Monatsarchiv: März 2011

USA 2011 – Day 14

Heute heißt es: Bye bye Vegas und damit auch, was noch viel schlimmer ist, bye bye yakuzzi! Das Ziel heißt Bakersfield, als Zwischenhalt ist das Death Valley eingeplant. Zunächst geht es wieder auf einsame, meilenweit in den Horizont reichende Straßen, die durch immer kärglichere Landschaften führen. Doch sie bieten jede Menge Fotostoff.

USA 2011 - Tag 14 016 USA 2011 - Tag 14 010 USA 2011 - Tag 14 013

USA 2011 - Tag 14 019

Marcus Pornobrille leistet dabei als Spiegel gute Dienste, wirklich sehr künstlerisch.

Ein wenig Sorge macht uns der Sprit, wird er reichen und wann gibt es die nächsten Tankstellen? Den ersten Tankstopp machen wir ins Pahrump und kommen so ohne Probleme erstmal ins Death Valley herein.

USA 2011 - Tag 14 022 USA 2011 - Tag 14 026

Am Eingang zum Nationalpark begrüßt uns dann auch gleich ein Schild, und es ist auch dort schon reichlich heiß. Doch es geht noch heißer, wie wir bald merken. Zunächst zahlen wir den obligatorischen Fee (am Automaten) und machen und auf den Weg zum Dante’s View, von dem man, immerhin über 1000m hoch gelegen, einen tollen Blick haben soll.

USA 2011 - Tag 14 035

Die Straße zum besagten Ausblick ist irgendwann dann auch nur noch für Wagen unter 7m Länge befahrbar und eher marginal gesichert. Marcus hatte seinen Spaß beim Fahren Smiley. Der Ausblick hat sich dann aber wirkliuch gelohnt, insbesondere in das Badwater Basin, in dem eine Salzwüste einen adretten weißen Schimmer hinterlässt. Besonders interessant ist, dass der tiefste Punkt dort ganze 86m (!!!) unter dem Meeresspiegel liegt. Das ist übrigens auch der tiefste Punkt der USA.

USA 2011 - Tag 14 040_stitch

Wie man sieht, bin ich von der Landschaft völlig hin und weg. Hat mich wirklich beeindruckt. Und dabei haben wir noch garnciht alles gesehen!

USA 2011 - Tag 14 045

USA 2011 - Tag 14 046_stitch

Denn schnell machen wir uns auf den Weg zum Zabriski Point, einem weiteren berühmten Aussichtspunkt. Unterwegs kommen wir an dieser interessanten Landschaft vorbei. Man könnte meinen, wir befinden uns in einer Sandwüste, doch es handelt sich tatsächlich um Gesteinsformationen.

USA 2011 - Tag 14 063_stitch

 USA 2011 - Tag 14 065 USA 2011 - Tag 14 069

Die bizarren Formationen am Zabriski Point selbst (oben rechts) sowie wohl auch die anderen, sind übrigens aus dem Zusammenspiel der Überbleibsel eines Sees, der einemal das Death Valley gefüllt hat, Vulkanasche und Erdbeben entstanden. Wir finden, die Steinen sehen aus wie ein Gletscher.

Nachdem wir also schon Gesteins- und Salzwüste gesehen haben, machen wir uns auf den Weg zu Stovepipe Wells, einem Ort mitten im Death Valley, wo es eine Tankstelle gibt. Kurz davor finden wir dann auch noch eine richtige Sandwüste mit hauchfeinem Sand, man hätte denken können, wir sind in der Sahara. Zumindest die Temperaturen stimmen, ich glaube fats zu zerfließen. Gefühlte 40°C, und wir haben Anfang März! In Stovepipe Wells gönnen wir uns außer einer Tankfüllung auch noch ein Eis. Wir nehmen eins, das aussieht wie Nogger und schmeckt wie altes Vanilleis in Oreokekskrümeln gewendet. Eine Enttäuschung. Dann machen wir uns endgültig auf den Weg nach Bakersfield. Dazu fahren wir noch Ewigkeiten durch das Death Valley, gewinnen richtig an Höhe und treffen auf der letzen Aussichtsplattform auf totale Stille ncoh auf diese Gedenktafel des “Padre of the desert”. Der ist zwar mal dort vorbei gekommen, hatt mit dem Death Valley aber sonst nichts zu tun. Hauptsache aber da steht was zum Gucken. Fazit: das Death Valley ist eine beeindruckende Landschaft. “Death” ist dort übrigens auch der Radioempfang, unsere Fahrt wird lediglich durch melodisches Rauschen untermalt.

