Monatsarchiv: Oktober 2013

China–Angekommen in Hong Kong

Juchu, wir sind in HONG KONG! Nachdem wir gestern problemlos aus dem Hotel aus und in ein Taxi eingecheckt hatten, ging es zum Flughafen, an dem um 7 Uhr schon reichlich Betrieb war. Nach einiger Verwirrung, wo denn nun unser Schalter zur Gepäckabgabe ist, wurden wir unsere Rucksäcke dann doch recht zügig los. Ein klein wenig Verspätung hatte unser 7-stündiger Flug, dann aber ging es los.

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Auch dieses mal fühlten wir uns bei Emirates gut aufgehoben und konnten die Zeit dank der zur Verfügung stehenden Unterhaltungsauswahl ganz gut überbrücken. Mit zunehmender Näherung an Hong Kong machte sich dann bei mir Aufregung breit,- insbesondere über die Art, wie wir zu unseren Hostel (das Hong Kong Budget Hostel in Mong Kok) gelangen sollten und ob uns der Hostelbesitzer, welcher in vielen Berichten als unfreundlich beschriebe wurde, überhaupt aufnehmen würde. Wir hatten zwar eine Email geschrieben, dass wir nicht vor Mitternacht im Hostel sind, diese wurde jedoch lediglich mit “noted” beantwortet. Marcus allerdings hatte garkeine Bedenken. Nachdem wir am Flughafen von Hong Kong unser Gepäck aufgesammelt hatten, beriet uns sogleich eine nette Dame über die Möglichkeiten, vom Flughafen aus nach Mong Kok zu kommen, und schenkte uns sogleich diverse Infomaterialien und Stadtkarten.

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Also haben wir für 33 HK$ pro Person (etwa 3,30€) ein Busticket gekauft und sind mit der Linie A21 zum  Argyle Center gefahren,- die Busse sind Dopperdecker mit genügend Platz für Gepäck und sehr angenehm. Beim Aussteigen erfolgte dann bei mir der erste Kulturschock, insbesondere weil hier sooooo viele Menschen sind. Unglaublich. Das Hostel selbst haben wir recht schnell gefunden; es befindet sich im Sincere House mit etwa drölf anderen Hosteln und der Besitzer ist zwar introvertiert aber nicht unbedingt unfreundlich. Das Zimmer ist klein, aber alles ist da, am wichtigsten mit Klimanlage, aber ohne Fenster. Es sind zwar mit 30°C 10 °C weniger als in Dubai, aber die Luftfeuchtigkeit ist deutlich höher. Die Aussenansicht des Gebäudes bei Nacht ist oben auf dem mittleren Bild zu sehen Smiley. Abends noch kurz die Umgebung erkundet, ne Cola bei Mc Donalds getrunken und dann ging es ab ins Bett.

Hier schreibt Marcus mal weiter.

Morgens hieß es dann: Raus aus den Federn – trotz Jetlag – und Hong Kong erkunden! Conny kam nicht vor 5 Uhr zum Schlafen und war dementsprechend etwas gerädert. Aber hilft alles nichts. Wir haben uns in den Infounterlagen unserer netten Info-Dame vom Flughafen eine Walking-Tour zusammengebaut und sind direkt los. Die ersten Stopps waren der Flower Market und der Bird Park. Ersterer waren unzählige Floristen in 2 oder 3 Straßen beeinander. Conny war entzückt. Ich bin ja nicht so der Blumen-Freund. Direkt daneben gibt es eine Art Vogelmarkt, wo es zahlreiche Vögel und Vogel-Zubehör zu kaufen gab. Mir sind sofort die typisch chinesischen runden Vogelkäfige aufgefallen. Conny meint aber, die sind vielleicht garnicht typisch chinesisch. Man weiß es nicht.

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Von dort haben wir uns dann konsequent gen Süden gearbeitet. Unser Hostel liegt ja auf der Kowloon-Seite von Hong Kong und somit haben wir das Hafenbecken im Süden. Wir sind dann die Nathan Road einfach entlanggegangen, die scheint sich komplett von Norden bis Süden durch Kowloon zu schlängeln.

