Monatsarchiv: November 2013

Cambodia–Killing Fields und S21-Gefängnis

Gut erholt und etwas spät erwachen wir in userem Hostel in Phnom Penh. Die Zimmer hier im Eighty8-Hostel sind sehr basic aber total sauber, gar nicht mal so klein und top klimatisiert. Wir hatten heute auch nicht so richtig Lust, uns ein lokales Frühstück zu suchen und so blieben wir einfach mal im Hostel und hatten “Western Breakfast”. Conny mit einem 1A-Früchtemüsli und ich mit zwei Scheiben Toast und Erdbeermarmelade. Muss auch mal sein. Neben dem Pool macht Frühstücken gleich doppelt so viel Spaß.

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Bereits am Vorabend hatten wir uns ein Tuk-Tuk für den heutigen Tag bestellt, welches uns durch die Stadt kutschiert. Das kostet hier 18 US-Dollar für etwa den halben Tag. Unsere Ziele für den heutigen Tag: Die sog. “Killing Fields” und das Gefängnis “S21”, also alles andere als schöne Themen, aber da müssen wir durch, immerhin wollen wir ja schon etwas über die Geschichte Kambodschas erfahren. Also auf in den krasse Kambodschanischen Straßenverkehr.

Auf dem Video sind wir noch auf einer ruhigeren Strecke unterwegs. Hinterher war es dann eher eine Staub- und Matschpiste voller Schlaglöcher. Richtig übel. Die “Killing Fields” sind etwa 14 Kilometer von unserem Hostel entfernt und somit auch leicht außerhalb Phnom Penhs, denn so richtig groß ist die Stadt hier nicht und zudem arg ländlich.

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Unser Driver konnte ein wenig Englisch und war ein relativ umsichtiger Fahrer, wir wurden von einigen TukTuks überholt, die deutlich krasser unterwegs waren. Einige davon auch mit bleichen westlichen Touristen wie wir, viele andere aber auch mit Einheimischen, die zahlen aber etwas weniger.

Allen, die zart besaitet sind oder Kindern die hier mitlesen empfehle ich, den Rest dieses Artikels nicht zu lesen. Die Vergangenheit Kambodschas ist unglaublich grausam und traurig. Und wenn ich dabei schon Tränen in den Augen habe, ist das vielleicht nicht das Richtige für alle Leser.

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Als wir dann nach etwa einer Stunde an den Killing Fields waren, verabredeten wir mit dem TukTuk-Driver, dass er im Restaurant um die Ecke auf uns wartete und wir sind dann in Richtung Killing Fields gelaufen. Die “Killing Fields” war einer der Ort, an dem zu Zeiten der “Khmer Rouge”, also der roten Khmer, hier in Kambodscha der Massenmord am eigenen Volk verübt wurde. Hier wurden die Männer, Frauen und Kinder hinverfrachtet, wenn sie getötet werden sollten. Vor nicht einmal 40 Jahren. Dementsprechend viel sieht man an diesem üblen Ort auch noch von den damaligen Verbrechen.

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Auf dem Gelände existieren einige Massengräber, die auch  heute noch abgesperrt sind und die nicht betreten werden dürfen, da dort immernoch hin und wieder Zähne, Knochen oder Kleidung an die Oberfläche kommt, gerade nach heftigen Regenfällen. Ziemlich krass. Überall standen auch Schilder mit der Bitte, keine Überreste aufzuheben, das hatten wir aber eh nicht vor.

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Man konnte das Gelände mittels eines Audio-Guides selber erkunden und auf diesem Guide wurden einem Hintergrundinfos zum Gelände gegeben, aber auch einige Geschichten von Personen, die dem Morden hier entkommen sind. Das sind allerdings herzlich wenige. Irgendwo stand auf einem Schild sinngemäß “Wunder gab es an diesem Ort nicht”.

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Am meisten bewegt hat mich der “Killing Tree”. Hierbei handelt es sich augenscheinlich um einen normalen Baum. Dieser wurde jedoch früher dazu verwendet, Babies vor den Augen ihrer Mütter umzubringen. Oftmals dadurch, dass die Babies an ihren Beinen gehalten und mit dem Kopf gegen den Baum geschlagen wurden. Entsprechend viel Gehirn, Blut und Haare waren wohl früher an diesem Baum zu finden. Eine grausame Vorstellung. Ein Khmer-Sprichwort sagt wohl sowas wie: Wenn du das Gras loswerden willst, musst du auch die Wurzeln ziehen.

