Und da ist er auch schon gekommen, der Tag der Abreise aus den Cameron Highlands. Es geht zu unserer letzten Station in Asien: Kuala Lumpur. Oder auch KL wie die Einheimischen sagen, das klingt schon fast so cool wie LA. Wir fahren mit einem VIP-Bus, die wurden uns auch schon in Kambodscha versprochen und entpuppten sich dann als stinknormale Busse. Aber nicht hier: Der Bus hatte jeweils nur drei Sitze in einer Reihe und daher für unsere Platzbedürfnisse perfekt. Auf der Suche nach den nicht vorhandenen Getränkehaltern fand Marcus dann auch ein völlig sinnloses Lehnenaccessoires.
Noch ein Blick auf die Teeplantagen im Morgenlicht und vier Stunden später erreichten wir den Hauptbahnhof in KL pünktlich zur Mittagszeit. Ein richtiger großer Bahnhof mit allem drum und dran! Haben wir in Asien auch nicht so oft gesehen. Aber unser Eindruck ist ohnehin, dass Malaysia das modernste oder vielleicht auch nur das westlichste der Länder in Südostasien ist.
Unser Hostel, das Reggae Guesthouse, liegt mitten in Chinatown und ist durch die hiesige Metro/Straßenbahn mit nur einer Station Fahrt super angebunden. Schnell eingecheckt und dann geht es erst mal Chinatown erkunden.
Bei Conny meldet sich auch ein kleiner Hunger, der mit gerösteten Kastanien gestillt werden will. Marcus deckt seinen Textilhunger (letzte Chance auf günstige Klamotten) mit einem weiteren Polohemd für 8€ und dann lassen wir uns so durch die Straßen treiben. Die sind hier auch noch ein wenig durch Kolonialbauten geprägt, von denen einige wirklich arg verfallen aussehen, andere hingegen sehr schön hergerichtet sind. Dahinter erheben sich moderne Bankengebäude. Kuala Lumpur; Stadt der Gegensätze?
Schließlich kommen wir zum Central Market, wo Conny einen weiteren Snack verzehrt: frittiertes Teigetwas mit Kartoffel und Chicken. Schmeckte hauptsächlich frittiert. In der Markthalle reihen sich Stände an Stände, sehr hübsch anzuschauen. Verkauft werden hauptsächlich Textilien und Conny will am liebsten einen Jahresvorrat an Schals für sich und sämtliche weibliche Familienmitglieder erwerben. Verdammter Rucksack.
Wir entscheiden uns für eine kleine Pause in dem zugehörigen Foodcourt für einen frisch gepressten Saft um neue Kräfte zu sammeln. Dann geht es zum Merdeka Square, einem ehemaligen Kricketfeld mitten in der Stadt, was nun als Park genutzt wird. Und als Messefläche, im heutigen Fall für eine Fahrradmesse. Es war auch irgendein Fahrradrennen, aber das war schon vorbei. Schade eigentlich.
Auch hier noch ein bisschen gechillt und Leute beobachtet und einmal ums Kricketfeld herumgelaufen, ging es weiter. Wir wollten noch nach Little India, denn das schien um die Ecke.
War es auch. Und es war garnicht soweit von unserem Hostel. Es reihten sich indische Restaurants an indische Läden und daneben waren wieder Restaurants. Unterlegt war das ganze von indischer Bollywoodmusik und schlagartig waren die Straßen brechend voll mit Indern. Vielleicht wirklich typisch indisch, zumindest was die Menge an Menschen angeht.
Abends wollten wir dann auch in einem der indischen Restaurants essen gehen, aber weil grade ein hinduistisches Festival ist, war der Laden unserer Wahl leider geschlossen. Kurzentschlossen sind wir stattdessen in einen Burger King gegangen. Das letzte Fastfood war ja schon ein bisschen her und wifi gibts da gratis. War garnicht mal so gut
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Anschließend ging es dann noch auf die Rooftopbar in dem Partnerhostel unseres Hostels, dem Reggaemansion. Dieses ist in einem schicken Kolonialbau untergebracht und ziemlich stylisch. Auch die Bar auf dem Dach enttäuschte nicht und bot einen netten Ausblick auf das nächtliche Kuala Lumpur.
Wir haben uns erstmal Getränke besorgt und diese dann, die Aussicht genießend, genossen. Auf dem Bild seht ihr übrigens den Fernsehturm vorne und dahinter seitlich die Petronastowers, das Wahrzeichen Kuala Lumpurs. SIe sind nachts fast überall zu sehen, weil sie so schön angeleuchtet sind. Können wir diesen Anblick morgen noch toppen?
Auf dem Weg zurück ins Hostel gibts noch ein Eis auf die Hand und dann heißt es ab ins Bett. Morgen wollen wir noch einiges sehen!