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Es gab natürlich überall viel zu gucken. Unzählige Geschäfte und Läden, die dann doch ein bisschen anders sind als bei uns zuhause. Auch wenn sie noch so westlich klingen, wie z.B. “7 eleven”, findet sich drinnen doch einiger ungewohnter kram. Conny verstören am meisten die getrockneten Muscheln. Mich faszinieren bislang am meisten die Gerüche. Überall in Hong Kong riecht es. Meistens tatsächlich gut, nämlich nach würzigem Essen. Das gibt es auch an allen Ecken und Enden direkt an der Straße, zu 99% sind das dann Dinge mit Fleisch auf Fleisch an Fleisch. Das war uns dann am ersten Tag etwas zu krass.

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Auf dem Weg nach Süden wurde die Nathan Road immer hübscher und es waren schließlich auch etwas weniger Menschen unterwegs. Das war ganz angenehm. Im Kowloon Park haben wir zwischendurch ein Päuschen gemacht. Da war sogar echt wenig los, lediglich ein paar Schildkröten machten im hiesigen Tümpel Schwimmübungen. Ebenfalls im Kowloon Park entstand folgendes Foto mitten in einer Ansammlung von Skulpturen von Comicfiguren. Wer hier den Maulwurf entdeckt, bekommt wieder einen Gummipunkt. Smiley

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Nach einiger Zeit sind wir dann auch am Wasser angekommen. Endlich. Und belohnt wurden wir mit einem Ausblick wo uns kurzzeitig die Spucke wegblieb. Wir haben ja bereits die ein oder andere Skyline gesehen in unserem Leben, aber sowas gehörte noch nicht dazu. Auf dem Foto kommt das glaube ich noch garnicht ausreichend rüber. Ein spektakulärer Anblick auf jeden Fall. Dahinter dann die Berglandschaft, von der wir glauben, dass dort auch der Victoria Peak ist. Ein toller Moment auf jeden Fall.

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Dementsprechend sind wir auch fotografisch erstmal ein bisschen eskaliert. Muss ja auch mal sein. Wir haben es aber auch genossen, den Horizont zu sehen und ein wenig offenen Ausblick, da man sich in Hong Kong dann doch sehr viel in Straßenschluchten bewegt und stets von Menschen umgeben ist.

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Wir sind dann die Promenade entlagegeschlendert und haben dabei diverse Flaschen Wasser vernichtet und jede Menge Sitzgelegenheiten in Anspruch genommen.

Und ab hier schreibt wieder Conny:

Da sitzen wir also nichtsahnend, wassertrinkend auf eine dieser Bänke und schauen uns die Skyline und die ganzen Asiaten an, als wir selbst, bzw. eher Marcus zu einer ganz eigenen Attraktion wird. Denn plötzlich kommen 5 Asiaten auf uns zu, ganz aufgeregt redend (wir natürlich kein Wort verstanden, weil kein Englisch) und freundlich lächelnd und bevor wir überhaupt verstehen, was ihr Anliegen ist, hat sich bereits eine der Damen zwischen uns gesetzt und die nächste macht Fotos von uns. Nach etwa 5 Fotos von den guten Menschen und uns verabschieden sie sich freundlich und ziehen, aufgeregt zum Abschied winkend, von dannen. Vor lauter Perplexität haben wir natürlich kein Bild machen lassen. Ich vermute ja, Marcus dichter Bart hat sie angelockt. Da sie auch kein Wort Englisch sprachen, haben sie vielleicht auch einfach noch nie echte Europäer gesehen. Fazinierend.

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Dort am Pier gibt es übrigens auch eine Art von Walk of Fame,- die Avenue of Stars,- wo chinesiche Filmgrößen verewigt wurden. Wir kannten allerdings nur sehr wenige, unter anderem Jackie Chan. Bruce Lee wurde zudem noch mit einer Statue geehrt, um welche sich auch zahlreiche Asiaten tummelten.

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Schließlich haben wir den Rückweg angetreten bei dem wir unverhofft in eine Verkaufshalle gelangten, welche meiner Meinung schon in Teilen der Halbwelt angehörte. Hier gab es haufenweise Elektronik und frittiertes Essen. Krass. In einem schickeren Einkaufszentrum zwei Straßen weiter konnte man sich verschiedene Sorten Frozen Joghurt zapfen, dekorieren und dann nach Gewicht bezahlen. Haben wir natürlich gemacht. Sehr süß, aber sehr lecker. Umgerechnet 2,40€. Kannste nix sagen.

