Monatsarchiv: Januar 2014

Thailand–White Sand Beach und Similan Islands

Nachdem wir am 2. Januar wieder halbwegs hergestellt waren, beschlossen wir, den White Sand Beach zu erkunden. Der White Sand Beach ist wohl der schönste der Strände hier in Khao Lak und befindet sich etwa 10km nördlich von unserer bisherigen Bleibe. Hingekommen sind Lara, Conny und ich als Moped-Gang, meine Mum und Karin mit dem Taxi. Und wirklich, der White Sand Beach ist nochmal deutlich schöner als die Strände in Khao Lak, die wir bereits kannten. Der Sand ist ein bisschen feiner und das Wasser ein bisschen blauer. Da fühlt man sich ja direkt karibisch.

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Wir haben also den Tag hier verbracht und hauptsächlich im Wasser geplanscht und am Strand gesessen. Beides lässt sich hier natürlich gut machen. Es gab auch einen kleinen Snack zwischendurch und auch mal wieder eine Massage. Die letzte Massage auf Koh Tao war schon schon fast eine Woche her!!!

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Mit der Zeit, zog sich das Wasser dann relativ weit zurück und der Strand wurde breiter. Hier bot sich die perfekte Ausgangslage, um ein wenig Muscheln zu sammeln. Mit so viel Ebbe und Flut hatten wir garnicht gerechnet.

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Das haben wir dann auch ausführlich getan. Also eigentlich eher Conny als ich, aber die Ausbeute kann sich schon sehr sehen lassen. “Normale” Muscheln gab es einfach viel zu viele, so dass wir eher die besonderen Muscheln gesucht haben. Besonders angetan haben uns uns so “Schwurbelmuscheln”, die so gedreht aussehen.

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Hier hat Conny eine solche mal in der Hand. Die haben wir an Nord- und Ostsee nämlich noch nicht gefunden. Viele der Muscheln, die wir als besonders schön klassifizierten, waren leider noch bewohnt. Wenn man die Muschel hochnahm, guckte meist jemand raus und war kein großer Fan davon, mitgenommen zu werden. Die haben wir dann natürlich zurückgelegt. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele lebende Muscheln am Strand rumkrabbeln sehen wie hier.

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Mit dem Sonnenuntergang haben wir uns dann auch auf den Rückweg gemacht. Die Sonnenuntergänge hier sind sowieso nicht überragend, da die Sonne eher im Dunst verschwindet als wirklich unterzugehen. Abends sind wir dann noch in ein kleines Restaurant in zweiter Reihe von der Hauptstraße gegangen, das wirklich sehr gutes thailändisches Essen bot. Bei mir gab es Yellow Curry, mein neues Thai-Lieblingsgericht.

Am letzten vollen Tag in Khao Lak haben wir uns nochmal richtig Action gegönnt, nämlich einen Ausflug zu den Similan Islands. Diese Inselgruppe ist bekannt für ihre tollen Schnorchel-Sites und ihre tollen Strände und man kann von Khao Lak problemlos Tagesausflüge dahin buchen.

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Unsere größte Sorge war allerdings das Speedboat dahin. Wir hatten ja auf dem Katamaran nach Koh Tao schlechte Erfahrungen mit Speedboats gemacht. Also vorher tausende von Reisetabletten eingeworfen und nix gefrühstückt. War aber halb so schlimm und die 1:20h-Fahrt ging relativ schnell vorbei. Der erste Strand des Tages hatte es auch schon direkt in sich, der war nämlich grandios.

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Ich habe noch nie so feinen Sand erlebt, der war fast wie Mehl und man konnte die einzelnen Sandkörner kaum erkennen. Außerdem war er total weiß Ein krasser Gegensatz zum Wasser, das war nämlich strahlend Türkis. Wie man sich so die Trauminsel vorstellt.