Weiter ging es dann in die untergehende Sonne, ebenfalls auf Straßen ohne Ende.

USA 2011 - Tag 14 089 USA 2011 - Tag 14 092

USA 2011 - Tag 14 096

USA 2011 - Tag 14 105_stitch

Besonders beieindruckend war dann noch der Aublick auf das Gebirge auf der anderen Seite des Valleys. DIe Berge begleiten uns dann auch noch gefühlt bis Bakersfield, wo wir gegen halb acht ankommen, uns ein Zimmer im Holiday Inn Express buchen und dann bei Denny’s etwas zu Abend essen. Das Essen war okay, auch wenn Marcus etwas skeptisch guckt Zwinkerndes Smiley. Die Tankfüllung hat erstaunlicherweise auch bis Bakersfield gereicht. Hätte nicht gedacht, dass wir mit zweimal tanken durchkommen.

USA 2011 - Tag 14 113 USA 2011 - Tag 14 114

Der Ritt hat uns dann doch recht müde gemacht, sodass wir (mal wieder) recht früh einschlafen. Spätestens heute aber sind wir froh, einen Tempomat zu haben.

Kategorien: Amerika, USA | Hinterlasse einen Kommentar

USA 2011 – Day 13

Früh morgens geht es los in Richtung Grand Canyon. Heute steht die längste Autofahrt des Urlaubs auf dem Programm. Wir hatten beschlossen, den Grand Canyon als Tagestour von Las Vegas aus zu besuchen und nicht z.B. in Williams oder Flagstaff zu übernachten, da wir am nächsten Tag eh weiter in Richtung Bakersfield wollten. Also auf gehts zu 2x 5 Stunden Autofahrt.

USA 2011 - Tag 13 004

Die Straßen sind sehenswert wie eh und jeh. Alleine der Asphalt in der Landschaft ist eigentlich schon grandios, besser noch wenn die Straße bis zum Horizont geht. Das faszinierende an den Landschaften ist eigentlich die Weite. Sowas kennt man von zuhause garnicht wirklich.

USA 2011 - Tag 13 013

Gefahren sind wir über Kingman und Williams, wo wir auch je einmal getankt haben. Wir hatten vorher ein wenig Angst, dass wir auf den einsamen Straßen irgendwann keinen Sprit mehr haben, aber das passierte uns nichtmal ansatzweise. Nach 4:45h waren wir dann auch schon relativ fix am Ziel, nämlich dem Grand Canyon Nationalpark.

USA 2011 - Tag 13 014

Als erstes viel auf, dass es hier schweinekalt war.Das könnte daran liegen, dass wir auf fast 2.000m Höhe sind. Das nächste was auffiel war, dass rings um den Grand Canyon nicht etwa Wüste ist, wie man auf den bildern meinen könnte, sondern Bewaldung, aber das sieht man auf den Fotos später noch besser. Nach einem kurzen Besuch im Visitors Center haben wir uns eine 2-3 Stündige Tour zusammengestellt und zogen los, erstmal den nächstgelegenen Aussichtspunkt zu suchen. Bislang hatten wir ja noch nichts vom Grand Canyon gesehen.

USA 2011 - Tag 13 018_stitch

Der Effekt am Aussichtspunkt ist einfach grandios. Man kommt aus den Bäumen heraus und sieht diese Landschaft! Auch hier ist die Weitläufigkeit des Ganzen auch wieder sehr krass und mit Fotos eigentlich garnicht so richtig festzuhalten.