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Und hab hier ist wieder Marcus dran mit schreiben:

Damit hatten wir den Nachtisch eigentlich bereits vor dem Hauptgang genossen, denn unser Hunger wollte dann doch endlich gestillt werden, wir hatten heute noch garnichts warmes. Wir wollten uns langsam an das Essen hier herantasten und haben uns an die fleischlastigen Grille an den Straße nicht rangetraut. Stattdessen probierten wir es mit einem Chicken Curry.

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Beim Bestellen haben wir Getränke zunächst noch höflich abgelehnt und ein “are you sure?” des Verkäufers dafür geerntet, nach dem ersten Probieren wussten wir auch warum: Das Gericht war ordentlich scharf! Wir haben es dennoch genossen, denn es war richtig richtig lecker und völlig anderss als Chicken Curry in der Heimat. Mit ein bisschen Reis haben wir dann auch die Schärfe in den Griff bekommen.

Unser Heimweg sollte dann noch am “Temple Street Night Market” vorbeiführen. Nachtmärkte sind hierzulande üblich, da es den meisten Leuten tagsüber einfach zu heiß ist um über den Markt zu gehen. Komisches feeling, wo ich doch letzte Woche noch in Paderborn auf dem Markt war und bitter gefroren habe. Auf dem Weg zum Temple Street Night Market sind wir irgendwie noch durch einen anderen Markt girrt, der ein paar Straßen weiter stattfand, dort hat Conny sich erstmal ein kleines ledernes Notizbüchlein gekauft und von 50 auf 30 HK$ heruntergehandelt. Ein Naturtalent. Sie nutzt ja derzeit schon ein kleines Notizbüchlein und schreibt da emsig alles Mögliche rein und irgendwann wird es sicherlich voll sein. Der Night-Market ist übrigens das rechte Foto, dieser andere Market auf dem linken.

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Wir haben den Temple Street Night Market dann auch noch erreicht und sind drüber geschlendert. Ich persönlich fand den Markt vorher eigentlich noch cooler. Da gabs nämlich deutlich mehr Technik und Gadgets Smiley Dieser hatte viel Schmuck und die umliegende Gastronomie hatte Außen-Sitzbereiche eingerichtet, was auch ganz nett ist. Sitzen kann man in Hong Kong eigentlich nirgends so richtig gut und alleine schonmal nirgends. Überall ist es eng und voller Menschen, daran werde ich mich wohl nicht mehr so richtig gewöhnen.

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Unser Heimweg war dann auch garnicht mehr so lang vom Nachtmarkt und wir sind mit sehr vielen anderen Menschen noch durch die Straßen marschiert. Das obige Bild gibt vielleicht einen kleinen Eindruck wie es hier des Nachts ausschaut. Es ist alles sehr sauber und geordnet, tiptop beleuchtet und voller Leuchtreklame. Nur die vielen Autos, Busse und Menschen sieht man da jetzt eher nicht so gut.

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Wir waren jetzt kurz in unserem Hostel und haben hier gechillt und gebloggt. So richtig viel Platz haben wir hier ja nicht. Das Bild hat zwar einen Sprung irgendwo zwischen Conny und dem TV, aber es gibt trotzdem einen Eindruck über unsere beengten Verhältnisse hier. So. Jetzt gehts nochmal raus. Wieder ne Cola bei McDonalds und dort übers WLAN diesen Artikel verschicken. Dann wars das auch für heute.

Morgen: Pre-Departure-Breefing vom DragonTrip, Lichtshow am Wasser, Picknick im Park, Tempel hier um die Ecke.

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Dubai–Wild Wadi und Relaxing

Um euch nicht täglich zuzutexten, fassen wir heute mal zwei Tage zusammen. Den Mittwoch und den Donnerstag. Mittwoch waren wir nämlich im WildWadiWaterpark und Donnerstag haben wir uns bereits mental auf die Abreise vorbereitet.

Der WildWadiWaterpark ist einer von mehreren “Erlebnisbädern” hier in Dubai. Von den Ausmaßen her natürlich absolut im Dubai-Style, nämlich riesig. Da viele Leute online von den hiesigen Erlebnisbädern schwärmen, mussten wir das natürlich auch mal testen.