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Mama, Karin und ich sind dann noch zum Observation-Point gekraxelt, das war garnicht so einfach. Der wird im Fachjargon entweder “Sailors Rock” oder “Donald Duck Rock” genannt und bietet eine tolle Aussicht auf die Bucht samt weißem Strand und türkisfarbenem Wasser.

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Die Aussicht haben wir natürlich erstmal genossen. Ich war sogar barfuß unterwegs, was garnicht so cool war. Aber bei dem Ausblick ist einem das ja auch egal. Auf dem Bild sieht man jetzt nur eine Hand voll Leuten auf dem Strand und auch nur ein Boot, etwa 15 Minuten später war der Strand voll. Und in der Bucht lagen bestimmt 8 Boote. Oha.

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Hier haben wir noch den Donald-Duck-Rock, ich finde auf dem Bild sieht er tatsächlich ein bisschen wie eine Ente aus Ducktales aus. Von dort oben konnte man übrigens auch überall den Meeresboden sehen, durch das Wasser hindurch. So klar war es. Richtig klasse!

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Nach einer Stunde Aufenthalt ging es direkt wieder aufs Boot und zur ersten Schnorchelstation. Dort waren wir noch relativ alleine, da wir wohl eine Schnorchelstelle angesteuert haben, wo die anderen Boote nicht hin sind. Das war auch sehr schön. Ich bin noch nie in so klarem Wasser geschwommen. Man hatte unter Wasser bestimmt 50m Sichtweite. Überragende Korallen oder riesige Fischschwärme haben wir aber nicht gesehen, hatten wir aber auch nicht erwartet. Nach 40 Minuten ging es dann zur nächsten Schorchelstelle.

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Die war dann der Horror. Eigentlich war sie schöner als die Erste, da noch einige Korallen am Leben waren, deutlich mehr Fische unterwegs waren und sogar eine Wasserschildkröte zu sehen war. Aber – oh mein Gott – so viele Leute hier! Das Wasser war voller Touristen und die arme Schildkröte wusste garnicht mehr wohin, da sie von einer Horde Touristen (bestimmt 30-50) mit Unterwasserkameras verfolgt wurde.

Schnell weg hier also und zum letzten Stopp. Wieder ein Traumstrand. Wieder weißer Pudersand. Wieder Türkisblaues Wasser. Und wieder massig Touristen.

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Vielleicht ist das der Preis den man zahlen muss, wenn man solche Traumstrände sehen will, das wollen nämlich alle. Wir haben gehört Koh Phi-Phi soll ähnlich voll sein und haben die Insel deswegen nicht besucht. Spaß hatten wir trotzdem am Strand.

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Und als dann zum Buffet-Essen gerufen wurde, war der Strand auch erstmal angenehm leer. Da lässt es sich doch aushalten. Die Touristen bestehen hier übrigens zu großen Teilen aus Skandinaviern und Russen, ich weiß nicht ob bei denen die Ferien etwas später sind. Russland feiert Weihnachten glaube ich am 6.1., dann wäre das für die dann der Weihnachtsurlaub.

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Ein bisschen was Gegessen haben wir auch noch und die Insel ein wenig erkundet (und dabei Mückenstiche gesammelt), bevor wir uns auf den Weg nach Hause gemacht haben. Wieder mit dem Speedboat, war auch wieder garnicht so schlimm.

Morgen früh verlassen wir Khao Lak und werden am frühen Nachmittag auf Loh Lanta ankommen. Wieder eine Insel also, etwas südlich von Krabi. Wir müssen uns ja jetzt langsam in Richtung Malaysia vorarbeiten.

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Thailand–Silvester in Khao Lak

Da ist man gerade mal angefangen zu reisen und ZACK ist das Jahr schon vorbei. Nach einem leckeren Frühstück in unserer Unterkunft (inklusive Schweizer Bananenkuchen) ging es an Silvester dann zunächst mal zum Shoppen. Wir werden nämlich den Silvesterabend im Hotel meiner Mum verbringen und für ein solches höherklassiges Etablissement fehlen uns schlichtweg die Klamotten. Für mich gab es ein Fake-Lacoste-Polohemd in rot, damit ist man immer gut gekleidet. Conny gönnt sich ein helles Strandkleid. Pünktlich um 18:30 Uhr beginnt im Resort “The Leaf” das Abendprogramm. Mit Tanz, Musik und Buffet.