USA 2011 - Tag 13 031_stitch

Wir sind dann einen kleinen Rundweg mit massenhaft Touristen entlanggeschlender und haben die Aussichten genossen, bevor wir dann das Ganze mal aus einer anderen Sicht sehen wollten. Im Nationalpark fahren von überall gratis Bus-Shuttles ab, mit denen man zu den einzelnen Punkten fahren kann, zwischen denen man auch wandern kann.

USA 2011 - Tag 13 039 USA 2011 - Tag 13 042

Wir sind mit 2 Busshuttles erstmal zum Hopi-Point gefahren und von dort zum Powell-Point gewandert. Naja. Was heißt Wandern… das Ganze war nichtmal ein Kilometer. Smiley

USA 2011 - Tag 13 Spiegelreflex 044

Sehenswert war es trotzdem. Und von hier konnte man auch nochmal ganz ordentlich die Bewaldung am Grand Canyon sehen. Auf dem unteren der beiden Bilder sieht man massenhaft Wald auf den Felsen.

USA 2011 - Tag 13 044_stitchUSA 2011 - Tag 13 050_stitch

Nach 3 Stunden ging es dann auch so langsam auf den Rückweg, wir wollten schließlich nicht zu spät wieder in Vegas ankommen. Auf dem Weg haben wir noch ein Stückchen der alten, abgesperrten Route66 gesehen, für mehr Strecke auf der ausgeschilderte “Historic Route 66” hat es leider nicht gereicht, denn die Sonne ging dann schon unter und im dunkeln ist das Ganze ja eh etwas witzlos.

USA 2011 - Tag 13 058

Gegen 21:30 Uhr waren wir im hell erleuchteten Vegas wieder angekommen. Als kleine Belohnung für die viele Fahrerei gab es dann noch ein Ben&Jerry’s-Eis. Wir nutzten auch die Chance nochmal, ein wenig Geld zu verzocken, allerdings wieder wenig erfolgreich. Zuletzt gab es noch das standesgemäße Bad im Jakuzi und dann lockte das Bettchen.

Kategorien: Amerika, USA | Hinterlasse einen Kommentar

USA 2011 – Day 12

Hoover Dam, Baby! Von Las Vegas aus geht es heute erstmal rüber zum Hoover Staudamm, der ist nur ne gute halbe Stunde von Vegas entfernt. Später am Tag wollen wir uns auch ein wenig in Vegas austoben, man gönnt sich ja sonst nichts. Der Tag beginnt also im Auto. Ohne Frühstück. Echt jetzt. Frühstück gab es erst, als wir schon am Hoover Staudamm angekommen sind und für völlig überhöhte 7$ unser Auto abgestellt haben. Wir hatten noch Toast und Peanutbutter am Start, die musste für’s Frühstück herhalten.

USA 2011 - Tag 12 002

Am Hoover Dam hat man die Wahl zwischen drei Touren die man machen kann und für uns stand fest, dass wir eine machen wollen, da Conny die Generatoren sehen wollte. Fiese Maschinenbauer. Wir haben uns dann für die mittelgroße Tour für 11$ pro Person entschieden, diese inkludierte einen Pathos-geschwängerten Propaganda-Film, eine Ausstellung, eine kleine Erklärungs-Show und eben die Tour zu den Generatoren.

Der Film war wie bereits erwähnt schon sehr typisch amerikanisch aufgezogen, von wegen wie die schlauen und kreativen und arbeitssamen den MIGHTY COLORADO RIVER bezwingen und so. Daumen Hoch, Präsentieren können se sich. Danach ging es mit dem Aufzug ein paar Etagen tiefer, wo uns dann unser Tourguide, nennen wir ihn mal Frank, ein wenig erläuterte.

