Heute heißt es früh aufstehen, denn um 10 Uhr geht unser Flieger zum Uluru, dem Ayers Rock im Outback Australiens. Mit dem Bus wollten wir uns den Ritt nicht antun
. Da wir uns gestern nach der Oper nicht mehr zum Packen aufraffen konnten, müssen wir das auch noch erledigen. Verdammt! Schnell noch ein paar Reste gefrühstückt und ab zum Flughafen. Das geht von der Central Station direkt neben unserem Hostel erstaunlich schnell und unkompliziert innerhalb von 20 Minuten. Resultat: wir sind viel zu früh da. Na toll. Self-Checkin und Baggage-Drop bei Virgin Australia klappte auch problemfrei und pünktlich um 10 waren wir auf dem Weg zu einem der Wahrzeichen Australiens: dem Ayers Rock, der seit den 90ern offiziell wieder seinen Aborigine-Namen trägt: Uluru.
Bereits recht bald konnte man aus dem Fenster des Flugzeuges den roten Sand des Outbacks sehen.Kurz vor der Landung dann kam er in Sicht: ein riesiger roter Felsklotz im Nirgendwo. Der niedliche Flughafen ist mit einem kostenlosen Shutte an das Ayers Rock Resort angebunden, wo sich die Hotels je nach Preisklasse befinden. Campen wollten wir nicht, daher sind wir in der nächstgünstigsten Unterkunft geblieben: dem Outback Pioneer, in dem Marcus und seine Mutter bereits vor fünf Jahren waren.
Dank 1,5 Stunden Zeitverschiebung war er zwar erst zwölf, aber in unseren Bäuchen schon halb zwei, deswegen mussten wir erstmal eine Pizza essen.Diese stellte sich als deliziös raus, belegt mit frischen Tomaten und Basilikum. Omnomnomnom.
Da wir kein Frühstück gebucht haben und es auch hier eine Küche gibt, haben wir uns dann erstmal aufgemacht zum Einkaufen. Außerdem wollen wir ja auch in den Nationalpark zum Uluru selbst, und das geht ohne Auto am einfachsten mit gebuchten Touren. also die 15minütige Wanderung durch die Dünenlandschaft in Kauf nehmen und ab zum Town Center. Achja, die Temperaturen sind hier momentan so bei über 40°C. Ich sage euch: es ist kein Vergnügen!
Dennoch ist es erstaunlich grün, den es hat recht viel geregnet in den letzten Wochen. Dementsprechend waren 15 Minuten laufen 15 Minuten zu viel. Im Town Center haben wir dann eine Sonnenaufgangstour gebucht und haben schnell ein paar Sachen im Supermarkt besorgt. Und ab durch die Sonne zurück. Danach war ich völlig fertig und musste mich bei einem Nickerchen regenerieren.
Derweil hat Marcus die Umgebung erkundet, wenn auch nur kurz, denn allein der Schritt aus dem Zimmer, das dank Klimaanlage angenehm gekühlt ist, bedeutet gegen eine Wand von Hitze zu laufen. Schlimmer als in Dubai. Gegen sieben haben wir uns dann auf den Weg gemacht, um einen tollen Ausblick für den Sonnenuntergang zu finden. Der erste Versuch war ein Lookoutpoint direkt neben unserem Hotel.
Nicht schlecht für ein paar Fotos, aber so richtig wars das nicht. Die Zelte im Vordergrund haben den Blick doch irgendwie gestört. Also zum nächsten Ausblick, bereits mit einer tiefstehenden Sonne im Nacken.Hoffentlich kommen wir nicht zu spät! Der Viewpoint war dann auch zufällig der gleiche, den Marcus bereits vor fünf Jahren besichtigt hat. Top! Und der Blick deutlich besser als zuvor.
Also habe wir hier gewartet, wie die Sonne hinter der zweite, unbekannteren Felsformation hier, den Olgas oder Kata Tjutas, unterging und den Felsen anstrahlte. Leider kam die Sonne seitlich und nicht von hinter uns, sodass das rote Leuchten des Felsens nur zu erahnen war.
Trotzdem ein beeindruckender Sonnenuntergang! Auch der Horizont erstrahlte in tollen Farbtönen.
Ein wenig lässt sich die Farbveränderung ja schon erkennen, aber man bekommt schon Lust auf mehr! Vielleicht machen wir ja noch eine Sunsettour?
Als die Sonne versunken war und der Uluru nur noch grau vor uns lag, ging es fix zurück zum Hotel.Wir sind ja nicht scharf darauf nachts alleine durchs Outback zu laufen zumal wir beide Angst vor Viechern haben. Außerdem wartet dort leckeres Essen auf uns! Es gab Burger für Marcus (Zitat: Omnomnom) und das Salatbuffet für mich. Dazu: leckeres Bier!
Das Salatbuffet war auch sehr gut. Hier kann man auch Fleisch kaufen und dann selber grillen, unter anderem Krokodil und Känguru, sowie Emu! Das machen wir morgen erstmal! Es ging dann recht bald ins Bett, denn die Sunrise-Tour beginnt um 5 Uhr!


