Myanmar–Sonnenaufgang und E-Bikes

Am zweiten vollen Tag in Bagan haben wir uns ein wenig regeneriert. Conny hat viel geschlafen und ich bin laufen gewesen. Von dem Tag gibt es auch tatsächlich nur ein einziges Foto, welches mich im Swimmingpool zeigt, dieses möchte ich euch aber nicht antun, sondern springe direkt zum dritten vollen Tag hier. Der begann für uns mal wieder früh, nämlich um 4:30 Uhr, da wir uns den Sonnenaufgang über dem Pagodenfeld anschauen wollten.

Hierfür gibt es diverse empfohlene Tempel, die aber alle recht weit von unserem Hotel entfernt sind. Wir haben es uns dann mal einfach gemacht und sind für den Sonnenaufgang wieder zu “unserem Tempel” gefahren. Der ist schön nah, den kennt keiner und der hat eine tolle Sicht über die Ebene.

Gefahren sind wir übrigens mit sogenannten E-BIkes, die zeigen wir euch mal weiter unten im Blog Post. Nur so viel: Sie haben weniger gemeinsam mit E-Bikes wie man sie in Deutschland kennt, als mit Motorrollern.

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Um 5 Uhr war es wirklich noch recht frisch und dunkel. Da hier wenig Beleuchtung existiert, war der Sternenhimmel dann auch sehr beeindruckend. Mithilfe unserer praktischen Taschenlampe sind wir dann auch in den Tempel rein und auf ihn herauf gekommen. Links sieht man übrigens den angeleuchteten Buddha im Tempel.

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So langsam fing es dann im Osten an, zu grauen und die Türme der Pagoden zeichneten sich dunkel vom heller werdenden Himmel ab. Die Ebene wurde in ein graues Morgenlicht getaucht.

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Je höher die Sonne stieg, desto farbenprächtiger wurden die Pagoden dann aber, wie unten zu sehen ist. Links war die Sonne noch nicht ganz aufgegangen, rechts tauchte sie die Ebene in ihr warmes Licht. Ein unglaublicher Moment, zumal wir alleine auf dem Tempel waren und uns niemand störte.

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Von unserem Tempel aus konnten wir auch wunderbar das touristisch beliebte Ballons over Bagan anschauen. Für 300$ kann man nämlich das morgendliche Bagan in einem Heißluftballon sehen. Einem? Wohl eher 20. Nichtsdestsotrotz waren die Ballons schöne Fotomotive, tatsächlich war es fast unmöglich, ein Bild ohne sie zu machen.

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Gegen die Sonne erhoben dich die weiter östlich liegenden Pagoden dann dunkel gegen das Licht. Ich bleibe dabei: Sonnenaufgänge sind spektakulärer und das Licht schöner als Abends. Wenn sie doch nur nie so früh wären.

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Als die Ballons unseren Tempel erreichten, waren sie übrigens nicht nur sehr nahe, sondern ebenfalls schon sehr tief, und die meisten landeten in den Feldern ringsherum.

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Nachdem wir fototechnisch wiedermal übertrieben haben (es ist ohnehin schwierig bis unmöglich, das ganze auf Bildern wiederzugeben) waren wir tierisch durchgefroren. Natürlich hatten wir keine Jacken dabei, und morgens ist es doch ziemlich kalt um diese Zeit.

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Also ab auf unsere coolen “E-Bikes”, bei denen man aber nicht radelt, sondern fährt wir auf nem Moped, und zurück zum Hotel, nicht ohne ein Bild “unseres” kleinen Lieblingstempels in der Morgensonne.

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Ich bin übrigens, wie unten zu sehen, völlig begeistert von den Dingern. Mir hat das Mopedfahren auf Koh Chang ja schon super gefallen. Außerdem war meiner lila Smiley. Ein Conny-Roller. Im Hotel haben wir gefrühstückt, kurz genickert, und weiter gings.

Bevor wir unser Sightseeing fortsetzen, brauchen wir jedoch neues Geld. Das ist hier in Bagan an einem Samstag etwas schwierig, da alle Banken geschlossen haben. Wir haben dann irgendwie einen zwielichtigen Laden entdeckt, der uns sogar Euros getauscht hat (wir hätten auch noch Dollar gehabt). Im Gegenzug gab er uns Kyat in 5000-, 1000- und 100-Kyat-Scheinen. Moment mal. 5000-Kyat-Scheine? Gibt es die überhaupt? Am Flughafen hatten wir nur dicke Bündel mit 1000-Kyat-Scheinen bekommen. Was sagt der Reiseführer? Der sagt es gibt keine 5000-Kyat-Scheine. Oh oh. Haben wir jetzt Falschgeld bekommen? Ab in den nächstbesten Laden und mal nachgefragt. “Real Money” versichert uns die Angestellte. Okay. Kurz noch im nächsten freien WLAN ergoogelt und… tatsächlich… es gibt 5000er Scheine. Seit 2009 sogar schon. Puh! Na dann kann es ja weiter gehen.

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Und zwar zu Anandatempel bei Alt-Bagan. Der war eine Inspiration für zahlreiche andere Tempel und Pagoden und einer Grotte nachgebildet, die einem der Könige Bagans von indischen Mönchen in einer Vision gezeigt wurde. Er hatte zwei innere Gallerien, wodurch tatsächlich ein höhliger Eindruck entstand. Auch beeindruckend waren die riesigen stehenden Buddhafiguren im Inneren, einer in jeder Himmelsrichtung, wie bei allen Pagoden und Tempeln hier.

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Er war auch ganz gut mit Touristen gefüllt, ist aber auch eine der Hauptattraktionen hier. Danach ging es erstmal Mittag essen. In unseren Reiseführern wurde das Vegetarierrestaurant “Be kind to animals The Moon” empfohlen und da wollte ich unbedingt hin. Natürlich voll mit anderen Touris aber es hielt, was es versprach. Ich hätte am liebsten jedes Gericht auf der Karte probiert, schließlich haben wir ein Kartoffel- und ein Kokos-Tofu-Curry bestellt. Für mich das beste Essen auf der Reise bisher. Am liebsten würde ich den Laden einpacken und mitnehmen. Bei 6$ für zwei Hauptgerichte und Getränke kann man auch nichts sagen.

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Weiter ging es zu zwei weiteren Tempeln, von denen der auf den unteren beiden Fotos der höchste war.

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Der zweite fällt wegen seiner Massivheit auch auf Panoramafotos ins Auge und wurde wohl von einem besonders grausamen Herrscher gebaut. Beeindruckend war er trotzdem. Schließlich haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, durch die sandige Steppe von Bagan.

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Landschaftlich war es deswegen so schön, weil immer wieder am Wegesrand sich die Pagoden aus den tollsten Blickwinkeln präsentieren. Andererseits sind die Wege zum Teil purer Sand, bei dem die E-Bikes durchdrehten und dann geschoben werden mussten. Da sie sehr schwer und die Sonne heiß waren, kamen wir entsprechend ins schwitzen.

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Im Hotel dann fix zu Abend gegessen und mal wieder relativ früh geschlafen. Der Tag hatte ja früh begonnen, und morgen um sechs geht unser Schiff nach Mandalay!

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