Thailand–Tauchschein: PADI Open Water Diver

Wir haben uns also tatsächlich zum Tauchschein angemeldet. Oha. hilft nichts, dann müssen wir da jetzt durch. Der Kurs geht drei Tage und danach erhält man den “PADI OPEN WATER DIVER”. Das ist die geringste Zertifizierung und erlaubt dann Tauchgänge bis 18m auch alleine durchzuführen. Wollen wir aber erstmal garnicht. uns geht es darum, mal die Basics zu lernen und nicht beim “Schnuppertauchen” einfach ins Wasser geworfen zu werden. An Tag 1 muss man die theoretischen Grundlagen meistern und eine Prüfung ablegen. Anschließend gibts noch ein paar Übungen im Pool und das Vertrautmachen mit dem Equipment. An Tag 2 und 3 stehen jeweils zwei Tauchgänge im Meer an. Hier werden dann auf etwa 11m Tiefe ein paar der Übungen aus dem Pool wiederholt. Also los gehts!

 

TAG 1: Theorie und Üben im Schwimmbad

Pünktlich um 8:15 werden wir an unserem Hotel abgeholt und zur Tauchschule gebracht. Dort angekommen, treffen wir Patrick, unseren Tauch-Instructor. Patrick ist Holländer und spricht perfektes Deutsch und perfektes Englisch. Das macht es für uns sehr leicht. Ein bisschen nervös waren wir ja schon, wie das alles so läuft, aber erstmal hieß es nur: DVD schauen. Es gibt 5 Kapitel auf der DVD mit den theoretischen Grundlagen zum Tauchen. Zu jedem Kapitel gibt es einen kleinen Test und ganz am Ende nochmal eine großen Abschlussprüfung.

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In der Abschlussprüfung darf man dann von knapp 50 Fragen maximal 12 falsch haben, wir hatten glaube ich drei oder vier. Theorie also bestanden, das war einfach. Danach gab es ein kleines Mittagessen und dann haben wir uns mal in unsere Tauchausrüstung geschmissen und sind in den Pool getaucht. Der Pool war zwar ein wenig klein, für das Gewöhnen an die Ausrüstung war das aber völlig ausreichend. Es ist schon ein krasses Gefühl, wenn man plötzlich unter Wasser atmet. Die Luft ist weder muffig noch kalt und wird auch nicht mit hohem Druck in den Mund geschossen oder so was. Man atmet einfach unter Wasser weiter allerdings nur durch den Mund. Total easy und eigentlich ganz angenehm, quasi intuitiv. Ein toller Moment, wenn man das erste mal für ein paar Minuten nicht auftauchen muss.

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Die Übungen, die wir machen mussten umfassen so was wie das Ausziehen der Tauchmaske unter Wasser oder das “Verlieren” des Atemgerätes und das Verständigen unter Wasser, dass man das Not-Atemgerät des Buddies nutzen muss. Also für alle Fälle gerüstet. 16:30 waren wir fertig und auch ziemlich geschafft. Morgen geht es dann raus aufs Meer für zwei Tauchgänge auf 11m. Cool.

TAG 2: Zwei Tauchgänge an Korallenriffen

Wieder pünktlich um 8:15 werden wir am Hotel abgeholt. Heute geht es aber nicht zur Tauchschule, sondern zum Pier und dann direkt auf das dort wartende Boot mit dem wir heute zu den Tauchstellen fahren. Der Plan sieht drei Stopps vor: Zuerst wird an einem Schiffswrack gehalten, die “Chang”, das dort letztes Jahr speziell für Taucher versenkt wurde. Leider ist das Wrack zu tief für uns, nämlich auf 30m. Wir dürfen nur 18. Der zweite und dritte Stopp sind an Korallenriffen.

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Bereits auf dem Weg zum Wrack ging es Conny nicht ganz so gut, anscheinend ist sie ordentlich Seekrank. So hing sie einen Großteil der Fahrt über der Reling und hat die Fische gefüttert. Auch an der ersten Tauchstelle war sie noch so angeschlagen, dass sie nicht mittauchen konnte. Auf meinen ersten Tauchgang muss ich dann also alleine mit Patrick.

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Wir hatten heute eigentlich keine Unterwasserkamera dabei, erst am dritten Tag. Da wir die Tauchstelle aber auch am Folgetag besucht haben, habe ich ein paar Bilder vom dritten Tag gemopst, um meine Eindrücke ein bisschen zu visualisieren. Es war nämlich überragend. Der Abstieg ging relativ langsam, aber als wir dann unten waren und ich den Kopf ein wenig gehoben habe, erstreckten sich vor mir so viele Fische und Seepflanzen, wie ich sie noch nie gesehen habe.