USA 2011 - Tag 12 006

Der erste Stopp waren aber nicht die Generatoren sondern eins der Zuflussrohre zu den Generatoren. Durch das auf dem linken Bild zu sehende Rohr flossen, wenn ich mich recht entsinne über 9.000 Gallonen Wasser pro Sekunde. Die gesamte Plattform auf der wir standen vibrierte aufgrund der Wassermassen die durch das Rohr jagen. Das war schon saubeeindruckend. Weiter ging es zu den Generatoren, wo Conny dann hin und weg war. Es gib 8 auf der Nevada- und 9 auf der Arizona-Seite des Dams. Auf dem rechten Bild ist der Blick entlang der 8 Generatoren auf Nevada-Seite zu sehen. Ich hab leider vergessen, wieviel Strom sie letztendlich produzieren, ist aber im Stromnetz hinterher weniger als 1%.

USA 2011 - Tag 12 007 USA 2011 - Tag 12 011

Dann ging es auch schon wieder hoch und aus dem Visitors-Center raus. Als Insider-Tipp hat uns Frank mitgegeben, im alten Exhibition-Center vorbeizuschauen, was wir dann auch gemacht haben. Dort gab es ein Modell der Landschaft in den Staaten Utah, California, Nevada, Arizona und noch irgend einer. Mithilfe einer Licht-und-Stimme-Show, die bestimmt noch aus den Anfangszeiten des Hoover-Dams in den 1930er Jahren stammt (da begannen auch schon die Tours durch den Damm), wurde dann nochmals sehr begeistert darüber berichtet, was für Vorteile der Mensch dadurch hat, dass die vielen fleißigen Amerikaner damals in der Great Depression diesen revolutionären Damm gebaut haben. Interessant war es trotzdem, es gibt nämlich entlang des vom Hoover Dam angestauten Colorado River mindestens mal 10 weitere Dämme. Krass.

USA 2011 - Tag 12 017_stitch

Dann gings ins Freie und endlich auch auf dem Damm. Wir sind dann einmal auf die Andere Seite gelaufen, nach Arizona quasi. Dieser Spaziergang hat uns etwa 1:10 Stunden gekostet auf dem Hinweg. Auf dem Rückweg hingegen waren wir eher angekommen als wir losgelaufen sind. Zwinkerndes Smiley Die Zeitverschiebung macht es möglich.

USA 2011 - Tag 12 024 USA 2011 - Tag 12 026

Das Bauwerk ansich ist schon faszinierend. Und da kann einem schonmal schwindlich werden bei dem Blick hinunter. Man kann übrigens auch drüber fahren, haben wir aber nicht gemacht.

USA 2011 - Tag 12 028_stitch

Conny fand die ganzen Stromleitungen von den Generatoren hin ins weite Land auch noch ein bisschen spannender als den Rest des Damms. Die Strommasten waren auch interessant angebracht, das muss man zugeben. Die hängen nämlich einfach irgendwie schräg am Berg.

USA 2011 - Tag 12 043_stitch

Nach der ausgiebigen Besichtigung der Strommasten begaben wir uns dann auch mal auf den Rückweg. Immerhin wartet Vegas auf uns. Bevor wir uns in die krasseste aller Städte stürzen, aber nochmal eine kurze Verschnaufpause in unserer Spa-Suite. Hier mal exemplarisch Conny in unserem Whirlpool.

USA 2011 - Tag 12 054

Dann gings los. Erster Stopp: The Venetian. Das Venetian war mir am positivsten in Erinnerung von meinem Besuch in Vegas vor über 10 Jahren. Im Venetian fliesst im 1. Stock ein kleiner Kanal an dessen Ufern sich Geschäfte aneinanderreihen. Damit nicht genug: Auf dem Kanal fahren auch kleine venezianische Gondeln mit singenden Gondolieren. Grund genug uns erstmal einen Belgian-Chocolate-Shake bei Häagen Dasz zu kaufen und die ganze Atmosphäre ein bisschen zu genießen.