Keiner der hier gestorben ist, wurde übrigens erschossen. Munition war zu wertvoll. Stattdessen wurden die Menschen hier erschlagen, zerstückelt oder aufgespießt. Meistens kniend vor ihrem Grab und in der Nacht. Das letzte was sie dabei hörten war angeblich das Geräusch eines Dieselgenerators der musikalische Beschallung mit revolutionären Liedern ermöglichte. Zynisch.

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Gefunden wurden hier in den Gräbern Überreste von fast 9.000 Menschen. Das ist insofern schockierend, als dass die Khmer Rouge für nur 3 Jahre an der Macht waren in Kambodscha und in dieser Zeit bis 3 Millionen Landsleute, das sind über ein viertel der damaligen Bevölkerung, umgebracht haben. Heute prägt eine Gedenkstätte das Gelände, in Form eines großen Turms in dem etwa 5.000 menschliche Schädel aus den Gräbern aufbewahrt werden. Für diese Schädel wurden Recherchen durchgeführt, wer sie waren, wie sie starben und wer ihre Angehörigen sind. Man darf den Turm betreten und sogar Fotos machen, was auf den ersten Blick etwas krass ist wie ich finde.

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Ich habe relativ lange überlegt, ob ich die Gräber, die Schädel oder den Killing Tree fotografiere oder hier poste. Da ich aber vor diesem Tage keine Ahnung über das Ausmaß der Brutalität hier in Kambodscha hatte, habe ich mich dazu entschlossen, euch diese Bilder nicht vorzuenthalten. Ich finde es schockierend, dass in Deutschland kaum jemand über das Ausmaß der Unmenschlichkeiten hier Bescheid weiß. Ich hoffe meine Motive sind halbwegs nachvollziehbar und regen dazu an, vielleicht den ein oder anderen Wikipedia-Artikel zu studieren (hier zum Beispiel) und die stabilen Zustände in Deutschland wertzuschätzen. Wir tun das definitiv.

Was genau die Khmer Rouge so vorhatten, lest ihr am besten auch bei Wikipedia nach. Grob erklärt ging es darum einen reinen Bauernstaat zu errichten. So wurden alle Menschen aus Städten vertrieben und mussten auf dem Land in Sklaverei-ähnlichen Zuständen arbeiten. Die Bildungselite wurde vertrieben oder getötet und zu “Bildungselite” zählte quasi jeder der eine Fremdsprache sprach oder eine Brille trug.

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Schwermütig geht es weiter mit unserem TukTuk zum Gefängnis “S21”. Während die Menschen in den Killing Fields getötet wurden, wurden sie zumeist vorher inhaftiert und gefoltert, das erfolgte zum Beispiel in “S21”.

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Vormals war dieses Gefängnis eine Schule,-ironisch wenn man bedenkt, dass die Bildungeliten mit die ersten waren, die in diesem Gefängnis landeten. Viele Schulräume wurden mittels Holz und Ziegelsteinen in viele Einzelzellen unterteilt. Dort wurden weniger interessante Menschen an Ketten eingesperrt, lediglich mit einem Metallkannister für ihre Notdurft. Auch in großen Klassenräumen wurden Menschen zu mehreren eingesperrt, auf engsten Raum zusammengepfercht und mit Metallketten aneinandergekettet. Bei wenig Reissuppe und katastrophalen hygienischen Bedingungen warteten sie auf ihre Befragung. In den unteren Klassenräumen befanden sich die Zimmer für die “VIPs”, in denen stand dann nur ein Bett. Hier wurden die Menschen dann auch grausam gefoltert, mittels Waterboarding, Elektroschocks, Fingernägelziehen und Verstümmelung bis sie ein Geständnis von sich gaben.

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Diese Geständnisse waren oft nicht einmal wahr, aber ein Entkommen gab es nicht. Wurde jemand verdächtigt und kam ins Gefängnis, so kam die komplette Familie mit, da die Khmer Rouge Angst vor Rache hatten. Verdächtig war man schon, wenn man zur spät zur Arbeit kam. Mit dem Geständnis war auch das weitere Schicksal besiegelt und man wurde zu den Killing Fields gebracht.

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Alle Häftlinge von S-21 wurden säuberlich fotografiert und dokumentiert,- die Fotos sind in den Ausstellungsflächen zu sehen. Viele junge Gesichter, viele, die unbedarft und unwissend aussehen. Bei der Befreiung des Gefängnis fand man noch 14 Leichen,- und 7 Überlebende. 7! Diese hatten alle Kenntnisse, die ihr Überleben sicherten: Mechaniker, Fotografen, Künstler.