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Das Ganze fand dort im Garten neben dem Pool statt und war auch insgesamt recht stimmungsvoll. In den Bäumen hingen Leuchtstäbe, Laternen oder Lichterketten, die Stühle waren mit weißem Stoff überzogen. Machte schon was her. Zur Begrüßung gab es einen kleinen Drink und eine Orchideenkette. Und Nüsse.

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Das Thai-Buffet war insgesamt auch gut. Man hatte die Wahl zwischen diversen Gerichten oder auch einer mongolischen Brat-On-Demand-Station. Es war aber alles massig scharf, so dass wir während des Essens gut ins Schwitzen gerieten. Das mag aber auch an den immernoch hohen Temperaturen gelegen haben. Mit knapp 30 Grad sicherlich das wärmste Silvester, was ich je erlebt habe.

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Das nebenbei stattfindende Programm war – vorsichtig ausgedrückt – interessant. Harte Technomusik und Boygroup-Schnulzen aus den 90er Jahren wechselten sich mit Spielen wie “Reise nach Jerusalem” ab. Zwischendurch gab es noch ein paar mal Tombola. Alles für meinen Geschmack etwas zu bemüht, besonders dann auch das Thai-Theaterstück, welches sich über etwa 40 Minuten hinzog. Schön, aber nicht sehr stimmungsvoll für einen Silvesterabend.

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Deutlich Stimmungsvoller waren da schon die Himmelslaternen, die jeder Gast geschenkt bekam und steigen lassen konnte. Wir haben eine direkt am Hotel steigen lassen, die anderen für später aufgespart. Gerade als wir gegen 23 Uhr der grausigen Bühnen-Performance entfliehen wollten, stieg einer der Auszubildenden des Hotels auf die Bühne und schmetterte mit seiner Gitarre ein paar Evergreens. Das war schon eher mein Ding. Der Typ war insgesamt auch recht witzig drauf und stellte sich – nach kurzem Blick auf sein Namensschild – als “Trainee 43” vor. Besser als alles vorher auf der Bühne…

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Wir sind dann doch noch in Richtung Strand geflüchtet, um von dort zu beobachten wie die vielen Himmelslaternen über dem Meer in die Dunkelheit verschwinden. Ein tolles Bild, denn es waren nicht nur ein paar Laternen von unserem Resort, die steigen gelassen wurden, sondern mehrere Tausende, die überall entlang der Küste in die Höhe gingen. Auch direkt bei uns am Strand, waren gerade Leute dabei eine Laterne steigen zu lassen.

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Da wir nur ein bisschen Sekt dabei hatten, sind meine Mum und ich noch schnell zur nächsten Strandbude und haben etwas Chang-Bier gekauft und haben dann gen Himmel starrend auf den Jahreswechsel gewartet. Die Flut an Himmelslaternen erreichte kurz vor 0 Uhr ihren Höhepunkt und wurde dann durch diverses Feuerwerk noch passend unterstützt.

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Die Fotos können das leider nur bedingt einfangen, aber der Jahreswechsel-Moment war einmalig. An dem Strandabschnitt hatten wir auch nur wenige Leute um uns herum und die Sicht auf die vielen hellen und bunten Punkte im Himmel war einfach klasse! Für mich war es glaube ich sogar das erste Silvester außerhalb Deutschlands.