Wir sind dann mit einem Taxi dorthin, das hat etwa 15 Minuten und 20 AED = 4€ gekostet. Den größten Teil der Fahrt war der Taxifahrer damit beschäftigt, den riesigen 20-Spurigen Highway zu überqueren. Luftlinie sind es vielleicht 3km von unserem Hotel zum WildWadiWaterpark. Der Eintritt in den Park ist zwar etwas teuer, aber dafür kann man dort einen ganzen Tag verbringen und das haben wir dann auch getan. Wir waren soweit ich mich erinnern kann etwa um 11:30 drin und sind dann auch bis zum Sonnenuntergang geblieben. Das ganze hat 275 AED pro Preson gekostet, das sind etwa 55€. Ganz schön happig. Manchmal gibt es wohl spezielle Online Rabatte, aber momentan leider nicht.

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Als erstes im Park bekommt man eine Karte, die einem alles andere als Maßstabsgetreu die Ausmaße des Parks vermittelt. Wir haben uns direkt erstmal verlaufen. Verdammt. Hat man sich einmal eine Liege gesucht und Handtücher (Man konnte gegen Geld welche leihen, wir hatten unsere Mikrofaser-Handtücher dabei) & Co. dort abgelegt, kann es direkt mit dem Rutschen losgehen. Wir haben uns also direkt mal einen Doppelreifen gekrallt, unsere wohlgenährten Körper hineinmanövriert und sind auf der ersten Rutsche direkt mal hängen geblieben. Peinlich. Ab jetzt also nur noch Einzelringe. Smiley

Die längste Rutschpartie ist wohl Rutsche Nummer 1, dort sind 11 Rutschen verbunden und man ist mal mindestens eine Viertelstunde unterwegs. Grandios. Hin und wieder gelangt man an Abzweigungen, wo freundliche Parkangestellte die angerutscht kommenden Touristen in die ein oder andere Rutsche weiterschieben, je nachdem wo man hin möchte.

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Insgesamt waren unglaublich viele Angestellte im Park unterwegs. Das Lohnniveau in Dubai kann nicht besonders hoch sein. Die meisten sind aber echt gut gelaunt und machen ständig kleine Späße. Ob das auf Anordnung ist lässt sich schwer sagen. Ich glaube aber, dass es schlechtere Jobs hier in der Region gibt.

Von der Kleidung her hatte besonders Conny die Sorge, dass wir mit Badehose und Badeanzug zu freizügig sind. Zumal auf den Werbevideos vom WildWadiWaterpark online Frauen nur Burkinis tragen und Männer Wasser-Shirts tragen. Aber alles kein Problem. Es waren kaum Burkinis und nur sehr wenige Männer mit solchen Shirts zu sehen. Die meisten Frauen trugen tatsächlich sogar Bikinis. Also alles wie bei uns.

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Zwischen dem Gerutsche haben wir immer mal wieder eine halbe Stunde oder eine Stunde Pause gemacht und auf der Liege ein wenig gelesen oder die Aussicht genossen. Der Park liegt direkt neben dem berühmten 7-Sterne-Hotel, das aussieht wie ein großes weißes Segel. Sehr beeindruckend.

Irgendwann war der Tag dann auch vorbei und wir hatten fast alle Rutschen mindestens einmal ausprobiert, also ging es wieder ab in Richtung Hotel. Und drei Kilometer Luftlinie schaffen wir doch wohl auch zu Fuß!

Auf dem Weg sind wir an den berühmten klimatisierten Bushaltestellen vorbeigekommen von denen man öfter liest, wenn man sich über Dubai schlau macht. Das sind tatsächlich kleine Häuschen mit Schiebetür, die eine Klimaanlage besitzen. Drinnen ist es schweinekalt. Auch vorbeigekommen sind wir vielleicht am Gelände für die Expo 2020. Wir sind uns nicht so ganz sicher. Da aber viele Schilder rings herum darauf verweisen, dass 2020 die Expo in Dubai ist, könnte es gut sein, dass das Gelände dort entsteht.