USA 2011 - Tag 12 060

Es gibt auch einen nachgebauten Marcus-Platz mit Cafés und Restaurants und sogar Straßenkünstlern. Sehr faszinierend. Der Himmel ist übrigens gemalt und wird je nach Tageszeit entsprechend beleuchtet, Abends wird es also auch dunkel. Letzteres gibt es allerdings auch in der Ladepassage des Caesar’s Palace. Da sind die Häuschen dann nicht venezianisch sondern antik gestaltet. Bevor man den Kanal erreicht und bevor man danach wieder nach draußen kommt, gelangt man natürlich durch das Casino. War klar.

USA 2011 - Tag 12 062_stitch

Wieder auf der Straße, haben wir uns mal auf die Suche nach einer Bushhaltestelle gemacht, um mit dem Bus nach Downtown Las Vegas zu fahren. Downtown Las Vegas erstreckt sich um die Fremont-Street und ist eigentlich das “klassische”, alte Las Vegas. Die bekanntesten Casinos sind vermutlich das “Golden Nugget”, welches sich nach einem kleinen Godlklumpen benannt hat, und das “4 Queens”, von dem ich grade mal kein Bild am Start habe.

 USA 2011 - Tag 12 072 USA 2011 - Tag 12 073

Dort haben wir dann auch ein wenig gezockt. Im “modernen” Vegas gibt es leider keine Plastikbecher mehr, ebensowenig Münz-Slot-Maschinen. Alles ist auf Plastik und Bills umgestellt, sehr zu unserer Enttäuschung. Umso erfreulicher, dass wir hier noch ein Casino mit Münzautomaten gefunden haben, an dem wir richtig klassisch etwas spielen konnten.

Zwischenzeitlich hatte Conny sogar richtiges spielglück und hat ein bisschen was gewonnen, aber am Ende ist es so wie es sein soll: Die Bank gewinnt. Macht nix, war ja eh erwartet. Zurück auf den Las Vegas Strip also. Wieder mit dem Bus.

USA 2011 - Tag 12 082

Gegessen haben wir auch noch garnichts. Ursprünglich wollten wir im Paris-Hotel etwas essen, um von dort aus ein wenig auf die Bellagio-Fontänen zu gucken, allerdings war es inzwischen ein wenig am sand-stürmen, sodass wir den Plan relativ schnell verwarfen und stattdessen zu “Gonzales y Gonzales” gingen, um mal richtig fieses mexikanisches Essen zu testen. Bei mir gab es einen “Fajita Burrito Grande”, lecker mit Chicken drin und so. Bei Conny gab es Tortilla mit gegrilltem Gemüse.

USA 2011 - Tag 12 087

Wie man auf dem Bild sieht, dampfte das Essen sogar noch fies, als es zum Tisch kam. Der Service war in dem Restaurant auch echt grandios. Es macht sich schon bemerkbar, dass die Kellner sich komplett durch Trinkgeld finanzieren. Selbst als ich mich bekleckert hatte, war der Kellner sofort mit ein paar Servietten zur Stelle. Er hat dann auch ein entsprechendes Trinkgeld bekommen. Muss schon sein.

Vollgefressen und zufrieden, haben wir uns noch eine Runde im Yakuzi gewälzt, bevor wir zufrieden weggeschlummert sind.

Kategorien: Amerika, USA | Hinterlasse einen Kommentar

USA 2011 – Day 11

Nachdem wir uns morgens im King-sized-bed im Hotel erstmal ne weile suchen mussten, kamen wir auch relativ schnell in Schwung. Ein kurzes Frühstück an der Self-Service-Waffle-Machine – nom nom nom – dann auschecken und schon waren wir auf dem Weg. Heute auf dem Plan: Die Fahrt nach Las Vegas mit kurzem Stop im Joshua Tree Nationalpark. Wir sollten etwa 6 Stunden Fahrt haben, los gings um 8:30 Uhr.

