereits eine rötliche Färbung am Uluru ab.

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Je höher die Sonne stieg, desto heller wurde nicht nur die Landschaft und der Himmel ringsherum, sondern auch der Felsklotz vor uns, der langsam aber sicher die Farbe annahm, die man von ihm kennt, nämlich ein strahlendes rot. Im Vergleich zum Sonnenaufgang vor 5 Jahren war dieser ein wenig weniger rot und es war zudem ein wenig diesig, schade eigentlich, denn so strahlt der Berg natürlich nicht in knalligem Neon-Orange, wie das sonst gerne schon mal passiert.

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Beeindruckend war das trotzdem, weniger wegen der Färbung, als von der Einzigartigkeit dieses Monolithen in einer Landschaft, die ringsherum absolut nichts prägnantes zeigt.

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Der Sonnenaufgang war um 6:21 Uhr und um 6:40 mussten wir schon wieder am Bus sein, das ist natürlich ein knapp bemessener Zeithorizont, wenn man bedenkt, dass mit dem Herauskommen der Sonne, der Berg erst seine eigentliche Farbe bekommt. So schießen wir schnell ein paar Fotos und bewegen uns dann in Richtung Bus.

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Beim Blick zurück fällt uns auf, dass der Berg noch immer heller wird und noch stärker strahlt als wenige Minuten zuvor, wir hätten uns hier schon ein paar mehr Minuten gewünscht.

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Aber was will man machen. Wir haben ja immerhin auch die günstigste Tour gebucht und wir werden in den nächsten Tagen noch genug vom Uluru sehen! Der Sonnenaufgang war auf jeden Fall schonmal das Aufstehen wert!

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Zurück im Bus, fahren wir zu etwa 3/4 um den Uluru drum herum und bekommen auf diesem Wege viele Informationen zu dessen Bedeutung für die Aborigines, zur Vegetation rings herum sowie zur Möglichkeit, den Berg zu besteigen. Letzteres machen immer noch relativ viele Leute, da es nicht strikt verboten ist, jedoch bitten die hier ansässigen Aborigine-Stämme, dass man doch bitte davon absieht, ihn zu besteigen. Hatten wir eh nicht vor und war heute zudem geschlossen. Es gibt wohl eine riesige Liste mit Gründen, warum er geschlossen sein kann, die heutigen Gründe sind Wind und Hitze. Von mir aus könnten sie die Möglichkeit auch direkt ganz abschaffen.

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Nach etwa 15 Minuten fahrt, kommen wir an einem kleinen Parkplatz an, von dort wandern wir wenige Meter bis zu einer Höhle mit Aborigine-Zeichnungen und zu einem Wasserloch. Auf dem Weg gibt es viele Infos über das heutige Leben der Aborigine-Stämme und auch drei Geschichten aus der Creation-Time, also die Entstehungsgeschichte der Ureinwohner.

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Während wir uns die Geschichten anhörten und stetig die lästigen Fliegen aus unseren Gesichtern geschlagen haben, konnten wir die einmalige Szenerie um uns herum betrachten. Wenn man sich überlegt, dass der Uluru noch mehrere Kilometer in den Boden reicht und ein einziger massiver Block ist, wirkt jede Ansicht mit ihm noch beeindruckender.

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Die Höhlenmalereien, die wir uns angeschaut haben, werden wohl auch nicht mehr verwendet, es gibt wohl heutzutage sogar auch zwei Datenbanken, in denen die Aborigines ihr Wissen einpflegen, damit es nicht verloren geht. Eine Datenbank für “Men’s business” und eine Datenbank für “Women’s business”.

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Das Wasserloch an sich war relativ unspektakulär. Es ist wohl das Wasserloch, dass als letztes austrocknet in Trockenperioden und die gibt es hier wohl recht häufig, es gibt wohl auch Jahre völlig ohne Regen. Selbst heute, zwei Wochen nach dem letzten Regen, floss übrigens noch Wasser irgendwo aus dem Uluru in das Wasserloch. Unser Guide meinte daraufhin, der Berg wäre ein bisschen wie ein Schwamm und würde das Wasser auch Wochen später noch abgeben.