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Auch Fotos derjenigen waren zu sehen, die dieses Gefängnis betrieben haben. Diese waren kaum älter als 30, manche gar erst 20. Pol Pots Schergen waren in der Regel Kindersoldaten, Bauernkinder ohne geringste Bildung, denen einfach einzureden war, dass die Städter und diejenigen mit Bildung an ihrer Armut Schuld trugen. Der allergrößte Teil von ihnen lebt heute noch,- unerkannt, und wurde nie zur Rechenschaft gezogen. Es gibt zwar mittlerweile eine Tribunal, das die noch lebenden Verantwortlichen wegen diverser Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagt, diese sind jedoch “nur” die Mitglieder des Führungszirkels, alle mittlerweile sehr alt und krank und kaum noch zur Verhandlung fähig. Der Leiter von S-21 und den Killing Fields bei Phnom Penh ist bisher der einzige, der verurteilt wurde. Die UN vergab an die roten Khmer übrigens noch bis Anfang der 90er einen Sitz, weit über 10 Jahre nach dem Sturz der roten Khmer, die danach einen Guerillakrieg weiterführten, und nachdem die Massengräber und der Völkermord längst bekannt waren.

Die ganzen Eindrücke mussten wir erstmal verdauen und so ging es um etwa 15 Uhr zurück zum Hostel. Dort haben wir uns lange über die ganze Geschichte Kambodschas unterhalten, ein bisschen Wasser zu uns genommen (wir waren ziemlich dehydriert) und die ganze Geschichte hier verbloggt. Schwerer Stoff auf jeden Fall. Der Hunger kam dennoch irgendwann wieder und wir wollten nicht so recht nochmal in unserem Hostel essen und so gingen wir raus auf die Straße. Wir hatten vorher ein bisschen bei TripAdvisor geschaut, welche Lokale hier gute Bewertungen haben und eines ist wohl direkt hier um die Ecke also los gehts.

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Gefunden haben wir es leider nicht, dafür ein anderes schönes. Der Inhaber ist französischsprachig und die Karte ist sowohl französisch als auch khmer (kambodschanisch). Conny hatte nochmal ihren Amokfisch und ich hatte ein ziemlich enttäuschendes Chicken Curry. Ich hatte ja gehofft, wir hätten die Zeiten der Knochen und Innereien mit China hinter uns gelassen, leider jedoch nicht. Verdammt.

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Cambodia–Mit dem Mekong Express von HCMC nach Phnom Penh

Heute heißt es bereits Abschied nehmen von Ho Chi Minh City und damit auch von Vietnam. Mir gefiel es hier wirklich sehr; tolle Menschen, tolles Essen, schöne Stadt. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann los. Um 8:30 ging unser Bus, der Mekong Express, der uns in 6-7 Stunden über die Grenze bis nach Phnom Penh bringen sollte. Auch bei der Visabeschaffung erhält man Unterstützung. Der Bus war voll, der größte Teil Backpacker, aber auch einige Einheimische (ob aus Vietnam oder Kambodscha wussten wir allerdings nicht). Das Interieur des Bus war allerdings der Knaller. Alles in rotorangegeblümten Samtstoff ausgekleidet, mit Bommelgardinen an den Fenstern und Kronleuchtern an der Decke. Am dollsten war das Fahrercockpit, welches vollständig mit Plastikblumen ausgekleidet war. Herrlich.

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Über die Verpflegung an Bord konnte man nicht meckern. Es gab Wasser, Kekse und einen Feuchttuch für alle, Klimaanlange funktionierte ein Glück auch einwandfrei. Einen besseren Eindruck vermittelt euch vielleicht das VIdeo:

Es wurden auch Anträge für das kambodschianische Visum ausgeteilt, sowie die Arrivalkarten; beides wurde ausgefüllt zusammen mit dem Pass und 25$ bei der Reiseleiterin abgegeben. Nach drei Stunden Dauerbeschallung mit romantischen Balladen, die ich größtenteils verschlafen habe, waren wir dann in Bavet, wo die Grenzüberquerung stattfindet.