USA 2011 - Tag 10 und 11 050

Die erste Schicht hat freiwillig Conny übernommen, sie will lieber einsame Landstraßen fahren als verstopfte Stadtstraßen, die darf ich dann machen ^^. Naja es blieb auch alles überschaubar mit dem Verkehr und landschaftlich bot unsere Tour auch einige grandiose Aussichten auf Gebirge, Hügel und Wüsen. Das erste echt witzige Bild ist das obige, Conny meint es könnte auch eine Werbung für eine Speditionsfirma sein. Brummis sieht man übrigens auf amerikanischen Straßen erstaunlich selten, ebenso wie Baustellen oder Unfallfahrzeuge. Nicht eins haben wir bis zum Ende des Tages gesehen. What goes wrong in Germany?

USA 2011 - Tag 10 und 11 051

Nach einiger Zeit kam direkt die nächste Herausforderung: Tanken in den USA. Zunächst mussten wir mit Hilfe von freundlichen Natives ergründen, dass unser Auto “Regular”-Sprit benötigt und dass man, sofern man keinen ZIP-Code innerhalb der USA hat, im Shop vorrauszahlen muss, bevor man tanken kann. Wir hatten aber zuviel vorrausgezahlt… mist! Die Tankstellenfrau sprach ungefährt genausoviel Englisch wie wir in der 5. Klasse und so gingen wir davon aus, dass wir die übrige Kohle im Tankstellenshop verprassen müssen. Mussten wir aber garnicht. Wurde der Kreditkarte wieder gutgeschrieben. Macht nix. Pepsi, Snapple und zwei Snickers brauchten wir bestimmt eh…

Nach insgesamt etwa 2 Stunden haben wir bereits den Joshua Tree Nationalpark erreicht. Der ist relativ unbekannt wird aber von denen, die da waren stets empfohlen, so dass wir den Stop unbedingt machen wollten. Eine kurze Beratung im Visitors-Center was man in 1-2 Stunden so alles am besten anschaut und ab in den Nationalpark. Die Bäume heißen übrigens Joshua-Trees, weil sie manchmal so ausschauen, als würden sie die Arme ausbreiten und da haben die ersten Siedler an den biblischen Joshua gedacht und sie so genannt. Grandios!

USA 2011 - Tag 10 und 11 066

Auch wenn der Joshua Tree Nationalpark zu den kleineren Nationalparks gehört, hindert ihn das nicht daran, durchaus weitläufig zu sein. Selbst um einen Bruchteil des Nationalparks zu durchfahren braucht man mindestens die 1-2 Stunden die wir jetzt eingeplant hatten. Darüberhinaus haben wir noch einen winzigen 1-2km Wanderweg mitgenommen, um uns ein wenig im Natuinalpark umzusehen.

USA 2011 - Tag 10 und 11 067 USA 2011 - Tag 10 und 11 Spiegelreflex 015

Unser kleiner Wanderweg führte durchs “Hidden Valley”, ein kleines von Felsen eingeschlossenes Tal. Insgesamt war das Gelände im Nationalpark durchaus Variationsreich. Während wir zunächst durch Steppenähnliches Gebiet gefahren sind, war das Hidden Valley schon nochmal steiniger, staubiger und noch weniger bewachsen als der Rest des Nationalparks. Auch die JoshuaTrees waren dort nicht mehr in der Fülle vorhanden.

USA 2011 - Tag 10 und 11 058_stitch

Stattdessen gab es aber inige vertrocknete Bäume und Büsche, die dafür sehr pitoresk waren, haben wir also auch erstmal direkt fotografiert. Für mich waren selbst die 1-2km auf dem Wanderweg ein bisschen viel, mein kleiner Husten hat sich zu einer ausgewachsenen Erkältung gemausert, wie in jedem Urlaub. Verdammt!

 USA 2011 - Tag 10 und 11 087 USA 2011 - Tag 10 und 11 090

Weiter ging es dann zum “Key View” dem höchsten Aussichtspunkt des Parks, von wo man angeblich bei gutem Wetter bis nach Mexiko gucken kann. Das Wetter was wir hatten war leider nicht ganz so grandios und selbst wenn hätte ich jetzt auch nicht genau gewusst wo die mexikanische Grenze verläuft. Eine grandiose Aussicht hatten wir dennoch. Die Pause haben wir dann auch direkt mal dazu genutzt uns ein Toastbrot mit Peanutbutter zu schmieren, sozusagen als Mittagspause.