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Wir haben die Hitze auf jeden Fall überstanden uns sind kurz ins Hotel. Duschen, umziehen und dann zum Abendessen. Seit dem Frühstück gab es bei uns nichts. Heute steht zum zweiten mal “Shake Shack” auf dem Speiseplan. In der Mall lief noch eine Modenschau, die Conny sehr interessierte, uns aber nur kurz vom Essen abhielt. Smiley

Am heutigen Donnerstag war bereits unser letzter Tag in Dubai. Freitag morgen um 10:00 Uhr geht unser Flieger nach Hong Kong. Viel haben wir heute dann auch nicht mehr gemacht. Ein bisschen entspannen am Hotelpool, ein bisschen Lesen, ein bisschen Postkartenschreiben. Und: Kamelmilch probieren!

Insgesamt waren die paar Tage hier in Dubai sehr kurzweilig. Wüstentour, Burj Kahlifa, Waterpark, die Malls, die Palm. Alles sehr beeindruckend. Länger als ein paar Tage wollen wir hier allerdings nicht bleiben, dafür ist es dann doch zu teuer und auch ein bisschen zu warm. Unser Hotel war okay. Es war das Citymax Al Barsha. Lage und Preis waren sehr gut. In Hong Kong erwartet uns dann ein echt schäbiges Budget Hostel. Yeah.

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Dubai–Der Wüstentod

What a day! Während Marcus gerade halbtod auf seine Betthälfte sinkt, der festen Überzeugung, er sei “zu alt für diesen Scheiß”, versuche ich also das heute Erlebte zu verbloggen. Der Tag fing sehr entspannt mit Frühstück und dem Versuch, das Video im letzten Blogeintrag hochzuladen, an. Ab drei Uhr sollten wir uns in der Lobby bereit halten, um von North Tours am Hotel für eine Evening Desert Safari abgeholt zu werden. Diese hatten wir bereits im Voraus gebucht und auf einen Preis von 185 Dirham pro Person runtergehandelt.

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Diese Touren werden von verschiedenen Unternehmen angeboten und sind immer auch Massenveranstaltungen, die unter anderem den Weg in die Wüste, “Dune-Bashing”, Kamelreiten, Falkenhalten, Hennatatoo, Bauchtanzvorführung und ein Wüstenbarbecue beinhalten. Aber gegen Leute haben wir ja allgemein nichts Smiley. Tatsächlich mussten wir bis vier Uhr warten (alle anderen Gäste, die Touren bei anderen Anbietern gebucht hatten, waren schon abgeholt und ich bereits ein wenig stinkig) und wurden in einen Landcruiser nach ganz hinten verfrachtet, den wir uns im übrigen mit einem gut betuchten brasilianischen Geschäftsmann und seiner Frau sowie zwei phiippinischen Reisebüro-Mitarbeiterinnnen teilten. Eine sehr nette Gesellschaft. Zunächst fuhren wir etwa 1 Stunde, bis wir an einem Rastplatz anhielten, “um noch mal auf Toilette zu gehen”, dann aber sogleich von diversen Händlern die Vorzüge eines echten arabischen Kopftuchs nahegebracht bekamen. Schließlich, nach weiteren 10 Minuten Fahrt, wurde kurz Luft aus den Reifen gelassen, um dann zum “Dune-Bashing” zu gelangen. Hierunter versteht sich nichts weiter als eine brutal holprige und nervenaufreibende Wüstenralley, welche meinem Magen alles andere als gut tat, vom netten Brasilianer vor mir aber, Anfeuerungsrufe an den Fahrer von sich gebend, außerordentlich genossen wurde.

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Bevor die Motoren der Wägen dann zu heiß wurden, hielten alle und öffneten die Motorhauben, während wir, völlig durchgeschwitzt und torkelnd, den Ausblick in die Wüste genießen konnten. Von meinem Fazit und meiner Verfassung könnt ihr euch in diesem Video gerne ein Bild machen. Retrospektiv wars auch gar nicht so schlimm. Obwohl. Eigentlich doch.