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Also rein in das Gebäude noch auf vietnamesischer Seite und – ohje, hier warten bei 32°C und hoher  Luftfeuchtigkeit´bereits ca 200 Leute. Nur: auf was eigentlich? Das wussten wir auch nicht so richtig, genauso wenig wie wir ohne Pass Vietnam verlassen wollen. Also erstmal wie alle anderen mit schwerem Gepäck nach vorne drängeln. Und warten. Und warten. Nach einer dreiviertel Stunde wissen wir zumindest, das man irgendwann seinen gestempelten Pass wiederbekommt und aus Vietnam ausreisen kann. Also weiter warten und bei jedem ausgerufenen Namen hoffen, dass man seinen Namen hört. Ist aber garnicht nötig. Irgendwann nach 2 Stunden steht nämlich unsere Reiseleiterin an der Absperrung und winkt uns durch. Puh. Nochmal 15 Minuten warten im Bus, dann werde wir die 200m zur kambodianische Grenze gefahren. Dort beschafft uns die Reiseleitung unser Visum. Marcus geht kurz auf Toilette und – oh mein Gott da sitzt doch tatsächlich eine Ratte. Immerhin dreht sie sich pietätvoll um.

Dann gehen durch den Stempelposten, wo noch Fotos und Fingerabdrücke genommen werden und ab gehts zur Mittagspause in einem kleinen Restaurant. Frühlingsrollen für ca 40 Cent sind leider aus, deswegen gibts nur eine Cola bei uns. Gegen 6 Uhr kommen wir glücklich im Hostel an, schnell ab in die Bar, den da gibts nen Pool!

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In den Pool haben wir uns aber nicht gesetzt sondern erstmal was gefuttert. Marcus Burger und ich Fisch-Kokosnuss.Curry im Bananenblatt. Das ist wohl auch die Nationalspeise hier. Und megalecker.

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Beim Surfen dann noch ein Bier und einen Long Island Icetea (für 2,50€!) und ab ins Bett. Morgen steht mit den Killing Fields und S-21 ein trauriges Kapitel Geschichte an.

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Vietnam–Reunification-Palace und War Remnants Museum

So, dritter Tag in Ho-Chi-Minh-City. Heute beschäftigen wir uns mal mit den typischen Touristen-Sehenswürdigkeiten hier, die haben wir uns für heute aufgespart. Zum einen geht es zum Reunification-Palace und zum Anderen zum War Remnants Museum. Beides beschäftigt sich oder kommt aus der Zeit des Vietnam-Krieges in den 1960er und 1970er Jahren, das ist hier generell das vorherrschende Thema, so ist zumindest mein Eindruck. Auch die Tunnel gestern gehörten ja in den Themenbereich Vietnamkrieg.

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Wir sind auf jeden Fall erstmal losmarschiert und sind so durch einen schicken Park flaniert. Dort gab es auch kleine Tempel und coole Hecken, die aussahen wie Drachen. Und… es gab einen Kokosnussmilch-Verkäufer mit einer geschickten Masche. Er hat mir sein Kokosnuss-Vorrat über die Schulter gehängt und nett wie ich bin, hab ich ihm den ein paar Meter getragen. Während ich ihm das Dingen zurückgegeben habe, hat er dermaßen schnell eine Kokosnuss aufgeschnibbelt, dass wir ihm diese abgekauft haben. Etwa 2€. Verdammt, normalerweise kosten die die Hälfte. Naja, wir werden es überleben.

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Erster Stopp: Reunification Palace. Ursprünglich gebaut als der Palast des Präsidenten Südvietnams, war der Palast allerdings nicht so lange vor dem Ende des Krieges fertiggestellt und somit nur wenige Jahre in Betrieb. Hier endete allerdings de facto der Vietnamkrieg, denn mit dem Eintreffen der Befreiungsarmee wurde hier dann auch die Kapitulation unterzeichnet. Man sieht sogar noch zwei Panzer auf dem Gelände, die vom selben Typ sind wie die Panzer, die hier die Umzäunung damals überrannt haben. 1975 war das.

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Das Palast selber ist angeblich original in dem Zustand in dem man ihn damals vorgefunden hat, zumindest was die Einrichtung angeht, kann ich bestätigen, dass alles sehr nach 1970er Jahren ausschaut. Überprüfen kann man das natürlich nicht. Angeblich ist auf einem der Telefone sogar noch die letzte angerufene Nummer angezeigt, das Telefon haben wir aber nicht gefunden.

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Wir vermuteten viel mehr Regierungs-Räumlichkeiten in dem Gebäude als wir tatsächlich vorgefunden haben. Es scheint eher eine Villa das Präsidenten gewesen zu sein, als dass es wirklich ein Ort war, an dem aktiv regiert wurde. Das ganze hatte also stark repräsentative Zwecke, das ganze Gelände ist hübsch und weitläufig und präsidial. Auch Conny auf dem Balkon des Anwesens ist sehr präsidial.