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Auf dem Rückweg gab es noch einen kurzen Stopp im Cultural Center der Aborigines, dort haben wir auch unser drittes Souvenir auf dieser Reise gekauft. Und es gab noch einen weiteren Stopp an der Stelle, wo man den Uluru besteigen könnte. Warum wir dort jetzt 20 Minuten gestoppt haben, verstehe ich auch nicht ganz. Die Spur ist auch deutlich sichtbar, wo sich sonst die Touristen hochquälen, diese wird von den Aborigines auch als “Narbe des Uluru” bezeichnet. Mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

Um 10 waren wir zurück im Hotel und haben uns erstmal ein kleines Frühstück gegönnt, mit der Küche hier vor Ort und dem Supermarkt in Reichweite ist das ja überhaupt kein Problem. Generell sind die Preise hier am Nationalpark schon deutlich höher als in Sydney, sowohl Unterkunft als auch Lebensmittel oder Touren, aber ich finde die Preise nicht maßlos überzogen, wie manch einer zum Beispiel bei Tripadvisor schreibt.

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Nach ein bisschen Ruhezeit für uns in der Mittagshitze, haben wir uns am Nachmittag nochmal auf die Socken gemacht zum Town Square. Dort findet täglich eine kleine Show von jungen Aborigines statt, die einige Tänze ihres Stammes vorführen und erklären. Was wir nicht wussten: Man kann mitmachen!

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Haben wir natürlich auch gemacht! Videos waren leider nicht erlaubt, aber Fotos waren okay. Oben seht ihr Conny beim “Emu-Tanz” und unten seht ihr mich beim “Känguru-Tanz”. Hat richtig Spaß gemacht und man hat gleichzeitig noch etwas über die Bewegungen der einzelnen Tiere gelernt. Das Känguru bewegt sich zum Beispiel sehr ruckartig. Habe ich im ersten Versuch natürlich perfekt darstellen können.

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Danach haben wir uns nach vorsichtiger Kalkulation unseres eh schon überzogenen Budgets dazu entschlossen, noch eine weitere Tour mitzumachen und uns morgen den Sunset anzuschauen. Man gönnt sich ja sonst nichts und die Wahrscheinlichkeit, dass wir nochmal hierhin kommen ist wohl eher gering. Aber das habe ich vor 5 Jahren auch schon gesagt.

Abends stand bei uns direkt das nächste Highlight auf dem Programm nämlich original Aussie BBQ! Man kann hier im Hotel verschiedenste Fleischsorten käuflich erwerben und dann auf vorhandenen Industriegrills zubereiten. Haben wir natürlich gemacht. Conny hat gegrillt, es gibt Emu-Wurst, Beef-Wurst, Krokodil-Spieß und Känguru-Spieß!

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Wir haben für euch mal dokumentiert, wie Conny die drei exotischen Fleischsorten (Emu, Krokodil, Känguru) so geschmeckt haben. Ich hatte das Vergnügen ja vor 5 Jahren schonmal, damals fand ich Emu am leckersten glaube ich.

Das am wenigsten Leckere Fleisch für mich war dieses mal definitiv das Krokodil, da mein Stück nicht ganz durch und stellenweise sogar richtig roh war. Letztes mal war es das Känguru, welches mir am wenigsten geschmeckt hat.

Ein Glück hatten wir leckeres Australisches Bier mit dem wir alles runterspühlen konnten. Das Bier kostet hier zwar 6,50$, ist dafür aber wirklich gut. Am liebsten trinke ich ja eigentlich Victoria Bitter, das gabs hier aber nicht, also gab es bei uns dann Tooheys Extra Dry.

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Zum Nachtisch gab es, wie vorgestern, Aprikosen-Crumble, dieses mal sogar mit Vanillesoße. Und weil wir jetzt mit unserer erworbenen SIM auch häufiger twittern, hier mal Connys Meinung zum BBQ:

 

Danach sind wir dann auch ins Bett gefallen, es war ein langer Tag. Morgen wird endlich mal ausgeschlafen!

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