USA 2011 - Tag 10 und 11 092_stitch

Bevor wir den Nationalpark hinter uns ließen, kamen wir noch an einigen grandiosen Landschaften mit Joshua Trees vorbei, wo mir folgendes wie ich finde grandioses Foto gelang. Wie gemalt.

USA 2011 - Tag 10 und 11 096

Unser weiterer Weg führte uns über lange, einsame Straßen, unter Anderem auch die Old-Route-66, die sich aber auch nicht weiter von anderen leeren Straßen unterschied. Die ganze Landschaft war so leer, dass

  • wir ungestört am Wegesrand pinkeln konnten
  • wir gewarnt wurden, dass es 145 Meilen lang keine Tankstelle gibt
  • die Ortschaften, die groß augeschildert waren, nur aus 2 verfallenen Häusern bestanden

Dementsprechend präsentiert sich auch das verfügbare Bildmaterial. Viel Straße. Schön wars.

 USA 2011 - Tag 10 und 11 097 USA 2011 - Tag 10 und 11 102 USA 2011 - Tag 10 und 11 106

Nach noch mehr Straße im Anschluß von mehr Straße und Straße kamen wir nach nur etwa 4 Stunden in Las Vegas an. Nach kurzer Verwirrung auf dem vielbefahrenen Las Vegas Strip, fanden wir auch unser Hotel relativ schnell. Zugegeben, es ist auch schlecht zu verfehlen. Es trägt den Namen “New York New York” und bildet die Skyline von New York nach.

Nach dem schnellen, unkomplizierten Einchecken, sind wir so schnell wie möglich auf unser Zimmer geeilt, schließlich wollten wir mal mit eigenen Augen sehen, was wir uns von Deutschland aus zu zusammengebucht hatten: Eine sog. “Spa-Suite”. Besonderes Merkmal: Whirlpool im Schlafzimmer! Sehr geil! Und in Live nochmal geiler als auf Fotos oder Videos! Getestet wird es aber erst später.

USA 2011 - Tag 10 und 11 117_stitch

Wir konnten es auch nicht lassen, den ersten Dollar direkt zu verzocken. Am einarmigen Banditen. Da gibt es heute sogar mal ein kleines Video von.

Etwas gegessen haben wir auch noch kurz. In unserem Hotel gibt es allerlei New-York-Style-Food, also haben wir uns da eine schmackhafte New-York-Pizza gegönnt, am nachgebauten Times Square.

USA 2011 - Tag 10 und 11 122

Da es schon ein wenig dunkelte, sind wir dann relativ zügig losgegangen, denn wir wollten am heutigen Abend noch kurz die Wasserspiele vor dem Bellagio und die Einkaufspassage im Caesar’s Palace begutachten, bevor wir dann endlich den Yakuzi (Whirlpool) testen. Von Außen machte sich unser Hotel übrigens auch ganz gut.

USA 2011 - Tag 10 und 11 147

Das Wasserspiel war sehr sehenswert, es spielte dazu die “Pink Panther”-Musik… sehr cool! Im Caesar’s Palace war dann noch eine fiese Atlantis-Show, die war aber weniger der Knaller. Nach dem kurzen Ausflug waren wir dann auch recht fertig nach dem langen Tag und machten uns relativ schnell wieder auf den Heimweg.

USA 2011 - Tag 10 und 11 134

Kurz vorm ins Bett gehen sind wir auch noch in unseren Yakuzi gestiegen, von dem berichten wir aber morgen oder so mal mehr.