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Wir fanden auch noch sehr karg eingerichtete Büros, von denen man sich heute kaum vorstellen kann, das dort früher jemand gearbeitet hatte. Auch das private Movie-Theater des Präsidenten fanden wir, dieses nimmt übrigens richtig viel Platz weg und hat auch einen eigenen Vorführraum mit mehr technischen Geräten als manches Rechenzentrum. Nix mit Beamer und AppleTV.

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Im Keller befanden sich noch ein paar bunkerähnliche Gänge, allerdings nicht allzu tief, so dass die Räume bei tatsächlichem Bombenhagel wohl kaum Schutz hätten bieten können. Beklemmend und Eng waren sie trotzdem. Auf einem Bild kurz vor dem Ausgang sieht man übrigens, wie die Panzer den Zaun zum Palast 1975 überfahren, was ich ganz zu beginn schon geschrieben hatte.

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Danach ging es nur zwei Straßen weiter zum War Remnants Museum. Nachdem sich der Präsidentenpalast hauptsächlich mit dem Ende des Krieges befasst, geht es hier im Museum um die Aufarbeitung des Vietnam Krieges aus Vietnamesischer Sicht. Wir haben gestern von unserem Guide schon ein paar Sätze zu dem Thema gehört, die uns klar machten, dass die Sichtweise auf den Krieg hier völlig anders ist als im Westen und dies wurde auch durch das Museum mehrfach unterstrichen.

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Neben viel amerikanischer Munition gibt es hier hauptsächlich Fotos von den Kriegsverbrechen der Amerikaner. Viele zerfetzte, entstellte, weinende, verzweifelte Vietnamesen und viele Amerikanische Truppen mit Waffen haben wir gesehen. Tatsächlich wenige Vietcong oder verletzte US-Soldaten. Gerade die Verstümmelungen von Opfern der Giftgasgeschichte um “Agent Orange” ist schon sehr schwer verdaulich und wir haben das Museum natürlich auch in sehr nachdenklicher Stimmung verlassen. Überlegt euch gut, ob ihr euch all die Bilder anschauen wollt, die bleiben länger im Kopf. Das ganze riecht auch stark danach,als müssten wir hier Wikipedia noch ein wenig bemühen. Ein unglaublich komplexes und krasses Thema, dass in Deutschland unserer Meinung nach viel zu oberflächlich betrachtet wird.

Wir haben danach erst einmal bei einer kühlen Cola im Park über Vietnam, die USA, Frankreich und Krieg im allgemeinen diskutiert. Am meisten verwunderte uns, wie offen die Vietnamesen auch Amerikanern gegenüber eingestellt sind. Es wirkt fast so, als wenn in der Bevölkerung nicht überragend viel Hass auf die USA besteht. Vielleicht ist das aber auch nur eine falsche Wahrnehmung von uns.

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Den Nachmittag und Abend haben wir mit Steffie und Ollie (die haben HIER ihren Blog) verbracht, die wir noch aus China kannten und gestern zufällig wiedergetroffen haben. Die beiden wussten viel aus Thailand und Cambodia zu berichten, die sie kamen gerade aus der Richtung. Wir konnten ein bisschen aus Ost-China berichten, denn das haben die beiden verpasst. Abends haben uns die beiden noch ein richtig tolles vietnamesisches Restaurant empfohlen. Bei mir gab es Frühlingsrollen (endlich!) und bei Conny Chicken mit Cashews und Reis. Beides überragend gut. Für zwei Hauptgerichte und drei Bier sind wir dann übrigens 4€ losgeworden. Schnäppchen.

Zum Schluss stand noch ein bisschen Skype auf dem Programm. Morgen früh um 8:30 geht unser Bus nach Phnom Penh. Wir fahren mit dem “Mekong Express”, auf diese Busgesellschaft schwören hier alle, die anderen sind wohl deutlich weniger seriös. Ich bin mal gespannt. Für die 6 Stunden fahrt zahlen wir übrigens 13 US-Dollar pro Person, hinzu kommt noch das Visum für Cambodia.

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Vietnam–Cu Chi-Tunnel und ruhiger Nachmittag

Der Wecker klingelt heute bereits um halb sieben, denn wir wollen die Cu Chi Tunnel besuchen, und wo das Frühstück schonmal im Zimmerpreis inklusive ist, wollen wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Es gibt zwar nur Osaft, Kaffe und Baguette mit wahlweise Marmelade oder Ei, aber immerhin! Das Brot ist knusprig und immerhin nicht süß Smiley.