Nach einer weitere rasanten Fahrt, bei der ich nun wirklich Mühe hatte, die Frühstücksreste bei mir zu behalten, ging es dann endlich ins Camp und der entspannte Teil des Abends begann. Hier konnte man: Kamelreiten (check), traditionelle Gewänder anziehen (check), sich ein Hennatatoo machen lassen (check), Shisha rauchen ( kein check), sich mit einem Falken fotografieren lassen (nicht check), Tänze bewundern (check) und ein Buffet genießen (check). Alles ohne Zusatzkosten. Cool. Das Camp ist natürlich ziemlich professionell mit Klo und allem, wenig traditionell, da diese Touren wirklich jeden Abend stattfinden. Schön war’s trotzdem, nicht zuletzt wegen der netten Gesellschaft.

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Ich habe ein wenig damit gerungen, eine Burka anzulegen, dann aber hat die Neugierde gesiegt und ich hab sie doch übergeschmissen,- das Kopftuch sitzt allerdings garnicht. Schweineheiß in sowas und echt nicht mein Ding. Marcus könnte glatt als Scheich durchgehen Smiley. Vielmehr Freude habe ich an meinem Hennatatoo, und auch die kleine Runde auf dem Kamel machte Spaß,-obwohl uns das Tier, das uns beide wohlgenährte Europäer schleppen musste, echt leid tat. Nach dem Bauchtanz zum Nachtisch ging es wieder Richtung Dubai, wo wir sicher vor unserem Hotel abgesetzt wurden, etwa um 21:30 Uhr.

Unser Fazit: der Trip war auf jeden Fall unterhaltsam und spaßig. Das Dune-Bashing ist nun wirklich nichts für schwache Nerven und nervöse Mägen, die Angebote im Camp aber vielseitig und schön. Ich hätte erwartet, dass uns an deutlich mehr Stellen  kostenpflichtige Angebote aufgedrängt würden, was aber nur an den Raststellen der Fall war. Ich würde die Tour auf jeden Fall empfehlen, jedoch mit dem Hinweis, im Preis zu verhandeln. Es ist wohl auch möglich, noch günstiger mitzufahren Smiley.

Nun muss ich meinen gestressten Magen gut zureden und ihn in den Schlaf wiegen. Gute Nacht!

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Dubai–The Palm, Hotel Atlantis, Burj Khalifa, Dubai Mall, Shake Shack

Ein ereignisreicher Tag war das heute. Es ist jetzt 23 Uhr und wir sind gerade wieder in unserem Hotel angekommen. Unterwegs sind wir eigentlich seit heute morgen 11 Uhr. Der erste Plan des Tages bestand darin, dass Hotel Atlantis on the Palm zu besichtigen. Das ist das berühmte große Luxushotel ganz vorne auf der aufgeschütteten Palmeninsel. Die Palme heißt hierzulande “The Palm Jumeirah” und ist leider nicht an das hiesige Metro-System angeschlossen, sondern hat eine eigene Monorail. Da wir aber die Taxikosten gescheut haben, sind wir bis zur nächst besten Metrostation und wollten von da zur Monorailstation laufen. Guter Plan. Der Weg zwischen den Stationen ist auch nur etwa 2km, jedoch ist Dubai wie wir ja schon wissen schweinewarm und außerdem nicht für Fußgänger gebaut. So fanden wir uns nach einiger Zeit völlig durchgeschwitzt zwischen großen Highways wieder und wussten uns nun nicht anders zu helfen als dann doch ein Taxi zu rufen. Die 10-minütige Taxifahrt zum Atlantis-Hotel hat dann auch nur etwa 3€ gekostet. Taxifahren ist also spottbillig. Garnicht billig ist leider das berühmte Aquarium im Atlantis, das sollte nämlich 150 AED, also etwa 30€ pro Person kosten. Haben wir dann mal nicht gemacht. Stattdessen haben wir uns den dortigen Wasserpark “Aquaventure” ein wenig von außen angeschaut und sind dann mit der beschaulichen Monorail zurück. Die Monorail ist zwar tatsächlich deutlich teurer als das Taxi, bietet aber grandiose Aussichten auf die künstliche Insel und das zugehörige Hotel.