Kategorien: Amerika, USA | Hinterlasse einen Kommentar

USA 2011 – Day 10

Heute wird erstmal ausgeschlafen. Bei mir klappt das auch ganz gut, Marcus ist aber schon um 8 Uhr wach, sodass wir doch wieder früh aufstehen, bloggen und mit der Heimat telefonieren. Gute Besserung an dieser Stelle an die arme kranke Elli. Schließlich machen wir uns auf den Weg zum Frühstück, wo es gegen neun Uhr von Engländerinnen wimmelt, die die ganze Theke blockieren, weil sie unbedingt Rührei und BAcon brauchen, beim warten auch schön noch Müsli im Stehen verputzen. Wir begnügen uns mit Erdnussbuttertoast und dokumentieren die gechillte Atmosphäre im Frühstücksbereich stellvertretend für den Rest des Banana Bungalow. Danach heißt es auch schon Abschiednehmen von Los Angeles und ab nach Oceanside.

USA 2011 - Tag 10 und 11 002

Dort wollen wir einen ruhigen Tag am Meer verbringen, bevor unser Roadtrip dann so richtig losgeht. Erstmal müssen wir uns jedoch durch den Verkehr in L.A. quälen, der trotz achtspuriger Autobahn nicht wirklich fließt. Somit brauchen wir erstmal über eine Stunde um aus L.A. herauszukommen.

In Oceanside angekommen, wo übrigens Private Practice spielt, checken wir uns im Ramada ein, und machen uns dann auf den Weg zum Strand. Unterwegs halten wir noch beim 99Cent Store um uns Zutaten für Hotdogs zu beschaffen, einen Strohut und Sonnencreme und fahren dann weiter zum Strand.

USA 2011 - Tag 10 und 11 010

Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas schwieriger, da so ziemlich jeder Parkplatz short-term war und wir innerhalb kürzester Zeit etwa eine Milliarde Parkuhren gesehen haben. Wir fanden dann aber doch noch einen in einem etwas luxoriöseren Wohngebiet und machten uns auf gen Strand. Conny war auf dem Weg natürlich wieder das Blumenkind und war von der Vegetation begeistert.

USA 2011 - Tag 10 und 11 012

Am Strand mussten wir dann erstmal was essen, schließlich gab es noch nicht viel heute. Die selbstgemachten, kalten Hot Dogs konnten sich auch durchaus sehen lassen. Lecker lecker. Wenn man von den folgenden Bildern das Rechte betrachtet, könnte man meinen, ich wäremit HotDog in der Hand gestorben. War aber nicht so, ich lag da so rum und hatte irgendwann Hunger und Conny war so nett mir ein HotDog zu bauen.

USA 2011 - Tag 10 und 11 016 USA 2011 - Tag 10 und 11 019

Am Strand verbrachten wir dann gut und gerne 3 Stunden und genossen die Sonne, zum Schwimmen oder zum richtigen Sonnenbaden war es allerdings etwas windig und somit auch kühl. Wir beschränkten uns auf ein wenig chillen, mit Sand spielen und über Leute lästern. Das kann man ja auch mal länger machen. Getränkenachschub war durch einen nahegelegenen Getränkeautomaten auch direkt sichergestellt, Conny hat sich erstmal ein “Minute Maid” gegönnt. War wohl nicht so der Knaller.

USA 2011 - Tag 10 und 11 025_stitch

Dann fuhren wir irgendwann zurück zum Hotel, allerdings nicht, ohne uns vorher ein Ben&Jerry’s Eis zu gönnen. Is ja schließlich Urlaub. Das Hotel hatten wir irgendwann in der Vorbereitung von einem Motel6 auf ein Ramada umgebucht. Dafür war es nicht mehr ganz so nah am Strand, aber deutlich komfortabler. Auf uns wartete wieder ein King Bed und ein großes Zimmer, in dem man auch erstmal den Koffer halbwegs leeren und ordentlich wieder einpacken konnte.

01704_exterior_view_2

Ein letztes mal durchschnaufen also heute, bevor es dann richtig los geht. Morgen dann die erste richtige Roadtrip-Etappe nach Las Vegas.

Kategorien: Amerika, USA | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.