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Um 8:30 werden wir von unserem Guide im Hotel abgeholt. Die Tour haben wir von der Dame an der Rezeption buchen lassen für umgerechnet etwa 4,50€ pro Person, plus nochmal 3€ Eintritt. Aber erstmal die Frage, was die Cu Chi Tunnels denn überhaupt sind. Es handelt sich um ein Tunnelsystem, das die Vietcong während des Indochina und Vietnamkriegs angelegt haben, und vor allem im letzteren als Ausgangspunkt für ihre Guerillaaktivitäten genutzt wurden. Aber dazu später mehr. Unser Guide sprach nicht so richtig gutes Englisch, weswegen wir nur die Hälfte verstanden, war aber sehr gut drauf und unterhielt uns auf der gut 1,5 stündigen Fahrt mit der Geschichte Vietnams und Weisheiten (“die beste Rache ist Vergebung”). Wir machten ebenfalls Stop an einer Fabrik, in der körperlich und geistig Benachteiligte typisch vietnamesische Malereien herstellen. Die waren auch ganz schön, aber unser Gepäck ist trotzdem eingeschränkt.

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Auf dem Weg zu den Tunneln fiel uns auf, das die Bäume hier in langen Reihen angepflanzt sind,- ein Relikt der chemischen Angriffe der U.S: Soldaten, um den Dschungel zu entlauben bzw. die Ernten zu zerstören; wo einst wohl Dschungel stand, wachsen heute nur Akazien und Eukalyptus. In einem kleinen Waldgebiet dann hatten wir schließlich das Tunnelsystem erreicht,- insgesamt in diesem Gebiet 250km auf drei Ebenen, in denen Büros und sogar Krankenhäuser untergebracht wurden. Die Eingänge waren nur sehr schwer zu finden, da klein und gut getarnt. In unserer Gruppe haben es nur die schmalsten Personen probiert.

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Viele vermeintliche Eingänge waren zudem mit Fallen ausgerüstet, dabei ist die obige Version mit der Drehklappen, die in eine Grube mit Bambusspitzen führt, noch harmlos. Es erinnerte doch ein wenig an Folterinstrumente aus mittelalterlichen Museen. Und ich habe mich immer gewundert, warum únter den Vietnamveteranen verstümmelte Soldaten sind. Ganz schön grauselig. Unten sieht man die Umgebung, wie sie heute aussieht, das komplette Gebiet ist untertunnelt, vom Saigon River bis zu kambodschianischen Grenze.

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Die Tunnel hielten lange auch schweren Bombardement stand, Versuche,die Vietcong mit Giftgas zu bekämpfen schlugen aufgrund eingebauter Siphons fehl, ebenso Versuche, die Tunnel zu fluten. Hunde konnten die Menschen nicht wittern, da sie Chili, Salz und Pfeffer nutzen, um den Geruchssinn zu täuschen. Die Not machte die Vietnamesen unheimlich erfinderisch; so verwerteten sie die Bomben der Amerikaner einfach wieder und beschossen amerikanische Panzer quasi mit ihrer eigenen Munition. Sandalen wurden aus Autoreifen gebaut. Krass.

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Schließlich durften auch wir ein etwa 100m langes Tunnelstück begehen,- oder eher bekriechen.

Es war wirklich kein Spaß, denn es war eng, stickig, dunkel und wirklich klaustrophobisch. Nichts auf der Welt könnte mich überzeugen, 17 Jahre lang dort zu leben.

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Dementsprechend haben wir auch bereits nach wenigen Metern den nächsten Ausgang genommen. Das war echt eine ziemlich heftiges Erlebnis,- kein Vergleich mit der zwar ebenfalls bedrückenden, aber im Vergleich gradezu luxuriösen Ausstattung der Maginotlinie an der Grenze zu Frankreich.

Aprospros Frankreich. Wie kam es überhaupt zum Vietnamkrieg? Vietnam war seid der Mitte des 19. Jahrhunderts französische Kolonie und wollte sich bereits in den 20er Jahren unter Ho Chi Min unabhängig erklären und tat dies 1945 auch,- ironischerweise unter Berufung auf die Unabhängigkeitserklärung der USA- gefolgt von dem Indochinakrieg gegen Frankreich, der in der Teilung Vietnams in den kommunistischen Norden und den Süden, der von einer nichtkommunistische Diktatur beherrscht wurde, 1954 endete. Der Norden wollte das Land dann zu einem gesamtkommunistischen Vietnam wiedervereinigen, was aufgrund der unpopulären Regierung in Südvietnam wohl einfach gewesen wäre. Hier kommt nun die USA ins Spiel. Der Containmentpolitik folgend und die Domino-Theorie fürchtend, bekämpften sie Nordvietnam seid 1954 mit Bombardements, womit der eigentliche Vietnamkrieg begann. Truppen wurden in den Süden gesandt, um die Guerillakämpfer zu bekämpfen, die dort von Nordvietnam unterstützt wurden und die Tunnelysteme anlegten. Weitere Informationen werden wir morgen hinzufügen, wenn wir das Kriegopfermuseum hinter uns haben. Die Tunnelsysteme sind übrigens zum großen Teil heute verschüttet, zahlreiche Fallen sind immernoch unentdeckt. Tunnelratten, speziell ausgebildete GIs, gelang es schließlich, in die Tunnel einzudringen und den ein oder anderen Erfolg zu verbuchen.