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Wir hatten ja auch noch Himmelslaternen und haben diese dann steigen lassen. Erst eine für Mutti, Karin, Lara und Conny und danach nochmal eine für Conny und mich. Beim steigen lassen der Laterne beobachtet man natürlich deren Kurs und wie hoch und wie weit sie kommt oder wieviele andere Laternen sie auf ihrem Weg trifft oder ob sie eher alleine ihre Kreise zieht. Unsere ist sehr hoch und sehr weit geflogen und hat auf dem Weg ein paar wenige Laternen getroffen. Man könnte da ja jetzt Parallelen zu Connys und meinem Leben ziehen, machen wir aber mal nicht.

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Wir haben auch mal versucht, die Masse an Laternen fotografisch festzuhalten, das gelingt aber nur bedingt. Ich hoffe es gibt euch einen kleinen Eindruck, wie hier der Himmel Nachts aussah. Das Foto ist schon ein paar Minuten nach 0 geschossen, da war wieder weniger mit Feuerwerk, aber noch sehr viele Himmelslaternen.

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Gegen 1 Uhr haben wir uns dann noch in eine der wenigen offenen Strandlokale gesetzt. So ganz verstehen wir nicht, warum die Leute zu Silvester nicht an den Strand kommen, es gibt doch kaum einen schöneren Ort für solch einen Moment. Wenn die alle wirklich in ihren Resorts hocken, wäre das schon ganz schön traurig. Wir haben den Moment auf jeden Fall genossen und noch ein paar Bierchen dort geleert.

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Die Besitzer der Bar hatten wohl auch noch ein paar Himmelslaternen übrig und uns diese dann kurzerhand geschenkt, also konnten wir nochmal ein paar steigen lassen. Wir haben uns bei jeder Himmelslaterne etwas gewünscht und natürlich sind auch für euch ein paar gute Wünsche dabei gewesen bei so vielen Laternen Smiley.

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Gegen 3 Uhr ging es dann zurück ins Hotel. Ich war auch ziemlich müde und betrunken, alle anderen haben den Abend wohl besser weggesteckt. Verdammtes Chang-Bier. Als wir im Bett lagen, war es bei euch übrigens gerade mal 21 Uhr. ERSTER!!! Smiley

Auf diesem Wege möchten wir euch allen nur das Beste im neuen Jahr wünschen! Happy New Year!!!

Und versucht endlich mal, eure Vorsätze einzuhalten!

PS: Vom ersten Tag in 2014 haben wir übrigens kaum Bilder und auch nicht viel zu berichten. Überraschung.

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Thailand–Goodbye Koh Tao, Hello Khao Lak

Unseren vorletzten Tag auf Koh Tao wollten wir nochmal ein bisschen zum Erkunden der Insel und zum Schnorcheln nutzen. Die Insel ist für ihre tollen Schnorchel- und Tauchspots bekannt. Den Roller hatten wir am Vortag schon klar gemacht und damit ging es dann direkt nach dem Frühstück los.

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Es ist ziemlich bergig auf Koh Tao und unserer Mopedverleiher hatte uns schon gewarnt, dass wir mit dem etwas schwächer motorisierten Gefährt nicht jeden Berg hochkommen würden…haben wir uns das gut überlegt? Zudem sind die Straßen nicht unbedingt immer asphaltiert, sondern verwandeln sich bisweilen in ausgewaschene Lehmpisten. Aber wir sind ja total erfahrene Rollerfahrer Smiley mit geöffnetem Mund.

Der erste Stop hieß Mango Bay. Auf unserer Karte sah es eigentlich nicht so aus, als könnte man sich auf dem Weg dorthin nicht sonderlich verfahren, aber irgendwie haben wir es geschafft, die Abzweigung zu verpassen und landeten…an der Hin Wong Bay.

Naja, egal, da wollten wir nachher eh noch hin, also ab zum Strand und schnorcheln. Moped abgestellt und den steilen Weg zum Meer zu Fuss bewältigt. Wir finden ein Resort, malerische Felsen,-aber keinen Strand. Das Meer um die Felsen ist auch ziemlich stürmisch, keine Chance, dort zum Schnorcheln ins Wasser zu gehen. Grummel.