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Auf dem ersten Tauchgang macht man auch keine Übungen und so konnte ich einfach nur genießen, was ich gesehen habe. Wir waren etwa auf 11m Tiefe und nach etwa 45 Minuten war der erste Tauchgang auch schon vorbei und meine Sauerstofflasche leer. Oben angekommen habe ich begeistert Conny erzählt, was ich alles gesehen hatte.

Als Qualifikation für unser Tauch-Zertifikat muss man 200m schwimmen können und sich 15 Minuten über Wasser halten können, das musste heute auch noch passieren. Bevor wir also zum zweiten Tauchgang schritten, musste ich erstmal rein ins Wasser und 4x ums Schiff rum schwimmen. Conny ging es inzwischen besser und sie ist mitgeschwommen. Das war eine gute Idee, denn danach ging es ihr richtig gut. Gut genug, um den nächsten Tauchgang mitzumachen. Klasse! Also ging es zu dritt runter zum nächsten Riff.

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Für mich standen jetzt schon erste Übungen an, Conny durfte erstmal nur genießen, wie ich beim ersten Tauchgang. Ich musste derweil meine Maske voll Wasser laufen lassen und anschließend durch die Nase “ausblasen” oder mein Atemgerät aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen. Ich fand die Übungen relativ einfach, hatte aber vorher auch Berichte gelesen, wo sich Leute damit schwerer tun. Wiederum nach etwa 40 Minuten war auch der zweite Tauchgang schon vorbei und wir fuhren mit der untergehenden Sonne zurück zur Insel. Wir waren beide völlig geflasht und auch so erschöpft, dass wir um 21 Uhr übermüdet ins Bett fielen.

TAG 3: Nochmal zwei Tauchgänge an Riffen

Und wieder startet unser Tag mit dem Pickup am 8:15 und dem Transport zum Schiff. Es stand eine ähnliche Tour wie am Vortag auf dem Programm. Wieder zuerst zum Wrack und dann zu drei Korallenriffen. Wieder durften wir das Wrack nicht betauchen, stattdessen haben wir dort ein bisschen geschnorchelt, damit Conny vom dem schwankenden Schiff runterkommt. Sie fühlte sich aber schon deutlich besser als am Vortag. Heute haben wir uns dann auch eine Unterwasserkamera geliehen, bevor es losging und am zweiten Stopp des Tages durften wir dann auch Tauchen. Mein dritter und Connys zweiter Tauchgang.

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Wieder mussten wir ein paar Übungen machen mit Maske und Atemgerät, die wir aber schnell hinter uns bringen konnten. Danach konnten wir uns voll und ganz auf die Unterwasserwelt und ein paar Schnapschüsse für die Daheimgebliebenen konzentrieren.

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Wieder haben wir Unmengen an Fischen gesehen, die sich auch direkt an uns herangetraut haben oder in riesigen Schwärmen durch das Wasser gezogen sind. Auch wenn Farben in 11m Tiefe etwas seltener werden, gab es rote, gelbe, blaue und gestreifte und gepunktete Fische, alles was man sich vorstellen kann. Wir haben sogar ein Video gemacht, ich hoffe man erkennt das alles halbwegs.

Wieder an der Oberfläche, musste Conny mich dann noch zum Schiff “retten”. Eine der Übungen die man durchführen muss, ich hatte gestern Patrick schon zum Boot gezogen. Eine dreiviertel Stunde später folgte dann noch mein vierter und Connys dritter Tauchgang. Hier mussten wir dann beispielsweise Übungen zum “floating” machen. Also unter Wasser auf der gleichen Höhe “schweben” nur durch das eigene Lungenvolumen gesteuert. Das fand ich etwas schwerer.

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Nach dem Auftauchen hatte ich dann meinen Open Water Diver Komplett, Conny fehlte noch ein Tauchgang, den sie eine knappe halbe Stunde später absolvierte. Ich hatte mich dazu entschieden, keinen dritten Tauchgang mehr zu machen. Vielleicht ein Fehler, wenn man so hört und sieht, was Conny dort erlebt hat:

Nun was soll ich sagen, mein vierter Tauchgang war gelinde gesagt der Hammer. Die Übungen habe ich ein Glück gleich zu Anfang gemeistert und bin danach quasi nur noch getaucht und gleich zu Beginn haben wir eine Meeresschildkröte gefunden!!! Sie war riesig, bald 1m würde ich sagen und Patrick meinte, sie sei bestimmt schon über 70 Jahre alt. Majestätisch kraulte sie langsam durch die Korallen und war einfach nur wunderschön.

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Und damit ihr es mir auch glaubt, noch ein Bild von mir und der Schildkröte, sie ist links von mir leider nur verschwommen zu sehen und aber die Sichtbarkeit war an diesem Riff nicht ganz so gut. Und wieder haben wir Fischschwärme gesehen, farbenfroh und beeindruckend alleine von der Menge her.

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Auch eine Muräne haben wir gesehen, versteck hinter Steinen. Ich kann es kaum erwarten, in Südthailand wieder tauchen zu gehen!

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