Die ganze Tunnelgeschichte war auf jeden Fall sehr beeindruckend und bedrückend. Einen gradezu lächerlichen Propagandafilm später war unsere Tour dann auch wieder zu Ende und wir sind zurück nach Saigon.

Hier übernimmt Marcus mal. Conny hat in den letzten zwei Tagen angefangen, Mopeds zu fotografieren, die irgendwelche krassen Geschichten transportieren. Die krassesten sind uns leider aus der Linse gerutscht und wir haben keine Fotos, aber ein paar haben wir gesammelt. Welche findet ihr am krassesten? Der erste Typ mit den vielen Fischen und Lebensmitteln in Plastiktüten ist bislang mein Favorit.

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Abends gab es bei uns heute ein wenig Selbstversorgung: Nämlich Baguette und Käse. Beides Dinge, die wir in den letzten Wochen sehr selten hatten und somit auch ordentlich vermisst haben. Für zwei Baguettes haben wir übrigens 50 Cent bezahlt. Cool. War übrigens auch lecker. Danach sind wir noch auf einen Drink in die Backpacker Area gegangen, hier gibt es allerhand coole Läden, den erstbesten haben wir einfach mal genommen. Bei Conny gab es hier eine waschechte Kokosnuss mit entsprechender Kokosmilch drin. Die gibt es hier an jeder Ecke uns sind echt super erfrischend.

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Insgesamt gefällt es uns hier sehr gut und alles ist mit ein paar brocken Englisch relativ einfach zu regeln, deutlich einfacher als in China. Morgen gibt es dann wieder vietnamesisches Essen, haben wir spontan beschlossen.

Übermorgen geht es dann schon weiter nach Phnom Penh. Wir haben unsere ursprüngliche Planung nun auch das erste Mal über den Haufen geworfen, doch dazu dann in den nächsten Blogeinträgen mehr!

Morgen geht es zum Reunification Palace und zum War Remnants Museum, also weitere Aufarbeitung des Vietnam-Krieges, ganz schön harter Kram, aber muss man machen denke ich.

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Vietnam–Stopp in Singapur und Ankunft in Ho-Chi-Minh-City

Heute war es soweit und wir verlassen endlich China. Oha, jetzt habe ich “endlich” geschrieben. Naja, China war schon ein tolles Land mit super-freundlichen Menschen, aber nach etwa 5 Wochen reicht es dann auch mit China. Es gibt eine ganze Menge an kulturellen Unterschieden, die uns gehörig auf den Keks gehen und die wir in Südostasien nicht mehr – oder zumindest weniger – haben werden. Los ging es morgens um 10:45 mit dem Airport Bus A11, der von unserem Hostel für 40 HK$ direkt zum Airport fährt. Einfacher geht es nicht. im Vorhinein hatten wir irgendwo gelesen, dass man diesen Bus nicht nehmen soll, da er unpraktisch sein soll, aber das ist Blödsinn. Der Bus ist top!

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Nachdem wir eingecheckt haben, kam bei uns die erste Erleichterung, wir haben zwei Bordtickets. Warum das? Naja, wir haben auch zwei Flüge, nämlich von HK nach Singapur und dann von Singapur nach Ho-Chi-Minh-City in Vietnam. Leider liegen zwischen den beiden Flügen 13 Stunden Aufenthalt am Flughafen in Singapur. Der Fakt, dass wir zwei Bordkarten bekommen haben bedeutet nur, dass wir in Singapur nicht aus dem Transitbereich müssen, um unser Gepäck aufzusammeln und erneut einzuchecken. Alles klappt ohne unser zutun und wir sehen unser Gepäck erst in Vietnam wieder.