Jetzt kam der Kracher des Tages. Wir wollten ja eigentlich von der Monorailstation wieder versuchen zu Fuß zur Metro zu kommen, jedoch wurden wir vom Monorail-Personal auf unsere Frage hin, wo es zur Metro geht, relativ kommentarlos in eine schwarze Limousine samt Chauffeur verfrachtet. Der fuhr uns dann auch innerhalb weniger Minuten zur nächstgelegenen Metro. Auf unsere Frage hin, was das denn so kostet, rechnete der Chauffeur eine Weile und meinte dann 30 AED. Etwa 6€. Verdammt. Unbezahlbar allerdings: Connys Gesicht, als sie plötzlich in der Limousine saß.

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Kurz einmal frisch machen und dann geht’s ab zum Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt mit etwa 824 Metern Höhe. Die Tickets hatten wir bereits aus Deutschland gekauft. Und zwar genau so, dass wir Dubai sowohl im Hellen als auch im Dunkeln sehen. Sonnenuntergang ist hier etwa 18 Uhr. Wieder sind wir mit der Metro hin, dieses mal aber kein Problem. Zwischen uns und dem Aussichtsdeck lagen jedoch noch 2,5 Stunden und die Dubai Mall, die wir uns erst noch anschauen wollten.

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Wir waren ja schon ein wenig geflasht von der Mall of the Emirates, so dass wir nicht so richtig damit gerechnet hatten, dass uns die Dubai Mall noch vom Hocker reißen könnte, aber weit gefehlt. Was hier alles aus dem Boden gestampft wurde, ist schon gigantisch. Die Mall ist nochmal um einiges größer, luxuriöser, architektonisch anspruchsvoller und unübersichtlicher als die Mall of the Emirates neben unserem Hotel. Besonders krass waren die Teile der Mall, die in typisch arabischem Stil gehalten waren und auch die Teile mit den besonders teuren Designer-Läden. Welche das jetzt waren weiß ich natürlich nicht, Conny kennt sich da besser aus als ich.

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Unser Observation-Deck-Ticket war für 17 Uhr. 16:45 sollte man da sein, 17:45 waren wir etwa oben angekommen. Von dort oben bot sich uns ein grandioser Blick über Dubai, der nur getrübt wurde durch den vielen Sand. Conny hatte das ja schon mal geschrieben, die Sichtweite hier ist durch Sand/Smog/Staub stets stark eingeschränkt und so konnte man selbst vom Burj Khalifa leider nicht “The Palm”, “The Palm Jameirah” oder “The World” sehen, die drei aufgeschütteten Kunst-Inseln. Sehenswert war es trotzdem. Alleine der Verkehr, der sich zur Rush Hour auf 20-Spurigen Highways durch Dubai schlängelt ist von dort oben hervorragend zu erkennen. Etwas anstrengend war, dass natürlich viele Leute um diese Zeit dort oben hocken und auf den Sonnenuntergang warten, um diesen dann mit ihrer schlechten Ipad- oder Blackberry-Kamera festzuhalten. Der Sonnenuntergang war aber wenig sehenswert, da die Sonne einfach irgendwann im Smog verschwindet, deshalb an dieser Stelle mal keine Fotos davon.

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Da wir ja mit einer ordentlichen Foto-Ausrüstung verreisen, konnten wir mit unserem Gorilla-Pod-Stativ sensationell gute Nachtaufnahmen von Dubai machen, auf die wir auch ein bisschen stolz sind. Das linke Bild zeigt den Blick nach Norden auf den Finanzdistrikt, das rechte Bild zeigt den Blick nach Osten auf die nähere Umgebung des Burj Khalifa, unten am Bildrand sieht man noch den See mit den Wasserspielen.

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Wasserspiele sind ein gutes Stichwort, die haben wir uns natürlich auch angeschaut und sie waren echt super. Wir haben drei Stück gesehen und zwar ab 19:40 im 5 Minuten-Rythmus. Ich weiß ja nicht, ob das regulär so ist. Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass die Wasserspiele alle 30 Minuten laufen, aber irgendwie wohl nicht. Wir haben die Show auch nicht alleine genossen. Elli hat uns ja einen kleinen Maulwurfn mitgegeben, der hat sich das Spektakel ebenfalls angeschaut. Wer den Maulwurfn auf dem folgenden Bild findet, bekommt einen Gummipunkt.