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Stattdessen ein paar Fotos dieses sonst malerischen Ortes gemacht und wieder zurück zum Moped. Natürlich steil bergauf dann. Uuuuund auf die Suche nach Mango Bay, denn da soll es wirklich tolle Schnorchelstellen geben. Über steile und zerüttete Straßen geht es zumindest mal Richtung Mango Bay Viewpoint und scheinbar auch in Richtung Mango Bay. An einer sehr steilen und sehr ausgewaschenen Stelle stellen wir das Moped sicherheitshalber ab, von dort aus kann es nicht mehr weit sein. Die Vorfreude auf Schnorcheln in türkisblauen Wasser steigt. Wir laufen und laufen und werden überholt von Mopeds (wie sind die die Straße runtergekommen?!?).

Schließlich kommen wir an ein Resort, das Mango Bay heißt. Kann ja nicht weit vom Strand sein, nur noch wenige Meter bis zum Schnorchelspaß! Über gefühlte 300 Treppenstufen die steile Küste runter,- und: Felsen im Meer. Kein Strand. Keine Chance unverletzt ins Wasser zu gelangen. Nur ein paar Bungalows und ein Restaurant. Das hat zu. Ich bin sauer. Und kaputt. Und will überhaupt nicht daran denken, wieder zum Moped zurückzukraxeln. Koh Tao ist der doofste Ort der Welt. Ich will nach Hause.

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Mit der Aussicht auf eine Cola in einem schönen Restaurant am Strand lockt Marcus mich doch noch die Treppen zurück. Und den steilen Weg zum Moped. Doch oh Weh, was sind das für schwarze Flecken vor meinen Augen?

Schließlich erreichen wir das Moped. Und fahren zurück zum Ort, um einen neuen Plan zu schmieden. Bei einer Cola lesen wir nochmal in unserem Inselguide und nehmen uns als nächstes Ziel Aow Leuk vor. Da steht man könne es gut mit dem Moped erreichen. Da steht auch, dass sich Mango Bay nur schlecht und nur für geübte Rollerfahrer eignet. Und man zum Schnorcheln doch lieber ein Wassertaxi nehmen soll. Ich schäme mich ein bisschen.

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Wir glauben immer noch an unseren Schnorchelspass und schwingen die Hintern wieder aufs Moped. Keine 10 Minuten später haben wir dann endlich einen Strand gefunden. Das Wasser ist türkis, die Felsen versprechen Korallen und Fische. Ich bin glücklich. Koh Tao ist der tollste Ort der Welt. Schnell das Schnorchelequipment angezogen und losgeschnorchelt (was ist Schnorchel eigentlich für ein geiles Wort?). Wir sehen Regenbogenfische und Zebrafische und gelbe große Fische und gelbe kleine Fische. Alles keine 20m im Meer. Wir sind begeistert!

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Völlig erschöpft, sind wir abends wieder am Sairee Beach angekommen. Das wurde wohl auch Zeit, denn so langsam dunkelte es schon bei unserer letzten Schnorchel-Runde. Kurz duschen und natürlich wieder lecker Essen direkt am Strand und das war er dann auch schon, der letzte volle Tag auf Koh Tao.

Am nächsten morgen heißt es dann packen und auschecken nach einem letzten entspannten Frühstück am Meer. Den Tag haben wir viel recherchiert, was wir im Januar so machen wollen, man muss es ja ausnutzen, wenn man mal gescheites Internet zur Verfügung hat. Abends um 8 ging dann unser Taxi zum Nachtboot, welches um 21 Uhr abfuhr.

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Es war echt bequem in dem Boot, es bestand im Wesentlichen aus zwei Schlafsälen mit Doppelbetten. Marcus durfte oben schlafen Smiley. Nach einer ersten halben Stunde erstaunlich starker Schwankungen kam dann aber doch der Schlaf und ich muss sagen, so gut habe ich weder im Nachtbus noch –zug geschlafen. Absolut empfehlenswert.