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Unser Flug ging mit Jetstar, das ist so in etwa das Ryanair Asiens. Wir hatten auch erwartet, auf dem Flug etwas vom Typhoon zu sehen, der irgendwo unsere Flugroute vor 1-2 Tagen passiert hatte, aber es war weitestgehend klares Wetter, von krassen Wetteranomalien war keine Spur. So kamen wir dann nach knapp 3,5 Stunden in Singapur an und hatten nun 13 Stunden totzuschlagen. Es gibt zugegebenermaßen schlechtere Orte als Singapur, um dies zu tun: Der Airport in Singapur hat Schlaf-Lounges, Gratis-Kinos und 24h-Fress-Bereiche. Yeah.

Es war trotzdem eine lange Nacht und der 2-Std-Flug von Singapur nach Vietnam am nächsten Morgen war dann auch nicht mehr das Zünglein an der Waage: Gerädert und Müde waren wir eh schon. Angekommen in Vietnam, mussten wir uns erstmal unser Visa organisieren. Wir haben im vorhinein nur einen Letter of Invitation bekommen, der bescheinigt, dass wir in Vietnam ein Visum bekämen, das eigentliche Visum konnte man nun hier für 45 Dollar und ein Passfoto erhalten. Den Letter of Invitation gab es übrigens Vorab über eine Visaagentur. Hat alles Problemlos geklappt.

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Vom Airport in HCMC (Ho-Chi-Minh-City) nehmen die meisten Reisenden ein Taxi, das kostet dann etwa 250.000 Dong und somit etwa 9€. Wir haben mal die Risiko-Variante gewählt und für 20.000 Dong den Bus genommen (Bus 251 fährt direkt vom Flughafen in die City). Das ist weniger als 1€, dafür auch etwas frickeliger beim Aussteigen und Hotel suchen. Ging aber alles. In Vietnam sind wir übrigens Millionäre, denn 1€ ist etwa 29.000 Dong wert.

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Nach kurzer Hotelsuche (Hausnummer 283 und nicht 238!!! Wer lesen kann ist klar im Vorteil!) und kurzem Einchecken, begeben wir uns direkt ein bisschen auf Erkundungstour. Unser erster Stopp ist ein Café, denn Vietnam ist für seinen Kaffee berühmt. Auch für seine Backkunst übrigens. Beides ist noch ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit, Vietnam war Kolonie von Frankreich. Conny meint übrigens, ihr iced white coffee wäre das beste Getränk auf der bisherigen Reise. Mein Milchshake war auch super! Weiter ging es zur Markthalle, wo wir ein bisschen gestöbert haben und Conny sogar eine gemütliche Hose gekauft hat. Etwas anstrengend ist es hier in Vietnam, dass man stärker als in China Dinge aufgeschwatzt bekommt. Brauchst du eine Uhr? Suchst du ein T-Shirt? Kann ich dir helfen? NEIN VERDAMMT! :-/

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Naja. Unser Nachmittag führte uns an diversen Kolonialbauten vorbei und in das ein oder andere Café, alles bis hierhin sehr relaxed. Auch ein kleiner Schauer konnte uns nicht aus der Ruhe bringen, sehr wohl aber ins Schwitzen. Hier sind es stets um die 30 Grad mit einer übelst hohen Luftfeuchtigkeit… da muss ich mich erst dran gewöhnen. Ansonsten haben wir uns aber beide spontan in HCMC verliebt. Eine tolle Stadt!

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Ein wenig hektisch wurde lediglich unsere Suche nach einem Abendmahl. Das geschah nämlich zufälligerweise gerade zur Rush Hour. Verdammt. Es sind hier ja normal schon unglaublich viele Mopeds unterwegs (und damit meine ich deutlich mehr Mopeds als Autos), aber Abends erreicht das wirklich irrwitzige Züge. Für Conny und mich, die tapferen Fußgänger, war nichtmal mehr auf dem Gehweg platz, denn dort fuhren, warteten oder parkten natürlich Mopeds. Es ist richtig krass. Morgen gibts mal ein Video dazu.

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Gefunden haben wir dann doch noch was, nämlich vietnamesisches Essen. Bei mir gab es einen Rice Pot und bei Conny Fried Noodles. Ursprünglich wollten wir Pancakes essen, aber wir haben den Laden nicht gefunden. Ob man es glaubt oder nicht, Pancakes sind etwas total typisch vietnamesisches. Wir haben die hier auch schon auf diversen Karten entdeckt, zum Beispiel mit Shrimps. Mal schauen, ob wir das noch testen.

Nach einem echt langen Tag, liegen wir nun erschöpft im Bett. Morgen gibts eine halbtagstour zu den Tunneln aus dem Vietnamkrieg und danach vielleicht wieder ein bisschen Kaffee. Smiley

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