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Der Maulwurfn hat uns dann auch zur letzten Station des heutigen Tages begleitet, nämlich zum ShakeShack. Seit wir bei ShakeShack in New York vor 2,5 Jahren das erste mal gegessen haben, sind Conny und ich verrückt nach den Burgern dort und alleine der Fakt, dass es diesen Laden auch hier gibt, ließ uns fast Freudentränen vergießen. Also sind wir heute direkt hin und haben unser Tagesbudget mit einem grandiosen Abendessen gesprengt. Verdammt.

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Nur fürs Protokoll: Es war jeden Dirham Wert und das waren für das ganze Menü immerhin 140. Es ist und bleibt der leckerste Burger, den wir je gegessen haben.

Und jetzt? Sind wir so vollgefressen, dass wir nicht schlafen können.

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Dubai–Wir entdecken die Mall of the Emirates

Heute also der erste richtige, komplette Tag in Dubai mit Sonne und allem. Nach einem einem Blick aus dem Hotelfenster stellten wir fest, das wir die Skyline nur sehr diesig sehen,- wegen Smog, Staub, Sand,-wahrscheinlich allem. Auch der Blick vom Hoteldach bot kein klareres Bild, – der Burj al Khalifa befindet sich samt Skyline am rechten Bildrand, ist aber auf dem Foto wirklich nur zu erahnen. Besser zu sehen der Burj al Arab in der Mitte neben dem Pfosten, der so segelartig aussieht und daneben das Atlantishotel auf der aufgeschütteten Jumeira Palme.

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Besser auf dem Dach zu genießen als den Aublick: den Pool. Bei der Bullenhitze haben wir das nur zwei Stunden ausgehalten und und sind dann verschwunden, um die mächtige Hall of the Emirates direkt neben dem Hotel zu begutachten.

Zugegebenermaßen hat uns die Halle sehr beeindruckt. Die schiere Größe, das Angebot an so wirklich allen internationalen Marken, vielleicht am meisten das Vorhandensein eines Shake Shack Ladens,- die besten Burger der Welt, wir werden definitv dort nochmal essen die Tage,-sind einerseits krass. Auch die Skihalle auf dem Dach, bei Außentemperaturen von 40°C, ist, wenn auch der Sinn oder Unsinn diskutiert werden kann, ist unglaublich. Aber eben auch die Mall an sich, ihre Architektur, die Sauberkeit, die man in der Wüste vielleicht nicht immer erwartet, und das Publikum haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Trotz der Markenvielfalt lohnt sich das Shoppen, wenn man den wollte, übrigens unsrer Meinung nach nicht in der Mall, da die Preise nicht günstiger sind als in Europa.

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Besonders angetan waren wir übrigens von dem coolen Gefährt des jungen Knaben. Er schien auch ganz eifrig bei der Sache zu sein. Der Carrefour hat sich dann als Nahrungsquelle des heutigen Tages erwiesen. Eine gute Wahl! Die Auswahl dort ist riesig, und es werden Gewürze und allerhand Nahrungsmittel bazarmäßig aus Säcken verkauft! Wir haben uns fürs Abendessen aber doch für Hummus, Baguette und Käseblätterteigröllchen entschieden. Bezahlbar (ca 10€) und lecker! Nam nam Hummus,- der Name ist Programm!

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Für Melle haben wir diese allerliebsten Tassen fotografiert,- wir mussten direkt an dich denken! Gewöhnungsbedürftig ist sicherlich das Händchen-Halten-Verboten Schild, an das man auf Flatscreens erinnert wird; tatsächlich haben wir auch nur ein Paar gesehen, was dem nicht befolgt ist. Kleidungsmäßig ist es übrigens weniger streng als befürchtet hier. Klar sehen wir jede Menge Burkas und viele Kopftücher, aber auch ebenso viele Shorts und Kleidchen,- nur nicht am selben Publikum. Erschöpft vom vielen Umhergelaufe und Gestaune haben wir uns dann nochmal an den Pool gelegt und anschließend,- da wir schon dem Käsekuchen der Cheesecake-Factory für gepfefferte 7€ das Stück widerstanden hatten,- unseren Hunger gestillt. Insgesamt also ein recht ruhiger und erholsamer Tag nach den Aufregungen der letzten Wochen! Und wer uns erzählen kann, warum in den Klos der Mall Schläuche angebracht sind, bekommt nen Hummuskeks!

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