Um viertel vor fünf legt der Kahn in Surat Thani an und mittels Taxi werden wir zunächst zu der Travel Agency gefahren, dann zum öffentlichen Bus nach Kaoh Lak. Ein Glück steigen wir am Startpunkt ein, den so bekommen wir einen Sitzplatz. Es sind eigentlich nur 176km nach Kaoh Lak, aber der Bus braucht 4,5 Stunden und hält an jeder Straßenlaterne. Bald ist der Bus picke packe voll, die Leute stehen im Mittelgang wie die Sardinen in der Dose.

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Ursprünglich wollten wir einen Tag später anreisen und mussten uns für den verfrühten Tag aus Auslastungsgründen eine andere Bleibe suchen. Daher verbringen wir zunächst eine Nacht im Summer House Resort, das von einer netten thailändischen Familie geführt wird. Und es hat einen Pool, den wir gleich austesten, bevor es auf Erkundungstour geht.

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Generell scheint Kaoh Lak eine deutsche Provinz zu sein, das Malle Thailands. Überall deutsche Restaurants, wir sprechen Deutsch und Gerd und Nois Bungalows. Wir wissen noch nicht, was wir davon halten und checken erst mal den Strand, auf der Suche nach dem Hotel von Marcus Mutter, die wir nebst Lara hier wiedertreffen werden. Zunächst enttäuscht der Strand, weil er ewig breit und von fetten Resorts besetzt ist, aber weiter gen Süden gibt es nette Restaurants, wo wir uns mit der für die Umgebung angemessenen Getränken erfrischen. Ein paar Meter weiter entdecken wir Marcus Mutter schon am Strand sitzen und verabreden uns gleich für den Abend für ein Essen am Strand. Dorthin fahren wir abends mit einem geliehenen Roller unserer nächsten Bleibe, dem Swiss Guesthouse. Auf dem Weg vom Moped zum Strand durch ein kleines Wäldchen werden wir von einem netten Thai gelotst. Hoffentlich finden wir den wieder!

Am Strand ist abends nichts mehr los, und wir haben Glück, dass noch ein paar Restaurants offen sind. Schade eigentlich, aber der Strand ist auch wirklich nicht einfach zu erreichen hier. Das Essen war lecker, und ein paar Cocktails später suchen Marcus und ich am dunkeln Strand den Weg zurück zum Moped. Hat alles geklappt, Marcus hat natürlich nichts getrunken und mich sicher ins Bettchen gebracht. Den nächsten Morgen wollten wir eigentlich nutzen, um den Pool noch ein wenig zu genießen; dies wurde jedoch dadurch unterbrochen, dass ein neugebauter Bungalow in einer Zeremonie von buddhistischen Mönchen gesegnet wurde mit viel Gesang und Böllerei. Da kam ich mir mit meinem Bikini doch etwas unpassend vor und so haben wir gepackt und unser Gepäck in zwei Fahrten schon mal in das Swiss Guesthouse, unserer zweiten Unterkunft, gebracht.

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Dort war auch Lara mittlerweile angekommen, die aus Sri Lanka den Weg nach Kaoh Lak gefunden hat. Also erst mal was Frühstücken, und da es hier an deutschen Einrichtungen nicht mangelt, geht es in eine German Bakery mit deutschen Frühstück. Dunkles Brot, Laugenbrötchen und Leberwurst haben uns schon ein bisschen glücklich gemacht. Lara haben wir glücklich gemacht, in dem sie Roller gefahren ist. Wollen jetzt eine Rollergang gründen. Den Rest des Tages haben wir im Wesentlichen alle zusammen am Strand verbracht, uns in die Wellen geschmissen und geredet.

Abends ging es schließlich noch gemütlich Thai essen. Morgen ist dann Silvester, und 2013 ist schon wieder zuende. Feiern werden wir im Resort von Marcus Mutter, etwas schicker. Wir freuen uns schon drauf.

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